<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":475446,"date":"2017-03-15T15:55:00","date_gmt":"2017-03-15T13:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=475446"},"modified":"2017-03-15T18:07:04","modified_gmt":"2017-03-15T16:07:04","slug":"pflanzenschutzmittel-unkrautvernichter-glyphosat-laut-bericht-nicht-krebserregend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/03\/pflanzenschutzmittel-unkrautvernichter-glyphosat-laut-bericht-nicht-krebserregend\/","title":{"rendered":"Pflanzenschutzmittel: Unkrautvernichter Glyphosat laut Bericht nicht krebserregend"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die europ\u00e4ische Chemikalienagentur ist \u00fcberzeugt: Glyphosat sei nicht als krebserregend zu bewerten. Ihre Bewertung gilt als entscheidend f\u00fcr eine m\u00f6gliche Neuzulassung.<\/b> <br \/>Ein neues Gutachten stuft den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat nicht als krebserregend ein. Die verf\u00fcgbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse erf\u00fcllten nicht die Kriterien, um Glyphosat als krebserregend zu bewerten, teilte die europ\u00e4ische Chemikalienagentur Echa in Helsinki mit. Auch weise das Mittel keine mutagenen, fortpflanzungssch\u00e4digenden oder genotoxischen Eigenschaften auf, hei\u00dft es weiter. Glyphosat k\u00f6nne allerdings zu schweren Augenverletzungen f\u00fchren, auch sei es giftig f\u00fcr Tiere und Pflanzen, die in Gew\u00e4ssern leben.<br \/>Alle Hintergr\u00fcnde zum Streit um die verl\u00e4ngerte Zulassung des Mittels lesen Sie hier. <br \/>Bei dem Bericht handelt es sich um einen ersten Entwurf, der nun noch sprachlich \u00fcberarbeitet wird. Anschlie\u00dfend geht der Report an die Europ\u00e4ische Kommission. In diesem Jahr soll auf Grundlage der Echa-Bewertung soll erneut entschieden werden, ob Glyphosat in Europa k\u00fcnftig weiter zugelassen ist.<br \/>Glyphosat wurde erstmals 1950 von einem Schweizer Chemiker synthetisiert. Seit den siebziger Jahren wird der Stoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Zun\u00e4chst wurde er vor allem vor der Aussaat verwendet, um \u00c4cker von l\u00e4stigem Unkraut zu befreien.<br \/>Seitdem es gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen gibt, die gegen Glyphosat resistent sind, kann das Mittel auch nach der Saat eingesetzt werden. Glyphosat wird vor allem von dem US-Konzern Monsanto an Bauern rund um die Welt verkauft. Monsanto produziert auch das zugeh\u00f6rige genmanipulierte Getreide.<br \/>Die Diskussionen \u00fcber die Zukunft des Mittels dauern seit Jahren an. Eigentlich war die Zulassung am 30. Juni 2016 ausgelaufen, aber die EU-Kommission hatte die Genehmigung damals um eineinhalb Jahre verl\u00e4ngert \u2013 obwohl der Einsatz unter den Mitgliedsstaaten umstritten war. In dem entscheidenden Gremium stimmten von den 28 Mitgliedsl\u00e4ndern 19 <br \/>f\u00fcr eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich. Frankreich und Malta<br \/>waren dagegen. Deutschland geh\u00f6rte in Br\u00fcssel zu denjenigen, die sich <br \/>der Stimme enthielten, da die Frage im Bundeskabinett umstritten ist. <br \/>W\u00e4hrend Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Agrarminister Christian <br \/>Schmidt (CSU) f\u00fcr die Zulassungsverl\u00e4ngerung sind, lehnen Umweltministerin <br \/>Barbara Hendricks sowie die anderen SPD-gef\u00fchrten Ministerien dies ab. <br \/>Um eine Einigung zu erzielen, sollte erneut untersucht werden, ob Glyphosat das Risiko f\u00fcr Krebserkrankungen erh\u00f6ht. Dieses Mal war es Aufgabe der Echa, die potenzielle Gefahr einzustufen. Ihr Resultat: Glyphosat ist unbedenklich f\u00fcr die menschliche Gesundheit. Der Vorsitzende der Abteilung f\u00fcr Risikobewertung der Echa, Tim Bowmer, erkl\u00e4rte, das Fazit basiere auf den Ergebnissen von mehreren human- und tiermedizinischen Studien. Unstrittig sind massive negative Einfl\u00fcsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt.<br \/>Vertreter der Agrarindustrie sind mit der Beurteilung zufrieden. \u00ab\u00a0Das Ergebnis untermauert erneut die fr\u00fcheren Sicherheitsbewertungen, die bereits von Beh\u00f6rden weltweit durchgef\u00fchrt wurden\u00a0\u00bb, sagte etwa Ursula L\u00fcttmer-Ouazane in einer Pressemitteilung. Sie ist Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat, in der sich Chemie- und Agrar-Unternehmen wie Cheminova, Monsanto oder Adama engagieren. \u00ab\u00a0Die wissenschaftlichen Argumente, die f\u00fcr eine erneute Zulassung von Glyphosat sprechen, sind erdr\u00fcckend\u00a0\u00bb, sagte L\u00fcttmer-Ouazane weiter. F\u00fcr die Mitgliedstaaten gibt es nun keine Hinderungsgr\u00fcnde mehr, sich dem zu verweigern. Dietrich Pradt, <br \/>kommissarischer Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbands Agrar e. V., erwartet von der Bundesregierung, \u00ab\u00a0dass sie sich f\u00fcr ein <br \/>z\u00fcgiges Verfahren in Br\u00fcssel einsetzt\u00a0\u00bb.<br \/>Heike Moldenhauer vom Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland ist anderer Meinung: \u00ab\u00a0(Der Echa-Bericht) ist keine Generalabsolution f\u00fcr Glyphosat\u00a0\u00bb, sagte sie in einer Pressemitteilung. Das Urteil der Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation IARC aus dem Jahr 2015 gelte weiterhin. Demnach ist Glyphosat \u00ab\u00a0krebserregend beim Menschen\u00a0\u00bb.<br \/>Eine Bewertung der deutschen Bundesanstalt f\u00fcr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) von Ende Mai 2016 f\u00fcr die Echa hatte zudem nahegelegt, dass Glyphosat menschliche Organe sch\u00e4digen k\u00f6nne. Die BAuA empfahl demzufolge, Glyphosat als \u00ab\u00a0organsch\u00e4digend\u00a0\u00bb bei l\u00e4ngerer oder wiederholter Exposition einzustufen. Die Echa jedoch sieht die Kriterien hierf\u00fcr nicht erf\u00fcllt, wie es in dem aktuellen Bericht hei\u00dft.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 4.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2017-03\/glyphosat-echa-europaeische-chemikalienagentur-pflanzenschutzmittel-krebserreger-gutachten\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2017-03\/glyphosat-echa-europaeische-chemikalienagentur-pflanzenschutzmittel-krebserreger-gutachten<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Chemikalienagentur ist \u00fcberzeugt: Glyphosat sei nicht als krebserregend zu bewerten. 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