<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1971857,"date":"2021-08-20T21:46:00","date_gmt":"2021-08-20T19:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1971857"},"modified":"2021-08-20T23:16:35","modified_gmt":"2021-08-20T21:16:35","slug":"besuch-bei-putin-viele-probleme-und-blumen-fur-merkel-zum-abschied","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/08\/besuch-bei-putin-viele-probleme-und-blumen-fur-merkel-zum-abschied\/","title":{"rendered":"Besuch bei Putin: Viele Probleme und Blumen f\u00fcr Merkel zum Abschied"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kremlchef Putin schenkt Merkel zum Abschied Blumen in Wei\u00df und Rosa. Doch die Kanzlerin war nicht wegen freundlicher &#8230;<\/b><br \/>\nKremlchef Putin schenkt Merkel zum Abschied Blumen in Wei\u00df und Rosa. Doch die Kanzlerin war nicht wegen freundlicher Aufmerksamkeiten zum Ende ihrer Kanzlerschaft noch einmal beim russischen Pr\u00e4sidenten. Die beiden hatten vielmehr eine Menge Probleme zu besprechen. Moskau, Berlin \u2013 Schon bei der Begr\u00fc\u00dfung mit dem \u201elieben Wladimir\u201c, wie Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel den russischen Pr\u00e4sidenten Putin auch nennt, kommt sie rasch zur Sache. Es gebe \u201etiefgreifende Differenzen\u201c, \u00fcber die beide reden wollten. Aber trotz allem sollten Deutsche und Russen miteinander im Gespr\u00e4ch miteinander bleiben. Nur so k\u00f6nne es weitergehen, betont die Kanzlerin, die Putin seit 16 Jahren kennt. Sie spricht Russisch; er aus seiner Zeit als KGB-Geheimdienstoffizier in Dresden flie\u00dfend Deutsch. Sie verstehen einander. Und doch haben sie sich nie etwas geschenkt. Auch in den etwa drei Stunden am Freitag im Gro\u00dfen Kremlpalast in Moskau nicht. Genau am ersten Jahrestag des Giftanschlags auf den Kremlgegner Alexej Nawalny mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok ist die Kanzlerin das erste Mal seit langem wieder bei Putin. Sie habe \u201enoch einmal die Freilassung von Alexej Nawalny gefordert und auch deutlich gemacht, dass wir hier an der Sache dranbleiben werden\u201c. Putin kontert und behauptet, Nawalny sitze nicht wegen politischer, sondern wegen krimineller Handlungen in Haft. Die beiden wissen, dass sie in diesem Punkt nicht zueinander kommen. Bis heute lehnt Russland Ermittlungen in dem Fall ab. Nawalny macht Putin selbst verantwortlich f\u00fcr den Mordanschlag auf ihn. Die EU hat wegen des Giftanschlags auch Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngt. Merkel kritisiert zudem das Arbeitsverbot von drei deutschen Nichtregierungsorganisationen. Wenn diese aus der russischen Liste unerw\u00fcnschter Organisationen gestrichen w\u00fcrden, k\u00f6nne der Petersburger Dialog f\u00fcr die Zusammenarbeit der Zivilgesellschaften beider L\u00e4nder wieder aufgenommen werden. Die deutsche Seite hat das Format eingefroren. Doch Russland bleibt hier seit langem hart. Und auch Putin macht einmal mehr deutlich, dass er Einmischungen und Belehrungen von au\u00dfen nicht duldet. Trotzdem empf\u00e4ngt der Kremlchef die Kanzlerin, die zuvor am Grab des Unbekannten Soldaten mit einem Kranz an die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert hat, im Gro\u00dfen Kremlpalast mit Blumen in Wei\u00df und Rosa. Es ist eine Geste auch zum Abschied von ihrer Kanzlerschaft. Aber er wei\u00df, dass Merkel nicht f\u00fcr Aufmerksamkeiten in Moskau ist. Es gibt reichlich Konfliktstoff, den beide besprechen. Es geht auch um die Lage in Afghanistan, die Putin einmal mehr als Beispiel f\u00fcr ein Versagen des Westens sieht, wenn es darum geht, anderen Staaten etwa demokratische Werte beizubringen. Die Kanzlerin bekr\u00e4ftigt dagegen, dass es dem Westen mit seinem Einsatz gelungen sei, die von Afghanistan ausgehende akute Terrorgefahr zu bannen. \u201eAber sie ist nicht dauerhaft gebannt\u201c, sagt sie in dem vor Gold nur so gl\u00e4nzenden Alexandrowski-Saal des Palasts. Und sie bittet um Unterst\u00fctzung bei der Rettung afghanischer Ortskr\u00e4fte. Putin wiederum ruft die Kanzlerin dazu auf, im Ukraine-Konflikt auf die Regierung in Kiew einzuwirken. Merkel reist an diesem Sonntag dorthin, um den ukrainischen Pr\u00e4sidenten zu treffen. Zur Freude des russischen Pr\u00e4sidenten bekennt sie sich zu dem Minsker Friedensplan zur L\u00f6sung des Konflikts im Osten der Ukraine. Dort sterben in den umk\u00e4mpften Gebieten der Regionen Luhansk und Donezk trotz eines Waffenstillstands weiter Menschen. Merkel solle nun helfen dabei, dass die Ukraine die Vereinbarungen von Minsk erf\u00fcllt, sagt Putin. Der Pr\u00e4sident tut an diesem Freitag einiges, damit Merkel ihr wom\u00f6glich letzter Besuch im Kreml in Erinnerung bleibt. Die Kanzlerin wird sich an Moskauer Empf\u00e4nge mit deutlich weniger Prunk erinnern. F\u00fcr russische Verh\u00e4ltnisse sind die Gespr\u00e4che im prunkvollen Kremlpalast ein sehr achtungsvoller Abschied \u2013 auch wenn nicht klar ist, ob sich die beiden wirklich zum letzten Mal getroffen haben. Das Wort \u201eAbschiedsbesuch\u201c verbindet die 67-J\u00e4hrige mit \u201evielleicht\u201c. In ihrer Amtszeit h\u00e4tten sich \u201edie politischen Systeme von Deutschland und Russland noch einmal weiter auseinander entwickelt, bilanziert Merkel und findet dennoch anerkennende Worte: \u201eAber ich bin sehr froh, dass es trotz auch gro\u00dfer Differenzen immer gelungen ist, diesen Gespr\u00e4chskanal offen zu halten.\u201c Auch Putin entl\u00e4sst Merkel mit freundlichen Worten: \u201eWir werden in Zukunft sehr froh sein, die Bundeskanzlerin in Russland empfangen zu d\u00fcrfen. Wir haben gro\u00dfen Respekt vor ihrer Leistung.\u201c Merkel z\u00e4hle \u201ezu Recht zu den angesehensten F\u00fchrungspersonen in Europa und international\u201c. Beide seien zwar nicht immer einig gewesen, h\u00e4tten aber \u201eimmer einen offenen und inhaltsreichen Dialog gef\u00fchrt\u201c. Anders als Merkel denkt Putin bisher nicht an einen Abschied aus dem Staatsamt. Nach mehr als 20 Jahren an der Macht kann er nach einer Verfassungs\u00e4nderung im vergangenen Jahr im Fall seiner Wiederwahl 2024 und 2030 noch bis 2036 regieren. (APA\/dpa)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kremlchef Putin schenkt Merkel zum Abschied Blumen in Wei\u00df und Rosa. Doch die Kanzlerin war nicht wegen freundlicher &#8230; Kremlchef Putin schenkt Merkel zum Abschied Blumen in Wei\u00df und Rosa. Doch die Kanzlerin war nicht wegen freundlicher Aufmerksamkeiten zum Ende ihrer Kanzlerschaft noch einmal beim russischen Pr\u00e4sidenten. 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