<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1998342,"date":"2021-09-27T17:18:00","date_gmt":"2021-09-27T15:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1998342"},"modified":"2021-09-27T17:16:40","modified_gmt":"2021-09-27T15:16:40","slug":"soders-anteil","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/09\/soders-anteil\/","title":{"rendered":"S\u00f6ders Anteil"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl h\u00e4ngt bei der CSU der Haussegen schief. Noch richtet sich der Unmut gegen Laschet &#8211; doch auch die Rolle von Parteichef S\u00f6der wird zunehmend hinterfragt.<em>Von Maximilian Heim. <\/em><\/b><br \/>\nNach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl h\u00e4ngt bei der CSU der Haussegen schief. Noch richtet sich der Unmut gegen Laschet &#8211; doch auch die Rolle von Parteichef S\u00f6der wird zunehmend hinterfragt. Ziemlich genau zwei Tage vor dem schlechtesten Wahlergebnis der Union bei einer Bundestagswahl sprach Kanzlerkandidat Armin Laschet einen Satz, der in den kommenden Wochen noch eine Rolle spielen k\u00f6nnte. \u00ab\u00a0Zieht euch warm an\u00a0\u00bb, rief Laschet beim Wahlkampfabschluss der Union am vergangenen Freitag auf dem M\u00fcnchner Nockherberg. Und erg\u00e4nzte mit Blick auf den CSU-Vorsitzenden Markus S\u00f6der: \u00ab\u00a0Armin und Markus &#8211; das wird ein tolles Team.\u00a0\u00bb Laschet adressierte in diesem Moment die politische Konkurrenz, spielte auf m\u00f6gliche Koalitionsverhandlungen nach der Wahl an. Tats\u00e4chlich war aber schon in besagtem Moment nicht ganz klar, wen er mit seiner Verbr\u00fcderung erreichen will. S\u00f6der selbst? Die vielen CSUler im Saal? Die versammelten Journalisten? Oder doch die Schicksalsg\u00f6ttin Fortuna? Den meisten in der Union ist klar: Ein tolles Team waren die beiden Parteivorsitzenden h\u00f6chstens nach au\u00dfen im Endspurt. Ihr heftiges Ringen um die Kanzlerkandidatur im Fr\u00fchjahr hat den Wahlkampf erschwert &#8211; aus der CSU ist zu h\u00f6ren, dass es an den Infost\u00e4nden immer wieder um den \u00ab\u00a0falschen\u00a0\u00bb Kandidaten Laschet ging. Aber auch f\u00fcr die CSU ist das Ergebnis in Bayern niederschmetternd: 31,7 Prozent. Zwar reicht das bundesweit \u00fcber die F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde,45 CSU-Abgeordnete werden dem neuen Bundestag angeh\u00f6ren, alle direkt gew\u00e4hlt. Aber das CSU-Selbstverst\u00e4ndnis leidet angesichts des Zweitstimmen-Resultats. \u00ab\u00a0Unser Ergebnis in Bayern gef\u00e4llt uns nicht\u00a0\u00bb, sagt S\u00f6der. Die Partei werde das \u00ab\u00a0nat\u00fcrlich aufarbeiten in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen\u00a0\u00bb. Nach dem Parteivorstand erkl\u00e4rt er, auch die Corona-Umst\u00e4nde wie ausgefallene gro\u00dfe Volksfeste h\u00e4tten der CSU den Wahlkampf erschwert. \u00ab\u00a0Bierzelte sind nicht alles, aber sie sind Teil der politischen Kommunikation in Bayern\u00a0\u00bb, sagt S\u00f6der. Wie genau die interne Aufarbeitung aussehen soll, bleibt zun\u00e4chst vage. Von Regionalkonferenzen ist die Rede und Aussprachen hinter verschlossenen T\u00fcren. Vorerst bleibt die bundespolitische Deutung: Nach dem Parteivorstand spricht S\u00f6der erstmals von einer \u00ab\u00a0Niederlage\u00a0\u00bb der Union, \u00e4u\u00dfert sich zur\u00fcckhaltender zu einem Jamaika-B\u00fcndnis aus Union, FDP und Gr\u00fcnen (\u00ab\u00a0nicht um jeden Preis\u00a0\u00bb). CSU-Spitzenkandidat Alexander Dobrindt attestiert der CDU Schw\u00e4chen \u00ab\u00a0bei Kurs und Kandidat\u00a0\u00bb sowie keine Kontrolle \u00fcber Bilder. Die Wahlniederlage w\u00e4re vermeidbar gewesen, \u00ab\u00a0wenn man von Anfang an, wie hat\u2019s Franz Josef Strau\u00df gesagt, die Jacke richtig eingekn\u00f6pft h\u00e4tte\u00a0\u00bb, sagt Dobrindt dem BR. Bemerkenswert ist auch eine \u00fcberlieferte Wortmeldung des S\u00f6der-Vertrauten und bayerischen Finanzministers Albert F\u00fcracker in der internen Sitzung: Die CSU h\u00e4tte in Bayern weit mehr als 40 Prozent erzielt, wenn S\u00f6der als Kanzlerkandidat angetreten w\u00e4re. Die Hauptschuld am schlechten Abschneiden der Union tr\u00e4gt also der CDU-Vorsitzende, da ist sich die CSU einig. Was die Rolle des eigenen Parteichefs im Wahlkampf angeht, gibt es aber f\u00fcr manche ebenfalls Kl\u00e4rungsbedarf. S\u00f6ders wiederholte Sticheleien gegen Laschet (\u00ab\u00a0Schlafwagenwahlkampf\u00a0\u00bb) haben nicht allen Christsozialen gefallen. Von Quersch\u00fcssen spricht ein CSU-Wahlk\u00e4mpfer aus einem Kreisverband, man habe nicht genau gewusst, wie man den Leuten die Wahl Laschets schmackhaft machen sollte. Plakatiert wurde Laschet im Freistaat \u00fcbrigens nur sehr dezent. Dazu kommt: Sogar 17 Prozent der Unionsanh\u00e4nger sagten kurz vor der Wahl laut Infratest dimap: CDU und CSU seien zu zerstritten, um gemeinsam Politik zu machen. Was aber hei\u00dft diese Gemengelage f\u00fcr das Innenleben einer Partei, der ihr Ex-Chef Horst Seehofer einst angesichts interner Querelen \u00ab\u00a0Quatschi, Quatschi, Quatschi\u00a0\u00bb diagnostiziert hat? S\u00f6der muss keine Revolte bef\u00fcrchten, wurde erst vor kurzem als Parteichef wiedergew\u00e4hlt und hat als bayerischer Ministerpr\u00e4sident hohe Zustimmungswerte. Aber die innerparteilichen Fragen k\u00f6nnten lauter werden, vor allem mit Blick auf den von S\u00f6der ausgerufenen Kurs der Erneuerung. J\u00fcnger, gr\u00fcner, weiblicher soll die CSU nach dem Willen des Parteichefs werden. Nicht alle in der Partei halten besonders den Klimaschutz-Fokus f\u00fcr sinnvoll, in der Landtagsfraktion sitzen diverse CSUler der alten Schule. Einen ersten Vorgeschmack der wohl anstehenden Debatten liefert der fr\u00fchere Parteivorsitzende Erwin Huber. Der 75-J\u00e4hrige, selbst als CSU-Chef vom Hof gejagt nach 43,4 Prozent bei der Landtagswahl 2008, gibt dem \u00ab\u00a0M\u00fcnchner Merkur\u00a0\u00bb noch am Wahlabend ein Interview. \u00ab\u00a0Markus S\u00f6der ist ungef\u00e4hrdet, das hat der Parteitag gezeigt\u00a0\u00bb, sagt Huber. \u00ab\u00a0Aber die CSU muss sich breiter aufstellen.\u00a0\u00bb Eine One-Man-Show sei \u00ab\u00a0sowieso out\u00a0\u00bb, die Zukunft geh\u00f6re den Teams. \u00c4hnlich, aber zur\u00fcckhaltender \u00e4u\u00dfert sich der CSU-Europapolitiker Manfred Weber. Mehr vorsichtige Kritik von prominenten Parteivertretern gibt es bislang nicht, aber noch liegt auch vieles im Nebel: Regierungsbildung im Bund, Laschets Zukunft, S\u00f6ders genaue Position bei alldem. Auch die zweite Reihe sieht Luft nach oben. Man sei \u00ab\u00a0erst relativ sp\u00e4t so richtig mit dem Wahlkampf aus dem Quark gekommen\u00a0\u00bb, sagt die wiedergew\u00e4hlte Direktkandidatin Angela Lindholz. Der ebenfalls wiedergew\u00e4hlte Volker Ullrich spricht von \u00ab\u00a0offenen Flanken\u00a0\u00bb in der Union. Diese liegen laut ihm bei den Themen Pflege und Rente. \u00ab\u00a0Wir haben auch nicht klar gemacht, welche Punkte f\u00fcr uns in Zukunft auf Bundesebene wichtig sind\u00a0\u00bb, sagt er. Ex-Parteichef Huber mahnt ebenfalls inhaltliche Verbesserungen an: Auf S\u00f6der komme die gro\u00dfe Aufgabe zu, Modernisierer und traditionelle Stammw\u00e4hler zusammenzuf\u00fchren. Wichtiger als diese Bundestagswahl ist f\u00fcr die CSU und S\u00f6der die bayerische Landtagswahl 2023. Hier wird der Parteichef liefern m\u00fcssen &#8211; auch wenn der einstige CSU-Anspruch, die absolute Mehrheit zu stellen, inzwischen schon l\u00e4nger nicht mehr vernommen wurde. Wie gut die aktuelle Staatsregierung weiterhin funktioniert, wird sich zeigen: Wegen der Art und Weise ihrer Kandidatur bei der Bundestagswahl und diversen Quersch\u00fcssen von Hubert Aiwanger in Bayern \u00fcbt S\u00f6der derzeit scharfe Kritik am eigenen Koalitionspartner, den Freien W\u00e4hlern. Diese h\u00e4tten der Union wichtige Stimmen weggenommen und das \u00ab\u00a0b\u00fcrgerliche Lager\u00a0\u00bb gespalten. Gefragt nach dem Wunsch aus der CSU, sich breiter aufzustellen, verweist S\u00f6der \u00fcbrigens darauf, dass es in der Partei so viele Stellvertreter gebe wie noch nie. Zur Rolle der Parteivizes ist allerdings aus dem CSU-Archiv ein Spr\u00fcchlein von Seehofer \u00fcberliefert, das diesen Verweis etwas belastet: \u00ab\u00a0Die Hundeh\u00fctte ist f\u00fcr den Hund &#8211; und der CSU-Stellvertreter ist f\u00fcr die Katz&rsquo;.\u00a0\u00bb<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl h\u00e4ngt bei der CSU der Haussegen schief. Noch richtet sich der Unmut gegen Laschet &#8211; doch auch die Rolle von Parteichef S\u00f6der wird zunehmend hinterfragt.Von Maximilian Heim. Nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl h\u00e4ngt bei der CSU der Haussegen schief. 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