<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1982931,"date":"2021-09-05T15:49:00","date_gmt":"2021-09-05T13:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1982931"},"modified":"2021-09-05T17:08:16","modified_gmt":"2021-09-05T15:08:16","slug":"vier-millionen-infizierte-dringende-appelle-zu-mehr-impfungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/09\/vier-millionen-infizierte-dringende-appelle-zu-mehr-impfungen\/","title":{"rendered":"Vier Millionen Infizierte: Dringende Appelle zu mehr Impfungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Monatelang waren Corona-Impfungen knapp und hei\u00df begehrt.<\/b><br \/>\nBerlin (dpa) &#8211; Angesichts der stockenden Impfungen wachsen Sorgen vor einer kritischeren Corona-Lage in Deutschland im Herbst. Mediziner warnten vor einer starken Belastung der Intensivstationen, sollte das Impftempo nicht schnell anziehen. Gesundheitsminister Jens Spahn rief erneut eindringlich dazu auf, Impfangebote m\u00f6glichst bald anzunehmen. \u00ab\u00a0Um sicher durch Herbst und Winter zu kommen, braucht es noch f\u00fcnf Millionen Impfungen und mehr\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker am Sonntag in Rom mit Blick auf vollst\u00e4ndige Impfungen. Beraten werden soll auch \u00fcber einheitlichere Quarant\u00e4ne-Regeln f\u00fcr F\u00e4lle in Schulen. Um nach der Sommerferienzeit wieder mehr Schwung in die Impfungen zu bekommen, dr\u00e4ngt nun ebenfalls die Zeit, wie Spahn deutlich machte. \u00ab\u00a0Jetzt im September entscheiden wir dar\u00fcber, und zwar in Deutschland und Europa, wie sicher wir durch Herbst und Winter kommen\u00a0\u00bb, sagte er am Rande eines G20-Treffens der Gesundheitsminister. Impfen sch\u00fctze nicht nur einen selbst, sondern auch andere und insbesondere die Schw\u00e4cheren in der Gesellschaft. Vollst\u00e4ndig geimpft sind inzwischen 50,9 Millionen Menschen oder 61,2 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Mindestens eine Impfung haben knapp 54,7 Millionen Menschen (65,7 Prozent). Intensivmediziner warnen Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin mahnte zu Tempo. \u00ab\u00a0Wenn wir bis Oktober nicht die Impfquote deutlich nach oben bringen, bekommen wir im Herbst einen richtig starken Anstieg der Corona-F\u00e4lle auf den Intensivstationen\u00a0\u00bb, sagte Pr\u00e4sident Christian Karagiannidis der \u00ab\u00a0Augsburger Allgemeinen\u00a0\u00bb (Samstag). Auch Spahn sagte der \u00ab\u00a0Hannoverschen Allgemeinen Zeitung\u00a0\u00bb (Samstag): \u00ab\u00a0Die Impfquote ist noch zu niedrig, um eine \u00dcberlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.\u00a0\u00bb Auf den Intensivstationen seien 90 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft. Mehr Impfungen &#8211; aber wie? Die Praxis\u00e4rzte werben daf\u00fcr, jetzt vor allem noch Unentschlossene zu erreichen. \u00ab\u00a0Hier sollte der Hauptfokus der Anstrengungen liegen, noch vor den Auffrischimpfungen\u00a0\u00bb, sagte der Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. Da seien einfache Angebote ohne Termin sinnvoll. Auch Spahn setzt auf viele, die noch \u00fcberlegen, Fragen haben &#8211; oder nicht dazu gekommen sind. \u00ab\u00a0Die gibt&rsquo;s tats\u00e4chlich noch.\u00a0\u00bb Viele Vor-Ort-Angebote laufen, im September soll eine Aktionswoche folgen. Spahn machte auch klar: \u00ab\u00a0Wer sich nicht impfen l\u00e4sst, der wird es an bestimmten Stellen eben auch schwerer haben m\u00fcssen, einfach weil der Schutz nicht da ist.\u00a0\u00bb Erreichbare und Nicht-Erreichbare Aus Sicht des Berliner Virologen Christian Drosten ist es manchmal eher eine gewisse Gleichg\u00fcltigkeit, die eine Entscheidung f\u00fcr die Impfung verhindere. Das sei ein Unterschied zu Portugal oder Spanien, sagte er im Podcast \u00ab\u00a0Das Coronavirus-Update\u00a0\u00bb von NDR Info (Freitag). \u00ab\u00a0Die haben eine schreckliche gesamtgesellschaftliche Erfahrung hinter sich. Viele Tote und einen richtigen Lockdown, wo man nur zum Einkaufen mit Begr\u00fcndung nach drau\u00dfen darf, und auf der Stra\u00dfe patrouilliert das Milit\u00e4r.\u00a0\u00bb Spahn sagte, es gebe aus seiner Sicht nur eine \u00ab\u00a0sehr geringe Zahl\u00a0\u00bb von Menschen, die Impfungen grunds\u00e4tzlich und hart ablehnten. \u00ab\u00a0Die anderen k\u00f6nnen und wollen wir erreichen.\u00a0\u00bb Impfungen als Wahlkampfthema Auch im Wahlkampf sind die Impfungen ein Thema. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) forderte seinen SPD-Konkurrenten Olaf Scholz auf, von Begriffen wie \u00ab\u00a0Versuchskaninchen\u00a0\u00bb Abstand zu nehmen. \u00ab\u00a0Menschen sind keine Versuchskaninchen in diesem Land\u00a0\u00bb, sagte er am Samstag in Potsdam. Scholz wirbt f\u00fcr Impfungen und hatte etwa bei einem Auftritt in Berlin gesagt: \u00ab\u00a0Wir alle waren gerne eure Versuchskaninchen &#8211; bei uns ist das mit der Impfung gut gegangen, jetzt bitte macht es auch.\u00a0\u00bb Vier Millionen und kein Ende in Sicht Vier Wellen, mehr als vier Millionen Infizierte: So k\u00f6nnte man den Verlauf der Pandemie in Deutschland \u00e4u\u00dferst knapp zusammenfassen. Am Sonntag lag die Zahl der bekannten Ansteckungen erstmals \u00fcber der Vier-Millionen-Marke. Die Verbreitung ist derzeit nicht zu bremsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut (RKI) nun bei 83,1. Das ist der h\u00f6chste Wert seit Mitte Mai. Auf den H\u00f6hepunkten der zweiten und dritten Welle war der Wert etwas mehr als doppelt so hoch. Auch die Zahl der Menschen, die mit Corona in Kliniken m\u00fcssen, steigt, aber weniger rasant. Auf Intensivstationen liegen nun mehr als 1250 Menschen. Die Belastungsgrenze sehen Mediziner bei 5000. Vorsicht Ansteckungsgefahr &#8211; mit riesigen Unterschieden Das Virus grassiert derzeit besonders unter jungen Leuten. So lag die 7-Tage-Inzidenz bei 10- bis 19-J\u00e4hrigen laut RKI zuletzt bei mehr als 170. Zum Vergleich: Das sind 17 Mal mehr Ansteckungen als bei 75- bis 79-J\u00e4hrigen. Gr\u00fcnde d\u00fcrften niedrigere Impfquoten bei Jungen sein, auch mehr Kontakte zu anderen Menschen. Auff\u00e4llig bei den Inzidenzen ist zudem, dass in den Ost-Bundesl\u00e4ndern trotz etwas niedrigerer Impfquoten deutlich weniger Infektionen gemeldet werden. So lag die 7-Tage-Inzidenz in Hessen und Nordrhein-Westfalen bei rund 115, in Sachsen und Sachsen-Anhalt unter 30. Warum, ist nicht ganz klar. Impfen sch\u00fctzt Das Risiko, mit Corona ins Krankenhaus zu m\u00fcssen, ist f\u00fcr Geimpfte derzeit \u00e4u\u00dfert gering. Das zeigt eine neue RKI-Auswertung von Freitag. So lag das Risiko einer Klinikeinweisung in Verbindung mit Corona bei Ungeimpften zuletzt mehr als f\u00fcnf Mal so hoch wie bei Geimpften. Die Impf-Effektivit\u00e4t mit Blick auf eine Klinikeinweisung gibt das RKI mit rund 95 Prozent f\u00fcr Menschen ab 18 an. Mahnungen zu Schutz an Schulen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) forderte die L\u00e4nder auf, sich bei Corona-Regeln in der Schule auf eine \u00ab\u00a0klare Linie\u00a0\u00bb zu verst\u00e4ndigen. Sie w\u00fcrde sich freuen, wenn die Quarant\u00e4ne von 14 Tagen mit einer klugen Teststrategie verk\u00fcrzt werden k\u00f6nnte, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bisher gibt es unterschiedliche Vorgaben, wenn es in einer Klasse ein infiziertes Kind gibt. Die L\u00e4nder-Gesundheitsminister wollen an diesem Montag \u00fcber \u00ab\u00a0m\u00f6glichst einheitliche Regeln\u00a0\u00bb beraten, wie der Vorsitzende, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte. Der Direktor des Instituts f\u00fcr Infektionsmedizin am Uniklinikum Jena, Mathias Pletz, warnte davor, Corona-Ma\u00dfnahmen an Schulen vorschnell aufzuheben. \u00ab\u00a0Nach allem, was wir \u00fcber Delta wissen, kann man es nicht einfach laufen lassen.\u00a0\u00bb<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatelang waren Corona-Impfungen knapp und hei\u00df begehrt. Berlin (dpa) &#8211; Angesichts der stockenden Impfungen wachsen Sorgen vor einer kritischeren Corona-Lage in Deutschland im Herbst. Mediziner warnten vor einer starken Belastung der Intensivstationen, sollte das Impftempo nicht schnell anziehen. 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