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Die Polizei hat den Angreifer von Paris identifiziert. Französischen Medien zufolge war der Mann wegen Angriffen auf Polizisten vorbestraft.
Was passiert ist: das, was die Sicherheitsbehörden befürchtet hatten — ein Terroranschlag, kurz vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Seit Tagen sind die Sicherheitsbehörden wegen der Wahl am Sonntag in erhöhter Alarmbereitschaft, Tausende Polizisten und Soldaten sind im Einsatz. So auch auf der Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées im Herzen von Paris. Gegen 21 Uhr am Donnerstagabend eröffnet dort ein Mann das Feuer auf einen Mannschaftswagen der Polizei — die Beamten sind vor Ort, um das Gebiet rund um die weltberühmte Sehenswürdigkeit zu schützen. Ihr Auto parkt auf Höhe eines Geschäfts der britischen Einzelhandelskette Marks & Spencer.
Ein Polizist wird von den Kugeln tödlich getroffen, drei weitere Menschen werden verletzt. Unter den Verwundeten sind zwei weitere Beamte sowie eine Touristin. Ihre Nationalität ist bislang nicht bekannt. Nach den ersten Schüssen des Angreifers erwidern die Beamten das Feuer — beim anschließenden Schusswechsel wird auch der Angreifer getroffen und stirbt. Das Pariser Innenministerium bestätigt später, dass ein Täter «neutralisiert» worden sei.
Das Motiv: Noch am Donnerstagabend bekennt sich die Terrormiliz Islamischer Staat über ihr Propagandaorgan Amaq zu der Attacke. Die Nachricht konnte zunächst nicht unabhängig auf ihre Echtheit überprüft werden. Sie wurde aber über Kanäle verbreitet, die der IS in der Vergangenheit genutzt hat, um Anschläge für sich zu reklamieren.
Der Täter: Die Behörden gehen nach jetzigem Stand davon aus, dass der Terroranschlag von einem Einzeltäter begangen wurde. Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins sagte, der Täter sei «bekannt» und seine Identität «verifiziert» worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte er keine konkreten Angaben zur Identität des Angreifers machen. Am Freitag soll es eine weitere Pressekonferenz geben.

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