<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":484984,"date":"2017-03-25T21:32:00","date_gmt":"2017-03-25T17:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=484984"},"modified":"2017-03-26T00:04:04","modified_gmt":"2017-03-25T22:04:04","slug":"auf-der-suche-nach-einem-neuen-kurs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/03\/auf-der-suche-nach-einem-neuen-kurs\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach einem neuen Kurs"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Formel 1 will sich nach der \u00c4ra Bernie Ecclestone neu erfinden und f\u00fcr Zuschauer wieder attraktiver werden. Doch die Altlasten behindern die neuen Bosse bei ihrem Vorhaben.<\/b> <br \/>F\u00fcr Sebastian Vettel ist klar, was er am meisten vermissen wird, jetzt, da Bernie Ecclestone nicht mehr das Zepter in der Hand h\u00e4lt und auch nicht mehr zu allen Rennen kommt: Seinen Backgammon-Partner. \u201eMit wem soll ich denn da spielen?\u201c, fragte Vettel, als er h\u00f6rte, dass der 86-J\u00e4hrige auf keinen Fall zum Saisonauftakt nach Australien kommt. Nur bei einigen Rennen will Ecclestone noch vor Ort sein, \u201emaximal bei der H\u00e4lfte vielleicht\u201c, sagt er. Er kommt \u2013 obwohl er nichts mehr zu sagen hat. Das haben ihm die neuen Formel-1-Machthaber von Liberty Media um Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Chase Carey wohl eindeutig klargemacht. Ecclestone behauptete in einem Interview, man habe sogar seine fr\u00fcheren Mitarbeiter, die von Liberty Media \u00fcbernommen wurden, angewiesen, nicht mehr mit ihm zu sprechen. Man wolle die \u00c4ra Ecclestone loswerden. Sagte Ecclestone. <br \/>Was die neuen Herren bis jetzt wirklich ver\u00e4ndert haben, h\u00e4lt sich in Grenzen. Sie haben Ecclestones langj\u00e4hrige rechte Hand im Fahrerlager, Pasquale Lattanedu, gebeten, sich einen neuen Job zu suchen. Und seit den Testfahrten haben sie Teams und Fahrern erlaubt, Videos aus dem Fahrerlager online zu stellen. Au\u00dferdem tr\u00e4gt man sich mit der Idee, in Zukunft auch Karten f\u00fcr das Fahrerlager zu verkaufen, um so ein paar mehr Leuten Zugang zum Allerheiligsten der Formel 1 zu gew\u00e4hren. Bevor allerdings klar ist, auf welchem Preisniveau sich das abspielen soll, bleibt die Frage, wie viele \u201enormale\u201c Fans die Formel 1 noch ansprechen kann. Daf\u00fcr wurden langj\u00e4hrige Vertr\u00e4ge mit Russland und Kanada geschlossen, ein Ex-TV-Manager als Marketing- und PR-Chef engagiert und Ross Brawn als Sportchef eingef\u00fchrt. Er soll neue, attraktive Konzepte erarbeiten und umsetzen. <br \/>Brawn wirbt schon jetzt f\u00fcr eine gerechtere Einnahmeverteilung, die aber durch das noch bestehende Concorde-Agreement fr\u00fchestens 2021 m\u00f6glich wird. Auch beim Motorenreglement, das f\u00fcr die ungeliebte Dominanz von Mercedes mit verantwortlich ist, sind bis 2020 keine Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich. Der ehemalige Ferrari- und Mercedes-Technikchef ist kein Fan der gegenw\u00e4rtigen Hybrid-Triebwerke. \u201eInsbesondere bei den Antrieben wollen wir mit den Teams und Herstellern \u00fcber einen F\u00fcnfjahresplan sprechen\u201c, sagt Brawn. \u201eDieser muss technisch relevant sein f\u00fcr die Hersteller, aber kosteng\u00fcnstiger f\u00fcr Kunden und aufregender f\u00fcr die Fans. Mein Traum ist, dass wir alle drei Ziele unter einen Hut bringen.\u201c <br \/>Ein Schritt in die richtige Richtung ist vielleicht schon das neue Reglement mit seinen neuen, schnelleren und optisch attraktiveren Autos der Saison 2017, an dessen Zustandekommen die neuen Herren allerdings noch keinerlei Anteil hatten. Die radikale Regelreform hat die Boliden schwerer beherrschbar gemacht und zwingt die Piloten zu einem extremen Fitnessregime. \u201eWir m\u00fcssen jetzt ans Limit gehen\u201c, sagt etwa Lewis Hamilton, der am Samstag das Qualifying gewann und am Sonntag auf der Pole Position als Titelfavorit in die neue Saison startet. Die deutlich gestiegenen Fliehkr\u00e4fte durch die h\u00f6here Geschwindigkeit in den Kurven sind in diesem Jahr die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die Piloten. <br \/>Bis zu 40 Stundenkilometer schneller kommen die Autos jetzt durch die Kurven. Die Rundenzeiten sollen sich um rund f\u00fcnf Sekunden verringern, die teils mehr als zehn Jahre alten Rekordmarken k\u00f6nnten serienweise fallen. \u201eDu steigst dann aus und bist ein bisschen nackensteif\u201c, beschreibt Nico H\u00fclkenberg seine Eindr\u00fccke nach den ersten Kilometern im neuen Renault. Beim Training an Nacken und Oberk\u00f6rper schoben die Fahrer daher im Winter Zusatzschichten auf der Hantelbank. Die Piloten brauchen die zus\u00e4tzlichen Muskelmassen, um den gewaltigen Kr\u00e4ften widerstehen zu k\u00f6nnen. In den Kurven wirkt in den aggressiveren Autos das F\u00fcnffache des eigenen K\u00f6rpergewichts auf die Fahrer. \u201eEinige schlaue \u00c4rzte werden uns vielleicht erz\u00e4hlen, dass das kurz vor der Ohnmacht ist\u201c, sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery, der mit seinen nun deutlich breiteren und haltbareren Reifen auch zum Spektakel beitragen soll. Schonfahrten, nach denen die Piloten ganz entspannt aus dem Cockpit klettern, sollen der Vergangenheit angeh\u00f6ren. <br \/>All das soll die Formel 1 wieder attraktiver machen \u2013 auch wenn einer nicht daran glaubt. Bernie Ecclestone w\u00e4re nicht Bernie Ecclestone, w\u00fcrde er nicht alles daransetzen, gegen Ross Brawn querzuschie\u00dfen, der jetzt vieles von dem schaffen soll, was Ecclestone nicht mehr schaffte. Niemals werde Brawn das fertig bringen, Brawn sei doch immer nur ein Handlanger gewesen, ob bei Benetton oder Ferrari, nie eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, sagte Ecclestone. Er habe fr\u00fcher Michael Schumacher einmal gefragt, wer denn das Ferrari-Team f\u00fchre, und der habe ihm gesagt: \u201eIch!\u201c Typische Ecclestone-Polemik. <br \/>Der neue Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Chase Carey wollte genau das nicht mehr: dass die Formel 1 ein One-Man-Show ist. Seine Beobachtungen h\u00e4tten ihn schnell zu dem Schluss kommen lassen, dass es nur mit einem kompletten Neuanfang gehe: \u201eAls ich gesehen habe, wie Bernie Ecclestone jede einzelne Entscheidung selbst f\u00e4llte \u2013 bis zum Entschluss, wer Zugang zum Fahrerlager erh\u00e4lt \u2013, konnte ich mir schwer vorstellen, dass er sich \u00e4ndern k\u00f6nnte.\u201c Schlie\u00dflich gehe es bei dem, was Liberty Media mit der Formel 1 vorhabe, nicht \u201eum eine Kurskorrektur um zehn Grad. Wir wollen ein komplett neues Gesch\u00e4ftsmodell und eine v\u00f6llig neue Kultur einf\u00fchren.\u201c Mit Ecclestone w\u00e4re das nicht gegangen. <br \/>Wie das mit der neuen Kultur, der so viel besseren Show, der R\u00fcckbesinnung auf alte Traditionsstrecken, der gr\u00f6\u00dferen Fann\u00e4he mit gleichzeitig mindestens genauso gro\u00dfem gesch\u00e4ftlichen Erfolg in der Praxis tats\u00e4chlich funktionieren soll, das konnte so wirklich plausibel noch keiner von den neuen Bossen darlegen. Es wird schwierig, die Belastungen f\u00fcr die Veranstalter deutlich zu senken, so dass sie die Eintrittspreise f\u00fcr die Fans ertr\u00e4glicher werden. Au\u00dferdem m\u00fcssten parallel die Fernseh-Einnahmen erh\u00f6ht werden, ohne die Formel 1 jedoch komplett ins Pay-TV zu verbannen. So ist es kaum vorstellbar, dass sich die im Laufe der Zeit von Liberty investierten acht Milliarden Dollar amortisieren. Zu viel auf einmal m\u00fcsste sich \u00e4ndern. <br \/>In erster Linie gilt es deshalb, wieder mehr Anh\u00e4nger zu gewinnen und etwas gegen die zuletzt oft beklagte Langeweile zu tun. Eine Garantie f\u00fcr Spektakel vom Start in Melbourne bis zur Finalrunde in Abu Dhabi am 26. November kann aber auch die neue Formel 1 nicht bieten. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel warnt lieber schon einmal zu hohen Erwartungen: \u201eIm Fu\u00dfball gibt es ja auch Spiele, die sind super \u2013 und dann gibt es auch mal ein 0:0.\u201c<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 1.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/saisonstart-der-formel-1-in-melbourne-auf-der-suche-nach-einem-neuen-kurs\/19570802.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/saisonstart-der-formel-1-in-melbourne-auf-der-suche-nach-einem-neuen-kurs\/19570802.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Formel 1 will sich nach der \u00c4ra Bernie Ecclestone neu erfinden und f\u00fcr Zuschauer wieder attraktiver werden. 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