<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1977474,"date":"2021-08-28T22:29:00","date_gmt":"2021-08-28T20:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1977474"},"modified":"2021-08-28T23:09:09","modified_gmt":"2021-08-28T21:09:09","slug":"corona-grune-fur-hartere-regeln-fur-ungeimpfte-rki-zahlen-steigen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/08\/corona-grune-fur-hartere-regeln-fur-ungeimpfte-rki-zahlen-steigen\/","title":{"rendered":"Corona: Gr\u00fcne f\u00fcr h\u00e4rtere Regeln f\u00fcr Ungeimpfte ++ RKI-Zahlen steigen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aktuelle Corona-News aus Deutschland: Die Gr\u00fcnen fordern h\u00e4rtere Regeln f\u00fcr Ungeimpfte. Die RKI-Fallzahlen und -Inzidenz steigen.<\/b><br \/>\nUm einen Lockdown in der vierten Corona-Welle zu verhindern, fordern die Gr\u00fcnen h\u00e4rtere Regeln f\u00fcr Ungeimpfte. Mehr Infos im Blog. Berlin. Die vierte Welle in der Corona -Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem durch Ansteckungen unter jungen Erwachsenen mit der Delta-Variante weiter an Fahrt auf. Au\u00dferdem breite sie sich auch zunehmend in den mittleren Altersgruppen aus, hei\u00dft es im aktuellen RKI-Wochenbericht. Ins Krankenhaus kommen dann in der Regel vor allem die Ungeimpften. Die Dynamik bei den Impfungen scheint ohnehin vorbei. Dagegen soll unter anderem die sogenannte 3G-Regel wirken, die seit Montag in Kraft ist. Damit wird es f\u00fcr Ungeimpfte deutlich aufwendiger, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Auch die Corona-Schnelltests sollen ab dem 11. Oktober f\u00fcr die meisten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht mehr kostenlos sein. Daf\u00fcr gibt es Erleichterungen beim Reisen. Spanien gilt ab Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet. Damit entf\u00e4llt f\u00fcr Ungeimpfte die Quarant\u00e4ne-Pflicht nach der Einreise in Deutschland &#8211; das gilt auch f\u00fcr Urlauber auf Mallorca. Interaktive Grafik: Corona-Inzidenzen nach Alter In Deutschland sind 10.303 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, starben 22 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren 8092 neue F\u00e4lle und 17 Tote gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 72,1 &#8211; am Vortag hatte der Wert 70,3 betragen, vor einer Woche 51,6. Mehr zum Thema: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert 21.21 Uhr: In Frankreich haben Zehntausende Menschen am Samstag am siebten Wochenende in Folge gegen die versch\u00e4rften Corona-Regeln der Regierung von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron demonstriert. Quer durchs Land war zu rund 200 Protestz\u00fcgen aufgerufen worden. Au\u00dfer gegen eine Impfpflicht f\u00fcr Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen richteten die Proteste sich gegen den sogenannten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test. Zumeist verliefen die Proteste in einer friedlichen und entspannten Atmosph\u00e4re, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Der in der landesweiten Corona-App speicherbare Gesundheitspass wird seit drei Wochen unter anderem zum Besuch von Caf\u00e9s und Restaurants, vor dem Betreten gro\u00dfer Einkaufszentren sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt. Bislang l\u00e4uft der Einsatz des Gesundheitspasses weitgehend reibungslos. Gerichte kippten die Pflicht zum Vorzeigen des Gesundheitspasses vor dem Besuch gro\u00dfer Einkaufszentren aber in den letzten Tagen in drei Regionen. Der Zugang zur Grundversorgung wie dem Lebensmittelhandel werde dadurch behindert, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung. 18.38 Uhr: Sachsen bleibt beim Impfen gegen Corona im bundesweiten Vergleich weiter Schlusslicht. Laut einer \u00dcbersicht Bundesgesundheitsministeriums vom Samstag sind derzeit 51,4 Prozent der Menschen im Freistaat vollst\u00e4ndig geimpft. Das sind deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt (60,1 Prozent).54,8 Prozent der Sachsen haben zumindest eine Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Spitzenreiter bei den vollst\u00e4ndig Geimpften ist Bremen mit einer Quote von 70,2 Prozent. 17.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Gespr\u00e4ch mit der von Corona schwer getroffenen Club- und Kulturbranche die Rolle der Impfungen betont. Zu Frage nach einer Perspektive f\u00fcr die Branche sagte Spahn, die sicherste Bedingung f\u00fcr die Gesellschaft sei eine Impfquote von deutlich \u00fcber 80 Prozent. \u00ab\u00a0Dann k\u00e4men wir ziemlich sicher durch Herbst und Winter.\u00a0\u00bb Die Voraussetzung: \u00ab\u00a0Solange sich das Ding nicht nochmal ver\u00e4ndert\u00a0\u00bb &#8211; also keine neuen Varianten auftreten. Aktuell sind mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Ein Datum k\u00f6nne er nicht nennen. Er unterstrich, wie wenig planbar die Lage ist. \u00ab\u00a0Ich kann euch nicht sagen, was im Dezember ist.\u00a0\u00bb Einen \u00ab\u00a0Freedom Day\u00a0\u00bb f\u00fcr eine allgemeine \u00d6ffnung wie in Gro\u00dfbritannien sieht Spahn skeptisch. Offen zeigte er sich f\u00fcr Modellprojekte der Clubs, die das Tanzen innen m\u00f6glich machen k\u00f6nnten. Spahn traf sich im Kreuzberger \u00ab\u00a0Ritter Butzke\u00a0\u00bb mit Vertretern der Club-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. Diese leidet seit 18 Monaten besonders stark unter den Folgen der Pandemie. So sind die Innenr\u00e4ume der Berliner Clubs seit M\u00e4rz 2020 weitgehend lahmgelegt. 15.46 Uhr: \u00dcber hundert Karnevalsfans haben sich am Samstag auf dem Heumarkt in der K\u00f6lner Altstadt gegen Corona impfen lassen. Das Festkomitee K\u00f6lner Karneval und die Stadt hatten gemeinsam zum \u00ab\u00a0gro\u00dfen Fastelovends-Impfen\u00a0\u00bb aufgerufen. Mit der Aktion sollten noch m\u00f6glichst viele Jecken zum Impfen animiert werden, bevor die neue Session losgeht. \u00ab\u00a0Wer an dem Tag mit der ersten Impfung startet, ist p\u00fcnktlich zum Elften im Elften durchgeimpft und spart sich somit die PCR-Testung vor einer Karnevalsveranstaltung\u00a0\u00bb, hatte das Festkomitee im Vorfeld mitgeteilt. Es geht nach fr\u00fcheren Angaben f\u00fcr 2021\/22 von einer weitgehend normalen Session f\u00fcr Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete aus. Anders als in D\u00fcsseldorf, wo bei einigen Saalveranstaltungen nur Immunisierte teilnehmen d\u00fcrfen, soll in K\u00f6ln auch ein negativer PCR-Test die Teilnahme an B\u00e4llen, Sitzungen und Partys in Innenr\u00e4umen erm\u00f6glichen. 14.04 Uhr: Gr\u00fcnen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat st\u00e4rkere Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Menschen ohne Corona-Impfung gefordert. \u00ab\u00a0Angesichts der Infektionsdynamik muss bef\u00fcrchtet werden, dass das Gesundheitswesen wieder erheblich unter Druck ger\u00e4t. Bevor deshalb wieder alle Menschen in einen umfassenderen Lockdown geschickt werden, ist es richtig, hier zu differenzieren zwischen Menschen, die durch Impfungen besser gesch\u00fctzt sind, und Menschen ohne jede Form von Immunit\u00e4t\u00a0\u00bb, sagte Dahmen unserer Redaktion. Und weiter: \u00ab\u00a0Es w\u00e4re Aufgabe der Bundesregierung, jetzt einen konkreten, einheitlichen Plan vorzulegen, ab welchen Grenzwerten statt 3G nur noch 2G geht und in welchen F\u00e4llen hier Ausnahmen, etwa aus medizinischen Gr\u00fcnden, gemacht werden m\u00fcssen.\u00a0\u00bbGesundheitsexperte Dahmen forderte dar\u00fcber hinaus \u00ab\u00a0konsequente, inzidenzunabh\u00e4ngige 3G-Regeln in Fernz\u00fcgen und im Flugverkehr\u00a0\u00bb. Die Bundesregierung habe einen weiteren Sommer verpasst, notwendige Vorsorge f\u00fcr eine weitere Pandemie-Welle zu treffen, kritisierte der Bundestagsabgeordnete. Die Bev\u00f6lkerung habe auch vier Wochen vor einer Bundestagswahl das Recht auf ein funktionierendes Krisenmanagement, das die Gesundheit der Menschen sch\u00fctze. 13.02 Uhr: Aus Protest gegen die Corona-Politik haben sich am Samstag einige Tausend Demonstranten in Berlin versammelt. Nach mehreren Verboten f\u00fcr einzelne Versammlungen lief ein gro\u00dfer Teil nach Beobachtung von Reportern der Deutschen Presse-Agentur zun\u00e4chst eher ziellos durch die Stra\u00dfen. Einzelne Gruppen zogen begleitet von der Polizei durch den Stadtteil Friedrichshain. Ein Polizeihubschrauber war zur Beobachtung eingesetzt. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt. Die Polizei hatte sich trotz zahlreicher Demonstrationsverbote auf gr\u00f6\u00dfere Eins\u00e4tze eingestellt. Rund 2000 Kr\u00e4fte stehen nach Polizeiangaben am Samstag bereit, darunter ist auch Unterst\u00fctzung aus Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen, Bayern und Sachsen. 11.34 Uhr: Der Epidemiologe Klaus St\u00f6hr geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in Deutschland nach dem Winter vor\u00fcber ist. \u201eAb dem Fr\u00fchjahr werden wir eine dramatische Entspannung der Situation erleben\u201c, sagte St\u00f6hr dem \u201eM\u00fcnchner Merkur\u201c (Samstag). \u201eDie Pandemie ist dann vorbei. Im Sommer wird trotz einiger Infektionen wieder absoluter Normalzustand herrschen.\u201c Die steigenden Corona-Infektionszahlen seien bislang zwar \u201eeine erwartbare Entwicklung\u201c und \u201ekein Grund zur Aufregung\u201c, sagte St\u00f6hr. Allerdings m\u00fcsse man sich Sorgen um die mehr als vier Millionen ungeimpften \u00fcber 60-J\u00e4hrigen in Deutschland machen: \u201eDie sind f\u00fcr das Virus noch voll empf\u00e4nglich\u201c, sagte St\u00f6hr. \u201eDas reicht im Winter aus f\u00fcr eine dramatische Zunahme von schweren Verl\u00e4ufen und Einweisungen in die Krankenh\u00e4user. Dar\u00fcber muss man sich Sorgen machen und hier den Impffortschritt verbessern.\u201c Deshalb m\u00fcssten Auffrischungsimpfungen und eine bessere Impfquote in der Pflege \u201ePriorit\u00e4t werden\u201c. 09.57 Uhr: Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen ist nach Angaben des Haus\u00e4rzteverbandes deutlich niedriger als in der ersten H\u00e4lfte des Jahres. \u201eDer Impfturbo, den wir im Fr\u00fchjahr und bis zum Juli hinein erlebt hatten, ist definitiv abgeflaut\u201c, sagte Bundesvorstandsmitglied Armin Beck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (Samstagsausgaben). \u201eW\u00e4hrend einzelne Kolleginnen und Kollegen uns zuvor noch von 300 oder sogar 500 Anfragen w\u00f6chentlich berichteten, erhalten viele mittlerweile nur noch z\u00f6gerliche 30 oder weniger\u201c, sagte Beck. \u201eHinzu kommt, dass die Beratung bei vielen Patientinnen und Patienten deutlich aufw\u00e4ndiger geworden ist, da nat\u00fcrlich der Anteil der klaren Impfbef\u00fcrworter unter den Ungeimpften mit Voranschreiten der Impfkampagne stark abgenommen hat\u201c, f\u00fchrte Beck weiter aus. \u201eDen bisher nicht geimpften Patienten diese n\u00e4herzubringen, nimmt viel Zeit in Anspruch\u201c, sagte der Mediziner, der auch Vorsitzender des Haus\u00e4rzteverbands Hessen ist. Hier sei \u201eviel \u00dcberzeugungsarbeit zu leisten\u201c. 07.56 Uhr: Die US-Geheimdienste haben ihren mit Spannung erwarteten Bericht zum Ursprung des Coronavirus ver\u00f6ffentlicht &#8211; und kein eindeutiges Ergebnis pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. In dem am Freitag publik gemachten Bericht werden sowohl eine \u00dcbertragung von Tier zu Mensch als auch ein Laborunfall in China als \u201eplausible Hypothesen\u201c bezeichnet. F\u00fcr eine abschlie\u00dfende Bewertung fehlten klinische Proben oder Daten zu den fr\u00fchen Infektionsf\u00e4llen in China, erkl\u00e4rten die Geheimdienste. Die Nachrichtendienste seien \u201eweiterhin gespalten\u201c in der Frage, was der \u201ewahrscheinlichste Ursprung\u201c der Corona-Pandemie sei, hie\u00df es in dem Bericht. Vier US-Geheimdienste kommen demnach mit \u201eniedriger\u201c Sicherheit zu dem Schluss, dass die Pandemie auf eine Virus\u00fcbertragung von Tier zu Mensch zur\u00fcckgeht. Zwei andere Geheimdienste gehen dagegen mit \u201emittlerer\u201c Sicherheit davon aus, dass ein Laborunfall zu der Pandemie f\u00fchrte. Analysten in drei anderen Diensten wiederum konnten sich nicht auf eine Zuordnung einigen. Grund f\u00fcr die Unterschiede sei die unterschiedliche Gewichtung der \u201enachrichtendienstlichen Berichte und wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen sowie der nachrichtendienstlichen und wissenschaftlichen L\u00fccken\u201c, hie\u00df es. 23.11 Uhr: Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot f\u00fcr eine der vielen Demonstrationen gegen die Corona-Politik am Wochenende gekippt. In den insgesamt vier Eilverfahren seien drei andere Verbote hingegen best\u00e4tigt worden, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Im Fall einer f\u00fcr den 28. und 29. August angemeldeten Versammlung mit je 500 erwartenden Teilnehmern sei eine unmittelbare Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Sicherheit nicht erkennbar, deshalb sei dieses Verbot suspendiert worden. In den anderen drei F\u00e4llen sei ma\u00dfgeblich, dass die Versammlungsteilnehmer die zur Vermeidung von Infektionen auch im Freien einzuhaltenden Mindestabst\u00e4nde voraussichtlich nicht beachten w\u00fcrden. Ausschlaggebend f\u00fcr diese Annahme seien die negativen Erfahrungen bei zahlreichen Versammlungen der \u00ab\u00a0Querdenker\u00a0\u00bb-Szene in der Vergangenheit. Gegen die Beschl\u00fcsse kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erhoben werden. 22.35 Uhr: F\u00fcnf Corona-F\u00e4lle im Erlebnisbad Tropical Islands in Brandenburg sorgen f\u00fcr Aufsehen. Die nach eigenen Angaben gr\u00f6\u00dfte tropische Urlaubswelt Europas wird auch von vielen G\u00e4sten anderer Bundesl\u00e4nder besucht. Personen, die zwischen dem 18. und 22. August in dem Bad waren, werden nun per Mail informiert. Mehr dazu, lesen Sie hier. 21.32 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine rasche Versorgung des afrikanischen Kontinents mit Impfstoff verlangt. \u00ab\u00a0Jetzt muss der Impfstoff schnell zu den Menschen in Afrika\u00a0\u00bb, sagte Merkel am Freitagabend nach einer Konferenz mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer L\u00e4nder im Kanzleramt. Wenn in Deutschland mehr als 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft seien und in Afrika 2 Prozent, \u00ab\u00a0dann ist das nat\u00fcrlich eine dramatische Ungerechtigkeit, die wir schnell \u00fcberwinden m\u00fcssen\u00a0\u00bb, betonte die Kanzlerin. 19.37 Uhr: Die Berliner Polizei bereitet sich trotz des Verbots zahlreicher Demonstrationen gegen die Corona-Politik auf einen gro\u00dfen Einsatz an diesem Wochenende vor. Unterst\u00fctzung aus anderen Bundesl\u00e4ndern wurde angefordert. \u00ab\u00a0Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich doch eine Vielzahl von Menschen in die Stadt begeben und dem Verbot nicht folgen\u00a0\u00bb, sagte ein Polizeisprecher. \u00ab\u00a0Die Polizei wird die Versammlungsverbote durchsetzen, entsprechend pr\u00e4sent sein und insbesondere das Regierungsviertel sch\u00fctzen.\u00a0\u00bb Insgesamt sollen mehr als 4200 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein. Verboten wurden 13 Demonstrationen, darunter auch Kundgebungen der \u00ab\u00a0Initiative Querdenken\u00a0\u00bb auf der Stra\u00dfe des 17. Juni. Gegen die Verbote waren am Freitagnachmittag vier Eilantr\u00e4ge bei Gericht eingereicht worden. 19.07 Uhr: Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin sowie Epidemiologen und Virologen pl\u00e4dieren f\u00fcr einen neuen Corona-Kurs an den Schulen. \u00ab\u00a0Bisher orientierten sich alle Ma\u00dfnahmen in den Schulen an der Maxime, m\u00f6glichst jede Infektion im dortigen Kontext zu verhindern. Inzwischen haben sich die Grundbedingungen ge\u00e4ndert, so dass dieses Prinzip auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden sollte\u00a0\u00bb, schreiben der Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin, J\u00f6rg D\u00f6tsch, der Epidemiologe G\u00e9rard Krause vom Helmholtz Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung in Braunschweig und weitere Wissenschaftler in einem Gastbeitrag f\u00fcr die Zeit. Den Schutz vor schwerer Covid-19-Erkrankung h\u00e4tten Erwachsene nun weitgehend selbst in der Hand, schreiben die Experten mit Blick auf die Impfungen. \u00ab\u00a0Aus diesem Grund und da Kinder nur sehr selten schwer an Covid-19 erkranken, ist es nicht mehr sinnvoll, jede einzelne Infektion in der Schule um jeden Preis verhindern zu wollen.\u00a0\u00bb Sie fordern gleichzeitig, eine ungebremste Ausbreitung des Virus in den Schulen zu verhindern, da sonst die absolute Zahl der Erkrankungen bei Kindern stark steigen w\u00fcrde &#8211; auch wenn der Anteil schwerer Erkrankungen nach einer Infektion \u00ab\u00a0inklusive Long Covid\u00a0\u00bb niedrig sei. 17.44 Uhr: Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, h\u00e4lt das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht f\u00fcr eine Impfpflicht durch die Hintert\u00fcr. \u201eEine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann\u201c, sagte sie am Donnerstag dem H\u00f6rfunksender NDR Info. Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde \u201eDruck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu sch\u00fctzen\u201c. \u00dcber die 2G-Frage hat sich der Ethikrat als Gesamtgremium einer Sprecherin zufolge noch nicht ge\u00e4u\u00dfert. Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an m\u00f6glich. Dann k\u00f6nnen Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschr\u00e4nkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschr\u00e4nkungen. Buyx sagte, aus ethischer Sicht sei das 3G-Modell besser, weil es mehr Teilhabe biete. Wenn sich die Situation aber weiter verschlechtern w\u00fcrde, sei 2G ethisch vertretbar, wenn damit ma\u00dfvoll umgegangen werde. \u201eMan sollte vorher alles andere ausgesch\u00f6pft haben.\u201c Wichtig sei zudem, vorab zu \u00fcberdenken, welche Bereiche betroffen seien. \u201eDie Disco ist nicht der Sportverein und auch nicht der Beh\u00f6rdenbesuch.\u201c 17.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Pl\u00e4ne f\u00fcr regionale Entscheidungen verteidigt, ab welcher Klinikbelegung k\u00fcnftig strengere Corona-Beschr\u00e4nkungen greifen sollen. \u00ab\u00a0Aus meiner Sicht ist das nicht ein Wert, den man sozusagen einheitlich zentral vorgeben kann, weil das regional unterschiedlich ist\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker dem SWR-Hauptstadtstudio (Freitag). In St\u00e4dten wie Berlin oder M\u00fcnchen und Ballungsr\u00e4umen gebe es nat\u00fcrlich ganz andere Behandlungskapazit\u00e4ten als in l\u00e4ndlichen Fl\u00e4chenregionen. Nach einem Entwurf des Gesundheitsministeriums soll die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in den regionalen Kliniken zur wichtigsten Messlatte werden &#8211; auch als Ausl\u00f6ser f\u00fcr neue Alltagsbeschr\u00e4nkungen. Die Schwellen, ab denen Schutzvorkehrungen greifen, sollen jeweils die L\u00e4nder festlegen. 17.04 Uhr: Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel als rotes Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein. Die \u00c4nderung gelte von Montag an, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag mit. Damit erschwert sich die Einreise f\u00fcr ungeimpfte Touristen aus der Bundesrepublik nach Tschechien erheblich. Sie m\u00fcssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarant\u00e4ne begeben. Diese kann fr\u00fchestens am f\u00fcnften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden. Wer seit mindestens 14 Tagen vollst\u00e4ndig geimpft ist, muss hingegen nur das obligatorische Online-Meldeformular ausf\u00fcllen. Tschechien setzt dabei auf das digitale Covid-Zertifikat der EU, das auch als Eintrittskarte f\u00fcr Hotels, Restaurants und Schwimmb\u00e4der dient. F\u00fcr den kleinen Grenzverkehr &#8211; also kurzzeitige Aufenthalte in Tschechien &#8211; gibt es Ausnahmen. 16.45 Uhr: D\u00e4nemark hat am Freitag seine Einreiseregeln f\u00fcr Deutsche ge\u00e4ndert. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich nach der Einreise k\u00fcnftig auf Corona testen lassen. Das teilte das Au\u00dfenministerium am Freitag mit. Grund ist, dass Deutschland auf der Infektionskarte der Europ\u00e4ischen Gesundheitsagentur nun nicht mehr als gr\u00fcnes, sondern als gelbes Land eingestuft wird. Die Grenzregion Schleswig-Holstein sei aber nicht von der Regelung betroffen, so das Ministerium. Das bedeutet, dass die Grenzbewohner weiterhin ohne Test \u00fcber die d\u00e4nische Grenze fahren k\u00f6nnen. Die Regelung gilt ab Samstag. 14.54 Uhr: Die Stiftung Patientenschutz hat den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mit dem der Inzidenzwert als wichtigste Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Corona-Ma\u00dfnahmen abgel\u00f6st werden soll, als unzureichend kritisiert. F\u00fcr die k\u00fcnftig als entscheidend vorgesehene Hospitalisierungsrate werde \u00ab\u00a0eine bundesweite Leitzahl\u00a0\u00bb gebraucht, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. \u00ab\u00a0Ohne diese Vorgabe von Jens Spahn wird es einen Flickenteppich geben.\u00a0\u00bb Deshalb d\u00fcrfe die Zahl nicht von den Kliniken oder den jeweiligen L\u00e4ndern festgesetzt werden, betonte Brysch. \u00ab\u00a0Der Bundesgesundheitsminister hat daf\u00fcr politische Verantwortung zu \u00fcbernehmen.\u00a0\u00bb In dem aktuellen Entwurf zur Neufassung des Infektionsschutzgesetz hei\u00dft es zwar, Ma\u00dfstab f\u00fcr die zu ergreifenden Schutzma\u00dfnahmen solle k\u00fcnftig \u00ab\u00a0insbesondere die Anzahl der station\u00e4r zur Behandlung aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen ( Hospitalisierungs-Inzidenz) sein.\u00a0\u00bb Ein konkreter Wert wird aber nicht genannt. Vielmehr hei\u00dft es in dem Entwurf weiter: \u00ab\u00a0Der Schwellenwert ist jeweils unter Ber\u00fccksichtigung der regionalen station\u00e4ren Versorgungskapazit\u00e4ten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende \u00dcberlastung der regionalen station\u00e4ren Versorgung zu vermeiden.\u00a0\u00bb 14.19 Uhr: Die Bundesregierung pr\u00fcft angesichts steigender Corona-Fallzahlen, ob in Fernz\u00fcgen und auf Inlandsfl\u00fcgen k\u00fcnftig nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete mitreisen d\u00fcrfen. Regierungssprecher Steffen Seibert best\u00e4tigte am Freitag in Berlin, dass die Anwendung der sogenannten 3G-Regeln f\u00fcr den Fernverkehr gepr\u00fcft werde.3G bezieht sich auf Genesene, Geimpfte und negativ Getestete. \u00ab\u00a0Diese Pr\u00fcfung gilt auch f\u00fcr die Inlandsfl\u00fcge\u00a0\u00bb, sagte Seibert. \u00ab\u00a0Auf vielen Auslandsfl\u00fcgen ist es ja bereits der Fall\u00a0\u00bb, f\u00fcgte er hinzu. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums k\u00fcndigte an, dass die entsprechenden Pr\u00fcfauftr\u00e4ge ordnungsgem\u00e4\u00df abgearbeitet w\u00fcrden. Zur Dauer der Pr\u00fcfung machte er keine Angaben. Die \u00ab\u00a0Bild\u00a0\u00bb-Zeitung hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf dringe, die 3G-Regelung in Z\u00fcgen und auf Inlandsfl\u00fcgen in Deutschland einzuf\u00fchren. Das Bundeskanzleramt habe das Verkehrsministerium beauftragt, einen entsprechenden Erlass f\u00fcr die Bahn und f\u00fcr Fluglinien zu erstellen, schrieb die Zeitung. 13.08 Uhr: Der Impfschutz der Corona-Impfstoffe von Biontech\/Pfizer und Astrazeneca nimmt laut einer britischen Studie innerhalb von weniger als sechs Monaten ab. Die Autoren der am Mittwoch vorgestellten \u00ab\u00a0Zoe Covid\u00a0\u00bb-Studie halten f\u00fcr einen anhaltenden Schutz daher Auffrischungsimpfungen f\u00fcr n\u00f6tig. Einen Monat nach der zweiten Biontech\/Pfizer-Dosis sch\u00fctzt der Impfstoff der Studie zufolge zu 88 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Dieser Schutz sinke allerdings nach f\u00fcnf bis sechs Monaten auf 74 Prozent. Der Schutz des Astrazeneca-Impfstoffes sinke von 77 Prozent einen Monat nach der zweiten Dosis auf 67 Prozent nach vier bis f\u00fcnf Monaten. Die Studie hatte \u00fcber die britische Handy-App Zoe Daten von \u00fcber einer Million Nutzern gesammelt, die dort Details zu ihren Impfungen und Testergebnissen eingegeben hatten. Die Daten wurden dann unter anderem von Forschern des King&rsquo;s College London ausgewertet. 12.05 Uhr: Immer mehr Besch\u00e4ftigte kehren vor dem Hintergrund gestiegener Impfzahlen ins B\u00fcro zur\u00fcck &#8211; jedoch offenbar nur zaghaft. Nach der monatlichen Umfrage des Ifo-Instituts lag der Anteil derer, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, im August bei 23,8 Prozent &#8211; nach 25,5 Prozent im Juli. Der R\u00fcckgang sei damit aber weniger stark als in den Vormonaten, teilte das M\u00fcnchner Institut am Freitag mit. 9.40 Uhr: Angesichts der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus in Neuseeland hat Regierungschefin Jacinda Ardern den seit 17. August geltenden landesweiten Lockdown bis zum Monatsende verl\u00e4ngert. Blieben die Menschen weiterhin zu Hause, k\u00f6nnte der Ausbruch bald seinen H\u00f6hepunkt erreicht haben, sagte Ardern am Freitag. F\u00fcr die besonders betroffene Metropole Auckland und die benachbarte Region Northland w\u00fcrden die strikten Beschr\u00e4nkungen anschlie\u00dfend noch mindestens zwei weitere Wochen aufrechterhalten. Vergangene Woche war in Auckland erstmals nach einem halben Jahr ohne eine inl\u00e4ndische Corona-Ansteckung im Land eine Infektion mit der hochansteckenden Delta-Variante nachgewiesen worden. Der Fall wuchs sich zu Neuseelands gr\u00f6\u00dftem Infektionsherd seit Beginn der Pandemie aus. Am Freitag meldeten die Beh\u00f6rden 70 neue F\u00e4lle, davon 56 allein in Auckland. 5.55 Uhr: Auch ein Jahr nach ihrer Erkrankung leiden einer Studie zufolge rund die H\u00e4lfte der wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingelieferten Patienten noch an Langzeitfolgen. Die Autoren der chinesischen Studie, die am Freitag in der Fachzeitschrift \u00ab\u00a0The Lancet\u00a0\u00bb erschien, forderten daher eine bessere Ber\u00fccksichtigung der Langzeitfolgen der Krankheit. Einer von drei Patienten sei auch nach einem Jahr noch kurzatmig. 2.50 Uhr: Wegen einer trotz strenger Corona-Ausgangsbeschr\u00e4nkungen ausgerichteten Party hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den argentinischen Staatschef Alberto Fern\u00e1ndez eingeleitet Hier startet ein neues Corona-Newsblog. 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