<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1041069,"date":"2018-06-12T19:04:00","date_gmt":"2018-06-12T17:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1041069"},"modified":"2018-06-12T23:05:40","modified_gmt":"2018-06-12T21:05:40","slug":"und-was-jetzt-mr-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/06\/und-was-jetzt-mr-trump\/","title":{"rendered":"Und was jetzt, Mr. Trump?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Handshake zwischen dem US-Pr\u00e4sidenten und Nordkoreas Diktator wird in die Geschichte eingehen \u2013 offen ist angesichts der vagen Vereinbarung aber, ob sich die Atomkrise tats\u00e4chlich so l\u00f6sen l\u00e4sst.<\/b><br \/>\nDie Chemie zwischen Donald Trump und Kim Jong-un scheint zu stimmen: \u201eIch habe einen sehr talentierten Mann kennengelernt\u201c, schw\u00e4rmte der US-Pr\u00e4sident nach dem vierst\u00fcndigen Treffen mit Nordkoreas Diktator am Dienstag in Singapur. Trump lud den Anf\u00fchrer des stalinistischen Landes ins Wei\u00dfe Haus ein, er selbst will Kim in Pj\u00f6ngjang besuchen. Denn der Gipfel sei \u201ebesser gelaufen, als irgendjemand erwarten konnte\u201c. Auch Nordkoreas Staatschef sprach von einem \u201eguten Auftakt zum Frieden\u201c.<br \/>Allein, dass sich erstmals in der Geschichte ein US-Staatschef und ein nordkoreanischer Diktator \u00f6ffentlich die Hand sch\u00fcttelten, gibt Anlass zu Optimismus. Zumal sich die beiden Staatsm\u00e4nner vor wenigen Monaten noch heftigst beschimpft und einander einen Atomkrieg angedroht hatten.<br \/>Allerdings wird der Weg zum Friedensziel in der zweiseitigen Abschlusserkl\u00e4rung nur sehr vage skizziert. Hier ein \u00dcberblick zu den n\u00e4chsten wichtigen Schritten:<br \/>In dem von Trump und Kim unterzeichneten Abschlussdokument verpflichtet sich Nordkorea zu einer \u201ekompletten Denuklearisierung der nordkoreanischen Halbinsel\u201c. Einen Zeitplan und Details zu Inspektionen blieben die beiden Staatschefs schuldig. In der schwammigen Formulierung wird auch bewusst nicht festgehalten, ob es sich um eine \u201esofortige\u201c oder eine \u201eschrittweise\u201c Abr\u00fcstung handeln wird \u2013 dar\u00fcber hatten zuletzt Pj\u00f6ngjang und Washington gestritten. Nur so viel: Die Vereinbarungen sollen \u201eschnellstm\u00f6glich\u201c umgesetzt werden. Weitere Gipfel sollen folgen, zun\u00e4chst zwischen nordkoreanischen Vertretern und US-Au\u00dfenminister Mike Pompeo, und schlie\u00dflich erneut zwischen Trump und Kim.<br \/>Der US-Pr\u00e4sident verpflichtete sich zu \u201eSicherheitsgarantien\u201c f\u00fcr Nordkorea und erkl\u00e4rte, vorerst mit S\u00fcdkorea keine gemeinsamen Kriegs\u00fcbungen mehr abzuhalten. Ein Abzug der rund 35.000 US-Soldaten in S\u00fcdkorea steht hingegen noch nicht zur Debatte, was Pj\u00f6ngjang in der Vergangenheit allerdings immer als Sicherheitsgarantie von den USA eingefordert hat. Auch an den Sanktionen gegen das nordkoreanische Regime wollen die USA zun\u00e4chst festhalten. Allerdings deutete Trump erstmals an, einen Teil der Sanktionen wom\u00f6glich vor einer kompletten Denuklearisierung Nordkoreas aufheben zu k\u00f6nnen. Einen genauen Zeitplan daf\u00fcr gibt es ebenfalls noch nicht.<br \/>Ein Gro\u00dfteil der Amerikaner steht hinter der Ann\u00e4herung an Nordkorea. Drei Viertel hielten den Gipfel in einer im Vorfeld durchgef\u00fchrten CNN-Umfrage f\u00fcr eine gute Idee. Nach dem Treffen wurde Kritik laut, weil Kim zwar einen Atomabbau in Aussicht stellt, jedoch nicht von einer \u201e\u00fcberpr\u00fcfbaren\u201c Denuklearisierung die Rede ist. Ob Trumps Republikaner von dem Tauwetter mit Pj\u00f6ngjang bei den Kongresswahlen im November profitieren werden, wird auch davon abh\u00e4ngen, ob bis dahin ein exakter Zeitplan f\u00fcr eine Aufgabe s\u00e4mtlicher nordkoreanischer Atomwaffen pr\u00e4sentiert wird.<br \/>Vom international isolierten Verbrecher ist Kim Jong-un innerhalb weniger Wochen zu einem gefragten Staatschef geworden \u2013 und allein dies ist ein gelungener Propagandacoup, auch mit Blick auf m\u00f6gliche Kritiker daheim. Nach Treffen mit dem s\u00fcdkoreanischen Pr\u00e4sidenten, Moon Jae-in, und Chinas Staatschef, Xi Jinping, steht jetzt eine Einladung von Kremlchef Wladimir Putin an. Sogar Erzfeind Shinz\u014d Abe aus Japan hat Interesse an Kim gezeigt.<br \/>Der Gipfel mit Trump hat Kims internationales Ansehen noch um einiges erh\u00f6ht: Der Diktator kann jetzt glaubhaft argumentieren, aus seinem Land eine international anerkannte Atommacht gemacht zu haben, die auf Augenh\u00f6he mit dem m\u00e4chtigsten Nuklearstaat der Welt verhandelt. Wenn Pj\u00f6ngjang nun seine Abr\u00fcstungsverpflichtungen brechen sollte, kann es immer glaubhaft argumentieren, dass sich andere Staaten mit Atomwaffen auch nicht daran halten.<br \/>Mit Argusaugen beobachtete man in Peking die Ann\u00e4herung zwischen Washington und Pj\u00f6ngjang. Man f\u00fchlt sich vom Prozess ausgeschlossen, und die Schutzmacht Nordkoreas, sein wichtigster Handelspartner, m\u00f6chte die Zukunft der koreanischen Halbinsel selbst bestimmen. Peking f\u00fcrchtet sich vor den Folgen eines m\u00f6glichen Kollaps des Regimes in Pj\u00f6ngjang: Sowohl eine Massenfl\u00fcchtlingswelle als auch ein vereintes, proamerikanisches Korea an der Grenze k\u00f6nnten China destabilisieren. Gestern begr\u00fc\u00dfte das KP-Regime den Dialog, brachte aber sofort auch eine Lockerung der UNO-Sanktionen ins Spiel, denen China nur unter US-Druck z\u00e4hneknirschend zugestimmt hatte.<br \/>Nur knapp reagierte auch die japanische Regierung, die dem Dialog skeptisch gegen\u00fcbersteht. Japan, zuletzt immer wieder Ziel nordkoreanischer Raketen, tritt f\u00fcr einen harten Kurs ein und hat ebenfalls das Gef\u00fchl, nicht miteinbezogen worden zu sein.<br \/>In Seoul hingegen atmet Pr\u00e4sident Moon Jae-in erleichtert auf \u2013 immerhin gilt S\u00fcdkoreas Staatschef als Architekt des Nordkorea-Dialoges. Er freut sich \u00fcber das gelungene Treffen: Er habe, gestand er, vor Aufregung die ganze Nacht nicht geschlafen.<br \/>(&#171;Die Presse&#187;, Print-Ausgabe, 13.06.2018)<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 6.7<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5445784\/Analyse_Und-was-jetzt-Mr-Trump?from=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5445784\/Analyse_Und-was-jetzt-Mr-Trump?from=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Handshake zwischen dem US-Pr\u00e4sidenten und Nordkoreas Diktator wird in die Geschichte eingehen \u2013 offen ist angesichts der vagen Vereinbarung aber, ob sich die Atomkrise tats\u00e4chlich so l\u00f6sen l\u00e4sst. 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