<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3057254,"date":"2024-10-29T12:29:37","date_gmt":"2024-10-29T10:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3057254"},"modified":"2024-10-29T13:04:27","modified_gmt":"2024-10-29T11:04:27","slug":"ex-daimler-chef-edzard-reuter-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2024\/10\/ex-daimler-chef-edzard-reuter-gestorben\/","title":{"rendered":"Ex-Daimler-Chef Edzard Reuter gestorben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Als Vorstandschef versucht Edzard Reuter, den Autokonzern Daimler zu einem Technologie-Imperium auszubauen. Das Vorhaben scheitert und beschert dem Unternehmen einen Milliardenverlust. Reuter verteidigt seinen Kurs jedoch stets. Jetzt stirbt er im Alter von 96 Jahren.<\/b><br \/>\nAls Vorstandschef versucht Edzard Reuter, den Autokonzern Daimler zu einem Technologie-Imperium auszubauen. Das Vorhaben scheitert und beschert dem Unternehmen einen Milliardenverlust. Reuter verteidigt seinen Kurs jedoch stets. Jetzt stirbt er im Alter von 96 Jahren. <br \/>W\u00e4re es nach Edzard Reuter gegangen, dann w\u00e4re der heutige Autobauer Mercedes-Benz ein ganz anderes Unternehmen. Aber es ging nicht nach ihm. Reuters Vision blieb eine Vision. Dass sie der richtige Weg gewesen w\u00e4re, davon war er immer \u00fcberzeugt &#8211; bis zu seinem Tod. Am 27. Oktober starb Edzard Reuter, Daimler-Vorstandschef von 1987 bis 1995, im Alter von 96 Jahren in seiner Heimat Stuttgart. Das teilte der Pressesprecher der Helga und Edzard Reuter-Stiftung mit. \u00ab\u00a0Der Tod von Edzard Reuter erf\u00fcllt uns mit gro\u00dfer Trauer\u00a0\u00bb, sagte Susanne Eisenmann, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung. <br \/>Den fr\u00fcheren klassischen Daimler-Konzern gibt es heute nicht mehr. Er hatte sich 2021 aufgespalten. Die bisherige Lastwagensparte wurde als Daimler Truck abgespalten. Und die Autos sind nun in der Mercedes-Benz Group AG geb\u00fcndelt. Reuter hatte in seiner \u00c4ra versucht, den Autokonzern zu einem viel breiter aufgestellten Technologie-Imperium zu machen. Der Manager verhalf den Stuttgartern zu einer eigenen Luft- und Raumfahrttochter, der DASA. Auch AEG, Dornier und MTU geh\u00f6rten dazu. Das brachte dem Chef viel Aufmerksamkeit, doch am Ende scheiterte die Vision. Daimler kehrte zur\u00fcck zum Kerngesch\u00e4ft. Was blieb, war ein Milliardenverlust &#8211; und Reuter wurde den von Kritikern aufgedr\u00fcckten Stempel des gr\u00f6\u00dften Kapitalvernichters aller Zeiten nie mehr los. <br \/>Er selbst hat seinen Kurs immer verteidigt. \u00ab\u00a0Wir haben im Einzelnen bei unserem Versuch, einen Technologiekonzern aufzubauen, gewaltige Fehler gemacht &#8211; gar kein Zweifel\u00a0\u00bb, sagte er einmal. \u00ab\u00a0Aber der grunds\u00e4tzliche Weg ist nach meiner festen \u00dcberzeugung absolut richtig gewesen.\u00a0\u00bb Man habe schon damals \u00fcberlegt, wie die Zukunft der Autoindustrie aussehen k\u00f6nne und wie das Unternehmen sich darauf einstellen solle. Der studierte Mathematiker und Jurist ist 1965 zu Daimler-Benz gekommen und wurde dort 1976 Vorstandsmitglied. Zweimal war er als Chef schon im Gespr\u00e4ch gewesen, zweimal jedoch wurden ihm andere Kandidaten vorgezogen. 1987 klappte es dann. Einen glanzvollen Abschied bekam Reuter nicht &#8211; im Gegenteil. <br \/>Die Reaktionen nach seinem Ausscheiden bei Daimler seien eine schwere, b\u00f6se Dem\u00fctigung gewesen, hat er einmal dem \u00ab\u00a0Zeit-Magazin\u00a0\u00bb gesagt. Aber, das habe ihm seine Mutter vermittelt, so etwas m\u00fcsse man ertragen, wenn man von der Richtigkeit seines Tuns \u00fcberzeugt sei. Reuters Herz hing trotz allem an Daimler, selbstverst\u00e4ndlich stand immer ein Mercedes in der Garage. In den Jahren nach seinem Ausscheiden waren es aber andere Themen, die im Vordergrund standen. Wer Reuter sah, ihn h\u00f6rte oder von ihm las, dem d\u00fcrfte es mitunter schwergefallen sein, das mit seinem einstigen Posten als m\u00e4chtiger Wirtschaftsboss in Einklang zu bringen. <br \/>Der Sohn des legend\u00e4ren Berliner Regierenden B\u00fcrgermeisters Ernst Reuter, SPD-Mitglied seit Jahrzehnten, trat nicht nur als Streiter f\u00fcr mehr Anstand und Moral in der Wirtschaft, sondern auch als sozial- und gesellschaftspolitischer Mahner auf. Von seinem Haus am Rande Stuttgarts aus f\u00fchrte Reuter selbst die nach ihm und seiner Frau Helga benannte Stiftung, die sich f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen einsetzt. Reuters Familie floh 1935 vor den Nazis in die T\u00fcrkei \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen lernen, dass Fremde, die zu uns kommen und mit uns leben, auch unser Leben bereichern k\u00f6nnen, auch \u00e4ndern k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte Reuter einmal. <br \/>Er selbst wuchs in der T\u00fcrkei auf, nachdem seine Familie 1935 vor den Nazis dorthin gefl\u00fcchtet war. Die Lage dort hielt er ebenso aufmerksam im Blick wie die nationalistischen Tendenzen in der Europ\u00e4ischen Union. Dass die gemeinsamen Wertvorstellungen, auf denen Europa basiere, einmal derart erodieren k\u00f6nnten, habe er sich nie vorstellen k\u00f6nnen, kritisierte er. Dar\u00fcber in Verzweiflung zu verfallen, all die Zeitungen und B\u00fccher wegzulegen und sich abzuwenden, kam trotzdem nie infrage. So wie er an seine Vision glaubte, glaubte Reuter auch an das Gute im Menschen. \u00ab\u00a0Ich glaube, dass wir Menschen die F\u00e4higkeit haben, mit den gr\u00f6\u00dften Problemen fertig zu werden, auch wenn sie noch so schlimm sind.\u00a0\u00bb<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Vorstandschef versucht Edzard Reuter, den Autokonzern Daimler zu einem Technologie-Imperium auszubauen. Das Vorhaben scheitert und beschert dem Unternehmen einen Milliardenverlust. Reuter verteidigt seinen Kurs jedoch stets. Jetzt stirbt er im Alter von 96 Jahren. Als Vorstandschef versucht Edzard Reuter, den Autokonzern Daimler zu einem Technologie-Imperium auszubauen. 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