<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1123114,"date":"2018-08-11T01:50:00","date_gmt":"2018-08-10T23:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1123114"},"modified":"2018-08-11T05:37:25","modified_gmt":"2018-08-11T03:37:25","slug":"leichtathletik-em-speerwerfen-ist-nun-deutsches-kulturgut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/08\/leichtathletik-em-speerwerfen-ist-nun-deutsches-kulturgut\/","title":{"rendered":"Leichtathletik-EM: Speerwerfen ist nun deutsches Kulturgut"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Schon wieder Gold mit dem Speer. Eine Europameisterin, die den ganzen Abend nicht l\u00e4chelte. Und viele Br\u00fcder auf der Laufbahn. Alles Wichtige vom Leichtathletik-Samstag<\/b><br \/>\nWas war das Highlight des Abends?<br \/>Daf\u00fcr musste man nicht mal allzu angestrengt durch die deutsche Brille schauen: Christin Hussong, die Speerwerferin aus Zweibr\u00fccken, hat mal so richtig einen rausgehauen, wie die Werfer gerne sagen. Sie gewann ihren Wettkampf mit mehr als sechs Metern Vorsprung. 67,90 Meter, so weit warf noch nie eine Frau bei einer EM. F\u00fcr Hussong, die von ihrem Vater Udo trainiert wird, ist es die erste internationale Medaille. Nach der Goldmedaille von Thomas R\u00f6hler am Donnerstag ist Speerwerfen also nun endg\u00fcltig deutsches Kulturgut geworden, wie Kuckucksuhren, Abgasschummelei und das Handtuch auf der Strandliege.<br \/>Wer hat sich so gar nicht gefreut?<br \/>Keine springt so elegant wie sie, aber keine schaut auch so grimmig drein. Wenn Marija Lassizkene im Hochsprung anl\u00e4uft, dann erkennt man sofort, warum Leichtathletik noch immer die Menschen fasziniert. M\u00fchelos sieht der Sport bei ihr aus. Nicht wie Hochsprung, sondern wie Hochflug. Die Russin, die wegen des russischen Staatsdoping-Programms nur als autorisierte, neutrale Sportlerin antreten darf, wirkt stets so, als ob sie nicht die geringste Lust auf das h\u00e4tte, was sie da tut. W\u00e4hrend des gesamten Wettkampfs schaffte sie es, nicht einmal zu l\u00e4cheln. Selbst als sie Gold schon sicher hatte, schlug sie vor Wut mit der Hand gegen einen Metallst\u00e4nder und auf ihre Trainingstasche ein. Wohl, weil sie 2,04 Meter nicht geschafft hatte. Die Russin steht mit ihrer Drei-Tage-Regenwetter-Attit\u00fcde damit in einem herrlichen Kontrast zu den Bestrebungen der Organisatoren, aus der Leichtathletik ein Popkonzert machen zu wollen.<br \/>Was haben die Deutschen noch so gemacht?<br \/>Es war der Tag der deutschen Frauen. Vier Medaillen gab es f\u00fcr Deutschland an diesem Abend, alle gewonnen von Frauen. Neben Gold f\u00fcr Christin Hussong sprang Silber f\u00fcr Kristin Gierisch im, haha, Dreisprung heraus. Die Zwickauerin landete bei 14,45 Metern, pers\u00f6nliche Bestleistung, und sagte hinterher in leichtem S\u00e4chsisch den sch\u00f6nen Satz, den auch jeder Berghain-Tourist aus Newcastle in seinem Repertoire hat: &#171;Was Berlin hier abgezogen hat, war mega. Aber man darf sich davon nicht verzaubern lassen.&#187; Bronze ging an die Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch, die f\u00fcr den VfB Stuttgart startet, der gr\u00f6\u00dfte internationale Erfolg f\u00fcr die Schwaben seit dem UI-Cup-Sieg 2008. Die Siebenk\u00e4mpferin und Polizeikommissarin Carolin Sch\u00e4fer gewann ebenfalls Bronze und fing sofort an, zu weinen. Was lief schief?<br \/>Der Vormittag verlief aus deutscher Sicht eher ung\u00fcnstig. Der Dreispringer Max He\u00df, der in Berlin eigentlich seinen Titel verteidigen wollte, sprang in der Qualifikation neun Zentimeter zu kurz und muss im Finale am Sonntag zuschauen. Ebenso der Stabhochspringer Raphael Holzdeppe, der in der Qualifikation einen Salto Nullo hinlegte, also dreimal an seiner Einstiegsh\u00f6he von 5.51 Metern scheiterte. Holzdeppe kennt das immerhin schon. Es ist das dritte Freiluft-Gro\u00dfereignis in Serie, bei dem er sich verabschiedete, noch bevor es richtig losging. Bei Olympia in Rio scheiterte er ebenfalls in der Qualifikation, bei der WM im vergangenen Jahr blieb er im Finale ohne g\u00fcltigen Versuch.<br \/>Pech und Gl\u00fcck zugleich hatten die beiden Siebenk\u00e4mpferinnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt. Sie hatten nach der Vormittags-Session auf dem Weg zum Hotel einen Autounfall. Die beiden Athletinnen wurden zur Beobachtung in eine Berliner Klinik gebracht. Grauvogel konnte das Krankenhaus am fr\u00fchen Abend wieder verlassen. Wie steht es um Br\u00fcderschaften?<br \/>&#171;Bruda, schlag den Ball lang!&#187; Mit diesem Motto haben Ante Rebic und Eintracht Frankfurt im Pokalfinale im Fr\u00fchjahr den FC Bayern geschlagen. An diesem Abend sollte es im Berliner Olympiastadion wieder br\u00fcderlich zugehen. Die Ingebrigtsens waren am Start, jene laufverr\u00fcckte norwegische Familie, die es schaffen wollte, die Pl\u00e4tze eins bis drei im 1.500-Meter-Lauf zu belegen. Henrik (27) wurde 2012 \u00fcber diese Strecke Europameister, Filip (25) wurde bei der WM 2017 nur von zwei Kenianern geschlagen und Jakob (17) soll noch einmal talentierter sein. In Norwegen sind die Familie Stars, es gibt aber auch Dopingger\u00fcchte. Am Ende musste Vater Gjert fast ein wenig entt\u00e4uscht sein: Jakob gewann zwar das EM-Finale, Henrik aber wurde nur Vierter, Filip Zw\u00f6lfter. Aber: Die Familie hat sieben Kinder, die elfj\u00e4hrige Anna gilt als das gr\u00f6\u00dfte Talent der Familie. Da geht noch was.<br \/>Ein anderes Br\u00fcderpaar war jedoch noch erfolgreicher: Kevin und Jonathan Borl\u00e9e aus Belgien gewannen \u00fcber die 400 Meter Silber und Bronze. &#171;Bruda, lauf die Bahn lang!&#187;<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 1.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2018-08\/leichtathletik-em-christin-hussong-speerwurf-europameisterin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2018-08\/leichtathletik-em-christin-hussong-speerwurf-europameisterin<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder Gold mit dem Speer. 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