<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1296723,"date":"2018-12-11T12:09:00","date_gmt":"2018-12-11T10:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1296723"},"modified":"2018-12-11T12:08:33","modified_gmt":"2018-12-11T10:08:33","slug":"macron-andert-seine-methode-aber-nicht-sein-programm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/12\/macron-andert-seine-methode-aber-nicht-sein-programm\/","title":{"rendered":"\u00abMacron \u00e4ndert seine Methode, aber nicht sein Programm\u00bb"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Reaktionen auf Emmanuel Macrons Rede in der franz\u00f6sischen Presse sind ebenso gespalten wie die ganze Gesellschaft. Viele \u00abgilet jaunes\u00bb wollen sich mit den \u00abBrotkr\u00fcmeln\u00bb des Pr\u00e4sidenten nicht zufriedengeben.<\/b><br \/>\nNachdem sich der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident durch die landesweiten Proteste lange Zeit unbeeindruckt gezeigt und ihre gewaltsamen Ausw\u00fcchse verurteilt hat, versucht er sie nun mit einer Reihe von Zugest\u00e4ndnissen zu befrieden: Erh\u00f6hung des Mindestlohnes um 100 Euro, steuerfreie \u00dcberstunden und Jahresendpr\u00e4mien sowie eine Entlastung tiefer Renten von Sozialabgaben.<br \/>\u00abMacron macht einen Schritt zum Sozialen\u00bb, titelte am Dienstag \u00abLe Parisien\u00bb .<br \/>Ein paar Minuten, um ein w\u00fctendes Feuer zu l\u00f6schen. Am Montagabend hatte Macron seinen wichtigsten Auftritt seit seinem Amtsantritt, nach zehn Tagen des Schweigens, drei Protestwochen und ebenso vielen Samstagen der Gewalt. \u00abDie Regierung hat bisher nur Wassereimer gebracht, das n\u00fctzte nichts. Das hier ist die Canadair\u00bb, meint ein Insider der franz\u00f6sischen Regierung.<br \/>Die Frage jedoch ist, ob die Canadair ausreicht, um den franz\u00f6sischen Fl\u00e4chenbrand zu l\u00f6schen. Macron habe keine programmatische Kehrtwende vollzogen, konstatierte etwa \u00abLa Lib\u00e9ration\u00bb unter dem Titel \u00abMacron nimmt die Rettungsweste raus\u00bb.<br \/>Die \u00c4nderung des Tonfalls und der Methode des Pr\u00e4sidenten ist offensichtlich, der Massnahmen zur Steigerung der Kaufkraft lange Zeit ausgeschlossen hatte und f\u00fcr seine \u00abVerachtung\u00bb gegen\u00fcber den Geringverdienern kritisiert wurde. Aber es ist keine \u00c4nderung des Programms, wie Macron zu verstehen gab.<br \/>In drei wichtigen Punkten sei Macron standhaft geblieben, schreibt \u00abLa Lib\u00e9ration\u00bb. Die Renten w\u00fcrden in den n\u00e4chsten zwei Jahren praktisch eingefroren. Die Verm\u00f6genssteuer will der Pr\u00e4sident nicht wieder einf\u00fchren. Gleichzeitig h\u00e4lt er an Steuererleichterungen f\u00fcr Unternehmen fest.<br \/>Diese drei Massnahmen, die im Mittelpunkt von Macrons Politik stehen, w\u00fcrden Einnahmen und Einsparungen f\u00fcr die Regierung generieren: 3 Milliarden Euro f\u00fcr die R\u00fcckkehr der Verm\u00f6genssteuer, 20 Milliarden f\u00fcr die Steuererleichterungen an Unternehmen. Diese Punkte anzutasten, w\u00fcrde eine echte Kehrtwende bedeuten.<br \/>Wie reagieren die \u00abgilets jaunes\u00bb auf die Ank\u00fcndigungen des Pr\u00e4sidenten? Die Zeitung \u00ab Le Monde \u00bb hat sich in der franz\u00f6sischen Provinz umgeh\u00f6rt. Und der Tenor scheint klar:<br \/>\u00abMacron hat gute Dinge gesagt, aber das reicht wirklich nicht\u00bb, meint Thibaut, der in der ersten Runde der Pr\u00e4sidentschaftswahlen f\u00fcr Marine Le Pen gestimmt hatte. In der Stichwahl legte er leer ein, \u00abweil alles verloren war\u00bb. \u00abUm ein Land wieder aufzubauen, m\u00fcssen die Leute arbeiten, aber ihre Geh\u00e4lter m\u00fcssen auch anst\u00e4ndig sein\u00bb, f\u00fcgt der Tempor\u00e4rangestellte an. \u00abWir lassen uns nicht mit billigen Massn\u00e4hmchen kaufen\u00bb, wettert Serge Parisot, ein 57-j\u00e4hriger Lastwagenfahrer, der sich den R\u00fccktritt des Pr\u00e4sidenten w\u00fcnscht.<br \/>Die nun von Macron versprochenen sozialen Wohltaten w\u00fcrden zu einem h\u00f6heren Haushaltsdefizit oder neuen Abgaben f\u00fchren, bedauert Alexis Br\u00e9zet, Chefredaktor des \u00abFigaro\u00bb, in einem Kommentar: \u00abAber wenn das der Preis ist, um den sozialen Frieden im Land wiederherzustellen, wer wird sich dar\u00fcber beklagen?\u00bb<br \/>Es stellt sich nur eine Frage: Werden die Revoluzzer nach dem Verzicht auf eine erh\u00f6hte Treibstoffsteuer und Macrons Vorschlag eines \u00abneuen Vertrages f\u00fcr die Nation\u00bb ihre \u00abgilets jaunes\u00bb ins Handschuhfach legen? Die Vernunft verlangt es, das Interesse der Nation erfordert es. Es geht nicht mehr um Emmanuel Macrons politische Zukunft, nicht einmal um seine F\u00e4higkeit, Reformen durchzuf\u00fchren. Was heute auf dem Spiel steht, ist die Zukunft unserer Demokratie.<br \/>Ob sich die Gem\u00fcter tats\u00e4chlich beruhigen, scheint ungewiss. \u00abHat Sie Emmanuel Macron \u00fcberzeugt?\u00bb, fragte \u00abLe Figaro\u00bb in einer Online-Erhebung. 45 Prozent meinten Ja, 54 Prozent Nein.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reaktionen auf Emmanuel Macrons Rede in der franz\u00f6sischen Presse sind ebenso gespalten wie die ganze Gesellschaft. 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