<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1066779,"date":"2018-07-01T11:13:00","date_gmt":"2018-07-01T09:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1066779"},"modified":"2018-07-01T11:07:30","modified_gmt":"2018-07-01T09:07:30","slug":"eu-asylpolitik-gunther-oettinger-strebt-abkommen-mit-sahel-staaten-an","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/07\/eu-asylpolitik-gunther-oettinger-strebt-abkommen-mit-sahel-staaten-an\/","title":{"rendered":"EU-Asylpolitik: G\u00fcnther Oettinger strebt Abkommen mit Sahel-Staaten an"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die EU will in Nordafrika Aufnahmezentren f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge einrichten \u2013 doch die dortigen L\u00e4nder lehnen das ab. In Deutschland spricht sich auch die SPD dagegen aus.<\/b><br \/>\nNach<br \/>dem EU-Gipfel sucht die EU-Kommission in Afrika L\u00e4nder, die<br \/>Aufnahmelager f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge auf ihrem Territorium einrichten.<br \/>&#171;Das erfordert Partnerschaftsabkommen mit L\u00e4ndern im Norden<br \/>Afrikas, die entweder direkt am Mittelmeer liegen oder in der<br \/>Sahelzone&#187;, sagte EU-Haushaltskommissar G\u00fcnther Oettinger (CDU)<br \/>der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Laut Oettinger<br \/>soll mit den Aufnahmezentren das &#171;Unwesen der Schlepper&#187;<br \/>beendet werden, was aber nicht zu unzumutbaren Belastungen f\u00fcr die<br \/>Partnerl\u00e4nder f\u00fchren d\u00fcrfe. Oettinger nannte keine konkreten<br \/>L\u00e4nder, nach Informationen der F rankfurter Allgemeinen<br \/>Sonntagszeitung strebt die EU-Kommission Verhandlungen mit Libyen,<br \/>Mali, Niger und Nigeria an.<br \/>\u00c4gypten,<br \/>Tunesien, Algerien und Marokko lehnten die Errichtung von<br \/>Aufnahmezentren bereits ab. Zum Teil seien diese nicht mit den<br \/>gesetzlichen Regelungen vereinbar. Der \u00e4gyptische<br \/>Parlamentspr\u00e4sident Ali Abd al-Aal sagte der Welt am Sonntag:<br \/>&#171;EU-Aufnahmeeinrichtungen f\u00fcr Migranten in \u00c4gypten w\u00fcrden<br \/>gegen die Gesetze und die Verfassung unseres Landes versto\u00dfen.&#187;<br \/>Demnach lasse die \u00e4gyptische Gesetzeslage keine Errichtung von<br \/>Fl\u00fcchtlingslagern zu. &#171;Legal eingereiste Migranten k\u00f6nnten<br \/>sich in \u00c4gypten aufhalten, wo sie wollten und k\u00f6nnten nicht<br \/>gezwungen werden, in bestimmten Einrichtungen zu bleiben&#187;, sagte<br \/>Ali Abd al-Aal.<br \/>Schon<br \/>jetzt werden laut Abd al-Aal in \u00c4gypten &#171;etwa zehn<br \/>Millionen Fl\u00fcchtlinge aus Syrien, dem Irak, dem Jemen, Pal\u00e4stina<br \/>sowie aus dem Sudan, Somalia und anderen L\u00e4ndern&#187; leben, wobei<br \/>alle Fl\u00fcchtlinge ein Recht auf Gesundheitsversorgung und Bildung<br \/>h\u00e4tten. &#171;Damit sind unsere Kapazit\u00e4ten schon heute<br \/>ausgelastet. Daher ist es wichtig, dass \u00c4gypten Unterst\u00fctzung von<br \/>Deutschland und der EU erh\u00e4lt&#187;, sagte der Parlamentspr\u00e4sident.<br \/>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits betont, dass nicht<br \/>gegen den Willen der nordafrikanischen Staaten entschieden werden<br \/>d\u00fcrfe, und auch das V\u00f6lkerrecht beachtet werden m\u00fcsse.<br \/>Im<br \/>Hinblick auf den geplanten Ausbau der europ\u00e4ischen<br \/>Grenzschutzbeh\u00f6rde Frontex, die bis 2020 auf 10.000 Mitarbeiter<br \/>aufgestockt werden soll, bereitete EU-Kommissar Oettinger die<br \/>Mitgliedstaaten auf h\u00f6here Zahlungen in den EU-Haushalt vor. &#171;Ich<br \/>erwarte deshalb, dass uns die Mitgliedstaaten auch au\u00dferordentliche<br \/>Mittel geben, wenn das n\u00f6tig ist&#187;, sagte Oettinger. Er pr\u00fcfe<br \/>derzeit Umschichtungen im Haushalt. Das Ziel h\u00e4nge aber auch vom<br \/>Arbeitsmarkt ab. Laut Oettinger braucht man gut ausgebildete<br \/>Bewerber, weshalb zun\u00e4chst die nationalen Beh\u00f6rden Personal<br \/>abordnen m\u00fcssen. <br \/>Auf<br \/>dem EU-Gipfel am 28. Juni hatten sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf<br \/>geeinigt, Fl\u00fcchtlinge an den Au\u00dfengrenzen effizienter an der<br \/>Einreise zu hindern. Die Ma\u00dfnahmen sollen Oettinger zufolge bis September ausgearbeitet und verabschiedet werden und<br \/>zum Jahreswechsel in Kraft treten.<br \/>Diskutiert werden unter anderem disembarkation<br \/>platforms,<br \/>also Lager au\u00dferhalb der EU, in denen zum Beispiel der UNHCR die<br \/>Chance auf Asyl pr\u00fcfen k\u00f6nnte. Allerdings hat sich bislang kein<br \/>infrage kommendes Land bereit erkl\u00e4rt, solche Aufnahmelager zu<br \/>errichten. Die tunesischen und albanischen Beh\u00f6rden sagten auf<br \/>Anfrage von ZEIT ONLINE, sie w\u00fcssten von keiner Anfrage.<br \/>Libysche<br \/>Verhandlungsf\u00fchrer schlossen bereits am Montag solche Zentren aus,<br \/>stattdessen halten sie an einem Abkommen mit Italien fest und dringen auf Alternativen wie Niger oder Tschad. Im Niger<br \/>gibt es schon Zentren f\u00fcr Migranten, diese dienen aber der<br \/>Information von Migranten und keiner vorl\u00e4ufigen Asylpr\u00fcfung. Und<br \/>Marokkos Direktor f\u00fcr Migration und Grenzschutz, Khalid Zeraouli,<br \/>sagte, das K\u00f6nigreich habe kein Interesse an solchen Einrichtungen.<br \/>Sie seien &#171;nicht die L\u00f6sung&#187;.<br \/>In<br \/>Deutschland positionierte sich auch die SPD gegen die geplanten<br \/>Aufnahmezentren. In einem Papier, dass dem Spiegel vorliegt, fasste die Partei ihre f\u00fcnf asylpolitischen Kernpunkte zusammen. Demnach ben\u00f6tigen Schutzsuchende &#171;Sicherheit,<br \/>Perspektiven und eine schnelle Integration&#187;. Wer allerdings<br \/>keinen Schutzanspruch hat, m\u00fcsse in sein Heimatland oder einen<br \/>sicheren Drittstaat zur\u00fcckkehren. Fl\u00fcchtlinge d\u00fcrfen demnach nicht<br \/>in geschlossenen Lagern ( controlled areas) untergebracht<br \/>werden \u2013 die oftmals nicht den &#171;den humanit\u00e4ren Standards<br \/>unseres Kontinents nicht entsprechen&#187;.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-07\/eu-asylpolitik-fluechtlinge-nordafrika-guenther-oettinger-aegypten-spd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-07\/eu-asylpolitik-fluechtlinge-nordafrika-guenther-oettinger-aegypten-spd<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU will in Nordafrika Aufnahmezentren f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge einrichten \u2013 doch die dortigen L\u00e4nder lehnen das ab. 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