<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":398772,"date":"2017-01-09T00:04:43","date_gmt":"2017-01-08T22:04:43","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=398772"},"modified":"2017-01-09T00:04:43","modified_gmt":"2017-01-08T22:04:43","slug":"jerusalem-ein-anschlag-der-die-rechten-starkt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/jerusalem-ein-anschlag-der-die-rechten-starkt\/","title":{"rendered":"Jerusalem: Ein Anschlag, der die Rechten st\u00e4rkt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/img.zeit.de\/gesellschaft\/2017-01\/jerusalem-lastwagen-rast-in-menschengruppe-bild\/wide__1300x731\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Der Blick von hier oben auf die Jerusalemer Altstadt ist einzigartig. Auf der gro\u00dfz\u00fcgig angelegten Promenade in Armon Hanaziv, im Osten Jerusalems, findet man deshalb Jogger, Touristen, Reisegruppen und einheimische Ausfl\u00fcgler. Hier hat auch der Bus voller junger Israelis in Uniform das erste Mal gerade Halt gemacht, als ein wei\u00dfer Lastwagen mit israelischem Nummernschild die breite Stra\u00dfe verl\u00e4sst und in die Aussteigenden rast , noch einmal zur\u00fccksetzt und \u2013 der Fahrer ist von den ersten Sch\u00fcssen zun\u00e4chst nur verletzt \u2013 nochmals in sie hineinrammt.<br \/>Den Sanit\u00e4tern, die bald darauf am Tatort eintrafen, bot sich ein grauenvolles Bild. Einige Opfer waren noch unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Drei Frauen und ein Mann starben sofort, 13 Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. <br \/>Schnell stand auch der Name des erschossenen Fahrers fest: Es soll sich um den 28-j\u00e4hrigen Familienvater Fadi al-Kanabir aus Jabel Mukaber handeln, ein arabisches Stadtviertel, das gleich hinter dem j\u00fcdisch besiedelten Armon Hanaziv beginnt. Aus dieser vernachl\u00e4ssigten Nachbarschaft kamen viele der pal\u00e4stinensischen Angreifer, die in den letzten Jahren mit K\u00fcchenmessern oder mit dem Auto israelische Passanten angegriffen haben. <br \/>Der Fahrer sei jedoch kein bekanntes Gesicht, sagte der Polizeikommissar Roni Alscheich, es habe auch keine spezifischen Vorwarnungen gegeben, obwohl er schon einmal in Gef\u00e4ngnishaft war. Er besa\u00df israelische Papiere, war also ganz legal unterwegs. <br \/>Wenig sp\u00e4ter traf Premierminister Benjamin Netanjahu mit seinem Verteidigungsminister vor Ort ein, sprach von einem \u00ab\u00a0tragischen Anschlag\u00a0\u00bb und gab eine Information preis, die der Polizeikommissar \u2013 noch? \u2013 nicht hatte: Der Attent\u00e4ter sei allen Anzeichen nach ein Unterst\u00fctzer des \u00ab\u00a0Islamischen Staates\u00a0\u00bb gewesen. Dann zog Netanjahu eine Linie von den Anschl\u00e4gen in Nizza \u00fcber Berlin nach Jerusalem. <br \/>Weil die Medien vor Ort gef\u00fcttert werden wollen, gibt es Fragen \u00fcber Fragen, die beantwortet werden m\u00fcssen. Der israelische Polizeichef Roni Alscheich schloss nicht aus, dass der Pal\u00e4stinenser von dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin inspiriert worden sei. \u00ab\u00a0Es ist sicherlich m\u00f6glich, dass man sich vom Fernsehen beeinflussen lassen kann, aber man nur schwer in die K\u00f6pfe des Einzelnen hineinschauen und feststellen, was ihn zu seiner Tat veranlasst hat, aber zweifellos spielen solche Dinge eine Rolle. \u00ab\u00a0<br \/>Die Israelis sind ge\u00fcbt in solchen Szenarien. Abends werden in den Nachrichten die Namen der Toten verlesen, wenn die Angeh\u00f6rigen zuvor informiert worden sind. Die Frage, ob sich so eine Tat verhindern l\u00e4sst, beantworten die meisten Experten, die in der andauernden Live-Berichterstattung zu Wort kommen, mit einem klaren Nein. <br \/>Die rechten Regierungspolitiker sind gefangen in einem Catch. Denn da sie in der Verantwortung sind, k\u00f6nnen sie nicht die Opposition anklagen, nicht genug f\u00fcr die Sicherheit zu tun.<br \/>Nur die stellvertretende Au\u00dfenministerin Zipi Hortovely wusste gleich, was den M\u00f6rder angetrieben haben mag. \u00ab\u00a0Die Welt hat eine klare Antwort von den Pal\u00e4stinensern bekommen im Hinblick auf die anstehende Friedenskonferenz in Paris: mehr Terror\u00a0\u00bb, sagte sie und rief die \u00ab\u00a0internationale Gemeinschaft erneut auf, den Terror zu beenden und die dorthin f\u00fchrende Erziehungsindustrie\u00a0\u00bb. <br \/>Es sind jene Momente, die viele Israelis schon vor l\u00e4ngerer Zeit zu ihrem Rechtsruck bewegt haben. Zwar gibt es noch Stimmen, die dann auch von dem immer noch zu l\u00f6senden politischen Konflikt mit den Pal\u00e4stinensern reden (\u00ab\u00a0Braucht man diese Ostteile der Stadt? \u00ab\u00a0), aber sie verklingen dann schnell in einer allgemeinen Atmosph\u00e4re von Wut, Politik und Hoffnungslosigkeit, dass ein solches Abkommen mit der anderen Seite m\u00f6glich w\u00e4re.<br \/>\u00ab\u00a0F\u00fcr diese Wiederauflage von islamischem Terror gibt es keinen Unterschied zwischen einem Bewohner im Osten Jerusalems, in Ramallah oder in Teheran\u00a0\u00bb, sagte Justizministerin Ayeled Shaked. Ehud Yaari, Expertin f\u00fcr arabische Angelegenheiten im zweiten Fernsehkanal, verwies auf die Biographien solcher Attent\u00e4ter \u00ab\u00a0oft mit schwerwiegenden Problemen\u00a0\u00bb. Mit einer solchen Tat werde man vom \u00ab\u00a0Zero zum Hero, von einer Nullnummer zum Helden\u00a0\u00bb.<br \/>Populistische Abgeordnete rufen reflexhaft nach wirkungsvollen Abschreckungsmethoden wie die Ausweisung der Angeh\u00f6rigen, wohl wissend, dass die zust\u00e4ndigen Richter im Lande dies nicht zulassen. In einer Art Nebenschauplatz fand am Montag auch eine kurze Diskussion dar\u00fcber statt, ob es m\u00f6glicherweise die scharfe Verurteilung des Soldaten Elor Azaria war , die sich bereits auf der Promenade befindlichen Soldaten zun\u00e4chst z\u00f6gern lie\u00df, zum Gewehr zu greifen. Der damals 18-j\u00e4hrige Sanit\u00e4tssoldat Asaria hatte im <br \/>M\u00e4rz des vergangenen Jahres in Hebron den verletzt am Boden liegenden <br \/>Attent\u00e4ter in den Kopf geschossen. <br \/>W\u00e4hrend eine Video-Aufnahme der Tat schnell in den sozialen Netzwerken zirkulierte, erschien die Hamas mit dem Hashtag #TruckIntifada auf Twitter und verteilte S\u00fc\u00dfigkeiten im Gazastreifen, \u00ab\u00a0Dieser Lastwagenanschlag zeigt, dass jeder Versuch, den Widerstand zu stoppen, scheitern wird\u00a0\u00bb, twitterte der milit\u00e4rische Fl\u00fcgel.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 1.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-01\/jerusalem-anschlag-soldaten-auswirkungen-politik\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-01\/jerusalem-anschlag-soldaten-auswirkungen-politik<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Blick von hier oben auf die Jerusalemer Altstadt ist einzigartig. 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