<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":415640,"date":"2017-01-20T11:26:00","date_gmt":"2017-01-20T07:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=415640"},"modified":"2017-01-20T12:06:06","modified_gmt":"2017-01-20T10:06:06","slug":"heute-kommt-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/heute-kommt-donald-trump\/","title":{"rendered":"Heute kommt Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/bc02.rp-online.de\/polopoly_fs\/a-capitol-police-officer-stands-guard-1.6546725.1484851836!httpImage\/664200106.jpg_gen\/derivatives\/d950x950\/664200106.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Heute also passiert es: Jed Bartlet tritt als US-Pr\u00e4sident ab, Frank Underwood \u00fcbernimmt. <br \/>Wie? Stimmt nicht? Fake News? <br \/>Na ja, nat\u00fcrlich tritt Donald Trump als 45. US-Pr\u00e4sident an und l\u00f6st Barack Obama ab. Damit aber \u00fcberschreitet Amerika eine kulturelle Schwelle: Es endet das Zeitalter von \u00ab\u00a0The West Wing\u00a0\u00bb, es beginnt die \u00c4ra von \u00ab\u00a0House of Cards\u00a0\u00bb. <br \/>Das sind die zwei Fernsehserien dieses Jahrhunderts zur US-Politik. \u00ab\u00a0The West Wing\u00a0\u00bb, entstanden 1999 bis 2006, zeigte das Team, das dem demokratischen Pr\u00e4sidenten Jed Bartlet zuarbeitet. Der Name meint den Fl\u00fcgel des Wei\u00dfen Hauses, in dem der Pr\u00e4sident und seine Berater arbeiten. \u00ab\u00a0House of Cards\u00a0\u00bb, auf Sendung seit 2013, dreht sich um Frank Underwood \u2013 ebenfalls Demokrat, aber skrupellos. Er bringt es vom Fraktionsfunktion\u00e4r bis ins Oval Office. <br \/>Um Charakterfragen soll es hier nicht gehen. Sondern darum, wie Politik unters Volk gebracht wird. In \u00ab\u00a0West Wing\u00a0\u00bb ist der Pr\u00e4sident die Spitze eines gut ge\u00f6lten Apparats; Jed Bartlet ist auch sein Produkt. In \u00ab\u00a0House of Cards\u00a0\u00bb gilt: Der Pr\u00e4sident ist der Pr\u00e4sident ist der Pr\u00e4sident. Um Ablaufpl\u00e4ne, Organigramme und Konventionen schert Frank Underwood sich nur, wenn er rechtlich dazu verpflichtet ist. Ansonsten macht er Politik nach eigenem Gusto. Wie Donald Trump. <br \/>Gediegener gesagt: Trump \u00fcbt Macht eindimensional aus. Der deutsche Historiker Ernst Kantorowicz hat das 1957 mit Bezug auf das Mittelalter die \u00ab\u00a0zwei K\u00f6rper des K\u00f6nigs\u00a0\u00bb genannt: den nat\u00fcrlichen, also das Individuum, und den politischen als Inbegriff der Institution. Trump macht zwar Politik, nat\u00fcrlich, aber ausschlie\u00dflich als Individuum, als exorbitantes Ego, als \u00ab\u00a0The Donald\u00a0\u00bb. Das hat ihn ins Amt gebracht; mit dem Polit-Establishment wollte er nichts zu tun haben, er will \u00ab\u00a0den Sumpf trockenlegen\u00a0\u00bb. Der K\u00f6nig ist tot, es lebe der K\u00f6nig, hie\u00df es im Mittelalter. Heute hei\u00dft es: Ein Pr\u00e4sident geht, ein Trump kommt. <br \/>Das ist nicht so gemeint, als fehle Trump das Format f\u00fcr das Amt. Die Vermutung liegt zwar nahe, aber das muss sich noch zeigen. Entscheidend ist hier: Trump wird sich kaum auf die Erhabenheit seines Amts berufen. Er kann es gar nicht. Alles zivilreligi\u00f6se Pathos der amerikanischen Demokratie passt nicht zu ihm, und wer die Berufspolitik Washingtons derart ver\u00e4chtlich gemacht hat, wird schwerlich ihr Teil werden, um seinem Auftreten Gravit\u00e4t zu verleihen, wie das selbst der Newcomer Obama getan hat. <br \/>Trump will auch im Amt den Online-Kurznachrichtendienst Twitter nutzen, und zwar von seinem pers\u00f6nlichen Konto aus. \u00ab\u00a0Real Donald Trump\u00a0\u00bb hei\u00dft der bezeichnenderweise. Obama twittert seit 2015 auch selbst \u2013 aber vom Account \u00ab\u00a0Potus\u00a0\u00bb, was im Polit-Slang \u00ab\u00a0President of the United States\u00a0\u00bb hei\u00dft. Auch auf Twitter gilt: Obama ist das Amt, Trump ist Trump, ohne Filter. <br \/>Obama hat bisher 347 Tweets gesendet; 13,7 Millionen Menschen folgen seinen Kurznachrichten. Trump hat mehr als 34.000 Tweets abgesetzt und 6,7 Millionen Follower mehr, erzeugt daher im Schnitt auch mehr Resonanz. Polemik z\u00fcndet besonders. Die Kurznachrichten-Politik sei sozusagen Notwehr, hat Trump im Dezember, nat\u00fcrlich \u00fcber Twitter, wissen lassen: \u00ab\u00a0Wenn die Presse genau und ehrlich \u00fcber mich berichten w\u00fcrde, h\u00e4tte ich viel weniger Grund zum Twittern. \u00a0\u00bb <br \/>Diese Woche legte er nach: Zu twittern sei viel genauer als Pressestatements, weil es sofort wie gew\u00fcnscht wirke. Eine Art plebiszit\u00e4re Demokratie, nur von oben und online. Trumps Kommunikation erinnert eher an Gestalten wie Hugo Ch\u00e1vez in Venezuela, der sich eine eigene Fernsehsendung zulegte, als an Obama. Der war schon ein Medienpr\u00e4sident, aber Trump stellt alles in den Schatten. <br \/>Er zelebriert nicht nur den hei\u00dfen Draht zum Volk, er \u00fcbt \u00fcber Twitter auch Macht aus, roh und neuartig. US-Autokonzerne haben es zu sp\u00fcren bekommen, denen er per Tweet Strafz\u00f6lle androhte \u2013 100.000 \u00ab\u00a0Likes\u00a0\u00bb und \u00ab\u00a0Retweets\u00a0\u00bb solcher Drohungen sind ein m\u00e4chtiges Verbrauchervotum. Ford kassierte prompt seine Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Werk in Mexiko. <br \/>So geht Politik in der \u00c4ra Trump. Frank Underwood w\u00e4re stolz. <br \/>Letzter Anruf Barack Obamas geht an Angela Merkel. <br \/>Wie die Amtseinf\u00fchrung abl\u00e4uft, lesen Sie hier. <br \/>Welche Stars sich offen gegen Trump ausgesprochen haben, lesen Sie hier. <br \/>Was ein Trump-W\u00e4hler aus Essen \u00fcber die Reaktionen auf sein Idol sagt. <br \/>Mehr zu Donald Trump lesen Sie auch in unserem Dossier.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 4.5\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/ausland\/inauguration-2017-heute-kommt-donald-trump-aid-1.6546751\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/ausland\/inauguration-2017-heute-kommt-donald-trump-aid-1.6546751<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute also passiert es: Jed Bartlet tritt als US-Pr\u00e4sident ab, Frank Underwood \u00fcbernimmt. 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