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Beirut unter Schock: Suche nach Ursache für Explosionskatastrophe

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Die libanesische Hauptstadt Beirut ist am Dienstag von zwei gewaltigen Explosionen erschüttert worden. Veraltetes Exp…
Die libanesische Hauptstadt Beirut ist am Dienstag von zwei gewaltigen Explosionen erschüttert worden. Veraltetes Explosivmaterial soll die Detonation ausgelöst haben. Mindesten 100 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 4000 wurden verletzt. Beirut – Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut steht die Stadt am Mittelmeer unter Schock. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 100, wie das libanesische Rote Kreuz am Mittwoch erklärte. Demnach wurden etwa 4000 Menschen verletzt. Rettungshelfer suchten in den Trümmern nach weiteren Opfern. Der Generalsekretär des Roten Kreuzes, George Kattanah, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Zahl der Opfer werde wahrscheinlich weiter steigen. Aus Sicherheitskreisen hieß es, es würden noch mindestens 100 Menschen vermisst. „Es liegen noch immer viele Menschen unter den Trümmern“, sagte ein Offizieller, der ungenannt bleiben wollte. Die Ermittler suchen zudem weiter nach der Ursache für die gewaltige Detonation in der Hauptstadt des Landes am Mittelmeer. Laut Premier Hassan Diab könnten die Explosionen von einer großen Menge Ammoniumnitrat – die Rede ist von über 2700 Tonnen – ausgelöst worden sein. Die Substanz sei jahrelang ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert worden. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es vorerst nicht. Diab erklärte den Mittwoch zum Tag der landesweiten Trauer in Gedenken an die Opfer. Präsident Michel Aoun berief eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Verteidigungsrats ein. Ammoniumnitrat, das auch zur Herstellung von Sprengsätzen dient, kann bei höheren Temperaturen detonieren. Die Substanz dient zum Raketenantrieb und vor allem zur Herstellung von Düngemittel. Die farblosen Kristalle befanden sich auch in dem Gefahrgutlager der chinesischen Hafenstadt Tianjin, wo 2015 nach einer Serie von Explosionen 173 Menschen getötet wurden. Der Stoff könnte von einem Frachtschiff stammen, dem libanesische Behörden laut Berichten im Jahr 2013 wegen verschiedener Mängel die Weiterfahrt untersagt hatten. Das Schiff war demnach von Georgien aus ins südafrikanische Mosambik unterwegs. Der Besatzung gingen dann Treibstoff und Proviant aus, der Inhaber gab das Schiff offenbar auf. Der Crew wurde nach einem juristischen Streit schließlich die Ausreise genehmigt. Das Schiff blieb zurück mit der gefährlichen Ladung, die in einem Lagerhaus untergebracht wurde. ???? Video| Schwere Explosion in Beirut: Mindestens zehn Tote Sobald Sie das Video laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Dailymotion (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf «Zustimmen und Abspielen» werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. Die Explosionen hatten am Dienstag Beirut und das Umland erschüttert. Große Teile des Hafens wurden vollständig zerstört. Aufnahmen zeigten ein Bild der Verwüstung und unter Trümmern eingeklemmte Menschen, viele von ihnen blutüberströmt. Die Krankenhäuser seien mit den vielen Verletzten komplett überlastet, sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Hospitals. „Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes.“ Betroffen von der Explosion sind neben dem Hafen vor allem die beliebtesten Ausgehviertel, für die Beirut bekannt ist. Auch die angrenzenden Wohngebiete wurden stark beschädigt. Auf den Straßen standen zahlreiche zerstörte Autos. „Das ist grauenhaft, das ist nicht normal“, sagte ein Mann, der am Morgen Scherben vor seiner Wohnung zusammenfegte. Sobald Sie den Beitrag laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Twitter (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf «Zustimmen und Anzeigen» werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen.

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