<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1014820,"date":"2018-05-25T08:27:00","date_gmt":"2018-05-25T06:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1014820"},"modified":"2018-05-25T11:03:50","modified_gmt":"2018-05-25T09:03:50","slug":"tag-der-vermissten-kinder-die-ungewissheit-ist-das-schlimmste","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/05\/tag-der-vermissten-kinder-die-ungewissheit-ist-das-schlimmste\/","title":{"rendered":"Tag der vermissten Kinder: Die Ungewissheit ist das Schlimmste"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Es ist der Alptraum von Eltern: Das eigene Kind ist verschwunden. Jedes Jahr passiert das in Deutschland mehrere Tausend Mal. Meist tauchen die Kinder wohlbehalten wieder auf. Doch nicht in jedem Fall gibt es ein gutes Ende.<\/b><br \/>\nEs ist der Alptraum von Eltern: Das eigene Kind ist verschwunden. Jedes Jahr passiert das in Deutschland mehrere Tausend Mal. Meist tauchen die Kinder wohlbehalten wieder auf. Doch nicht in jedem Fall gibt es ein gutes Ende.<br \/>Hilal, Inga, Aref. Diese Namen haben sich in das Ged\u00e4chtnis vieler Menschen in Deutschland gebrannt. Seit Jahren sind die Kinder wie vom Erdboden verschluckt: Die damals zehnj\u00e4hrige Hilal Ercan verschwindet 1999 in der unmittelbaren N\u00e4he der elterlichen Wohnung in Hamburg-Lurup. Vor knapp drei Jahren verliert sich die Spur der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Inga in einem Waldst\u00fcck bei Stendal (Sachsen-Anhalt). Und Aref, damals vier Jahre alt, wird seit April 2016 vermisst, nachdem er seiner Mutter auf einem Spielplatz in Eschwege aus den Augen geriet.<br \/>Mehr als 8000 Kinder wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes 2017 als vermisst registriert. Die meisten tauchten wohlbehalten wieder auf. 95,8 Prozent der Vermisstenf\u00e4lle konnten laut BKA gekl\u00e4rt werden. Meist handele es sich dabei um Ausrei\u00dfer, die wegen Problemen im Elternhaus oder in der Schule weggelaufen seien. Auch ein illegaler Kindesentzug eines der Elternteile k\u00f6nne ein Grund sein.<br \/>Wie viele Kinder und Jugendliche als dauerhaft vermisst gelten, ist nicht bekannt. Das BKA f\u00fchrt dazu keine Statistik. &#171;Die aktuellen Vermisstenzahlen werden jeweils zum Quartalsanfang erstellt und beinhalten sowohl die Vermisstenf\u00e4lle, die innerhalb von einigen Tagen gekl\u00e4rt werden, als auch die ungekl\u00e4rten F\u00e4lle, die bis zu 30 Jahre zur\u00fcckliegen&#187;, erkl\u00e4rt eine Sprecherin. Zum 1. April seien 1980 Kinder und 5243 Jugendliche vermisst gemeldet. Hinzu k\u00e4men 5183 unbegleitete minderj\u00e4hrige Fl\u00fcchtlinge sowie 968 entzogene Minderj\u00e4hrige, deren Aufenthaltsort unbekannt sei.<br \/>Wird ein Kind Opfer eines Verbrechens, spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Laut einer Studie des US-Bundesstaates Washington, bei der Kindesentf\u00fchrungen mit t\u00f6dlichem Ausgang untersucht wurden, sind die ersten drei Stunden nach der Tat ausschlaggebend. 76 Prozent der Kinder \u00fcberlebten diese Zeit nicht. 88 Prozent w\u00fcrden innerhalb der ersten 24 Stunden get\u00f6tet. &#171;Daher ist es wichtig, einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung in m\u00f6glichst kurzer Zeit zu informieren&#187;, erkl\u00e4rt Lars Bruhns, Vorstand der Hamburger Initiative Vermisste Kinder.<br \/>Viele L\u00e4nder &#8212; etwa Polen, Gro\u00dfbritannien und die Niederlande &#8212; haben bereits ein Akut-Alarmsystem etabliert, das die Bev\u00f6lkerung etwa per SMS benachrichtigt. &#171;In den Niederlanden k\u00f6nnen 12 Millionen der 17 Millionen Einwohner dadurch innerhalb von 15 Minuten erreicht werden&#187;, berichtet Bruhns. Der Politikberater dr\u00e4ngt bereits seit Jahren auf ein \u00e4hnliches Alarmsystem f\u00fcr das Bundesgebiet. Mit der derzeitigen Verfahrensweise der Polizei sei man im Zweifel zu sp\u00e4t. &#171;Nach dem Verschwinden von Inga hatten wir die Hoffnung, dass so ein Akutfall zu einem Umdenken f\u00fchrt&#187;, sagt Bruhns. Beim BKA hei\u00dft es: &#171;Die derzeitige Art der Vermisstenbearbeitung in Deutschland ist eingespielt und effizient und hat sich aus polizeilicher Sicht sehr bew\u00e4hrt, so dass eine Ver\u00e4nderung derzeit nicht geplant ist.&#187;<br \/>Die Hamburger Initiative Vermisste Kinder, die 1997 von Bruhns&#8217; Mutter Monika ins Leben gerufen wurde, unterst\u00fctzt die Angeh\u00f6rigen vermisster Kinder. &#171;Trotzdem sollen Eltern nat\u00fcrlich als erstes die Polizei benachrichtigen&#187;, sagt Bruhns. Der Verein k\u00fcmmert sich auch um eine Hotline, die unter der Nummer 116 000 erreichbar ist &#8212; als Anlaufstelle f\u00fcr alle Themen rund um vermisste Kinder. Staatliche F\u00f6rderung erh\u00e4lt die Initiative nicht. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich t\u00e4tig. Sogar die Kosten f\u00fcr den Telefonanschluss h\u00e4tten sie privat bezahlen m\u00fcssen. &#171;Dabei \u00fcbernimmt man zum Teil halbstaatliche Arbeit&#187;, \u00e4rgert sich Bruhns. Was es f\u00fcr Eltern bedeutet, wenn das eigene Kind spurlos verschwindet, ist nur schwer nachzuempfinden. &#171;Die Ungewissheit ist das Schlimmste&#187;, wei\u00df Bruhns aus Gespr\u00e4chen mit Angeh\u00f6rigen. Viele Familien zerbr\u00e4chen daran.<br \/>&#171;Gerade bei Angeh\u00f6rigen von Langzeitvermissten ist immer wieder zu beobachten, dass sie die Ungewissheit \u00fcber das Schicksal des eigenen Kindes einfach nicht ertragen k\u00f6nnen und krank werden&#187;, berichtet Bianca Biwer, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Wei\u00dfen Rings, der sich um Opfer von Verbrechen k\u00fcmmert. Die Folgen k\u00f6nnen zum Beispiel Schlaf- und Angstst\u00f6rungen, Alptr\u00e4ume, Depressionen, st\u00e4ndig kreisende Gedanken und vor allem Schuldgef\u00fchle sein&#187;. Der Tag der vermissten Kinder wurde 1983 vom damaligen US-Pr\u00e4sidenten Ronald Reagan ins Leben gerufen, nachdem vier Jahre zuvor der sechsj\u00e4hrige Etan Patz in New York spurlos verschwand. Er wird immer am 25. Mai begangen.<br \/>Quelle: n-tv.de<\/p>\n<p><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Die-Ungewissheit-ist-das-Schlimmste-article20448425.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Die-Ungewissheit-ist-das-Schlimmste-article20448425.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist der Alptraum von Eltern: Das eigene Kind ist verschwunden. Jedes Jahr passiert das in Deutschland mehrere Tausend Mal. Meist tauchen die Kinder wohlbehalten wieder auf. Doch nicht in jedem Fall gibt es ein gutes Ende. 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