<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1985166,"date":"2021-09-08T18:20:00","date_gmt":"2021-09-08T16:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1985166"},"modified":"2021-09-08T23:11:35","modified_gmt":"2021-09-08T21:11:35","slug":"hauptangeklagter-bekennt-sich-zum-is","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/09\/hauptangeklagter-bekennt-sich-zum-is\/","title":{"rendered":"Hauptangeklagter bekennt sich zum IS"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Terror vom 13. November 2015 besch\u00e4ftigt Frankreich bis heute. In einem Mammutprozess sollen zentrale Verd\u00e4chtige zur Verantwortung gezogen werden.<\/b><br \/>\nEs soll der umfassendste Prozess in der Geschichte Frankreichs werden: Knapp sechs Jahre nach den traumatisierenden Pariser Anschl\u00e4gen vom 13. November 2015 m\u00fcssen sich seit Mittwoch 20 mutma\u00dfliche Beteiligte vor einem eigens zusammengestellten Schwurgericht verantworten. \u00ab\u00a0Wir beginnen einen Prozess, der als historisch gilt\u00a0\u00bb, sagte der Vorsitzende Richter Jean-Louis P\u00e9ri\u00e8s zum Auftakt. Bei der Anschlagserie an einem Fu\u00dfballstadion, auf Stra\u00dfencaf\u00e9s und im Konzertsaal Bataclan hatten islamistische Angreifer 130 Menschen get\u00f6tet, unter ihnen zwei Deutsche.350 weitere Menschen wurden verletzt. Ganz Frankreich war tief ersch\u00fcttert. Salah Abdeslam, das einzig noch lebende Mitglied des Terrorkommandos, bekannte sich schon bei der Feststellung der Personalien ungefragt zur Dschihadistenmiliz IS. \u00ab\u00a0Ich habe jeden Beruf aufgegeben, um K\u00e4mpfer des Islamischen Staates zu werden\u00a0\u00bb, antwortete Abdeslam auf die Frage nach seinem Beruf. Seine ersten Worte vor Gericht waren das muslimische Glaubensbekenntnis: \u00ab\u00a0Ich m\u00f6chte als erstes bezeugen, dass es keinen Gott gibt au\u00dfer Allah\u00a0\u00bb, sagte er. \u00ab\u00a0Das sehen wir dann sp\u00e4ter\u00a0\u00bb, gab ihm der Vorsitzende Richter Jean-Louis P\u00e9ri\u00e8s unger\u00fchrt zur Antwort. Der 31 Jahre alte Franko-Marokkaner, der im schwarzen T-Shirt, mit Bart und Maske erschien, soll drei der Attent\u00e4ter zum Fu\u00dfballstadion gebracht und selber einen Sprengstoffg\u00fcrtel getragen haben. Abdeslam hatte die vergangenen f\u00fcnf Jahre in Isolationshaft verbracht und bislang die Aussage zu den Taten verweigert. \u201eDie gesamte Welt beobachtet uns\u201c An den ersten beiden Prozesstagen werden die knapp 1800 Nebenkl\u00e4ger aufgerufen, unter ihnen Betroffene und Angeh\u00f6rige aus etwa 20 L\u00e4ndern. Sie k\u00f6nnen sich psychologisch beraten lassen. Ein rotes oder gr\u00fcnes Band an ihrem Zugangsausweis zeigt an, ob sie von Journalisten angesprochen werden d\u00fcrfen. \u00ab\u00a0Der Prozess ist eine Belastung, aber zugleich warte ich darauf, dass Recht gesprochen wird\u00a0\u00bb, sagte Sophie Bouchard-Stech, die Witwe eines der beiden deutschen Opfer, vorab. \u00ab\u00a0Danach werde ich gel\u00f6ster sein, denn dann ist alles getan, was getan werden konnte, um die T\u00e4ter zu bestrafen.\u00a0\u00bb Derzeit sind 140 Verhandlungstage geplant. Mehr als 330 Anw\u00e4lte sind beteiligt. Ein Urteil ist fr\u00fchestens im Mai 2022 zu erwarten. Abdeslam und mehreren anderen Angeklagten drohen lebenslange Haftstrafen. \u00ab\u00a0Die gesamte Welt beobachtet uns\u00a0\u00bb, sagte Justizminister Eric Dupond-Moretti franz\u00f6sischen TV-Sendern. Die Ereignisse h\u00e4tten sich tief in das kollektive Ged\u00e4chtnis eingegraben, f\u00fcgte er hinzu. Von den 20 Angeklagten erscheinen nur 14 vor Gericht. F\u00fcnf Angeklagte sind nach Einsch\u00e4tzung der Geheimdienste tot, unter ihnen der Auftraggeber Oussama Atar, ein Belgier mit marokkanischen Wurzeln. Er soll die Anschl\u00e4ge von Syrien aus gesteuert haben soll. Einer der Angeklagten wird noch gesucht. Die \u00fcbrigen sollen unter anderem Waffen besorgt und Abdeslam bei der Flucht geholfen haben sollen. Gegen Osama Krayem, einen weiteren Angeklagten, ermittelt die schwedische Justiz wegen Kriegsverbrechen. Er soll an der grausamen Ermordung eines jordanischen Piloten in Syrien 2015 beteiligt gewesen sein. Ein Pakistaner und ein Algerier stehen unter Verdacht, ebenfalls f\u00fcr die Pariser Anschl\u00e4ge beauftragt worden zu sein. Sie waren wegen falscher Papiere in Griechenland aufgehalten worden. Die Ermittler fanden Hinweise auf weitere m\u00f6gliche Anschlagsorte, n\u00e4mlich die Pariser Metro und den Flughafen in Amsterdam. Knapp 1000 Sicherheitskr\u00e4fte sind im Einsatz, um den Prozess abzusichern. Im historischen Justizpalast auf der Ile-de-la-Cit\u00e9 wurde ein neuer Saal mit 550 Pl\u00e4tzen eingerichtet. Die Verhandlungen k\u00f6nnen in etwa zehn weitere S\u00e4le \u00fcbertragen werden. Der Prozess soll f\u00fcr die Nachwelt gefilmt werden.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Terror vom 13. November 2015 besch\u00e4ftigt Frankreich bis heute. In einem Mammutprozess sollen zentrale Verd\u00e4chtige zur Verantwortung gezogen werden. Es soll der umfassendste Prozess in der Geschichte Frankreichs werden: Knapp sechs Jahre nach den traumatisierenden Pariser Anschl\u00e4gen vom 13. 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