<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1156320,"date":"2018-09-03T23:19:00","date_gmt":"2018-09-03T21:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1156320"},"modified":"2018-09-03T23:05:35","modified_gmt":"2018-09-03T21:05:35","slug":"wirsindmehr-alles-was-anstand-hat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/09\/wirsindmehr-alles-was-anstand-hat\/","title":{"rendered":"#wirsindmehr: &quot;Alles, was Anstand hat&quot;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gesch\u00e4tzt 65.000 Besucher sind zum #wirsindmehr-Konzert gegen Fremdenhass nach Chemnitz gekommen. Gegenproteste von Pro Chemnitz und Th\u00fcgida hatte die Stadt untersagt.<\/b><br \/>\nZehntausende Menschen haben in Chemnitz bei einem Open-Air-Konzert ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenhass und Gewalt gesetzt. Mehrere Musiker und Bands, darunter K. I. Z., Casper, Marteria sowie Kraftklub, traten unter dem Motto #wirsindmehr auf. Die Stadt sch\u00e4tzte die Zahl der Besucher auf rund 65.000. Die Polizei meldete w\u00e4hrend des Konzerts keine gr\u00f6\u00dferen Vorkommnisse. Sie war mit einem verst\u00e4rkten Aufgebot im Einsatz und erhielt<br \/>Unterst\u00fctzung von Beamten aus Berlin, Bremen, Th\u00fcringen und weiteren<br \/>Bundesl\u00e4ndern.<br \/>Das Gratis-Konzert endete mit dem Auftritt der Toten Hosen. Im Anschluss verlie\u00dfen die Besucher z\u00fcgig das<br \/>Veranstaltungsgel\u00e4nde. Die Polizei meldete auf Twitter, &#171;einige<br \/>Personen&#187; w\u00fcrden sich im Bereich des Gedenkortes f\u00fcr den vor gut einer Woche get\u00f6teten Daniel H. &#171;nicht<br \/>friedlich&#187; verhalten und k\u00fcndigte die Entsendung weiterer<br \/>Sicherheitskr\u00e4fte an.<br \/>Aktuell verhalten sich im Bereich des Gedenkortes Br\u00fcckenstra\u00dfe einige Personen nicht friedlich! Wir schicken dort weitere Einsatzkr\u00e4fte hin. #c0309 #Chemnitz<br \/>Das Konzert begann am Nachmittag gegen 17 Uhr mit einer Schweigeminute f\u00fcr den<br \/>35-j\u00e4hrigen Daniel H., der am Rande eines Stadtfestes in Chemnitz durch<br \/>Messerstiche get\u00f6tet worden war. Als Tatverd\u00e4chtige sitzen ein Iraker und ein<br \/>Syrer in Untersuchungshaft. Nach dem T\u00f6tungsdelikt war es in Chemnitz<br \/>wiederholt zu Demonstrationen rechter Gruppierungen gekommen, bei denen <br \/>es zu Beleidigungen und Angriffen auf Menschen kam, die f\u00fcr Ausl\u00e4nder <br \/>gehalten wurden.<br \/>Aktuelle gesch\u00e4tzte Besucherzahl: 65.000!!! #wirsindmehr #c0309 #chemnitz @PolizeiSachsen @Kraftklub @marteria @CASPERxOFFICIAL @dietotenhosen @K_I_Z_ @sxtnura<br \/>Die beteiligten Musiker forderten Unterst\u00fctzung f\u00fcr diejenigen Menschen,<br \/>die sich tagt\u00e4glich gegen rechts engagieren, sowie Solidarit\u00e4t mit <br \/>jenen, die nach dem Tod von Daniel H. angegriffen wurden. &#171;Wir sind nicht naiv. Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass man ein Konzert macht und dann ist die Welt gerettet&#187;, sagte der S\u00e4nger der Chemnitzer Band Kraftklub, Felix Brummer, vor Beginn des Open Air. Das Problem Rechtsextremismus werde &#171;leider morgen nicht weg sein&#187;. Aber manchmal sei es &#171;wichtig, zu zeigen, dass man nicht allein ist&#187;, sagte Brummer. S\u00e4nger Campino von den Toten Hosen sagte, es gehe bei dem Konzert nicht nur darum, Musik zu h\u00f6ren, sondern sich &#171;solidarisch zu erkl\u00e4ren mit denen, die hierbleiben, die den Kampf jeden Tag durchziehen&#187;. &#171;Alles, was Anstand hat&#187;, m\u00fcsse sich gegen den rechten Mob stellen.<br \/>Der Rostocker Rapper Marteria alias Marten Laciny sagte, die Situation in Chemnitz erinnere ihn an die Ausschreitungen gegen ein Asylbewerberheim in seiner Heimatstadt vor 26 Jahren. Im August 1992 hatten Hunderte Gewaltt\u00e4ter mit Steinen, Molotowcocktails und Feuerwerksk\u00f6rpern eine Aufnahmestelle f\u00fcr Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen angegriffen. Schaulustige bekundeten damals offen Sympathie f\u00fcr die Angreifer, die Polizei schaffte es nicht, der Lage Herr zu werden. &#171;Bei mir sitzt das sehr tief, was hier passiert ist&#187;, sagte Marteria mit Blick auf die Auseinandersetzungen in Chemnitz in den vergangenen Tagen. Es gehe ihm mit seinem Auftritt &#171;um die Leute in Sachsen, die nicht so denken, die f\u00fcr Vielfalt und f\u00fcr verschiedene Kulturen stehen&#187;.<br \/>Monchi von der Band Feine Sahne Fischfilet sagte, man m\u00fcsse sich entgegenstellen, &#171;wenn so ein rassistischer Mob einen Mord instrumentalisiert&#187;, und sich mit den Leuten solidarisieren, &#171;die sich in solchen Situationen gerade machen&#187;. Vor dem Konzert hatte es Kritik am Auftritt der Punkband gegeben, weil sie in einem Lied Gewalt gegen Polizisten besungen hatte. Zeitweise hatte der Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern Feine Sahne Fischfilet wegen &#171;linksextremistischen Bestrebungen&#187; im Blick, seit L\u00e4ngerem aber nicht mehr. &#171;Wenn man sich gegen Faschismus ausspricht und gegen Rassismus auf die Stra\u00dfe geht, ist man nicht gleich ein Linksextremist&#187;, sagte Monchi.<br \/>Bei dem Konzert sollen auch Spenden gesammelt werden, die jeweils zur H\u00e4lfte an die Familie des get\u00f6teten Daniel H. und an antirassistische Initiativen in Sachsen gehen sollen, sagte S\u00f6ren Uhle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Chemnitzer Wirtschaftsf\u00f6rderung.<br \/>Demonstrationen des ausl\u00e4nder- und islamfeindlichen B\u00fcndnisses Th\u00fcgida (Th\u00fcringen gegen die Islamisierung des Abendlandes) und der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz hatte die Stadt Chemnitz vor dem Open Air untersagt. Zur Begr\u00fcndung hie\u00df es, die angedachten Veranstaltungsfl\u00e4chen seien bereits belegt. Th\u00fcgida wollte sich unmittelbar neben dem Konzertgel\u00e4nde unter dem Motto &#171;Gegen antideutsche Kommerzhetze&#187; versammeln, Pro Chemnitz wollte erneut vor dem Karl-Marx-Monument in der Innenstadt demonstrieren.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 7<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-09\/wirsindmehr-chemnitz-sachsen-konzert-rassismus-kraftklub-feine-sahne-fischfilet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-09\/wirsindmehr-chemnitz-sachsen-konzert-rassismus-kraftklub-feine-sahne-fischfilet<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesch\u00e4tzt 65.000 Besucher sind zum #wirsindmehr-Konzert gegen Fremdenhass nach Chemnitz gekommen. 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