<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3133690,"date":"2025-03-15T17:23:03","date_gmt":"2025-03-15T15:23:03","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3133690"},"modified":"2025-03-15T17:05:44","modified_gmt":"2025-03-15T15:05:44","slug":"so-geht-tesla-insolvent-und-musk-bankrott-ein-gar-nicht-mal-so-unwahrscheinliches-gedankenspiel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2025\/03\/so-geht-tesla-insolvent-und-musk-bankrott-ein-gar-nicht-mal-so-unwahrscheinliches-gedankenspiel\/","title":{"rendered":"So geht Tesla insolvent und Musk bankrott &#8211; ein (gar nicht mal so unwahrscheinliches) Gedankenspiel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Medial und politisch f\u00fchrt derzeit kein Weg an Elon Musk vorbei. Doch sein unternehmerisches Kartenhaus k\u00f6nnte bald zusammenbrechen &#8211; mit spektakul\u00e4ren Folgen.<\/b><br \/>\nStand: 15.03.2025, 14:32 Uhr<br \/>Von: Christoph Elzer<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>Medial und politisch f\u00fchrt derzeit kein Weg an Elon Musk vorbei. Doch sein unternehmerisches Kartenhaus k\u00f6nnte bald zusammenbrechen \u2013 mit spektakul\u00e4ren Folgen.<br \/>Washington D.C. &#8211; Es war beispiellos und potentiell illegal, aber vor allem ein Hilfeschrei von Elon Musk, als US-Pr\u00e4sident Donald Trump vergangene Woche vor dem Wei\u00dfen Haus eine gro\u00dfe Tesla-Verkaufsshow veranstaltete. Denn der derzeit noch reichste Mensch der Welt sp\u00fcrt, wie sein Firmenimperium immer mehr unter Druck ger\u00e4t. Im schlimmsten Fall drohen ihm und seinem Flaggschiff Tesla der finanzielle Ruin. Und dieses Szenario ist nicht halb so abwegig, wie viele glauben.<br \/>Um zu verstehen, wie wackelig das Milliarden-Konstrukt des Elon Musk ist, muss man sich Tesla genauer ansehen. Denn Wohl und Wehe des Autobauers \u2013 und damit auch seines CEO \u2013 h\u00e4ngen einzig und allein an Glauben und Hoffnung, nicht an realen Verkaufszahlen oder Ums\u00e4tzen.<br \/>Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hat Tesla eine Marktkapitalisierung, also einen Marktwert, von insgesamt rund 716 Milliarden Euro, die Aktie steht bei knapp 230 Euro. Das ist einerseits eine gewaltige Summe, andererseits aber auch nur noch rund die H\u00e4lfte vom H\u00f6chststand Mitte Dezember 2024. Am 18.12.2024 notierte die Tesla-Aktie bei 463 Euro, was den Marktwert des Unternehmens auf schwindelerregende 1,48 Billionen Euro anschwellen lie\u00df.<br \/>Aber selbst mit dieser Halbierung des Marktwertes ist Tesla eigentlich noch immer um ein Vielfaches zu hoch bewertet. Denn das operative Ergebnis, also der Gewinn, von Tesla in 2024 betrug lediglich rund sieben Milliarden Euro. Die Firma ist also ungef\u00e4hr einhundert Mal so hoch bewertet wie ihr Jahresgewinn!<br \/>Wie ungew\u00f6hnlich eine solche Bewertung ist, zeigt der Blick auf die diversen Konkurrenten: Der kriselnde deutsche Autobauer VW beispielsweise machte in 2024 einen Gewinn von 19,1 Milliarden Euro bei einem Marktwert von aktuell knapp 60 Milliarden. BMW wird derzeit mit rund 52 Milliarden Euro bewertet und fuhr in 2024 einen Gewinn von 7,7 Milliarden Euro ein, also vergleichbar mit Tesla. Und der gr\u00f6\u00dfte Autohersteller der Welt, Toyota, ist bei einem Jahresgewinn von etwa 43 Milliarden Euro derzeit rund 268 Milliarden Euro wert.<br \/>Anders als nahezu alle anderen Autobauer der Welt wird Tesla von den Aktion\u00e4ren derzeit nicht an seinem Gewinn gemessen, sondern an seinem Innovationspotenzial. Die Investoren setzen also nicht auf einen explosionsartigen Anstieg der aktuellen Fahrzeug-Verkaufszahlen, sondern auf zuk\u00fcnftige Innovationen, die Tesla in einem oder mehreren Marktsegmenten die Marktf\u00fchrerschaft sichern. Die Tesla-Aktie ist somit eine Wette auf die Zukunft. Und wenn diese Wette nicht aufgeht, bricht das gesamte Konstrukt in sich zusammen.<br \/>Aber worauf genau wetten die Anleger bei Tesla? Das sind vor allem zwei potentielle Innovationen, die Elon Musk immer wieder in h\u00f6chsten T\u00f6nen anpreist: Die 4680-Batterie und das selbstfahrende Taxi. Beide Entwicklungen sollen disruptiv sein, also eine bestehende Branche umkrempeln und dadurch dann auch auf absehbare Zeit dominieren. Doch in beiden F\u00e4llen zeichnet sich ab, dass Tesla die Zeit davon l\u00e4uft.<br \/>Die 4680-Batterie verdankt ihrem Namen ihren Ausma\u00dfen: 46 mm dick und 80 mm lang. Solche Batteriezellen sind in Teslas massenhaft verbaut und daf\u00fcr verantwortlich, wie weit man mit einer Akkuladung kommt. Die neue Generation soll auf gleicher Fl\u00e4che ein Vielfaches an Leistung bringen und damit die Reichweite der Fahrzeuge deutlich erh\u00f6hen. Allerdings hat die neue Generation trotz jahrelanger Forschung noch immer keine Serienreife, und mittlerweile haben Konkurrenten wie der Akkuhersteller EVE oder der chinesische Batterie-Marktf\u00fchrer CATL eigene Konkurrenzprodukte vorgestellt, die wohl sogar die angestrebte Leistung der Tesla-Batterien \u00fcbertreffen. Und diese Batterien kommen k\u00fcnftig in Konkurrenz-Fahrzeugen von Tesla zum Einsatz. Der technische Vorsprung bleibt somit aus.<br \/>Und auch beim selbstfahrenden Taxi, dem sogenannten \u201eCybercab\u201c, scheint Tesla noch meilenweit von einer Markteinf\u00fchrung entfernt zu sein. In US-Medien wird das Taxi teilweise sogar schon als \u201eVaporware\u201d eingestuft, also ein Produkt, das zwar angek\u00fcndigt und lange gehypt wird, aber schlussendlich nie erscheint. Und diese Vermutung ist gar nicht mal allzu abwegig, da Teslas sogenannter Autopilot tats\u00e4chlich noch immer nicht ansatzweise in der Lage ist, auf einen echten Fahrer zu verzichten. Das liegt unter anderem daran, dass Tesla ausschlie\u00dflich mit Kameras und nicht zus\u00e4tzlich mit Radar die Umgebung und den Verkehr erfassen will. Und mittlerweile gibt es zahlreiche Konkurrenten, die den urspr\u00fcnglichen Entwicklungsvorsprung von Tesla l\u00e4ngst aufgeholt haben und dabei sind, den einstigen Pionier abzuh\u00e4ngen.<br \/>Und das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das Kerngesch\u00e4ft, die Auto-Entwicklung. Tesla hat weiterhin ein sehr kleines Produktportfolio, das viel zu selten Updates erh\u00e4lt. Inzwischen haben die gro\u00dfen Verbrenner-Autobauer l\u00e4ngst zu Tesla aufgeschlossen, bieten teilweise deutlich bessere und attraktivere Fahrzeuge. Hinzu kommen chinesische Hersteller, die immer mehr in den europ\u00e4ischen Markt dr\u00e4ngen, w\u00e4hrend sich westliche Auto-Hersteller auf dem chinesischen Markt extrem schwer tun.<br \/>Wenn die Investoren infolge all dieser Faktoren das Vertrauen in die Innovation des Unternehmens verlieren sollten, droht Tesla ein gewaltiger Absturz. Denn dann wird der Konzern, genau wie all seine Mitbewerber, nur noch am Absatz der Autos gemessen. Bei klassischen Autobauern liegt das Verh\u00e4ltnis zwischen Jahresgewinn und Marktwert in der Regel bei sieben bis acht. Im Falle von Tesla bedeutet dies, dass der realistische Marktwert nur zwischen 49 und 56 Milliarden Euro liegen d\u00fcrfte \u2013 und nicht bei mehr als 700 Milliarden oder gar knapp 1,5 Billionen Euro.<br \/>Ein Vertrauensverlust in Tesla w\u00fcrde also zu einem beispiellosen Absturz der Aktie f\u00fchren. Und dass ein solcher Vertrauensverlust bereits eingesetzt hat, zeigt die Entwicklung der letzten Wochen und Monate, in denen sich der Aktienkurs bereits halbiert hat. Und seitdem sind zus\u00e4tzlich auch noch die Tesla-Verk\u00e4ufe in Europa um 45 Prozent eingebrochen, w\u00e4hrend der E-Auto-Markt in Europa gleichzeitig um 37 Prozent gewachsen ist. Die Branche ist also wieder massiv im Aufwind, aber ausgerechnet Tesla profitiert davon nicht nur nicht, sondern bricht gegen den Trend dramatisch ein.<br \/>Eine realistische Bewertung von Gewinn zu Marktwert im Verh\u00e4ltnis eins zu acht w\u00fcrde Tesla bei 56 Milliarden taxieren und damit einem Wertverlust von gut 92 Prozent entsprechen. Das w\u00e4re mit ziemlicher Sicherheit das Aus des Unternehmens, das sich einst anschickte, zum E-Auto-Monopolist zu werden. Aber der Zusammenbruch w\u00fcrde nicht nur den Untergang von Tesla bedeuten, sondern wohl auch dessen exzentrischen CEO Elon Musk mit sich rei\u00dfen.<br \/>Um nachvollziehen zu k\u00f6nnen, warum das Ende von Tesla wohl auch Elon Musk in den Ruin treiben w\u00fcrde, muss man verstehen, wie Superreiche an Geld kommen. Zwar wird immer geschrieben, dass Elon Musk (aktuell) rund 300 Milliarden Dollar reich sei, doch das bedeutet nat\u00fcrlich keineswegs, dass er auch \u00fcber diese Summe verf\u00fcgen kann. Vielmehr besteht der \u00fcberwiegende Teil seines Verm\u00f6gens aus Aktienwerten, wie zum Beispiel seinen 12,8 Prozent Tesla-Anteilen. Die sind derzeit gut 91 Milliarden Dollar wert, aber auf dieses Geld h\u00e4tte Musk nur Zugriff, wenn er seine Aktien verkaufen w\u00fcrde. Da er das selbstverst\u00e4ndlich nicht will, verschaffen sich Superreiche wie er stattdessen bei Banken fl\u00fcssiges Kapital.<br \/>Sie nehmen teils gigantische Kredite zu meist l\u00e4cherlich geringen Konditionen auf. Dabei geben sie ihre Aktienpakete als Sicherheit an. F\u00fcr die Banken ist das ein sicheres Spiel: Angenommen, Elon Musk m\u00f6chte sich 500 Millionen Dollar leihen, so deckt sein Aktienverm\u00f6gen die Darlehenssumme um ein Vielfaches ab und dementsprechend erscheint der Bank das Kreditgesch\u00e4ft extrem sicher, weshalb sie dem Kreditnehmer sehr geringe Zinss\u00e4tze einr\u00e4umt. Auf diese Weise hat sich Elon Musk beispielsweise die ben\u00f6tigten Milliarden geliehen, um Twitter zu kaufen.<br \/>Und genau da beginnt das Problem im Falle eines Tesla-Absturzes: Mit einem Mal w\u00e4ren die Sicherheiten der Banken nicht mehr gegeben. W\u00fcrde die Bewertung von Tesla auf 56 Milliarden sinken, w\u00e4ren Musks Tesla-Anteile nur noch 7,1 Milliarden Euro wert. Im schlimmsten Fall w\u00e4ren dann gew\u00e4hrte Kredite (wie f\u00fcr Twitter\/X) mehr wert als die hinterlegten Sicherheiten. Diese Form der Kredite erm\u00f6glicht es den Banken allerdings, in so einem Fall die Kredite aufzuk\u00fcndigen und deren unmittelbare Begleichung zu fordern. Sollte das nicht m\u00f6glich sein, so k\u00f6nnen sie die Liquidierung anderer Werte zur Begleichung der Schulden verlangen.<br \/>Die Folge f\u00fcr Musk w\u00e4re ein desastr\u00f6ser Domino-Effekt: Teslas Aktienkurs bricht zusammen, seine Kredite werden pl\u00f6tzlich mangels Sicherheit aufgek\u00fcndigt und zur Begleichung der offenen Milliardensummen m\u00fcsste er wiederum Anteile an SpaceX verkaufen, X (ehemals Twitter) wohl ebenso. Das Imperium Musk w\u00e4re mit einem Mal zusammengebrochen.<br \/>Es sind also f\u00fcnf simple Schritte bis zum Ende von Elon Musk:<br \/>Der erste Dominostein ist bereits gefallen: Der Absatz von Tesla-Autos ist weltweit dramatisch eingebrochen. Es bleibt abzuwarten, ob es Musk gelingt, den zweiten Dominostein aufzuhalten. Ansonsten kann es pl\u00f6tzlich ganz schnell gehen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medial und politisch f\u00fchrt derzeit kein Weg an Elon Musk vorbei. Doch sein unternehmerisches Kartenhaus k\u00f6nnte bald zusammenbrechen &#8211; mit spektakul\u00e4ren Folgen. Stand: 15.03.2025, 14:32 UhrVon: Christoph ElzerKommentareDruckenTeilenMedial und politisch f\u00fchrt derzeit kein Weg an Elon Musk vorbei. 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