<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2048424,"date":"2021-12-03T18:42:00","date_gmt":"2021-12-03T16:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2048424"},"modified":"2021-12-03T18:15:54","modified_gmt":"2021-12-03T16:15:54","slug":"corona-soder-rugt-auserung-von-stiko-chef-mertens-zur-kinder-impfung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/12\/corona-soder-rugt-auserung-von-stiko-chef-mertens-zur-kinder-impfung\/","title":{"rendered":"Corona: S\u00f6der r\u00fcgt \u00c4u\u00dferung von Stiko-Chef Mertens zur Kinder-Impfung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>&lsquo;Ich w\u00fcrde mein eigenes Kind nicht impfen lassen&rsquo;: Mit dieser \u00c4u\u00dferung hat Stiko-Chef Mertens Kritik ausgel\u00f6st. Auch Markus S\u00f6der bewertet dessen Auftritt als ungl\u00fccklich. Alle Infos im Newsblog.<\/b><br \/>\n\u00ab\u00a0Ich w\u00fcrde mein eigenes Kind nicht impfen lassen\u00a0\u00bb: Mit dieser \u00c4u\u00dferung hat Stiko-Chef Mertens Kritik ausgel\u00f6st. Auch Markus S\u00f6der bewertet dessen Auftritt als ungl\u00fccklich. Alle Infos im Newsblog. Eine schwere Corona-Welle ersch\u00fcttert Deutschland: Im ganzen Land steigen die Infektions- und Todeszahlen, Krankenh\u00e4user sind erneut \u00fcberlastet. Nun bereitet eine neu aufgetretene Variante den Experten zus\u00e4tzlich Sorgen: Omikron wurde auch in Deutschland bereits nachgewiesen. Die Impfquote im Land (vollst\u00e4ndig geimpft) liegt bei fast 69 Prozent. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat Kritik am Verhalten des Virologen und Vorsitzenden der St\u00e4ndigen Impfkommission, Thomas Mertens, ge\u00fcbt. Mertens hatte \u00f6ffentlich in einem Podcast der \u00ab\u00a0Frankfurter Allgemeinen Zeitung\u00a0\u00bb erkl\u00e4rt, die Kommission werde eine Impfempfehlung f\u00fcr Kinder unter zw\u00f6lf Jahren bis um den 11. Dezember ver\u00f6ffentlichen. F\u00fcr sich selbst hatte er die Entscheidung jedoch vorweggenommen und gesagt, er w\u00fcrde ein etwa sieben Jahre altes Kind derzeit nicht gegen Corona impfen lassen, wenn er als Vater die Entscheidung zu treffen h\u00e4tte. \u00ab\u00a0Ich glaube, wir sollten in Bezug auf Sicherheit und Stabilit\u00e4t der Empfehlung wieder auf normale Verfahren zur\u00fcckkehren und dies weder in Talkshows noch im Podcast ank\u00fcndigen\u00a0\u00bb, sagte S\u00f6der in Richtung Mertens. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident ist ein erkl\u00e4rter Bef\u00fcrworter des Impfens von kleinen Schulkindern. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, Mertens sei zu einer Sitzung der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in der kommenden Woche geladen. Dort solle die Thematik noch einmal besprochen werden. Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollst\u00e4ndig geimpft oder genesen ist, muss f\u00fcr zehn Tage in Quarant\u00e4ne und kann sich fr\u00fchestens f\u00fcnf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Schweiz ist ein beliebtes Winterreiseziel der Deutschen unter den neuen Hochrisikogebieten. Auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius werden so eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan, St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Ausw\u00e4rtigen Amts f\u00fcr nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden L\u00e4nder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Daf\u00fcr sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten \u00fcber die Corona-Lage. In der Europ\u00e4ischen Union hatte es im Sp\u00e4tsommer zwischenzeitlich gar keine Corona-Hochrisikogebiete gegeben. In den vergangenen Wochen wurden aber bereits zahlreiche EU-Staaten wieder auf die Risikoliste gesetzt, darunter auch die Nachbarl\u00e4nder Niederlande, Belgien und \u00d6sterreich mit Ausnahme einzelner Gemeinden. Insgesamt werden ab Sonntag weltweit wieder mehr als 60 L\u00e4nder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete gef\u00fchrt. Hinzu kommen acht Virusvariantengebiete in Afrika, f\u00fcr die noch strengere Einreisebeschr\u00e4nkungen gelten. Sie waren wegen der Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in die h\u00f6chste Risikokategorie eingestuft worden. Biontech-Chef U\u011fur \u015eahin geht angesichts der Virusvariante Omikron von der Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs aus. Die Frage sei nur, wann dieses neue Vakzin ben\u00f6tigt werde, sagte \u015eahin am Freitag auf der Konferenz \u00ab\u00a0Reuters Next\u00a0\u00bb. Der Mainzer Hersteller k\u00f6nnte seinen Impfstoff bei Bedarf relativ schnell anpassen. Biontech erwarte, dass sich Omikron als sogenannte Escape-Variante entwickeln d\u00fcrfte. Das hei\u00dfe, dass sie wahrscheinlich auch Geimpfte infizieren k\u00f6nne. Er sei aber zuversichtlich, dass Geimpfte vor einer schweren Erkrankung ausreichend gesch\u00fctzt seien. \u015eahin hatte Anfang der Woche der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, er gehe davon aus, dass der bestehende Covid-19-Impfstoff des Unternehmens und seines US-Partners Pfizer auch bei der neuen Omikron-Variante einen deutlichen Schutz gegen schwere Erkrankungen biete. \u015eahin erkl\u00e4rte am Freitag weiter, er rechne damit, dass es dagegen bei Ungeimpften zu noch schwereren Verl\u00e4ufen kommen k\u00f6nnte. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit, dass j\u00e4hrliche Corona-Impfungen erforderlich w\u00fcrden. Das Virus mutiere schneller. Fu\u00dfballspiele in Bayern werden vorerst ohne Zuschauer stattfinden. Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag inmitten der vierten Corona-Welle eine entsprechende Versch\u00e4rfung der Ma\u00dfnahmen. Die neuen Beschl\u00fcsse gelten bereits ab diesem Samstag und betreffen den gesamten \u00ab\u00a0Profisport f\u00fcr \u00fcberregionale Ligen\u00a0\u00bb, wie Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) auf der anschlie\u00dfenden Pressekonferenz verk\u00fcndete. Die Heimspiele von Fu\u00dfball-Bundesligist FC Augsburg gegen den VfL Bochum sowie des Zweitligisten 1. FC N\u00fcrnberg gegen Holstein Kiel m\u00fcssen am Samstag somit vor leeren R\u00e4ngen stattfinden. Bis wann die Regelung gilt, sagte S\u00f6der zun\u00e4chst nicht. Bundesregierung und L\u00e4nderchefs hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass maximal 50 Prozent der Kapazit\u00e4t genutzt werden d\u00fcrfen. Im Freien d\u00fcrfen es h\u00f6chstens 15.000 Zuschauer sein, in Sporthallen bis zu 5.000 Zuschauer. In Regionen mit sehr hohen Infektionszahlen sollen gro\u00dfe Veranstaltungen sogar abgesagt oder im Sport zumindest Geisterspiele durchgesetzt werden. Eine Abstimmung \u00fcber eine m\u00f6gliche allgemeine Corona-Impfpflicht im Bundestag k\u00f6nnte nach Aussage von Regierungssprecher Steffen Seibert Anfang n\u00e4chsten Jahres stattfinden. \u00ab\u00a0Wir sind dabei, einen Weg zu beschreiten, damit der Deutsche Bundestag Anfang des kommenden Jahres eine solche Entscheidung f\u00e4llt. Aber das liegt nat\u00fcrlich komplett in den H\u00e4nden der Abgeordneten des Deutschen Bundestages\u00a0\u00bb, sagte er am Freitag in Berlin. Seibert wies darauf hin, dass es vorher eine Empfehlung des Ethikrats zum Thema geben solle. \u00ab\u00a0Das ist ja auch keine leichte Sache. Das ist eine Abw\u00e4gungsfrage.\u00a0\u00bb Tenor der Einigung von Bund und L\u00e4ndern am Donnerstag sei gewesen, dass man das jetzt f\u00fcr notwendig halte. Der Sprecher erw\u00e4hnte das \u00ab\u00a0noch nie dagewesene Infektionsgeschehen\u00a0\u00bb, die Situation in den Kliniken, verschobene Operationen und die \u00ab\u00a0Tatsache, dass jeden Tag Patienten quer durch Deutschland geflogen werden m\u00fcssen\u00a0\u00bb. Das alles habe auch mit einer nicht ausreichenden Impfquote zu tun. Die Ministerpr\u00e4sidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) Vers\u00e4umnisse vorgeworfen. \u00ab\u00a0Es ist schade, dass die Stiko Boostern erst im Oktober f\u00fcr \u00fcber 70-J\u00e4hrige empfohlen hat und f\u00fcr alle sogar erst im November. Das kam viel zu sp\u00e4t\u00a0\u00bb, sagte Schwesig dem \u00ab\u00a0Spiegel\u00a0\u00bb. Die Politikerin soll schon im Oktober gewarnt haben, dass die Empfehlungen der Kommission nicht ausreichen. Dabei habe das Beispiel Israel gezeigt, dass Auffrischungsimpfungen die vierte Welle brechen k\u00f6nnen. Auch der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, hatte zuletzt in der ARD Fehler der Stiko einger\u00e4umt. \u00ab\u00a0Ich finde es gut, dass der Vorsitzende das Z\u00f6gern inzwischen selbstkritisch sieht, und hoffe, dass entsprechende Schlussfolgerungen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Empfehlungen gezogen werden\u00a0\u00bb, lobte Schwesig die Reaktion Mertens. Die Politik m\u00fcsse sich andererseits vorwerfen, zu sp\u00e4t Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte verh\u00e4ngt zu haben. Auch Geimpfte und Genesene m\u00fcssen in Baden-W\u00fcrttemberg k\u00fcnftig f\u00fcr den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. F\u00fcr die Gastronomie gelte k\u00fcnftig die Regel 2G plus. Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise im Bundesland werden auch Gro\u00dfveranstaltungen untersagt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen. Demnach werde f\u00fcr s\u00e4mtliche Veranstaltungen wie Fu\u00dfballspiele oder Kulturveranstaltungen k\u00fcnftig eine \u00ab\u00a0harte Obergrenze\u00a0\u00bb von 750 Personen gelten. Die Regeln sollen am Samstag in Kraft treten. Die neue Corona-Variante Omikron hat in S\u00fcdafrika den Gesundheitsbeh\u00f6rden zufolge zu einem so starken Anstieg der Infektionszahlen gef\u00fchrt wie noch nie. Die Zunahme neuer Corona-F\u00e4lle in kurzer Zeit sei \u00ab\u00a0beispiellos\u00a0\u00bb, sagt die Chefwissenschaftlerin des Nationalen Instituts f\u00fcr \u00fcbertragbare Krankheiten, Michelle Groome, bei einer Pressekonferenz. Derzeit bewege sich die Omikron-Welle von der j\u00fcngeren in die \u00e4ltere Altersgruppe. Um abzusch\u00e4tzen, wie die Krankheitsverl\u00e4ufe seien und wie gro\u00df die \u00dcbertragbarkeit der im vergangenen Monat in S\u00fcdafrika entdeckten Virusvariante sei, m\u00fcssen man noch weitere Untersuchungen abwarten. Es sei aber wichtig, dass die Krankenh\u00e4user bei ihren Vorbereitungen f\u00fcr den Notfall auch p\u00e4diatrische Betten und das entsprechende Personal ber\u00fccksichtigten, da die Zahl der Einweisungen von Kindern im Alter unter vier Jahren gestiegen sei. Nach der Entdeckung von zwei F\u00e4llen der Omikron-Variante des Coronavirus in einer Schule in Genf sind rund 2.000 Menschen, darunter 1.600 Kinder unter Quarant\u00e4ne gestellt worden. \u00ab\u00a0Es ist unerl\u00e4sslich, die Verbreitung der Variante in unserem Land zu bremsen\u00a0\u00bb, begr\u00fcndeten die Gesundheitsbeh\u00f6rden der Kantone Waadt, wo sich der betroffene Campus der Schule befindet, und Genf am Donnerstag die drastische Ma\u00dfnahme. \u00ab\u00a0Die beiden F\u00e4lle stehen in enger innerfamili\u00e4rer Verbindung mit einer positiven Person, die von einer Reise aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekehrt ist\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rten die Beh\u00f6rden weiter. Die Quarant\u00e4ne betr\u00e4gt zehn Tage und alle Sch\u00fcler und Lehrer des Campus La Ch\u00e2taigneraie der renommierten International School of Geneva m\u00fcssen einen PCR-Test machen. Auf dem Campus werden die Klassen der Grund- und Sekundarstufe unterrichtet. Auch die Angeh\u00f6rigen der Sch\u00fcler und Lehrer m\u00fcssen sich testen lassen. Die International School ist eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen der Schweiz. Die Schulgeb\u00fchren liegen zwischen 20.000 und \u00fcber 35.000 Franken (33.600 Euro) pro Jahr. Laut ihrer Website hat die Schule insgesamt etwa 4.450 Sch\u00fcler, darunter viele Kinder von Beamten der zahlreichen UN-Organisationen mit Sitz in Genf. S\u00fcdafrikanische Wissenschaftler hatten die neue Corona-Variante vor einer Woche erstmals nachgewiesen. Sie weist im Vergleich zum bisher g\u00e4ngigen Coronavirus 32 Mutationen auf, sodass zu bef\u00fcrchten ist, dass sie leichter \u00fcbertragbar ist. Auch die Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe gegen Omikron ist fraglich. Bundes\u00e4rztekammer-Pr\u00e4sident Klaus Reinhardt hat die Beschl\u00fcsse des Bundes und der L\u00e4nder zur Bek\u00e4mpfung des Coronavirus als unzureichend kritisiert. \u00ab\u00a0Um das Gesundheitswesen vor \u00dcberlastung zu sch\u00fctzen, w\u00e4ren aus unserer Sicht noch weitergehende Ma\u00dfnahmen notwendig\u00a0\u00bb, sagte er der \u00ab\u00a0Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00a0\u00bb (NOZ). Seiner Meinung nach sollte f\u00fcr Geimpfte und Genesene bundesweit verpflichtend in Bars, Restaurants sowie f\u00fcr Sport und Kulturveranstaltungen in Innenr\u00e4umen 2G plus gelten \u2013 dann m\u00fcsste zus\u00e4tzlich ein Test vorgelegt werden. Vor allem m\u00fcsse die Einhaltung der Zutrittsvoraussetzungen strikt kontrolliert und deren Missachtung verbindlich sanktioniert werden, mahnte Reinhardt. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat die Beschl\u00fcsse der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie kritisiert. \u00ab\u00a0Die Ma\u00dfnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Intensivstationen von dem enormen Druck zu entlasten und eine Patientengef\u00e4hrdung zu verhindern\u00a0\u00bb, sagte DGAI-Pr\u00e4sident Frank Wappler am Donnerstag. \u00ab\u00a0Wir sind zu sp\u00e4t dran und versuchen es jetzt mit aller Gewalt, unzureichende Ma\u00dfnahmen \u00fcbers Knie zu brechen.\u00a0\u00bb Statt der Umsetzung eines \u00ab\u00a0komplizierten Systems mit vielen L\u00fccken\u00a0\u00bb forderten die An\u00e4sthesisten \u00ab\u00a0strikte Kontaktbeschr\u00e4nkungen und in letzter Konsequenz einen Lockdown\u00a0\u00bb. Sch\u00e4tzungen zufolge w\u00fcrden bis Weihnachten bis zu 6.000 schwerkranke Covid-19-Patienten auf den deutschen Intensivstationen liegen. M\u00f6glicherweise m\u00fcsse man dann auch die \u00ab\u00a0Notreserve\u00a0\u00bb von wenigen tausend Betten zus\u00e4tzlich antasten. Dabei fehlten bis zu 30 Prozent Schwestern und Pfleger, um alle Intensivbetten betreiben zu k\u00f6nnen. W\u00fcrden sich die Prognosen bewahrheiten, m\u00fcssten in den kommenden Wochen auch fl\u00e4chendeckend Operationss\u00e4le stillgelegt werden. Der Pr\u00e4sident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, fordert in der Corona-Pandemie sch\u00e4rfere Kontaktbeschr\u00e4nkungen auch f\u00fcr Geimpfte. \u00ab\u00a0Wir brauchen deutliche Kontaktbeschr\u00e4nkungen, aktuell tats\u00e4chlich am besten f\u00fcr alle\u00a0\u00bb, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). \u00ab\u00a0\u00dcber die neue Virusvariante wissen wir einfach noch nicht genug. Wir k\u00f6nnen nicht ausschlie\u00dfen, dass die Impfstoffe vermindert wirken\u00a0\u00bb, sagte er mit Blick auf die Omikron-Variante. \u00ab\u00a0Wegen dieses Nicht-Wissens ist zwingend notwendig, besonders vorsichtig zu sein.\u00a0\u00bb Marx sagte dem RND: \u00ab\u00a0Es ist wichtig und richtig, dass nun bundeseinheitliche Ma\u00dfnahmen und Grenzwerte beschlossen worden sind. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass einheitliche Ma\u00dfnahmen am effektivsten wirken.\u00a0\u00bb Der Mittelstandsverbund hat die Politik dazu aufgerufen, die Impfangebote massiv zu verst\u00e4rken. In einem Brief an den voraussichtlich k\u00fcnftigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hei\u00dft es: \u00ab\u00a0Wir glauben, dass die Politik aktuell bereits vieles richtig macht. Allerdings werden unseres Erachtens noch nicht alle M\u00f6glichkeiten genutzt, um in naher Zukunft die wirtschaftlichen Gefahren f\u00fcr den deutschen Mittelstand und die gesamte Volkswirtschaft wirksam abzuwenden.\u00a0\u00bb Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Bund und L\u00e4nder wollen die Impfkampagne beschleunigen, wie sie am Donnerstag beschlossen hatten. Der Verbund \u00e4u\u00dfert in dem Brief Kritik an der von Bund und L\u00e4ndern beschlossenen bundesweiten Ausweitung der 2G-Regel im Einzelhandel. \u00ab\u00a0Abgesehen davon, dass die konsequente Umsetzung der 2G-Regelung nur schwierig zu realisieren und schon gar nicht umfassend zu kontrollieren sein wird, sind auch Geimpfte nicht davon ausgenommen, Virentragende zu sein\u00a0\u00bb, hei\u00dft es. \u00ab\u00a0So schwer es pers\u00f6nlich auch fallen mag, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Menschen aufzubringen, die bislang das Impfangebot nicht angenommen haben, so muss man ihnen dennoch zun\u00e4chst die Chance im Rahmen einer \u00dcbergangsfrist geben, den ge\u00e4nderten Bedingungen folgend, die Impfung nachzuholen.\u00a0\u00bb Der Deutsche St\u00e4dte- und Gemeindebund h\u00e4lt die von Bund und L\u00e4ndern beschlossenen Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie f\u00fcr einen richtigen Ansatz. \u00ab\u00a0Der Ma\u00dfnahmenkatalog kommt sp\u00e4t, aber besser sp\u00e4t als gar nicht\u00a0\u00bb, sagte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerd Landsberg der \u00ab\u00a0Rheinischen Post\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Es ist richtig, bundesweit den Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur und der Freizeitgestaltung inzidenzunabh\u00e4ngig nur f\u00fcr Geimpfte und Genesene zu regeln\u00a0\u00bb, meinte Landsberg. \u00ab\u00a0Auch die 2G-Regel bundesweit inzidenzunabh\u00e4ngig auf den Einzelhandel, mit Ausnahme der Gesch\u00e4fte des t\u00e4glichen Bedarfs, auszuweiten sowie die Kontaktbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte, sind zwar einschneidende, aber richtige Ans\u00e4tze\u00a0\u00bb, sagte Landsberg.2G bedeutet Zutritt f\u00fcr Geimpfte und Genesene. Skeptisch zeigte sich Landsberg aber, bis Weihnachten wie von der Politik geplant 30 Millionen Impfungen vorzunehmen. \u00ab\u00a0Viele Impfzentren sind geschlossen. Zwar gibt es mobile Impfstationen, aber wir h\u00f6ren immer wieder, dass die Impfstoffe bei der Verteilung noch nicht so vorhanden sind, wie von den \u00c4rzten gew\u00fcnscht.\u00a0\u00bb Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bef\u00fcrchtet durch die neuen Einschr\u00e4nkungen vor allem f\u00fcr Ungeimpfte eine Zunahme der Aggressivit\u00e4t. Sie sei ja bereits vorhanden, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow. \u00ab\u00a0Wir kennen ja schon aus der dritten Welle aggressives Verhalten nicht nur gegen\u00fcber der Polizei &#8211; denken Sie an den Mitarbeiter einer Tankstelle, der das Leben verloren hat, weil einer die Maske nicht tragen wollte.\u00a0\u00bb In Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz hatte ein Mann einen Studenten, der in einer Tankstelle an der Kasse als Aushilfe jobbte, im Streit um das Tragen einer Corona-Maske erschossen. Nach den Beschl\u00fcssen der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz vom Donnerstag w\u00fcrden Ungeimpfte von vielen Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens ausgeschlossen, sagte Malchow. \u00ab\u00a0Die werden nat\u00fcrlich zus\u00e4tzlich aggressiv sein. Und die, die nichts verstehen, sowieso.\u00a0\u00bb Die Impfpflicht f\u00fcr Pflegepersonal soll ab dem 15. M\u00e4rz 2022 in Kraft treten. Das geht aus einer Formulierungshilfe zum \u00ab\u00a0Gesetz zur St\u00e4rkung der Impfpr\u00e4vention gegen COVID19\u00a0\u00bb f\u00fcr das Bundesgesundheitsministerium hervor. Das Schreiben betont die Wichtigkeit der Impfung in Einrichtungen, \u00ab\u00a0in denen Besch\u00e4ftigte Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben\u00a0\u00bb. Durch eine Impfung k\u00f6nnten die Besch\u00e4ftigten dazu beitragen, \u00ab\u00a0das Risiko einer COVID-19-Erkrankung f\u00fcr sich selbst und die vulnerablen Personen so weit wie m\u00f6glich zu reduzieren\u00a0\u00bb, hei\u00dft es in dem Schreiben weiter. Deshalb werde vorgesehen, dass in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen t\u00e4tige Personen geimpft oder genesen sein oder ein \u00e4rztliches Zeugnis, wonach sie sich nicht impfen lassen k\u00f6nnen, vorlegen m\u00fcssen. \u00ab\u00a0F\u00fcr bestehende T\u00e4tigkeitsverh\u00e4ltnisse ist die Vorlagepflicht bis zum 15. M\u00e4rz 2022 zu erf\u00fcllen\u00a0\u00bb, so das Schreiben. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten Neueinstellungen ab dem 16. M\u00e4rz nur mit einem entsprechenden Nachweis erfolgen. Nachweise, die ab dem 16. M\u00e4rz ihre G\u00fcltigkeit verlieren, m\u00fcssten zudem vorher erneuert werden. Personen, die den Nachweis nicht erbringen, k\u00f6nnte der Zutritt zur Einrichtung oder eine T\u00e4tigkeit in der Einrichtung verboten werden. Die Wirksamkeit der Vorgaben solle \u00fcberpr\u00fcft werden. Nach den weitreichenden Beschl\u00fcssen von Bund und L\u00e4ndern zur Eind\u00e4mmung der vierten Corona-Welle fordert Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck eine schnelle Umsetzung der Ma\u00dfnahmen. \u00ab\u00a0Die Corona-Situation in Deutschland ist dramatisch\u00a0\u00bb, sagte der k\u00fcnftige Vizekanzler der Deutschen Presse-Agentur. \u00ab\u00a0Die beschlossenen Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen nun umgehend um- und durchgesetzt werden. Denn es gilt jetzt keine Zeit zu verlieren und die vierte Welle abzuflachen.\u00a0\u00bb Der k\u00fcnftige Wirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck r\u00e4umte ein, dass die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr viele Menschen berufsbedingte Einschnitte und finanzielle Einbu\u00dfen bedeuteten. Er versprach aber, dass die Wirtschaftshilfen weiterflie\u00dfen w\u00fcrden, um \u00fcber den Corona-Winter zu kommen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) h\u00e4lt den Kampf gegen Corona-Verst\u00f6\u00dfe derzeit f\u00fcr wichtiger als den Einsatz gegen Raser und Falschparker. Man m\u00fcsse daf\u00fcr sorgen, dass das, was etwa auf der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Donnerstag beschlossen wurde, nun auch tats\u00e4chlich befolgt werde, sagte er am Rande der Innenministerkonferenz in Stuttgart. \u00ab\u00a0Es gibt eine kleine Minderheit, die meint, man k\u00f6nne das missachten. Da muss die Polizei einschreiten.\u00a0\u00bb Die Einhaltung der Corona-Vorschriften habe nun Priorit\u00e4t. \u00ab\u00a0Das ist im Moment einfach wichtiger, als Parkverst\u00f6\u00dfe oder \u00fcberh\u00f6hte Geschwindigkeit zu kontrollieren\u00a0\u00bb, sagte er. \u00ab\u00a0Die h\u00f6chste Gefahr geht von Corona aus, da muss die Polizei eine Priorit\u00e4t setzen.\u00a0\u00bb Getrieben von der neuen Coronavirus-Variante Omikron nehmen die Infektionszahlen in Afrika rapide zu. Mit Botsuana, Ghana, Nigeria und S\u00fcdafrika sei Omikron mittlerweile in vier L\u00e4ndern des Kontinents nachgewiesen, sagte am Donnerstag John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC). In ganz Afrika seien in der vergangenen Woche 52.300 Neuinfektionen gez\u00e4hlt worden \u2013 das ist ein Anstieg um 105 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.31.000 Neuinfektionen entfielen auf S\u00fcdafrika. Noch unbekannt ist laut Nkengasong, wie viele Menschen sich mit der neuen Omikron-Variante angesteckt haben. In S\u00fcdafrika zeigten fast 80 Prozent aller DNA-sequenzierten Corona-Testergebnisse eine Infektion mit der Omikron-Variante an, sagte Anne von Gottberg, Mikrobiologin am Nationalen Institut f\u00fcr \u00fcbertragbare Krankheiten in Johannesburg. \u00ab\u00a0Es sieht daher so aus, als ob Omikron im Land vorherrscht\u00a0\u00bb, sagte Gottberg. Zudem deuteten erste Analysen darauf hin, dass die Anzahl der Reinfektionen in S\u00fcdafrika ansteige. \u00ab\u00a0Wir schlie\u00dfen daraus, dass die Bev\u00f6lkerung anf\u00e4lliger f\u00fcr Omikron als Delta sein k\u00f6nnte\u00a0\u00bb, so Gottberg. Es gebe allerdings Anzeichen, dass der Krankheitsverlauf bei Omikron weniger schwerwiegend sei, wenn es sich um eine Reinfektion handele oder der Patient geimpft sei. \u00ab\u00a0Wir sind definitiv besorgt wegen der Lage im s\u00fcdlichen Afrika\u00a0\u00bb, sagte Nkengasong. Dabei verbessere sich gerade die Versorgungslage mit Impfstoffen, die aber nicht schnell genug verabreicht w\u00fcrden. In Afrika sind erst sieben Prozent der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der spricht sich gegen ein Vorziehen der Weihnachtsferien aus. Derzeit sei die Entwicklung bei den Inzidenzen positiv, sagt S\u00f6der. Deswegen liege die Priorit\u00e4t auf der Aufrechterhaltung des Schulbetriebs. Er verweist auf t\u00e4gliche Tests an der Schule, was die Sicherheit erh\u00f6he. \u00ab\u00a0Ich habe nicht so richtig verstanden, was sich die Gr\u00fcnen davon versprechen. Ich halte es f\u00fcr eine \u00fcberst\u00fcrzte Entscheidung.\u00a0\u00bb Sollten sich die Corona-Zahlen verschlechtern, sei er aber offen, \u00fcber das Thema zu sprechen. Der Vorsitzende der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) gibt zu, dass einige Entscheidungen seines Gremiums zu sp\u00e4t erfolgt seien. Im ARD-Politikmagazin \u00ab\u00a0Panorama\u00a0\u00bb r\u00e4umt Thomas Mertens ein, es w\u00e4re \u00ab\u00a0wahrscheinlich g\u00fcnstiger gewesen, mit dem Boostern fr\u00fcher anzufangen\u00a0\u00bb. Damit w\u00e4re das erneute Chaos beim Impfen vermeidbar gewesen. Schon im Juli h\u00e4tten Studien aus Israel nahe gelegt, dass eine dritte Impfung notwendig sei, erkl\u00e4rt Mertens. Die Stiko hatte eine Empfehlung f\u00fcr Menschen ab 70 allerdings erst im Oktober, f\u00fcr Menschen ab 18 gar erst Mitte November ausgesprochen. Als Grund nennt er das Vorgehen, bei dem Daten erst definiert, dann erhoben, erarbeitet und diskutiert werden m\u00fcssten. Mertens ermahnt aber auch die Politik. Es brauche mehr Personal. Beim Thema Kinderimpfungen zeigt sich Mertens jedoch weiter z\u00f6gerlich. Seine eigenen Kinder w\u00fcrde er angesichts fehlender Daten derzeit nicht impfen lassen. Jenseits der Daten aus der Zulassungsstudie des Impfstoffs gebe es \u00ab\u00a0keinerlei Daten\u00a0\u00bb \u00fcber die Vertr\u00e4glichkeit des Impfstoffs in der Gruppe der Kinder zwischen f\u00fcnf und elf Jahren, sagte Mertens in einem Podcast der \u00ab\u00a0Frankfurter Allgemeine Zeitung\u00a0\u00bb. Die aktuellen Publikationen zeigten, dass Aussagen \u00fcber Langzeitsch\u00e4den kaum m\u00f6glich seien. Auf die Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) f\u00fcr Impfungen bei unter Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen wird mit Spannung gewartet. Viele Kinder\u00e4rzte warten auf die Empfehlung der Stiko, bevor sie ihre Patienten impfen. Mertens widersprach der Kritik, die Stiko verz\u00f6gere ihre Empfehlung. Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Frankreich au\u00dferhalb der \u00dcberseegebiete nachgewiesen worden. Die Gen-Sequenzierung der Probe eines Mannes aus der Region \u00cele-de-France habe ergeben, dass dieser mit der neuen Variante infiziert sei, erkl\u00e4rte die regionale Gesundheitsbeh\u00f6rde am Donnerstag. Bereits am Dienstag hatte Frankreich den ersten Omikron-Fall im \u00dcberseegebiet La R\u00e9union gemeldet. Der Infizierte aus dem D\u00e9partement Seine-et-Marne nahe Paris sei am 25. November mit dem Flieger aus Nigeria nach Frankreich zur\u00fcckgekehrt und habe zum Zeitpunkt seiner Testung zun\u00e4chst keine Symptome aufgewiesen, teilte die Gesundheitsbeh\u00f6rde mit. Seine Frau sei ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei ihr stehe die Sequenzierung aber noch aus. Beide seien ungeimpft und h\u00e4tten sich seit ihrer Ankunft zuhause abgesondert. F\u00fcr die geplante Beschleunigung der Corona-Impfungen bis zum Jahresende organisiert der Bund zus\u00e4tzliche Impfdosen. Nach Verhandlungen mit dem Hersteller Moderna kann eine Lieferung von zehn Millionen Dosen aus dem dritten Quartal 2022 auf Dezember vorgezogen werden, wie aus Informationen des Gesundheitsministeriums f\u00fcr die Bund-L\u00e4nder-Beratungen am Donnerstag hervorgeht. Dies entspricht 20 Millionen \u00ab\u00a0Booster\u00a0\u00bb-Dosen, da bei Moderna daf\u00fcr eine halbe Dosis gespritzt wird. Zudem sollen acht Millionen Moderna-Dosen zus\u00e4tzlich im Dezember kommen \u2013 weil die Abgabe zugesagter Dosen an andere L\u00e4nder \u00fcber die internationale Initiative Covax langsamer l\u00e4uft. Nachjustiert werden sollen nun auch Lieferungen des Impfstoffes von Biontech. Nach einer Vereinbarung mit dem Hersteller k\u00f6nne ein Teil der wochenweise aufgeteilten Lieferungen f\u00fcr Dezember vorgezogen werden, erl\u00e4uterte das Ministerium. Nach 2,9 Millionen Dosen in der kommenden Woche k\u00f6nnten die Lieferungen an die Impfstellen in der Woche vom 13. Dezember dadurch auf f\u00fcnf Millionen Dosen aufgestockt werden. Die Menge der Folgewochen reduziere sich dann entsprechend. Das Ministerium verhandelt zudem mit anderen EU-L\u00e4ndern, die ihre Biontech-Dosen aktuell nicht komplett ben\u00f6tigen. Ziel sei, zwei bis drei Millionen zus\u00e4tzliche Dosen im Dezember \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, hei\u00dft es in den Informationen, die der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Minister Jens Spahn (CDU) an die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz sandte. In Th\u00fcringen, Sachsen und anderen Bundesl\u00e4ndern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerung erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser geimpften Norden Deutschlands. In Th\u00fcringen gab es demnach im Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerung in den vergangenen sieben Tagen mehr als sechsmal so viele Corona-Tote wie in Bremen, dem Land mit der h\u00f6chsten Impfquote (Datenstand 1.12.). Nachzulesen ist das auf den \u00ab\u00a0Corona Maps\u00a0\u00bb des Instituts f\u00fcr Statistik der M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t. Grundlage sind die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Gesundheitsbeh\u00f6rden. Es gebe hinreichend Evidenz, die zeige, dass eine h\u00f6here Impfquote zu einer niedrigeren Hospitalisierungsrate und zu einer geringeren Belegung der Intensivstationen f\u00fchre und sich dann eben auch auf die Sterbewahrscheinlichkeiten auswirke, sagte G\u00f6ran Kauermann vom LMU-Statistikinstitut der Deutschen Presse-Agentur. Das relative Risiko von Geimpften, auf einer Intensivstation zu landen, sei erheblich niedriger. \u00ab\u00a0Es deutet alles in die gleiche Richtung\u00a0\u00bb, sagte der Wissenschaftler, auch wenn es nach Angaben des Wissenschaftlers keinen \u00ab\u00a0knallharten kausalen Schluss\u00a0\u00bb gibt. In einem am Montag ver\u00f6ffentlichten Papier der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) hei\u00dft es, die Zahl der Covid-19-Krankenhausaufnahmen sei bei Ungeimpften je nach Alter und Region 5- bis 15\u00ad-fach h\u00f6her als bei Geimpften. In den vergangenen sieben Tagen wurden (Stand 1.12) in Th\u00fcringen 167 Corona-Tote gemeldet, in Bremen lediglich 8. Umgerechnet auf 100.000 Einwohner waren das im Schnitt 7,88 Tote in Th\u00fcringen und 1,18 in Bremen. \u00dcberdurchschnittliche Todesf\u00e4lle meldeten demnach auch Sachsen (6,75), Bayern (3,90) und Brandenburg (3,87) \u2013 Bundesl\u00e4nder mit vergleichsweise niedrigen Impfquoten. Unterdurchschnittlich ist die Zahl der Corona-Toten dagegen auch in Schleswig-Holstein (0,82) oder in Hamburg (0,92), wo viele Menschen gegen Corona geimpft sind. Der Bundesschnitt liegt bei 2,46. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) will \u00fcber eine Impfpflicht bei Kindern ab zw\u00f6lf Jahren sprechen. \u00ab\u00a0Das muss man diskutieren\u00a0\u00bb, sagte er im Bayerischen Rundfunk. \u00ab\u00a0Generell w\u00e4re es nat\u00fcrlich gut, wenn die Impfpflicht zumindest bei denen, bei denen der Impfstoff schon erprobt ist \u2013 ab zw\u00f6lf \u2013 auch stattfinden w\u00fcrde.\u00a0\u00bb Das lie\u00dfe sich laut S\u00f6der erstens schnell durchf\u00fchren und w\u00fcrde zweitens \u00ab\u00a0die Schule absolut sicher machen\u00a0\u00bb. Musikunterricht oder Sport w\u00e4ren dann auch entsprechend schneller wieder f\u00fcr Jugendliche m\u00f6glich. Er k\u00f6nne sich auch vorstellen, dass direkt im Klassenzimmer geimpft wird. In Bezug auf j\u00fcngere Kinder m\u00fcsse man noch abwarten, wie das Impfangebot angenommen wird. Nach Ansicht des Th\u00fcringer Innenministers Georg Maier werden die Corona-Proteste in einigen Bundesl\u00e4ndern von Rechtsextremisten unterwandert und f\u00fcr ihre Zwecke ausgenutzt. \u00ab\u00a0F\u00fcr Th\u00fcringen kann ich sagen, dass hinter etlichen dieser Versammlungen in der Vergangenheit und wahrscheinlich auch in der Zukunft, Rechtsextremisten stehen\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Das Thema soll auch bei der Innenministerkonferenz besprochen werden, die noch bis Freitag l\u00e4uft. Maier sagte, es sei wichtig, ein Lagebild zu haben. Die Demonstrationen der Gegner der Corona-Politik seien in den Bundesl\u00e4ndern unterschiedlich. \u00ab\u00a0In manchen Bundesl\u00e4ndern ist es eher esoterisch gepr\u00e4gt, in anderen Bundesl\u00e4ndern kommt es eher aus dem Bereich Rechtsextremismus\u00a0\u00bb, sagte Maier. Seiner Einsch\u00e4tzung nach werde vor allem in Sachsen und Th\u00fcringen die Mobilisierung von rechtsextremistischen Gruppen genutzt. \u00ab\u00a0Das hei\u00dft nicht, dass alle die dort mitlaufen, Rechtsextremisten sind\u00a0\u00bb, sagte Maier. Aber er appelliere an die Menschen, sich genau anzuschauen, neben wem sie in einer Demo liefen. Vor den Bund-L\u00e4nder-Beratungen \u00fcber sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen in der Corona-Pandemie haben mehrere Ministerpr\u00e4sidenten ein energisches und einheitliches Vorgehen angemahnt. \u00ab\u00a0Die Lage ist ernst\u00a0\u00bb, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. \u00ab\u00a0Wir brauchen in Deutschland klare und einheitliche Regeln. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel einheitliche Kontaktbeschr\u00e4nkungen\u00a0\u00bb, fordere die SPD-Politikerin. Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer sagte dem RND, die Pandemie treffe ganz Deutschland hart. \u00ab\u00a0Deshalb ist es wichtig, in einem Akt der nationalen Solidarit\u00e4t gemeinsam daf\u00fcr zu sorgen, dass die Infektionszahlen sinken und unser gesamtes Gesundheitssystem entlastet wird.\u00a0\u00bb Sie erwarte bundeseinheitliche Regelungen bei der Regulierung von Gro\u00dfveranstaltungen und den Regeln f\u00fcr den Einzelhandel. Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow betonte, es seien energische Schritte notwendig. \u00ab\u00a0F\u00fcr ein politisches Hin und Her ist jetzt nicht die Zeit. Es kommt vielmehr darauf an, dass wir am Donnerstag schl\u00fcssig erkl\u00e4ren, was wir tun wollen\u00a0\u00bb, sagte der Linken-Politiker dem RND. NRW-Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (CDU) hat vor der Bund-L\u00e4nder-Runde an diesem Donnerstag konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Corona-Zahlen verlangt. \u00ab\u00a0Wir d\u00fcrfen heute in der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz keine halben Sachen machen, sondern m\u00fcssen die vierte Welle entschlossen brechen\u00a0\u00bb, sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u00ab\u00a0Die L\u00e4nder brauchen dazu den bew\u00e4hrten Instrumentenkasten der Pandemiebek\u00e4mpfung.\u00a0\u00bb Gerade Hotspots wie Sachsen und Bayern seien dringend darauf angewiesen. \u00ab\u00a0Ein ausged\u00fcnnter Instrumentenkasten ist zu wenig\u00a0\u00bb, betonte W\u00fcst. Es sei ist richtig, \u00ab\u00a0dass die Politik erkannte Fehler auch korrigiert &#8211; gerade, wenn es um unsere Gesundheit, um Leib und Leben geht\u00a0\u00bb, sagte W\u00fcst mit Blick auf den voraussichtlichen Nachfolger von Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD). Er sei \u00ab\u00a0dankbar, dass er zugesagt hat, dass er das Infektionsschutzgesetz erneut sp\u00fcrbar nachbessern m\u00f6chte. Das muss jetzt aber auch konsequent geschehen.\u00a0\u00bb Kurz vor den Beratungen von Bund und L\u00e4ndern spricht sich der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) f\u00fcr einen Inzidenzwert zwischen 300 und 400 aus, ab dem strenge Ma\u00dfnahmen zur Corona-Eind\u00e4mmung ergriffen werden sollten. \u00ab\u00a0Solange wir ungeimpft waren, war klar: Ab einem Wert von 100 wird es gef\u00e4hrlich. Ein Handeln ab einer Inzidenz von 1.000, wie einige L\u00e4nder das derzeit machen, ist viel zu sp\u00e4t. Wir brauchen eine Grenze, die meines Erachtens \u2013 mit Blick auf den Impferfolg Stand jetzt \u2013 etwa einer Inzidenz von 300 bis 400 entspricht\u00a0\u00bb, sagte Braun der Zeitung \u00ab\u00a0Rheinische Post\u00a0\u00bb. Daraus folge, dass die Kontaktreduktion bei Ungeimpften \u00ab\u00a0sehr gro\u00df\u00a0\u00bb sein m\u00fcsse. \u00ab\u00a0Abstand- und Maskenregel m\u00fcssen f\u00fcr alle gelten, alles Weitere beraten wir. Doch klar ist: Die Infektionsrate unter Ungeimpften ist zurzeit zehn Mal so hoch wie unter Geimpften.\u00a0\u00bb Ihm sei bewusst, dass eine Impfpflicht in der Gesellschaft zu Spaltung f\u00fchre, \u00ab\u00a0aber eine nicht enden wollende Pandemie eben auch.\u00a0\u00bb SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dringt vor der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz an diesem Donnerstag auf deutlich strengere Ma\u00dfnahmen, um die vierte Corona-Welle zu brechen. \u00ab\u00a0Erstens m\u00fcssen alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bis zu den Weihnachtsferien Masken im Unterricht tragen und sich t\u00e4glich in der Schule testen lassen\u00a0\u00bb, sagt Lauterbach der Zeitung \u00ab\u00a0Rheinische Post\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Zweitens sollten die Kontakte Ungeimpfter bundesweit stark reduziert werden, am besten auf nur noch eine Person au\u00dferhalb des eigenen Haushalts.\u00a0\u00bb Drittens brauche es fl\u00e4chendeckend 2G-Regeln im \u00f6ffentlichen Leben, auch im Einzelhandel. \u00ab\u00a0Weil aber 25 Prozent der Infektionen durch vollst\u00e4ndig Geimpfte weitergegeben werden, sollte 2G plus beispielsweise in Restaurants zur Pflicht werden.\u00a0\u00bb Viertens sollten umgehend alle Bars sowie Clubs und Diskotheken schlie\u00dfen, bis die vierte Welle vor\u00fcber sei. \u00ab\u00a0Und f\u00fcnftens sollten alle Krankenh\u00e4user in Deutschland sofort auf einen Notbetrieb umschalten und alle planbaren Operationen verschieben, um genug Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Corona-Patienten und Notf\u00e4lle freizuhalten.\u00a0\u00bb Eine Bundeswehr-Maschine vom Typ A310 MedEvac hat am Mittwoch sechs schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Sachsen ausgeflogen. Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden sollen sie nach K\u00f6ln gebracht und dann auf Krankenh\u00e4user in K\u00f6ln, Marl, Bonn und Bochum aufgeteilt werden. Zuletzt hatten sie auf Stationen in Krankenh\u00e4usern von Dresden, Mei\u00dfen und Pirna gelegen. Zu ihrem Alter und Geschlecht wurde keine Auskunft erteilt. Schon fr\u00fcher waren Patienten aus Sachsen verlegt worden, wenn eine \u00dcberlastung hiesiger Krankenh\u00e4user drohte. Sachsen geh\u00f6rt zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die L\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen umfasst. Aber auch in andere L\u00e4nder werden Patienten verlegt. Vorsorglich hat Sachsen pro Woche 20 Patienten f\u00fcr eine solche Verlegung angemeldet. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat empfindliche Geldstrafen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen eine m\u00f6gliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren geh\u00f6re beispielsweise dazu, sagte er am Mittwoch bei der Er\u00f6ffnung einer neuen Impfstelle in N\u00fcrnberg. \u00ab\u00a0Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, so S\u00f6der. Es m\u00fcsse nun sehr viele Booster-Impfungen geben, betonte der Ministerpr\u00e4sident. Ab etwa Februar sei eine allgemeine Impfpflicht vorstellbar. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom Dienstag sei fundamental gewesen und habe das Eingreifen des Staates in pers\u00f6nliche Rechte zum Schutz von Leben gebilligt. Auf dieser rechtlichen Basis sei auch eine Impfpflicht denkbar. Frankreich verlangt bei der Einreise aus Deutschland von Ungeimpften k\u00fcnftig einen PCR-Test, der h\u00f6chstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Die Regelung gilt auch f\u00fcr Einreisen aus allen anderen EU-L\u00e4ndern. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht. F\u00fcr Menschen aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union gilt k\u00fcnftig grunds\u00e4tzlich, dass sie bei der Ankunft in Frankreich einen PCR-Test vorweisen m\u00fcssen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Der Test darf dann h\u00f6chstens 48 Stunden alt sein. In der Schweiz sind drei F\u00e4lle der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Das Ergebnis sei mit einer Sequenzierung best\u00e4tigt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit am Mittwoch. Einer der F\u00e4lle betreffe einen doppelt geimpften 19-j\u00e4hrigen Sch\u00fcler aus der Stadt Basel, berichteten die dortigen Beh\u00f6rden. Der Fall sei bei einem regelm\u00e4\u00dfigen Massentest an der Schule entdeckt und dann im Einzeltest nachgewiesen worden. Wo sich der Teenager angesteckt hat, war zun\u00e4chst unbekannt. Er sei nicht verreist gewesen. Der Junge habe leichte Covid-19-Symptome. Ein weiterer Fall wurden im Kanton Basel best\u00e4tigt. Wo der dritte Fall entdeckt wurde, war zun\u00e4chst unklar. Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (CDU) hat sich f\u00fcr eine baldige Einf\u00fchrung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht ausgesprochen. \u00ab\u00a0Es muss jetzt z\u00fcgig gehen, es muss aber auch mit Sorgfalt gemacht werden\u00a0\u00bb, sagte W\u00fcst am Mittwoch bei einer Sondersitzung im D\u00fcsseldorfer Landtag. \u00ab\u00a0Ich will noch einmal deutlich sagen: Es geht um eine Impfpflicht und nicht um einen Impfzwang.\u00a0\u00bb In den vergangenen Wochen und Monaten habe sich gezeigt, dass nicht alle Menschen freiwillig f\u00fcr die Freiheit und Gesundheit aller mitgehen wollten. \u00ab\u00a0Wir haben an die Menschen appelliert, wir haben einfache Impfangebote geschaffen, wir haben informiert \u2013 aber wir sehen, dass sich noch nicht alle haben \u00fcberzeugen lassen\u00a0\u00bb, sagte W\u00fcst. Die aktuell schwierige Pandemielage h\u00e4tten jedoch vor allem die Ungeimpften verursacht. Deshalb sei er froh, dass der Bund die Weichen auf eine Impfpflicht stelle. Zudem verst\u00e4ndigte sich sein Kabinett am Mittwoch auf versch\u00e4rfte Corona-Ma\u00dfnahmen. \u00ab\u00a0Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel die Schlie\u00dfungen von Klubs und Diskotheken\u00a0\u00bb, sagte der Ministerpr\u00e4sident. Auch bei Gro\u00dfveranstaltungen sollen die Kapazit\u00e4ten \u00ab\u00a0deutlich\u00a0\u00bb verringert werden. In Schulen gilt bereits ab Donnerstag wieder eine Maskenpflicht am Sitzplatz. Der Virologe Streeck hat sich zu seinen Fehlern in der \u00f6ffentlichen Kommunikation ge\u00e4u\u00dfert. Er bereue beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Agentur \u00ab\u00a0Storymachine\u00a0\u00bb, so Streeck in einem Interview mit der \u00ab\u00a0Zeit\u00a0\u00bb. Von der Agentur lie\u00df er sich lange beraten. Dazu sagte er: \u00ab\u00a0Ich bin da komplett naiv reingerannt. Die wissenschaftliche Arbeit war gut, die Kommunikation dazu schlecht\u00a0\u00bb. Zudem hat sich der 44-J\u00e4hrige gegen den wiederholten Vorwurf, dass sich ein HIV-Experte nicht zu Corona-Themen \u00e4u\u00dfern k\u00f6nne, gewehrt. \u00ab\u00a0Wenn sich ein HIV-Experte in der Corona-Diskussion nicht \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfte, d\u00fcrfte sich etwa Sandra Ciesek nicht \u00e4u\u00dfern, weil sie sich haupts\u00e4chlich mit Hepatitis-Viren befasst hat. Und Melanie Brinkmann erst recht nicht, sie ist Biologin, spezialisiert auf Herpesviren bei M\u00e4usen\u00a0\u00bb, so Streeck weiter. \u00dcber die Aussagen seines Kollegen Christian Drosten \u00e4rgere er sich, streitet aber eine Rivalit\u00e4t ab. Streeck erlebt, dass Drosten \u00ab\u00a0\u00f6ffentlich Dinge sagt, die man als Sticheleien gegen mich wahrnehmen k\u00f6nnte. Ich habe gelernt, sie nicht pers\u00f6nlich zu nehmen, was mir anfangs schwerfiel\u00a0\u00bb. Er habe auch dar\u00fcber nachgedacht, sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzuziehen, der Einsatz in der Corona-Pandemie sei ihm aber zu wichtig. Viele Gesundheits\u00e4mter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen laut der Verbandschefin der Amts\u00e4rzte nicht mehr hinterher. \u00ab\u00a0Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind\u00a0\u00bb, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes (BV\u00d6GD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheits\u00e4mter k\u00f6nnen demnach \u2013 mit regionalen Unterschieden \u2013 eingehende Meldungen von Corona-F\u00e4llen nicht mehr zeitnah an das zust\u00e4ndige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge. Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tages-Inzidenzen infrage, die eine Entspannung der Corona-Lage suggerieren. Die Gesundheits\u00e4mter br\u00e4uchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen. \u00ab\u00a0Da muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, dass noch mal deutlich zu wiederholen.\u00a0\u00bb Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarant\u00e4ne seien derzeit stark eingeschr\u00e4nkt, sagte Teichert. F\u00fcr die bis Jahresende geplante Beschleunigung von Corona-Auffrischimpfungen ist laut Bundesgesundheitsministerium genug Impfstoff verf\u00fcgbar. Aktuell w\u00fcrden bis einschlie\u00dflich n\u00e4chster Woche 28 Millionen Dosen ausgeliefert, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Eine Knappheit sei nicht zu sehen. Es h\u00e4nge aber auch vom Bestellverhalten von Praxen und Impfstellen ab, dass Impfstoff sie erreiche. In der vergangenen Woche habe es einzelne Nachbestellungen gegeben, die dann h\u00e4ufig nicht mehr bedienbar gewesen seien. Den Bund h\u00e4tten R\u00fcckmeldungen aus zehn L\u00e4ndern erreicht, dass es Probleme gebe \u2013 beispielsweise Hessen habe sich aber nicht vorab deswegen gemeldet. Das Gesundheitsministerium erl\u00e4uterte, dass konkret in dieser und der vergangenen Woche insgesamt 18 Millionen Dosen vom Bund ausgeliefert worden seien, weitere zehn Millionen Dosen sollen kommende Woche folgen. Dar\u00fcber hinaus st\u00fcnden noch weitere 25 Millionen Dosen f\u00fcr Verst\u00e4rkungen (\u00ab\u00a0Booster\u00a0\u00bb) schon l\u00e4nger zur\u00fcckliegender Impfungen zur Verf\u00fcgung. Daf\u00fcr k\u00f6nnen die Impfstoffe von Biontech und Moderna eingesetzt werden, wobei f\u00fcr Biontech vorerst Bestellobergrenzen gelten. Die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht gilt ab dem 2. Dezember wieder an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen. Das teilte das Schulministerium am Mittwoch in D\u00fcsseldorf mit. In Portugal gilt seit Mittwoch wegen steigender Corona-Zahlen wieder der Notfallzustand mit neuen Beschr\u00e4nkungen und Testregeln. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, m\u00fcssen nun einen negativen Test vorweisen \u2013 selbst dann, wenn sie geimpft oder genesen sind. Homeoffice wird von der Regierung in Lissabon \u00ab\u00a0dringend empfohlen\u00a0\u00bb. Zudem wird es nach den Jahresendfeiertagen eine \u00ab\u00a0Woche der Zur\u00fcckhaltung\u00a0\u00bb mit obligatorischem Homeoffice sowie mit geschlossenen Schulen, Universit\u00e4ten, Bars und Diskotheken geben. Geimpfte und Genesene m\u00fcssen seit Mittwoch wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenh\u00e4usern und Seniorenheimen sowie von Gro\u00dfveranstaltungen ohne feste nummerierte Pl\u00e4tze einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, berichtete die Zeitung \u00ab\u00a0P\u00fablico\u00a0\u00bb. Neben anderen Ma\u00dfnahmen gilt auch wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen \u00f6ffentlichen R\u00e4umen. Zum Besuch von Restaurants, Fitnesszentren, touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen mit nummerierten Pl\u00e4tzen gilt die 3G-Regel. Mit 87 Prozent hat Portugal eine der h\u00f6chsten Impfquoten der Welt,11 Prozent der Menschen haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert allerdings schon seit vielen Wochen. Sie lag zuletzt \u00fcber 200. Einreisende, die per Flugzeug oder Schiff nach Irland kommen, m\u00fcssen ab Freitag zus\u00e4tzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis vor dem Einsteigen einen negativen Corona-Test vorweisen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Dublin am Mittwoch mit. Demnach d\u00fcrfen PCR-Tests bei der Einreise h\u00f6chstens 72 Stunden alt sein, f\u00fcr Antigen-Tests gilt eine Frist von 48 Stunden. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht zwingend einen negativen PCR-Test. Kinder unter elf Jahren sollen voraussichtlich von der Testpflicht ausgenommen sein. Die Versch\u00e4rfung der Einreisebestimmungen kommt vor dem Hintergrund der Sorge \u00fcber die Omikron-Variante des Coronavirus. Die Ma\u00dfnahme soll dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunksender RT\u00c9 zufolge auch f\u00fcr Reisende aus Gro\u00dfbritannien gelten. Der bayerische Gesundheitsminister und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek, fordert eine Gehaltsverdopplung f\u00fcr Intensivpflegekr\u00e4fte. \u00ab\u00a0Ich schlage vor, dass wir das Gehalt der Pflegekr\u00e4fte auf den Intensivstationen f\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate steuerfrei stellen oder dass wir es durch einen Staatszuschuss f\u00fcr dieses Jahr verdoppeln\u00a0\u00bb, sagte der CSU-Politiker der \u00ab\u00a0Zeit\u00a0\u00bb. Holetschek reagiert mit dieser Forderung auf den akuten Mangel an Pflegepersonal. Es brauche nachhaltige L\u00f6sungen, beispielsweise solle die Wohnsituation und Kinderbetreuung der Pflegekr\u00e4fte verbessert und Zusch\u00fcsse zum Wohnen gezahlt werden. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen das jetzt wirklich gro\u00df denken, auch mit Hilfen au\u00dferhalb des Gesundheitssystems, sonst kommen wir in der n\u00e4chsten Welle in die gleiche Situation.\u00a0\u00bb so Holetschek weiter. Die ersten beiden bayerischen Landkreise d\u00fcrfen die wegen Inzidenzen von mehr als 1.000 verh\u00e4ngten versch\u00e4rften Corona-Regeln wieder lockern. Ostallg\u00e4u und Deggendorf lagen am Mittwoch den jeweils f\u00fcnften Tag am St\u00fcck wieder unter der Schwelle. Damit fallen dort die zus\u00e4tzlichen Beschr\u00e4nkungen ab Donnerstag weg. Dann ist in den beiden Landkreisen unter anderem der Zutritt zu Sportst\u00e4tten, Kulturbereich, B\u00e4dern und Fitnessstudios f\u00fcr Geimpfte oder Genesene jeweils mit Test (2G plus) wieder erlaubt. Mit 2G k\u00f6nnen Gastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder besucht werden, zudem Einrichtungen der Aus- Fort- und Weiterbildung, Fahrschulen und k\u00f6rpernahe Dienstleistungen. Im Handel k\u00f6nnen wieder mehr Kunden in die Gesch\u00e4fte. Am Mittwoch lagen laut Robert Koch-Institut nur noch vier bayerische Landkreise \u00fcber 1.000. In den n\u00e4chsten Tagen k\u00f6nnten dementsprechend in weiteren Landkreisen die Ma\u00dfnahmen aufgehoben werden, sofern der Trend anh\u00e4lt. In Saudi-Arabien ist ein Fall der Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Der Infizierte sei aus einem nordafrikanischen Land nach Saudi-Arabien eingereist, teilte das Gesundheitsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge am Mittwoch mit. Er und seine Kontaktpersonen seien isoliert worden. In der Nahost-Region waren \u2013 abgesehen von Israel \u2013 bisher keine Omikron-Infektionen bekannt geworden. Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante hatte das Land vergangene Woche bereits Fl\u00fcge aus mehreren afrikanischen L\u00e4ndern ausgesetzt. Die Linke bef\u00fcrwortet angesichts der angespannten Corona-Lage die Einf\u00fchrung einer allgemeinen Impfpflicht und spricht sich f\u00fcr einen Lockdown aus. \u00ab\u00a0Wir brauchen jetzt akute Ma\u00dfnahmen. Die Linke steht an der Seite der Wissenschaft und fordert deshalb einen Lockdown sowie eine allgemeine Impfpflicht f\u00fcr Vollj\u00e4hrige als Mittel zum Kampf gegen die herrschende Sars-CoV-2-Pandemie\u00a0\u00bb, hei\u00dft es in einem Beschluss des Parteivorstands vom Dienstagabend. Die Impfpflicht werde die vierte Corona-Welle nicht mehr brechen k\u00f6nnen, sei aber als Ultima Ratio ein entscheidendes Instrument, weitere Wellen zu verhindern und Menschenleben zu retten. Die Parteispitze spricht von einer \u00ab\u00a0solidarischen Notbremse\u00a0\u00bb und fordert eine \u00ab\u00a0sofortige Kontaktreduktion und Absage von Gro\u00dfveranstaltungen\u00a0\u00bb, mehr Tests und ein Recht auf Homeoffice. Konkrete weitere Bereiche f\u00fcr Schlie\u00dfungen im Sinne eines Lockdowns werden in dem Beschluss nicht genannt. Alle Ma\u00dfnahmen m\u00fcssten sozial aufgefangen werden. Menschen in Kurzarbeit sollten nach den Vorstellungen der Linken 90 Prozent vom Lohn erhalten. \u00ab\u00a0Es braucht einen l\u00fcckenlosen sozialen Schutzschirm \u2013 ohne Wenn und Aber.\u00a0\u00bb In den Krankenh\u00e4usern in \u00d6sterreich kommt es der Regierung zufolge angesichts der hohen Zahl an Corona-Patienten bereits zu Triagen. Der seit \u00fcber einer Woche geltende Lockdown zeige zwar mittlerweile Wirkung, die Infektionszahlen seien aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Lage in den Krankenh\u00e4usern sei dramatisch, sagte Gesundheitsminister Wolfgang M\u00fcckstein (Gr\u00fcne) am Dienstagabend im Hauptausschuss des Parlaments. Triagen w\u00fcrden bereits nicht nur bei leichten Operationen, sondern auch bei jenen f\u00fcr Krebspatienten stattfinden, sagte der Minister. In manchen F\u00e4llen m\u00fcsse dar\u00fcber entschieden werden, welcher Patient mehr \u00dcberlebenschancen habe. Die Kapazit\u00e4tslage werde sich in den n\u00e4chsten ein, zwei Wochen weiter zuspitzen \u2013 vor allem im Hinblick auf personelle Ressourcen. Berlins noch amtierender Regierender B\u00fcrgermeister, Michael M\u00fcller (SPD), geht von einer erneuten Schlie\u00dfung von Clubs und Diskotheken aufgrund der Corona-Pandemie aus. \u00ab\u00a0Die Einschr\u00e4nkung von Diskotheken und Clubs, das wird auch bundesweit sicherlich beschlossen werden\u00a0\u00bb, sagte M\u00fcller am Dienstagabend in der RBB-Sendung \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen reden\u00a0\u00bb mit Blick auf die neuerlichen Bund-L\u00e4nder-Gespr\u00e4che an diesem Donnerstag zu weiteren Ma\u00dfnahmen. M\u00fcller rechne zudem damit, dass auch die Zuschauerbegrenzung in Fu\u00dfballstadien weiter runtergeschraubt werden k\u00f6nnte. \u00ab\u00a050.000 werden wir nicht mehr sehen, davon bin ich fest \u00fcberzeugt, das hat nun jeder Ministerpr\u00e4sident verstanden.\u00a0\u00bb In Berlin sind bei Gro\u00dfveranstaltungen im Olympiastadion demnach derzeit 5.000 Zuschauer zugelassen. Hier sei \u00ab\u00a0die Fahnenstange\u00a0\u00bb aber noch nicht erreicht. Die neue Coronavirus-Variante Omikron kann nach den Worten des Vorsitzenden der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit den allgemein verwendeten PCR- und Antigentests entdeckt werden. Das sei eine \u00ab\u00a0sehr gute Nachricht\u00a0\u00bb, sagte Mertens der \u00ab\u00a0Schw\u00e4bischen Zeitung\u00a0\u00bb (Mittwoch). F\u00fcr die Omikron-Variante gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland. Auf die Frage, was bisher \u00fcber die neue Variante bekannt sei, sagte Mertens, es seien Beobachtungsstudien n\u00f6tig. Es solle dabei herausgefunden werden, \u00ab\u00a0wie die Krankheitsverl\u00e4ufe zum Beispiel bei \u00e4lteren und vorerkrankten Menschen sind\u00a0\u00bb. Er f\u00fcgte hinzu: \u00ab\u00a0Es wird etwas dauern, bis hier Klarheit besteht.\u00a0\u00bb In der Debatte \u00fcber weitere Kontaktbeschr\u00e4nkungen sagte der Stiko-Vorsitzende dem Blatt, Virusverbreitung und Virus\u00fcbertragung m\u00fcssten drastisch vermindert werden. Das sei das \u00ab\u00a0Einzige, was derzeit sofort hilft\u00a0\u00bb. Mertens sagte weiter: \u00ab\u00a0Die Virus\u00fcbertragung erfolgt derzeit vor allem durch Ungeimpfte. Aber auch Geimpfte sind, wenn auch deutlich weniger, daran beteiligt.\u00a0\u00bb Um die Pandemie effektiv zu bek\u00e4mpfen, muss es nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig auch Kontaktbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Geimpfte geben. \u00ab\u00a0Der Bund muss die Rechtslage \u00e4ndern an der Stelle\u00a0\u00bb, sagt die SPD-Politikerin im ZDF. Sicherlich m\u00fcssten die Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte sehr viel h\u00e4rter ausfallen und auch versch\u00e4rft werden. \u00ab\u00a0Aber gro\u00dfe Familienfeiern mit 50 Leuten wird es auch nicht mehr geben\u00a0\u00bb, sagt Schwesig. In Nigeria sind die ersten Omikron-F\u00e4lle bereits im Oktober aufgetaucht. Allerdings sei die neue Variante des Coronavirus erst jetzt bei einer nachtr\u00e4glichen Sequenzierung nachwiesen worden, teilt die Gesundheitsbeh\u00f6rde NCDC mit. Es habe sich um Corona-positiv getestete Reisende nach Nigeria gehandelt, deren Proben im Oktober gesammelt worden seien. Weitere Details wurden nicht genannt. Zudem best\u00e4tigten sich zwei aktuelle Verdachtsf\u00e4lle. Zwei Personen, die vergangene Woche aus S\u00fcdafrika eingereist seien, seien positiv auf die Omikron-Variante getestet worden. Der Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, rechnet mit etwa 6.000 Corona-Intensivpatienten bis Weihnachten. Dies sei unabh\u00e4ngig davon, was jetzt von der Politik an Ma\u00dfnahmen beschlossen werde, sagt er im ZDF. Die Lage sei \u00ab\u00a0besonders bedrohlich\u00a0\u00bb, weil etwa 4.000 Intensivbetten weniger als vor einem Jahr zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. \u00ab\u00a0Die Lage wird wirklich zunehmend enger\u00a0\u00bb, sagt er. Marx fordert von den Ampel-Parteien die Wiedereinf\u00fchrung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Auch ein zeitlich begrenzter Lockdown oder eine bundesweite Notbremse k\u00f6nne helfen. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen die Kliniken vor dem Kollaps bewahren.\u00a0\u00bb Der bisherige H\u00f6chststand an Corona-Intensivpatienten lag am 3. Januar bei 5745. FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae h\u00e4lt eine Zustimmung seiner Partei zu einer Impfpflicht durchaus f\u00fcr m\u00f6glich. \u00ab\u00a0Man kann nicht einfach stur sagen, wir verschlie\u00dfen uns neuen Erkenntnissen\u00a0\u00bb, sagt Thomae im ZDF-Morgenmagazin. Die Impfquote von aktuell rund 70 Prozent reiche nicht aus. \u00ab\u00a0Und deswegen muss man auch jetzt reagieren und \u00fcberlegen, was ist das angemessene, notwendige, geeignete Mittel. Das kann auch eine Impfpflicht sein\u00a0\u00bb, betont Thomae, der einer der Beschwerdef\u00fchrer vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Bundesnotbremse war. Mit Blick auf weitere m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie sagte er: \u00ab\u00a0Es w\u00e4re v\u00f6llig falsch, jetzt Dinge kategorisch von vorne herein auszuschlie\u00dfen.\u00a0\u00bb Aber die Karlsruher Richter, die Bundesnotbremse f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt hatten, h\u00e4tten betont, Politik m\u00fcsse immer \u00ab\u00a0das mildeste Mittel suchen\u00a0\u00bb, um die Krise zu bek\u00e4mpfen. Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) will die Impfkapazit\u00e4ten im Bundesland schnell ausbauen. \u00ab\u00a0Unser Ziel ist es, in den n\u00e4chsten Wochen, also sp\u00e4testens bis n\u00e4chste Woche,100 zus\u00e4tzliche Impfm\u00f6glichkeiten zu schaffen f\u00fcr die Menschen im Land\u00a0\u00bb, sagte er am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. Dazu geh\u00f6rten fest installierte Impfstellen, aber auch kleinere, zeitlich begrenzte Impfaktionen sowie mobile Impfteams. \u00ab\u00a0Niedrigschwellige Angebote hei\u00dft, wir wollen m\u00f6glichst ohne Terminvergabe arbeiten in vielen Bereichen.\u00a0\u00bb Die Nachfrage sei inzwischen &#8211; anders als noch vor einigen Wochen \u2013 wieder sehr hoch. Das gr\u00f6\u00dfte Problem sei dabei nicht die Organisation neuer Impfstellen, sondern die Beschaffung von Impfstoff. \u00ab\u00a0Seitdem der Bundesgesundheitsminister gesagt hat, Biontech steht nicht mehr so zur Verf\u00fcgung, wir m\u00fcssen jetzt Moderna nehmen, hat sich leider die Liefersituation bei beiden Impfstoffen deutlich verschlechtert und das ist momentan noch unser Hauptproblem\u00a0\u00bb, sagte der Ministerpr\u00e4sident. In Brasilien sind am Dienstag die ersten beiden F\u00e4lle mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Es k\u00f6nnte sich dabei auch um den ersten Fall in Lateinamerika \u00fcberhaupt handeln. Proben von zwei Brasilianern, die durch das renommierte Hospital Albert Einstein positiv auf die Omikron-Variante getestet wurden, w\u00fcrden f\u00fcr eine best\u00e4tigende Laboranalyse eingeschickt werden, hie\u00df es in einer Mitteilung der brasilianischen Gesundheits\u00fcberwachungsbeh\u00f6rde Anvisa am Dienstag (Ortszeit). Nach Angaben des Nachrichtenportals \u00ab\u00a0G1\u00a0\u00bb handelt es sich um brasilianische Missionare, die in S\u00fcdafrika leben. In der Millionen-Metropole S\u00e3o Paulo, der gr\u00f6\u00dften Stadt Brasiliens, war im Februar 2020 auch der erste Coronavirus-Fall in dem Land registriert worden. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 22 Millionen Menschen infiziert. Fast 614.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben \u2013 mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner. Zuletzt erkl\u00e4rte sich S\u00e3o Paulo mit einer Impfquote von etwas \u00fcber 100 Prozent zur \u00ab\u00a0Impfhauptstadt der Welt\u00a0\u00bb. Grund f\u00fcr diese ungew\u00f6hnlich Zahlenangabe ist, dass in S\u00e3o Paulo auch Menschen geimpft wurden, die ihren Wohnsitz anderswo haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) r\u00e4t besonders gef\u00e4hrdeten Menschen, Reisen zu verschieben. Dazu geh\u00f6rten \u00fcber 60-J\u00e4hrige sowie gesundheitlich angeschlagene Personen, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung. Reisende in die USA m\u00fcssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Omikron-Variante mit versch\u00e4rften Corona-Tests bei der Einreise rechnen. Die US-Regierung erw\u00e4ge weitere Ma\u00dfnahmen, darunter eine siebent\u00e4gige Quarant\u00e4ne und zus\u00e4tzliche verpflichtende Tests einige Tage nach der Ankunft, berichtet die \u00ab\u00a0Washington Post\u00a0\u00bb. Baden-W\u00fcrttembergs Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann hat sich irritiert gezeigt von der Bund-L\u00e4nder-Schalte zur Corona-Pandemie. \u00ab\u00a0Das war heute schon ein bisschen unsortiert\u00a0\u00bb, sagte er am Dienstag nach der Videokonferenz dem SWR. Es habe sich nicht um ein Beschlussgremium gehandelt, sondern um ein sogenanntes Kamingespr\u00e4ch, wo nur Vorschl\u00e4ge gesammelt w\u00fcrden. Diese sollen am Mittwoch zusammengetragen und erst auf der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Donnerstag beschlossen werden. \u00ab\u00a0Das ist schon sehr ungew\u00f6hnlich\u00a0\u00bb, meinte Kretschmann. Die Chefs der Staatskanzleien w\u00fcrden eigentlich Vorlagen erarbeiten, die dann beschlossen w\u00fcrden. \u00ab\u00a0Das ist jetzt umgedreht. Das Verfahren w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr die Zukunft allerdings nicht.\u00a0\u00bb Das meiste, was Bund und L\u00e4ndern beschlie\u00dfen w\u00fcrden, werde in Baden-W\u00fcrttemberg bereits gemacht, sagte Kretschmann dem Sender. Was noch besprochen werden m\u00fcsse, sei eine 2G-Regel f\u00fcr den Einzelhandel \u2013 also Zutritt nur f\u00fcr Geimpfte und Genesene. Gro\u00dfveranstaltungen werde man einschr\u00e4nken. Der Regierungschef k\u00fcndigte an, man wolle die neue Verordnung nach den Beschl\u00fcssen von Bund und L\u00e4ndern vom Donnerstag am Freitag in Kraft setzen. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Auffassung verteidigt, dass es bei der Abstimmung \u00fcber eine allgemeine Corona-Impfpflicht im Bundestag keinen Fraktionszwang geben soll. \u00ab\u00a0Das ist eine gute Praxis bei so grundlegenden Fragen\u00a0\u00bb, sagte Scholz am Dienstagabend in den ARD-\u00ab\u00a0Tagesthemen\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Fast jeder Deutsche hat dazu eine Meinung. Ich glaube, das sind genau die F\u00e4lle, die so entschieden werden m\u00fcssen.\u00a0\u00bb \u00dcblicherweise stimmen Fraktionen im Parlament geschlossen ab. Allerdings gab es auch in der Vergangenheit Abweichungen von diesem Prinzip, zum Beispiel bei Themen wie Sterbehilfe oder Organspenden. Scholz selbst will einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen und rechnet mit einer Einf\u00fchrung im Februar oder M\u00e4rz. Nicht genau festlegen wollte sich Scholz, ob auch die Auffrischungsimpfungen k\u00fcnftig verpflichtend sein sollen. \u00ab\u00a0Wir diskutieren \u00fcber die Frage, wann es so ist, dass die alte Impfung nicht mehr den vollst\u00e4ndigen Impfschutz gew\u00e4hrleistet\u00a0\u00bb, sagte er im ZDF-\u00ab\u00a0heute journal\u00a0\u00bb. Wissenschaftler w\u00fcrden derzeit die Auffassung vertreten, dass es nach sechs Monaten \u00ab\u00a0dringend erforderlich\u00a0\u00bb sei, eine neue Impfung zu bekommen. In der Europ\u00e4ischen Union w\u00fcrde dar\u00fcber diskutiert, dass nach neun Monaten kein vollst\u00e4ndiger Impfschutz mehr gegeben sei. \u00ab\u00a0Ich glaube, das ist etwas, wo wir uns einklinken sollten.\u00a0\u00bb Allerdings gebe es dann auch die Verpflichtung von Kommunen, Landkreisen, Bundesl\u00e4ndern und dem Bund, diese Booster-Impfungen auch zu erm\u00f6glichen. Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA hat eine Notfallzulassung f\u00fcr ein Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck empfohlen. Daf\u00fcr sprachen sich die Mitglieder des Gremiums am Dienstag nach stundenlanger Diskussion per Abstimmung aus. Das Abstimmungsergebnis ist f\u00fcr die FDA nicht bindend, meist folgt die Beh\u00f6rde aber der Einsch\u00e4tzung der Berater. Eine Notfallzulassung der FDA k\u00f6nnte nun innerhalb weniger Tage folgen. Merck hatte vor einigen Wochen mitgeteilt, dass das als Tablette verabreichte Medikament nach einer klinischen Studie bei Risiko-Patienten die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verl\u00e4ufe deutlich reduziere. In der Studie h\u00e4tten Corona-Patienten mit milden bis moderaten Symptomen, die mit einem Placebo behandelt wurden, in 14,1 Prozent der F\u00e4lle innerhalb von 29 Tagen ins Krankenhaus gemusst oder seien gestorben. In der Patienten-Gruppe, die mit dem Molnupiravir benannten Medikament behandelt wurde, seien es mit 7,3 Prozent nur etwa halb so viele gewesen. Die Zahlen basieren auf einer Auswertung der Daten von 775 Corona-Patienten. Alle Probanden wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, der einen schweren Verlauf wahrscheinlich macht. In der Testgruppe, die das Merck-Medikament erhielt, habe es im Studienzeitraum keine Todesf\u00e4lle gegeben, teilte das Unternehmen mit. Dagegen seien acht Menschen gestorben, die das Placebo erhielten. Die FDP steht hinter Vorschl\u00e4gen des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) f\u00fcr den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. \u00ab\u00a0Die Vorschl\u00e4ge von Olaf Scholz in der heutigen Runde waren nat\u00fcrlich mit der FDP abgestimmt. Sie finden unsere uneingeschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung\u00a0\u00bb, hie\u00df es am Dienstagabend aus der Partei. Und: \u00ab\u00a0Wir pl\u00e4dieren gemeinsam daf\u00fcr, dass die L\u00e4nder ihre bestehenden M\u00f6glichkeiten zur Kontaktbeschr\u00e4nkung nutzen. Zugleich wollen wir pauschale und fl\u00e4chendeckende Lockdowns vermeiden.\u00a0\u00bb Scholz hatte in den Stunden zuvor mit Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der L\u00e4nder \u00fcber das weitere Vorgehen beraten. Biontech-Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverl\u00e4ufen sch\u00fctzen werden. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Dienstagabend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau. Der Mainzer Impfstoffhersteller arbeitet neben den laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs \u2013 vorbeugend f\u00fcr den Fall, dass dieser notwendig werden k\u00f6nnte. Erste Zwischenergebnisse dazu l\u00e4gen noch nicht vor, sagte der Firmenchef. Biontech-Mitgr\u00fcnderin \u00d6zlem T\u00fcreci erkl\u00e4rte, Pandemien werde es in Zukunft immer wieder geben \u2013 wegen der weltweit gestiegenen Mobilit\u00e4t vielleicht sogar noch h\u00e4ufiger. \u00ab\u00a0Das Beste, um sich darauf vorzubereiten, ist \u00dcbung\u00a0\u00bb, betonte sie. Die Welt habe im Umgang mit der Corona-Pandemie viel lernen k\u00f6nnen \u2013 auf wissenschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Das Ehepaar wurde am Dienstagabend f\u00fcr die Entwicklung des Corona-Impfstoffs mit dem Preis der t\u00fcrkischen Aydin-Dogan-Stiftung ausgezeichnet. Nach dem Auftreten der neuen Omikron-Variante des Corona-Virus hat UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres zu einem \u00ab\u00a0globalen Impfplan\u00a0\u00bb aufgerufen. Nur ein solcher Impfplan k\u00f6nne die Pandemie beenden, sagte Guterres am Dienstag zum Auftakt eines virtuellen Au\u00dfenministertreffens der Gruppe der 77 Entwicklungstaaten und Chinas. Dass bei der Impfstoffversorgung immer noch eine breite L\u00fccke zwischen armen und reichen L\u00e4ndern klafft, nannte er \u00ab\u00a0ungerecht und unmoralisch\u00a0\u00bb. Obwohl in Rekordzeit Vakzine gegen das Coronavirus entwickelt worden seien, seien dieses Jahr mehr Menschen an Covid-19 gestorben als 2020, sagte Guterres weiter. Nach wie vor habe Covid-19 \u00ab\u00a0verheerende Auswirkungen\u00a0\u00bb in allen Staaten. Deshalb m\u00fcsse \u00ab\u00a0jeder \u00fcberall auf der Welt Zugang zu Impfstoffen, Tests und Therapien\u00a0\u00bb bekommen. Guterres erinnerte an das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), \u00ab\u00a0bis Ende des Jahres 40 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung und 70 Prozent bis Mitte des kommenden Jahres zu impfen\u00a0\u00bb. Nach UN-Angaben haben bisher zw\u00f6lf L\u00e4nder mit mittlerem Einkommen,27 L\u00e4nder mit h\u00f6herem Einkommen und 71 L\u00e4nder mit sehr hohem Einkommen die 40-Prozent-Marke bei ihrer Bev\u00f6lkerung \u00fcberschritten \u2013 aber keines der einkommensschwachen L\u00e4nder. Bis zum 25. November hatten demnach weltweit 4,15 Milliarden Menschen mindestens eine Dosis erhalten,3,2 Milliarden waren doppelt geimpft. Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck fordert, sofort mit den Vorbereitungen f\u00fcr eine allgemeine Impfpflicht zu beginnen. \u00ab\u00a0Nat\u00fcrlich w\u00e4re eine Impfpflicht ein weitgehender Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Aber sie sch\u00fctzt eben Leben und letztlich auch die Freiheit der Gesellschaft\u00a0\u00bb, sagte Habeck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. \u00ab\u00a0Um in Zukunft die Oberhand zu behalten und eine f\u00fcnfte Welle zu verhindern, m\u00fcssen wir jetzt die Vorbereitungen f\u00fcr eine allgemeine Impfpflicht treffen.\u00a0\u00bb Eine hohe Impfquote sei die beste Chance, auf lange Sicht einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern, Menschenleben zu retten und langfristig zu einer neuen Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen, sagte Habeck, der n\u00e4chste Woche als Vizekanzler und Minister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz der neuen Bundesregierung vereidigt werden soll. \u00ab\u00a0Hierf\u00fcr gilt es jetzt umgehend die Weichen zu stellen.\u00a0\u00bb Nach Informationen der \u00ab\u00a0Welt\u00a0\u00bb habe sich auch die Mehrheit der Gr\u00fcnen-Abgeordneten f\u00fcr eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Nur vereinzelte Stimmen sollen sich bei diesem Thema noch unsicher gewesen sein. Auch in Baden-W\u00fcrttemberg sind nun die ersten F\u00e4lle der neuen Coronavirus-Variante Omikron aufgetaucht. Das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis habe vier Personen gemeldet, die sich nachweislich mit der Mutation infiziert h\u00e4tten, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Drei der Infizierten seien von einer Gesch\u00e4ftsreise aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekehrt, die vierte Person stamme aus dem famili\u00e4ren Umfeld von einem der Reiser\u00fcckkehrer. Alle vier Personen seien vollst\u00e4ndig geimpft. Eine vom Landesgesundheitsamt durchgef\u00fchrte Mutationsanalyse habe die neue Variante best\u00e4tigt. Die Infizierten lebten im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm und bef\u00e4nden sich zusammen mit ihren Haushaltsangeh\u00f6rigen in h\u00e4uslicher Isolation. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor einer \u00dcberreaktion auf die neuartige Omikron-Variante. \u00ab\u00a0Ich verstehe die Sorgen aller L\u00e4nder gut, die ihre B\u00fcrger gegen eine Variante sch\u00fctzen wollen, die wir noch nicht vollst\u00e4ndig verstehen\u00a0\u00bb, sagt er. \u00ab\u00a0Aber gleicherma\u00dfen bin ich \u00fcber die stumpfen Pauschalma\u00dfnahmen mancher Staaten besorgt, die nicht auf Beweislagen beruhen oder f\u00fcr sich genommen effektiv sind, und Ungleichheiten nur verschlimmern werden.\u00a0\u00bb In Bayern gibt es 15 neue Verdachtsf\u00e4lle auf die Omikron-Variante des Coronavirus. Diese seien bei am Sonntag mit dem Flugzeug aus dem s\u00fcdafrikanischen Kapstadt eingereisten Flugreisenden festgestellt worden, teilte das bayerische Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstag in M\u00fcnchen mit. Der Omikron-Verdacht ergab sich demnach durch spezifische PCR-Tests in Verbindung mit der Reiseanamnese. Sollte sich der Verdacht best\u00e4tigen, g\u00e4be es 18 Omikron-Nachweise in Bayern. Wie das Landesamt mitteilte, geht es allen 18 Infizierten \u00ab\u00a0den Umst\u00e4nden entsprechend gut\u00a0\u00bb. Schwere Krankheitsverl\u00e4ufe seien nicht beobachtet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die neue Omikron-Variante des Coronavirus \u00ab\u00a0extrem ernst\u00a0\u00bb. Das betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Er wandte sich an Minister und Diplomaten der 194 Mitgliedsl\u00e4nder, die an einer WHO-Sondersitzung \u00fcber einen m\u00f6glichen weltweiten Pandemievertrag teilnahmen. Die WHO teilte ihre bisherigen Erkenntnisse \u00fcber Omikron anschlie\u00dfend unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit. Solange die Welt es zulasse, dass die Pandemie sich hinziehe, seien Entwicklungen wie die Herausbildung einer neuen Virusvariante nicht \u00fcberraschend, sagte Tedros. Dass die Pandemie bislang nicht beendet worden sei, liege unter anderem daran, dass die Impfstoffe unfair verteilt seien und dass Schutzma\u00dfnahmen nicht \u00fcberall konsequent umgesetzt w\u00fcrden. Der Gro\u00dfteil der Impfstoffe wurde bislang in reichen L\u00e4ndern verabreicht, w\u00e4hrend mehrere Dutzend \u00e4rmere L\u00e4nder mangels Impfstoff nach wie vor erst einen Bruchteil ihrer Bev\u00f6lkerungen impfen konnten. Wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus schr\u00e4nkt auch Spanien den Flugverkehr mit sieben s\u00fcdafrikanischen L\u00e4ndern drastisch ein. Vom 2. bis 15. Dezember d\u00fcrfen keine Flugzeuge aus S\u00fcdafrika, Botsuana, Simbabwe, Namibia, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi in Spanien landen, wie die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung bekanntgab. Das Landeverbot werde gegebenenfalls verl\u00e4ngert, erkl\u00e4rten das Gesundheits- und das Verkehrsministerium. Ausnahmen sollen den Angaben zufolge lediglich f\u00fcr Fl\u00fcge mit \u00ab\u00a0ausschlie\u00dflich spanischen Staatsb\u00fcrgern mit Wohnsitz in Spanien sowie Einwohnern von Andorra\u00a0\u00bb und Passagieren auf der Durchreise in ein Land au\u00dferhalb des Schengen-Raums mit einem Zwischenstopp von weniger als 24 Stunden gelten. Letztere d\u00fcrfen in Spanien aber nicht die Transitzone des Flughafens verlassen. Die Bundeswehr weitet ihren Corona-Hilfseinsatz in Mecklenburg-Vorpommern aus. Von diesem Mittwoch an sind 131 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, wie ein Sprecher des Landeskommandos auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin mitteilte. Am Dienstag waren es demnach 110. Sie seien in der Hansestadt Rostock sowie in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-R\u00fcgen und Vorpommern-Greifswald eingesetzt. Sie helfen den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden den Angaben zufolge beim Testen, bei der Kontaktnachverfolgung sowie in Impfzentren. Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen in den kommenden Tagen in den norddeutschen Bundesl\u00e4ndern aufgenommen werden. Das sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Hannover. Niedersachsen koordiniert dies f\u00fcr die norddeutschen Bundesl\u00e4nder. Diese Aufnahmen sind notwendig, da die Gesundheitssysteme mehrerer Bundesl\u00e4nder wegen der Corona-Lage \u00fcberlastet sind und Menschen dort nicht mehr oder begrenzt aufgenommen werden k\u00f6nnen. Aus welchen Bundesl\u00e4ndern diese Menschen kommen, war zun\u00e4chst nicht bekannt. Laut Pistorius sind bislang 36 Menschen in norddeutschen Krankenh\u00e4usern aufgenommen worden, beziehungsweise einige Verlegungen dauerten am Montagnachmittag noch an. Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland bef\u00fcrworten einer Umfrage zufolge angesichts der Pandemie-Lage einen Lockdown. Das geht aus dem am Dienstag ver\u00f6ffentlichten \u00ab\u00a0Trendbarometer\u00a0\u00bb von RTL und ntv hervor. Die coronabedingte Schlie\u00dfung etwa von Gesch\u00e4ften und Freizeiteinrichtungen sowie Ausgangs- und Kontaktbeschr\u00e4nkungen halten demnach 65 Prozent der Befragten f\u00fcr richtig. 31 Prozent sind gegen einen Lockdown auch bei weiter steigenden Fallzahlen. Auch die Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus w\u00e4chst demnach: 71 Prozent der Befragten waren f\u00fcr die Ma\u00dfnahme,26 Prozent dagegen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte f\u00fcr die Umfrage Ende vergangener Woche rund 1.000 Menschen, allerdings noch vor dem breiten Bekanntwerden der neuen Corona-Variante Omikron. Die Corona-Zahlen in Sachsen sind weierhin sehr hoch. Das Bundesland bleibt mit einer Inzidenz von 1.268,9 der Corona-Hotspot in Deutschland. Im bundesweiten Vergleich erreicht der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge laut RKI am Dienstagmittag die h\u00f6chste Inizidenz. Sie liegt bei 2.133,6. Danach folgen der Erzgebirgskreis (1.950,5) und Bautzen (1.791,2). Zur Eind\u00e4mmung des Corona-Infektionsgeschehens sollen Klubs und Bars in Nordrhein-Westfalen einem Bericht zufolge wieder geschlossen werden. Das sieht nach Informationen des \u00ab\u00a0K\u00f6lner Stadt-Anzeigers\u00a0\u00bb eine geplante Versch\u00e4rfung der Coronaschutzverordnung des Landes vor, wie aus einer Vorabmeldung vom Dienstag hervorging. Demnach soll auch die maximale Auslastung der Fu\u00dfballstadien erneut begrenzt werden. In Klubs und Bars sei \u00fcber die Luca-Warn-App ein signifikantes Infektionsgeschehen messbar gewesen, habe es zur Begr\u00fcndung aus CDU-Kreisen gehei\u00dfen. Geisterspiele in Fu\u00dfballstadien soll es nach Informationen der Zeitung jedoch nicht geben. Stattdessen sollen die Stadien bis zu einem Drittel ausgelastet werden k\u00f6nnen. Das 2G-Konzept des 1. FC K\u00f6ln habe sich bew\u00e4hrt, hie\u00df es. Weihnachtsm\u00e4rkte sollen demnach weiterhin f\u00fcr Geimpfte und Genesene ge\u00f6ffnet bleiben. Der Berliner Senat strebt eine weitere Versch\u00e4rfung der Corona-Ma\u00dfnahmen an. Geplant seien unter anderem Kontaktbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte, strengere Obergrenzen f\u00fcr Veranstaltungen und eine 2G-Regelung f\u00fcr Weihnachtsm\u00e4rkte, k\u00fcndigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung an. Dort h\u00e4tten dann nur noch geimpfte und genesene Menschen Zutritt. Einen Beschluss zu den angedachten Ma\u00dfnahmen fasste der Senat zun\u00e4chst jedoch noch nicht. Man wolle die Ergebnisse der Bund-L\u00e4nder-Beratungen vom Dienstag und m\u00f6gliche \u00c4nderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene abwarten, so Kalayci. Sie stellte allerdings einen Senatsbeschluss noch im Verlauf dieser Woche in Aussicht. Der designierte Bundesjustizminister, Marco Buschmann (FDP), hat sich nach den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts weiter gegen einen fl\u00e4chendeckenden Lockdown ausgesprochen. \u00ab\u00a0Wir haben einen sehr umfangreichen Ma\u00dfnahmenkatalog\u00a0\u00bb, betonte Buschmann in Berlin im Bezug auf die aktuell geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen. Er und seine Partei respektieren die Entscheidungen des Gerichts, obwohl sich die FDP ein anderes Ergebnis gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Buschmann begr\u00fcndete seine Haltung gegen einen Lockdown unter anderem damit, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sei. In L\u00e4ndern wie Sachsen, Th\u00fcringen oder Bayern k\u00f6nne man aktuell nicht die gleichen Regeln anwenden wie etwa in Schleswig-Holstein. Anstatt die aktuell geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen zu \u00e4ndern, sei es deshalb wichtiger, dass die geltenden Ma\u00dfnahmen auch von allen Bundesl\u00e4ndern vollst\u00e4ndig genutzt w\u00fcrden: \u00ab\u00a0In Sachsen m\u00fcsste beispielsweise mehr getan werden\u00a0\u00bb, so Buschmann. Als Beispiele nannte der FDP-Politiker etwa das Schlie\u00dfen von Clubs und Diskotheken und die Reduzierung von Gro\u00dfveranstaltungen. Die Universit\u00e4t Oxford, Partner des Impfstoffherstellers Astrazeneca, sieht keine Hinweise auf einen mangelnden Schutz vor schweren Krankheitsverl\u00e4ufen bei der Virusvariante Omikron. Die Wirksamkeit des mit Astrazeneca entwickelten Vakzins werde in dieser Hinsicht genau untersucht, teilt die Uni weiter mit. Es gebe bisher nur begrenzt Daten zu Omikron. Sollte es aber notwendig sein, k\u00f6nnte rasch eine neue Version des Impfstoff entwickelt werden. In den Niederlanden ist die neue Omikron-Variante des Coronavirus schon deutlich fr\u00fcher aufgetreten als bisher vermutet. Wie das niederl\u00e4ndische Institut f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit (RIVM) am Dienstag mitteilte, wurde die Variante in zwei Testproben nachgewiesen, die auf den 19. und 23. November datiert sind. S\u00fcdafrika hatte die Entdeckung der neuen Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 am 24. November offiziell bekanntgegeben. Die niederl\u00e4ndischen Beh\u00f6rden waren bisher davon ausgegangen, dass es sich bei 14 Reisenden aus S\u00fcdafrika um die ersten Infizierten mit der Omikron-Variante handelte. Diese waren am 26. November in zwei Fliegern aus S\u00fcdafrika am Flughafen Schiphol angekommen. Noch sei unklar, ob sich die am 19. und 23. November getesteten Infizierten ebenfalls im S\u00fcden Afrikas aufgehalten hatten, erkl\u00e4rte das RIVM. Die Betroffenen seien informiert worden, die Beh\u00f6rden k\u00fcmmerten sich um eine um eine Nachverfolgung ihrer Kontakte. In der vergangenen Woche wurden \u00fcber 162.000 Covid-19-Impfungen in rheinland-pf\u00e4lzischen Arztpraxen verabreicht. Das sei eine Steigerung gegen\u00fcber der Vorwoche um 70 Prozent, teilte die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung am Dienstag mit. Ein Gro\u00dfteil (132.000) seien Auffrischimpfungen, aber auch die Zahl der Erstgeimpften sei deutlich gestiegen. Mehr als 500 Praxen h\u00e4tten sich gemeldet, um auch fremde Patientinnen und Patienten zu impfen. Der Interessenverband der akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) warnt angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen, dass die Labore in einigen Regionen an ihre Grenzen sto\u00dfen. Die bundesweite Auslastung der Labore bei PCR-Tests habe in der vergangenen Woche bei 85 (Vorwoche: 86) Prozent gelegen, die Positivrate der SARS-CoV-2-PCR-Test sei auf 21,2 Prozent von 19,9 Prozent gestiegen. \u00ab\u00a0In L\u00e4ndern wie Sachsen, Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg oder Th\u00fcringen steht die Ampel nun schon seit l\u00e4ngerer Zeit wieder auf Rot\u00a0\u00bb, sagt ALM-Vorstand Evangelos Kotsopoulos. Bei einer hohen Auslastung k\u00f6nnten schon bei kleineren Ausf\u00e4llen von Personal oder Ger\u00e4ten die Befundlaufzeiten auf mehrere Tage steigen. Die in den Laboren eingesetzten PCR-Systeme detektierten die Omikron-Variante zweifelsfrei, f\u00fcgt ALM-Vorsitzender Michael M\u00fcller hinzu. Baden-W\u00fcrttembergs Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschr\u00e4nkung \u00f6ffentlicher Veranstaltungen angek\u00fcndigt. Man werde \u00ab\u00a0ziemlich sicher\u00a0\u00bb regeln, dass Fu\u00dfballspiele und Sportgro\u00dfveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden k\u00f6nnen, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken werde man schlie\u00dfen. Die Abgabe von Alkohol im \u00f6ffentlichen Raum soll verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert. Kretschmann sagte, dass man diese weitergehenden Ma\u00dfnahmen in dieser Woche beschlie\u00dfen wolle. Die neue Verordnung solle am Donnerstag in Kraft treten. In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bev\u00f6lkerung ab 18 Jahre, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. \u00ab\u00a0Von diesen 55 Mio hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio) den empfohlenen Booster bereits erhalten\u00a0\u00bb, twitterte der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag. Bei den 12- bis 17-J\u00e4hrigen betr\u00e4gt die Quote der vollst\u00e4ndig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent. In der EU wurden bislang 42 Omikronf\u00e4lle entdeckt. Sie seien in zehn EU-L\u00e4ndern aufgetreten, teilt die Gesundheitsbeh\u00f6rde der Europ\u00e4ischen Union mit. Sechs m\u00f6gliche weitere F\u00e4lle w\u00fcrden noch untersucht, sagt Andrea Ammon, Leiterin des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr die Pr\u00e4vention und die Kontrolle von Krankheiten. Bei den best\u00e4tigten F\u00e4llen gebe es entweder keine Symptome oder milde Verl\u00e4ufe. Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist auch im franz\u00f6sischen \u00dcberseegebiet La R\u00e9union nachgewiesen worden. Paris sei am Montagabend \u00fcber den Fall informiert worden, sagte Frankreichs Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag dem Sender Europe 1. Die infizierte Person sei Mitte November nach Mosambik gereist und am 21. November nach La R\u00e9union zur\u00fcckgekehrt. Die Insel liegt \u00f6stlich von Afrika im Indischen Ozean. Omikron-Verdachtsf\u00e4llen auf dem franz\u00f6sischen Festland werde derzeit nachgegangen, sagte Attal. Am Sonntag hatte das franz\u00f6sische Gesundheitsministerium mitgeteilt, zun\u00e4chst seien acht Verdachtsf\u00e4lle identifiziert worden. Vor den Bund-L\u00e4nder-Gespr\u00e4chen hat Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) erneut h\u00e4rtere Kontaktbeschr\u00e4nkungen in Deutschland gefordert. \u00ab\u00a0Von der heutigen Bund-L\u00e4nder-Schalte muss eine deutliche Warnung an die Bev\u00f6lkerung ausgehen\u00a0\u00bb, sagte er am Dienstag der \u00ab\u00a0Bild\u00a0\u00bb-Zeitung. \u00ab\u00a0Alle unn\u00f6tigen Kontakte m\u00fcssen in den kommenden Wochen unterbleiben.\u00a0\u00bb Die L\u00e4nder seien bereit zu handeln. Der Chef des US-Pharmakonzerns Moderna, Stephane Bancel, rechnet damit, dass die gegenw\u00e4rtigen Corona-Impfstoffe wahrscheinlich nicht so wirksam gegen die neue Omikron-Variante sein d\u00fcrften wie gegen die bislang dominierende Virus-Variante Delta. Von einer Wirksamkeit wie bei der Delta-Variante gehe er derzeit nicht aus, sagt Bancel der \u00ab\u00a0Financial Times\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Ich denke, es wird ein erheblicher R\u00fcckgang sein. Ich wei\u00df nur nicht, wie viel, weil wir die Daten abwarten m\u00fcssen. Aber alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: &lsquo;Das wird nicht gut sein&rsquo;.\u00a0\u00bb Die baden-w\u00fcrttembergische Landesregierung will nun doch nicht wie angek\u00fcndigt bereits am Dienstag sch\u00e4rfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlie\u00dfen. \u00ab\u00a0Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und L\u00e4ndern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Land festzurren\u00a0\u00bb, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. An den Versch\u00e4rfungen wolle aber man festhalten, sagte die Sprecherin. Sie sollen vermutlich am Mittwoch per Umlaufverfahren beschlossen werden. In Hessen gibt es zwei weitere Verdachtsf\u00e4lle auf die neu entdeckte Corona-Variante Omikron. Wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Dienstagmorgen mitteilte, besteht damit bei insgesamt sechs Personen der Verdacht auf der Basis einer variantenspezifischen PCR-Testung. Die Sequenzierung zur Best\u00e4tigung sei noch nicht erfolgt. In drei F\u00e4llen h\u00e4tten sich die Personen in S\u00fcdafrika, in einem Fall in Simbabwe aufgehalten. Zwei Verdachtsf\u00e4lle seien Folgef\u00e4lle zweier Erkrankter. Sie h\u00e4tten sich demnach in Deutschland angesteckt. Alle Betroffenen befinden sich laut Gesundheitsamt in h\u00e4uslicher Isolierung. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) hat angesichts der steigenden Corona-Zahlen die Bundesregierung aufgerufen, ein Gesetz f\u00fcr eine generelle Corona-Impfpflicht vorzubereiten. \u00ab\u00a0Meine Bitte ist einfach, dass es fertig in der Schublade liegt\u00a0\u00bb, sagte BA-Chef Detlef Scheele am Dienstag in N\u00fcrnberg. Wenn die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie keine Wirkung zeigten, m\u00fcsse die Bundesregierung das Gesetz im Januar in den Bundestag einbringen und durchsetzen. \u00ab\u00a0Wir gehen davon aus, dass wir vor einem wirklich schweren Winter stehen\u00a0\u00bb, sagte Scheele. Die Zahl der Kurzarbeitenden werde in den n\u00e4chsten Monaten eher wieder steigen als sinken. Der Ausblick f\u00fcr 2022 sei getr\u00fcbt: \u00ab\u00a0Wir gehen inzwischen von erh\u00f6hter Arbeitslosigkeit auch im n\u00e4chsten Jahr aus.\u00a0\u00bb Auch in Sachsen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Der Fall sei durch eine Genomsequenzierung best\u00e4tigt, teilte die Stadt Leipzig am Dienstag mit. Mittlerweile sind in etlichen L\u00e4ndern \u2013 darunter auch Deutschland \u2013 F\u00e4lle der Variante aufgetaucht. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Intensivbetten der Brandenburger Krankenh\u00e4user hat den Alarmwert von 20 Prozent \u00fcberschritten. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor. Die Quote lag demnach bei 21,2 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz \u2013 der Wert neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche \u2013 legte auf 727,8 zu. Das ist im L\u00e4ndervergleich der dritth\u00f6chste Wert nach Sachsen und Th\u00fcringen. Die Sieben-Tage-Inzidenz von 750 ist in sechs Kreisen sowie Frankfurt (Oder) und Cottbus \u00fcberschritten \u2013 dort gelten schon oder kommen noch n\u00e4chtliche Ausgangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist die Warnampel auf Rot, bei neuen Corona-Patienten in Krankenh\u00e4usern binnen sieben Tagen noch auf Gelb. In mehr als 45 Einkaufszentren in ganz Deutschland finden zwischen dem 2. und 4. Dezember Aktionen f\u00fcr Booster-Impfungen statt, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt. Kundinnen und Kunden k\u00f6nnten sich meist ohne Anmeldung gegen Corona impfen lassen \u2013 mit einer Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung. \u00ab\u00a0Wir brauchen mehr Tempo bei den Impfungen und schnelle Booster-Aktionen, um die Pandemie dauerhaft erfolgreich zu bek\u00e4mpfen\u00a0\u00bb, sagt HDE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Genth. Bisher seien mehr als 250.000 Impfdosen auf Parkpl\u00e4tzen vor Gesch\u00e4ften oder in Einkaufszentren verimpft worden. Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte die Aktion im Rahmen der Corona-Impfkampagne Leben statt Lockdown als wichtigen Beitrag, \u00ab\u00a0um noch mehr niedrigschwellige Impfangebote zu schaffen\u00a0\u00bb. Die Bundeswehr soll erstmals auch s\u00e4chsische Intensivpatienten zur Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach K\u00f6ln bringen. Die Landung des A310 MedEvac mit sechs Patienten in K\u00f6ln ist am fr\u00fchen Nachmittag geplant. In der vergangenen Woche war das bundesweite Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesl\u00e4nder aktiviert worden. Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbed\u00fcrftige Patienten wegen \u00dcberlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden k\u00f6nnen. Die Omikron-Variante hat nun auch Japan erreicht. Ein aus Namibia eingereister Mann sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilt Kabinettschef Hirokazu Matsuno mit. Der Betroffene befinde sich in einer medizinischen Einrichtung. Man wisse bereits, mit welchen Personen er Kontakt gehabt habe. Details w\u00fcrden noch mitgeteilt. Die Nationalit\u00e4t des Betroffenen werde aber nicht offengelegt. Japan l\u00e4sst als Vorkehrung gegen eine Einschleppung der neuen Coronavirus-Variante seit Dienstag f\u00fcr mindestens einen Monat keine Ausl\u00e4nder mehr ins Land. Wenige Stunden vor der Bund-L\u00e4nder-Runde zu Corona hat Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) erneut ein entschlossenes und gemeinsames Handeln aller eingefordert. \u00ab\u00a0Jetzt muss halt der Bund seine Hausaufgaben machen\u00a0\u00bb, sagte er am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. Dazu geh\u00f6re es etwa, den Apotheken die M\u00f6glichkeit zum Impfen zu geben und f\u00fcr gen\u00fcgend Impfstoff zu sorgen. \u00ab\u00a0Und die rechtliche Basis f\u00fcr eine allgemeine Impfpflicht zu legen.\u00a0\u00bb Es brauche einheitliche Ma\u00dfnahmen in Deutschland und keinen Flickenteppich. S\u00f6der sagte in der \u00ab\u00a0Radiowelt\u00a0\u00bb auf Bayern 2, er erwarte sich Klarheit von den Gespr\u00e4chen. Es sei aber alles ein wenig schwierig, weil es diesmal keine Vorgespr\u00e4che gegeben habe. \u00ab\u00a0Ein etwas seltsames Verfahren \u2013 wir h\u00e4tten ja eigentlich mal besprechen m\u00fcssen, um was es geht.\u00a0\u00bb Zum Thema vorgezogene Weihnachtsferien sagte S\u00f6der, er sei offen f\u00fcr Gespr\u00e4che mit allen dar\u00fcber. Derzeit gebe es keinen Anlass, die Schulen in Bayern zu schlie\u00dfen. Vor einer Bund-L\u00e4nder-Schalte zur Corona-Krise pocht der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzleramtschef Helge Braun auf eine \u00ab\u00a0Notbremse\u00a0\u00bb, um der Infektionslage Herr zu werden. \u00ab\u00a0Wir sind in Deutschland in die Lage gekommen, die wir immer vermeiden wollten: Unser Gesundheitssystem ist regional \u00fcberlastet\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. \u00ab\u00a0Wir brauchen jetzt eine Notbremse, dabei z\u00e4hlt nun jeder Tag.\u00a0\u00bb Nur damit k\u00f6nne es gelingen, die Infektionszahlen bis Weihnachten wieder zu senken. Ziel m\u00fcsse es sein, in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen die Kontakte schnell um 60 bis 70 Prozent zu reduzieren, forderte Braun, der f\u00fcr den CDU-Vorsitz kandidiert. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen jetzt s\u00e4mtliche Gro\u00dfveranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern, zum Beispiel Bundesligaspiele, wieder ohne Besucher durchf\u00fchren.\u00a0\u00bb In Schulen m\u00fcsse es wieder eine Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen geben. \u00ab\u00a0Dort, wo das Infektionsgeschehen besonders kritisch ist, muss \u00fcber Schlie\u00dfungen von Einrichtungen nachgedacht werden, die dem Freizeitbereich zuzuordnen sind.\u00a0\u00bb Das gelte auch f\u00fcr die Gastronomie in den Abendstunden. Der Kanzleramtsminister forderte, die vergangene Woche ausgelaufene \u00ab\u00a0epidemische Lage von nationaler Tragweite\u00a0\u00bb wieder auszurufen. Diese Lage sei definitiv gegeben, und die L\u00e4nder br\u00e4uchten die weitergehenden Ma\u00dfnahmen, die damit verbunden seien. Vor den Beratungen von Bund und L\u00e4ndern zur Corona-Lage h\u00e4lt Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen f\u00fcr unumg\u00e4nglich. \u00ab\u00a0Es ist v\u00f6llig klar, was passieren muss: Die Kontakte m\u00fcssen reduziert werden,2G muss bundesweit verbindlich umgesetzt werden f\u00fcr alle Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Lebens au\u00dfer des Bedarfs, den man in Superm\u00e4rkten oder Apotheken hat\u00a0\u00bb, sagte Habeck am Dienstag im ZDF-\u00ab\u00a0Morgenmagazin\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Wir werden mit weiteren einheitlichen Ma\u00dfnahmen den Winter bestreiten m\u00fcssen.\u00a0\u00bb Bereits jetzt liege f\u00fcr die L\u00e4nder ein \u00ab\u00a0B\u00fcndel von M\u00f6glichkeiten auf dem Tisch\u00a0\u00bb, um auf die Notlage zu reagieren, betonte Habeck und f\u00fchrte als Beispiel die Absage von Weihnachtsm\u00e4rkten, strengere Kontaktbeschr\u00e4nkungen und eine Ausweitung der 2G-Regeln an. \u00ab\u00a0Das ist dann \u2013 man muss es so hart sagen \u2013 ein Lockdown f\u00fcr Ungeimpfte.\u00a0\u00bb Vor den n\u00e4chsten Bund-L\u00e4nder-Beratungen zur Corona-Krise hat die SPD-Vorsitzende Saskia Esken weitere Lockdown-Ma\u00dfnahmen nicht ausgeschlossen. \u00ab\u00a0In diesen Tagen w\u00fcrde ich dringend empfehlen, jedem, der in der Politik auch Verantwortung hat, gar nichts auszuschlie\u00dfen, denn wir wissen nicht, wie die Entwicklung ist\u00a0\u00bb, sagte Esken am Dienstag im ZDF-\u00ab\u00a0Morgenmagazin\u00a0\u00bb. Mit Blick auf die am Vormittag erwarteten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu in der Pandemie verh\u00e4ngten Freiheitsbeschr\u00e4nkungen sagte sie: \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen uns das Urteil und seine Begr\u00fcndung nat\u00fcrlich sehr genau anschauen, aber wir sind auch in einer anderen Situation heute.\u00a0\u00bb Esken verwies auf die h\u00f6here Impfquote als im Fr\u00fchjahr, \u00ab\u00a0so dass diejenigen, die sich impfen haben lassen und die sich jetzt boostern lassen, auch erwarten d\u00fcrfen, dass wir differenzieren bei der Frage der Einschr\u00e4nkungen, der Kontaktbeschr\u00e4nkungen und auch bei den Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr gro\u00dfe Veranstaltungen und \u00e4hnliches\u00a0\u00bb. Der Ruf nach h\u00e4rteren Gegenma\u00dfnahmen war angesichts der neuen Omikron-Variante und der Wucht der vierten Corona-Welle zuletzt lauter geworden. Am Mittag wollen die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpr\u00e4sidentinnen und -pr\u00e4sidenten der L\u00e4nder telefonisch \u00fcber die Krise und m\u00f6gliche weitere Ma\u00dfnahmen beraten. Konkrete Vorgaben \u00fcber ihren Handlungsspielraum erhoffen sie sich von den ersten grunds\u00e4tzlichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu zuvor verh\u00e4ngten Freiheitsbeschr\u00e4nkungen in der Pandemie, die am Vormittag in Karlsruhe ver\u00f6ffentlicht werden. Der Gr\u00fcnen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert zum Eind\u00e4mmen der bedrohlichen Corona-Ausbreitung ein st\u00e4rkeres Herunterfahren vieler Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens. \u00ab\u00a0Wir brauchen einen einheitlichen Teil-Lockdown in vielen Regionen des Landes, um die vierte Welle zu brechen\u00a0\u00bb, sagte der Bundestagsabgeordnete. Dies bedeute keine allgemeinen, sondern gezielte Schlie\u00dfungen dort, wo die Lage au\u00dfer Kontrolle sei. \u00ab\u00a0Schulen und Kitas sollten mit Masken und t\u00e4glichen Tests aber m\u00f6glichst offen bleiben.\u00a0\u00bb F\u00fcr Ungeimpfte sollte es Kontaktbeschr\u00e4nkungen im Privaten wie im ersten Lockdown geben. Neben Zugangsregeln nur f\u00fcr Geimpfte und Genesene (2G) und f\u00fcr Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Gesch\u00e4ften, Beruf und Verkehr seien Schlie\u00dfungen von Gastronomie, Bars, Diskotheken sowie das Untersagen gr\u00f6\u00dferer Veranstaltungen n\u00f6tig, sagte Dahmen \u2013 also auch von Publikum bei Bundesligaspielen. Der saarl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident Tobias Hans hat vor den Bund-L\u00e4nder-Beratungen zur Corona-Krise \u00ab\u00a0bundesweit einheitliche, notbremsende Ma\u00dfnahmen\u00a0\u00bb gefordert. \u00ab\u00a0Das kann nat\u00fcrlich als Ultima Ratio, als letzter Schritt, auch ein Lockdown sein\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker beim TV-Sender Bild Live. \u00ab\u00a0Aber es geht doch im Moment mal darum, dass wir \u00fcberhaupt die Handlungsspielr\u00e4ume noch mal herstellen.\u00a0\u00bb Laut Hendrik Streeck, Chef der Virologie der Uniklinik Bonn, gibt es vorsichtige Hoffnung, dass die Infektionszahlen nicht weiter so steigen wie bisher. \u00ab\u00a0Wir sehen steigende Fallzahlen. Aber das Wachstum des Anstiegs wird langsamer \u00fcber die Zeit. Vor allem, wenn man sich den R-Wert anschaut&#8230; also, wie viele Menschen ein infizierter Mensch ansteckt, sehen wir schon seit einigen Tagen einen dauerhaften R\u00fcckgang. Das ist ein sehr gutes Zeichen,\u00a0\u00bb sagte Streek dem RTL Nachtjournal. Der R-Wert sei jetzt das erste Mal wieder unter eins gerutscht, so dass man hoffen k\u00f6nne, dass die Infektionszahlen nicht mehr weiter anstiegen, sondern vielleicht ein Plateau erreicht werde. Die US-Seuchenbeh\u00f6rde CDC empfiehlt eine Auffrischungsimpfung f\u00fcr alle Geimpften, die 18 Jahre oder \u00e4lter sind. Wer urspr\u00fcnglich das Mittel von Biontech\/Pfizer oder Moderna erhalten habe, solle den Booster sechs Monate sp\u00e4ter verabreicht bekommen, hei\u00dft es in einer Mitteilung. Bei dem Vakzin von Johnson &amp; Johnson solle der Zeitabstand dagegen nur zwei Monate betragen. Die Omikron-Variante zeige, wie wichtig Impfungen seien, erkl\u00e4rt CDC-Chefin Rochelle Walensky. Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat daf\u00fcr pl\u00e4diert, bei einer m\u00f6glichen Entscheidung des Bundestags \u00fcber eine allgemeine Impfpflicht die Abgeordneten von der Fraktionsdisziplin zu entbinden. \u00ab\u00a0Die allgemeine Impfpflicht ber\u00fchrt viele schwierige Fragen\u00a0\u00bb, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). \u00ab\u00a0Bei solchen medizinethischen Themen hat es sich in der Vergangenheit bew\u00e4hrt, sie zur Gewissensfrage zu erkl\u00e4ren.\u00a0\u00bb Buschmann nannte eine Reihe von Fragen, die beantwortet werden m\u00fcssten: \u00ab\u00a0Ist der Grundrechtseingriff in die k\u00f6rperliche Integrit\u00e4t verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig? Welche Ausnahmen muss es geben? Wie setzt man diese Pflicht durch? Wie organisiert man es als Staat zu wissen, wer einer solchen Pflicht nachkommt und wer nicht?\u00a0\u00bb, sagte er. \u00ab\u00a0All das wird in allen demokratischen Fraktionen strittig diskutiert.\u00a0\u00bb Bei solchen Gewissensthemen debattiere das Parlament dann normalerweise anhand von Gruppenantr\u00e4gen. Solche Gruppenantr\u00e4ge sind nach RND-Informationen in Vorbereitung. Mehrere FDP-Vertreter lehnen bisher die Einf\u00fchrung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht strikt ab. Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech zieht angesichts der gro\u00dfen Impf-Nachfrage die Lieferung von Millionen Impfdosen an Deutschland vor. In dieser Woche werde der Bund 5,8 Millionen Impfdosen erhalten, weil eine eigentlich erst f\u00fcr kommende Woche vorgesehene Liefercharge von 2,9 Millionen Dosen auf diese Woche vorgezogen werde, teilte eine Unternehmenssprecherin am Montagabend mit. Zuvor hatte der \u00ab\u00a0Spiegel\u00a0\u00bb dar\u00fcber berichtet. Demnach reagiert Biontech mit dem Schritt auf den hochschnellenden Bedarf an Auffrischungsimpfungen. Im Laufe des Dezembers wolle Biontech zwei Chargen liefern: nochmals 2,9 Millionen Dosen in der \u00fcbern\u00e4chsten Woche sowie 2,4 Millionen Dosen Kinder-Impfstoff kurz vor Weihnachten, hie\u00df es in dem Bericht. Diese Zahlen gehen auch aus einer \u00dcbersicht des Bundesgesundheitsministerium mit Lieferprognosen der Hersteller hervor, die auf den 18. November datiert ist. Sachsens Sicherheitsbeh\u00f6rden sind \u00fcber die zunehmende Radikalisierung von Gegnern der Corona-Schutzma\u00dfnahmen besorgt. \u00ab\u00a0Die Idee eines gewaltsamen Widerstands gegen demokratische Regeln geh\u00f6rt inzwischen zu den typischen Standardforderungen der Bewegung der Corona-Leugner\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Landesamts f\u00fcr Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian. Auch unter dem Einfluss von Rechtsextremisten, sogenannten Reichsb\u00fcrgern und Antisemiten seien die Anti-Corona-Proteste im Verlauf der Pandemie immer aggressiver geworden. Sp\u00e4testens mit den gewaltsamen Attacken auf Polizeibeamte und Journalisten sowie Verbalattacken gegen den s\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer (CDU) seien eindeutig \u00ab\u00a0rote Linien\u00a0\u00bb \u00fcberschritten worden. Die Gesundheitsminister der f\u00fchrenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) sehen in einem breiten Zugang zu Impfstoffen eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr den Kampf gegen die neue Corona-Variante Omikron. Es sei von \u00ab\u00a0strategischer Relevanz\u00a0\u00bb, den Zugang zu Impfstoffen zu erm\u00f6glichen, hie\u00df es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung nach einer von Gro\u00dfbritannien einberufenen Schaltkonferenz der G7 am Montag. Zu der Gruppe geh\u00f6ren neben Gro\u00dfbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada. In ihrer Erkl\u00e4rung traten die G7-Gesundheitsminister daf\u00fcr ein, die Zusagen f\u00fcr Impfstoffspenden voranzubringen. Zugleich betonten sie, dass die Impfkampagnen in Entwicklungsl\u00e4ndern beschleunigt werden m\u00fcssten. Dazu solle es Hilfestellungen geben. Konkrete Zusagen gab es am Montag aber nicht. Auch die WHO sieht die Bek\u00e4mpfung von Pandemien ohne eine gerechte Verteilung von Impfstoffen extrem erschwert. \u00ab\u00a0Impfstoff-Gerechtigkeit ist kein Akt der G\u00fcte, sie ist im besten Interesse jedes einzelnen Landes\u00a0\u00bb, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf zum Auftakt einer Ministerkonferenz \u00fcber einen k\u00fcnftigen Pandemievertrag. In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Nach einem Aufenthalt in S\u00fcdafrika bestehe bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenb\u00fcttel der begr\u00fcndete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein k\u00f6nnte, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Derzeit befinde er sich in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt sollen nun im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht best\u00e4tigt. Laut Landesgesundheitsamt-Pr\u00e4sident Fabian Feil hatte der Mann nach seiner R\u00fcckkehr aus S\u00fcdafrika nur Kontakt im h\u00e4uslichen Umfeld. Alle im Haushalt wohnenden Menschen seien ebenfalls in Isolation. Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen war die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitst\u00e4rkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut f\u00fcr die kassen\u00e4rztliche Versorgung am Montag in Berlin mit. Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres \u00fcbertroffen, als die niedergelassenen \u00c4rzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen \u00fcbernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den L\u00f6wenanteil aller Impfungen. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat vor Spekulationen rund um die neue Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. \u00ab\u00a0Wir wissen bez\u00fcglich der \u00dcbertragbarkeit der Virusvariante, der m\u00f6glichen Schwere bei einer Erkrankung oder Impfdurchbr\u00fcchen noch zu wenig\u00a0\u00bb, sagte der Forscher von der Universit\u00e4t Hamburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch sei noch gar nicht klar, ob sich diese Variante durchsetzen werde. Erfreulich sei jedoch, dass sowohl einige Schnell- als auch die PCR-Tests die in S\u00fcdafrika entdeckte Omikron-Variante detektieren k\u00f6nnen. \u00ab\u00a0Auch geht niemand davon aus, dass die vorhandenen Impfstoffe bei der neuen Variante gar nicht mehr helfen.\u00a0\u00bb Schmidt-Chanasit geht davon aus, dass aufgrund der intensiven Forschungsarbeit bereits in wenigen Wochen und nicht erst in Monaten eine bessere Beurteilung der Omikron-Variante m\u00f6glich sein wird. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung gelte nach wie vor: Eine Impfung, das Maskentragen und Abstandhalten sch\u00fctzten. Grenzschlie\u00dfungen sind aus seiner Sicht nicht zielf\u00fchrend, da die Ausbreitung einer Variante nur verlangsamt, aber nicht verhindert werden k\u00f6nne. Es bestehe die Gefahr, dass isolierte L\u00e4nder k\u00fcnftig neue Varianten f\u00fcr sich behalten. Fr\u00fchzeitige Informationen zu Omikron seien der guten Arbeit der S\u00fcdafrikaner zu verdanken. An den Schulen in Deutschland steigen die Corona-Zahlen. Nach am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der Woche vom 15. bis 19. November 72.000 Corona-F\u00e4lle bei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern bekannt. Das waren knapp 30.000 mehr als in der Woche davor. Dar\u00fcber hinaus waren fast 126.000 von 10 Millionen Sch\u00fclern in Quarant\u00e4ne (Vorwoche rund 87.000). Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind R\u00fcckmeldungen aus den Bundesl\u00e4ndern aus rund 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit knapp 10 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Die Statistik f\u00fcr die Woche vom 15. bis 19. November weist au\u00dferdem 5.670 Corona-F\u00e4lle bei Lehrkr\u00e4ften aus (Vorwoche 3.600) und zus\u00e4tzlich rund 3.400 Quarant\u00e4ne-F\u00e4lle (Vorwoche: 2.100). Zugrunde liegen hier Angaben zu etwa 880.000 Lehrkr\u00e4ften. Die FDP bleibt bei ihrer Linie und will fl\u00e4chendeckende Schlie\u00dfungen vermeiden. \u00ab\u00a0Einen bundesweiten Lockdown schlie\u00dfe ich im Moment aus\u00a0\u00bb, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, n-tv. Sie verweist auf die schweren sozialen und wirtschaftlichen Sch\u00e4den vorheriger Lockdowns. Es m\u00fcsse jetzt einerseits alles daran gesetzt werden, dass die Impfquote steige. Andererseits m\u00fcsse es in den Hotspots Kontakteinschr\u00e4nkungen geben. So m\u00fcssten etwa Clubs und Diskotheken geschlossen werden, auch Gro\u00dfveranstaltungen wie Fu\u00dfballspiele \u00ab\u00a0sollten meiner Meinung nach im Moment nicht m\u00f6glich sein\u00a0\u00bb. Im nordrhein-westf\u00e4lischen Kreis Kleve ist ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. Betroffen ist nach Angaben des Kreises vom Montag eine \u00ab\u00a0vollst\u00e4ndig immunisierte Person\u00a0\u00bb, die in der vergangenen Woche gemeinsam mit ihrem Partner aus der s\u00fcdafrikanischen Stadt Johannesburg nach Frankfurt am Main reiste. Einen Tag nach der Ankunft in Deutschland sei ein PCR-Test bei einem der Reiser\u00fcckkehrer positiv ausgefallen. Das Ergebnis der sogenannten Sequenzierung, um den Verdacht auf die neue Omikron-Variante zu kl\u00e4ren, werde f\u00fcr die kommenden Tage erwartet. Der ebenfalls vollst\u00e4ndig immunisierte Partner befindet sich nach Angaben des Kreises in Quarant\u00e4ne und sei im ersten Schnelltest negativ gewesen. Das Ergebnis seines PCR-Tests stehe noch aus. Rum\u00e4nien hat ein Flugzeug nach S\u00fcdafrika geschickt, um eigene Staatsb\u00fcrger und weitere in dem Land festsitzende Europ\u00e4er auszufliegen. Bukarest werde rund 40 \u00ab\u00a0rum\u00e4nische Staatsangeh\u00f6rige zur\u00fcckf\u00fchren, die durch die St\u00f6rungen im Luftverkehr im S\u00fcden Afrikas an der R\u00fcckkehr nach Rum\u00e4nien gehindert wurden\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der Leiter der Katastrophenschutzbeh\u00f6rde, Raed Arafat, am Montag. Im Rahmen des Europ\u00e4ischen Zivilschutzmechanismus biete Rum\u00e4nien auch etwa 50 Europ\u00e4ern einen Platz in dem Flugzeug an, erkl\u00e4rte Arafat weiter. Das Passagierflugzeug sei bereits in der Nacht in Rum\u00e4nien gestartet, sagte der Sprecher der Fluggesellschaft Tarom, Marius Popescu, dem Sender Digi24. Es soll nach Angaben von Verkehrsminister Sorin Grindeanu am Mittwoch nach Bukarest zur\u00fcckkehren. Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs \u2013 vorbeugend f\u00fcr den Fall, dass dieser notwendig werden k\u00f6nnte. Spenden von Corona-Vakzinen an Entwicklungsl\u00e4nder m\u00fcssen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser organisiert werden, um Impfkampagnen zu beschleunigen. Geberl\u00e4nder sollten weniger aus dem Augenblick heraus, sondern vorhersehbar und in gro\u00dfen Mengen spenden, forderten die WHO, die globale Impfinitiative Covax und die Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) am Montag. Bislang seien laut WHO weltweit mehr als 90 Millionen Covid-19-Impfdosen mit Hilfe von Covax und Avatt gespendet worden. Der Gro\u00dfteil der Spenden sei relativ spontan erfolgt. Der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst dringt angesichts steigender Corona-Zahlen auf rasche Beratungen von Bund und L\u00e4ndern. \u00ab\u00a0Einheitliche Standards f\u00fcr deutliche Kontaktreduzierungen, die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht, das Bereitstellen von Wirtschaftshilfen f\u00fcr m\u00f6gliche weitere Einschr\u00e4nkungen und die Einrichtung des neuen Krisenstabs beim Bund \u2013 all das m\u00fcssen Bund und L\u00e4nder dringend gemeinsam besprechen\u00a0\u00bb, forderte W\u00fcst am Montag, der auch Vorsitzender der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz ist. Eine solche Abstimmung m\u00fcsse es in den kommenden Tagen geben, am besten schon am Dienstag, betonte W\u00fcst. Der baden-w\u00fcrttembergische Finanzminister Danyal Bayaz (Gr\u00fcne) fordert die Ampelkoalition in der Corona-Krise zu schnellem Handeln auf. \u00ab\u00a0Die Lage ist dramatisch und versch\u00e4rft sich t\u00e4glich\u00a0\u00bb, sagte Bayaz dem Nachrichtenportal t-online. \u00ab\u00a0Entscheidend ist, dass wir jetzt keine Zeit mehr verlieren und schnell handeln.\u00a0\u00bb Die L\u00e4nder ben\u00f6tigten \u00ab\u00a0wieder alle m\u00f6glichen Instrumente, um die vierte Welle zu brechen\u00a0\u00bb, sagte Bayaz. \u00ab\u00a0Es muss deshalb eine volle L\u00e4nder\u00f6ffnungsklausel im Infektionsschutzgesetz geben.\u00a0\u00bb Die Ampelparteien haben in ihrer Reform des Infektionsschutzgesetzes zwar eine L\u00e4nder\u00f6ffnungsklausel vorgesehen, mit der die Bundesl\u00e4nder eigene strenge Regeln beschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Allerdings sind ein paar Instrumente wie etwa Ausgangssperren, die vorsorgliche Schlie\u00dfung der Gastronomie sowie ein fl\u00e4chendeckendes Verbot von Gottesdiensten davon ausgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Ga\u00df, warnt vor harten Triage-Entscheidungen in Krankenh\u00e4usern. Mit Blick auf die zahlreichen Covid-Patienten auf den Intensivstationen sagte er am Montag im Deutschlandfunk: \u00ab\u00a0Das findet jetzt auch aktuell statt, um sich auf noch schwierigere Lagen vorzubereiten. Wir laufen langsam, aber sicher in eine Art Katastrophen-Medizin hinein.\u00a0\u00bb Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden m\u00fcssen, welchen Patienten sie zuerst helfen. Schon jetzt w\u00fcrden Intensivpatienten fr\u00fcher \u00ab\u00a0als medizinisch vertretbar\u00a0\u00bb auf Normalstationen verlegt werden, erkl\u00e4rte Ga\u00df. \u00ab\u00a0Man wei\u00df: Wir k\u00f6nnen nicht mehr allen Patienten die bestm\u00f6gliche Behandlung erm\u00f6glichen, (&#8230;) die wir im Regelfall zur Verf\u00fcgung haben.\u00a0\u00bb Das sei schon eine Art von Triage. \u00ab\u00a0Wenn wir von Triage sprechen, ist das ein schleichender Prozess, der nach und nach immer h\u00e4rter Realit\u00e4t wird\u00a0\u00bb, sagte Ga\u00df. So m\u00fcssten sich Patienten und Kliniken darauf einstellen, dass auch \u00ab\u00a0medizinisch kompliziertere F\u00e4lle\u00a0\u00bb beispielsweise mit einer Verschiebung ihrer Operationen rechnen m\u00fcssten. Die existierenden Impfstoffe k\u00f6nnen nach Einsch\u00e4tzung des f\u00fchrenden s\u00fcdafrikanischen Seuchenexperten Salim Abdool Karim mit einiger Wahrscheinlichkeit schwere Krankheitsverl\u00e4ufe nach Infektionen mit der neuen Virusvariante Omikron verhindern. Es sei allerdings noch zu fr\u00fch, um zu sagen, ob Omikron zu mehr schwereren Krankheitsbildern als \u00e4ltere Varianten f\u00fchren k\u00f6nne, sagt Karim auf einer Pressekonferenz. Es scheine aber, dass Omikron sich schneller verbreite und wahrscheinlich mehr bereits Geimpfte von dem neuen Virus betroffen w\u00fcrden als von \u00e4lteren Varianten. In \u00d6sterreich wurde bei einem Verdachtsfall aus Tirol die neuartige Coronavirus-Variante Omikron best\u00e4tigt. Nach einer Analyse der Experten deute alles darauf hin, dass es sich bei dem Reisenden, der aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekommen war, um die neuartige Mutation Omikron handelt, teilt das Bundesland Tirol mit. Die Corona-Ma\u00dfnahmen im Saarland sollen vor allem f\u00fcr Ungeimpfte deutlich versch\u00e4rft werden. Das k\u00fcndigte Ministerpr\u00e4sident Tobias Hans (CDU) am Montag in einer Sondersitzung des Landtags an. Die neuen Bestimmungen sollen an diesem Dienstag (30.11.) im Ministerrat beschlossen werden und voraussichtlich zwei Tage sp\u00e4ter in Kraft treten. \u00ab\u00a0Diese werden Nicht-Geimpfte in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe treffen als die Geimpften\u00a0\u00bb, sagte Hans. Dies sei nur folgerichtig, nachdem man allen Saarl\u00e4nderinnen und Saarl\u00e4ndern ein Impfangebot unterbreitet habe. F\u00fcr Ungeimpfte gilt demnach k\u00fcnftig im \u00f6ffentlichen und privaten Raum: Nur noch ein Haushalt plus eine nicht diesem Haushalt angeh\u00f6rige Person d\u00fcrfen sich treffen. F\u00fcr Geimpfte, Genesene, Sch\u00fcler sowie Kinder unter sechs Jahren gilt diese Regelung nicht. Auch Geimpfte und Genesene m\u00fcssen sich k\u00fcnftig f\u00fcr einige Innenbereiche testen lassen. So wird k\u00fcnftig die Regelung 2G plus (auch Geimpfte und Genesene m\u00fcssen zus\u00e4tzlich einen negativen Test vorweisen) f\u00fcr den Innenbereich der Gastronomie festgeschrieben, ebenso f\u00fcr die Hotellerie, f\u00fcr k\u00f6rpernahe Dienstleistungen, f\u00fcr Freizeiteinrichtungen wie Schwimm- und Spa\u00dfb\u00e4der, Thermen und Saunen, f\u00fcr jegliche sportliche Bet\u00e4tigung in Innenr\u00e4umen und f\u00fcr alle kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen. Die 2G-Regelung (geimpft und genesen) wird eingef\u00fchrt f\u00fcr Freizeitaktivit\u00e4ten im Au\u00dfenbereich wie etwa in Freizeitparks, bei kulturellen Bet\u00e4tigungen in Gruppen, bei der Teilnahme am Freizeit- und Amateursportbetrieb, ebenso in Tanzschulen, in Fitnessstudios und auch der Au\u00dfengastronomie. Au\u00dferdem gilt 2G auch in den Ladenlokalen \u2013 ausgenommen in jenen L\u00e4den, die der Grundversorgung dienen. Laut Hans hat sich die Landesregierung in der vergangenen Woche auf diese Eckpunkte geeinigt. Weitere detaillierte Regelungen sollen in dieser Woche in einer neuen Rechtsverordnung festgehalten werden. Nach Angaben eines Regierungssprechers werden die neuen Bestimmungen voraussichtlich ab Donnerstag gelten. S\u00fcdafrika kritisiert die in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern erlassenen Einreiseverbote f\u00fcr Reisende aus L\u00e4ndern im S\u00fcden Afrikas. Diese Ma\u00dfnahmen seien keine Hilfe, sagt Gesundheitsminister Joe Phaahla auf einer Pressekonferenz. Er habe der US-Regierung erkl\u00e4rt, damit w\u00fcrden die Dinge schwieriger gemacht. Er k\u00fcndigt eine Erkl\u00e4rung der L\u00e4nder im s\u00fcdlichen Afrika auf der Weltgesundheitsversammlung an, in der die Einreiseverbote verurteilt werden. Die Weltgesundheitsversammlung ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Vizepr\u00e4sident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina h\u00e4lt bundeseinheitliche Ma\u00dfnahmen zur Pandemiebek\u00e4mpfung f\u00fcr \u00ab\u00a0extrem wichtig\u00a0\u00bb. Mit einem Krisenstab, wie ihn die neue Regierung plant, k\u00f6nne die \u00ab\u00a0Kakophonie\u00a0\u00bb im Umgang mit dem Virus beendet werden, sagte Robert Schl\u00f6gl am Montag im Inforadio vom rbb. Au\u00dferdem m\u00fcssten die Kontakte schnellstm\u00f6glich reduziert werden. Zu einem m\u00f6glichen Lockdown sagte Schl\u00f6gl: \u00ab\u00a0Das Wort darf man nicht sagen, aber nat\u00fcrlich ist die erste Ma\u00dfnahme, wenn man sich \u00fcberlegt die jetzige Pandemie einzud\u00e4mmen, einfach Kontaktreduktion, denn Impfen wirkt nicht sofort.\u00a0\u00bb Wichtig sei auch eine sofortige Impfpflicht f\u00fcr Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen, betonte Schl\u00f6gl. Au\u00dferdem m\u00fcssten die Booster-Impfungen effizient organisiert werden. Dabei d\u00fcrfe es nicht passieren, dass an irgendeiner Stelle der Impfstoff fehle, sagte Schl\u00f6gl. Probleme in der Verwaltung m\u00fcssten beseitigt werden. In Schottland sind nach Beh\u00f6rdenangaben sechs Infektionen mit der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. In einigen F\u00e4llen habe es sich nicht um Reisende gehandelt. Das Gesundheitsministerium will nachverfolgen, zu wem die Betroffenen Kontakt hatten, um herauszufinden, woher das Virus kam. Erstmals war die neue Variante in S\u00fcdafrika nachgewiesen worden, \u00fcber das Wochenende wurden aber nach und nach auch immer mehr Verdachtsf\u00e4lle in Europa gemeldet. Nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Corona-Einreisebestimmungen schlie\u00dft Japan wegen der Omikron-Variante erneut seine Grenzen f\u00fcr Ausl\u00e4nder. \u00ab\u00a0Wir werden die Einreise von Ausl\u00e4ndern aus der ganzen Welt ab dem 30. November untersagen\u00a0\u00bb, sagte Ministerpr\u00e4sident Fumio Kishida am Montag vor Reportern. Die Grenzen Japans waren seit Pandemiebeginn fast vollst\u00e4ndig f\u00fcr Besucher aus dem Ausland geschlossen. Selbst ausl\u00e4ndische Einwohner konnten zeitweise nicht ins Land einreisen. Anfang November k\u00fcndigte die Regierung dann an, sie werde einigen kurzfristigen Gesch\u00e4ftsreisenden, ausl\u00e4ndischen Studenten und anderen Visuminhabern die Einreise gestatten, Touristen jedoch weiterhin nicht einreisen lassen. Wegen der Omikron-Variante hatte Japan bereits Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Reisende aus neun L\u00e4ndern des s\u00fcdlichen Afrikas verh\u00e4ngt. Bislang wurden keine Omikron-F\u00e4lle festgestellt. Das Nationale Institut f\u00fcr Infektionskrankheiten untersucht derzeit jedoch den Fall eines Reisenden aus Namibia, der k\u00fcrzlich positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Japan hat seit Beginn der Pandemie etwas mehr als 18.300 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet, blieb aber durch die Abschottung nach au\u00dfen von schweren Corona-Wellen verschont. Inzwischen sind 76,5 Prozent der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig geimpft. Auf den Philippinen startet eine Impfkampagne, bei der innerhalb von drei Tagen neun Millionen Menschen eine Spritze mit dem Corona-Vakzin erhalten sollen. Die Armee und Zehntausende Freiwillige sollen den Erfolg sicherstellen, wie die Regierung mitteilt. Auf der Inselgruppe gibt es Widerst\u00e4nde gegen Impfungen. Zudem stellt der Schutz der Bev\u00f6lkerung auf dem weitl\u00e4ufigen Archipel eine logistische Herausforderung dar. Der baden-w\u00fcrttembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha fordert, dass der Bundestag noch in dieser Woche wieder die epidemische Lage von nationaler Tragweite beschlie\u00dfen und den Weg f\u00fcr eine bundesweite Notbremse m\u00f6glich machen soll. \u00ab\u00a0Wir brauchen Kontaktbeschr\u00e4nkungen im Umfang von 70 bis 90 Prozent, sagt der Gr\u00fcnen-Politiker im Deutschlandfunk. Der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) m\u00fcsse zudem schnell bekanntgeben, wer neue Gesundheitsministerin oder neuer Gesundheitsminister werden soll. Auch w\u00e4re eine vorgezogene Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz in dieser Woche \u00ab\u00a0sehr w\u00fcnschenswert\u00a0\u00bb. Lucha sagt zudem, dass die drei Landes-Gesundheitsminister der Gr\u00fcnen mit der Gr\u00fcnen-Spitze in Berlin am Wochenende einen Krisenstab gebildet h\u00e4tten. In der Schweiz ist der erste Omikron-Verdachtsfall festgestellt worden. Es handle sich um eine Person, die vor rund einer Woche aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekehrt sei, wie das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit mitteilte. Eine Analyse der Probe solle in den kommenden Tagen Gewissheit bringen. Als Reaktion auf die neue Corona-Variante, die in S\u00fcdafrika entdeckt worden war, versch\u00e4rfte die Schweiz die Einreisebeschr\u00e4nkungen. So m\u00fcssen Reisende aus 19 L\u00e4ndern einen negativen Test vorlegen und bei der Ankunft f\u00fcr zehn Tage in Quarant\u00e4ne. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina kritisiert das Ausbleiben neuer Corona-Schutzma\u00dfnahmen der Regierung. Man habe kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Z\u00f6gern der Politik, sagt die Medizinerin Jutta G\u00e4rtner im ZDF. Um die vierte Welle der Pandemie zu bremsen, seien Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig und zwar sofort. Sie warnt vor einem drohenden Kollaps der Krankenh\u00e4user. \u00ab\u00a0Wir brauchen sofort Kontaktbeschr\u00e4nkungen.\u00a0\u00bb Zudem m\u00fcsse mehr geimpft werden. F\u00fcr die sogenannte Herdenimmunit\u00e4t m\u00fcssten weit \u00fcber 85 Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft sein. Derzeit seien erst knapp 70 Prozent der Deutschen vor dem Virus gesch\u00fctzt. Die Direktorin f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen empfiehlt auch Kinder und Jugendliche zu impfen. Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nun m\u00f6glicherweise auch in der Schweiz aufgetaucht. Nach Angaben des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit handle es sich um eine Person, die vor einer Woche aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekehrt sei, berichtete die Agentur SDA am Sonntagabend. Genaueres werde in den n\u00e4chsten Tagen von einer genetischen Untersuchung erwartet. Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarant\u00e4ne. Auch Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark, Belgien, Tschechien und Italien meldeten F\u00e4lle. In den Niederlanden wurden bei 13 Reisenden Omikron-Infektionen festgestellt. Die \u00fcberraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron k\u00f6nnte Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschw\u00e4che entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, \u00e4hnliche Befunde seien in anderen F\u00e4llen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa. In Menschen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem k\u00f6nne sich das Virus \u00fcber viele Wochen vermehren, so Watzl. \u00ab\u00a0Dabei k\u00f6nnen immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren k\u00f6nnen.\u00a0\u00bb Damit k\u00f6nnten zus\u00e4tzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil br\u00e4chten. Der Spitzenpolitiker der Gr\u00fcnen und m\u00f6glicher neuer Landwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir hat im Deutschlandfunk gesagt, dass eine Impfpflicht auf die Tagesordnung geh\u00f6re. Bislang seien die beschlossenen Ma\u00dfnahmen hilfreich. \u00ab\u00a0Trotzdem, sage ich, werden wir wahrscheinlich nicht drum herumkommen, uns nochmal diese Lage anzuschauen und zu gucken, ob wir da nochmal nachsteuern m\u00fcssen. Er schlie\u00dft nicht aus, das Infektionsschutzgesetz erneut zu m\u00fcssen. Entt\u00e4uscht zeigte sich \u00d6zdemir von der Arbeit der bisherigen Bundesregierung. \u00ab\u00a0Manchmal frage ich mich, wann wir Deutschen das Organisieren verlernt haben.\u00a0\u00bb \u00c4ltere Nachrichten zur Corona-Pandemie lesen Sie hier in unserem vorherigen Newsblog.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lsquo;Ich w\u00fcrde mein eigenes Kind nicht impfen lassen&rsquo;: Mit dieser \u00c4u\u00dferung hat Stiko-Chef Mertens Kritik ausgel\u00f6st. Auch Markus S\u00f6der bewertet dessen Auftritt als ungl\u00fccklich. 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