<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":732256,"date":"2017-10-29T18:04:00","date_gmt":"2017-10-29T16:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=732256"},"modified":"2017-10-29T18:11:37","modified_gmt":"2017-10-29T16:11:37","slug":"katalonien-die-schweigende-mehrheit-begehrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2017\/10\/katalonien-die-schweigende-mehrheit-begehrt-auf\/","title":{"rendered":"Katalonien: Die schweigende Mehrheit begehrt auf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In Barcelona gehen am Sonntag Hunderttausende Bef\u00fcrworter der spanischen Einheit auf die Stra\u00dfe. Regionalchef Puigdemont denkt nicht an R\u00fccktritt: Er bleibe \u00ab\u00a0Pr\u00e4sident\u00a0\u00bb.<\/b><br \/>\nNach der Entmachtung der katalanischen Separatisten sind laut Beh\u00f6rdenangaben eine Million Menschen f\u00fcr die Einheit Spaniens auf die Stra\u00dfe gegangen. Bei einem Protestzug durch das Zentrum Barcelonas skandierten die Menschen am Sonntag \u00ab\u00a0Viva Espana\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Ich bin Spanier\u00a0\u00bb oder \u00ab\u00a0Barcelona geh\u00f6rt zu Spanien\u00a0\u00bb.<br \/>Es war eine der gr\u00f6\u00dften Kundgebungen f\u00fcr die Einheit des Landes seit Beginn des Streits. Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident des EU-Parlaments, Josep Borrell, rief die Menschen auf, sich in gro\u00dfer Zahl an der geplanten Neuwahl am 21. Dezember zu beteiligen. \u00ab\u00a0Dies ist die goldene Gelegenheit. Diesmal sollte niemand Zuhause bleiben\u00a0\u00bb.<br \/>Die allgemein bef\u00fcrchteten Proteste der Sympathisanten der von Madrid abgesetzten Regierung von Carles Puigdemont blieben unterdessen am Wochenende sowohl in der katalanischen Hauptstadt als auch in anderen Gebieten Kataloniens zun\u00e4chst aus. Offiziell hatte die Amtsgesch\u00e4fte des Regionalpr\u00e4sidenten am Samstag Spaniens Ministerpr\u00e4sident Mariano Rajoy \u00fcbernommen.<br \/>Viele Demonstranten forderten die Festnahme von Puigdemont. Man wolle daf\u00fcr arbeiten, dass es zu einer Vers\u00f6hnung zwischen Unionisten und Separatisten kommt und in der Region im Nordosten Spaniens k\u00fcnftig Besonnenheit und ein friedliches Zusammenleben herrschen, teilte die pro-spanische Sociedad Civil Catalana (SCC) mit, die zu der Kundgebung unter dem Motto \u00ab\u00a0Wir sind alle Katalonien!\u00a0\u00bb aufgerufen hatte. Demonstranten schwenkten spanische und katalanische Flaggen. Vor drei Wochen hatte ein Marsch gegen die Unabh\u00e4ngigkeit in Barcelona rund 350.000 Menschen mobilisiert.<br \/>\u00ab\u00a0Unsere Zukunft ist besser innerhalb Spaniens und innerhalb Europas. Deswegen sind wir heute hier\u00a0\u00bb, sagte die Sprecherin der liberalen Ciudadanos, Ines Arrimadas. Die Partei war 2006 in Katalonien als Gegenbewegung zu separatistischen Gruppen der Region gegr\u00fcndet worden und ist inzwischen die viertst\u00e4rkste Kraft im Madrider Parlament. Arrimadas betonte: \u00ab\u00a0Ich m\u00f6chte, dass sich alle Katalanen wieder die Hand geben k\u00f6nnen und wir wieder gemeinsam weitergehen.\u00a0\u00bb<br \/>Kurz nachdem das katalanische Parlament am Freitag f\u00fcr einen Prozess zur Losl\u00f6sung von Spanien und zur Gr\u00fcndung eines unabh\u00e4ngigen Staates gestimmt hatte, kam die entscheidende Wendung im Konflikt. Der spanische Senat machte mit der Billigung des nie zuvor angewandten Verfassungsartikels 155 den Weg f\u00fcr die Entmachtung der Regionalregierung in Barcelona und f\u00fcr Neuwahlen am 21. Dezember frei. Am Samstag wurde die Autonome Gemeinschaft unter Zwangsverwaltung gestellt. Die t\u00e4glichen Amtsgesch\u00e4fte in Katalonien soll Rajoys Vize Soraya Saenz de Santamaria \u00fcbernehmen.<br \/>Einer Umfrage f\u00fcr die Zeitung \u00ab\u00a0El Mundo\u00a0\u00bb zufolge k\u00f6nnten die Separatisten bei der Wahl ihre Mehrheit im Parlament in Barcelona knapp verlieren. Sie erreichen demnach 42,5 Prozent der Stimmen, ihre Gegner 43,4 Prozent. Umfragen haben bisher immer wieder gezeigt, dass eine Mehrheit der 5,3 Millionen Wahlberechtigten in Katalonien gegen eine Losl\u00f6sung der wirtschaftlich starken Region von Spanien ist.<br \/>Puigdemont hatte am Samstag angedeutet, dass er seine Amtsenthebung durch die Zentralregierung in Madrid nicht anerkennt. Man wolle weiter daf\u00fcr arbeiten, ein \u00ab\u00a0freies Land\u00a0\u00bb zu gr\u00fcnden, auch wenn man sich \u00ab\u00a0der aktuellen Schwierigkeiten\u00a0\u00bb bewusst sei, sagte er und rief zum friedlichen \u00ab\u00a0demokratischen Widerstand\u00a0\u00bb gegen die Zwangsma\u00dfnahmen auf. Seine aufgezeichnete TV-Rede wurde von Medien und Beobachtern als weniger resolut bezeichnet als erwartet. Am Sonntag \u00e4u\u00dferte sich Puigdemont zun\u00e4chst nicht.<br \/>Sein Stellvertreter Oriol Junqueras betonte, Puigdemont bleibe weiterhin \u00ab\u00a0Pr\u00e4sident des Landes\u00a0\u00bb. Mit ihm bleibe auch Parlamentspr\u00e4sidentin Carme Forcadell im Amt &#8211; zumindest bis in freien Wahlen etwas anderes entschieden werde, schrieb Junqueras in einer Kolumne f\u00fcr die katalanische Zeitung \u00ab\u00a0El Punt Avui\u00a0\u00bb. Weder der \u00ab\u00a0Staatsstreich gegen Katalonien\u00a0\u00bb noch \u00ab\u00a0irgendeine der antidemokratischen Ma\u00dfnahmen\u00a0\u00bb seitens der rechtskonservativen Volkspartei Rajoys k\u00f6nnten akzeptiert werden.<br \/>Nach Medienberichten k\u00f6nnte der Generalstaatsanwalt am Montag die Festnahme des liberalen Politikers anordnen. Sollte er wegen Auflehnung gegen die Staatsgewalt oder gar Rebellion verurteilt werden, drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft. Puigdemont sprach von einer \u00ab\u00a0verr\u00fcckten\u00a0\u00bb Drohung. Voraussetzung f\u00fcr eine Anklage wegen Rebellion sei ein \u00ab\u00a0gewaltt\u00e4tiger \u00f6ffentlicher Aufstand\u00a0\u00bb.<br \/>Auch die \u00fcbrigen Mitglieder der Regierung in Barcelona wurden mit der Ver\u00f6ffentlichung im Amtsblatt am Samstag f\u00fcr abgesetzt erkl\u00e4rt. Insgesamt mussten 150 Regierungsmitarbeiter gehen. Auch die beiden Chefs der katalanischen Polizeieinheit Mossos d&rsquo;Esquadra, Pere Soler und Josep Llu\u00eds Trapero, wurden abgesetzt.<br \/>F\u00fcr die Politiker brachte Belgiens Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Asyl und Migration sein Land als m\u00f6glichen Zufluchtsort ins Spiel. Katalanen, die sich politisch verfolgt f\u00fchlten, k\u00f6nnten in Belgien um Asyl ansuchen sagte Theo Francken am Sonntag dem fl\u00e4mischen Sender VTM News. \u00ab\u00a0Es ist nicht unrealistisch.\u00a0\u00bb<br \/>Eine Umfrage sieht unterdessen die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Separatisten in Katalonien schwinden. Bei der Neuwahl am 21. Dezember m\u00fcssten sie mit einem Verlust der Mehrheit im Regionalparlament rechnen, geht aus einer am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Umfrage des angesehenen Forschungsinstituts Sigma Dos im Auftrag der Zeitung \u00ab\u00a0El Mundo\u00a0\u00bb hervor. Die Umfrage sieht die drei nach Unabh\u00e4ngigkeit der spanischen Region strebenden Parteien zusammen bei h\u00f6chstens 42,5 Prozent der Stimmen. Sie w\u00fcrden damit auf 65 Sitze im Parlament kommen. F\u00fcr die absolute Mehrheit sind in Barcelona mindestens 68 Sitze n\u00f6tig.<br \/>In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Metroscopia sprach sich die Mehrheit von 53 Prozent der Katalanen f\u00fcr Neuwahlen aus. Sogar ein Drittel der Unterst\u00fctzer von Puigdemont sind daf\u00fcr. 43 Prozent lehnten Wahlen zur L\u00f6sung des derzeitigen Konflikts ab.<br \/>(APA\/dpa\/AFP)<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 5.3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5311214\/Katalonien_Die-schweigende-Mehrheit-begehrt-auf?from=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5311214\/Katalonien_Die-schweigende-Mehrheit-begehrt-auf?from=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Barcelona gehen am Sonntag Hunderttausende Bef\u00fcrworter der spanischen Einheit auf die Stra\u00dfe. 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