<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2023433,"date":"2021-10-31T22:30:00","date_gmt":"2021-10-31T20:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2023433"},"modified":"2021-11-01T00:08:30","modified_gmt":"2021-10-31T22:08:30","slug":"die-krisenloser-reisen-mit-leeren-handen-nach-glasgow","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/10\/die-krisenloser-reisen-mit-leeren-handen-nach-glasgow\/","title":{"rendered":"Die Krisenl\u00f6ser reisen mit leeren H\u00e4nden nach Glasgow"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Europa und die USA tun mehr f\u00fcr das Klima und spenden mehr Impfdosen f\u00fcr arme L\u00e4nder als andere. Damit die mitziehen, muss der Druck wachsen. Ein Kommentar.<\/b><br \/>\nBei vier Gro\u00dfthemen wollten die G20 bei ihrem Gipfel in Rom vorankommen. Nur bei einem k\u00f6nnen sie Erfolg vermelden: der Einf\u00fchrung einer globalen Mindeststeuer; sie soll 2023 verbindlich werden. Das ist gut. Sie war aber nicht wichtiger als die drei anderen Herausforderungen. Wie befreit sich die Weltwirtschaft aus der Corona-Rezession, wie erreichen \u00e4rmere L\u00e4nder Impfquoten \u00fcber 65 Prozent, und wie kommt der Globus dem Ziel n\u00e4her, die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen? So reist die Karawane der globalen Krisenl\u00f6ser mit weitgehend leeren H\u00e4nden von Rom zur Klimakonferenz nach Glasgow weiter. Es fehlt an Ehrgeiz und Mut. Was kann die Welt von den G20 bei den dr\u00e4ngenden Problemen \u00fcberhaupt noch erwarten? Seinen Wert hatte das Format in der globalen Finanzkrise von 2008 bewiesen. Damals wurde rasch klar, dass die Kraft der G7 \u2013 der sieben gr\u00f6\u00dften demokratischen Marktwirtschaften in Nordamerika und Europa \u2013 nicht reichen w\u00fcrde, um die Weltwirtschaft zu retten, zumal ihre F\u00fchrungsmacht, die USA, den Absturz durch eine verantwortungslose Immobilienpolitik ausgel\u00f6st hatten. Autorit\u00e4re Herrscher bremsen die n\u00f6tige Politik Die Zeiten, in denen die G7 mehr als die H\u00e4lfte der globalen Wirtschaftskraft produzieren, sind vorbei. Das Gewicht der Schwellenl\u00e4nder w\u00e4chst kontinuierlich. Globale Rettungsstrategien sind nur noch in Absprache mit G20-L\u00e4ndern wie China, Indien, Saudi Arabien, S\u00fcdafrika, Brasilien und Indonesien m\u00f6glich. Warum gelang in Rom so wenig? Die Antworten variieren, je nachdem, ob es um das Klima, das Impfen oder den Aufschwung geht \u2013 sowie um die handelnden Personen. Auch wenn Joe Biden Donald Trump ersetzt hat, erschweren autorit\u00e4re Figuren weiter die G20-Arbeit, etwa Bolsonaro in Brasilien, Erdogan in der T\u00fcrkei, Putin in Russland, Xi in China. Gemeinsame Strategien sind zudem nur m\u00f6glich, wenn alle Beteiligten ein \u00e4hnliches Bild von den dr\u00e4ngendsten Problemen und den L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten haben. Und wenn sie sich vom Mittun mehr Nutzen als Kosten versprechen. Diese \u00dcbereinstimmung fehlt bei den drei Gro\u00dfthemen. China und Russland senken ihre Emissionen nicht Am leichtesten zu verschmerzen ist das bei Wegen aus der Rezession. Die globale Erholung kann auch gelingen, wenn es keinen verbindlichen Plan f\u00fcr alle gibt, sondern jedes Land seinen Wachstumspfad verfolgt. Die USA wollen, dass alle Staaten ohne R\u00fccksicht auf ihre Verschuldung m\u00f6glichst viel Geld in die Hand nehmen. Deutschland h\u00e4lt hohe Staatsschulden in der Eurozone f\u00fcr eine Gefahr. Der Streit ist da, muss aber nicht beigelegt werden, um die Welt zu retten. Beim Klima ist die Lage heikler. Das Gespr\u00e4ch \u00fcber die Ursachen mangelnder Erfolge f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zur Benennung von Schuldigen. Xi und Putin wussten, warum sie nicht zum ersten pers\u00f6nlichen G20-Treffen nach der Pandemiepause kamen. China ist der gr\u00f6\u00dfte Klimas\u00fcnder und verschiebt seine Zusagen, wann es daran etwas \u00e4ndern will, immer weiter. Russland hat keine Strategie, wie es den Lebensunterhalt der B\u00fcrger und den milit\u00e4rischen Gro\u00dfmachtstatus finanzieren will, wenn \u00d6l und Gas als Haupteinnahmequellen wegfallen. Nur die G7-Staaten haben ihre Emissionen im Vergleich zu 1990 gesenkt. Man kann ihnen vorhalten, auch ihre Erfolge reichten nicht f\u00fcr die Klimaziele. Andere G20-Staaten liegen jedoch viel weiter zur\u00fcck. Das muss offen ausgesprochen werden, um Druck auf die S\u00e4umigen auszu\u00fcben. Beim globalen Impfen sind Europa und die USA besser als ihr Ruf \u00c4hnliches gilt f\u00fcr das globale Impfen. Liegt es wirklich am egoistischen Westen und dem Festhalten an Patenten, dass die Quoten in den armen L\u00e4ndern gering sind? Oder spielen ineffiziente Verwaltungen dort auch eine Rolle? Die USA haben 1,1 Milliarden Impfdosen gespendet, Deutschland 100 Millionen. China und Russland haben eigene Impfstoffe. Dennoch ist die Impfquote in Russland gering, und China liegt beim Ziel, arme L\u00e4nder mit Impfdosen zu versorgen, hinter den G7. Bei aller berechtigten Kritik: Im Vergleich mit anderen G20-Staaten sind Amerika und Europa wohl doch besser als ihr Ruf.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa und die USA tun mehr f\u00fcr das Klima und spenden mehr Impfdosen f\u00fcr arme L\u00e4nder als andere. Damit die mitziehen, muss der Druck wachsen. Ein Kommentar. Bei vier Gro\u00dfthemen wollten die G20 bei ihrem Gipfel in Rom vorankommen. Nur bei einem k\u00f6nnen sie Erfolg vermelden: der Einf\u00fchrung einer globalen Mindeststeuer; sie soll 2023 verbindlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2023432,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[91],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023433"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2023433"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023433\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2023434,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2023433\/revisions\/2023434"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2023432"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2023433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2023433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2023433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}