<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":606812,"date":"2017-07-09T17:29:00","date_gmt":"2017-07-09T15:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=606812"},"modified":"2017-07-09T17:12:36","modified_gmt":"2017-07-09T15:12:36","slug":"hamburg-nach-g20-zuruck-zum-alltag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/07\/hamburg-nach-g20-zuruck-zum-alltag\/","title":{"rendered":"Hamburg nach G20: Zur\u00fcck zum Alltag"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Nach dem G20-Gipfel hat in Hamburg das gro\u00dfe Aufr\u00e4umen begonnen. In der Nacht war es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Bundespr\u00e4sident Steinmeier besuchte das Schanzenviertel.<\/b><br \/>\nHamburg packt an und bahnt sich seinen Weg zur Normalit\u00e4t nach dem G20-Gipfel. Hunderte Freiwillige sind derzeit mit dem gemeinsamen Aufr\u00e4umen in den von Krawallen betroffenen Vierteln der Stadt besch\u00e4ftigt. Der motivierte und gut gelaunte Putztrupp hatte sich via Facebook organisiert, um seine \u00ab\u00a0sch\u00f6ne Stadt wieder auf Vordermann\u00a0\u00bb zu bringen. Die Kolonne fegte die Stra\u00dfen und r\u00e4umte M\u00fcll zusammen. Die Anwohner wollen zur\u00fcck zum Alltag: \u00ab\u00a0Es muss wieder nach Leben riechen\u00a0\u00bb, sagte eine Caf\u00e9-Mitarbeiter, der die Holzplatten von den Fenstern des Ladens entfernte.<br \/>Sie mussten nicht bei Null anfangen. Bereits am Morgen hatten Mitarbeiter des \u00f6ffentlichen Fahrradverleihs \u00ab\u00a0StadtRAD\u00a0\u00bb besch\u00e4digte R\u00e4der ausgetauscht. Die Stadtreinigung r\u00e4umte mit Kehrmaschinen die Stra\u00dfen, auf denen erneut Barrikadenreste, Glasscherben und zerst\u00f6rte Stromk\u00e4sten lagen. Zu der Zeit waberte noch Brandgeruch in der Luft. Denn auch in der vergangenen Nacht gab es wieder Krawalle &#8211; dieses Mal verliefen sie jedoch glimpflicher als in der Nacht zuvor.<br \/>Alle aktuellen Entwicklungen k\u00f6nnen Sie auch in unserem Liveblog verfolgen.<br \/>Vor Ort war auch Frank Walter Steinmeier. Der Bundespr\u00e4sident war nach Hamburg gekommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen und um mit B\u00fcrgern zu sprechen, die von den gewaltt\u00e4tigen Krawallen betroffen waren. Bei einer Zusammenkunft mit dem F\u00fchrungsstab der Polizei sowie mit Polizisten einer Einsatzhundertschaft in den Messehallen lobte er den Einsatz der Beamten. Er sei schockiert und fassungslos ob des Ausma\u00dfes an Gewalt. An die G20-Kritiker gerichtet sagte er: \u00ab\u00a0Sie machen es sich zu leicht. Wie anders als durch Gespr\u00e4che soll es vorangehen?\u00a0\u00bb. Es brauche das \u00ab\u00a0demokratisches Selbstbewusstsein\u00a0\u00bb zu sagen, dass solche Konferenzen in Deutschland stattfinden k\u00f6nnten. B\u00fcrgermeister Olaf Scholz (SPD) wiederholte sein Versprechen von schnellen Hilfen f\u00fcr Opfer der Krawalle.<br \/>Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) will den Opfern ebenfalls mit einer Aktion unter die Arme greifen. F\u00fcr gesch\u00e4digte Autobesitzer solle es kostenlose Monatskarten f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr geben, teilte der HVV mit. Um die 100 Autos wurden nach Sch\u00e4tzung von Beobachtern w\u00e4hrend des G20-Gipfels in Brand gesetzt.<br \/>Innensenator Andy Grote (SPD) stellte sich bei einer Pressekonferenz am Mittag hinter die Polizei. Die Gipfeltage h\u00e4tten den mehr als 20.000 Einsatzkr\u00e4ften alles abverlangt. Sie h\u00e4tten es mit einer skrupellosen Gewalt von Kriminellen zu tun gehabt, die so nicht erwartet worden sei, sagte Grote. Der Innensenator kritisierte vor allem, dass kurz vor Gipfelbeginn doch noch ein G20-Protestcamp gerichtlich erlaubt worden war. Dort h\u00e4tten Militante \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Auch Hamburgs B\u00fcrgermeister Olaf Scholz (SPD) wies Kritik an der Polizei zur\u00fcck. Gleichzeitig r\u00e4umte er ein, dass es nicht gelungen sei, die Bev\u00f6lkerung entsprechend zu sch\u00fctzen.<br \/>W\u00e4hrend am Sonnabend tags\u00fcber Zehntausende friedlich und bunt in der Stadt demonstriert hatten, war es am sp\u00e4ten Abend erneut zu Zusammenst\u00f6\u00dfen gekommen. Die Polizei setzte dieses Mal deutlich fr\u00fcher Reizgas und Wasserwerfer ein, um eine Sitzblockade zu r\u00e4umen. Erneut brannten Barrikaden und Autos. Es sollen Flaschen und Steine auf die Einsatzkr\u00e4fte geworfen worden seien. Insgesamt wurden nach Polzeiangaben seit Beginn der Proteste bisher 476 Beamte verletzt. 186 Personen wurden fest- und 225 weitere in Gewahrsam genommen.<br \/>Die Rechtsanw\u00e4ltin Gabriele Heinecke kritisierte, dass es massive Probleme gebe, Gefangenen in der Sammelstelle in Hamburg-Harburg die Nummer des anwaltlichen Notdienstes zu geben. Um 13 Uhr startete dort die Demo \u00a0\u00bb Nobody forgotten &#8211; nothing forgiven \u00ab\u00a0, die f\u00fcr die Freilassung der Gefangenen und gegen Repression sowie Gef\u00e4ngnisse protestieren will.<br \/>Sie wollen daf\u00fcr sorgen, dass vom G20-Protest nicht nur Gewalt und Zerst\u00f6rung in Erinnerung bleiben: Am Abschlusstag des Gipfels ziehen beim friedlichen Marsch \u00ab\u00a0Hamburg zeigt Haltung\u00a0\u00bb Tausende Menschen durch die Stadt.<br \/>\u00ab\u00a0Make Hamburg peaceful again\u00a0\u00bb: Das w\u00fcnschen sich viele Hamburger nach zwei Krawalln\u00e4chten.<br \/>Die Route f\u00fchrt auch an der Speicherstadt vorbei. Die Polizei sch\u00e4tzt die Teilnehmerzahl auf 6.000, die Veranstalter sprechen von 10.000.<br \/>So geht&rsquo;s doch auch: Arm in Arm mit der Polizei geht diese Frau f\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen auf die Stra\u00dfe.<br \/>\u00ab\u00a0Es gibt einen Unterschied zwischen Hamburg und New York.New York ist leiser\u00a0\u00bb, sagt Bill de Blasio, der B\u00fcrgermeister der US-Metropole, auf der Abschlusskundgebung von \u00ab\u00a0Hamburg zeigt Haltung\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Vielleicht waren das aber nur die letzten Tage \u00ab\u00a0<br \/>Von der K\u00f6hlbrandbr\u00fccke seilen sich Greenpeace-Aktivisten ab. Sie h\u00e4ngen Transparente auf, auf denen \u00ab\u00a0End Coal\u00a0\u00bb steht. So wollen sie der Forderung nach einem Ausstieg aus der Kohle-Industrie Nachdruck verleihen.<br \/>In der Hauptkirche St. Katharinen finden sich zahlreiche Menschen beim \u00f6kumenischen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg ein, der unter dem Motto \u00ab\u00a0global.gerecht.gestalten\u00a0\u00bb steht.<br \/>Vor den Deichtorhallen versammeln sich am Vormittag ebenfalls Hunderte Menschen. Sie wollen an der Demonstration \u00ab\u00a0Grenzenlose Solidarit\u00e4t statt G20\u00a0\u00bb teilnehmen.<br \/>Auch Kurden aus ganz Deutschland sind dabei.<br \/>Der \u00ab\u00a0Grenzenlos\u00a0\u00bb-Zug umfasst der Polizei zufolge zwischenzeitlich 50.000 Teilnehmer. Die Veranstalter sagen, es seien sogar 76.000. Die gro\u00dfe Mehrheit \u00e4u\u00dfert ihren Protest friedlich.<br \/>Am Stra\u00dfenrand verteilt ein kleiner Junge Blumen an Polizisten. Und von solchen Bilder gibt es einige. Hamburger zeigen sich solidarisch mit den Beamten.<br \/>Aber auch der \u00ab\u00a0schwarze Block\u00a0\u00bb marschiert wie bef\u00fcrchtet bei der \u00ab\u00a0Grenzenlos\u00a0\u00bb-Demo mit. Einige sind vermummt und werden erneut aggressiv. Die Polizei schreibt auf Twitter von Tritten und Schl\u00e4gen gegen Beamte, unter anderem mit Fahnenstangen.<br \/>Nach Ende der Kundgebung fliegen Flaschen aus einer Gruppe von etwa 50 Leuten in Richtung Polizei. Die reagiert mit einem kurzen Wasserwerfereinsatz, wie ein NDR Reporter berichtet. Der \u00ab\u00a0schwarze Block\u00a0\u00bb l\u00f6st sich auf.<br \/>Gel\u00f6ste Atmosph\u00e4re bei der Abschlusskundgebung am Millerntorplatz: Ein Demonstrant umarmt unter dem Applaus der Umstehenden einen Polizisten.<br \/>Von der B\u00fchne t\u00f6nt Musik, es herrscht Festival-Atmosph\u00e4re.<br \/>Vor diesen fliegenden Ziegelsteinen muss niemand Angst haben: Sie sind aus Schaumstoff. Gegen 20.30 Uhr wird die letzte gro\u00dfe Demo des Gipfels f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.<br \/>In den Messehallen geht der G20-Gipfel am Morgen weiter. Stunden sp\u00e4ter einigen sich die Teilnehmer auf eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zum Klimaschutz. Die USA bleiben allerdings bei ihrem Ausstieg aus dem Pariser Vertrag, auch die T\u00fcrkei schert \u00fcberraschend aus. In Sachen Welthandel gibt es einen Kompromiss.<br \/>Auch das \u00ab\u00a0Partnerprogramm\u00a0\u00bb wird fortgesetzt: B\u00fcrgermeister Olaf Scholz zeigt stolz \u00ab\u00a0sein\u00a0\u00bb Rathaus. Diesmal ist auch Melania Trump (mit rotem Mantel) dabei, die am Vortag bei einem Teil der Veranstaltung fehlte.<br \/>In der Pressekonferenz zum Ende des Gipfels verurteilt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die \u00ab\u00a0entfesselte Gewalt und ungehemmte Brutalit\u00e4t\u00a0\u00bbeiniger Demonstranten. Den Opfern sagt sie Entsch\u00e4digungen zu.<br \/>Merkel und Scholz zu Besuch bei den Einsatzkr\u00e4ften: \u00ab\u00a0Meine Hoffnung ist, dass eine der Konsequenzen sein wird, dass die Gewaltt\u00e4ter, die wir gefasst haben, mit sehr hohen Strafen rechnen m\u00fcssen\u00a0\u00bb, sagt Scholz. Zudem dankt er den Beamten daf\u00fcr, dass sie den Gipfel m\u00f6glich gemacht h\u00e4tten.<br \/>Auf dem Schulterblatt im Schanzenviertel, wo am Vorabend noch ein gewaltt\u00e4tiger Mob tobte, ist wieder Frieden eingekehrt.<br \/>Nach Sonnenuntergang dann leider doch wieder Alarm: Am Neuen Pferdemarkt, ganz in der N\u00e4he des Schulterblatts, wo in der Nacht zuvor schlimme Krawalle ausbrachen, werden wieder Flaschen und Steine auf Polizisten geworfen.<br \/>Die Polizei r\u00fcckt mit mehreren Wasserwerfern, R\u00e4umfahrzeugen und Hundertschaften an.<br \/>Auf dem Schulterblatt treffen die Wasserwerfer auf viele Menschen, die das Peace-Zeichen zeigen. Ganz friedlich geht es in dieser Nacht nicht zu, aber kein Vergleich zu den Ausschreitungen zuvor.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 7<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Hamburg-nach-G20-Zurueck-zur-Normalitaet,gipfeltreffen566.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Hamburg-nach-G20-Zurueck-zur-Normalitaet,gipfeltreffen566.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem G20-Gipfel hat in Hamburg das gro\u00dfe Aufr\u00e4umen begonnen. 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