<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1980255,"date":"2021-09-01T22:22:00","date_gmt":"2021-09-01T20:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1980255"},"modified":"2021-09-01T23:11:30","modified_gmt":"2021-09-01T21:11:30","slug":"eine-frage-die-alles-uberschattet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/09\/eine-frage-die-alles-uberschattet\/","title":{"rendered":"Eine Frage, die alles \u00fcberschattet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Bei der Gedenkfeier f\u00fcr die Flutopfer in Rheinland-Pfalz fordert Bundespr\u00e4sident Steinmeier langfristige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die&#8230;<\/b><br \/>\nA ls die Namen der Opfer verlesen werden, will die Liste kein Ende nehmen.134 Menschen kamen bei der Flutkatastrophe Mitte Juli in Rheinland-Pfalz ums Leben. Der Staatsakt f\u00fcr sie wird am Mittwoch am N\u00fcrburgring abgehalten. Rund 2500 Angeh\u00f6rige, Helfer sowie Lokalpolitiker sind geladen. Vom N\u00fcrburgring aus, oberhalb der Ahr gelegen, wurde in den vergangenen Wochen die Unterst\u00fctzung koordiniert, eine \u201eHelferstadt\u201c entstand; in der Halle, in der nun die Gedenkveranstaltung stattfindet, stapelten sich bis vor kurzem Sachspenden aus der ganzen Republik. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier gibt zu Beginn seiner Rede die Worte eines Flutopfers wieder: \u201eWof\u00fcr noch leben, wenn nichts mehr ist, wie es mal war?\u201c Das gesamte Land trauere mit ihnen, versichert er den Angeh\u00f6rigen. Und mahnt, Hilfe und Aufmerksamkeit seien nicht nur jetzt, in der akuten Not, sondern f\u00fcr lange Zeit notwendig. Es ist ein w\u00fcrdiges Gedenken, in dem viel von Hoffnung, von Mut und Solidarit\u00e4t die Rede ist, und in dem viel an die \u00fcberw\u00e4ltigende Hilfsbereitschaft der tausenden Freiwilligen erinnert wird. Und doch schwebt an diesem Abend \u00fcber allem die Frage, ob viele der Toten nicht noch am Leben w\u00e4ren, h\u00e4tten die Beh\u00f6rden die Menschen besser gewarnt. Schlie\u00dflich gab es pr\u00e4zise Prognosen der Pegelst\u00e4nde schon tags\u00fcber, bevor dann nachts die Flut \u00fcber das Ahrtal hereinbrach. Und schlie\u00dflich waren auch schon in den kleinen Zufl\u00fcssen die Pegelst\u00e4nde enorm, lange bevor die Fluten die Ahr erreichten. Trotzdem wurden im Ahrtal in der Nacht auf den 15. Juli viele Menschen im Schlaf von den Wassermassen \u00fcberrascht.766 Personen wurden verletzt, viele konnten sich nur noch mit den Kleidern am Leibe retten, Hunderte sind traumatisiert. Es gelte f\u00fcr alle, sich die Frage zu stellen, \u201ewas wir tun k\u00f6nnen, um auf solche Katastrophen, auf solche Extremwetterlagen besser vorbereitet zu sein\u201c, sagt Steinmeier. Die Verbandsb\u00fcrgermeisterin von Altenahr, Cornelia Weigand, mahnt, k\u00fcnftig gelte es, gezielter zu warnen und effektivere Krisenst\u00e4be zu bilden. Im Tal wird die Frage, warum es so weit kommen musste, mittlerweile dr\u00e4ngender als noch kurz nach der Flut gestellt. Es h\u00e4tte Warnungen geben m\u00fcssen, sagt eine Anwohnerin in Insul am Mittwoch. Hier ist niemand ums Leben gekommen, schwer getroffen ist der Ort trotzdem. Ortschaften weiter flussaufw\u00e4rts seien deutlich fr\u00fcher von der Flut erwischt worden \u2013 warum sei das nicht weitergegeben worden? Und warum erst recht nicht an die Orte weiter flussabw\u00e4rts, Kreuzberg und Bad Neuenahr-Ahrweiler etwa, wo so viele ums Leben gekommen seien? Mittlerweile ist im Tal die Zahl der freiwilligen und professionellen Helfer deutlich zur\u00fcckgegangen. In Insul hatte am Tag nach der Flut hektische Betriebsamkeit geherrscht. Hunderte waren auf den Stra\u00dfen, schippten den Schlamm aus den H\u00e4usern, r\u00e4umten die Tr\u00fcmmer weg. Am Mittwoch aber sind die Stra\u00dfen wie leergefegt, viele H\u00e4user wirken verlassen. Auf der anderen Flussseite rei\u00dft ein Bagger ein Geb\u00e4ude ab. Sechs weitere H\u00e4user seien schon weg, sagt ein \u00e4lterer Mann, der dort steht, wo sich einmal eine Br\u00fccke \u00fcber die Ahr befand. Auch anderthalb Monate nach der Flutkatastrophe ist die braune Linie des Wassers noch in Kopfh\u00f6he an den H\u00e4usern zu sehen. Viele der Geb\u00e4ude seien derzeit unbewohnt, viele der Bewohner h\u00e4tten Unterschlupf bei Freunden und Bekannten gefunden, andere in Ferienwohnungen, erz\u00e4hlt eine Anwohnerin. Manche seien auch ganz weggezogen und h\u00e4tten hier kurzerhand alles verkauft. Und vielerorts fehle es immer noch am N\u00f6tigsten. An der M\u00f6glichkeit etwa, sich Essen zu kochen. Das Deutsche Rote Kreuz bringt derzeit f\u00fcr Tausende eine warme Mahlzeit und Essenspakete per Shuttle. Auch Heizm\u00f6glichkeiten fehlen. Die Gasversorgung ist ebenso zerst\u00f6rt wie viele \u00d6lheizungen im Keller. Bis zum Herbstbeginn wird eine Reparatur oder gar eine Erschlie\u00dfung mit neuen Gasleitungen kaum m\u00f6glich sein. Zudem muss zuvor gepr\u00fcft werden, wo Geb\u00e4ude \u00fcberhaupt dauerhaft bewohnbar sein werden. Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer versichert den Menschen am Mittwoch, es werde \u201ealles getan, damit die alte Heimat auch die neue Heimat sein kann\u201c. Sie verweist auch auf die Gelder, die Bund und L\u00e4nder f\u00fcr den Wiederaufbau bereitstellen. Privatleute und Unternehmer sollen durch die Aufbauhilfen bis zu achtzig Prozent der Sch\u00e4den vom Staat erstattet bekommen. Bund und L\u00e4nder, so versichert Dreyer, g\u00e4ben eine \u201eGarantie\u201c f\u00fcr eine langfristige Unterst\u00fctzung. Es werde \u201eniemand vergessen\u201c.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Gedenkfeier f\u00fcr die Flutopfer in Rheinland-Pfalz fordert Bundespr\u00e4sident Steinmeier langfristige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die&#8230; A ls die Namen der Opfer verlesen werden, will die Liste kein Ende nehmen.134 Menschen kamen bei der Flutkatastrophe Mitte Juli in Rheinland-Pfalz ums Leben. 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