Der Bundesaußenminister ist in Teheran eingetroffen, wo er sich um eine Entschärfung des Konflikts bemühen will. Irans Regierung rief er zur Einhaltung des Abkommens auf.
Vor seinen Gesprächen im Iran
hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Regierung in Teheran zur Einhaltung
des Atomabkommens aufgefordert. «Eine Diskussion ‘less for less’ ist keine, zu
der wir bereit sein werden», sagte Maas bei einem Besuch in Abu Dhabi. «Less for less» (weniger für weniger) würde bedeuten,
dass der Iran sich an Teile des Atomabkommens nicht mehr hält, weil er wegen
der neuen US-Sanktionen auf wirtschaftliche
Vorteile verzichten muss. Er hoffe, dass beide Seiten bei dem Treffen am Montag «konstruktive
Wege finden, das Abkommen zu erhalten», sagte Maas weiter. «Denn ich glaube, letztlich
muss auch der Iran ein politisches Interesse daran haben, dass es dieses
Abkommen in Zukunft weiter gibt.»
Der Iran hatte mit dem Atomabkommen 2015 nach jahrelangen Verhandlungen eine deutliche Begrenzung seines Atomprogramms akzeptiert. Im Gegenzug sollte die Aufhebung der Sanktionen die iranische Wirtschaft ankurbeln.

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