<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3426283,"date":"2026-01-03T17:33:31","date_gmt":"2026-01-03T15:33:31","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3426283"},"modified":"2026-01-03T17:52:16","modified_gmt":"2026-01-03T15:52:16","slug":"wer-den-maduro-coup-verstehen-will-muss-das-trump-korollar-kennen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2026\/01\/wer-den-maduro-coup-verstehen-will-muss-das-trump-korollar-kennen\/","title":{"rendered":"Wer den Maduro-Coup verstehen will, muss das \u201eTrump-Korollar\u201c kennen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Mit der Milit\u00e4roperation gegen Venezuela wollen die USA ihre Dominanz in der \u201eWestlichen Hemisph\u00e4re\u201c wiederherstellen, erl\u00e4utert der USA-Experte Josef Braml. Wichtig dabei ist das sogenannte \u201eTrump-Korollar\u201c.<\/b><br \/>\nAm 3. Januar 2026 gab US-Pr\u00e4sident Donald Trump bekannt, dass US-Streitkr\u00e4fte und Spezialkr\u00e4fte eine gro\u00df angelegte Operation gegen Venezuela durchgef\u00fchrt und Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro sowie dessen Ehefrau aus dem Land ausgeflogen h\u00e4tten. Dies war der H\u00f6hepunkt monatelanger Bem\u00fchungen der US-Regierung, einen Regimewechsel in Caracas herbeizuf\u00fchren. Diese amerikanischen Aktionen sind Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Zielsetzung, die Dominanz der USA auf dem amerikanischen Kontinent \u2013 den \u201eAmericas\u201c \u2013 wiederherzustellen.<br \/>Gegen Ende 2025 vollzog Pr\u00e4sident Trump einen dramatischen Wandel in der US-Au\u00dfenpolitik, indem er die Monroe-Doktrin aktualisierte. Damit wurde Amerikas Einflussbereich in der \u201ewestlichen Hemisph\u00e4re\u201c neu definiert und eine neue Phase der strategischen Rivalit\u00e4t mit China und Russland eingeleitet. Die Doktrin verfolgt nicht nur das Ziel der milit\u00e4rischen und wirtschaftlichen Vorherrschaft in Amerika, sondern stellt auch den Zugang und Einfluss Europas infrage. Dies ebnet den Weg f\u00fcr verst\u00e4rkte globale Spannungen und eine fragmentiertere Weltordnung.<br \/>Bereits vor etwa einem Jahr, Anfang 2025, griff die \u201eNew York Post\u201c das Thema auf und pr\u00e4sentierte Pr\u00e4sident Trump auf ihrer Titelseite mit einem Wortspiel: \u201eThe Donroe Doctrine\u201c. Der Begriff verbindet Trumps Vornamen (\u201eDon\u201c) \u2013 ein spanischer Ehrentitel \u2013 mit der historischen Monroe-Doktrin. Auf einer Karte der westlichen Hemisph\u00e4re machte Trump weitreichende Anspr\u00fcche geltend: Kanada wurde als \u201e51. Bundesstaat\u201c bezeichnet, Gr\u00f6nland als \u201eunser Land\u201c umbenannt, der Golf von Mexiko in \u201eGolf von Amerika\u201c umgetauft und die US-Autorit\u00e4t \u00fcber den Panamakanal bekr\u00e4ftigt. Was zun\u00e4chst belustigend erschien, wird nun angesichts der politischen Ernsthaftigkeit Trumps schnell zum Anlass f\u00fcr Besorgnis.<br \/>Die Ende 2025 ver\u00f6ffentlichte Nationale Sicherheitsstrategie der USA teilt die Welt in drei Haupteinflusszonen auf, die jeweils unterschiedliche Erwartungen an regionale F\u00fchrung und Sicherheitsstrukturen mit sich bringen:<br \/>Diese Herangehensweise spiegelt eine transaktionale Weltsicht wider: Gro\u00dfm\u00e4chte dominieren ihre Nachbarschaften, w\u00e4hrend kleinere Staaten sich anpassen m\u00fcssen, um nicht an Bedeutung zu verlieren. Die Priorisierung regionaler Vormachtstellung ersetzt universelle Normen durch geografische Hierarchien.<br \/>Eine zentrale Neuerung ist das sogenannte \u201eTrump-Korollar\u201c zur Monroe-Doktrin. Es besagt explizit, dass die USA nicht-hemisph\u00e4rischen Konkurrenten \u2013 insbesondere China und Russland \u2013 verwehren werden, strategisch bedeutsame Verm\u00f6genswerte in der westlichen Hemisph\u00e4re zu besitzen oder zu kontrollieren. Dazu z\u00e4hlen Infrastruktur wie H\u00e4fen, Telekommunikationsnetze, Energieanlagen sowie Rohstoffe und Ressourcen.<br \/>Die westliche Hemisph\u00e4re ist damit zur wichtigsten strategischen Priorit\u00e4t der USA geworden und \u00fcbertrifft Regionen wie Europa, den Nahen Osten oder Teile des Indopazifiks. Um diesen Wandel zu untermauern, werden US-Truppen in die Karibik und nach Lateinamerika verlegt. Offiziell dienen diese Operationen der Bek\u00e4mpfung von \u201enarco-terroristischen\u201c Bedrohungen, verfolgen jedoch auch das Ziel, den US-Einfluss zu st\u00e4rken und rivalisierende M\u00e4chte zu begrenzen.<br \/>Die USA haben in den vergangenen Monaten ihre milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in der Karibik und S\u00fcdamerika deutlich erh\u00f6ht \u2013 rund 15.000 Soldaten sind stationiert worden. Neben Angriffen auf mutma\u00dfliche Drogenschmugglerboote und Tanker kam es auch zu Drohnenangriffen und zur Beschlagnahmung von \u00d6ltankern. Die offizielle Begr\u00fcndung lautet Drogenbek\u00e4mpfung; tats\u00e4chlich dient die Pr\u00e4senz jedoch vor allem dazu, die Ausweitung des chinesischen und russischen Einflusses zu verhindern. Diese sichtbare Pr\u00e4senz signalisiert Entschlossenheit, eigene Interessen in der westlichen Hemisph\u00e4re zu verteidigen.<br \/>Die Angriffe auf das Maduro-Regime in Venezuela sind Teil einer umfassenden Strategie, die auch Kuba einbezieht. Das Ziel ist, den Einfluss Russlands und Chinas in der Region zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.<br \/>Pr\u00e4sident Trump machte nach US-Operationen vor Venezuelas K\u00fcste deutlich, dass weitere Angriffe auf das Festland m\u00f6glich seien, und erkl\u00e4rte, Maduros Tage seien gez\u00e4hlt. Am 3. Januar gab er auf \u201eTruth Social\u201c den erfolgreichen Angriff auf das Maduro-Regime und dessen Festnahme bekannt. Die venezolanische Regierung verh\u00e4ngte den Ausnahmezustand, sprach von \u201eimperialistischen Angriffen\u201c und rief zur Mobilisierung auf. Die F\u00fchrungssituation im Land ist unklar, da die USA Maduro nicht als legitimen Pr\u00e4sidenten anerkennen.<br \/>Gem\u00e4\u00df venezolanischer Verfassung w\u00fcrde im Falle einer Absetzung Maduros die Vizepr\u00e4sidentin Delcy Rodr\u00edguez \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend die Opposition den im Exil lebenden Edmundo Gonzalez als rechtm\u00e4\u00dfigen Pr\u00e4sidenten betrachtet. Die Nachfolge ist unklar, aber eines steht jetzt schon fest: Der neue Machthaber wird wohl amerikanischen Interessen entsprechen m\u00fcssen.<br \/>Die amerikanische Politik des Regimewechsels in Venezuela ist von mehreren Interessen motiviert. Vorrangig stehen dabei Energieinteressen, denn Venezuela verf\u00fcgt \u00fcber die gr\u00f6\u00dften nachgewiesenen \u00d6lreserven der Welt mit etwa 303 Milliarden Barrel \u2013 rund ein F\u00fcnftel des globalen Gesamtvolumens. <br \/>Zudem verfolgen die USA sicherheitspolitische Ziele, wie die Kontrolle \u00fcber die Karibik als wichtigen Zugang zu Atlantik und Pazifik. Hinzu kommt geo\u00f6konomische Rivalit\u00e4t, insbesondere angesichts chinesischer Initiativen wie der \u201eBelt and Road\u201c-Initiative, Kreditvergabe und Technologietransfer.<br \/>Die Vereinigten Staaten nutzen neben milit\u00e4rischen auch geo\u00f6konomische Instrumente, um ihre strategischen Interessen durchzusetzen. Handelsabkommen und Investitionsm\u00f6glichkeiten werden als Anreize f\u00fcr Regierungen eingesetzt, die sich der US-Politik anpassen. Umgekehrt riskieren L\u00e4nder, die engere Beziehungen zu China oder Russland pflegen, wirtschaftliche Isolation oder \u201eRegime Change\u201c wie aktuell Venezuela. <br \/>Dieser Fokus auf Interessensph\u00e4ren geht zulasten universeller Normen und multilateraler Beteiligung und f\u00fchrt zu Reibungen mit europ\u00e4ischen Partnern und internationalen Institutionen. Die Betonung regionaler Dominanz schw\u00e4cht etablierte globale Mechanismen und tr\u00e4gt zu einer fragmentierteren Weltordnung bei.<br \/>F\u00fcr Unternehmen der Europ\u00e4ischen Union k\u00f6nnten sich neue Hindernisse beim Zugang zu lateinamerikanischen M\u00e4rkten ergeben. Druck der USA auf Regionalregierungen, Standards zugunsten amerikanischer Interessen zu setzen, k\u00f6nnte europ\u00e4ische Unternehmen benachteiligen und von Schl\u00fcsselsektoren ausschlie\u00dfen. Das \u201eTrump-Korollarium\u201c k\u00f6nnte die F\u00e4higkeit Europas, eine unabh\u00e4ngige Agenda in Amerika zu verfolgen, erheblich einschr\u00e4nken. Die diplomatische Flexibilit\u00e4t der EU nimmt ab, und es wird schwieriger, eigene Interessen in der westlichen Hemisph\u00e4re durchzusetzen.<br \/>Dar\u00fcber hinaus signalisiert die neue US-Doktrin eine Abkehr von multilateraler Zusammenarbeit hin zu regionalen Bl\u00f6cken. F\u00fcr Europa, das traditionell von multilateralen Rahmenwerken profitiert, ist diese Entwicklung besonders problematisch. Die Schw\u00e4chung globaler Mechanismen untergr\u00e4bt Europas Einfluss und erschwert gemeinsame Anstrengungen zur Bew\u00e4ltigung transnationaler Herausforderungen wie dem Klimawandel.<br \/>Der Autor: Dr. Josef Braml ist Politikwissenschaftler, USA-Experte und European Director der Trilateral Commission \u2013 einer einflussreichen globalen Plattform f\u00fcr den Dialog eines exklusiven Kreises politischer und wirtschaftlicher Entscheider\/innen Amerikas, Europas und Asiens.<br \/>Zuletzt sind beim Verlag C.H.Beck sein mit Mathew Burrows verfasstes Buch \u201eDie Traumwandler. Wie China und die USA in einen neuen Weltkrieg schlittern\u201c und sein weiterhin aktueller Bestseller \u201eDie transatlantische Illusion. Die neue Weltordnung und wie wir uns darin behaupten k\u00f6nnen\u201c erschienen.<br \/>In ihrem neuen Buch \u201eWorld to Come \u2013 The Return of Trump and the End of the Old Order\u201c beschreiben Braml und Burrows die Gefahren und Chancen der neu entstehenden Weltordnung.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Milit\u00e4roperation gegen Venezuela wollen die USA ihre Dominanz in der \u201eWestlichen Hemisph\u00e4re\u201c wiederherstellen, erl\u00e4utert der USA-Experte Josef Braml. Wichtig dabei ist das sogenannte \u201eTrump-Korollar\u201c. Am 3. 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