<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":637830,"date":"2017-08-05T21:05:00","date_gmt":"2017-08-05T19:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=637830"},"modified":"2017-08-05T23:07:10","modified_gmt":"2017-08-05T21:07:10","slug":"verunreinigte-eier-belgische-behorden-wussten-von-belastung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/08\/verunreinigte-eier-belgische-behorden-wussten-von-belastung\/","title":{"rendered":"Verunreinigte Eier: Belgische Beh\u00f6rden wussten von Belastung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Man habe die Information bewusst nicht \u00f6ffentlich gemacht. Doch wie gef\u00e4hrlich sind die Eier tats\u00e4chlich? Eine Einordnung<\/b><br \/>\nDie belgischen Beh\u00f6rden waren bereits seit Anfang Juni \u00fcber einen Fipronil-Verdachtsfall bei Eiern informiert. \u201eEin belgisches Unternehmen hat uns gemeldet, dass es ein Problem mit Fipronil geben k\u00f6nnte\u201c, sagte Katrien Stragier, Sprecherin, der belgischen Lebensmittelsicherheitsbeh\u00f6rde FASNK. Dennoch habe die Beh\u00f6rde entschieden, den Verdacht nicht \u00f6ffentlich zu machen. \u201eDas war, damit die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen konnte\u00a0\u00bb, sagte Stagier. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen Betrugs.<br \/>Bundesagrarminister Christian Schmidt hat sich \u00fcber die belgischen Beh\u00f6rden wegen des Eierskandals entt\u00e4uscht gezeigt. Schmidt h\u00e4tte erwartet, zeitnah und umfassend informiert zu werden, erkl\u00e4rte ein Sprecher des CSU-Politikers am Samstag in Berlin. Am Montag wolle er mit seinem Amtskollegen in Br\u00fcssel telefonieren.<br \/>Der Skandal um Eier, die mit dem Insektenmittel Fipronil verseucht sind, zieht derweil immer weitere Kreise. Der Lebensmitteldiscounter Aldi k\u00fcndigte am Freitag an, s\u00e4mtliche Eier aus dem Verkauf zu nehmen. Rewe und Penny entfernten alle Eier aus den Niederlanden, Lidl die verd\u00e4chtigen Chargen.<br \/>Der Deutsche Bauernverband kritisierte, Aldis Reaktion sei \u201ezum jetzigen Zeitpunkt eine \u00fcberzogene Reaktion\u201c. Damit d\u00fcrfte der Verband richtigliegen, auch wenn er naturgem\u00e4\u00df vor allem die Interessen der Eier-Industrie vertritt.<br \/>Selbstverst\u00e4ndlich ist klar, dass Fipronil in Eiern nichts zu suchen hat. Es hat in h\u00f6heren Dosen bei S\u00e4ugetieren Leber- und Nervensch\u00e4den hervorgerufen und ist f\u00fcr Betriebe, die Lebensmittel herstellen, verboten. Jeder Nachweis von Fipronil in Eiern oder H\u00fchnerfleisch macht diese \u201enicht verkehrsf\u00e4hig\u201c, sie d\u00fcrfen also nicht in den Handel kommen.<br \/>Kontaminierte Eier m\u00fcssen vernichtet, die Verantwortlichen f\u00fcr die Verunreinigung zur Rechenschaft gezogen werden. Dennoch, zur Panik gibt es keinen Anlass. \u201eAlle Dinge sind Gift\u201c, erkannte schon der Arzt Paracelsus vor 500 Jahren. Allein die Dosis entscheidet \u00fcber die Giftigkeit eines Stoffes, befand er.<br \/>Das bedeutet: Ein Gift in geringer Menge verliert seine Giftigkeit, weil der K\u00f6rper es unsch\u00e4dlich machen, es mit Hilfe der Leber und der Nieren \u201eentgiften\u201c kann. Andererseits k\u00f6nnen scheinbar harmlose oder gut vertr\u00e4gliche Stoffe gef\u00e4hrlich werden, wenn sie im \u00dcberma\u00df konsumiert werden. Ein bekanntes Beispiel ist Alkohol. Doch selbst Kochsalz oder Wasser sind in hoher \u201eDosis\u201c t\u00f6dlich, k\u00f6nnen also giftig werden.<br \/>Das Gesundheitsrisiko von Pestiziden wie Fipronil wird in Tierversuchen ermittelt. Dabei wird die niedrigste Dosis festgestellt, bei der keine Sch\u00e4den hervorgerufen werden. Er hat die technische Bezeichnung NOAEL (Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eNo Observed Adverse Effect Level\u201c) . Vom NOAEL wird der gesundheitliche Richtwert f\u00fcr den Menschen abgeleitet, ARfD genannt (f\u00fcr \u201eAkute Referenzdosis\u201c) . Er ist um den Faktor 100 niedriger als der NOAEL angesetzt, um einen angemessenen Sicherheitsabstand herzustellen.<br \/>Die ARfD bezeichnet jene Substanzmenge, die innerhalb eines Tages ohne erkennbares Risiko f\u00fcr den Verbraucher aufgenommen werden kann. Wird die ARfD \u00fcberschritten, bedeutet das nicht zwangsl\u00e4ufig, dass Gesundheitssch\u00e4den auftreten, sondern nur, dass solche m\u00f6glich sind. Unterhalb der Schwelle ist eine Gesundheitsgefahr unwahrscheinlich.<br \/>F\u00fcr die Fipronil-Belastung hat das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) in Berlin eine Modellrechnung aufgemacht. Zugrunde gelegt wurde der bislang h\u00f6chste gemessene Wert. Er wurde in Belgien ermittelt und betr\u00e4gt 1,2 Milligramm Fipronil pro Kilogramm Ei. Ein 65 Kilogramm schwerer Erwachsener kann sieben dieser Eier essen, ohne dass der gesundheitliche Richtwert ARfD \u00fcberschritten wird, ein 16,5 Kilogramm schweres Kind immerhin noch 1,7 Eier und ein zehn Kilogramm schweres Kind (entspricht einem Einj\u00e4hrigen) ein Ei.<br \/>Generell gibt es nach Angaben des BfR keine Befunde, die auf einen gesundheitssch\u00e4dlichen Fipronil-Gehalt hindeuten. Die Messwerte w\u00fcrden um den Faktor zehn unterhalb der kritischen Gef\u00e4hrdungsmarke liegen.<br \/>Scharfe Kontrollen von Pestizid-Belastungen sind richtig und, wie man sieht, bitter n\u00f6tig. Das sollte den Verbraucher allerdings nicht zu dem Fehlschluss verleiten, dass anderswo keine Gefahren lauern. Tatsache ist, dass die Natur die gef\u00e4hrlichsten Gifte hervorbringt. Der amerikanische Biochemiker Bruce Ames hat darauf aufmerksam gemacht, dass sch\u00e4tzungsweise 99,99 Prozent der mit der Nahrung aufgenommenen Pestizide von den Pflanzen selbst stammen. Sie werden von ihnen gebildet, um Sch\u00e4dlinge abzuwehren. Ein anderes Beispiel sind Lebensmittelvergiftungen durch Krankheitserreger wie Salmonellen oder Colibakterien.<br \/>Wir leben in einer Welt von Giften, doch hat die Evolution uns mit m\u00e4chtigen Abwehrwaffen wie dem Immunsystem oder der Entgiftungszentrale Leber ausgestattet. Und eine bessere Lebensmittel\u00fcberwachung und -hygiene hat das ihre dazu beigetragen, dass unsere Lebenserwartung steigt und steigt. Trotz der Gifte. mit dpa und Reute rs<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/verunreinigte-eier-belgische-behoerden-wussten-von-belastung\/20150538.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/verunreinigte-eier-belgische-behoerden-wussten-von-belastung\/20150538.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man habe die Information bewusst nicht \u00f6ffentlich gemacht. 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