<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":578983,"date":"2017-06-17T19:38:00","date_gmt":"2017-06-17T17:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=578983"},"modified":"2017-06-17T23:12:56","modified_gmt":"2017-06-17T21:12:56","slug":"muslim-zu-sein-heist-nicht-terrorist-zu-sein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/06\/muslim-zu-sein-heist-nicht-terrorist-zu-sein\/","title":{"rendered":"&#039;Muslim zu sein hei\u00dft nicht, Terrorist zu sein&#039;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Beim K\u00f6lner Friedensmarsch haben Muslime am Samstag ein Zeichen gegen Gewalt und islamistischen Terror gesetzt. Unter dem Motto &lsquo;Nicht mit Uns&rsquo; gingen zwischen 500 und 1000 Menschen auf die Stra\u00dfen. Bei weitem weniger als die angek\u00fcndigten 10.000 Teilnehmer.<\/b><br \/>\n\u00ab\u00a0Ich habe seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen \u2013 ich bin froh, wenn der Tag geschafft ist\u00a0\u00bb, sagt die Duisburger Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und sieht dabei sichtlich ersch\u00f6pft aus. Die zahlreichen Pressevertreter stehen Schlange, alle wollen sie ein Interview mit der Organisatorin des Friedensmarsches. In wenigen Minuten soll die Kundgebung auf dem K\u00f6lner Heumarkt beginnen, doch noch ist der Platz vor der gro\u00dfen B\u00fchne kaum besucht. \u00ab\u00a0Ich wei\u00df, dass ich mit dieser Aktion keinen einzigen Islamisten erreichen werde. Darum geht es mir aber auch gar nicht. Es geht darum, ein starkes Zeichen zu setzen, die muslimische Zivilgesellschaft zu st\u00e4rken und die \u00f6ffentliche Wahrnehmung des Islams zu \u00e4ndern\u00a0\u00bb, betont Kaddor.<br \/>Deutlich weniger Teilnehmer als erwartet<br \/>Gerechnet hatten die Veranstalter der Demonstration \u00ab\u00a0Nicht mit Uns \u2013 Muslime gegen den Terror\u00a0\u00bb mit rund 10.000 Teilnehmern \u2013 gekommen waren am Ende nur maximal 1000. Die Organisatoren um Lamya Kaddor hatten Muslime aus ganz Deutschland aufgerufen, nach den Anschl\u00e4gen von Berlin, Manchester und London ein Zeichen gegen Islamismus und Terror zu setzen.<br \/>Um die Aktion hatte es im Vorfeld lebhafte Debatten gegeben &#8211; vor allem, weil der Islamverband Ditib seine Teilnahme an der Anti-Terror-Demo abgesagt hatte. Die Ditib, die in K\u00f6ln ans\u00e4ssig ist und dort auch ihre Zentralmoschee betreibt, warf den Organisatoren eine \u00ab\u00a0\u00f6ffentliche Vereinnahmung und Instrumentalisierung\u00a0\u00bb vor. Zudem sei fastenden Muslimen nicht zumutbar, \u00ab\u00a0stundenlang in der prallen Mittagssonne bei 25 Grad zu marschieren und demonstrieren\u00a0\u00bb. Der islamische Fastenmonat Ramadan geht noch bis zum 24. Juni.<br \/>\u00ab\u00a0Muslime gehen w\u00e4hrend des Ramadan arbeiten, sie treiben w\u00e4hrend der Fastenzeit Sport \u2013 ich denke, es ist mehr als zumutbar, dass wir hier heute auf die Stra\u00dfe gehen\u00a0\u00bb, ruft Lamya Kaddor dem Publikum von der B\u00fchne aus zu. Inzwischen hat sich der Platz gef\u00fcllt. Gekommen sind Familien, Junge und Alte, muslimische Verb\u00e4nde, Kirchenvertreter und Politiker. Einige halten Plakate in die H\u00f6he auf denen S\u00e4tze zu lesen sind wie: \u00ab\u00a0Gemeinsam gegen den Terror.\u00a0\u00bb Die Stimmung ist friedlich.<br \/>Sind Muslime es satt, sich zu rechtfertigen?<br \/>Trotzdem wird deutlich, viele Muslime sind es leid, sich immer rechtfertigen und erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen. \u00ab\u00a0Ich glaube es sind auch deswegen heute so wenig Menschen gekommen, weil viele Muslime inzwischen genervt davon sind, dass sie sich immer explizit von Terroristen distanzieren m\u00fcssen\u00a0\u00bb, sagt Shehroz Sial. Der Informatik-Student aus Frankfurt engagiert sich in der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation. Die Organisation z\u00e4hlt mit \u00fcber 12.000 aktiven jungen Mitgliedern zu den gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten muslimischen Jugendverb\u00e4nden Deutschlands. Dennoch sei es wichtig sein Gesicht zu zeigen, ins Gespr\u00e4ch zu kommen und \u00c4ngste abzubauen, erg\u00e4nzt Sial.<br \/>Ebenfalls aus Frankfurt angereist ist Iman Afif. Es sei erschreckend, wie stark die Vorurteile gegen\u00fcber Muslimen inzwischen ausgepr\u00e4gt seien, sagt die junge Frau. \u00ab\u00a0Ich werde regelm\u00e4\u00dfig angesehen, als sei ich ein Schwerverbrecher.\u00a0\u00bb<br \/>Als sich wenig sp\u00e4ter der Demonstrationszug vom Heumarkt aus in Bewegung durch die K\u00f6lner Innenstadt setzt, wird abermals deutlich, dass nicht ann\u00e4hernd so viele Teilnehmer gekommen sind, wie erwartet worden war. Dennoch ist die Atmosph\u00e4re, die von den Marschierenden ausgeht, eine besondere. Zwischen die Kinder, Familien und Jugendlichen mit muslimischen Wurzeln haben sich zahlreiche Nicht-Muslime gemischt. Und kaum passiert der Friedensmarsch die erste k\u00f6lsche Eckkneipe, wird dort von den G\u00e4sten das bekannte Lied \u00ab\u00a0Unsere Stammbaum\u00a0\u00bb von den Bl\u00e4ck F\u00f6\u00f6ss angestimmt. Darin hei\u00dft es: <br \/>\u00ab\u00a0Ich ben Grieche, T\u00fcrke, Jude, Moslem un Buddhist, <br \/>mir all, mir sin nur Minsche, v\u00fcr \u2018m Herjott simmer glich&#8230;\u00a0\u00bb <br \/>(Ich bin Grieche, T\u00fcrke, Jude, Muslim und Buddhist, <br \/>wir alle, wir sind nur Menschen \u2013 vor dem Herrgott sind wir alle gleich.) <br \/>Die Menge applaudiert und zieht dann weiter durch die Innenstadt. Am Ende der Veranstaltung hei\u00dft es auch vonseiten der Polizei, es habe keinerlei Zwischenf\u00e4lle gegeben, die Lage sei ruhig gewesen. Der Friedensmarsch in K\u00f6ln war ein guter Anfang \u2013 das ganz starke Zeichen ist jedoch ausgeblieben.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/nrw\/staedte\/koeln\/friedensmarsch-in-koeln-muslim-zu-sein-heisst-nicht-terrorist-zu-sein-aid-1.6888620\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.rp-online.de\/nrw\/staedte\/koeln\/friedensmarsch-in-koeln-muslim-zu-sein-heisst-nicht-terrorist-zu-sein-aid-1.6888620<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim K\u00f6lner Friedensmarsch haben Muslime am Samstag ein Zeichen gegen Gewalt und islamistischen Terror gesetzt. 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