<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3428927,"date":"2026-01-06T09:47:52","date_gmt":"2026-01-06T07:47:52","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3428927"},"modified":"2026-01-06T09:46:55","modified_gmt":"2026-01-06T07:46:55","slug":"steigt-jetzt-der-olpreis-wegen-trumps-intervention-in-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2026\/01\/steigt-jetzt-der-olpreis-wegen-trumps-intervention-in-venezuela\/","title":{"rendered":"Steigt jetzt der \u00d6lpreis wegen Trumps Intervention in Venezuela?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Venezuela sitzt auf den gr\u00f6\u00dften \u00d6lreserven der Welt. Trump verspricht Milliardeninvestitionen. Beeinflusst das auch den Ukraine-Krieg?<\/b><br \/>\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump will die marode venezolanische \u00d6lindustrie wieder flottmachen. Kann das gelingen? Und welche Auswirkungen hat dies auf den \u00d6lpreis und den Ukraine-Krieg? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.<br \/>Die Kontrolle \u00fcber die venezolanischen \u00d6lfelder hie\u00dfe, dass der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump auf einem riesigen Schatz sitzen w\u00fcrde: Venezuela verf\u00fcgt \u00fcber \u00d6lreserven in H\u00f6he von 303 Milliarden Barrel. Das sind 17 Prozent der Vorkommen auf dem Globus. Kein Land hat mehr. Das w\u00fcrde den Vereinigten Staaten mittel- und langfristig eine gigantische Marktmacht verleihen. Im Jahr 2024 war Amerika mit einer Produktion von mehr als 22,7 Millionen Barrel pro Tag bereits die Nummer eins auf der Welt. Laut US Energy Information Administration (EIA) entspricht das etwa 22 Prozent der globalen F\u00f6rdermenge. Die USA gewinnen im gro\u00dfen Stil Schiefer\u00f6l im Landesinneren. Dabei setzen die Unternehmen auch auf die umstrittene Fracking-Methode, mit der das \u00d6l mithilfe einer chemischen Fl\u00fcssigkeit hydraulisch aus dem Erdboden gedr\u00fcckt wird.<br \/>F\u00fcr Trump sind die venezolanischen \u00d6lfelder eine riesige Bonanza. \u201eWir werden unsere gro\u00dfen US-\u00d6lkonzerne (.) dort reingehen lassen, Milliarden von Dollar investieren, die marode \u00d6linfrastruktur reparieren und Geld machen, das dem Land zugutekommen wird\u201c, k\u00fcndigte er an. Doch so einfach ist das nicht. Die \u00d6lindustrie Venezuelas ist heruntergewirtschaftet. Das Land produziert nur knapp eine Million Barrel pro Tag \u2013 das ist etwa ein Prozent des weltweiten Outputs. Verantwortlich hierf\u00fcr sind die US-Sanktionen gegen das Maduro-Regime sowie Missmanagement. Hinzu kommt, dass das schwefelhaltige Schwer\u00f6l Venezuelas nur mit spezieller Technik gef\u00f6rdert und weiterverarbeitet werden kann.<br \/>An der US-Golfk\u00fcste sind zwar viele Raffinerien genau auf diese Art \u00d6l spezialisiert. Die Frage ist: Rentieren sich die Investitionen f\u00fcr sie? Die Kosten w\u00e4ren gewaltig. \u201eNur um die Produktion bis 2040 auf dem gegenw\u00e4rtigen Stand zu halten, w\u00e4ren rund 65 Milliarden Dollar n\u00f6tig. Mehr als 100 Milliarden Dollar br\u00e4uchte es, um die \u00d6lf\u00f6rderung Venezuelas wieder auf zwei Millionen Barrel pro Tag zu heben\u201c, sagt Schreiner Parker von der norwegischen Energieberatungsfirma Rystad. Seit der Verstaatlichung der venezolanischen \u00d6lindustrie durch Hugo Ch\u00e1vez 2007 operiert nur noch das US-Unternehmen Chevron im Land. 3000 Mitarbeiter sind in Joint Ventures besch\u00e4ftigt. <br \/>Im Krisenmodus<br \/>Derzeit bewegt sich der Preis der \u00d6lsorte Brent nahe der 60-Dollar-Marke pro Barrel. Bei einem Preis unterhalb dieses Sockels lohnt sich eine Ausweitung der F\u00f6rderung f\u00fcr viele amerikanische Schiefer\u00f6lkonzerne nicht. In den USA geht die Zahl der nicht fertiggestellten Bohrl\u00f6cher aktuell zur\u00fcck. \u201eDas hei\u00dft, die \u00d6lproduzenten sind eher pessimistisch f\u00fcr k\u00fcnftige \u00d6lpreise. Ihre Investitionsbereitschaft in neues Angebot beim aktuellen Preis ist eher niedrig\u201c, sagt der Analyst Giovanni Staunovo von der Schweizer Bank UBS. Selbst wenn die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende venezolanische Pr\u00e4sidentin Delcy Rodr\u00edguez US-Firmen in ihr Land bitten w\u00fcrde, w\u00e4re es fraglich, ob ExxonMobil oder ConocoPhillips mit Mega-Investitionen einsteigen w\u00fcrden. \u201eF\u00fcr Amerikas \u00d6lkonzerne gibt es wenig Anreiz, in Venezuela im gro\u00dfen Stil zu bohren\u201c, betont Robert Kaufmann von der Boston University. <br \/>Nach der US-Milit\u00e4raktion in Venezuela gab es keine gro\u00dfen Ausschl\u00e4ge am internationalen \u00d6lmarkt. Die Preise der Sorte Brent pendelten um die Marke von 60 Dollar pro Barrel. Das liegt in erster Linie daran, dass das s\u00fcdamerikanische Land nicht einmal einen Anteil von einem Prozent an der globalen F\u00f6rderung hat. Die riesigen \u00d6lreserven von rund 300 Milliarden Barrel sind eine Wette auf die Zukunft, bringen aber zun\u00e4chst keinen Gewinn. Die Errichtung der daf\u00fcr n\u00f6tigen Anlagen dauert viele Jahre und verschlingt dreistellige Milliardenbetr\u00e4ge. Es wird daher keinen schnellen Venezuela-Faktor beim \u00d6l geben. Klar ist aber auch: Wenn US-Konzerne die venezolanische \u00d6lindustrie wieder flottmachen und der Output steigt, hat dies mittelfristig eine preissenkende Wirkung.<br \/>Aber bereits derzeit \u00fcbersteigt das \u00d6langebot die Nachfrage bei Weitem. Das liegt auch an der eher schleppenden Weltkonjunktur, die den Energiehunger der Unternehmen d\u00e4mpft. Dies schlug sich bereits im vergangenen Jahr nieder. Der Preis der \u00d6lsorte Brent ging um gut ein F\u00fcnftel zur\u00fcck. Die Lage d\u00fcrfte auch 2026 anhalten. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet mit einem \u00dcberangebot von 3,8 Millionen Barrel pro Tag. <br \/>Hinter den Kulissen der Politik &#8211; meinungsstark, exklusiv, relevant.<br \/> Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/> Werbevereinbarung<br \/> zu.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verbraucher in Deutschland ist das ein beruhigendes Signal: Die \u00d6lpreise sowie die daran gekoppelten Preise f\u00fcr Heiz\u00f6l und Gas d\u00fcrften stabil bleiben. Auch f\u00fcr die Benzinpreise droht von dieser Seite kein Stress. Der gr\u00f6\u00dfte Risikofaktor bleibt geopolitische Instabilit\u00e4t. Im Juni schnellten die \u00d6lpreise kurzzeitig nach oben, als Israel Luftangriffe auf den Iran startete. Im Dezember kam es zu einem leichten Preisanstieg, nachdem die amerikanische Regierung eine Blockade gegen sanktionierte Tanker aus Venezuela verh\u00e4ngt hatte.<br \/>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat sein Land auf Kriegswirtschaft getrimmt: Rund 40 Prozent der Einnahmen aus \u00d6l- und Gasexporten flie\u00dfen in den Staatshaushalt. Russland ist zwar mit einer F\u00f6rderung von 10,7 Millionen Barrel am Tag der drittgr\u00f6\u00dfte \u00d6lproduzent der Welt. Es verdient aber immer weniger Geld damit. So kalkulierte das russische Finanzministerium in den Haushaltsplanungen f\u00fcr 2026 mit einem Preis von 59 Dollar pro Barrel des eigenen Ural-\u00d6ls. Zwischen dem 22. und dem 28. Dezember fiel der Preis auf 33 bis 34 Dollar. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind das weltweite \u00dcberangebot und die internationalen Sanktionen: Putin muss das \u201eschwarze Gold\u201c vor allem \u00fcber seine \u201eSchattenflotte\u201c zu Discount-Preisen nach China oder Indien transportieren. In der Folge ist Russlands Haushaltsdefizit zuletzt auf etwa 4,2 Billionen Rubel (42,7 Milliarden Euro) angewachsen. Ein zus\u00e4tzliches Etatloch k\u00f6nnte entstehen, wenn Kredite und Investitionen in Milliardenh\u00f6he, die Russland dem Maduro-Regime zur Verf\u00fcgung gestellt hatte, verloren gehen.<br \/>Das hei\u00dft: Putin steht weniger Geld f\u00fcr den Ukraine-Krieg, Beamtengeh\u00e4lter und Renten zur Verf\u00fcgung. Sollte via Trumps Intervention mittelfristig deutlich mehr venezolanisches \u00d6l auf den Weltmarkt kommen, w\u00fcrde das noch mehr auf das russische Budget dr\u00fccken. Dass sich der Kremlchef dadurch zu mehr Zugest\u00e4ndnissen im Ukraine-Krieg gezwungen sieht, darf aber bezweifelt werden. Er beharrt auf seinen maximalen Kriegszielen und rechnet mit der Opferbereitschaft seiner Bev\u00f6lkerung. So kippte er sein Versprechen, Steuern nicht vor dem Jahr 2030 zu erh\u00f6hen, kurzerhand. Im September erh\u00f6hte die russische Regierung die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Venezuela sitzt auf den gr\u00f6\u00dften \u00d6lreserven der Welt. Trump verspricht Milliardeninvestitionen. Beeinflusst das auch den Ukraine-Krieg? US-Pr\u00e4sident Donald Trump will die marode venezolanische \u00d6lindustrie wieder flottmachen. Kann das gelingen? Und welche Auswirkungen hat dies auf den \u00d6lpreis und den Ukraine-Krieg? 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