Jens Spahn und Friedrich Merz sind aktuell hintenan: Annegret Kramp-Karrenbauer führt das Rennen um die Nachfolge an der CDU-Spitze an.
Einen Monat vor dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg nimmt das Rennen um die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel Fahrt auf. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn warben in mehreren Medien für sich. Zusammen mit dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz wollen sie sich am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) bei der Frauen-Union in Berlin präsentieren. Es ist der erste gemeinsame Auftritt der drei aussichtsreichsten Kandidaten.
Kramp-Karrenbauer hat einer neuen Umfrage zufolge die Nase knapp vor Merz und deutlich vor Spahn. Mehr als jeder dritte befragte Unionsanhänger (35 Prozent) erklärte sie zu seiner Favoritin, wie aus dem aktuellen ZDF-„Politbarometer“ hervorgeht. Unter allen Befragten kam sie auf einen etwas geringeren Zuspruch von 31 Prozent. Damit hat Kramp-Karrenbauer einen leichten Vorsprung vor Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, den 33 Prozent der Unionsanhänger und 25 Prozent aller Befragten bevorzugen. Gesundheitsminister Jens Spahn hingegen bleibt mit sieben Prozent beziehungsweise sechs Prozent deutlich zurück.
Kramp-Karrenbauer forderte am Freitag einen neuen „Stil“ ihrer Partei und ein größeres Mitspracherecht für die Basis. Es sei deutlich geworden, dass die Mitglieder erwarteten, dass „zumindest die großen grundlegenden Fragen zuerst in der Partei aufgegriffen, diskutiert und entschieden werden, bevor sie dann in Regierungshandeln umgesetzt werden“, sagte sie im WDR5-„Morgenecho“. Als Negativbeispiele nannte sie etwa die Energiewende und die Wehrpflicht.
Am Donnerstag war die Generalsekretärin im ZDF in der Sendung „Maybrit Illner“ zu Gast.

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