<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3347502,"date":"2025-10-14T09:16:26","date_gmt":"2025-10-14T07:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3347502"},"modified":"2025-10-14T08:16:44","modified_gmt":"2025-10-14T06:16:44","slug":"rene-benko-vor-gericht-dem-wunderwuzzi-droht-lange-haft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2025\/10\/rene-benko-vor-gericht-dem-wunderwuzzi-droht-lange-haft\/","title":{"rendered":"Ren\u00e9 Benko vor Gericht: Dem \u201eWunderwuzzi\u201c droht lange Haft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Hat Benko Verm\u00f6gen vor Gl\u00e4ubigern versteckt? Es geht um eine eher \u00fcberschaubare Summe, doch das Verfahren d\u00fcrfte erst der Anfang sein.<\/b><br \/>\nUnter gro\u00dfem Medien-Interesse muss sich der \u00f6sterreichische Investor und Ex-Milliard\u00e4r Ren\u00e9 Benko erstmals vor Gericht verantworten. Dem Gr\u00fcnder des Immobilien- und Handelsimperiums Signa wird vorgeworfen, dass er angesichts seiner drohenden Pleite als Einzelunternehmer erhebliches Verm\u00f6gen verschleiert und damit seine Gl\u00e4ubiger gesch\u00e4digt habe.<br \/>Die Schadenssumme betr\u00e4gt laut Staatsanwaltschaft rund 660.000 Euro. Der Strafrahmen reicht bis zu zehn Jahren Haft. F\u00fcr den auf zwei Tage anberaumten Prozess vor dem Landgericht Innsbruck haben sich rund 70 Journalistinnen und Journalisten aus dem In- und Ausland angemeldet. Das Verfahren umfasst nur einen kleinen Teil der Ermittlungen rund um die milliardenschwere Pleite der Signa.<br \/>Konkret geht es darum, dass der 48-J\u00e4hrige einen aus Sicht der Anklage nicht vertretbaren Miet- und Betriebskostenvorschuss in H\u00f6he von etwa 360.000 Euro f\u00fcr ein von ihm genutztes Anwesen bezahlt habe. Au\u00dferdem habe er 300.000 Euro an eine Angeh\u00f6rige \u00fcberwiesen, um die Summe den Gl\u00e4ubigern zu entziehen, so der Verdacht. F\u00fcr den Prozess sind acht Zeuginnen und Zeugen geladen. Benko bestreitet die Vorw\u00fcrfe.<br \/>Insgesamt verfolgen die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden bei den Ermittlungen 14 Str\u00e4nge. Der Verdacht lautet meist schwerer Betrug und Untreue. Im Visier der Justiz sind 15 Verd\u00e4chtige. Der von den Ermittlern der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Wien erfasste Gesamtschaden bel\u00e4uft sich auf 300 Millionen Euro. Auch in Deutschland und Italien wird ermittelt. Weitere Anklagen gegen Benko und andere Verd\u00e4chtige gelten als wahrscheinlich. <br \/>F\u00fcr den 48-J\u00e4hrigen ist es nach neun Monaten in Untersuchungshaft der erste Auftritt in der \u00d6ffentlichkeit. Sein Verm\u00f6gen war zu seinen Glanzzeiten auf fast f\u00fcnf Milliarden Euro gesch\u00e4tzt worden. Benko war in \u00d6sterreich viele Jahre eine f\u00fcr seine Erfolge bestaunte Figur. Er wurde von Gesellschaft und Politik hofiert.<br \/>Der h\u00f6chst intransparente Signa-Konzern, zu dem solche Prestige-Objekte wie das Chrysler-Building in New York oder der Hamburger Elbtower geh\u00f6rten, war im Herbst 2023 zahlungsunf\u00e4hig. Steigende Zinsen und Baukosten, der riskante Einstieg ins Handelsgesch\u00e4ft mit dem Kauf von Karstadt und Kaufhof sowie m\u00f6gliche Managementfehler hatten den Konzern in Schieflage gebracht. Innerhalb kurzer Zeit st\u00fcrzte das Konglomerat aus mehr als 1.130 Gesellschaften wie ein Kartenhaus zusammen.<br \/>Die Forderungen belaufen sich nach Angaben des Kreditschutzverbands KSV von 1870 auf insgesamt rund 27 Milliarden Euro, davon seien 9 Milliarden anerkannt. Die Summe beinhaltet auch s\u00e4mtliche Forderungen der Signa-Gesellschaften untereinander. Der wirtschaftliche Schaden rein f\u00fcr externe Auftragnehmer ist noch nicht bezifferbar. <br \/>Benko, in \u00d6sterreich auch als \u201eWunderwuzzi\u201c tituliert, hatte sich bereits zum Ende seiner Schulzeit in Innsbruck als talentierter Gesch\u00e4ftsmann entpuppt. Statt das Abitur zu machen, baute er Dachb\u00f6den aus. Seine 1999 in Signa umbenannte Immobiliengesellschaft geh\u00f6rte zu den gr\u00f6\u00dften in \u00d6sterreich. <br \/>Abonnieren Sie kostenlos den Wirtschafts-Newsletter der Berliner Morgenpost<br \/> Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/> Werbevereinbarung<br \/> zu.<\/p>\n<p>Durch aufsehenerregende Projekte in \u00d6sterreich und Deutschland wuchs sein Ruf als genialer Investor. Benko lebte auf gro\u00dfem Fu\u00df. Ihm standen eine 62-Meter-Jacht, ein Privatjet und ein Haus mit mehreren Tausend Quadratmetern zur Verf\u00fcgung. Sein Gesch\u00e4ftsmodell profitierte immens von der langen Niedrigzinsphase, wodurch Investitionen in Immobilien stark erleichtert wurden. <br \/>Als die Zinsen wieder anzogen, kam die Signa in Schwierigkeiten. Signa-Manager und Aufsichtsratsmitglieder werden daf\u00fcr kritisiert, dass sie den Aufgaben einer umsichtigen F\u00fchrung und Kontrolle nicht nachgekommen seien.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat Benko Verm\u00f6gen vor Gl\u00e4ubigern versteckt? Es geht um eine eher \u00fcberschaubare Summe, doch das Verfahren d\u00fcrfte erst der Anfang sein. Unter gro\u00dfem Medien-Interesse muss sich der \u00f6sterreichische Investor und Ex-Milliard\u00e4r Ren\u00e9 Benko erstmals vor Gericht verantworten. 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