<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1967975,"date":"2021-08-14T23:34:00","date_gmt":"2021-08-14T21:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1967975"},"modified":"2021-08-15T05:06:51","modified_gmt":"2021-08-15T03:06:51","slug":"taliban-nehmen-nordafghanische-stadt-masar-i-scharif-ein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/08\/taliban-nehmen-nordafghanische-stadt-masar-i-scharif-ein\/","title":{"rendered":"Taliban nehmen nordafghanische Stadt Masar-i-Scharif ein"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Taliban bringen einen ehemaligen Bundeswehr-Standort in Afghanistan unter ihre Kontrolle. In Masar-i-Scharif \u201eparadieren\u201c die K\u00e4mper und \u201eschie\u00dfen in die Luft\u201c.<\/b><br \/>\nDie Taliban bringen einen ehemaligen Bundeswehr-Standort in Afghanistan unter ihre Kontrolle. In Masar-i-Scharif \u201eparadieren\u201c die K\u00e4mper und \u201eschie\u00dfen in die Luft\u201c. +++22.12 Uhr: Bei ihrem Eroberungszug durch Afghanistan haben die Taliban auch die Gro\u00dfstadt Masar-i-Scharif im Norden eingenommen. Dort war bis vor wenigen Wochen ein gro\u00dfes Feldlager der Bundeswehr, seit Ende Juni sind die deutschen Soldaten aus dem Krisenstaat abgezogen. Damit h\u00e4lt die Regierung lediglich noch zwei Gro\u00dfst\u00e4dte &#8211; Dschalalabad im Osten und die Hauptstadt Kabul. Gegen 21 Uhr (Ortszeit) sollen die Islamisten in die wirtschaftlich starke Metropole Masar-i-Scharif eingedrungen sein, hie\u00df es aus Sicherheitskreisen. Daraufhin h\u00e4tten sie Gefangene aus dem Zentralgef\u00e4ngnis der Stadt freigelassen. Ein gro\u00dfer Teil der Sicherheitskr\u00e4fte habe sich in den Bezirk Tschahar Kent und in das Camp Marmal in der N\u00e4he des Flughafens zur\u00fcckgezogen. Der Provinzrat Sabiullah Kakar sagte, die Stadt sei vollst\u00e4ndig unter Kontrolle der Islamisten. Auch das 209. Armeekorps am Rande der Stadt sei gefallen, durch einen \u201eDeal\u201c mit den Islamisten. Alle Errungenschaften der vergangenen 20 Jahre, sagte Kakar weiter, seien zunichte. Mohammad Atta Nur und Abuld Raschid Dostum sollen in die Stadt Hairatan an der Grenze zu Usbekistan geflohen sein und versuchen, die Grenze zu \u00fcberqueren. Auch andere Sicherheitskr\u00e4fte w\u00fcrden dasselbe versuchen. +++ 20.10 Uhr: Die Taliban haben auf ihrem Eroberungszug durch Afghanistan den ehemaligen Bundeswehr-Standort Masar-i-Scharif eingenommen. Dies berichtet die Bev\u00f6lkerung der nordafghanischen Stadt am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. \u201eSie paradieren mit ihren Fahrzeugen und Motorr\u00e4dern und schie\u00dfen in die Luft, um zu feiern\u201c, berichtete Atiqullah Ghajor, der in der N\u00e4he der ber\u00fchmten blauen Moschee der Stadt wohnt. +++ 14.00 Uhr: Die Taliban sollen sich wenige Kilometer vor der afghanischen Hauptstadt befinden. Berichten zufolge wollen sie Kabul durch eine Belagerung \u201eisolieren\u201c (s. Update von 12.00 Uhr). Internationalen Beobachtenden zufolge haben die Taliban zuvor das gesamte Gebiet der Provinz Logar eingenommen. Provinzbeamte seien festgenommen worden. Die Angaben, wie viele Kilometer die radikal-islamische Organisation noch von Kabul entfernt sei, gehen auseinander. Die Deutsche Presse-Agentur sprach in einer Mitteilung von 70 bis 80 Kilometern. Die Nachrichtenagentur AFP ging hingegen von 50 Kilometern aus. Auf Twitter kursierten am Samstag zahlreiche Fotos von K\u00e4mpfern der Taliban, die darauf mit erbeuteten Waffen posieren. Die radikal-islamischen Aufst\u00e4ndischen haben demnach zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge und schwere Waffen zur Verf\u00fcgung. Zudem ver\u00f6ffentlichten die Taliban ein Video, das bekannt gab, dass die Gruppierung einen Radiosender s\u00fcdlich der Stadt Kandahar \u00fcbernommen habe. Dieser hei\u00dfe nun \u201eStimme der Scharia\u201c. Statt Musik w\u00fcrden zuk\u00fcnftig Koran-Rezitationen zu h\u00f6ren sein, hie\u00df es. Neben derartigen Meldungen wurden auch erste brutale Taten der Taliban bekannt, beispielsweise aus der Stadt Herat. Wie der Journalist Bilal Sarway auf Twitter berichtet, seien zwei des Diebstahls beschuldigte M\u00e4nner wohl geteert und an Stricken um den Hals durch die Stra\u00dfen gef\u00fchrt worden: Offenbar ein Akt der Dem\u00fctigung. Unklar ist, ob die Beschuldigten noch am Leben sind. +++ 12.00 Uhr: Nach dem Fall der zweit- und drittgr\u00f6\u00dften Stadt Afghanistans ist Kabul die letzte Bastion der Regierungstruppen, die anderswo kaum oder gar keinen Widerstand leisteten. Nun haben die islamistischen Taliban die afghanische Hauptstadt weitgehend umstellt \u2013 rund 50 Kilometer entfernt lagern sie von der Millionenstadt. Aus Washington D.C. hie\u00df es dennoch, Kabul befinde \u201esich im Moment nicht in einer unmittelbaren Bedrohungslage\u201c. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums r\u00e4umte jedoch ein, dass \u201edie Taliban-K\u00e4mpfer versuchen, die Stadt zu isolieren\u201c. Derweil k\u00fcndigte der afghanische Pr\u00e4sident Aschraf Ghani eine \u201eRemobilisierung\u201c der Streitkr\u00e4fte an. Dies habe \u201eoberste Priorit\u00e4t\u201c, sagte er am Samstag (14.08.2021) in einer Fernsehansprache. Zudem liefen \u201eBeratungen\u201c mit politischen Verantwortungstr\u00e4gern und internationalen Partnern \u00fcber eine politische L\u00f6sung, um dem Land \u201eFrieden und Stabilit\u00e4t\u201c zu sichern, versicherte der Pr\u00e4sident. Berichte \u00fcber heftige K\u00e4mpfe gab es aus dem n\u00f6rdlichen Masar-i-Scharif. Die Stadt, wo die Bundeswehr zuletzt ihr gr\u00f6\u00dftes Feldlager hatte, ist das wirtschaftliche Zentrum der Region im Norden, die immer als Bollwerk gegen die Taliban galt. Der ber\u00fcchtigte Kriegsherr Abdul Raschid Dostum hatte dort zuletzt seine Milizen versammelt. Die einzigen anderen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte, die noch nicht von den Taliban eingenommen wurden, sind Dschalalabad, Gardes und Chost. Erstmeldung vom Samstag,14.08.2021: Kabul\/Washington D.C. \u2013 In gro\u00dfem Tempo erobern die Taliban weite Teile Afghanistans. Die US-Regierung hat den Sicherheitskr\u00e4ften und der F\u00fchrung des Landes schwere Vorw\u00fcrfe gemacht \u2013 angesichts des Vormarsches der radikalislamischen Terrorgruppe sprachen die USA von mangelnder Kampfbereitschaft. Seit Beginn des vollst\u00e4ndigen Abzugs der Nato-Truppen aus Afghanistan haben die Taliban gro\u00dfe Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. In den vergangenen acht Tagen nahmen die Islamisten rund die H\u00e4lfte der 34 afghanischen Provinzhauptst\u00e4dte ein, darunter zuletzt auch die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Kandahar. Am Freitag (13.08.2021) standen sie nach Eroberung der Provinzhauptstadt Pul-i-Alam nur noch 50 Kilometer vor Kabul, wie ein Regionalabgeordneter der Provinz Logar mitteilte. Es sei \u201ebeunruhigend\u201c zu sehen, dass die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrung nicht den \u201eWillen\u201c gehabt habe, sich dem Vormarsch der Taliban zu widersetzen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, dem Nachrichtensender CNN. Die USA h\u00e4tten den \u201efehlenden Widerstand\u201c durch die afghanischen Streitkr\u00e4fte nicht vorhersehen k\u00f6nnen, sagte Kirby im Interview mit dem Sender. Die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte seien den Taliban in Bezug auf Ausr\u00fcstung, Training und Truppenst\u00e4rke \u00fcberlegen und verf\u00fcgten \u00fcber eine eigene Luftwaffe, sagte Kirby. Mit Blick auf die finanzielle Unterst\u00fctzung der US-Regierung f\u00fcr die Sicherheitskr\u00e4fte f\u00fcgte er hinzu: \u201eGeld kann keinen Willen kaufen.\u201c Daf\u00fcr sei die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrung der Afghanen zust\u00e4ndig. Die Kampfbereitschaft sei n\u00f6tig, um zu verhindern, dass die Taliban das ganze Land unter ihre Kontrolle bringen, warnte Kirby. Auch der fr\u00fchere deutsche Nato-General Egon Ramms machte im Gespr\u00e4ch mit dem Deutschlandfunk die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte f\u00fcr die raschen Gel\u00e4ndegewinne der Taliban verantwortlich. Diese seien durch die USA gut ausger\u00fcstet und durch die Bundeswehr gut ausgebildet worden, ihnen mangele es aber an Kampfmoral. Neben der Angst vor den Taliban sei diese auch durch deren schlechte Bezahlung zu erkl\u00e4ren. Es sei zwar zu erwarten gewesen, dass die Terrorgruppe nach dem Abzug der westlichen Truppen Teile des Landes zur\u00fcckerobern w\u00fcrden \u2013 das Tempo des Vormarsches sei allerdings \u00fcberraschend. Au\u00dfenpolitiker Norbert R\u00f6ttgen ( CDU) forderte ein Einschreiten des Westens und der Bundeswehr gegen die Taliban. \u201eMan darf nicht dabei zuschauen, wie Menschen, die uns lange verbunden waren, von den Taliban abgeschlachtet werden, wie M\u00e4dchen und Frauen alle hart erk\u00e4mpften Rechte wieder verlieren\u201c, sagte der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses im Bundestag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Tatenlosigkeit angesichts des Taliban-Vormarschs \u201ew\u00e4re eine massive Selbstbesch\u00e4digung unserer Glaubw\u00fcrdigkeit\u201c, warnte R\u00f6ttgen. \u201eNach 20 Jahren Einsatz zu sagen, das sei eine afghanische Angelegenheit, ist wirklich absurd und besch\u00e4mend\u201c, f\u00fcgte der CDU-Politiker hinzu. Es gehe nicht darum, aus Afghanistan eine moderne Demokratie zu machen. R\u00f6ttgen betonte, dass er nicht daf\u00fcr sei, den Truppenabzug aus Afghanistan r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. \u201eTrotzdem muss man der Offensive der Taliban jetzt etwas entgegensetzen, aus der Verantwortung nach 20 Jahren Einsatz heraus und aufgrund unserer eigenen Sicherheitsinteressen\u201c, sagte er dem RND. \u201eEs reicht nicht, dass wir immer nur amerikanische Entscheidungen abnicken.\u201c \u201eDer einseitige und \u00fcbereilte Abzug aus Afghanistan war ein Fehler\u201c, urteilte R\u00f6ttgen. Deutschland m\u00fcsse dies \u201eoffen gegen\u00fcber den USA kommunizieren und darauf dr\u00e4ngen, dass sie ihre bereits stattfindende Luftunterst\u00fctzung der afghanischen Streitkr\u00e4fte intensivieren\u201c. \u201eDas k\u00f6nnen wir aber nur dann fordern, wenn wir auch selbst bereit sind, etwas zu leisten\u201c, mahnte der Au\u00dfenpolitiker. Deutschland und andere westliche Staaten arbeiten derweil unter Hochdruck daran, Botschaftsmitarbeiter und Ortskr\u00e4fte in Sicherheit zu bringen. Neben Deutschland k\u00fcndigten andere europ\u00e4ische L\u00e4nder wie Gro\u00dfbritannien und Spanien die Ausreise von Botschaftspersonal an. Die USA sagten das Ausfliegen Tausender Menschen t\u00e4glich zu und veranlassten die Zerst\u00f6rung sensiblen Materials in ihrer Botschaft in Kabul. In einem Vermerk an die Mitarbeiter der US-Botschaft in Kabul verwies ein Geb\u00e4udetechniker auf die bestehenden M\u00f6glichkeiten zur Verbrennung oder Entsorgung von Dokumenten und Ger\u00e4tschaften. Zerst\u00f6rt werden soll demnach alles, was von den Taliban f\u00fcr ihre Propaganda \u201emissbraucht werden\u201c k\u00f6nnte, wie etwa Gegenst\u00e4nde mit dem Botschaftslogo und US-Flaggen. Staaten wie Deutschland, Gro\u00dfbritannien, die Niederlande und Spanien entschlossen sich zur Reduzierung ihres Botschaftspersonals in Kabul. Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) erkl\u00e4rte, die deutsche Botschaft solle \u201earbeitsf\u00e4hig\u201c bleiben, das Personal werde aber \u201eauf das operativ notwendige absolute Minimum\u201c reduziert. D\u00e4nemark und Norwegen k\u00fcndigten die vorl\u00e4ufige Schlie\u00dfung ihrer diplomatischen Vertretungen in Kabul an. Das US-Milit\u00e4r hatte am Donnerstag (12.08.2021) verk\u00fcndigt, rund 3000 Streitkr\u00e4fte als Verst\u00e4rkung zum Flughafen Kabul zu verlegen, um die Reduzierung des Personals der US-Botschaft zu unterst\u00fctzen. Rund 5000 weitere Streitkr\u00e4fte werden zudem im Nahen Osten stationiert, um als m\u00f6gliche Verst\u00e4rkung bereitzustehen. (tvd\/tu mit dpa\/AFP) Rubriklistenbild: \u00a9 AFP<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Taliban bringen einen ehemaligen Bundeswehr-Standort in Afghanistan unter ihre Kontrolle. In Masar-i-Scharif \u201eparadieren\u201c die K\u00e4mper und \u201eschie\u00dfen in die Luft\u201c. Die Taliban bringen einen ehemaligen Bundeswehr-Standort in Afghanistan unter ihre Kontrolle. 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