<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1236721,"date":"2018-10-30T00:15:00","date_gmt":"2018-10-29T22:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1236721"},"modified":"2018-10-30T00:25:24","modified_gmt":"2018-10-29T22:25:24","slug":"das-ende-einer-kurzen-ara-real-entlasst-lopetegui","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/10\/das-ende-einer-kurzen-ara-real-entlasst-lopetegui\/","title":{"rendered":"Das Ende einer kurzen \u00c4ra: Real entl\u00e4sst Lopetegui"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Nach der 1:5-Niederlage beim FC Barcelona wird Julen Lopetegui als Trainer bei Real Madrid entlassen. Interimistisch \u00fcbernimmt der Coach des Farmteams Santiago Solari.<\/b><br \/>\nDie Szene wirkte ziemlich grotesk. Als Julen Lopetegui am Montagmorgen das Training von Real Madrid leitete, hatte er sich bereits von seinen Spielern verabschiedet \u2013 dies war schon am Vorabend geschehen, nach dem 1:5 in Barcelona in der Kabine. Und am sp\u00e4ten Montagabend machte Real Madrid dann offiziell, was viele schon lange wussten: Lopetegui muss gehen, trotz Vertrag bis 2021 und obwohl Real Madrid im Sommer eine Verstimmung mit dem spanischen Verband in Kauf genommen hatte, um ihn kurz vor der WM zu verpflichten. Damals war Lopetegui spanischer Nationaltrainer gewesen.<br \/>An der Medienkonferenz nach dem Barcelona-Spiel behauptete der 52-j\u00e4hrige Baske zwar, sich immer noch stark genug f\u00fcr den Job zu f\u00fchlen, doch die Entlassung war eigentlich schon nach einer Pleite im Baskenland vorgespurt. Real h\u00e4tte die Partie gegen Alav\u00e9s 5:1 oder h\u00f6her gewinnen k\u00f6nnen, am Ende stand es 0:1. Hochkar\u00e4tige Chancen in Serie wurden vergeben, eine Konstante in der kurzen \u00c4ra Lopetegui.<br \/>Ohne einen passablen Nachfolger des Topskorers Cristiano Ronaldo seien Julen halt die H\u00e4nde gebunden, sagte sein Vater in einem Interview. Die Torflaute Reals zog sich acht Stunden lang hin \u2013 und Lopetegui verzeichnet eine Bilanz, die nicht in den k\u00f6niglichen Rahmen passt: sechs Siege, zwei Remis, sechs Niederlagen, 21:20 Tore. Abgesehen vom spektakul\u00e4ren Champions-League-Start gegen die AS Roma (3:0) wirkte das Team gehemmt und verunsichert, in allen Reihen harzte es.<br \/>Sogar in Barcelona w\u00e4re etwas m\u00f6glich gewesen. Der Ausgleich lag in der Luft, bevor Luis Su\u00e1rez Reals Abgesang einl\u00e4utete. Hinterher sprach Casemiro, das Inbild des Madrider Fussball-Arbeiters, von einem Desaster, das die Spieler zu verantworten h\u00e4tten. Sie arbeiteten schlecht und zu wenig, taktisch sei die Mannschaft gut eingestellt. Auch der Captain Sergio Ramos hielt Lopetegui die Stange, wohl wissend, dass ein Nachfolger h\u00e4rtere Sitten einf\u00fchren k\u00f6nnte, als es die Mannschaft \u00fcber Jahre gewohnt war und ihr lieb ist.<br \/>Im Kader gab es eine klare Hierarchie, Ramos stand an der Spitze, sp\u00e4ter gemeinsam mit Ronaldo, die Trainer arrangierten sich damit und hielten Reservisten bei Laune. So resultierten unter der Leitung von Vicente del Bosque, Carlo Ancelotti und Zinedine Zidane insgesamt sechs Troph\u00e4en in der K\u00f6nigsklasse. Von seiner Art her passte Lopetegui in diese Traditionslinie. Er hielt das Kader an der langen Leine und gab Spielraum, privaten Neigungen nachzugehen. Mehrere Spieler kannte er schon aus der Nachwuchsarbeit des Klubs und verschiedenen Juniorenauswahlen. Die erfolgreiche Zeit in der A-Auswahl festigte die Beziehungen.<br \/>Nach Einsch\u00e4tzung des Pr\u00e4sidenten hat das Laisser-faire-Prinzip die Leistungen beeintr\u00e4chtigt. In einer sportlich heiklen Lage m\u00fcsse der Trainer durchgreifen, denkt Florentino Perez, der seine Bewunderung f\u00fcr Jos\u00e9 Mourinho nie kaschierte, obwohl der Portugiese mit einem Luxusensemble in drei Jahren nur eine Meisterschaft f\u00fcr Real gewonnen und im Kader Zwietracht ges\u00e4t hatte. Die Leitw\u00f6lfe, zu denen der ausgebootete Goalie Iker Casillas z\u00e4hlte, standen seiner Egomanie im Weg. Trotz dem damaligen Fiasko h\u00e4tte Perez Mourinho gern zur\u00fcckgeholt, dieser f\u00fchlt sich aber bei Manchester United wohler als in Madrid. Ein \u00e4hnliches Profil hat ein anderer Latino mit Premier-League-Erfahrung: Antonio Conte, Meister in Chelsea, dreimal mit Juventus und als Nationaltrainer Italiens im EM-Achtelfinal 2016 gegen Spanien erfolgreich.<br \/>Conte galt als Favorit des Pr\u00e4sidenten, dem die meisten Anh\u00e4nger die sportliche Misere zuschreiben. Zun\u00e4chst wurde er auf dem falschen Fuss erwischt, als Zinedine Zidane nach dem Champions-League-Triumph gegen Liverpool \u00fcberraschend seinen R\u00fccktritt bekanntgab. Der Franzose sp\u00fcrte intuitiv, dass es einer Verj\u00fcngung bedurfte, um den Absturz zu vermeiden, doch Perez glaubte an die Kontinuit\u00e4t des Erfolgs mit bew\u00e4hrten Spielern. Auch Ronaldos Abgang zu Juventus w\u00e4re vermeidbar gewesen, h\u00e4tte Perez Versprechen eingehalten und Ronaldo das Gef\u00fchl gegeben, auf ihn k\u00f6nne nicht verzichtet werden.<br \/>Nun steckt der Pr\u00e4sident in einer Zwickm\u00fchle, intern werden seine Pr\u00e4ferenzen kaum goutiert. Die \u00abgraue Eminenz\u00bb Jorge Valdano, einst Spieler, Trainer und Sportdirektor in Madrid, brachte deshalb den Namen Roberto Martinez ins Spiel. Im belgischen Nationalteam habe der Spanier einen Stil gepr\u00e4gt, mit dem sich Real identifizieren k\u00f6nne. Defensivere Strategen wie Mourinho oder Conte seien nicht in der Lage, die Gunst des Publikums zu gewinnen. Zwar geben letztlich Resultate den Ausschlag, der Weg dorthin sollte aber \u00fcber Spielfreude und Angriffslust f\u00fchren. In dieser Hinsicht w\u00e4re der k\u00fcrzlich von Monaco entlassene Portugiese Leonardo Jardim durchaus eine Alternative. Und mit dem D\u00e4nen Michael Laudrup hat sich ein ehemaliger Star des Vereins selber ins Spiel gebracht. Angesichts der Divergenzen beschloss das Pr\u00e4sidium eine Interimsl\u00f6sung, um die negative Dynamik zu brechen und die hohe Qualit\u00e4t (acht Kandidaten f\u00fcr den Ballon d\u2019or) sichtbar zu machen. Der Argentinier Santiago Solari wird am Mittwoch im Cup-Match beim Drittligaklub Melilla und voraussichtlich noch zwei Wochen die Verantwortung \u00fcbernehmen. Dann kehrt er ins Farmteam Castilla zur\u00fcck.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 10<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/sport\/das-ende-einer-kurzen-aera-real-entlaesst-lopetegui-ld.1431946\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.nzz.ch\/sport\/das-ende-einer-kurzen-aera-real-entlaesst-lopetegui-ld.1431946<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der 1:5-Niederlage beim FC Barcelona wird Julen Lopetegui als Trainer bei Real Madrid entlassen. 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