<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3067769,"date":"2024-11-08T13:48:00","date_gmt":"2024-11-08T11:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3067769"},"modified":"2024-11-08T13:05:10","modified_gmt":"2024-11-08T11:05:10","slug":"35-prozent-mehr-rente-und-regierungschaos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2024\/11\/35-prozent-mehr-rente-und-regierungschaos\/","title":{"rendered":"3,5 Prozent mehr \u2013 Rente und Regierungschaos"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Eigentlich ist die j\u00e4hrliche Rentenerh\u00f6hung reine Routine \u2013 basierend auf offiziellen Sch\u00e4tzungen. Doch in diesem Jahr mischt sich eine gro\u00dfe Portion Ungewissheit in die Prognosen.<\/b><br \/>\nStand: 08.11.2024, 11:48 Uhr<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>Eigentlich ist die j\u00e4hrliche Rentenerh\u00f6hung reine Routine \u2013 basierend auf offiziellen Sch\u00e4tzungen. Doch in diesem Jahr mischt sich eine gro\u00dfe Portion Ungewissheit in die Prognosen.<br \/>Berlin &#8211; Rund 3,5 Prozent mehr \u2013 das ist die offizielle Prognose f\u00fcr die Rentenerh\u00f6hung in Deutschland zum 1. Juli kommenden Jahres. W\u00e4hrend im Bundestag die Fraktionen von Union und SPD zu fr\u00fcher Stunde Krisensitzungen zum Regierungschaos abhielten, dr\u00fcckte jemand im rund einen Kilometer entfernten Bundesarbeitsministerium von Ressortchef Hubertus Heil (SPD) auf den Knopf und mailte den lange erwarteten Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2024 in die Abstimmung mit den anderen Ressorts.<br \/>Die Prognosen der offiziellen Sch\u00e4tzerinnen und Sch\u00e4tzer geben neuen Z\u00fcndstoff f\u00fcr die Akteure, die gerade versuchen, Deutschland trotz Politchaos weiterzuregieren.<br \/>Na ja. Bei einer Rente von beispielsweise 2.000 Euro sind es rund 70 Euro mehr im Monat. Die Inflationsrate aber ist niedrig, die Aussicht also gut, dass die Inflation das Rentenplus nicht gleich wieder auffrisst. Im September 2024 lag sie bei nur 1,6 Prozent, schon im August war die Ver\u00e4nderungsrate unter zwei Prozent gefallen.<br \/>Niedriger als heute lag die Inflationsrate zuletzt vor mehr als drei Jahren, im Februar 2021. Grund f\u00fcr die ged\u00e4mpfte Inflation sind \u201einsbesondere die erneuten Preisr\u00fcckg\u00e4nge bei Energie\u201c, wie die Pr\u00e4sidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, erl\u00e4utert. Aber im vergangenen Juli sind die Renten noch kr\u00e4ftiger gestiegen als nun f\u00fcr 2025 vorhergesagt: um 4,57 Prozent.<br \/>Noch nicht. Erst im Fr\u00fchjahr 2025 legt das Bundeskabinett fest, wie die Renten tats\u00e4chlich steigen \u2013 je nach aktueller Konjunkturlage und Lohnentwicklung. Vor einem Jahr lagen die Sch\u00e4tzerinnen und Sch\u00e4tzer auch daneben und sagten eine Steigerung von mehr als einem Prozentpunkt niedriger voraus, als es dann tats\u00e4chlich war.<br \/>Genannt wird die Zahl etwas versteckt im Rentenversicherungsbericht in \u00dcbersicht B 14 auf Seite 47. Erstellt wurden s\u00e4mtliche Prognosen aus dem Bericht von einem Sch\u00e4tzerkreis aus Fachleuten der Rentenversicherung, des Bundesamts f\u00fcr Soziale Sicherung und von Heils Ressort. Unter die Lupe genommen haben sie L\u00f6hne, Geh\u00e4lter und Konjunktur im Land.<br \/>Schon die j\u00fcngste Rentenerh\u00f6hung im Sommer war erstmals bundeseinheitlich \u2013 vorher klafften die Renten in Ost und West \u00fcber Jahrzehnte auseinander. Dass der Rentenversicherungsbericht ausgerechnet an Tag zwei nach dem Ampel-Bruch herauskommt, ist vor allem den turnusgem\u00e4\u00dfen Abl\u00e4ufe bei der Sch\u00e4tzung geschuldet, wie es hie\u00df.<br \/>Nein. Die Rentenentwicklung und ihre Berechnung sind gesetzlich festgelegt und Deutschland wird immer zumindest eine gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Regierung haben, die entsprechende Verordnungen beschlie\u00dfen kann.<br \/>Das Geld f\u00fcr die Rentenkasse, so wie es jetzt aus Beitr\u00e4gen und Steuern flie\u00dfen, reicht weniger lange als bisher gedacht. Der Beitragssatz d\u00fcrfte \u2013 Stand heute \u2013 wohl schon 2027 steigen \u2013 von 18,6 auf 18,9 Prozent. Bisher war man davon ausgegangen, dass er erst 2028 steigt. Grund: Die Entwicklung der Beitragseinnahmen bleibt deutlich hinter den Annahmen des Sommers zur\u00fcck.<br \/>Hier sind es vor allem die geringeren Steuerzusch\u00fcsse, die negativ bei der Beitragsentwicklung niederschlagen. Weniger Steuern f\u00fcr die Rente und h\u00f6here Beitr\u00e4ge: So kann man das kurz zusammenfassen. H\u00f6here Kosten bringen auch die Rentenbeschl\u00fcsse der Wachstumsinitiative, die die inzwischen beendete Ampel-Regierung entwickelt hat. So sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine h\u00f6here Rente bekommen, wenn sie \u00fcber das regul\u00e4re Renteneintrittsalter hinaus arbeiten \u2013 durch eine \u201eRentenaufschubpr\u00e4mie\u201c.<br \/>Bei mindestens einem Jahr l\u00e4ngerer Arbeit kann man sich die h\u00f6heren Anwartschaften auf einen Schlag auszahlen lassen. Die Pr\u00e4mie soll bis zu drei Jahre angespart werden d\u00fcrfen und zum Start in den Ruhestand ausgezahlt werden.<br \/>Auf die l\u00e4ngerfristige Entwicklung. Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrg\u00e4nge gehen immer zahlreicher in den Ruhestand. Rund ein Drittel der Wahlberechtigten in Deutschland hat bereits das Rentenalter erreicht. Das kostet. Zugleich fallen die Neurentnerinnen und -rentner als Beitragszahler weg. Die Ampel will deshalb das Rentenniveau bis 2039 stabil bei 48 Prozent halten, also das Verh\u00e4ltnis der Rente zu den L\u00f6hnen in Deutschland. Das war vor allem SPD und Gr\u00fcnen wichtig und w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass die Renten stabil bleiben \u2013 allerdings w\u00fcrde es etliche Milliarden mehr kosten.<br \/>Damit die Beitragszahlerinnen und -zahler, also die Unternehmen und die Versicherten, nicht \u00fcberfordert werden, will die Regierung neue Zinsen erwirtschaften. Dazu soll mit Bundesschulden ein Kapitalstock zur Anlage auf dem Aktienmarkt aufgebaut werden. Daf\u00fcr hatte die FDP gek\u00e4mpft. Die Ampel-Parteien hatten seit Monaten \u00fcber das Rentenpaket gestritten.<br \/>Auch das haben die Sch\u00e4tzerinnen und Sch\u00e4tzer ber\u00fccksichtigt. Sie gehen davon aus, dass ab 2036 Ertr\u00e4ge aus der \u201eGenerationenkapital\u201c genannten Aktienmarkt-Anlage an die Rentenkasse ausgesch\u00fcttet werden \u2013 in H\u00f6he von zehn Milliarden Euro j\u00e4hrlich. Langfristig \u2013 so die Schlussfolgerung \u2013 w\u00fcrden sich negative Effekte j\u00fcngster Sparbeschl\u00fcsse und der Wirtschaftslage auch deshalb nicht so stark niederschlagen.<br \/>Ob das Reformpaket kommt, ist nach dem Austritt der FDP aus der Regierungskoalition aber unklar. SPD und Gr\u00fcnen fehlt die Mehrheit im Bundestag. Die Union hatte bereits eigene, v\u00f6llig andere Rentenvorstellungen pr\u00e4sentiert.<br \/>Heil k\u00fcndigte trotz Ampel-Aus an, das von Ex-Finanzminister Christian Lindner und ihm eingebrachte Rentenpaket noch durch den Bundestag bringen zu wollen. Er werde daf\u00fcr sorgen, dass es mit der Reform weitergehe, sagte er in einem ZDF-\u201eSpezial\u201c. Er setze darauf, dass dieses Jahr noch Entscheidungen getroffen w\u00fcrden, die Deutschland brauche und die Anfang kommenden Jahres in Kraft treten sollten.<br \/>Heil sagte, er werde sich intensiv um Mehrheiten f\u00fcr das Rentenpaket bem\u00fchen. \u201eUm die werden wir auch k\u00e4mpfen\u201c, k\u00fcndigte der SPD-Politiker an. CDU-Chef Merz machte im Bundestag aber erneut deutlich, dass die Union schnelle Neuwahlen fordert. Man wolle SPD und Gr\u00fcnen nicht als Mehrheitsbeschaffer f\u00fcr einzelne Gesetze dienen. dpa<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist die j\u00e4hrliche Rentenerh\u00f6hung reine Routine \u2013 basierend auf offiziellen Sch\u00e4tzungen. 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