<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":501286,"date":"2017-04-11T11:14:00","date_gmt":"2017-04-11T09:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=501286"},"modified":"2017-04-11T11:05:04","modified_gmt":"2017-04-11T09:05:04","slug":"kunst-zero-haus-farbkleckse-von-christo-und-rauschenberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/04\/kunst-zero-haus-farbkleckse-von-christo-und-rauschenberg\/","title":{"rendered":"Kunst -&quot;ZERO&quot;-Haus: Farbkleckse von Christo und Rauschenberg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Ein verblichenes Klingelschild ist die einzige Spur zu dem Ort in der H\u00fcttenstra\u00dfe 104 in D\u00fcsseldorf, wo in den 60er Jahren wegweisende<\/b> <br \/>D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Ein verblichenes Klingelschild ist die einzige Spur zu dem Ort in der H\u00fcttenstra\u00dfe 104 in D\u00fcsseldorf, wo in den 60er Jahren wegweisende Kunstgeschichte geschrieben wurde.\u00a0\u00bbPiene Atelier\u00a0\u00bb und\u00a0\u00bbPiene priv.\u00a0\u00bb ist auf den Klingeln in blasser Schrift zu lesen.<br \/>Hinter einer schweren Eisent\u00fcr liegt ein unscheinbares Hinterhofhaus. Dort, in den hohen R\u00e4umen einer ehemaligen M\u00f6belfabrik, arbeitete und wohnte bis zu seinem Tod im Sommer 2014 der ZERO-K\u00fcnstler Otto Piene, wenn er in Deutschland war.<br \/>Schon 1961 hatte G\u00fcnther Uecker das Haus angemietet. Aus Geldnot musste er die hohen, lichten R\u00e4ume untervermieten. So kam es, dass au\u00dfer den ZERO-K\u00fcnstlern Piene und Heinz Mack auch Pop-Art-Wegbereiter Robert Rauschenberg, der Verpackungsk\u00fcnstler Christo, der Minimalist Robert Morris, der Werbemann Charles Wilp und sogar der US-T\u00e4nzer und Choreograf Merce Cunningham in dem Hinterhof Station machten, wenn sie Ausstellungen in D\u00fcsseldorf vorbereiteten.<br \/>\u00ab\u00a0Hier sind noch die Spuren von Christo und Rauschenberg\u00a0\u00bb, sagt Tijs Visser, Leiter der\u00a0\u00bbZERO Foundation. Die von Mack, Piene und Uecker gegr\u00fcndete Stiftung wird das seit den 60er Jahren fast unver\u00e4nderte Atelierhaus ab Mai mit Hilfe von Sponsoren behutsam sanieren und 2018 dort einziehen.<br \/>\u00ab\u00a0Es war fast eine Kommune\u00a0\u00bb, sagt Visser \u00fcber die K\u00fcnstleravantgarde, die in dem Haus viele Partys feierte.\u00a0\u00bbEs war ein Kommen und Gehen.\u00a0\u00bb Auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite arbeitete zu der damaligen Zeit \u00fcbrigens Gerhard Richter. W\u00e4hrend alle K\u00fcnstler ihrer Wege gingen, blieb Piene der H\u00fcttenstra\u00dfe \u00fcber 50 Jahre bis an sein Lebensende treu und nutzte das Haus schlie\u00dflich ganz allein.<br \/>Alles wirkt wie unber\u00fchrt. Auf dem Boden im Erdgeschoss in Ueckers einstigem Atelierraum sind noch bunte Farbkleckse zu sehen. Hat Rauschenberg die roten Kleckse hinterlassen, Christo vielleicht die gelben? Der Raum ist leer bis auf einige Rollen Plastikschl\u00e4uche, die Piene f\u00fcr seine Himmelsskulpturen brauchte, und Kartons mit Hunderten Gl\u00fchbirnen.<br \/>Im ersten Stock ist noch die wei\u00dfe Fotowand von Charles Wilp aufgebaut, dessen ber\u00fchmteste Kampagne die Afri Cola-Werbung war. Heinz Mack nutzte den Raum als Lichtlabor. Ein schwarzer Fl\u00fcgel steht verstaubt in einer Ecke. In der anderen Ecke stehen Pienes abgefackelte Leinw\u00e4nde mit eingebrannten L\u00f6chern.<br \/>Der gr\u00f6\u00dfte Schatz aber befindet sich im zweiten Stock: Pienes abgedunkeltes Feueratelier. Alles wirkt noch so, als sei er nur kurz zur T\u00fcr hinaus und k\u00e4me gleich wieder. Bis kurz vor seinem Tod spielte er an dem langen Tisch mit dem Feuer. Ein Berg von Streichh\u00f6lzern liegt noch auf den rostigen Metallplatten. Die Decke ist schwarz von Ru\u00df. Unz\u00e4hlige offene Buntlack-Spr\u00fchflaschen stehen auf dem Tisch und auf dem Boden. Piene spritzte brennbare Fl\u00fcssigkeiten auf Leinw\u00e4nde und z\u00fcndete sie an. Ein wohl noch unvollendetes gelbes Feuerbild mit schwarzer Sonne d\u00fcrfte eines seiner letzten Werke gewesen sein.<br \/>\u00ab\u00a0Piene ging hier um zwei Uhr nachts hin und arbeitete bis morgens vier oder f\u00fcnf Uhr\u00a0\u00bb, sagt Visser. Niemand durfte das Feueratelier je betreten, nicht einmal Pienes Ehefrau Elizabeth. Die ZERO Foundation will den seit Pienes Tod unver\u00e4nderten Ateliertisch f\u00fcr die Nachwelt erhalten und mit einer Glaswand vom Rest des Raumes abtrennen, der dann als Bibliothek und Besprechungsraum genutzt werden soll.<br \/>Immer noch bringt das Feueratelier \u00dcberraschungen hervor. In einem Nebenraum st\u00f6\u00dft Visser auf Bleidruckvorlagen f\u00fcr die ZERO-Zeitschrift aus dem Jahr 1961.\u00a0\u00bbDas sind ja die Fingerabdr\u00fccke von Manzoni!\u00a0\u00bb, sagt er und zeigt die Bleiplatte. Piero Manzoni hatte seine Daumenabdr\u00fccke im ZERO-Heft 1961 hinterlassen.<br \/>Im Dachgeschoss des Hauses wohnte Piene mit seiner Frau Elizabeth, wenn sie aus Boston zu Besuch nach D\u00fcsseldorf kamen. Spartanisch eingerichtet ist es mit selbstgebauten quadratischen Holzhockern und Tischen. Eine kleine fensterlose Schlafkammer ganz in Blau ist wohl eine Reminiszenz an Yves Kleins ultramarinblaue Bilder. Eine einfache Kochecke und ein kleines Bad zeugen davon, dass die Pienes keinen Luxus brauchten. Am Ende konnte Piene die Treppen bis ins Dachgeschoss kaum noch hochgehen. Doch er trennte sich bis zuletzt nicht von dem Hinterhofhaus.<br \/>Am 23. April k\u00f6nnen Kunstinteressierte das Haus letztmals im Originalzustand sehen &#8211; und sich in die 60er Jahre zur\u00fcckversetzen lassen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 1.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_80865690\/kunst-zero-haus-farbkleckse-von-christo-und-rauschenberg.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_80865690\/kunst-zero-haus-farbkleckse-von-christo-und-rauschenberg.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Ein verblichenes Klingelschild ist die einzige Spur zu dem Ort in der H\u00fcttenstra\u00dfe 104 in D\u00fcsseldorf, wo in den 60er Jahren wegweisende D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Ein verblichenes Klingelschild ist die einzige Spur zu dem Ort in der H\u00fcttenstra\u00dfe 104 in D\u00fcsseldorf, wo in den 60er Jahren wegweisende Kunstgeschichte geschrieben wurde.\u00a0\u00bbPiene Atelier\u00a0\u00bb und\u00a0\u00bbPiene [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":501285,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/501286"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=501286"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/501286\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":501287,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/501286\/revisions\/501287"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/501285"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=501286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=501286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=501286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}