<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":434812,"date":"2017-01-30T21:25:00","date_gmt":"2017-01-30T17:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=434812"},"modified":"2017-01-30T20:14:38","modified_gmt":"2017-01-30T18:14:38","slug":"ehemalige-goebbels-sekretarin-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/01\/ehemalige-goebbels-sekretarin-gestorben\/","title":{"rendered":"Ehemalige Goebbels-Sekret\u00e4rin gestorben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/www.haz.de\/var\/storage\/images\/rnd\/leben-desk\/vermischtes\/uebersicht\/ehemalige-goebbels-sekretaerin-gestorben\/537380133-3-ger-DE\/Ehemalige-Goebbels-Sekretaerin-gestorben_ArtikelQuer.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>M\u00fcnchen\/Berlin. Die fr\u00fchere Sekret\u00e4rin des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels ist tot. Brunhilde Pomsel sei im Alter von 106 Jahren in der Nacht auf Sonnabend in M\u00fcnchen gestorben, best\u00e4tigte am Montag der Filmemacher Christian Kr\u00f6nes von der Produktionsfirma blackbox aus Wien, der den Dokumentarfilm \u201eEin deutsches Leben\u201c \u00fcber die Erinnerungen Pomsels produziert hat. Enge Freunde der Verstorbenen hatten ihn informiert. <br \/>Brunhilde Pomsel konnte sich nicht beklagen: Im Dritten Reich hatte sie eine gut bezahlte Arbeit, nette Kollegen und genug Geld f\u00fcr Extravaganzen. Und einen in ihren Augen angenehmen, h\u00f6flichen Chef: Joseph Goebbels. Ab 1942 war sie Sekret\u00e4rin in seinem NS-Propagandaministerium in Berlin. Sie arbeitete einem Mann aus dem Innersten des Terrorregimes zu, der als einer der schrecklichsten Demagogen in die Geschichte einging und mit Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Co. schlimmste Machtfantasien grausame Realit\u00e4t werden lie\u00df. Pomsel behelligte das nicht, sie habe davon nichts mitbekommen, erkl\u00e4rte sie stets. Erst nach dem Krieg sei ihr das Ausma\u00df der Schrecken klar geworden. Nun ist Pomsel im Alter von 106 Jahren in M\u00fcnchen gestorben. <br \/>Das Verm\u00e4chtnis der betagten Dame: Der Dokumentarfilm \u201eEin deutsches Leben\u201c, in dem Pomsel dem Wiener Produzenten Christian Kr\u00f6nes und drei anderen Regisseuren fast zwei Stunden lang aus ihrem Leben erz\u00e4hlt und der am 6. April ins Kino kommen soll. W\u00e4hrend des Drehs war sie bereits 103 Jahre alt. Sie wirkt zerbrechlich, das Gesicht ist von Falten zerfurcht. Doch ihr Verstand ist hellwach. <br \/>Da mutet es eigenartig an, dass sie vor mehr als 70 Jahren so wenig mitbekommen haben will: Wie Juden gedem\u00fctigt wurden und verschwanden, darunter ihre Freundin Eva L\u00f6wenthal. Die Pogromnacht von 1938, die allt\u00e4glichen Grausamkeiten und vor allem die Propaganda, mit der die Nazis die arische Herrenrasse beschworen und Juden, Sinti, Roma und Andersdenkende als minderwertig brandmarkten. Doch Pomsel blieb dabei: \u201eDas schw\u00f6re ich Ihnen, wir haben nichts davon gewusst\u201c, bekr\u00e4ftigte sie anl\u00e4sslich der Deutschlandpremiere im Sommer 2016 auf dem Filmfest M\u00fcnchen im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei h\u00f6chstens zwei Mal in das B\u00fcro von Goebbels gerufen worden. \u201eWenn da gerade eine Besprechung war und jemand gesagt hat, das muss festgehalten werden, dann ging die T\u00fcr auf und eine von uns ging rein und hat irgendetwas mitgeschrieben und ging wieder raus. Das war alles.\u201c <br \/>\u201eGehorchen und ein bisschen schwindeln dabei oder l\u00fcgen und die Schuld auf jemand anders schieben\u201c, so sei sie als Kind in Berlin erzogen worden, sagt sie im Film. \u201ePreu\u00dfisches Pflichtbewusstsein, ein bisschen auch dieses Sich-Unterordnen.\u201c Die Folge: \u201eWenn ich an einem Platz stand, dann hatte ich ihn auszuf\u00fcllen.\u201c Diese Einstellung zahlte sich aus, in barer M\u00fcnze, schon bei ihrer vorherigen Stellung beim Rundfunk. W\u00e4hrend Juden nach und nach alle Habseligkeiten verloren, freute sich die junge Frau mit dem Spitznamen \u201ePomseline\u201c \u00fcber ein \u00fcppiges Gehalt, lie\u00df sich sch\u00f6ne Kleider ma\u00dfschneidern, traf Freundinnen und war gl\u00fccklich \u00fcber die \u201enettangezogenen, freundlichen Menschen\u201c im B\u00fcro. \u201eDas habe ich schon sehr genossen.\u201c Politik? \u201eBin ja auch \u201ane Frau, muss ja nicht.\u201c <br \/>Als Konzentrationslager f\u00fcr unliebsame Zeitgenossen errichtet wurden, bekam Pomsel das mit, aber: \u201eMan wollte sie ja auch nicht gleich ins Gef\u00e4ngnis tun, die kamen in ein KZ zur Umerziehung, keiner hat sich Gedanken dar\u00fcber gemacht.\u201c Offene Kritik? \u201eDas war nicht m\u00f6glich, oder man musste sein Leben daf\u00fcr einsetzen.\u201c So wie die Mitglieder der \u201eWei\u00dfen Rose\u201c. \u201eEs war jedoch dumm von ihnen, dass sie solche Dinge taten. Wenn sie den Mund gehalten h\u00e4tten, dann lebten sie heute noch\u201c, ist sich Pomsel sicher und bedauert das grausame Urteil gegen die Studenten, die Flugbl\u00e4tter gegen das Naziregime verteilt hatten und deshalb hingerichtet wurden, \u201ewegen eines schei\u00df Papiers\u201c. <br \/>Dass die Nazis furchterregend waren, musste aber auch der Sekret\u00e4rin ged\u00e4mmert haben, sp\u00e4testens als sie Goebbels 1943 in Berlin bei der Rede im Sportpalast erlebte, wo er die Masse aufpeitschte mit der Frage \u201eWollt ihr den totalen Krieg?\u201c. Ein Saal voller rasender, hysterischer Menschen, die nach Einsch\u00e4tzung Pomsels \u201ebehext\u201c waren von diesem \u201etobenden Zwerg\u201c. \u201eEs war ein Naturereignis, die ganze Menge konnte nichts daf\u00fcr und er selber wahrscheinlich auch nicht.\u201c <br \/>Da ist wieder das Gef\u00fchl, unschuldig verf\u00fchrt worden zu sein. Als sie nach den N\u00fcrnberger Prozessen f\u00fcnf Jahre lang in russische Gefangenschaft kam, empfand sie dies als zutiefst ungerecht, \u201eweil ich ja nichts getan hatte, als bei Herrn Goebbels getippt und was dahinter steckte, wusste ich ja alles gar nicht, jedenfalls nur wenig\u201c. Schuldig sei sie nur, wenn man dem ganzen deutschen Volk vorwerfe, Hitler zur Macht verholfen zu haben. \u201eDas sind wir alle gewiss gewesen, auch ich.\u201c <br \/>Wie lebte es sich mit den Erinnerungen und mit dem Wissen, welche Gr\u00e4uel Goebbels, Hitler, G\u00f6ring und Konsorten angerichtet haben? \u201eWenn man durch so eine Zeit gegangen ist, (&#8230;) und letzten Endes doch nur an sich gedacht hat, da habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen.\u201c Die Erinnerungen seien t\u00e4glich pr\u00e4sent gewesen, \u201eso wie jeden Morgen die Sonne aufgeht\u201c, beschrieb sie im vergangenen Sommer. \u201eDas hat sich nat\u00fcrlich in mein Leben eingefressen, was alles an Schrecklichem passiert ist.\u201c <br \/>Von dpa\/RND<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 6.4\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Panorama\/Uebersicht\/Ehemalige-Goebbels-Sekretaerin-gestorben\" target=\"_blank\">http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Panorama\/Uebersicht\/Ehemalige-Goebbels-Sekretaerin-gestorben<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Berlin. 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