<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":397566,"date":"2017-01-08T00:04:14","date_gmt":"2017-01-07T22:04:14","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=397566"},"modified":"2017-01-08T00:04:14","modified_gmt":"2017-01-07T22:04:14","slug":"urwahl-grune-gruppentherapie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/urwahl-grune-gruppentherapie\/","title":{"rendered":"Urwahl: Gr\u00fcne Gruppentherapie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/img.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-01\/wahl-gruene\/wide__1300x731\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Eine solch \u00f6ffentliche Selbstgei\u00dfelung hat man bei den Gr\u00fcnen lange nicht erlebt. \u00ab\u00a0Ich will nicht hinter der AfD landen und bei neun Prozent verrecken\u00a0\u00bb, klagt Robert Habeck mit Blick auf die Umfragelage zum Auftakt des Wahlkampfjahres. Der schleswig-holsteinische Umweltminister hat einen ernsten Blick aufgesetzt. \u00ab\u00a0Keiner will mehr mit uns koalieren. Wir sind im Sinkflug\u00a0\u00bb, stellt er fest.<br \/>In einem Restaurant in Berlin-Mitte ist am Samstagmittag das gr\u00fcne Banner mit der Aufschrift \u00ab\u00a0Spitzenduo 17: Basis ist Boss\u00a0\u00bb aufgespannt. Drau\u00dfen weht ein eisiger Wind, es schneit und die Stadt ist leerer als sonst, aber der Laden gut gef\u00fcllt. F\u00fcr Gr\u00fcnen-Mitglieder sind dies spannende Tage: In Berlin wollen sich die Bewerber um die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl ein letztes Mal der Basis pr\u00e4sentieren, bevor der Mitgliederentscheid kommende Woche endet.<br \/>Eigentlich wollten sich die vier Bewerber, von denen nur zwei Spitzenkandidaten werden k\u00f6nnen, auf der improvisierten B\u00fchne ein bisschen bekappeln, f\u00fcr sich werben, f\u00fcr Lacher im Publikum sorgen und die Mitglieder davon \u00fcberzeugen, das Kreuz beim eigenen Namen zu machen. Stattdessen endet das Treffen in einer Gruppentherapie \u2013 nur ohne L\u00f6sungsans\u00e4tze.<br \/>\u00ab\u00a0Die Kommentarlage zu unserer Partei ist bescheiden bis beschissen\u00a0\u00bb, res\u00fcmiert Katrin G\u00f6ring-Eckardt die erste Woche des Jahres. Als einzige weibliche Bewerberin f\u00fcr den Frauenplatz im Spitzenkandidaten-Team schon gesetzt, befindet die Fraktionschefin au\u00dferdem: \u00ab\u00a0Es geht jetzt nicht um Egotrips. \u00a0\u00bb Auch ihr Kollege Anton Hofreiter bezeichnet die Zusammenarbeit der Gr\u00fcnen-Spitze als optimierungsbed\u00fcrftig: \u00ab\u00a0Muss ich wirklich in jede Kamera reinreden, nur weil sie mir ein Mikrofon vor die Nase halten\u00a0\u00bb, fragt der Co-Fraktionschef. Zum Thema Profilierungssucht fielen ihm Leute auf Bundes- und auf Landesebene ein, schiebt Hofreiter hinterher \u2013 offenbar ist ihm wichtig, dass der Kommentar nicht nur auf Parteichefin Simone Peter bezogen wird.<br \/>Am Neujahrstag hatte die Vertreterin des linken Fl\u00fcgels die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit des Polizeieinsatzes am K\u00f6lner Hauptbahnhof in Frage gestellt. Dort hatten die Beamten am Silvesterabend vor allem nordafrikanisch aussehende Menschen kontrolliert, um sexuelle \u00dcbergriffe auf feiernde Frauen wie im Vorjahr zu verhindern. Peters Frage nach Rassismus wies die Polizei weit von sich, ebenso eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung \u2013 und die Gr\u00fcnen-Spitze ebenso.<br \/>Auch am Samstag ist der \u00c4rger \u00fcber Peter noch gro\u00df: Nun sehe es wieder so aus, als seien die Gr\u00fcnen linke Chaoten, die Polizei als Feind ans\u00e4hen, seufzen F\u00fchrungsmitglieder beim Urwahl-Forum.<br \/>Aus dem S\u00fcden der Republik hatte sich da bereits der T\u00fcbinger Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer zu Wort gemeldet. Palmer wirft seiner Partei gern mal vor, beim Thema Fl\u00fcchtlinge blau\u00e4ugig zu sein: Mit einem solchen Verhalten bringe man die ganze Gesellschaft gegen sich auf, sagte er der taz. Nicht gut, wo doch in neun Monaten ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt wird und schon der Wahlkampf 2013 f\u00fcr die Gr\u00fcnen geh\u00f6rig daneben ging.<br \/>Die Gr\u00fcnen und die innere Sicherheit, das war schon immer ein schwieriges Thema. Noch nie wurde der Partei auf diesem Gebiet besonders hohe Kompetenz zugestanden. Hinzu kommt, dass die Gr\u00fcnen zerrissen sind zwischen ihren zunehmend b\u00fcrgerlichen W\u00e4hlern und linken Sympathisanten, die finden, dass Racial Profiling durchaus ein Thema ist, das es zu kritisieren gilt.<br \/>Es ist ein gro\u00dfes Dilemma: Verlangen neue Zeiten nicht auch neue Antworten? So ertappen sich auch linke Politiker bei der Frage: Wie anders h\u00e4tte die Polizei in K\u00f6ln kontrollieren k\u00f6nnen als nach der Hautfarbe. Schlie\u00dflich stammten doch die Schuldigen des vergangenen Jahres haupts\u00e4chlich aus Nordafrika?<br \/>Auf dem Urwahlforum versuchen die Kandidaten, nicht n\u00e4her auf diesen Konflikt einzugehen, obwohl die Antworten interessant gewesen w\u00e4ren. G\u00f6ring-Eckardt und die drei m\u00e4nnlichen Kandidaten Hofreiter, Habeck und Gr\u00fcnen-Chef Cem \u00d6zdemir sind sich lieber einig darin, dass es mehr Polizei und Video\u00fcberwachung an gef\u00e4hrdeten \u00f6ffentlichen Orten brauche. Aber nicht mehr \u00ab\u00a0sichere Herkunftsl\u00e4nder\u00a0\u00bb \u2013 eine Forderung, die aus der Union erhoben wird.<br \/>Au\u00dferdem beklagen sie \u2013 Stichwort Gruppentherapie \u2013 den fehlenden Zusammenhalt in der eigenen Parteispitze. Um ihn dann wieder zu demonstrieren: Was der Vorteil seiner Zusammenarbeit mit der in Berlin nicht anwesenden Simone Peter sei, wird \u00d6zdemir gefragt, dessen Abneigung gegen\u00fcber seiner Co-Vorsitzenden ein offenes Geheimnis ist. Och, sagt \u00d6zdemir, das sei doch familienfreundlich. So k\u00f6nne man sich die Termine am Wochenende besser aufteilen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 1.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-01\/gruene-urwahl-spitzenkandidaten-goering-eckardt-oezdemir-habeck-hofreiter\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-01\/gruene-urwahl-spitzenkandidaten-goering-eckardt-oezdemir-habeck-hofreiter<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine solch \u00f6ffentliche Selbstgei\u00dfelung hat man bei den Gr\u00fcnen lange nicht erlebt. \u00ab\u00a0Ich will nicht hinter der AfD landen und bei neun Prozent verrecken\u00a0\u00bb, klagt Robert Habeck mit Blick auf die Umfragelage zum Auftakt des Wahlkampfjahres. 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