<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3344067,"date":"2025-10-10T23:08:00","date_gmt":"2025-10-10T21:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3344067"},"modified":"2025-10-11T00:20:27","modified_gmt":"2025-10-10T22:20:27","slug":"ukraine-krieg-wetterumschwung-erschwert-abwehr-von-putins-drohnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2025\/10\/ukraine-krieg-wetterumschwung-erschwert-abwehr-von-putins-drohnen\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Wetterumschwung erschwert Abwehr von Putins Drohnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die ukrainische Luftabwehr steht unter Druck: Russische Drohnenangriffe nehmen zu \u2013\u00a0ein Offizier erkl\u00e4rt die Herausforderungen an der Grenze.<\/b><br \/>\nStand: 10.10.2025, 21:08 Uhr<br \/>Von: Konstantin Ochsenreiter<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>Die ukrainische Luftabwehr steht unter Druck: Russische Drohnenangriffe nehmen zu \u2013 ein Offizier erkl\u00e4rt die Herausforderungen an der Grenze.<br \/>Kiew \u2013 An der Front des Ukraine-Krieges spitzt sich die Lage dramatisch zu: Russische Angriffe mit Hunderten Drohnen setzen die ukrainische Luftabwehr unter enormen Druck. Selbst hochmoderne Systeme sto\u00dfen an ihre Grenzen, w\u00e4hrend neue Waffentechniken wie mit Schrotgewehren ausgestattete Abfangdrohnen f\u00fcr \u00dcberraschungen sorgen.<br \/>Doch der drohende Wandel beschr\u00e4nkt sich nicht auf den Himmel: Parallel dazu startet Russland die gr\u00f6\u00dfte Herbstmobilisierung seit Jahren und errichtet eine umfassende elektronische Einberufungsmaschinerie. Experten werten dies als Vorbereitung f\u00fcr neue Fronteins\u00e4tze \u2013 und als strategischen Machtbeweis. <br \/>Wie das ukrainische Nachrichtenportals UNIAN berichtet, \u00e4u\u00dferte sich Juri Ignat, Kommunikationschef des ukrainischen Luftwaffenkommandos, w\u00e4hrend eines Spendenmarathons zur aktuellen Lage. Besonders schwierig sei der Abschuss feindlicher Drohnen in den Gebieten nahe der russischen Grenze, erkl\u00e4rte Ignat.<br \/>In letzter Zeit habe die Armee des Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj zahlreiche Angriffs- und Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge von Drohnen beobachtet. Diese fanden nach Aussage des Sprechers in n\u00f6rdlicher Richtung statt \u2013 insbesondere \u00fcber den Regionen Tschernihiw und Sumy.<br \/>Die russische Armee setze verschiedene Drohnentypen ein: \u201eEs ist schwierig, sie in Grenzn\u00e4he abzufangen. Wir wissen, dass der Gegner dort \u00fcber zahlreiche Luftabwehrsysteme verf\u00fcgt, die wirksam gegen ihn w\u00e4ren, wenn etwa unsere Flugzeuge in diesem Gebiet operieren k\u00f6nnten\u201c, so Ignat.<br \/>Selbst bodengest\u00fctzte Systeme seien in den n\u00f6rdlichen Grenzregionen gef\u00e4hrdet \u2013 unter anderem durch m\u00f6gliche Angriffe mit ballistischen Raketen, erkl\u00e4rte der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Juri Ignat. Die Abwehr russischer Drohnen werde dadurch zus\u00e4tzlich erschwert, insbesondere angesichts der ung\u00fcnstigen Wetterbedingungen in der gesamten Ukraine.<br \/>Die Kampfkraft von Flugzeugen, Abfangdrohnen und mobilen Feuerteams sei bei schlechter Sicht deutlich eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Grund ist einfach: Das Ziel muss sichtbar sein\u201c, so Ignat. Russland verbessere seine Luftangriffsf\u00e4higkeiten stetig \u2013 etwa durch den Einsatz schwarz lackierter Shahed-Drohnen, die schwerer zu erkennen seien, oder durch die Ausr\u00fcstung mit Videokameras.<br \/>Zuletzt setzten massive, russische Angriffe dem ukrainischen Energienetz zu \u2013 mit verheerenden Folgen: In der Nacht zum 10. Oktober startete die russische Armee nach Angaben von UNIAN einen massiven Angriff mit insgesamt 465 Drohnen verschiedener Typen, darunter etwa 200 Shaheds. Nach vorl\u00e4ufigen Angaben konnten die ukrainischen Streitkr\u00e4fte 405 dieser Drohnen abschie\u00dfen oder deaktivieren. Zudem habe Russland mehr als 30 ballistische Raketen abgefeuert.<br \/>Ministerpr\u00e4sidentin Julia Swyrydenko sprach von einem der bislang \u201egr\u00f6\u00dften konzentrierten Angriffe auf Energieanlagen\u201c. Nach Angaben der Luftwaffe kam in der Region Saporischschja ein siebenj\u00e4hriges Kind ums Leben. In neun Regionen im Osten und Zentrum des Landes fiel der Strom aus. Tausende Haushalte waren betroffen, ganze Stadtteile lagen im Dunkeln. In Kiew meldete B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko zeitweise Stromausf\u00e4lle im Osten der Hauptstadt \u2013 und warnte vor weiteren Ausf\u00e4llen bei der Wasserversorgung.<br \/>Welt der Wunder verweist im Zusammenspiel von Wetter und Krieg auf eine historische Anekdote: Anfang Juni 1944 waren die Vorbereitungen der Alliierten abgeschlossen. Rund 150.000 Soldaten warteten in England auf den Befehl zum Angriff auf die Str\u00e4nde der Normandie. Doch Sturm und Regen zwangen zum Aufschub \u2013 das schlechte Wetter verhinderte die geplante Invasion. Erst ein kurzes Zwischenhoch erm\u00f6glichte schlie\u00dflich den historischen D-Day. Seit jeher spielen Wind und Wolken auf den Kriegsschaupl\u00e4tzen der Welt eine entscheidende Rolle \u2013 bis heute.<br \/>Was zu Beginn des Ukraine-Krieges als Notl\u00f6sung gedacht war, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Drohnenabwehr entwickelt. Wie mehrere Medien Anfang des Jahres berichteten, st\u00f6\u00dft die elektronische Kriegsf\u00fchrung zunehmend an ihre Grenzen. Beide Seiten greifen daher immer h\u00e4ufiger zu einer \u201edirekten L\u00f6sung\u201c, wie es der Autor Daniel Kosoy vom ukrainischen Portal United24 formuliert: Schrotflinten gelten mittlerweile als Ultima Ratio gegen Drohnen, die sich in hoher Geschwindigkeit auf Stellungen zubewegen.<br \/>Wie die Kyiv Post berichtet, habe der Drohnenhersteller Besomar bereits Ende 2024 einen Starrfl\u00fcgel-Abfangj\u00e4ger entwickelt, um russische unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles, kurz UAVs) abzuschie\u00dfen. Inzwischen soll die Drohne mit zwei Schrotgewehren nachger\u00fcstet worden sein \u2013 die Tauglichkeit beruht aber lediglich auf Unternehmensangaben. <br \/>Ein Video auf X demonstriert, wie eine solche Shotgun-Drohne funktioniert. Geteilt wurde es von dem ukrainischen Soldaten Dimko Zhluktenko. Der hat nach eigenen Angaben seinen \u201egut bezahlten IT-Job aufgegeben, um mein Land vor der russischen Invasion zu retten\u201c.<br \/>Nicht nur der Luftraum \u2013 auch der Boden k\u00f6nnte, f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte bald zur Gefahr werden: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hat Kremlchef Wladimir Putin die diesj\u00e4hrige Herbstmobilisierung eingeleitet. Rund 135.000 M\u00e4nner zwischen 18 und 30 Jahren sollen eingezogen werden \u2013 die gr\u00f6\u00dfte Einberufung seit 2016. Beobachter vermuten, dass Putin damit bereits k\u00fcnftige Fronteins\u00e4tze vorbereitet.<br \/>Nach Angaben der Kyiv Post hat Russland zudem ein elektronisches Einberufungssystem eingef\u00fchrt. Es tr\u00e4gt automatisch die Namen Wehrpflichtiger in eine staatliche Datenbank ein, sobald ein Bescheid ausgestellt wird \u2013 und l\u00f6st damit sofort ein Ausreiseverbot aus. Wer sich nicht innerhalb von 27 Tagen meldet, verliert seinen F\u00fchrerschein, das Recht, Unternehmen zu gr\u00fcnden, oder Kredite aufzunehmen. Urspr\u00fcnglich sollte das System nur in Moskau und drei Regionen getestet werden, doch laut der Organisation \u201eSchule f\u00fcr Wehrpflichtige\u201c werden bereits in mindestens 15 weiteren Regionen elektronische Vorladungen verschickt.<br \/>Das Institute for the Study of War (ISW) sieht in der Mobilmachung den Aufbau einer \u201estrategischen Reserve\u201c. Auch die italienische Zeitung La Repubblica berichtet, dass neu produzierte Kampfvehikel bislang nicht an der Front aufgetaucht seien. Immer mehr Beobachter deuten dies als Zeichen, dass Putin im Hintergrund eine einsatzbereite Reserve formiert \u2013 als Reaktion auf die stagnierenden Frontverl\u00e4ufe oder als Drohkulisse f\u00fcr eine m\u00f6gliche R\u00fcckkehr zur ber\u00fcchtigten \u201eFleischwolf\u201c-Taktik gegen die Ukraine. (Quellen: X, Welt der Wunder, UNIAN, United24, X, dpa, AFP, Schule f\u00fcr Wehrpflichtige, Kyiv Post, Institute for the Study of War, La Repubblica fr\u00fchere Berichterstattung) (kox)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ukrainische Luftabwehr steht unter Druck: Russische Drohnenangriffe nehmen zu \u2013\u00a0ein Offizier erkl\u00e4rt die Herausforderungen an der Grenze. 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