<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1982805,"date":"2021-09-05T11:00:00","date_gmt":"2021-09-05T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1982805"},"modified":"2021-09-05T11:09:19","modified_gmt":"2021-09-05T09:09:19","slug":"reise-zum-ledrosee-von-den-zitronen-am-see-hinauf-zum-edelweis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/09\/reise-zum-ledrosee-von-den-zitronen-am-see-hinauf-zum-edelweis\/","title":{"rendered":"Reise zum Ledrosee: Von den Zitronen am See hinauf zum Edelwei\u00df"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Ledrosee liegt in einem Seitental westlich des Gardasees. Hier wird eher in Ruhe gewandert und geradelt als im Tr&#8230;<\/b><br \/>\nDer Ledrosee liegt in einem Seitental westlich des Gardasees. Hier wird eher in Ruhe gewandert und geradelt als im Trubel gesurft. Wer die Ponale hinaufradelt, legt nur ein paar hundert H\u00f6henmeter zur\u00fcck. Ein lockerer Halbtagesausflug, zumindest mit dem E-Bike. Doch am Ende der Strampelei, nach all den Kurven in der Steilwand mit sagenhaften Ausblicken auf den Gardasee, scheint man die unsichtbare Grenze zu einem anderen Land zu queren. K\u00fchler ist es in diesem Hochtal. Rund um den kleinen Ledrosee wachsen keine Pinien und Palmen, sondern Tannen und Buchen. Und der Trubel des Urlaubsorts Riva scheint Welten entfernt. \u201eVon den Zitronen bis zum Edelwei\u00df\u201c reiche ihr Tal, sagt Natalia Pellegrini. Also von der M\u00fcndung des Ponale-Bachs bis zum 2254 Meter hohen Monte Cadria. Urlauber reisen vor allem zum Wandern und Radeln an, erkl\u00e4rt die 38-J\u00e4hrige, die beim lokalen Tourismusb\u00fcro arbeitet. Und um in dem t\u00fcrkisen See zu baden, den keine Winde aufpeitschen wie den Gardasee. Ein Nachtleben gebe es hier nicht. An den Wochenenden werde das Tal seit Beginn der Pandemie von Ausfl\u00fcglern vom Gardasee \u00fcberrannt, sagt Anna Maria Santolini,58, die im D\u00f6rfchen Locca eine Pension betreibt. Die meisten Tagesg\u00e4ste spazieren auf dem rund zehn Kilometer langen Rundweg, der dicht am Ufer um den Ledrosee f\u00fchrt. Oder sie fahren hoch zur Pernici-H\u00fctte oder zum Tremalzo-Pass. Oder sie wandern zur Madonnina di Besta. Die kurze Tour zum Fotospot \u2013 Madonnenstatue vor t\u00fcrkisem See \u2013 sei \u201eso etwas wie eine Wallfahrt geworden\u201c, sagt Santolini. \u201eAber wo es schwieriger wird und man schwitzen muss, trifft man oft den ganzen Tag keinen Menschen.\u201c Eine Seilbahn, die den Aufstieg abk\u00fcrzt, gibt es im Ledrotal nicht. Der Weg zu den Gipfeln ist weit. Die vielleicht sch\u00f6nste Wanderung verl\u00e4uft auf einem luftigen Grat von Gipfel zu Gipfel. Bekannt wurde sie vor allem durch das Skyrace, bei dem vor Corona bis zu 500 Bergl\u00e4ufer \u00fcber die Steige rannten. Pio Pellegrini lief 2016 und 2017 mit. Er ist 65 und hat eine Herzoperation vor sich, aber ist weiterhin drahtig und fit. Der Einheimische besteht darauf, seine Tochter Natalia bei der Wanderung \u00fcber den Gratweg zu begleiten. \u00dcber viele Serpentinen kurven die Pellegrinis morgens hinauf zu einem Parkplatz nahe der Alm Malga Trat. Hier beginnt ein beliebter Pfad zum Aussichtsgipfel Cima Pari. \u201eWeg der K\u00fche\u201c nennen ihn die Einheimischen. Durch lichten Bergwald steigen Vater und Tochter gem\u00e4chlich auf. Am Wegesrand leuchten Weidenr\u00f6schen, T\u00fcrkenbund und Orchideen in Variationen von Rosa und Pink. \u201eIm Mai ist hier alles wei\u00df und violett von Narzissen und Pfingstrosen\u201c, sagt Natalia Pellegrini. Zur Rechten \u00f6ffnet sich der Blick auf das Massiv des Monte Cadria. Bald \u00fcberblickt man den gesamten Kammbogen dahinter, ein Amphitheater aus Fels und Wald. \u201eDie Krone des Val Concei\u201c, sagt Pellegrini. Ihr Vater hebt ein Steinchen auf. \u201eBlei\u201c, sagt er. \u201eEin Granatsplitter aus dem Ersten Weltkrieg.\u201c Hier verlief die \u00f6sterreichische Front, die Italiener sa\u00dfen auf der anderen Talseite auf dem Monte Tremalzo und Monte Corno. Spuren des Kriegs sind \u00fcberall zu finden: Bunker, Gesch\u00fctzstellungen, Dellen von Granateinschl\u00e4gen in den Wiesenh\u00e4ngen. Durch Blaubeeren und Rhododendren geht es bald steil hinauf zur Cima Pari. Am Himmel kreist ein halbes Dutzend Turmfalken, fern im S\u00fcden sieht man die Halbinsel von Sirmione, und im Norden ragen die Felst\u00fcrme der Brenta-Dolomiten aus den Wolken. Auf dem Wiesengrat kommt eine Herde Schafe langsam n\u00e4her. Eine feine Route haben sie gew\u00e4hlt. Der nun beginnende Gratweg ist das Prachtst\u00fcck der Tour. Nichts hindert den Rundumblick auf Gardasee und Ledrosee. Beschwingt wandert man im leichten Auf und Ab dahin. Prachtnelken tupfen Rosa ins gr\u00fcne Dickicht, ein friedliches Bild. Trotz aller Sch\u00f6nheit sind nur wenige Wanderer auf diesem Steig unterwegs. Der Pfad \u00fcber den Grat ist nicht vom italienischen Alpenverein CAI markiert. Denn die markierten Wege m\u00fcsse der CAI auch instand halten. Verlaufen kann man sich trotzdem kaum auf der Wiesenschneide. Irgendwann zeigt ein windschiefes Kreuz aus \u00c4sten an, dass man den zweiten Gipfel erreicht hat. Eigentlich. Das offizielle Stahlkreuz der Cima d\u02bcOro aber wurde auf eine Felsnase \u00fcber einer Steilwand betoniert. Vielleicht, weil der Tiefblick aufs glitzernde T\u00fcrkis des Ledrosees von hier noch bezaubernder ist. Goldspitze hei\u00dft der Gipfel, weil er der letzte ist, den abends die Sonne anstrahlt. Die Natur ist wild geblieben. Dabei ist das Ledrotal seit Urzeiten besiedelt. Das zeigt eindrucksvoll eine andere Attraktion des Ledrotals: das Pfahlbaumuseum. Als 1929 der Wasserstand des Sees f\u00fcr ein Kraftwerk gesenkt wurde, wurden Wissenschafter auf einen Wald aus Pf\u00e4hlen am Seegrund aufmerksam. Am Ende hatten sie 12.000 nummeriert, erz\u00e4hlt Anna Maria Santolini, die regelm\u00e4\u00dfig G\u00e4ste durchs Museum f\u00fchrt. Seit 2012 geh\u00f6ren die Ausgrabungen der Pfahlbauten zum Weltkulturerbe der UNESCO. In den Vitrinen des Museums steht eine erstaunliche F\u00fclle an Fundst\u00fccken: Dolche und Diademe aus Bronze. Sch\u00fcssel, Tassen und Amphoren, geschm\u00fcckt mit Wellenlinien. Eine Bernsteinkette von der Ostsee, ein versteinertes Brotst\u00fcck, ein G\u00fcrtel aus Leinen, konserviert durch das Silizium im Schlamm. Vier Pfahlh\u00e4user haben die Wissenschafter nachgebaut, um der Vorstellungskraft der Besucher auf die Spr\u00fcnge zu helfen. Im Jahr 2012 wurden erneut Feuersteinspitzen gefunden, als Wildschweine eine Wiese oben in den Bergen aufrissen. \u00dcber eine Feuerstelle waren sie datierbar: Das Jagdlager war 10.000 Jahre alt. \u201eDas zeigt, dass schon in der Steinzeit J\u00e4ger und Sammler auf unseren P\u00e4ssen unterwegs waren\u201c, sagt Santolini. Gut m\u00f6glich, dass die vom Gardasee entlang des Ponale-Bachs in das Tal heraufwanderten. Ob es ihnen auf Anhieb so gut gefiel wie den Touristen heute? (APA\/dpa) Anreise. Zum Beispiel mit dem Zug bis nach Rovereto, von dort f\u00e4hrt man mit dem Bus \u00fcber Riva zum Ledrosee. Reisezeit: Am sch\u00f6nsten zum Wandern sind der Fr\u00fchling und Herbst. \u00dcbernachtung: Am Ledrosee gibt es viele Hotels und Pensionen, dazu stehen f\u00fcnf Campingpl\u00e4tze bereit. Informationen: Azienda per il Turismo Riva del Garda, www.vallediledro.com<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ledrosee liegt in einem Seitental westlich des Gardasees. Hier wird eher in Ruhe gewandert und geradelt als im Tr&#8230; Der Ledrosee liegt in einem Seitental westlich des Gardasees. Hier wird eher in Ruhe gewandert und geradelt als im Trubel gesurft. Wer die Ponale hinaufradelt, legt nur ein paar hundert H\u00f6henmeter zur\u00fcck. 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