<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":412809,"date":"2017-01-19T10:14:20","date_gmt":"2017-01-19T08:14:20","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=412809"},"modified":"2017-01-19T10:14:20","modified_gmt":"2017-01-19T08:14:20","slug":"donald-trump-traumt-weiter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/donald-trump-traumt-weiter\/","title":{"rendered":"Donald Trump: Tr\u00e4umt weiter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/img.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-01\/putin-tuer\/wide__1300x731\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Schon 2013 tr\u00e4umte Donald Trump von seinem \u00ab\u00a0neuen besten Freund\u00a0\u00bb Wladimir Putin; zwei Jahre sp\u00e4ter verk\u00fcndete er: \u00ab\u00a0Ich glaube, wir werden sehr gut miteinander auskommen. \u00a0\u00bb Nach der amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftswahl ist die Romanze aufgebl\u00fcht, mit Verlobungsgeschenken von beiden Seiten. Derweil Barack Obama 35 russische Nachrichtendienstler aus dem Land wirft, schnurrt Putin: Vorl\u00e4ufig keine Vergeltung, obwohl seit Stalins Zeiten das eiserne Gesetz vom \u00ab\u00a0Wie du mir, so ich dir\u00a0\u00bb gilt. Trump schnurrt zur\u00fcck. Russische Hackerbrigaden h\u00e4tten die Wahl manipuliert? Es \u00ab\u00a0k\u00f6nnen andere gewesen sein\u00a0\u00bb.<br \/>Die Europ\u00e4er sind<br \/>not amused. <br \/>Sie f\u00fcrchten sowohl Vereisung als auch Verbr\u00fcderung. Es gilt der Spruch: Wenn Elefanten Liebe machen, zertrampeln sie das Gras. Trump hat die Nato \u00ab\u00a0obsolet\u00a0\u00bb genannt und den Europ\u00e4ern gedroht: Ihr zahlt, oder wir ziehen ab. Was ist, wenn Trump dem Kreml die Ukraine als Morgengabe andient und die Sanktionen aufhebt, die Merkel hartn\u00e4ckig verteidigt? Und wenn dann Putin im Schutz des Russlandverstehers Trump seine Machtgel\u00fcste auf Europa richtet?<br \/>Europa sollte cool bleiben \u2013 in der Gewissheit, dass zwei \u00ab\u00a0Skorpione in der Flasche\u00a0\u00bb, um das alte Bild aufzugreifen, keine Ehe eingehen k\u00f6nnen. Die beiden sind die Einzigen, die einander vernichten k\u00f6nnen. Deshalb wachen sie eifers\u00fcchtig dar\u00fcber, dass der andere keine strategischen Vorteile erlangt. Die Geschichte best\u00e4tigt es.<br \/>Roosevelt w\u00e4hnte in Jalta, am Ende seines Lebens, dass Stalin sich an seiner osteurop\u00e4ischen Beute ges\u00e4ttigt habe. Sein Nachfolger Truman r\u00fcstete auf und gr\u00fcndete die Nato als Appetitz\u00fcgler. Eisenhower glaubte an den \u00ab\u00a0Geist von Genf\u00a0\u00bb, den Gipfel von 1955, der Europas Konflikte l\u00f6sen werde; drei Jahre sp\u00e4ter konterte Chruschtschow mit der Berlin-Krise. Kennedy streckte ihm 1961 die Hand auf dem Gipfel von Wien entgegen; ern\u00fcchtert kehrte er zur\u00fcck und befahl Aufr\u00fcstung. In Kuba standen die beiden Skorpione kurz vor dem Atomkrieg.<br \/>Nixon und Carter: Stets verwelkten die Olivenzweige, sei\u2019s in der Konfrontation im Jom-Kippur-Krieg von 1973, sei\u2019s bei der Afghanistan-Invasion 1979, obwohl Carter der Nation die \u00ab\u00a0\u00fcbertriebene Angst vor dem Kommunismus\u00a0\u00bb ausreden wollte. Freundlich ging es nur nach dem Zerfall der Sowjetunion zu, als die entthronte Supermacht zur\u00fcckwich und die deutsche Wiedervereinigung zulie\u00df.<br \/>Unter Putin, der den Kollaps der Sowjetunion als \u00ab\u00a0gr\u00f6\u00dfte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts\u00a0\u00bb beklagt, ging Obamas \u00ab\u00a0Neustart\u00a0\u00bb daneben ; Amerikas R\u00fcckzug aus der Welt geriet nicht zum Einvernehmen, sondern zur Einladung, sich die Krim zu greifen und nach Nahost zu expandieren. Ambitionierte Gro\u00dfm\u00e4chte werden immer das Vakuum nutzen, allemal ein Opportunist wie Putin.<br \/>Amerikas Einfluss auf den Lauf der Welt ist geschrumpft, trotz seiner gewaltigen wirtschaftlich-technologischen \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber Russland. Unvorstellbar ist es, dass Trump in dieser Schw\u00e4chephase mit seinem \u00ab\u00a0neuen besten Freund\u00a0\u00bb den Bund f\u00fcrs Leben schlie\u00dft. Hier flirten zwei verbissene Machtmenschen, die selbst Nettigkeiten als strategische Z\u00fcge sehen.<br \/>Michael Flynn, Trumps k\u00fcnftiger Sicherheitsberater, reiht Russland in das \u00ab\u00a0internationale B\u00fcndnis b\u00f6sartiger L\u00e4nder\u00a0\u00bb ein, \u00ab\u00a0das uns vernichten will\u00a0\u00bb. Bei den Republikanern, die beide H\u00e4user des Kongresses beherrschen, formiert sich die Revolte unter F\u00fchrung der Senatoren McCain und Graham, die Russland nicht als Buddy, sondern als Bedrohung demokratischer Werte und amerikanischer Interessen sehen.<br \/>Der Pr\u00e4sident macht Au\u00dfenpolitik, aber auf Dauer kann er es nicht gegen den Kongress. Erst recht nicht, wenn seine Luftschl\u00f6sser zerplatzen. Trump tr\u00e4umt davon, zusammen mit Putin den IS zu zerschlagen. Putin aber hat Gr\u00f6\u00dferes im Sinn. Er will seine Position in Nahost ausbauen und Amerika weiter zur\u00fcckdr\u00e4ngen, dann mithilfe russlandfreundlicher Rechtspopulisten die Oberhand \u00fcber die europ\u00e4ische Politik gewinnen. Beide Arenen sind seit je Angelpunkte der amerikanischen Strategie. Wie will Trump die von Obama betriebene Selbsteind\u00e4mmung hier noch toppen?<br \/>Eine Zeit lang d\u00fcrfen die Europ\u00e4er noch cool bleiben, um Trumps Lernkurve zu messen. Agiert er tats\u00e4chlich gegen uramerikanische Interessen, werden sie in den sauren Apfel der Selbstverteidigung bei\u00dfen m\u00fcssen. Wer soll dann diese unordentliche Truppe f\u00fchren \u2013 Merkel, May, Fillon? Oder Juncker? Aber vielleicht lernt Trump ja so schnell, wie er twittert.<br \/>Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de\/audio<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 3.3\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/02\/donald-trump-wladimir-putin-europa\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/2017\/02\/donald-trump-wladimir-putin-europa<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon 2013 tr\u00e4umte Donald Trump von seinem \u00ab\u00a0neuen besten Freund\u00a0\u00bb Wladimir Putin; zwei Jahre sp\u00e4ter verk\u00fcndete er: \u00ab\u00a0Ich glaube, wir werden sehr gut miteinander auskommen. \u00a0\u00bb Nach der amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftswahl ist die Romanze aufgebl\u00fcht, mit Verlobungsgeschenken von beiden Seiten. 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