<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":431346,"date":"2017-01-28T08:02:00","date_gmt":"2017-01-28T04:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=431346"},"modified":"2017-01-28T06:04:41","modified_gmt":"2017-01-28T04:04:41","slug":"warum-martin-schulz-nicht-kanzler-wird","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/warum-martin-schulz-nicht-kanzler-wird\/","title":{"rendered":"Warum Martin Schulz nicht Kanzler wird"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/bilder.augsburger-allgemeine.de\/img\/politik\/crop40309907\/0084782474-ctopTeaser-w1200\/dpa-14947000449CAD06.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Der Zauber, der seit Hermann Hesse jedem Anfang innewohnt, verf\u00fchrt die SPD zu einem tollk\u00fchnen Gedankenexperiment: Getragen von einer Welle der Sympathie erobert Martin Schulz im Herbst das Kanzleramt, ein Mann aus kleinen Verh\u00e4ltnissen, ehrgeizig, eloquent und ohne Scheu vor der gro\u00dfen Aufgabe, die ihn dort erwartet. Er selbst ist es, der am Tag nach Sigmar Gabriels Verzicht das vermeintlich Unm\u00f6gliche beschw\u00f6rt: Ein Herausforderer, dessen Regierungserfahrung sich auf elf Jahre als B\u00fcrgermeister einer Kleinstadt beschr\u00e4nkt, st\u00fcrzt die m\u00e4chtigste Frau der Welt. <br \/>Die Kraft der Autosuggestion, die viele Genossen in dieser Woche erfasst hat, wird allerdings kaum bis zum Wahltag reichen. Dazu sitzt Angela Merkel, obschon politisch angeschlagen, noch zu fest im Sattel. Anders als Gerhard Schr\u00f6der, der mit seiner beherzt-pragmatischen Art auch f\u00fcr Konservative und Liberale w\u00e4hlbar war und 1998 \u00fcberdies vom allgemeinen Verdruss \u00fcber die Lethargie der letzten Kohl-Jahre profitierte, ist Schulz kein Kandidat, der au\u00dferhalb des sozialdemokratischen Milieus nennenswert punkten kann. Dass Gabriel f\u00fcr ihn Platz gemacht hat, folgt ja vor allem parteitaktischen \u00dcberlegungen. Schulz, in der SPD deutlich popul\u00e4rer als er, kann die eigenen Anh\u00e4nger besser mobilisieren, das bringt etwas Schwung in den Wahlkampf und in den Umfragen auch schon den einen oder anderen Prozentpunkt mehr. Nur: Um die Kanzlerin zu schlagen, ist das zu wenig. <br \/>F\u00fcr sie ist Martin Schulz vielleicht der etwas schwerer auszurechnende Kandidat. Aber kann er ihr wirklich gef\u00e4hrlich werden? W\u00e4hler, die Angela Merkel ihre Fl\u00fcchtlingspolitik ankreiden, werden kaum ins Lager eines Mannes \u00fcberlaufen, der gesagt hat, der Terror geh\u00f6re zu den Lebensrisiken des 21. Jahrhunderts. Au\u00dferdem, und das wiegt ungleich schwerer, fehlt Schulz eine klare strategische Option. Schr\u00f6der hatte gleich deren zwei: Rot-Gr\u00fcn oder eine Gro\u00dfe Koalition unter F\u00fchrung der SPD. Schulz kann, wenn \u00fcberhaupt, nur Kanzler werden, wenn Gr\u00fcne und Linke mit ihm koalieren oder die FDP erstens den Sprung zur\u00fcck in den Bundestag schafft und sich zweitens auf eine Ampelkoalition einl\u00e4sst \u2013 beides B\u00fcndnisse mit eingebauten Sollbruchstellen. Angela Merkel dagegen geht es wie ihrem Vorg\u00e4nger Schr\u00f6der: Mit viel Gl\u00fcck reicht es f\u00fcr Schwarz-Gr\u00fcn oder f\u00fcr Schwarz-Gelb, wenn nicht, steht wie immer die SPD parat. <br \/>Langsam, aber sicher, n\u00e4hert sich Deutschland so \u00f6sterreichischen Verh\u00e4ltnissen an, wo Konservative und Sozialdemokraten, von einem kurzen, spektakul\u00e4ren Flirt der \u00d6VP mit J\u00f6rg Haiders Freiheitlichen abgesehen, seit Jahrzehnten wie ein altes Ehepaar miteinander verbandelt sind: Man hat sich aneinander gew\u00f6hnt, irgendwie kann keiner mehr ohne den anderen, zugleich aber w\u00e4chst mit jeder Wahl der Frust \u2013 in der Koalition, vor allem aber drau\u00dfen, im Land. <br \/>In \u00d6sterreich speisen sich aus diesem Frust die Wahlergebnisse der rechtspopulistischen FP\u00d6. In Deutschland ist die AfD zwar noch bei weitem nicht so stark, die Mechanismen allerdings \u00e4hneln einander fatal. Den Mut, diesen Automatismus des Althergebrachten mit einem spektakul\u00e4ren Man\u00f6ver zu durchbrechen, zum Beispiel mit einer Kandidatur des Hamburger B\u00fcrgermeisters Olaf Scholz, hatten weder die SPD noch Scholz selbst. Wie Schr\u00f6der einst in Niedersachsen hat auch er bewiesen, dass er regieren kann \u2013 deshalb z\u00f6ge er auch W\u00e4hler aus anderen Lagern an. <br \/>Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, kann Angela Merkel ihrem vierten Kampf ums Kanzleramt gelassen entgegensehen. Ihr gr\u00f6\u00dftes Problem ist nicht Martin Schulz, sondern Horst Seehofer.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 1.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/Warum-Martin-Schulz-nicht-Kanzler-wird-id40332897.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/Warum-Martin-Schulz-nicht-Kanzler-wird-id40332897.html<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zauber, der seit Hermann Hesse jedem Anfang innewohnt, verf\u00fchrt die SPD zu einem tollk\u00fchnen Gedankenexperiment: Getragen von einer Welle der Sympathie erobert Martin Schulz im Herbst das Kanzleramt, ein Mann aus kleinen Verh\u00e4ltnissen, ehrgeizig, eloquent und ohne Scheu vor der gro\u00dfen Aufgabe, die ihn dort erwartet. 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