<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":604372,"date":"2017-07-08T00:28:00","date_gmt":"2017-07-07T22:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=604372"},"modified":"2017-07-07T23:20:59","modified_gmt":"2017-07-07T21:20:59","slug":"g20-lage-eskaliert-erneut-unruhige-nacht-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/07\/g20-lage-eskaliert-erneut-unruhige-nacht-erwartet\/","title":{"rendered":"G20: Lage eskaliert erneut &#8211; unruhige Nacht erwartet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Rund um den G20-Gipfel gibt es in Hamburg weiter Krawalle. Die Lage bleibt angespannt. Die Polizei ist im Dauereinsatz und stellt sich auf eine unruhige Nacht ein.<\/b><br \/>\nKrawalle und gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen \u00fcberschatten in Hamburg den politischen Teil des G20-Gipfels. Die Lage ist weiter sehr angespannt. Die Polizei stellt sich auf eine unruhige Nacht ein und ist wie die Feuerwehr im Dauereinsatz. Derzeit wird besonders auf die Demo \u00ab\u00a0G20 entern\u00a0\u00bb auf der Reeperbahn geschaut, die laut Polizei Gewaltpotenzial hat. Im Demonstrationsaufruf des Veranstalters hie\u00df es: \u00ab\u00a0Wir werden unsere Wut auf dieses System auf die Stra\u00dfe tragen.\u00a0\u00bb Auch im Schanzenviertel ist die Lage kritisch, dort sind Randalierer unterwegs &#8211; Barrikaden brennen. Ein Drogerie- und ein Lebensmittelmarkt wurden gepl\u00fcndert. Alle Entwicklungen zum Gipfel in Hamburg gibt es rund um die Uhr in unserem G20-Liveblog.<br \/>Zahlreiche Demonstranten versuchten am Nachmittag in die N\u00e4he der Elbphilharmonie zu gelangen, wo die meisten Gipfelteilnehmer am Abend ein Klassikkonzert h\u00f6rten. Die Polizei, die immer wieder von Linksautonomen angegriffen wurde, verhinderte das Eindringen in die Sicherheitszone mit dem Einsatz von Wasserwerfern. G20-Gegner versuchten auch mit etwa 15 Booten, sich der Elbphilharmonie zu n\u00e4hern. Mehrere Aktivisten sprangen rund 200 Meter vor dem Konzerthaus \u00fcber die Sperrlinie ins Wasser. Dort wurden sie von der Wasserpolizei umringt.<br \/>Die G\u00e4ste trafen unversehrt zum Konzert ein. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Leitung von Kent Nagano hatte Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit der \u00ab\u00a0Ode an die Freude\u00a0\u00bb auf dem Programm, die Hymne der Europ\u00e4ischen Union.<br \/>Trotz der Ausschreitungen sei die Sicherheit der Gipfelteilnehmer gew\u00e4hrleistet, betonte die Polizei. Ihr gelang es nur mit gro\u00dfen Kraftanstrengungen, die gewaltt\u00e4tigen Proteste aus der Sicherheitszone rund um das Gipfelgel\u00e4nde fernzuhalten. Bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel wurden nach Angaben der Polizei bisher 196 Beamte verletzt. Es seien keine Schwerverletzten darunter. Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten bisher weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen. 70 Menschen seien festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen worden, so die Polizei.<br \/>Als Reaktion auf die andauernden Auseinandersetzungen forderte die Polizei Verst\u00e4rkung an. Unter anderem schickten Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zus\u00e4tzliche Einsatzkr\u00e4fte. Polizeipr\u00e4sident Ralf Meyer sch\u00e4tzt, dass rund 21.000 Polizisten in der Hansestadt das Treffen sch\u00fctzen. Im Stadtteil Altona brannten am Freitagmorgen zahlreiche Autos. Auch das Bundespolizeirevier im Bahnhof sei angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Die Spuren der Verw\u00fcstung sind vielerorts zu sehen: Fensterscheiben sind zerbrochen, Bankautomaten demoliert, ganze Stra\u00dfenz\u00fcge mit Glasscherben und herausgerissenen Pflastersteinen bedeckt. Etliche Banken schlossen ihre Filialen. Am Nachmittag wurden oberhalb der Landungsbr\u00fccken erneut Autos angez\u00fcndet.<br \/>Gipfelgegner setzten am Freitagmorgen ihre Ank\u00fcndigung in die Tat um, die Zufahrtswege zum Tagungsort in den Messehallen zu blockieren und so den Ablauf des Gipfels zu st\u00f6ren. Von verschiedenen Sammelpunkten der Stadt aus starteten Hunderte Demonstranten. Unter anderem versammelten sie sich an den Landungsbr\u00fccken am Elbufer und am Verkehrsknotenpunkt Berliner Tor. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die mehrere Sitzblockaden r\u00e4umten. Erneut kamen Wasserwerfer zum Einsatz. Auch das Hafengebiet s\u00fcdlich der Elbe wurde zum Schauplatz mehrerer Protestaktionen. Ein Demonstrationszug an der K\u00f6hlbrandbr\u00fccke wurde gestoppt. Lastwagen stauten sich an den Containerterminals. Laut der Hafengesellschaft HHLA wird es mehrere Tage dauern, die Verz\u00f6gerungen wieder aufzuholen.<br \/>Auf der Flucht vor der Polizei wurden am fr\u00fchen Freitagmorgen elf Demonstranten schwer verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, st\u00fcrzten sie bei dem Versuch, mit einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe von Demonstranten im Stadtteil Bahrenfeld \u00fcber eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus etwa vier Metern H\u00f6he ab, weil das Absperrgitter unter der Last zusammenbrach. Sie wollten sich den Angaben zufolge Zugang zu einem Firmengel\u00e4nde verschaffen. 13 Demonstranten, die sich zum Teil schwer am Kopf verletzten, wurden in Krankenh\u00e4user gebracht.<br \/>Trotz der anhaltenden gewaltsamen Proteste ist die Situation nach Worten von Innensenator Andy Grote (SPD) unter Kontrolle. \u00ab\u00a0Die Polizei wird mit dieser Lage hier zurechtkommen\u00a0\u00bb, sagte der 49-J\u00e4hrige am Freitagmittag. Er sei allerdings erschrocken \u00fcber die \u00ab\u00a0radikale, sinnlose und blindw\u00fctige Gewalt\u00a0\u00bb.<br \/>Hamburgs B\u00fcrgermeister Olaf Scholz verurteilte die Randale scharf. \u00ab\u00a0Hochaggressive, gewaltt\u00e4tige Straft\u00e4ter bringen Sicherheitskr\u00e4fte in Bedr\u00e4ngnis und fordern unsere offene Gesellschaft in einer Weise heraus, die f\u00fcr niemanden akzeptabel sein kann\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Politiker am Freitag. \u00ab\u00a0Die Brandstiftungen und die ver\u00fcbten Gewalttaten sind gef\u00e4hrlich &#8211; die T\u00e4ter nehmen sehr bewusst in Kauf, dass dabei Menschen zu Schaden kommen.\u00a0\u00bb Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte die gewaltsamen Proteste. Diese gef\u00e4hrdeten Menschenleben und seien \u00ab\u00a0nicht zu akzeptieren\u00a0\u00bb.<br \/>Am Donnerstagabend war die Lage bei der \u00ab\u00a0Welcome to Hell\u00a0\u00bb-Demonstration eskaliert. Die Polizei st\u00fcrmte in den Demonstrationszug, nachdem die Kundgebung zun\u00e4chst friedlich begonnen hatte. Am Freitag gab es gegenseitige Schuldzuweisungen. Polizeipr\u00e4sident Meyer verteidigte den Einsatz. Er sei sich \u00ab\u00a0absolut sicher\u00a0\u00bb, dass der Einsatz verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gewesen sei. Die Organisatoren machten der Polizei dagegen Vorw\u00fcrfe und forderten den R\u00fccktritt von B\u00fcrgermeister Scholz und Innensenator Grote. Bei der gewaltsamen Aufl\u00f6sung des Protestzugs habe die Polizei Tote in Kauf genommen.<br \/>Viele Proteste verliefen am Freitag allerdings auch friedlich: \u00ab\u00a0Jugend gegen G20\u00a0\u00bb setzte sich mit einem Streik in der Innenstadt f\u00fcr eine Reform des Bildungssystems ein. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hisste am Fernsehturm unmittelbar an den Messehallen einen Ballon. Auf der f\u00fcnf Meter gro\u00dfen Weltkugel steht \u00ab\u00a0Planet Earth First\u00a0\u00bb in Anspielung auf die Parole von US-Pr\u00e4sident Donald Trump: \u00ab\u00a0America First\u00a0\u00bb. Greenpeace-Aktivisten protestierten zudem mit einer Trump-Plastik auf der Elbe f\u00fcr den Klimaschutz. Die Umweltsch\u00fctzer zogen eine sieben Meter hohe Figur des US-Pr\u00e4sidenten auf einem Ponton vor die Elbphilharmonie. Die Plastik zeigt Trump als schreiendes Baby mit vollen Windeln auf einem Globus sitzend. In den H\u00e4nden h\u00e4lt er das zerrissene Pariser Klimaabkommen. Die Fahrrad-Demo \u00ab\u00a0Colourful Mass\u00a0\u00bb mit einigen Hundert Teilnehmern bewegte sich am Abend friedlich durch die Innenstadt. Allerdings waren in diesem Gebiet Versammlungen verboten.<br \/>Autofahrer m\u00fcssen sich unterdessen weiter auf Staus und Behinderungen einstellen. Polizeipr\u00e4sident Meyer entschuldigte sich f\u00fcr das Verkehrschaos vor Beginn des G20-Gipfels am Donnerstag. Was die Autofahrer zum Teil \u00fcber Stunden h\u00e4tten erdulden m\u00fcssen, sei \u00ab\u00a0sicherlich nicht in Ordnung gewesen\u00a0\u00bb, sagte er am Freitag. Vor allem die Stadtteile Alsterdorf, Eppendorf und Winterhude seien betroffen gewesen. Mehr Delegationen als erwartet seien bereits am Donnerstag angereist.<br \/>Es ist Freitag: Der offizielle Teil des Gipfels beginnt, der Protest geht weiter. Die Aktivisten von \u00ab\u00a0BlockG20\u00a0\u00bb haben sich vorgenommen, in die Sicherheitszone einzudringen.<br \/>Auch zu Wasser wird protestiert: Greenpeace schippert einen Baby-Trump durch den Hafen. Der Klimavertrag schmeckt ihm offenbar gar nicht.<br \/>Auch wenn Krawalle vieles \u00fcberschatten: Der \u00fcberwiegende Teil der Demonstranten ist friedlich und verurteilt die Gewalt.<br \/>Wenn Stra\u00dfen durch Sitzblockaden versperrt werden, greift die Polizei allerdings hart durch &#8211; insbesondere w\u00e4hrend des Transfers der Gipfelteilnehmer von den Hotels zum Tagungsort Messehallen.<br \/>Die Polizei versucht die Blockaden aufzul\u00f6sen und kreist Demonstranten ein.<br \/>Eine doppelte Ladung Tr\u00e4nengas gegen eine offensichtlich unbewaffnete Frau: Die Diskussionen um die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Polizeieins\u00e4tze werden weitergehen.<br \/>Am Abend wollen die Staatsg\u00e4ste ein Konzert in der Elbphilharmonie besuchen. Polizisten riegeln das Konzerthaus in der Hafencity ab.<br \/>Am Nachmittag eskaliert die Situation erneut: Tausende Demonstranten versuchen von den Landungsbr\u00fccken und der Reeperbahn Richtung Elbphilharmonie vorzudringen. Die Polizei reagiert mit dem Einsatz von Wasserwerfern.<br \/>Sie dr\u00e4ngt die Protestler zur\u00fcck Richtung Fischmarkt.<br \/>Erneut gibt es Verletzte auf beiden Seiten. Die Polizei spricht f\u00fcr den Zeitraum von Donnerstag bis Freitagabend von 196 verletzten Beamten. Zur Zahl der verletzten Demonstranten gibt es keine Informationen.<br \/>Von der Wasserseite her versuchen Aktivisten mit Booten die Sperrkette um die Elbphilharmonie zu durchbrechen.<br \/>Greenpeace-Mitglieder gehen bei der Aktion geplant \u00fcber Bord.<br \/>Trotz aller Blockadeversuche gelangen die Staatsg\u00e4ste zur Auff\u00fchrung von Beethovens 9. Sinfonie.<br \/>Zwei vergleichsweise frisch gew\u00e4hlte Pr\u00e4sidenten sitzen im Saal direkt nebeneinander: Frankreichs Emmanuel Macron (2.v.l.) und US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Neben ihnen ihre Frauen Brigitte und Melania.<br \/>Die Fahrraddemos namens \u00ab\u00a0Critical Mass\u00a0\u00bb kennen die Hamburger schon l\u00e4nger. Die G20-Sonderausgabe nennt sich \u00ab\u00a0Colorful Mass\u00a0\u00bb und setzt sich f\u00fcr eine klimafreundliche Verkehrspolitik ein.<br \/>Unterdessen bleibt die Stimmung auf dem Kiez angespannt: Am Spielbudenplatz steht eine Polizeikette einer von vielen Sitzblockaden gegen\u00fcber.<br \/>Vielfach attackieren Randalierer die Polizei mit Flaschen und Steinen. Besonders kritisch ist es am Abend im Schanzenviertel.<br \/>Vermummte legen dort ein \u00ab\u00a0Munitionslager\u00a0\u00bb mit Steinen am Neuen Pferdemarkt an. Die Polizei riegelt die Gegend ab.<br \/>Chaoten schichten Holzpaletten und \u00c4hnliches zu Barrikaden auf und z\u00fcnden sie an. Viele Schaulustige sehen dabei zu oder filmen mit dem Handy. Es kommt zu Pl\u00fcnderungen.<br \/>Bereits in der Nacht zu Freitag liefern sich Randalierer und Polizei Stra\u00dfenschlachten &#8211; im Schanzenviertel und an vielen anderen Orten noch bis in die fr\u00fchen Morgenstunden. Kurze Zeit sp\u00e4ter brennt es an mehreren Stellen in Hamburg. In Altona z\u00fcnden Chaoten zahlreiche Autos an.<br \/>Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Doch viel retten kann sie nicht mehr, wie hier in der Max-Brauer-Allee in Altona.<br \/>Am Morgen ist auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron (links) in Hamburg gelandet. Damit sind die G20-Staats- und Regierungschefs komplett.<br \/>Auf dem Tagungsgel\u00e4nde begr\u00fc\u00dft Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staatsg\u00e4ste. Darunter auch Recep Tayyip Erdogan. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Deutschland und der T\u00fcrkei ist derzeit aus mehreren Gr\u00fcnden angespannt &#8211; unter anderem wegen der Inhaftierung des Journalisten Deniz Y\u00fccel.<br \/>Abgeschirmt von den Protesten und Krawallen beginnen die G20-Teilnehmer am Mittag mit der ersten Arbeitssitzung.<br \/>Hier sieht es nach einem entspannten Pl\u00e4uschchen aus. F\u00fcr die ernsten Themen ziehen sich Trump und Putin am Nachmittag zur\u00fcck. Es ist das erste pers\u00f6nliche Treffen der beiden.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 5<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/G20-Lage-bleibt-angespannt-unruhige-Nacht-erwartet,gipfeltreffen554.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/G20-Lage-bleibt-angespannt-unruhige-Nacht-erwartet,gipfeltreffen554.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund um den G20-Gipfel gibt es in Hamburg weiter Krawalle. 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