<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3443932,"date":"2026-01-21T13:25:04","date_gmt":"2026-01-21T11:25:04","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3443932"},"modified":"2026-01-21T14:33:27","modified_gmt":"2026-01-21T12:33:27","slug":"wer-schutzt-gronland-eigentlich-und-was-durfen-die-usa-jetzt-schon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2026\/01\/wer-schutzt-gronland-eigentlich-und-was-durfen-die-usa-jetzt-schon\/","title":{"rendered":"Wer sch\u00fctzt Gr\u00f6nland eigentlich &#8211; und was d\u00fcrfen die USA jetzt schon?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Streit um Gr\u00f6nland ist zur Belastung f\u00fcr die transatlantischen Beziehungen geworden. Dabei arbeitet man schon lange zusammen, um Gr\u00f6nland zu sch\u00fctzen.<\/b><br \/>\nDas Gerangel um Gr\u00f6nland hat sich zu einer schweren Belastungsprobe f\u00fcr die transatlantischen Beziehungen entwickelt. Milit\u00e4risch steht dabei David gegen Goliath. Doch schon jetzt arbeitet man f\u00fcr den Schutz Gr\u00f6nlands eigentlich zusammen.<br \/>\u00ab\u00a0Hoher Norden, niedrige Spannungen\u00a0\u00bb \u2013 das war das erkl\u00e4rte Ziel der Nato, bevor Donald Trump aggressiv Gr\u00f6nland f\u00fcr die USA beanspruchte. Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato D\u00e4nemark vor der \u00ab\u00a0russischen Bedrohung\u00a0\u00bb, behauptete der US-Pr\u00e4sident j\u00fcngst. <br \/>\u00ab\u00a0Leider war D\u00e4nemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen.\u00a0\u00bb Stimmt das? Wer ist f\u00fcr die Sicherheit Gr\u00f6nlands tats\u00e4chlich zust\u00e4ndig? Und welche Rolle spielen die USA und Deutschland dabei? <br \/>Gr\u00f6nland ist ein gr\u00f6\u00dftenteils autonomes Gebiet, geh\u00f6rt v\u00f6lkerrechtlich aber zu D\u00e4nemark. Das K\u00f6nigreich geh\u00f6rt wie die USA zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Nato. Mit deren Gr\u00fcndung 1949 ist auch Gr\u00f6nland Nato-Gebiet. Milit\u00e4risch zust\u00e4ndig ist der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkr\u00e4fte in Europa (Saceur), immer ein US-General. Dessen Verantwortungsgebiet reicht vom Mittelmeer bis an den Nordpol. <br \/>Dar\u00fcber hinaus haben die USA und D\u00e4nemark vor fast 75 Jahren ein Abkommen mit dem Titel \u00ab\u00a0Verteidigung Gr\u00f6nlands\u00a0\u00bb (\u00ab\u00a0concerning the defence of Greenland\u00a0\u00bb) geschlossen. Der Vertrag stammt aus den Zeiten des Kalten Kriegs und wurde am 27. April 1951 unterzeichnet. <br \/>Laut Artikel 2 berechtigt es die USA, das Gebiet Gr\u00f6nlands \u00ab\u00a0f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke\u00a0\u00bb zu nutzen. Dies umfasst etwa den Bau und Betrieb von Milit\u00e4ranlagen, die Stationierung und Unterbringung von Soldaten und Zivilisten. Das Abkommen gibt Washington zudem Kontrolle \u00fcber \u00ab\u00a0den Betrieb von Schiffen, Flugzeugen sowie Wasserfahrzeugen\u00a0\u00bb \u2013 allerdings \u00ab\u00a0unter geb\u00fchrender Achtung der Zust\u00e4ndigkeiten der Regierung des K\u00f6nigreichs D\u00e4nemark\u00a0\u00bb. <br \/>De facto d\u00fcrfen die USA also die Nato-Aufgaben f\u00fcr Gr\u00f6nland \u00fcbernehmen. Im Jahr 2004 wurde der Vertrag aktualisiert und hat bis heute Bestand. Die Aktualisierung gab auch Gr\u00f6nland ein Mitspracherecht mit Blick auf seine Verteidigung. <br \/>Im vergangenen Jahr wurde angek\u00fcndigt, dass die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Nato-Verteidigungsplanungen f\u00fcr D\u00e4nemark, Schweden und Finnland vom operativen Hauptquartier im niederl\u00e4ndischen Brunssum an das in Norfolk in den USA \u00fcbertragen wird. Das ist eine Reaktion auf die ver\u00e4nderte Sicherheitslage, ohne dass es Anzeichen daf\u00fcr gibt, dass Russland oder China sich der Arktisinsel bem\u00e4chtigen wollen. <br \/>Im Kalten Krieg hatten die USA viel mehr Milit\u00e4r als jetzt auf Gr\u00f6nland. Kanzler Friedrich Merz (CDU) nannte am Montag eine Zahl von einst \u00fcber 30.000 Soldaten. \u00ab\u00a0Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht hei\u00dft, dass sie nicht wieder gr\u00f6\u00dfer werden k\u00f6nnte\u00a0\u00bb, sagte der Kanzler.<br \/>Die US-Soldaten sind vor allem in der Pituffik Space Base, fr\u00fcher Luftwaffenbasis Thule. Der Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Pituffik im Nordwesten Gr\u00f6nlands wurde 1951 eingerichtet und untersteht seit 2020 dem Kommando der US Space Force, das f\u00fcr die Weltraum\u00fcberwachung zust\u00e4ndig ist. Die Anlage in Pituffik ist wichtig f\u00fcr die US-Raketenabwehr, denn sie liegt auf der k\u00fcrzesten Flugbahn zwischen Russland und den Vereinigten Staaten.<br \/>Pituffiks Blickpunkt auf dem Kopf der Welt erm\u00f6gliche strategisch gesehen Weltraum\u00fcberlegenheit, schreibt das US-Milit\u00e4r selbst \u00fcber die Anlage. Es sei die n\u00f6rdlichste US-Milit\u00e4reinrichtung &#8211; neun Monate im Jahr von Eis eingeschlossen, habe aber eine rund ums Jahr offene Landebahn.<br \/>Ja, sagte Marc Jacobsen, der am Royal Danish Defence College zu Diplomatie und Sicherheitspolitik in der Arktis forscht. \u00ab\u00a0Das ist bereits im Rahmen des geltenden Abkommens m\u00f6glich.\u00a0\u00bb <br \/>In dem 2004 erg\u00e4nzte Abkommen hei\u00dft es dazu, dass die US-Regierung die d\u00e4nische und die gr\u00f6nl\u00e4ndische Regierung \u00ab\u00a0vor der Umsetzung wesentlicher \u00c4nderungen an milit\u00e4rischen Operationen oder Einrichtungen der Vereinigten Staaten in Gr\u00f6nland konsultieren und informieren\u00a0\u00bb soll.<br \/>Auch wenn die gemeinsame Entsendung von Soldaten als politisches Signal verstanden wird, diente sie formal der Vorbereitung einer milit\u00e4rischen \u00dcbung. Die M\u00e4nner und Frauen der Bundeswehr haben die Bedingungen daf\u00fcr gepr\u00fcft. Genannt werden Hafenanlagen, logistische M\u00f6glichkeiten, die Treibstoffversorgung und praktische Fragen wie die Enteisung von Luftfahrzeugen.<br \/>Meist geht es auch um Standorte. Darunter k\u00f6nnte der Zivilflughafen Kangerlussuaq sein, fr\u00fcher ein US-Milit\u00e4rstandort und gut 300 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt am Ende eines mehr als 150 Kilometer langen Fjords gelegen. <br \/>Als m\u00f6gliche deutsche Beitr\u00e4ge nannte das Verteidigungsministerium Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge mit neuen Maschinen vom Typ P-8 Poseidon, aber auch die Entsendung von Gebirgsj\u00e4gern, Fregatten oder Kampfflugzeugen. <br \/>Im vergangenen Jahr war der Einsatzgruppenversorger \u00ab\u00a0Berlin\u00a0\u00bb als erstes Schiff der Deutschen Marine in Nuuk auf Gr\u00f6nland eingelaufen. Zudem hat Deutschland die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit Island, Kanada und Gro\u00dfbritannien verst\u00e4rkt. Die Bundeswehr beteiligte sich mehrfach an \u00dcbungen. <br \/>Aktuell gehe es darum, im Nordatlantik die Seegebiete zwischen Gr\u00f6nland, Island und Gro\u00dfbritannien besser abzusichern, ein Lagebild zu haben \u00ab\u00a0und bei Bedarf im Grunde auch M\u00f6glichkeiten und Mittel vor Ort hat\u00a0\u00bb, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.<br \/>Eine f\u00fcr die Nato wie auch Russland und China strategisch wichtige Meerenge im Nordatlantik ist das sogenannte GIUK-Gap, begrenzt durch Gr\u00f6nland, Island und Gro\u00dfbritannien. Im Blick ist auch das als Bear-Gap bezeichnete und strategisch wichtige Gew\u00e4sser zwischen Nordkap, B\u00e4reninsel und Spitzbergen.<br \/>Sollten die USA Gr\u00f6nland wirklich mit milit\u00e4rischer Gewalt an sich rei\u00dfen wollen, w\u00e4ren die D\u00e4nen und Gr\u00f6nl\u00e4nder chancenlos. Auch deshalb versuchen beide L\u00e4nder es weiter mit Diplomatie \u2013 aber auch mit klarer Abgrenzung. <br \/>Ein Zeichen wollen die D\u00e4nen mit einer verst\u00e4rkten Milit\u00e4rpr\u00e4senz auf der Arktisinsel setzen. Erst am Montagabend landete erneut ein Flugzeug mit d\u00e4nischen Soldaten auf dem Flughafen der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Hauptstadt Nuuk. Sie sollen unter anderem kritische Infrastruktur bewachen und unter den extremen Bedingungen der Arktis trainieren. <br \/>Um die USA von ihrem Vorhaben abzubringen, setzt D\u00e4nemark zudem stark auf die Unterst\u00fctzung der EU- und Nato-Partner.<br \/>Als kleines Land sind die D\u00e4nen auf ihre Alliierten angewiesen und tun alles daf\u00fcr, die europ\u00e4ischen Nato-Partner in dem Konflikt auf ihrer Seite zu haben. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung haben Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Schweden, Finnland, Norwegen, die Niederlande und D\u00e4nemark erst vor wenigen Tagen erneut ihre volle Solidarit\u00e4t mit Gr\u00f6nland und dem d\u00e4nischen K\u00f6nigreich bekundet.<br \/>Gleichzeitig will D\u00e4nemark mit Hilfe der Nato-Alliierten zeigen, wie es Gr\u00f6nland und die Arktis besser besch\u00fctzen kann. Gerade erst bat D\u00e4nemark die Nato um eine dauerhafte Pr\u00e4senz auf Gr\u00f6nland. Vorbild daf\u00fcr k\u00f6nnte die verst\u00e4rkte Nato-Pr\u00e4senz in der Ostsee und im Baltikum sein, wie Regierungschefin Mette Frederiksen sagte. <br \/>Im Laufe des Jahres wollen die D\u00e4nen immer wieder mit internationalen Trupps in Schnee und Eis trainieren \u2013 etwa in der Siedlung Kangerlussuaq. \u00ab\u00a0Die Fahrwasser hier sind voller Eis. Es ist gef\u00e4hrlich, Schiff zu fahren\u00a0\u00bb, sagt S\u00f8ren Andersen, Chef des Arktischen Kommandos. <br \/>\u00ab\u00a0In Kangerlussuaq kann es an einem ganz normalen Wintertag bis zu minus 40 Grad kalt sein.\u00a0\u00bb Unter solchen Bedingungen h\u00e4tten viele Einheiten der Streitkr\u00e4fte noch nie trainiert, sagt er. Deshalb sei es n\u00f6tig, dass sie vor Ort seien. Das Arktische Kommando ist eine Einheit der d\u00e4nischen Streitkr\u00e4fte in Nuuk. (dpa\/afp\/bearbeitet von thp)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Streit um Gr\u00f6nland ist zur Belastung f\u00fcr die transatlantischen Beziehungen geworden. 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