<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":584748,"date":"2017-06-21T21:10:00","date_gmt":"2017-06-21T19:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=584748"},"modified":"2017-06-21T23:25:25","modified_gmt":"2017-06-21T21:25:25","slug":"emmanuel-macron-macron-mania-naja","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/06\/emmanuel-macron-macron-mania-naja\/","title":{"rendered":"Emmanuel Macron: Macron-Mania? Naja."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Emmanuel Macron ist ein Star. Aber l\u00e4ngst nicht jeder mag seinen Sound. Es wird dauern, die Mehrheit der Franzosen davon zu \u00fcberzeugen, dass er ein guter Pr\u00e4sident ist.<\/b><br \/>\nVor etwas mehr<br \/>als einer Woche, wenige Tage vor der ersten Runde der Parlamentswahlen in<br \/>Frankreich, geisterte ein seltsames Zeitschriftencover durch die Kioske des<br \/>Landes. Es war eines jener Cover, die man wohl je nach Geschmack als besonders<br \/>mutig oder besonders l\u00e4cherlich einstufen k\u00f6nnte, das aber in jedem Fall von<br \/>einer gewissen Verunsicherung bez\u00fcglich der allgemeinen Lage der Dinge sprach.<br \/>Sicher waren seiner Ver\u00f6ffentlichung zahlreiche Diskussionen vorangegangen.<br \/>Diskussionen, in denen sich die einzelnen Redaktionsmitglieder fragten: \u00ab\u00a0Sollen<br \/>wir das machen?\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Ist es nicht zu schrill?\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Sollten wir Haltung bewahren?\u00a0\u00bb, <br \/>\u00ab\u00a0Oder doch ein bisschen durchdrehen?\u00a0\u00bb<br \/>Bei L\u2019 Express<br \/>hatte die Mehrheit offenbar f\u00fcr das Durchdrehen gestimmt, weshalb man auf<br \/>besagtem Cover einen wie \u00fcblich l\u00e4chelnden Emmanuel Macron in einer Art<br \/>Emoji-Aquarium stehen sah. Um ihn herum schwammen K\u00fcsschen, Sternchen, Smileys<br \/>und hochgestreckte Daumen, \u00fcber seinen Bauch zog sich in Gro\u00dfbuchstaben ein<br \/>kreischendes Macronmania (mit einem Herzen im O) . Gleich eine Mehrzahl von<br \/>\u00dcberschriften ironisierte den Hype um den jungen Pr\u00e4sidenten und besagte Dinge<br \/>wie: \u00ab\u00a0Putin macht ihm keine Angst\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Er kann auf Wasser laufen\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Er rettet die<br \/>Welt vor Donald Trump\u00a0\u00bb und \u00ab\u00a0Tsunami bei den Parlamentswahlen\u00a0\u00bb. Das ganze mutete<br \/>an wie ein Bravo -Cover aus den neunziger Jahren, auf dem Emmanuel Macron<br \/>weniger als Staatsmann inszeniert wird, sondern als aufsteigender Popstar, ein<br \/>Justin Bieber der Politik, der prallgef\u00fcllte Konzerthallen zum Vibrieren und<br \/>seine Fans zum Kreischen bringt.<br \/>Und irgendwie<br \/>stimmt es ja auch. Emmanuel Macron selbst wollte seine \u00ab\u00a0Meetings\u00a0\u00bb, also seine<br \/>Kampagnentreffen, wie \u00ab\u00a0Politkonzerte\u00a0\u00bb organisiert haben. Die Beziehung zu seiner 24 Jahre \u00e4lteren Frau Brigitte Trogneux inszenierte er so<br \/>geschickt, dass sie immer wieder gemeinsam auf Paris Match -Covern landeten<br \/>und damit ganz bereitwillig den Wunsch der Franzosen nach einer guten Story bedienten.<br \/>Wahrscheinlich f\u00e4llt heute noch den meisten als Erstes dieses private Detail<br \/>zum neuen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten ein. So wie bei einem Star.<br \/>Das kann man gut<br \/>oder schlecht finden, es scheint aber zu funktionieren. Zumindest<br \/>suggerieren das die Ergebnisse der Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag.<br \/>Insofern bewahrheitete sich der letzte Teaser des L\u2019 Express -Covers: Emmanuel Macron ist bei den Parlamentswahlen gelungen, was<br \/>keiner f\u00fcr m\u00f6glich hielt. Er hat mit seiner Bewegung La R\u00e9publique en Marche, <br \/>kurz LREM, die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung erreicht. Mit 350<br \/>von 577 sind es zwar weniger Sitze geworden, als man noch eine Woche zuvor nach<br \/>der ersten Wahlrunde spekulierte (da wurden 400 prognostiziert) , trotzdem<br \/>befanden mehrere Zeitungen, dies sei ein \u00ab\u00a0Tsunami\u00a0\u00bb, eine Kompletterneuerung, <br \/>ein weiterer Coup des jungen Pr\u00e4sidenten.<br \/>Die sogenannten traditionellen<br \/>Parteien, allen voran die Parti Socialiste, wurden an den Rand, wenn nicht gar<br \/>ins Abseits gedr\u00e4ngt und durch neue, oft unbekannte und unerfahrene<br \/>LREM-Vertreter ersetzt. Marine Le Pen und ihr Front National schnitten noch<br \/>schlechter ab als bei der zweiten Runde der Pr\u00e4sidentschaftswahlen. Und selbst<br \/>Jean-Luc M\u00e9lenchon und seine \u00ab\u00a0Unbeugsamen\u00a0\u00bb sind zwar mit siebzehn Abgeordneten<br \/>vertreten, waren aber schw\u00e4cher, als es die \u00fcberraschend hohe La France<br \/>Insoumise-W\u00e4hlerschaft w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen hatte ahnen (oder<br \/>f\u00fcrchten) lassen.<br \/>Frauen schreiben. In dieser Kolumne abends, um 10 nach 8, montags, mittwochs, freitags, politisch, poetisch, polemisch.<br \/>Wir, die Redaktion von 10 nach 8, sind ein vielseitiges und wandelbares Autorinnenkollektiv. Wir finden, dass unsere Gesellschaft mehr weibliche Stimmen in der \u00d6ffentlichkeit braucht. Wir denken, dass diese Stimmen divers sein sollten. Wir vertreten keine Ideologie und sind nicht einer Meinung. Aber wir halten Feminismus f\u00fcr wichtig, weil Gerechtigkeit in der Gesellschaft uns alle angeht. Wir m\u00f6chten uns mit unseren LeserInnen austauschen. Und mit unseren Gastautorinnen.<br \/>Hier finden Sie alle Texte, die 10 nach 8 erscheinen.<br \/>Die Redaktion von 10 nach 8 besteht aus: <br \/>Marion Detjen, Zeithistorikerin Hella Dietz, Soziologin Heike-Melba Fendel, Autorin und Inhaberin der K\u00fcnstler- und Veranstaltungsagentur Barbarella Entertainment Annett Gr\u00f6schner, freie Autorin Mascha Jacobs, Journalistin, Herausgeberin der Zeitschrift Pop. Kultur und Kritik Stefanie Lohaus, Journalistin, Herausgeberin des Missy Magazine Lina Muzur, Programmleiterin des Aufbau-Verlags Catherine Newmark, Kulturjournalistin Annika Reich, Schriftstellerin Elisabeth Wellershaus, Journalistin<br \/>Es sieht fast so aus, <br \/>als k\u00f6nnte Emmanuel Macron die Revolution gelingen, mit der er im vergangenen<br \/>Herbst etwas vorlaut sein Manifest-Buch R\u00e9volution betitelt hatte. Denn auch<br \/>wenn man noch vor einem Monat daran zweifelte, scheint es, als h\u00e4tten die<br \/>Franzosen sich daf\u00fcr entschieden, diesem \u00ab\u00a0\u00dcberraschungsgast im \u00c9lys\u00e9e-Palast\u00a0\u00bb<br \/>eine Chance zu geben. Zumindest teilweise. Denn so bemerkenswert diese absolute<br \/>Mehrheit ist, so wenig zeugt sie von einer Macron-Manie, wie man sie bei L\u2019 Express herausschreit: 57,4 % der Franzosen sind am vergangenen Sonntag<br \/>n\u00e4mlich nicht w\u00e4hlen gegangen. Das sind noch weniger als am Sonntag davor, <br \/>weniger als je zuvor in der Geschichte der V. Republik. Emmanuel Macron<br \/>kommentierte dieses Teilnahmetief mit der Aussage, das liege wohl daran, dass<br \/>die anderen Parteien ihre W\u00e4hlerschaft nicht gut genug mobilisiert h\u00e4tten. Viel<br \/>wahrscheinlicher ist aber, dass sein Fanclub zwar sehr aktiv und engagiert, <br \/>aber eben nicht besonders gro\u00df ist.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 4.3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-06\/emmanuel-macron-frankreich-regierung-mehrheit-10nach8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-06\/emmanuel-macron-frankreich-regierung-mehrheit-10nach8<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emmanuel Macron ist ein Star. 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