<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1455089,"date":"2019-03-20T00:04:00","date_gmt":"2019-03-19T22:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1455089"},"modified":"2019-03-20T00:21:51","modified_gmt":"2019-03-19T22:21:51","slug":"der-doppelte-trump-bolsonaro-bewundert-den-us-prasidenten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2019\/03\/der-doppelte-trump-bolsonaro-bewundert-den-us-prasidenten\/","title":{"rendered":"Der doppelte Trump \u2013 Bolsonaro \u201ebewundert\u201c den US-Pr\u00e4sidenten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der oftmals als \u201eTropen-Trump\u201c bezeichnete Pr\u00e4sident Brasiliens, Jair Bolsonaro, ist von seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump im Wei\u00dfen Haus empfangen worden. Die Arbeitsbeziehung der beiden werde \u201efantastisch\u201c sein, sagte Trump. Man versteht sich pr\u00e4chtig \u2013 und auf den ersten Blick.<\/b><br \/>\nEin Vier-Augen-Gespr\u00e4ch, ein gemeinsames Mittagessen und unz\u00e4hlige Schmeicheleien lagen schon hinter den beiden Pr\u00e4sidenten, als Jair Bolsonaro und Donald Trump am Dienstag bei strahlendem Sonnenschein vor die Kameras im Rosengarten des Wei\u00dfen Hauses traten. \u201eWir stehen Seite an Seite f\u00fcr Freiheit, traditionelle Familienwerte, Respekt vor Gott und gegen die politische Korrektheit und gegen Fake News\u201c, sagte der brasilianische Rechtspopulist. Trump l\u00e4chelte. \u201eIch bin stolz, dass Sie das Wort Fake News gebraucht haben\u201c, erwiderte er sp\u00e4ter.<br \/>Niemand h\u00e4tte von diesem amerikanischen Pr\u00e4sidenten ein flammendes Bekenntnis zur Pressefreiheit erwartet. Aber die kritiklose Lobhudelei, mit der er seinen wegen homophober, rassistischer und frauenfeindlicher Ausf\u00e4lle h\u00f6chst umstrittenen Gast \u00fcberh\u00e4ufte, war selbst f\u00fcr Trumps Verh\u00e4ltnisse au\u00dfergew\u00f6hnlich. Einen \u201eunglaublichen Sieg\u201c habe Bolsonaro bei den Wahlen im vergangenen Oktober errungen, schw\u00e4rmte der US-Pr\u00e4sident und bekannte: \u201eWir teilen viele gemeinsame Ansichten.\u201c<br \/>Das hatte Bolsonaro schon zu Beginn seines dreit\u00e4gigen Washington-Besuches unter Beweis gestellt, als er in einem Interview mit Trumps rechtem Haussender Fox Sympathien f\u00fcr die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko \u00e4u\u00dferte und sagte: \u201eDie \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Migranten f\u00fchrt nichts Gutes im Schilde.\u201c Geschickt bediente Bolsonaro auch im Rosengarten die Bed\u00fcrfnisse des narzisstischen US-Pr\u00e4sidenten und versicherte ihn seiner \u201eBewunderung\u201c. Dass ausl\u00e4ndische Medien dem Ex-Hauptmann im Wahlkampf den zweifelhaften Titel \u201eTropen-Trump\u201c verliehen hatten, habe umgekehrt fr\u00fch das Interesse des US-Pr\u00e4sidenten an dem Newcomer geweckt, berichten hochrangige Regierungsvertreter in Washington.<br \/>Verehrung auf der einen, Best\u00e4tigungsgier auf der anderen Seite \u2013 doch jenseits dieser psychologischen Momente haben die beiden Pr\u00e4sidenten auch handfeste Motive f\u00fcr ihre demonstrative Verbr\u00fcderung: Bolsonaro m\u00f6chte sein durch eine Mordaff\u00e4re angeknackstes Image aufpolieren und zugleich sein rohstoffreiches, aber kriselndes Land wirtschaftlich stabilisieren. Trump sucht Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr amerikanische Produkte und Verb\u00fcndete im Kampf gegen den Sozialismus. \u201eAlle Optionen sind auf dem Tisch\u201c, erkl\u00e4rte Trump auf Fragen nach dem k\u00fcnftigen Vorgehen in Venezuela und drohte mit h\u00e4rteren Sanktionen, falls die Maduro-Regierung nicht freiwillig abtrete. Selbst eine Milit\u00e4rintervention schloss er nicht aus.<br \/>An die Adresse seines Gastes gerichtet versicherte der US-Pr\u00e4sident, er wolle ein neues Kapitel in den Beziehungen \u201ezwischen den beiden gr\u00f6\u00dften Demokratien und Volkswirtschaften der westlichen Hemisph\u00e4re\u201c er\u00f6ffnen. In einem ersten Schritt hebt Brasilien den Visumzwang f\u00fcr US-B\u00fcrger auf und erlaubt den Nordamerikanern, von einem Weltraumbahnhof auf seinem Boden Fl\u00fcge ins All zu starten. Umgekehrt r\u00e4umte Trump dem Land den Status eines bevorzugten Nicht-Nato-Mitglieds ein und erm\u00f6glicht ihm damit den Zugang zu US-R\u00fcstungsg\u00fctern. Selbst einen Nato-Beitritt brachte der US-Pr\u00e4sident ins Spiel. Allerdings m\u00fcsse er vorher \u201emit einer Reihe von Leuten reden\u201c.<br \/>Auch \u00fcber Handelserleichterungen solle gesprochen werden, k\u00fcndigte Trump an. Dabei d\u00fcrfte es Washington vor allem darum gehen, den chinesischen Einfluss zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Ob das gelingt, halten Beobachter freilich f\u00fcr zweifelhaft: Peking ist der wichtigste Handelspartner Brasiliens und hat dort Milliardensummen investiert.<br \/>Von Karl Doemens\/RND<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der oftmals als \u201eTropen-Trump\u201c bezeichnete Pr\u00e4sident Brasiliens, Jair Bolsonaro, ist von seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump im Wei\u00dfen Haus empfangen worden. Die Arbeitsbeziehung der beiden werde \u201efantastisch\u201c sein, sagte Trump. Man versteht sich pr\u00e4chtig \u2013 und auf den ersten Blick. 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