<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1173429,"date":"2018-09-15T21:57:00","date_gmt":"2018-09-15T19:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1173429"},"modified":"2018-09-15T23:07:40","modified_gmt":"2018-09-15T21:07:40","slug":"wahlkampf-schlussoffensive-in-bayern-kampfen-kampfen-kampfen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/09\/wahlkampf-schlussoffensive-in-bayern-kampfen-kampfen-kampfen\/","title":{"rendered":"Wahlkampf-Schlussoffensive in Bayern: \u201eK\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen\u201d"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Schulterschluss zwischen Horst Seehofer und Markus S\u00f6der beim CSU-Parteitag in M\u00fcnchen. Die Christsozialen bleiben bei ihrer harten Linie im Fall Hans-Georg Maa\u00dfen.<\/b><br \/>\n\u201eEs kommt auf uns an\u201d, ruft Markus S\u00f6der energisch. \u201eIch finde, diese Umfragen sind ein Weckruf.\u201d Samstag, kurz vor 14 Uhr: Die CSU, die laut j\u00fcngstem \u201eBayerntrend\u201d nur noch bei 35 Prozent stehen, schlie\u00dft die Reihen.<br \/>Vier Wochen vor der Landtagswahl am 14. Oktober stemmen sich die Christsozialen bei ihrem Parteitag im M\u00fcnchener Postpalast gegen den Trend und versuchen, wieder in die Offensive zu kommen. \u201eK\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen\u201d sei jetzt angesagt, allein werde er es sicher nicht schaffen, bittet S\u00f6der, seit nunmehr einem halben Jahr Ministerpr\u00e4sident in M\u00fcnchen, um Unterst\u00fctzung \u201eseiner\u201d Leute.<br \/>Die Kulisse stimmt immerhin. W\u00e4hrend seiner Rede war auf dem Bildschirm im Hintergrund die wei\u00df-blaue Fahne des Freistaats zu gewesen. Jetzt wird die Bayern-Hymne angestimmt. Junge Wahlk\u00e4mpfer vom \u201eTeam S\u00f6der\u201d mit \u201eJa zu Bayern\u201d-Schildern gesellen sich dazu, schlie\u00dflich auch Horst Seehofer, der CSU-Chef und Bundesinnenminister. S\u00f6der l\u00e4sst sich feiern.<br \/>Es sind Bilder, die Geschlossenheit und Entschlossenheit demonstrieren sollen. Doch sie stehen in scharfem Kontrast zu dem, was auf den Parteitagsfluren gesprochen wird. Wer Delegierten, Vorstandsmitgliedern und anderen Strippenziehern zuh\u00f6rt, bekommt einen Eindruck von der gro\u00dfe Verunsicherung CSU, von den vielen Zweifeln.<br \/>N\u00fctzt es oder schadet es, wenn Seehofer sich in Berlin f\u00fcr Verfassungsschutzpr\u00e4sident Hans-Georg Maa\u00dfen verk\u00e4mpft, w\u00e4hrend die SPD mit Koalitionsbruch droht? Was, wenn es f\u00fcr die CSU wie bereits 2008 nicht mehr zur Alleinregierung reicht? Klar ist, dass ein solcher Ausgang inzwischen durchaus wahrscheinlich ist. L\u00e4ngst werden in der F\u00fchrung verschiedene Szenarien f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle durchgespielt.<br \/>S\u00f6der ballt die F\u00e4uste am Rednerpult. Der 51-J\u00e4hrige zeichnet ein Szenario von Zersplitterung, mit m\u00f6glicherweise sieben Parteien im M\u00fcnchener Landtag. Wenn es so komme, k\u00f6nne Bayern von \u201eModellfall\u201d zum \u201eProblemfall der Demokratie\u201d werden, warnt der CSU-Mann. Jeder W\u00e4hler m\u00fcsse sich fragen, ob er das wolle: \u201eWir befinden uns in einer ernsten Lage, nicht nur f\u00fcr uns, sondern f\u00fcr die Demokratie in unserem Land.\u201d<br \/>Das ist wohl genau das, was S\u00f6der unter einem Weckruf versteht. Gut 80 Minuten lang steht er am Rednerpult. Nur kurz spricht er \u00fcber die Fl\u00fcchtlingspolitik. Viel Zeit verwendet er darauf, mit den Gr\u00fcnen abzurechnen (\u201eBevormundungspartei\u201d), mit der SPD (\u201evor der politischen Insolvenz\u201d) und mit der AfD, die inzwischen Seit\u2019 an Seit\u2019 mit NPD, Pegida und rechten Hooligans stehe. Bayern brauche eine Partei, die das gro\u00dfe Ganze sehe, nicht Einzelinteressen. Die CSU sei Garant f\u00fcr Stabilit\u00e4t.<br \/>S\u00f6ders Wunsch an seine Partei: Kurs halten, keine Koalitionsspekulationen, alles tun, was Bayern nutze und alles unterlassen, was davon ablenke. Direkt geht er nicht auf den gro\u00dfen GroKo-Machtkampf um die Causa Maa\u00dfen ein. Doch S\u00f6der nimmt sehr genau wahr, wie der Streit mit jedem Tag, den er andauert, mehr Aufmerksamkeit von seinem Wahlkampf nimmt.<br \/>Und was sagt Seehofer dazu? Wie lange das noch so gehen wird und vor allem, wie eine L\u00f6sung aussehen k\u00f6nnte, l\u00e4sst er am Samstag in M\u00fcnchen offen. Nur dass er davon ausgehe, dass die Koalition weiter arbeiten werde, l\u00e4sst sich der Innenminister mit Blick auf das neuerliche Treffen der Parteivorsitzenden am Dienstag entlocken.<br \/>Am Rande des Parteitags wird jedoch deutlich, dass die CSU bis auf weiteres hart bleibt und die ultimative SPD-Forderung nach einer Entlassung Maa\u00dfens als Erpressungsversuch sieht, den man sich auf keinen Fall bieten lassen will. Doch bleibt es bei Andeutungen.<br \/>Auf der B\u00fchne gibt Seehofer den Wahlk\u00e4mpfer und lobt S\u00f6der, seinen Nachfolger in Bayern, und dessen Regierungsbilanz. \u201eWir brauchen in den n\u00e4chsten vier Wochen Zuversicht statt \u00c4ngstlichkeit, Geschlossenheit statt N\u00f6rgelei, Einsatz statt Gem\u00fctlichkeit\u201d, beschw\u00f6rt Seehofer die Delegierten. Die CSU m\u00fcsse nach vorn schauen, nicht in den R\u00fcckspiegel. Mit Abwarten, Jammern und Besserwissen habe man noch nie Erfolge eingefahren. \u201eSteht auf, wenn Ihr f\u00fcr Bayern seid\u201d, ruft der Parteichef so wie sonst die FCB-Fans beim Fu\u00dfball.<br \/>Und tats\u00e4chlich gibt es Standing Ovations. Sp\u00e4ter wird sich S\u00f6der f\u00fcr Seehofers Unterst\u00fctzung bedanken: Zwei, die sich lange bek\u00e4mpft haben, proben nun den Schulterschluss auf der Parteitagsb\u00fchne. Auch diese Bilder von M\u00fcnchen dienen nur dem einen Ziel: Das Wahldesaster, mit dem in der CSU viele rechnen, doch noch abzuwenden.<br \/>Von Rasmus Buchsteiner<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Wahlkampf-Schlussoffensive-in-Bayern-Kaempfen-kaempfen-kaempfen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Wahlkampf-Schlussoffensive-in-Bayern-Kaempfen-kaempfen-kaempfen<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schulterschluss zwischen Horst Seehofer und Markus S\u00f6der beim CSU-Parteitag in M\u00fcnchen. 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