<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1765255,"date":"2020-11-01T17:48:00","date_gmt":"2020-11-01T15:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1765255"},"modified":"2020-11-01T18:10:08","modified_gmt":"2020-11-01T16:10:08","slug":"drosten-rechnet-mit-pandemie-bis-nach-ostern-und-rat-am-besten-so-verhalten-als-waren-alle-infiziert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2020\/11\/drosten-rechnet-mit-pandemie-bis-nach-ostern-und-rat-am-besten-so-verhalten-als-waren-alle-infiziert\/","title":{"rendered":"Drosten rechnet mit Pandemie bis nach Ostern und r\u00e4t: Am besten so verhalten, als w\u00e4ren alle infiziert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit\u00e9 erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung. &#171;Sicher ist: Ostern ist \u2026<\/b><br \/>\nDer Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit\u00e9 erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung. &#171;Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet&#187;, sagte er der &#171;Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung&#187;. &#171;Aber sp\u00e4testens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven ver\u00e4ndern k\u00f6nnen &#8212; wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.&#187; F\u00fcr richtig h\u00e4lt er demnach die politische Entscheidung, Schulen in der Krise weiter ge\u00f6ffnet zu halten. Helfen im Kampf gegen die Pandemie k\u00f6nne die weitere Verbreitung von Schnelltests, sagte Drosten. &#171;Wenn sie in ausreichender Zahl zur Verf\u00fcgung stehen, k\u00f6nnen wir gef\u00e4hrdete Gruppen sehr regelm\u00e4\u00dfig und niederschwellig testen&#187;, sagte er der Zeitung. &#171;Au\u00dferdem l\u00e4sst sich nicht nur feststellen, ob jemand infiziert ist, sondern auch, ob er infekti\u00f6s ist. Das kann den Umgang mit Quarant\u00e4ne oder Kontaktverboten erleichtern.&#187; Dann sei beispielsweise ein vorzeitiges Ende einer Isolierung denkbar. Einen verst\u00e4rkten Einsatz der Tests erwarte er in wenigen Wochen. Drosten riet im Alltag zu konsequenter Vorsicht: &#171;Am besten w\u00e4re es, wir t\u00e4ten alle so, als w\u00e4ren wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung sch\u00fctzen.&#187; Zugleich lasse sich der Spie\u00df umdrehen, indem man so tue, als sei &#171;der andere infiziert und wir wollten uns selbst sch\u00fctzen. Daraus ergibt sich unser Verhalten&#187;. 38 von rund 400 deutschen Gesundheits\u00e4mtern haben beim Robert Koch-Institut \u00dcberlastung angezeigt. Damit st\u00f6\u00dft fast jedes zehnte Amt mit dem Stand vom 30. Oktober entweder aktuell an Kapazit\u00e4tsgrenzen oder rechnet innerhalb der n\u00e4chsten Tage damit. Am 20. Oktober lagen 22 solcher Anzeigen vor, die sich je nach \u00dcberlastungsgrad in drei Kategorien gliedern, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit. Am Samstag meldete das RKI mit mehr als 19 000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen H\u00f6chststand. Nun sollen vier Wochen lang drastische Einschr\u00e4nkungen im \u00f6ffentlichen Leben die Welle brechen. Ziel ist es vor allem, ausreichend Kapazit\u00e4ten auf den Intensivstationen zu bewahren. Die Engp\u00e4sse bei den Gesundheits\u00e4mtern betreffen die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes. Zwei weitere Menschen sind auf Island an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilte das gr\u00f6\u00dfte Krankenhaus des Landes, das Landsp\u00edtali in der Hauptstadt Reykjavik, am Sonntag mit. Damit hat es auf der Nordatlantik-Insel seit Mitte Oktober f\u00fcnf neue Todesf\u00e4lle in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gegeben, womit die Gesamttodeszahl seit Beginn der Pandemie auf 15 steigt. Das Infektionsgeschehen war auf Island im Sommer fast zum Erliegen gekommen, monatelang hatte es keine Corona-Todesf\u00e4lle mehr gegeben. Seit Mitte September hat sich die Lage auf der Insel mit ihren rund 360 000 Einwohnern aber wieder versch\u00e4rft. In den vergangenen beiden Wochen lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner gerechnet h\u00f6her als in Deutschland, aber weitaus niedriger als in den am st\u00e4rksten in Europa betroffenen L\u00e4ndern Belgien und Tschechien. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Auflagen der Stadt M\u00fcnchen f\u00fcr eine Demonstration gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen am Sonntag best\u00e4tigt. Er wies eine Beschwerde der Veranstalter der Bewegung &#171;Querdenken 089&#187; gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts M\u00fcnchen zur\u00fcck. Damit d\u00fcrfen nur 1000 Menschen statt der beantragten 5000 an der f\u00fcr den Nachmittag geplanten Demonstration auf der Theresienwiese teilnehmen. Es besteht Maskenpflicht, au\u00dferdem muss der Veranstalter daf\u00fcr sorgen, dass gen\u00fcgend Ordner vorhanden sind. Ein Protestzug durch die Stadt zur Theresienwiese wurde untersagt. Die britische Regierung hat ein milliardenschweres Rettungspaket geschn\u00fcrt, um die Londoner Verkehrsbetriebe durch die Pandemie zu bringen. &#171;Es ist nicht der perfekte Deal&#187;, sagte der Londoner B\u00fcrgermeister Sadiq Khan am Sonntag, der sich noch eine st\u00e4rkere Unterst\u00fctzung der Regierung gew\u00fcnscht hatte. Allerdings habe er &#171;drakonische Ma\u00dfnahmen&#187; abwenden k\u00f6nnen. So war zuvor etwa eine saftige Preiserh\u00f6hung diskutiert worden. Insgesamt soll Transport for London, zu der auch die ber\u00fchmte Londoner U-Bahn (&#171;Tube&#187;) geh\u00f6rt,1,8 Milliarden Britische Pfund (umgerechnet knapp zwei Mrd. Euro) erhalten, um bis M\u00e4rz ihre Fahrten aufrechterhalten zu k\u00f6nnen. Die Fahrgastzahlen waren seit dem Fr\u00fchjahr massiv eingebrochen und die Gesellschaft wies herbe Verluste aus. Die Londoner Tube ist die \u00e4lteste U-Bahn der Welt. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14.177 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 532 930 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren 11.176 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden. Corona-News von Samstag,31. Oktober In Italien ist es bei Protesten gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen erneut zu Zusammenst\u00f6\u00dfen mit der Polizei gekommen. In der Hauptstadt Rom versammelten sich am Samstagabend mehrere hundert Menschen auf dem zentralen Campo de&#8217; Fiori im Stadtzentrum. Weil einige Demonstranten mit Flaschen und Feuerwerksk\u00f6rpern warfen, l\u00f6ste die Polizei die Demonstration mit Schlagst\u00f6cken auf. Auch eine zweite Protestaktion in Rom endete mit Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen Demonstranten und der Polizei. Am Freitagabend war es bereits bei Protesten in Florenz zu Gewalt gekommen. Die Polizei versuchte rund 200 Menschen daran zu hindern, sich zu einer nicht genehmigten Demonstration auf der Piazza della Signoria im Zentrum der Renaissance-Stadt zu versammeln. Einige Demonstranten warfen Molotow-Cocktails, Flaschen und Steine, stie\u00dfen M\u00fclltonnen um und zerst\u00f6rten Sicherheitskameras.20 Menschen wurden festgenommen. B\u00fcrgermeister Dario Nardella sprach von einer &#171;surrealen, schrecklichen und schmerzhaften Nacht&#187;. Nach mehreren anderen L\u00e4ndern in Europa hat der britische Premierminister Boris Johnson auch f\u00fcr England einen teilweisen Lockdown angek\u00fcndigt. Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universit\u00e4ten ge\u00f6ffnet bleiben, wie Johnson am Samstag erkl\u00e4rte. Alle anderen Orte &#8212; etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Gesch\u00e4fte sowie Restaurants und Pubs &#8212; m\u00fcssen bis zum 2. Dezember schlie\u00dfen. &#171;Das Virus breitet sich derzeit schneller aus, als es unsere wissenschaftlichen Berater in einem Worst-Case-Szenario angenommen haben&#187;, sagte Johnson. &#171;Jetzt ist es Zeit zu handeln, denn es gibt keine Alternative.&#187; Die Ma\u00dfnahmen seien notwendig, um Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS vor einer erneuten \u00dcberlastung zu sch\u00fctzen. Der Regierungschef schwor die Briten darauf ein, ihr Zuhause nur noch in dringenden F\u00e4llen zu verlassen &#8212; wie Arbeit, Sport, Eink\u00e4ufe oder die Pflege Angeh\u00f6riger. Am Samstag meldete Gro\u00dfbritannien knapp 22.000 Neuinfektionen. Damit durchbrach das Land die Schwelle von einer Million best\u00e4tigten Coronavirus-F\u00e4llen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen zwei Wochen z\u00e4hlte das Vereinigte K\u00f6nigreich nach Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control 451 F\u00e4lle pro 100.000 Einwohner. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich sch\u00e4rfere, tempor\u00e4re Corona-Ma\u00dfnahmen als bisher in England. Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in verschiedenen deutschen St\u00e4dten gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen demonstriert. Dem Aufruf der Initiative &#171;Querdenken&#187; folgten dabei in Dresden mehrere Tausend Menschen. Die Veranstalter hatten f\u00fcr die Versammlung 1000 Menschen angemeldet. Deshalb stand zeitweilig im Raum, dass die Demo wegen \u00dcberf\u00fcllung aufgel\u00f6st werden sollte. Ordner bem\u00fchten sich, die Menge zu entzerren und die Menschen auf angrenzende Fl\u00e4chen zu verteilen. Viele Teilnehmer verzichteten auf eine Mund-Nasen-Bedeckung und gaben bei Kontrollen durch die Polizei an, ein Attest zu besitzen. In Karlsruhe haben sich am Samstag rund 900 Menschen bei einer Querdenken-Demonstration gegen die derzeit geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen versammelt. Da die Teilnehmer sich nicht an die vorgeschriebenen Abstandsregeln hielten, h\u00e4tten Polizei und Ordnungsamt mehrfach darauf hinweisen m\u00fcssen, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Die Veranstaltung habe deshalb kurz vor der Aufl\u00f6sung gestanden. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hatte die Auflage eines Maskengebots f\u00fcr die Querdenken-Demo nach einer Beschwerde der Organisatorin aufgehoben und stattdessen ein Abstandsgebot zur Auflage gemacht. In Braunschweig demonstrierten in der Spitze 750 Menschen, in Darmstadt waren knapp 300 gekommen. Die D\u00fcsseldorfer Polizei z\u00e4hlte rund 100 selbst ernannte &#171;Corona Rebellen&#187;. \u00d6sterreich schr\u00e4nkt zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie gro\u00dfe Teile des \u00f6ffentlichen Lebens f\u00fcr vier Wochen ein. &#171;Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in \u00d6sterreich kommen&#187;, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gr\u00fcnden erlaubt. Kultur- und Freizeiteinrichtungen m\u00fcssen schlie\u00dfen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schlie\u00dfen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne K\u00f6rperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zun\u00e4chst unter Auflagen offen. Es ist notwendig, diesen Schritt zu setzen, um eine \u00dcberlastung der Intensivmedizin zu verhindern&#187;, sagte Kurz. Am Sonntagnachmittag muss noch der Hauptauschuss des Parlaments den Ma\u00dfnahmen zustimmen. Die Verordnung gilt bis zum 30. November, die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen m\u00fcssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden. Touristen m\u00fcssen Hotels in Bayern sp\u00e4testens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische \u00dcbernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. &#171;\u00dcbernachtungsg\u00e4ste d\u00fcrfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.&#187; Vom Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Hotels d\u00fcrfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. Darauf hatten sich Bund und L\u00e4nder am Mittwoch verst\u00e4ndigt. Zuvor hatten bereits Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern \u00e4hnliche Regelungen mitgeteilt. In Schleswig-Holstein m\u00fcssen Touristen grunds\u00e4tzlich bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der Kapazit\u00e4ten im F\u00e4hrverkehr sowie den Autoz\u00fcgen bis zum 5. November Zeit, wie die Landesregierung in Kiel unter Verweis auf die j\u00fcngsten Bund-L\u00e4nder-Beschl\u00fcsse mitteilte. Mit einer Menschenkette durch die M\u00fcnchner Innenstadt haben Theatermitarbeiter am Samstag gegen die coronabedingten Schlie\u00dfungen ihrer H\u00e4user demonstriert. Sie waren mit Flatterband verbunden, um sich nicht an den H\u00e4nden halten zu m\u00fcssen und Abstand wahren zu k\u00f6nnen. In Zeiten der Pandemie halten wir es f\u00fcr eine offene und demokratische Gesellschaft unabdingbar, dass es R\u00e4ume f\u00fcr Austausch und k\u00fcnstlerische Auseinandersetzungen gibt&#187;, teilten die Organisatoren von den M\u00fcnchner Kammerspielen mit. Sie betonten: &#171;Es geht um den Erhalt des Kultursektors, und nicht darum, die Schutzma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona Pandemie anzuzweifeln.&#187; Von Montag an gilt in Bayern und ganz Deutschland ein Teil-Lockdown. Das \u00f6ffentliche Leben wird heruntergefahren, alle B\u00fchnen geschlossen. Proteste gegen Corona-Ausgangsbeschr\u00e4nkungen sind in Spanien und Italien in Gewalt ausgeartet. Ein AFP-Korrespondent in Barcelona berichtete von Demonstranten, die am Freitagabend Steine und Gegenst\u00e4nde auf Polizeibeamte warfen und M\u00fclltonnen in Brand setzten. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Schlagst\u00f6cken. In Florenz schleuderten Protestierende Molotow-Cocktails, Flaschen und Steine.20 Menschen wurden festgenommen. Nach Angaben der spanischen Polizei nahmen etwa 700 Menschen an der Demonstration in Barcelona teil,50 von ihnen waren demnach an der Gewalt beteiligt. Im gesamten Stadtzentrum waren Sirenen von Polizei und Feuerwehr zu h\u00f6ren. W\u00e4hrend Sicherheitskr\u00e4fte versuchten, die Demonstration aufzul\u00f6sen, l\u00f6schten Feuerwehrleute an mehreren Orten Br\u00e4nde. D\u00e4nemark f\u00fchrt ein Warnsystem mit f\u00fcnf Risikostufen zur Coronavirus-Lage im Land ein. Mit dem System sollen die D\u00e4nen besser vorhersehen k\u00f6nnen, welche Corona-Ma\u00dfnahmen je nach Situation auf sie zukommen k\u00f6nnen, wie das d\u00e4nische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Einmal pro Woche soll demnach von einer Expertengruppe bewertet werden, wie gro\u00df das Corona-Risiko im Land und in den f\u00fcnf d\u00e4nischen Regionen ist. Nach d\u00e4nischen Angaben gibt es \u00e4hnliche Systeme bereits in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. &#171;Das Warnsystem zeigt, wie hoch das Risikoniveau ist und welche Ma\u00dfnahmen erforderlich sein k\u00f6nnten, wenn die Infektionen zunehmen&#187;, erkl\u00e4rte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Als Indikatoren f\u00fcr die Bewertung dienen demnach unter anderem die Anzahl und Zunahme der Neuinfektionen, die Zahl der Patienten in den Krankenh\u00e4usern sowie auch die Entwicklungen im Ausland. Das Ziel sei letztlich, dass nur in den Bereichen Beschr\u00e4nkungen eingef\u00fchrt w\u00fcrden, in denen sie dringend notwendig seien, so Heunicke. Der Hamburger Innensenator Andy Grote droht allen Partyfreunden, die gegen die Lockdown-Regelungen versto\u00dfen. Die Eind\u00e4mmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sei nur m\u00f6glich, wenn sich alle auch an die Regeln halten. &#171;Deshalb werden wir die Einhaltung kontrollieren&#187;, sagte der Senator auf der Landespressekonferenz in Hamburg. Die Beamten w\u00fcrden dabei mit Augenma\u00df und im privaten Bereich sensibel vorgehen, so der Senator. &#171;Die Polizei geht nicht von T\u00fcr zu T\u00fcr und klopft und \u00fcberpr\u00fcft die Einhaltung der Eind\u00e4mmungsverordnung. Aber wenn wir einen Anlass haben, einen Hinweis, dass da irgendwo eine wilde Party stattfindet, dann stehen wir da vor der T\u00fcr und das wird dann kein so freundlicher Kontakt&#187;, sagte Grote weiter. Etwas verklausuliert hei\u00dft das nichts anders, als dass auf wachsame Nachbarn gesetzt wird. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.059 F\u00e4llen binnen eines Tages einen neuen H\u00f6chstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18.681 F\u00e4llen. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheits\u00e4mter dem RKI 14.714 Neuinfektionen gemeldet. Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben k\u00f6nnte. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Fr\u00fchjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. Der britische Premierminister Boris Johnson erw\u00e4gt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einem Zeitungsbericht zufolge nun doch einen neuen landesweiten Lockdown. Die &#171;Times&#187; berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, Johnson werde die neuen Ma\u00dfnahmen am Montag bei einer Pressekonferenz verk\u00fcnden. Dem Bericht zufolge soll dann alles geschlossen werden &#8212; bis auf lebensnotwendige Gesch\u00e4fte, Schulen und Kinderg\u00e4rten. Johnson hatte es nach dem ersten landesweiten Lockdown im M\u00e4rz bisher abgelehnt, erneut so weitreichende Ma\u00dfnahmen zu beschlie\u00dfen. Er setzt stattdessen auf ein dreistufigen Warnsystem und regionale Ma\u00dfnahmen. Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien m\u00fcssen die meisten Gesch\u00e4fte wieder schlie\u00dfen. Ausnahmen gebe es etwa f\u00fcr Superm\u00e4rkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo nach einer Krisensitzung in Br\u00fcssel. Gemessen an der Einwohnerzahl z\u00e4hlt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europ\u00e4ischen Union. In Italien hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals die Marke von 30.000 \u00fcbersprungen. Wie die Beh\u00f6rden in Rom am Freitag mitteilten, wurden 31.084 neue Corona-F\u00e4lle registriert. Damit hat sich der Wert in etwa einer Woche verdoppelt. In dem Mittelmeerland mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem fast 200 Menschen mit oder an dem Virus. Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in Italien nun 647.674 best\u00e4tigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf \u00fcber 38 300. Die Regierung hatte Anfang der Woche versch\u00e4rfte Schutzma\u00dfnahmen wie die Schlie\u00dfung aller Lokale um 18.00 Uhr abends gestartet. Kinos und Theater sind seit Montag zu. Das tschechische Parlament hat am Freitag den seit Anfang Oktober geltenden Coronavirus-Notstand bis zum 20. November verl\u00e4ngert. Daf\u00fcr stimmten 86 Abgeordnete. Es gab 11 Gegenstimmen und keine Enthaltungen. Die Minderheitsregierung unter Ministerpr\u00e4sident Andrej Babis hatte sich f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung bis zum 3. Dezember starkgemacht, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Bergamo bleibt auch in der zweiten Corona-Welle etwas Besonderes: Im Fr\u00fchjahr war das Gebiet um die norditalienische Stadt eine der am schlimmsten von dem Virus betroffenen Zonen. Die Bilder der Milit\u00e4rlastwagen mit S\u00e4rgen gingen um die Welt. Aktuell scheinen die Menschen dort besser durch die zweite Corona-Welle zu kommen als in vielen anderen Teilen Italiens. Obwohl die Region Lombardei, zu der Bergamo geh\u00f6rt, erneut an der Spitze bei den Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Italien steht, ist die Lage in Bergamos Krankenh\u00e4usern eher entspannt. Auf der Nordatlantik-Insel Island gelten ab Samstag wegen steigender Infektionszahlen strengere Corona-Ma\u00dfnahmen. Die maximale Teilnehmerzahl f\u00fcr Versammlungen wird im gesamten Land von 20 auf 10 herabgesetzt. Bis zu 30 Menschen d\u00fcrfen eine Beerdigung besuchen; in Apotheken und Lebensmittelgesch\u00e4ften sind nun maximal 50 Kunden erlaubt. Sportveranstaltungen und B\u00fchnenauftritte werden allesamt untersagt, Schwimmb\u00e4der, Bars und Nachtclubs geschlossen. Restaurants mit Alkoholausschank m\u00fcssen um 21.00 Uhr schlie\u00dfen. Das gaben Ministerpr\u00e4sidentin Katr\u00edn Jakobsd\u00f3ttir und ihre Regierung am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt. Am Berliner Verwaltungsgericht sind die ersten Eilantr\u00e4ge gegen die f\u00fcr kommende Woche angeordneten Schlie\u00dfungen von Restaurants, Kneipen und Bars eingegangen. &#171;Stand jetzt gibt es vier Eilantr\u00e4ge rund um den Komplex des am Montag beginnenden Lockdowns&#187;, teilte das Gericht am Freitag auf Anfrage mit. Weitere 19 Antr\u00e4ge seien angek\u00fcndigt, bislang aber noch nicht eingegangen. Wann \u00fcber die Eilantr\u00e4ge entschieden werde, sei zun\u00e4chst nicht absehbar. In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag mit 284 positiven Tests binnen 24 Stunden erneut einen H\u00f6chststand erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbeh\u00f6rde in Riga mit. Der Rekordwert lag zuvor bei 259 F\u00e4llen. Das baltische EU-Land mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern registrierte bislang 5679 best\u00e4tigte Corona-Infektionen und 69 Todesf\u00e4lle in Verbindung mit dem Virus. Dabei hatten die t\u00e4glichen Infektionszahlen zuletzt klar zugenommen. Klimaaktivistin Greta Thunberg demonstriert vorerst wieder im Internet statt unter freiem Himmel. Grund daf\u00fcr sind die neuen Corona-Ma\u00dfgaben f\u00fcr Stockholm und weitere Regionen in Schweden, die Gesundheitsbeh\u00f6rde Folkh\u00e4lsomyndigheten ver\u00f6ffentlicht hat. Weil sich die Situation verschlechtere, gehe sie wieder zur\u00fcck in den Online-Streik, schrieb Thunberg am Freitag auf Twitter. Dazu stellte sie ein Bild, das sie zu Hause in Stockholm mit ihrem ber\u00fchmt gewordenen Protestschild mit der Aufschrift &#171;Skolstrejk f\u00f6r klimatet&#187; (Schulstreik f\u00fcrs Klima) zeigte. In den Niederlanden sind erstmals mehr als 11.000 Neu-Infektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Das Institut f\u00fcr Gesundheit und Umwelt RIVM registrierte 11.141 F\u00e4lle,865 mehr als am Vortag, wie das Institut in Bilthoven bei Utrecht am Freitag mitteilte. Die \u00fcberraschend hohe Zunahme wurde zum Teil damit erkl\u00e4rt, dass wegen einer technischen St\u00f6rung am Mittwoch Meldungen erst jetzt gez\u00e4hlt worden seien. Au\u00dferdem w\u00fcrden inzwischen mehr Menschen auf das Coronavirus getestet. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen zu einer erneuten gemeinsamen Anstrengung wie im Fr\u00fchjahr aufgerufen. Der Teil-Lockdown im November sei zwar eine Belastung und bedeute, nochmals Verzicht leisten zu m\u00fcssen, sagte Steinmeier am Freitag nach einem Besuch im Gesundheitsamt Berlin-Reinickendorf. &#171;Trotzdem rate ich uns allen dazu, nicht zu resignieren und vor allen Dingen nicht die Geduld zu verlieren.&#187; Touristen, die sich derzeit in Schleswig-Holstein aufhalten, m\u00fcssen sp\u00e4testens bis zum 2. November aus dem n\u00f6rdlichsten Bundesland abreisen. F\u00fcr Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine l\u00e4ngere Frist bis zum 5. November aufgrund der Kapazit\u00e4ten im F\u00e4hrverkehr sowie den Autoz\u00fcgen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit. Sie verwies auf die j\u00fcngsten Bund-L\u00e4nder-Beschl\u00fcsse f\u00fcr einen Teil-Lockdown im November, die bundesweit umgesetzt werden sollen. Anders als in Schleswig-Holstein m\u00fcssen Touristen in Niedersachsen ihren Urlaub nicht abbrechen, wenn sie vor Beginn des neuen Teil-Lockdowns anreisen. Das geht aus der am Freitag ver\u00f6ffentlichten neuen Verordnung des Landes hervor. Aufenthalte mit \u00dcbernachtung, die bereits vor dem 2. November angetreten worden seien, m\u00fcssten nicht abgebrochen werden, hei\u00dft es in der Regelung des Landes. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat die Menschen eindringlich zum gemeinsamen Kampf gegen den ungebremsten Anstieg der Corona-Zahlen aufgerufen. &#171;In ganz Europa w\u00fctet die Pandemie&#187;, sagte S\u00f6der in einer Regierungserkl\u00e4rung im Landtag in M\u00fcnchen. &#171;Auch Bayern ist wieder voll erfasst.&#187; Die zweite Welle sei da, und diese sei schlimmer als zuvor. S\u00f6der warnte insbesondere vor einer drohenden \u00dcberlastung des Gesundheitssystems, sollten die Zahlen weiter ansteigen wie bisher. Nichtstun h\u00e4tte dramatische Folgen. Deshalb m\u00fcsse man jetzt handeln. &#171;Es ist ernst&#187;, mahnte S\u00f6der. Viele machten mit, lobte er, klagte aber auch: &#171;Einige haben den Ernst der Lage noch nicht verstanden.&#187; Die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in \u00d6sterreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen F\u00e4llen gez\u00e4hlt, wie die Ministerien f\u00fcr Gesundheit und Innen in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegen\u00fcber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Ber\u00fccksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert f\u00fcr eine erneute Versch\u00e4rfung von Ma\u00dfnahmen genannt, um eine \u00dcberlastung der Krankenh\u00e4user zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren \u00fcber einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Ma\u00dfnahmen. Wegen der Corona-Pandemie werden weitere Weihnachtsm\u00e4rkte verschoben, stark verkleinert oder abgesagt. So stoppte die Stadt Eisenach in Th\u00fcringen am Freitag den f\u00fcr den 13. November geplanten Beginn ihres Weihnachtsmarktes. Ob im Dezember ein kleiner Markt mit einzelnen Buden m\u00f6glich sei, stehe noch nicht fest. Eine &#171;Stadtweihnacht&#187; mit verteilten Marktst\u00e4nden im Stadtgebiet plant in diesem Jahr das unterfr\u00e4nkische Schweinfurt: Am Marktplatz soll es ein Winterdorf mit Essen und Getr\u00e4nken geben. In W\u00fcrzburg plant die Stadt statt des \u00fcblichen Weihnachtsmarktes einen alkoholfreien Adventsmarkt ohne Speisen, der sich weitl\u00e4ufig verteilt. Das Lichterspektakel &#171;Christmas Garden&#187; im Botanischen Garten in Berlin-Lichterfelde f\u00e4llt in diesem Jahr aus. Auch das Schwester-Event &#171;Weihnachten im Tierpark&#187; findet in diesem Jahr nicht statt, wie es in einer Mitteilung der Deutschen Entertainment AG am Donnerstag hie\u00df. Im &#171;Christmas Garden&#187; wurden 2019 rund 150.000 Besucher gez\u00e4hlt, bei &#171;Weihnachten im Tierpark&#187; rund 100.000. Die Zahl erfasster Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner lag in den vergangenen sieben Tagen erstmals bundesweit \u00fcber 100. Die 7-Tage-Inzidenz liege Stand 00.00 Uhr bei 104,9, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Tags zuvor hatte sie bei bundesweit 99,0 gelegen, vor vier Wochen (2.10.) noch bei 15,3. Eine hohe 7-Tage-Inzidenz zeigt an, dass sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Besonders viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erfassen den Daten zufolge derzeit Bremen (160,3), Berlin (146,1), Hessen (145,8) und Nordrhein-Westfalen (140,0). Werte \u00fcber dem bundesweiten Mittel haben zudem auch Bayern (114,1) und das Saarland (116,5). 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner galten in den vergangenen Wochen als wichtiger Grenzwert, ab dem in dem Gebiet oft gezielt Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Welle eingef\u00fchrt wurden. Auch die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 F\u00e4llen binnen eines Tages einen neuen H\u00f6chstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom fr\u00fchen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 F\u00e4llen. Die Bundesregierung hat \u00d6sterreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erkl\u00e4rt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem f\u00fcnf EU-L\u00e4nder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte. Erstmals wurden auch Gebiete in Griechenland und Lettland als Risikogebiete eingestuft. Weitere Regionen kommen in D\u00e4nemark, Portugal, Schweden und Litauen hinzu. Auch die kleinen Staaten Monaco, San Marino und der Vatikan sind nun Risikogebiete. In \u00d6sterreich war bisher K\u00e4rnten als einziges Bundesland ausgenommen. Nun gibt es nur noch zwei Ausnahmeregelungen f\u00fcr das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz mit zusammen gut 5000 Einwohnern. Beide Exklaven sind auf der Stra\u00dfe nur von Deutschland aus erreichbar. In Italien ist nun Kalabrien im S\u00fcden des Landes die einzige Region, die aus deutscher Sicht kein Risikogebiet ist. In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 18.000 neue Coronavirus-Infektionsf\u00e4lle gemeldet worden. Wie das RKI am Freitagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheits\u00e4mter mitteilte, wurden am Donnerstag insgesamt 18.681 neue F\u00e4lle registriert, nach 16.774 neuen F\u00e4llen am Vortag. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsf\u00e4lle stieg demnach auf 499.694, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesf\u00e4lle auf 10.349 &#8212; 77 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen bel\u00e4uft sich laut dem RKI auf etwa 345.700. Im Kampf gegen die Corona-Epidemie gelten in Frankreich weitreichende Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Die neuen Ma\u00dfnahmen traten am Freitag (0 Uhr) in Kraft &#8212; sie sind zun\u00e4chst bis zum 1. Dezember befristet. B\u00fcrger d\u00fcrfen sich nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen k\u00f6nnen zwar auf die Stra\u00dfe gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Eink\u00e4ufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen &#8212; m\u00fcssen daf\u00fcr dann aber eine Bescheinigung ausf\u00fcllen. Sport ist eine Stunde pro Tag in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort erlaubt. Staatschef Emmanuel Macron hatte die Beschr\u00e4nkungen am Mittwoch angek\u00fcndigt. Der 42-J\u00e4hrige will das Land mit seinen 67 Millionen Menschen aber nicht so weit lahmlegen wie noch w\u00e4hrend des Lockdowns im Fr\u00fchjahr. Die Wirtschaft soll so weit wie m\u00f6glich weiterlaufen; die Menschen sollen arbeiten, aber m\u00f6glichst von zu Hause aus. Anders als im Fr\u00fchjahr bleiben die Schulen ge\u00f6ffnet. Bars, Restaurants und &#171;nicht unentbehrliche Gesch\u00e4fte&#187; m\u00fcssen jedoch schlie\u00dfen. Auch Reisen in andere Regionen des Landes sind nicht ohne Weiteres m\u00f6glich &#8212; f\u00fcr die R\u00fcckkehr aus den Herbstferien gibt es am Wochenende aber Ausnahmen. Franzosen sprechen von einem &#171;confinement&#187;, den Ausdruck kann man auch mit Lockdown \u00fcbersetzen. Bundestagsvizepr\u00e4sident Wolfgang Kubicki (FDP) geht nicht davon aus, dass die neuen Corona-Ma\u00dfnahmen einer gerichtlichen Pr\u00fcfung standhalten. &#171;Die Beschl\u00fcsse bleiben von solch einer bemerkenswerten Widerspr\u00fcchlichkeit, dass nur fraglich erscheint, wann das erste Gericht sie kippt und nicht ob&#187;, schrieb Kubicki in einem Gastbeitrag f\u00fcr die &#171;Passauer Neue Presse&#187; (Freitagausgabe). Warum m\u00fcssen Nagelstudios schlie\u00dfen, nicht aber Fris\u00f6re? Wieso werden auch dort Restaurants geschlossen, wo man noch weit entfernt ist von den selbst definierten Schwellenwerten? All das l\u00e4sst sich nicht mehr erkl\u00e4ren&#187;, kritisiert Kubicki. Kubicki sieht bei den Beschl\u00fcssen &#171;schwerwiegende Geburtsfehler&#187;. Eine parlamentarische Debatte sei abermals nicht m\u00f6glich gewesen, sondern nur die nachtr\u00e4gliche Kenntnisnahme. Die Bundeskanzlerin habe ihre Vorstellungen zur wirksamen Bek\u00e4mpfung der Corona-Politik &#171;abermals durchgedr\u00fcckt, ohne \u00fcberhaupt zust\u00e4ndig zu sein&#187;, erkl\u00e4rte er. Wenige Tage vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl in den USA ist im Land ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universit\u00e4t in Baltimore am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsf\u00e4lle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gebrochen. Zuletzt breitete sich das neuartige Virus vor allem im Norden und Mittleren Westen der USA stark aus. Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsf\u00e4lle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der Universit\u00e4t inzwischen auf 8,94 Millionen. In absoluten Zahlen sind die USA das am st\u00e4rksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Nachrichten von Donnerstag,29. Oktober Das spanische Parlament hat der Ausdehnung des landesweiten Gesundheitsnotstands bis Mai kommenden Jahres zugestimmt. Die Mehrheit der Abgeordneten votierte am Donnerstag f\u00fcr den Antrag der Regierung von Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez, den Ausnahmezustand um sechs Monate zu verl\u00e4ngern. Ziel der Ma\u00dfnahme ist, die Ausbreitung des Coronavirus im Land zu verlangsamen. Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen in Spanien hatte die linksgerichtete Regierung am Sonntag zun\u00e4chst f\u00fcr 15 Tage den landesweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dieser wurde nun vom Parlament mit 194 zu 53 Stimmen bis zum 9. Mai 2021 verl\u00e4ngert.99 Abgeordnete enthielten sich. Der Beschluss erlaubt es den Regierungen der 17 spanischen Regionen, n\u00e4chtliche Ausgangssperren zu verh\u00e4ngen und ihre Grenzen zu schlie\u00dfen. In dem Land sind die Regionen f\u00fcr die Gesundheitspolitik zust\u00e4ndig. Schweden verzeichnet eine erhebliche Zunahme von registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach einem bisherigen H\u00f6chstwert von 2129 Neuinfektionen am Vortag kamen am Donnerstag innerhalb der vergangenen 24 Stunden 3254 neue Corona-F\u00e4lle hinzu, wie am Nachmittag aus den Daten der schwedischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Folkh\u00e4lsomyndigheten hervorging. Staatsepidemiologe Anders Tegnell wies auf einer Pressekonferenz in Stockholm darauf hin, dass es so aussehen k\u00f6nne, als habe Schweden mehr F\u00e4lle als im Fr\u00fchjahr. Das stimme jedoch nicht, betonte er. Die Ausbreitung in der Bev\u00f6lkerung sei damals um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer gewesen, allerdings habe man damals nicht im Geringsten dieselben Kapazit\u00e4ten zum Testen gehabt wie heute. Insgesamt sind damit mehr als 121.000 Corona-F\u00e4lle in Schweden registriert worden. Die Zahl der in Verbindung mit einer Infektion stehenden Todesf\u00e4lle stieg um sieben auf nunmehr 5934. Schweden ist in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg mit weniger strikten Beschr\u00e4nkungen gegangen. Im Fr\u00fchjahr hatte das EU-Land deutlich h\u00f6here Infektions- und Todeszahlen verzeichnet als der Rest Skandinaviens. Der derzeitige Wert der Neuinfektionen in Schweden liegt im europ\u00e4ischen Vergleich auf die Bev\u00f6lkerungszahl heruntergerechnet aber niedriger als in anderen Teilen Europas und auch leicht unter den Werten Deutschlands. Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Bayern ab dem 2. November noch strengere Kontaktbeschr\u00e4nkungen gelten als von Bund und L\u00e4ndern vereinbart \u2013 n\u00e4mlich ausdr\u00fccklich auch in Privatr\u00e4umen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen \u2013 Ausnahmen gelten nur f\u00fcr Gottesdienste und Demonstrationen, hat das bayerischen Kabinett am Donnerstag in M\u00fcnchen beschlossen. Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erw\u00e4gt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den n\u00e4chsten Tagen k\u00f6nne dies notwendig werden, um auf die &#171;dramatische Entwicklung&#187; besser reagieren zu k\u00f6nnen, sagte Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in M\u00fcnchen. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls k\u00f6nne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren. &#171;Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation&#187;, betonte S\u00f6der. Es m\u00fcsse zur Eind\u00e4mmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage au\u00dfer Kontrolle zu geraten, auch in Bayern. Im Freistaat seien am Donnerstag vom Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3057 neue Infektionszahlen gemeldet worden. &#171;Das ist eine neue Rekordzahl&#187;, sagte S\u00f6der. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Region in sieben Tagen, liege landesweit bei 107. Damit bewege sich Bayern bundesweit zwar noch im Mittelfeld, gleichwohl sei die Zahl &#171;einfach zu hoch&#187;.13 Kommunen in Bayern l\u00e4gen bereits \u00fcber einer Inzidenz von 50, einige sogar \u00fcber 200. Vierbeiner im Kampf gegen das Coronavirus: Ein Pilotprojekt mit Corona-Sp\u00fcrhunden am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki hat den Forschern zufolge vielversprechende erste Ergebnisse geliefert. Die drei Hunde h\u00e4tten sich bei den Reisenden als beliebte &#171;Corona-Tester&#187; erwiesen, teilten die Forscher der Universit\u00e4t Helsinki am Mittwoch mit. Demnach fanden die Hunde bei 2200 getesteten Passagieren in 0,6 Prozent der F\u00e4lle eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Ergebnisse stimmen den Angaben zufolge gr\u00f6\u00dftenteils mit den Ergebnissen der Corona-Tests \u00fcberein, die ebenfalls bei den Passagieren gemacht wurden. &#171;Wir haben 16.000 bis 17.000 PCR-Tests am Flughafen durchgef\u00fchrt und weniger als ein Prozent davon sind positiv&#187;, sagte der stellvertretende B\u00fcrgermeister der Stadt Vantaa, Timo Aronkyto, vor Journalisten. Nun wollen die Forscher \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Hunde tats\u00e4chlich alle Infektionen erschn\u00fcffeln konnten, die auch durch Corona-Tests best\u00e4tigt wurden. Die endg\u00fcltigen Ergebnisse sollen am Ende des Jahres pr\u00e4sentiert werden. Vorl\u00e4ufige Versuche bei der ersten gro\u00dfen Infektionswelle Anfang des Jahres deuteten den Forschern zufolge darauf hin, dass die Hunde das Virus mit nahezu hundertprozentiger Genauigkeit nachweisen k\u00f6nnen \u2013 bis zu f\u00fcnf Tage fr\u00fcher als ein Corona-Test. Bulgarien schr\u00e4nkt wegen stark gestiegener Corona-Neuansteckungen ab Donnerstag vorerst f\u00fcr zwei Wochen das \u00f6ffentliche Leben ein. Gymnasien und Universit\u00e4ten m\u00fcssen nun zum Fernunterricht \u00fcbergehen. Sportevents d\u00fcrfen nur noch ohne Publikum organisiert werden. In Nachtlokalen wie etwa Diskotheken und Bars m\u00fcssen die Innenr\u00e4ume geschlossen bleiben. In dem EU-Land mit einer Bev\u00f6lkerung von 6,9 Millionen Menschen wurde am Donnerstag mit 2760 Corona-Neuinfektionen ein H\u00f6chststand registriert. Mit dem Coronavirus sind aktuell 25 105 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 14 689 gewesen. Porsche macht in der Corona-Krise etwas Boden gut und liegt mit seiner Rendite nach drei Quartalen knapp im angepeilten zweistelligen Bereich. Vom Niveau des Vorjahres ist der Stuttgarter Sportwagenbauer allerdings immer noch ein ganzes St\u00fcck entfernt, wie aus den am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Zahlen des Mutterkonzerns VW hervorgeht. Demnach summieren sich die Erl\u00f6se der Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen geh\u00f6ren, bis Ende September auf rund 19,4 Milliarden Euro &#8212; gut f\u00fcnf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis liegt mit rund zwei Milliarden Euro weiterhin sogar um mehr als ein Viertel unter Vorjahresniveau. Daraus ergibt sich allerdings immer noch eine im Branchenvergleich weit \u00fcberdurchschnittliche Rendite von 10,4 Prozent. Der Wert gibt das Verh\u00e4ltnis von operativem Ergebnis und Umsatz an und dient damit als Ma\u00df f\u00fcr die Profitabilit\u00e4t eines Unternehmens. In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 16.000 neue Coronavirus-Infektionsf\u00e4lle gemeldet worden. Wie das RKI am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheits\u00e4mter mitteilte, wurden am Mittwoch insgesamt 16.774 neue F\u00e4lle registriert, nach 14.964 neuen F\u00e4llen am Vortag. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsf\u00e4lle stieg demnach auf 481.013, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesf\u00e4lle auf 10.272 &#8212; 89 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen bel\u00e4uft sich laut dem RKI auf etwa 339.200. Nachrichten von Mittwoch,28. Oktober Um Einreisende aus ausl\u00e4ndischen Corona-Risikogebieten ausfindig zu machen, will Bundesinnenminister Horst Seehofer die Schleierfahndung verst\u00e4rken. &#171;Auch die Einreise nach Deutschland aus Risikogebieten werden wir an Flugh\u00e4fen, Bahnh\u00f6fen und auch auf den Stra\u00dfen im Grenzraum verst\u00e4rkt kontrollieren&#187;, sagte der CSU-Politiker der &#171;Bild&#187;-Zeitung (Online, Mittwoch). &#171;Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu k\u00f6nnen.&#187; Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung f\u00fcr die ganze T\u00fcrkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung f\u00fcr die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer w\u00fcrden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Ausw\u00e4rtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen f\u00fcr die T\u00fcrkei im Internet mit. Wenn voraussichtlich im kommenden Jahr Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verf\u00fcgung stehen, sollen diese auch Menschen ohne Krankenversicherung bekommen k\u00f6nnen. Dies sieht ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt hat. In dem Entwurf ist auch vorgesehen, dass Urlaubs-Heimkehrer aus Risikogebieten anders als bisher keinen Verdienstausfall erhalten sollen, wenn sie nach der R\u00fcckkehr in Quarant\u00e4ne m\u00fcssen. Anspruch auf Corona-Schutzimpfungen ebenso wie Testungen sollen dem Entwurf zufolge nicht nur Versicherte, sondern auch Nichtversicherte haben k\u00f6nnen, wenn eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit dies vorsieht. Um mehr Tests machen zu k\u00f6nnen, sollen k\u00fcnftig bei Bedarf auch Kapazit\u00e4ten der veterin\u00e4rmedizinischen Labore in Anspruch genommen werden k\u00f6nnen. Wegen der Corona-Ma\u00dfnahmen ist das Anne Frank Haus in Amsterdam in finanzielle Schwierigkeiten geraten.15 Stellen &#8212; etwa ein F\u00fcnftel &#8212; m\u00fcssten gestrichen werden, teilte das Museum am Mittwoch mit. Das Anne Frank Haus werde nicht staatlich subventioniert und sei auf Einnahmen der Besucher angewiesen. Wegen der Corona-Ma\u00dfnahmen kann das Haus nach eigenen Angaben im Vergleich zu fr\u00fcheren Jahren nur noch ein Viertel der Besucher empfangen. Das Museum rechnet in den kommenden zwei Jahren ebenfalls mit deutlich weniger Besuchern und geringeren Einnahmen. Es m\u00fcssten andere Quellen der Finanzierung f\u00fcr das Museum und seine Bildungsprogramme gefunden werden. Ein Medizinlabor aus Augsburg hat nach Angaben des Bezirks Oberbayern mehrere Dutzend falsch positive Corona-Testergebnisse geliefert. Der Fehler sei im Isar-Amper-Klinikum in Taufkirchen (Vils) am Samstag aufgefallen, sagte Bezirkssprecherin Susanne B\u00fcllesbach am Mittwoch. Zuvor hatte der &#171;M\u00fcnchner Merkur&#187; \u00fcber die Panne berichtet. In der bezirkseigenen Klinik wurden demnach nach der Analyse durch das Labor in Schwaben an einem Tag 60 positive Tests registriert. Dies kam den Mitarbeitern des Krankenhauses merkw\u00fcrdig vor. &#171;Uns ist die schiere Menge an positiven Tests aufgefallen&#187;, sagte die Sprecherin. Eine Nachuntersuchung, die ebenfalls durch den Dienstleister aus Augsburg vorgenommen wurde, ergab, dass tats\u00e4chlich nur 2 der 60 Patienten sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Demnach waren 58 Tests falsch. Italiens Regierung will mit einem schnellen Nothilfe-Paket von \u00fcber f\u00fcnf Milliarden Euro die Folgen der j\u00fcngsten Corona-Beschr\u00e4nkungen abfedern. Viele Gelder w\u00fcrden schon ab November ausgezahlt, versicherte Finanzminister Roberto Gualtieri. Die Mitte-Links-Regierung in Rom hatte am Vorabend beschlossen, die von den neuen Schutzma\u00dfnahmen stark betroffenen Unternehmen und Besch\u00e4ftigen etwa im Tourismus und in der Kultur mit Geldspritzen und Steuerstundungen zu unterst\u00fctzen. Dabei soll auch Bars und Restaurants geholfen werden, die fr\u00fcher schlie\u00dfen m\u00fcssen, hie\u00df es. Die Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist einem Bericht des &#171;Spiegel&#187; zufolge Ziel eines Cyberangriffs geworden. Am vergangenen Donnerstagvormittag war die Seite f\u00fcr etwa zwei Stunden nicht erreichbar gewesen. Grund sei eine sogenannte DDoS-Attacke gewesen, berichtete das Magazin am Mittwoch. Dabei wird eine Internetseite so lange k\u00fcnstlich mit Anfragen bombardiert wird, bis sie zusammenbricht. Der Angriff sei mit Hilfe von sogenannten Bot-Netzen, also zusammengeschalteten gekaperten Computern, verst\u00e4rkt worden, berichtete der &#171;Spiegel&#187; weiter. Dies habe ein Sprecher des Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) best\u00e4tigt. Die Internetseite des RKI wird demnach wie andere digitale Dienste des Bundes \u00fcber die Server des IT-Dienstleisters ITZBund betrieben. In Polen hat die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 18.000 \u00fcberschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 18.820 neue F\u00e4lle hinzu, die meisten davon (rund 2800) in der Region Gro\u00dfpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 236 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekordwert war mit 16.300 F\u00e4llen erst am Dienstag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4851 Todesf\u00e4lle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplanten neuen Einschnitte im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. &#171;Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu sp\u00e4t&#187;, sagte er im S\u00fcdwestrundfunk. Es sei besser, jetzt &#171;die Welle zu brechen&#187; und dann Richtung Weihnachten die Situation wieder eher unter Kontrolle zu haben. Er sei zuversichtlich, dass es nach den Bund-L\u00e4nder-Beratungen am Nachmittag eine klare Linie geben werde, sagte Spahn weiter. F\u00fcr die von den geplanten Einschr\u00e4nkungen besonders betroffenen Branchen wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kulturschaffende solle es zus\u00e4tzliche Hilfe geben. Es sei eine &#171;sehr, sehr harte Entscheidung&#187;, im November all diese Bereiche runterzufahren. Nach einem Corona-Ausbruch in Nordwestchina haben die Beh\u00f6rden in der Stadt Kashgar innerhalb von nur vier Tagen 4,7 Millionen Einwohner auf eine m\u00f6gliche Infektion mit dem Virus getestet. Bei 183 Menschen sei der Erreger nachgewiesen worden, davon 161 ohne Symptome wie Husten oder Fieber, berichtete das Gesundheitsamt der autonomen Region Xinjiang. Nur 22 zeigten demnach Anzeichen f\u00fcr die Atemwegserkrankung Covid-19. Daneben z\u00e4hlte China lediglich 20 aus dem Ausland importierte Krankheitsf\u00e4lle. Der Virologe Alexander Kekul\u00e9 sieht die vom Kanzleramt geplanten neuen Corona-Ma\u00dfnahmen skeptisch. Die Schlie\u00dfung von Restaurants etwa sei nicht sinnvoll, sagte Kekul\u00e9 im Mitteldeutschen Rundfunk. Sinnvoller als ein eingeschr\u00e4nkter sogenannter Lockdown sei es, bei Verst\u00f6\u00dfen gegen die bestehenden Regeln h\u00e4rter durchzugreifen. &#171;Die Probleme sind tats\u00e4chlich im privaten Bereich &#8212; das ist der Bereich, in dem wir mit den Ordnungsma\u00dfnahmen sowieso nicht hinterherkommen&#187;, sagte Kekul\u00e9. In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages knapp 15.000 neue Coronavirus-Infektionsf\u00e4lle gemeldet worden. Wie das RKI am Morgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheits\u00e4mter mitteilte, wurden am Dienstag insgesamt 14.964 neue F\u00e4lle registriert, nach 11.409 neuen F\u00e4llen am Vortag. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsf\u00e4lle stieg demnach auf 449.275, die Zahl der Todesf\u00e4lle von mit dem Coronavirus Infizierten auf 10.098 &#8212; 27 mehr als am Vortag. Der Bund will offenbar mit drastischen Kontaktbeschr\u00e4nkungen noch vor Weihnachten die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der \u00d6ffentlichkeit sowie Feiern auf Pl\u00e4tzen und in Wohnungen eingeschr\u00e4nkt werden. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes f\u00fcr die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpr\u00e4sidenten an diesem Mittwoch hervor. Vor neuen Beratungen von Bund und L\u00e4ndern zur Eind\u00e4mmung des Coronavirus hat der Bundesverband mittelst\u00e4ndische Wirtschaft eindringlich vor einem erneuten Lockdown gewarnt. Pr\u00e4sident Mario Ohoven sagte der Deutschen Presse-Agentur: &#171;Der \u00fcberwiegende Teil des Mittelstands verkraftet keinen weiteren Lockdown. F\u00fcr Zehntausende Unternehmen k\u00e4me dies einem Todessto\u00df gleich.&#187; Bund und L\u00e4nder beraten heute \u00fcber das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Angesichts der sprunghaft gestiegenen Zahl von Neuinfektionen k\u00f6nnten versch\u00e4rfte Ma\u00dfnahmen beschlossen werden. In der Debatte ist auch ein kurzzeitiger Lockdown. Eine klare Mehrheit der Deutschen ist weiterhin zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 57 Prozent das Regierungshandeln eher positiv. Nur 36 Prozent sagten dagegen, sie seien eher unzufrieden. Sieben Prozent machten keine Angaben. Nachrichten von Dienstag,27. Oktober Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten&#187;, teilte der 42-J\u00e4hrige auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. &#171;Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen&#187;, so der Rapper, der mit b\u00fcrgerlichem Namen Anis Ferchichi hei\u00dft und weiter: &#171;Ich konnte euch Aluh\u00fcte noch nie verstehen.&#187; Damit verwies er wohl auf jene, die Gefahren des Virus abstreiten und Verschw\u00f6rungstheorien dar\u00fcber verbreiten. Bei Protesten gegen die Regierungsma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie in Italien hat es gewaltt\u00e4tige Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte unterdessen einen neuen H\u00f6chststand innerhalb eines Tages wurden fast 22.000 F\u00e4lle gemeldet. In Rom gerieten am Dienstagabend auf der zentralen Piazza del Popolo mehrere Hundert Menschen &#8212; darunter Anh\u00e4nger der neo-faschistischen Partei Forza Nuova &#8212; mit der Polizei aneinander. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, z\u00fcndeten Demonstranten M\u00fclleimer an und besch\u00e4digten geparkte Fahrr\u00e4der und Motorroller, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Nach Ausschreitungen in Mailand und Turin in der Nacht zum Dienstag wurden mindestens sechs Menschen festgenommen, wie Ansa meldete. Dutzende wurden Polizeiangaben zufolge abgef\u00fchrt. Bei den Ausschreitungen seien mindestens elf Beamte verletzt worden. Bei den Protesten Hunderter Menschen gegen die Corona-Beschr\u00e4nkungen in den beiden norditalienischen St\u00e4dten h\u00e4tten Demonstrierende unter anderem mit Steinen, Flaschen und Molotow-Cocktails geworfen, meldete Ansa. Auch Schaufenster von Gesch\u00e4ften wurden zerst\u00f6rt. Die Polizei setzte demnach Tr\u00e4nengas ein. Auch in weiteren St\u00e4dten wie Neapel und Triest gingen Menschen auf die Stra\u00dfe. Im Kampf gegen die zweite Welle der Coronavirus-Epidemie will die franz\u00f6sische Mitte-Regierung die Schraube weiter anziehen. Neue Ma\u00dfnahmen seien unerl\u00e4sslich, teilte Regierungschef Jean Castex am Dienstag via Twitter mit. Ins Detail ging er dabei nicht. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Mittwochabend an seine Landsleute wenden, hie\u00df es in Kreisen des \u00c9lys\u00e9epalastes ohne weitere Einzelheiten. Spekuliert wird \u00fcber eine m\u00f6gliche Ausweitung der bereits geltenden n\u00e4chtlichen Ausgangssperre in 54 D\u00e9partements oder einen Lockdown, also eine weitere Einschr\u00e4nkung des \u00f6ffentlichen Lebens \u2013 entweder auf nationaler Ebene oder in einzelnen, besonders betroffenen Regionen. Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte in der vergangenen Woche mehrmals Spitzenwerte. Am Sonntagabend wurden erstmals seit Beginn der gro\u00dffl\u00e4chigen Testungen mehr als 52.000 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden erfasst. Es gilt bereits eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre f\u00fcr rund zwei Drittel der Einwohner, also rund 46 Millionen Menschen. Der Virologe Christian Drosten hat sich f\u00fcr einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. &#171;Wenn die Belastung zu gro\u00df wird, dann muss man &#8216;ne Pause einlegen&#187;, sagte der Charit\u00e9-Wissenschaftler in der am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Folge des &#171;Coronavirus-Update&#187; von NDR-Info. &#171;Dieses Virus l\u00e4sst nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown.&#187; Momentan sei die Inzidenz in Deutschland noch vergleichsweise niedrig. &#171;Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten w\u00fcrden, dann h\u00e4tte das einen ganz nachhaltigen Effekt.&#187; Drosten beschrieb den Vorteil eines befristeten Lockdowns, der zum Beispiel auch Ausnahmen wie ge\u00f6ffnete Schulen machen k\u00f6nne: &#171;Alle wissen von vorneherein, der ist zeitlich befristet.&#187; Etwa drei Wochen \u2013 etwas mehr als eine Quarant\u00e4nezeit brauche man aus Sicht des Wissenschaftlers daf\u00fcr. &#171;Die Inzidenz ist danach erheblich gesenkt und ist dann auch unter bestimmten Umst\u00e4nden auf lange Frist gesenkt&#187;. Der hessische Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier (CDU) rechnet bei der Bund-L\u00e4nder-Runde am Mittwoch zur Corona-Lage mit einer Verst\u00e4ndigung auf tiefgreifende Ma\u00dfnahmen. &#171;Wir werden f\u00fcr Deutschland einiges beschlie\u00dfen, was weh tut und nicht sch\u00f6n ist&#187;, sagte er der &#171;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#187; (Mittwochsausgabe). Die Ministerpr\u00e4sidenten und Ministerpr\u00e4sidentinnen w\u00fcrden bei ihrem Gespr\u00e4ch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) &#171;harte Entscheidungen&#187; treffen. &#171;Die Lage ist weit dramatischer, als viele glauben&#187;, sagte Bouffier mit Blick auf die Entwicklung der Pandemie. Konkret warnte er vor einer \u00dcberlastung der Krankenh\u00e4user. &#171;Bei uns laufen die Betten zu&#187;, sagte der Ministerpr\u00e4sident. &#171;Schon heute gehen wir an die Grenzen.&#187; Menschen aus ausl\u00e4ndischen Corona-Risikogebieten d\u00fcrfen ab sofort wieder in Bayern einreisen, ohne umgehend in Quarant\u00e4ne zu m\u00fcssen. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und \u00d6sterreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (\u00d6VP) verst\u00e4ndigten sich bei einem Treffen am Dienstag in M\u00fcnchen darauf, die H\u00fcrden f\u00fcr den sogenannten &#171;kleinen Grenzverkehr&#187; abzubauen, also etwa f\u00fcr Fahrten zum Einkaufen oder f\u00fcr Arztbesuche im Nachbarland. Bislang mussten Personen, die ohne negativen Corona-Test aus einem ausl\u00e4ndischen Risikogebiet \u2013 dazu z\u00e4hlen derzeit etwa Tirol und Vorarlberg \u2013 einreisen, f\u00fcr 14 Tage in Quarant\u00e4ne. Die bayerische Einreisequarant\u00e4neverordnung wird zum 9. November auch f\u00fcr den kleinen Grenzverkehr angepasst, dabei orientiert sich Bayern an einer Muster-Verordnung des Bundes. Und im Vorgriff auf diese Neuregelung werde man diesen Grenzverkehr jetzt schon &#171;pragmatisch erm\u00f6glichen&#187;, sagte Herrmann. Das entspreche der Lebensrealit\u00e4t und den Bed\u00fcrfnissen der Menschen in den grenznahen Gebieten, betonte er. In \u00d6sterreich gibt es f\u00fcr Einreisende aus Deutschland keine Auflagen. F\u00fcr Berufspendler, die regelm\u00e4\u00dfig aus Risikogebieten etwa zum Arbeiten oder zum Studieren nach Bayern einreisen, gilt unabh\u00e4ngig davon die eben erst neu eingef\u00fchrte w\u00f6chentliche Corona-Testpflicht. In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich demnach 1040 weitere Menschen nachweislich mit dem Virus, wie die Senatsverwaltung mitteilte. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 137,2. Seit Beginn der Pandemie in Berlin wurden in der Hauptstadt 28.063 Corona-F\u00e4lle gemeldet.19.063 Menschen gelten inzwischen als genesen (365 mehr als am Vortag).251 Infizierte starben, die Zahl ver\u00e4nderte sich im Vergleich zu Montag nicht. Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten wurde mit 9,8 Prozent angegeben. Am Tag zuvor lag er bei 9,2 Prozent. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat vor den Beratungen der Ministerpr\u00e4sidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) daf\u00fcr geworben, die Schulen offen zu halten. KMK-Pr\u00e4sidentin Stefanie Hubig (SPD) erkl\u00e4rte in Berlin, die bundesweiten Infektionszahlen an Schulen bewegten sich derzeit im Promillebereich und seien damit auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Die Kultusminister verst\u00e4ndigten sich demnach darauf, die Entwicklung der Infektionslage weiter sorgf\u00e4ltig zu beobachten sowie regelm\u00e4\u00dfig alle Zahlen zu erheben und zusammenzuf\u00fchren. Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten in Berlin bald niedrigere Obergrenzen f\u00fcr Veranstaltungen. Drinnen d\u00fcrfen dann nur noch maximal 300 Menschen zu Tagungen, Messen oder Sportveranstaltungen zusammenkommen statt bisher 1000, drau\u00dfen nur noch 500 statt bisher 5000 Menschen. Darauf verst\u00e4ndigte sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Die Ma\u00dfnahme ziele nicht zuletzt auf Fu\u00dfballspiele, hie\u00df es aus Senatskreisen. In Kraft tritt die neue Regelung demnach voraussichtlich am Samstag (31. Oktober). Die umstrittene Sperrstunde zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie wird um zun\u00e4chst zwei Wochen bis zum 14. November verl\u00e4ngert. Das k\u00fcndigte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Rande der Senatssitzung an. Fifa-Pr\u00e4sident Gianni Infantino ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Chef des Fu\u00dfball-Weltverbandes weise leichte Symptome auf, teilte die Fifa am Dienstag mit. Infantino habe sich in Selbstisolierung begeben und soll nun mindestens zehn Tage lang in Quarant\u00e4ne bleiben. Der 50 Jahre alte Schweizer hatte demnach am Dienstag die Best\u00e4tigung f\u00fcr seine Infektion erhalten. Nach Fifa-Angaben wurden alle Personen informiert, die in den letzten Tagen in Kontakt mit Infantino waren. Die Weihnachtsfeierlichkeiten mit dem Papst werden nach Angaben eines Diplomaten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in privatem Rahmen stattfinden und online ausgestrahlt. Der Geistliche Botschaftsrat der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, Monsignore Oliver Lahl, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, dazu habe es eine entsprechende Verbalnote des Vatikans gegeben. Demnach waren die Feierlichkeiten mit Papst Franziskus wegen der Pandemie ohne Anwesenheit diplomatischer Vertreter geplant. Eine Best\u00e4tigung durch den Vatikan stand dazu zun\u00e4chst aus. An der traditionell am 24. Dezember abgehaltenen Christmette im Petersdom nehmen normalerweise vom Vatikan akkreditierte Diplomaten und ausgew\u00e4hlte Mitglieder der \u00d6ffentlichkeit teil. Die Deutsche Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und f\u00fcnf andere Forschungsgemeinschaften fordern eine drastische Reduzierung von sozialen Kontakten in der Corona-Krise. Notwendig sei angesichts steigender Infektionszahlen eine Verringerung der Kontakte ohne Vorsichtsma\u00dfnahmen auf ein Viertel, nach bundesweit einheitlichen Regeln, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung von Leopoldina, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. Gemeint sind damit alle Kontakte, die ohne die aktuell geltenden Hygiene- und Vorsichtsma\u00dfnahmen stattfinden. &#171;Eine Halbierung der Kontakte ohne Vorsichtsma\u00dfnahmen eines jeden Einzelnen reicht laut wissenschaftlichen Simulationen des m\u00f6glichen Pandemieverlaufs gegenw\u00e4rtig nicht aus, um die Zahl von Neuinfizierten pro Woche zu senken&#187;, erkl\u00e4rten die Experten weiter. Der Anstieg der Infektionszahlen sei in vielen Orten Deutschlands nicht mehr kontrollierbar. &#171;Je fr\u00fcher eine konsequente Reduktion von Kontakten ohne Vorsichtsma\u00dfnahmen erfolgt, desto k\u00fcrzer k\u00f6nnen diese andauern und desto weniger psychische, soziale und wirtschaftliche Kollateralsch\u00e4den werden diese verursachen&#187;, hei\u00dft es. Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow (Linke) hat vor den neuen Bund-L\u00e4nder-Beratungen \u00fcber das Vorgehen in der Corona-Pandemie eine Zustimmung zu einem m\u00f6glichen Lockdown-Beschluss ausgeschlossen. Er habe \u00fcber sein Vorgehen das Th\u00fcringer Kabinett und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen von Linke, SPD und Gr\u00fcnen informiert, erkl\u00e4rte Ramelow in Erfurt. Diese Haltung w\u00fcrde auch von seinen beiden Stellvertretern unterst\u00fctzt. Th\u00fcringens Regierungschef begr\u00fcndete seine Entscheidung mit grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegungen zur Rolle der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz. Sie nehme als Selbstorganisation der Regierungschefs bei der Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie eine wichtige Aufgabe wahr. &#171;Diese Aufgabe darf sie jedoch nicht \u00fcberstrapazieren&#187;, so Ramelow. Sie m\u00fcsste sich ihrer Funktion und den Grenzen ihrer Kompetenzen bewusst sein. Ramelow reagierte damit auf die Debatte der vergangenen Tage, wonach die Parlamente st\u00e4rker in Entscheidungen zur Pandemie-Eind\u00e4mmung und damit verbundene Einschr\u00e4nkungen einzubeziehen sind. Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt f\u00fcr G\u00e4ste aus Corona-Risikogebieten gestoppt. Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorl\u00e4ufig au\u00dfer Vollzug, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich. Dutzende \u00c4rzte und Pfleger in den v\u00f6llig \u00fcberlasteten Kliniken der belgischen Provinz L\u00fcttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. &#171;Wir m\u00fcssen w\u00e4hlen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten L\u00f6sung&#187;, sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die sehr schlechte L\u00f6sung sei, Patienten gar nicht zu behandeln. Die \u00c4rzte und Krankenpfleger, die trotz Corona-Infektion arbeiteten, seien symptomfrei, sagte er. In den Krankenh\u00e4usern der Region seien sicher mehr als 100 infizierte Pfleger im Dienst. Devos betonte, dass sie ausschlie\u00dflich infizierte Patienten versorgen. Alle Bedingungen seien so, dass das Risiko einer Ansteckung sehr gering sei. Belgien ist nach Angaben der EU-Seuchenbeh\u00f6rde ECDC EU-weit das Land mit den meisten Corona-Infektionen binnen 14 Tagen pro 100 000 Einwohner \u2013 dieser Wert lag am Dienstag bei 1390,9. Zuletzt wurden Patienten in andere belgische Regionen und teils auch \u00fcber die deutsche Grenze nach Aachen verlegt. Vergangene Woche kamen nach Beh\u00f6rdenangaben t\u00e4glich im Schnitt gut 500 infizierte Menschen ins Krankenhaus \u2013 ein Plus von 88 Prozent im Vergleich zur Woche davor. Die K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat am Dienstag klargestellt, dass der Karnevalsauftakt am 11.11. dieses Jahr wegen Corona ausfallen muss. &#171;Wir alle m\u00fcssen auf das Feiern am 11.11. verzichten&#187;, sagte Reker bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus in K\u00f6ln. &#171;Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11. Es ist in diesem Jahr nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch.&#187; An die B\u00fcrger appellierte sie: &#171;Bleibt bitte alle zu Hause. Feiert auch zu Hause nicht.&#187; Es soll an diesem Tag au\u00dferdem ein Alkoholverbot geben. Die Corona-Pandemie mache das unumg\u00e4nglich, so Reker. Vor dem Corona-Krisengipfel von Bund und L\u00e4ndern am Mittwoch hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) gegen neuerliche Gastronomieschlie\u00dfungen ausgesprochen. Derartige Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Bars und Restaurants seien von ihm &#171;definitiv nicht&#187; gewollt, sagte er am Dienstag in Kiel vor Journalisten. &#171;Daf\u00fcr gibt es auch keinen Grund.&#187; Das bisher schon geltende Regelwerk mit etwa Sperrstunden solle weiterhin gelten. Die &#171;Bild&#187;-Zeitung&#187; hatte am Montag berichtet, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringe angesichts stark steigender Infektionszahlen auf massive Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Gastst\u00e4tten und Veranstaltungen. G\u00fcnther betonte, die komplette Schlie\u00dfung der Gastronomie k\u00f6nne in Gebieten mit sehr hohen Siebentagesinzidenzwerten von mehr als 200 eine sinnvolle Ma\u00dfnahme sein. Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein generell harte Kontaktbeschr\u00e4nkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze f\u00fcr alle Bereiche auch im Freien in den n\u00e4chsten drei Wochen sein, sagte G\u00fcnther. Dies gelte auch f\u00fcr den Sport. Der Spielbetrieb im Amateurfu\u00dfball m\u00fcsse pausieren. Zugleich k\u00fcndigte er an, dass die Maskenpflicht im Schulunterricht ab Klasse 5 um drei Wochen verl\u00e4ngert wird. Zudem wird die Maskenpflicht auch auf die Grundschulen ausgeweitet. Dies gelte aber nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen \u00fcberschritten werde. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat vor der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Mittwoch zur Corona-Lage in Deutschland schnellere und konsequentere Ma\u00dfnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gefordert. &#171;Wir m\u00fcssen aufpassen, dass wir in Deutschland keine vergleichbare europ\u00e4ische Entwicklung haben&#187;, sagte S\u00f6der am Dienstag nach der Sitzung seines Kabinetts in M\u00fcnchen. &#171;Verz\u00f6gern wird nicht helfen. Verschleppen verschlimmert&#187;, sagte er. Lieber solle man schneller und konsequent handeln und keine &#171;Placebo-Ma\u00dfnahmen&#187; einf\u00fchren. Welche konkreten Gegenma\u00dfnahmen er fordert, lie\u00df S\u00f6der zun\u00e4chst offen. Einen kompletten Lockdown wie im Fr\u00fchjahr wolle man dennoch vermeiden. Schulen und Kitas sollen dabei allerdings so lange wie m\u00f6glich offen gehalten und als letztes geschlossen werden, so S\u00f6der. Die morgige Konferenz der Ministerpr\u00e4sidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei &#171;entscheidend&#187;. &#171;Wir m\u00fcssen uns morgen bew\u00e4hren.&#187; Man habe nicht mehr viele M\u00f6glichkeiten, es brauche eine &#171;Trendumkehr&#187;. Wenn die Zahlen nicht runtergehen, habe dies schwere Folgen f\u00fcr Wirtschaft, aber auch die Psyche der Menschen, sagte S\u00f6der. Dies sei an der &#171;Coronam\u00fcdigkeit&#187; der Menschen erkennbar. Gleichzeitig verteidigte S\u00f6der die regionalen Lockdowns in bayerischen Hotspots und gab den Landr\u00e4ten R\u00fcckendeckung. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) verwies aus leicht sinkende Zahlen im Berchtesgadener Land, sprach aber nicht von Entwarnung. Ministerpr\u00e4sident S\u00f6der k\u00fcndigte au\u00dferdem die F\u00f6rderung der bayerischen Impfstrategie und der Kultur in der Coronakrise an: 100 Millionen Euro werden demnach f\u00fcr die Impfstrategie bereitgestellt. Impfzentren w\u00fcrden vorbereitet und eine &#171;Impfhierarche&#187; entwickelt, um die Priorit\u00e4ten bei der Verteilung des Impfstoffs gegen das Coronavirus zu sichern. Bei der Kultur wurde laut S\u00f6der ein Gesamtprogramm von 73 Millionen Euro in Bayern auf den Weg gebracht. Dazu geh\u00f6ren auch Stipendien f\u00fcr junge K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. &#171;Wir werden aber Zusatzhilfen f\u00fcr die Wirtschaft brauchen&#187;, sagte er. Dies betreffe auch die Gastronomie. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirbt f\u00fcr eine befristete Schlie\u00dfung zahlreicher Einrichtungen f\u00fcr zwei Wochen, um den starken Anstieg der Corona-Infektionen zu stoppen. &#171;Wenn wir den Sonderweg Deutschlands retten wollen, auch besser durch die zweite Welle zu kommen, dann muss ein Wellenbrecher-Shutdown jetzt kommen&#187;, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. Konkret gehe es um ein Konzept, &#171;bei dem man \u00fcber zwei Wochen hinweg mit Ank\u00fcndigung &#8212; in der Regel mit einer Woche Vorlauf &#8212; bundesweit Einrichtungen schlie\u00dft: Restaurants, Bars, Kneipen, alle Kulturst\u00e4tten, Fitnessstudios, Vereine. Offen bleiben aber Schulen, Kitas und essenzielle Gesch\u00e4fte.&#187; Private Treffen m\u00fcssten auf ein absolutes Minimum reduziert werden. In Betrieben sollte so viel Homeoffice gemacht werden wie m\u00f6glich. &#171;Wenn dieses Konzept sehr fr\u00fch ergriffen wird, kann es uns f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit aus dem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen herausbringen, wenn dieses noch nicht zu lange gelaufen ist&#187;, sagte Lauterbach. &#171;In dieser Situation sind wir jetzt. Wenn wir es jetzt nicht beschlie\u00dfen, ist aus meiner Sicht ein kompletter Lockdown auch mit Schulen, der viel l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte, in einigen Wochen unabwendbar.&#187; Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Beachtung des Wissenstands als Ma\u00dfstab f\u00fcr Einschr\u00e4nkungen gepocht. &#171;Wir wissen heute etwas mehr \u00fcber das Virus&#187;, sagte Merkel in Berlin, einen Tag vor neuen Beratungen mit den Ministerpr\u00e4sidenten zur Coronakrise. Merkel sagte: &#171;Wir wissen, wie wir uns sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen zielgerichteter vorgehen. Aber wir sehen auch bei den steigenden Zahlen, dass wenn wir das, was wir wissen \u00fcber das Virus, nicht einhalten, dass wir dann wieder in Situationen kommen, die ausgesprochen schwierig sind.&#187; Merkel wandte sich gegen den Ausschluss Kranker, Pflegebed\u00fcrftiger und von Menschen mit Behinderungen vom gesellschaftlichen Leben im Zuge des Infektionsschutzes. Kontaktbeschr\u00e4nkungen auch f\u00fcr die Menschen in Krankenh\u00e4usern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen seien sehr belastend. F\u00fcr sie und das ganze Bundeskabinett seien solche Einschr\u00e4nkungen nur schwer ertr\u00e4glich, sie d\u00fcrften auch nur befristet sein. &#171;Die Einschr\u00e4nkungen dienten und dienen dem Schutz der Gesellschaft, aber auch dem Schutz besonders gef\u00e4hrdeter Gruppen&#187;, sagte Merkel. &#171;Aber es muss ein Schutzkonzept sein, das nicht zu einer Separation von Gesellschaftsteilen f\u00fchrt.&#187; Merkel: &#171;Wir werden auch Versuchen, durch die Hintert\u00fcr irgendwie Millionen Menschen auszugrenzen aus dem gesellschaftlichen Leben, nicht nachgeben.&#187; In Polen hat die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 16.000 \u00fcberschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 16.300 neue F\u00e4lle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (3529). Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 132 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekordwert war mit 13.632 F\u00e4llen am vergangenen Freitag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4615 Todesf\u00e4lle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Seit Samstag sind in dem Land alle Restaurants und Bars f\u00fcr einen Zeitraum von zwei Wochen geschlossen, Versammlungen mit mehr als f\u00fcnf Personen sind verboten. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat schnelle zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen gegen die rapide steigende Zahl der Corona-Infektionen gefordert. Der dramatische Anstieg in den vergangenen Tagen sei &#171;sehr besorgniserregend&#187;, sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. &#171;Jetzt sind schnelle und entschlossene Schritte n\u00f6tig, um diese neue Infektionswelle zu brechen.&#187; Die zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen sollten zielgerichtet und zeitlich befristet sein. &#171;Und sie sollten deutschlandweit m\u00f6glichst einheitlich getroffen werden und allgemein verst\u00e4ndlich sein&#187;, sagte der Finanzminister. In diesen Wochen entscheide sich, ob Deutschland weiter vergleichsweise gut durch die Pandemie komme. &#171;Wir haben es selbst in der Hand&#187;, betonte Scholz. Die bayerische Stadt Rosenheim hat laut Robert Koch-Institut (RKI) die Kennziffer von 200 Corona-Neuinfektionen gerissen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag nach Angaben auf der RKI-Homepage bei 217,1. &#171;Die Stadtspitze steht in st\u00e4ndigem Austausch mit den Gesundheitsbeh\u00f6rden&#187;, sagte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage. Derzeit gelten in Rosenheim die bayernweiten Corona-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr St\u00e4dte und Landkreise, in denen die Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen ist. Das ist bei mehr als 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen der Fall. Diesen Wert hat Rosenheim inzwischen um mehr als das Doppelte \u00fcberschritten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Altmaier sagte bei einem Deutsch-Franz\u00f6sischen Wirtschaftstag: &#171;Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum.&#187; In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70,75 Prozent im Vergleich zur Woche davor. &#171;Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20 000 Neuinfektionen am Tag haben&#187;, sagte Altmaier. Die Gesundheits\u00e4mter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom fr\u00fchen Morgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer H\u00f6chstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. In NRW liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch ein Kreis unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Kreis Soest verzeichnete demnach am Morgen den Wert von 40,8. Die Kreise Paderborn (50,7) und Euskirchen (71,3) rissen im Gegensatz zum Montag nun die 50er-Schwelle. Landesweit lag die sogenannte Inzidenz am Morgen (Stand: 0.00 Uhr) bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche. Die Gesundheits\u00e4mter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom fr\u00fchen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer H\u00f6chstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesf\u00e4lle \u00fcbersteig am Wochenende die Marke von 10.000. +++ Die wichtigsten Corona-Daten: Obergrenze, R-Wert, Infizierte +++ Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Fr\u00fchjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 27.10.,00.00 Uhr). Die Zahl der Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10 098. Das RKI sch\u00e4tzt, dass rund 326 700 Menschen inzwischen genesen sind. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,37 (Vortag: 1,45). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schlie\u00dfungen von Gesch\u00e4ften, Restaurants oder Schulen kommen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran,13 Prozent machten keine Angaben. H\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten folgen. Wegen der angespannten Corona-Lage beraten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder bereits am Mittwoch in einer Video-Konferenz \u00fcber das weitere Vorgehen. Bei Protesten gegen die Regierungsma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie in Italien ist es in mehreren St\u00e4dten zu Ausschreitungen sowie Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Hunderte Menschen gingen am Montagabend in Turin und Mailand gegen die Beschr\u00e4nkungen auf die Stra\u00dfe, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe unter anderem Tr\u00e4nengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen h\u00e4tten. Angesichts rapide steigender Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation vor einer \u00dcberlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. &#171;Viele L\u00e4nder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von F\u00e4llen und Einweisungen ins Krankenhaus&#187;, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einem Briefing in Genf. An einigen Orten f\u00fcllten sich die Intensivstationen schnell. Seit Beginn der Pandemie sind weltweit mehr als 40 Millionen Infektionen nachgewiesen worden. Mehr als eine Million Menschen sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Der Kandidat f\u00fcr den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat dem Eindruck widersprochen, er sei aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden gegen eine Verschiebung des CDU-Parteitages, bei dem ein neuer Vorsitzender gew\u00e4hlt werden soll. Es gehe nicht um seine Person, er habe seit zwei Jahren gute Umfragewerte, dies bleibe auch weitere Wochen und Monate so, sagte Merz am Montagabend im ZDF-&#171;heute journal&#187; und in den ARD-&#171;Tagesthemen&#187;. Es gehe um die Arbeits- und Handlungsf\u00e4higkeit der Partei. Der Bundesvorstand hatte am Montag in Berlin beschlossen, dass der geplante Pr\u00e4senzparteitag am 4. Dezember in Stuttgart mit 1001 Delegierten angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen nicht mehr zu halten sei. Nachrichten von Montag,26. Oktober Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Tschechien eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre verh\u00e4ngt. Von Mittwoch an d\u00fcrfen die Menschen zwischen 21.00 Uhr und 4.59 Uhr ihre H\u00e4user nicht mehr verlassen, wie der demn\u00e4chst aus dem Amt scheidende Gesundheitsminister Roman Prymula nach der Kabinettssitzung am Montagabend bekanntgab. Die bisherigen Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten nur wenig Wirkung gezeigt, sagte der 56-J\u00e4hrige. Seit Beginn der Pandemie wurden in Tschechien insgesamt 263.572 Corona-Infektionen und 2337 Todesf\u00e4lle registriert. Eine weitere Ma\u00dfnahme sieht vor, dass die noch ge\u00f6ffneten Gesch\u00e4fte wie Superm\u00e4rkte sonntags schlie\u00dfen m\u00fcssen. Bereits seit anderthalb Wochen sind die Menschen aufgerufen, m\u00f6glichst zu Hause zu bleiben. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen von den Ausgangsbeschr\u00e4nkungen wie den Weg zur Arbeit, Sport und Einkaufen. In Tschechien gilt seit Anfang Oktober der Notstand. Er erm\u00f6glicht es der Regierung, die B\u00fcrgerrechte einzuschr\u00e4nken. Tschechien mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern ist aktuell besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Innerhalb von 14 Tagen steckten sich nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC 1284,4 Menschen je 100.000 Einwohner an. Das war der h\u00f6chste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten. Im gleichen Zeitraum starben 10,2 Menschen je 100.000 Einwohner (Belgien: 4,9; Deutschland: 0,5). Die SPD Sachsen-Anhalt hat wegen der immer schneller steigenden Corona-Infektionszahlen im Land ihren f\u00fcr n\u00e4chste Woche geplanten Parteitag verschoben. Das teilte die Partei am Montag nach einer Videoschalte des Landesvorstands mit. Der Parteitag, auf dem die Sozialdemokraten eigentlich ihr Programm f\u00fcr die Landtagswahl im kommenden Jahr beschlie\u00dfen wollten, soll nun Anfang 2021 nachgeholt werden. Daf\u00fcr werde auch die M\u00f6glichkeit eines digitalen Parteitags gepr\u00fcft, hie\u00df es in einer Mitteilung. Urspr\u00fcnglich hatte der Parteitag mit 120 Delegierten am Samstag kommender Woche in Magdeburg stattfinden sollen. Dabei w\u00e4re es nur um das Wahlprogramm gegangen, ihre Kandidaten f\u00fcr die Landtagswahl und die Bundestagswahl im kommenden Jahr will die SPD auf einem Parteitag im Februar aufstellen. Spitzenkandidatin soll Katja P\u00e4hle werden. Die Landtagswahl ist f\u00fcr den 6. Juni 2021 geplant. Das Verwaltungsgericht in Osnabr\u00fcck hat dem Eilantrag eines Osnabr\u00fccker Gastst\u00e4ttenbetreibers gegen die in der nieders\u00e4chsischen Corona-Verordnung geregelte Sperrstunde stattgegeben. Er darf nach der Entscheidung vom Montag seine Gastst\u00e4tte deshalb vorl\u00e4ufig auch in der Zeit von 23.00 bis 6.00 Uhr \u00f6ffnen, wie das Gericht mitteilte. F\u00fcr andere Gastwirte gelte dies jedoch nicht, da es sich nicht um eine Entscheidung in einem vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) zu f\u00fchrenden Normenkontrollverfahren handele. Der Gastronom hatte sich mit seinem Eilantrag konkret gegen die Sperrzeit gewandt, die ab einer Inzidenz von 35 oder mehr F\u00e4llen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen eingreift. Er argumentierte, dass die Regelung seine grundgesetzlich gesch\u00fctzte Berufsaus\u00fcbungsfreiheit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einschr\u00e4nke. Zur Begr\u00fcndung ihrer Entscheidung f\u00fchrte die Kammer aus, die genannte Sperrzeitregelung sei nicht von einer Erm\u00e4chtigungsgrundlage gedeckt. Insbesondere nach den von der Kammer ausgewerteten Daten des Robert-Koch-Instituts habe sich bislang nicht abgezeichnet oder sei gar belegt, dass es in Gastronomiebetrieben mit entsprechendem Hygienekonzept zu einem nennenswerten Anstieg der Infektionszahlen gekommen sei, hie\u00df es. Vielmehr komme dem Infektionsumfeld &#171;Speisest\u00e4tten&#187; nur eine untergeordnete Bedeutung im Vergleich zu Fallh\u00e4ufungen im Zusammenhang mit gr\u00f6\u00dferen (privaten) Feiern zu. Die Stadt hatte f\u00fcr die Zeit zwischen 23.00 und 6.00 Uhr eine Sperrstunde angeordnet, nachdem in Osnabr\u00fcck die Zahl der Neuinfektionen auf mehr als 50 F\u00e4lle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gestiegen war. Das Land setzte zum Freitag eine Verordnung in Kraft, die eine Sperrstunde in diesem Zeitraum schon bei 35 Neuinfektionen erm\u00f6glicht. Bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den L\u00e4nderchefs am Mittwoch soll es nach Auffassung der rheinland-pf\u00e4lzischen Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer auch darum gehen, ob die Kontakte deutschlandweit weiter eingeschr\u00e4nkt werden m\u00fcssen. &#171;Wir sind in einer sehr ernsten Situation&#187;, sagte Dreyer am Montag w\u00e4hrend einer Video-Schalte des Corona-B\u00fcndnisses Rheinland-Pfalz mit Blick auf die exponentiell steigenden Corona-Infektionen. Die Sozialdemokratin sprach von einem &#171;entscheidenden Wendepunkt&#187; im Verlauf der Pandemie. Es m\u00fcsse jedoch dar\u00fcber nachgedacht werden, welche Kontakte weiter reduziert werden k\u00f6nnten, &#171;ohne dass Kitas und Schulen schlie\u00dfen m\u00fcssen und die Wirtschaft zu Boden geht&#187;. D\u00e4nemark hat erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag verzeichnet. Wie am Montag aus Zahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit Sonntag 1056 neue Corona-F\u00e4lle registriert. SSI-Direktor K\u00e5re M\u00f8lbak wies aber darauf hin, dass diese Zahl wegen technischer Probleme diesmal 28 statt 24 Stunden umfasse und das Niveau somit in etwa bei dem vom Sonntag liege. Am Sonntag hatten die D\u00e4nen mit 945 Neuinfektionen einen H\u00f6chststand vermeldet. D\u00e4nemark testet allerdings viel mehr als im Fr\u00fchjahr, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus dem M\u00e4rz oder April vergleichen lassen. Die Entwicklung wird im n\u00f6rdlichen deutschen Nachbarland mit Sorge beobachtet. Mittlerweile liegen 145 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus, das ist der h\u00f6chste Stand seit Mitte Mai. Auch sechs Todesf\u00e4lle kamen am Montag hinzu. Damit sind in D\u00e4nemark bislang mehr als 41.400 F\u00e4lle best\u00e4tigt worden,708 Menschen mit Corona-Infektion sind bislang gestorben. Auf die Bev\u00f6lkerung von rund 5,8 Millionen Menschen gerechnet liegt die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen auf einem \u00e4hnlichen Niveau wie in Deutschland. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus traten am Montag in D\u00e4nemark weitere Beschr\u00e4nkungen in Kraft. Von nun an d\u00fcrfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Die meisten Menschen aus Deutschland d\u00fcrfen seit Samstag nur noch mit einem triftigen Grund ins Land einreisen. Ab Donnerstag wird die Maskenpflicht zudem vom \u00f6ffentlichen Nahverkehr auf alle \u00f6ffentlichen R\u00e4ume wie etwa Superm\u00e4rkte ausgeweitet. Im Coronavirus-Hotspot Baesweiler bei Aachen in Nordrhein-Westfalen ist die wichtige Kennziffer f\u00fcr Neuinfektionen weiter gestiegen. Am Montag meldete die St\u00e4dteregion Aachen einen Wert von 554 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche f\u00fcr Baesweiler. Am Freitag lag die Kennziffer f\u00fcr Baesweiler noch bei 328. In der Stadt mit rund 27.000 Einwohnern gilt ein strenger Ma\u00dfnahmenkatalog. Die muslimischen Gemeinden dort setzen das Freitagsgebet bis zum 31. Oktober aus. Der freiwillige Verzicht auf die Gebete sei sehr hilfreich, erkl\u00e4rte die St\u00e4dteregion. Ein Sprecher der St\u00e4dteregion wies darauf hin, dass die Infektionskennziffer von 554 in Baesweiler eine rechnerische Gr\u00f6\u00dfe sei. Derzeit gebe es dort 144 aktive Corona-Infektionen. Die gesamte St\u00e4dteregion, zu der neben Aachen neun weitere Kommunen geh\u00f6ren, hatte am Montag einen Wert von 199 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche angegeben. Bei den Protesten gegen Corona-Beschr\u00e4nkungen hat die Berliner Polizei am Sonntag 50 Menschen vor\u00fcbergehend festgenommen. Es seien 64 Ermittlungsverfahren wegen Versto\u00dfes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet worden, teilte die Polizei in einer Bilanz am Montag mit. Zudem wurden 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen den Infektionsschutz geschrieben. Bei den Polizeieins\u00e4tzen seien 18 Kr\u00e4fte verletzt worden. Bei mehreren Kundgebungen und einem Aufzug waren demnach rund 650 Beamte im Einsatz. Innensenator Andreas Geisel (SPD) bemerkte, es seien zunehmend Regelbruch und Gewaltbereitschaft zu beobachten. &#171;Das k\u00f6nnen wir nicht akzeptieren.&#187; Bei freiheitsbeschr\u00e4nkenden Ma\u00dfnahmen der Polizei sei es zu Widerstand und t\u00e4tlichen Angriffen gegen die Einsatzkr\u00e4fte gekommen. Die Demokratie halte einiges aus, Meinungs- und Versammlungsfreiheit w\u00fcrden auch in Zeiten der Pandemie gelten, betonte der SPD-Politiker. &#171;Aber nichts rechtfertigt die Anwendung von Gewalt &#8212; weder gegen Menschen noch gegen Sachen.&#187; Das Oberverwaltungsgericht in M\u00fcnster hat die Sperrstunden f\u00fcr Gastst\u00e4tten und Bars in Risikogebieten in Nordrhein-Westfalen best\u00e4tigt. Die Regel der Landesregierung in der seit dem 17. Oktober g\u00fcltigen Corona-Schutzverordnung sei rechtm\u00e4\u00dfig, wie das OVG am Montag mitteilte. Das Verbot des Alkoholverkaufs zwischen 23.00 und 6.00 Uhr diene dem legitimen Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Sperrstunden leisteten einen Beitrag zur Kontaktreduzierung, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung des OVG. Der Beschluss ist nicht anfechtbar. Die Entscheidung fiel in einem sogenannten Normenkontroll-Eilverfahren von 19 Antragstellern, die in Bonn, K\u00f6ln und im Rhein-Sieg-Kreis Gastst\u00e4tten betreiben. Weitere Klagen von weiteren Gastronomen sind in M\u00fcnster anh\u00e4ngig. Der weltber\u00fchmte Christkindlesmarkt in N\u00fcrnberg f\u00e4llt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt N\u00fcrnberg mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. &#171;Uns f\u00e4llt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner gro\u00dfen Tradition geh\u00f6rt zu N\u00fcrnberg&#187;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Marcus K\u00f6nig (CSU). Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bewegt sich auch in N\u00fcrnberg in Richtung des Schwellenwerts von 100 und mehr Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Zurzeit liegt dieser nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums bei 76,01. &#171;Es ist davon auszugehen, dass die Schwelle noch in n\u00e4chster Zeit \u00fcber 100 steigt und die Corona-Ampel des Ministeriums auf dunkelrot umspringt&#187;, sagte K\u00f6nig. Urspr\u00fcnglich hatte die Stadt geplant, den traditionellen Christkindlesmarkt dezentraler und mit einem strengen Hygiene-Konzept stattfinden zu lassen. Der niederl\u00e4ndische Minister f\u00fcr Medien und Bildung, Arie Slob, hat eine Debatte im Parlament abgebrochen und musste sich in Quarant\u00e4ne begeben. Einer seiner Mitarbeiter sei mit dem Coronavirus infiziert worden, teilte das Ministerium am Montag mit. Der Minister selbst habe keine Symptome. Es ist der erste Quarant\u00e4ne-Fall in der Regierung. Das Fernsehger\u00e4t ist in deutschen Haushalten in Corona-Zeiten einer Studie zufolge wieder etwas wichtiger geworden.58 Prozent der Personen ab 14 Jahren in Deutschland nennen den TV-Bildschirm als wichtigstes Ger\u00e4t zur Videonutzung. Das entspricht \u00fcber einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, womit der r\u00fcckl\u00e4ufige Trend der letzten Jahre gestoppt wurde&#187;, hei\u00dft es im neuen Digitalisierungsbericht Video der Medienanstalten, der am Montag ver\u00f6ffentlicht wurde.2016 lag der Wert noch bei gut 66 Prozent,2018 bei 63 Prozent,2019 bei fast 57 Prozent. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat die Gefahr des Coronavirus erneut heruntergespielt und den Medien vorgeworfen, die Pandemie aus politischen Gr\u00fcnden aufzubauschen. Die Anzahl der Neuinfektionen steige nur, weil in den USA so viel getestet werde, erkl\u00e4rte Trump am Montag in einem Tweet. Er sprach von einer Verschw\u00f6rung der Fake News Medien&#187;. Die &#171;korrupten&#187; und falsch informierenden Medien schlachteten die Pandemie gezielt bis zur Wahl am 3. November aus, um ihm zu schaden, schrieb Trump. &#171;Am 4. November wird sich das Thema v\u00f6llig ver\u00e4ndern.&#187; Der Gesundheitszustand des coronainfizierten bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow ist amtlichen Angaben zufolge gut. &#171;Borissow f\u00fchrt seine Amtsgesch\u00e4fte weiter&#187;, sagte Vizeregierungschef und Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow am Montag. Er habe mit Borissow am Sonntagabend SMS ausgetauscht, Borissow gehe es gut, sagte Karakatschanow. Borissow hatte am Sonntag auf Facebook mitgeteilt, dass er positiv auf das Corornavirus getestet worden sei. Er beklagte ein &#171;allgemeines Unwohlsein&#187;. Die konservative Opposition hat in Spanien geschlossen das Vorhaben der Regierung abgelehnt, den seit Sonntag geltenden Corona-Notstand nach den ersten zwei Wochen vom Parlament gleich um sechs Monate verl\u00e4ngern zu lassen. Oppositionsf\u00fchrer Pablo Casado sprach sich am Montag f\u00fcr einen h\u00f6chstens achtw\u00f6chigen Notstand bis Mitte Dezember aus. So k\u00f6nne man &#171;Weihnachten retten&#187;, sagte der Chef der Volkspartei (PP) Journalisten in Madrid. Die aktuelle Corona-Welle wird nach Einsch\u00e4tzung des wissenschaftlichen Rates der franz\u00f6sischen Regierung &#171;st\u00e4rker sein als die erste&#187;. Er sei von der &#171;Brutalit\u00e4t&#187; der Zunahme der Neuinfektionen in den j\u00fcngsten 15 Tagen \u00fcberrascht, sagte Jean-Fran\u00e7ois Delfraissy, der Leiter des Beratungsgremiums, am Montag dem Radiosender RTL. Delfraissy sprach von einer kritischen Lage und einer hohen Dunkelziffer bei den Neuinfektionen: &#171;Es gibt wahrscheinlich mehr als 50.000 F\u00e4lle pro Tag. Der wissenschaftliche Rat sch\u00e4tzt, dass wir eher rund 100.000 F\u00e4lle pro Tag haben.&#187; Davon gehe der Rat angesichts der gemeldeten Neuinfektionen, aber auch der nicht diagnostizierten und asymptomatischen F\u00e4lle aus. Delfraissy schloss eine Ausweitung der bereits existierenden Ausgangssperren nicht aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am kommenden Mittwoch erneut mit den Ministerpr\u00e4sidenten in einer Videokonferenz \u00fcber die sich zuspitzende Entwicklung der Corona-Pandemie beraten. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert \u00fcberraschend am Montag in Berlin mit. Die Beratungen sollen um 13 Uhr beginnen. Seibert unterstrich, dass es eine ernsthafte Entwicklung gebe. Kontaktnachverfolgungen durch die Gesundheits\u00e4mter seien kaum mehr m\u00f6glich. Die Intensivbetreuung von Corona-Patienten nehme wieder zu, die Kapazit\u00e4ten n\u00e4hmen entsprechend ab, machte Seibert deutlich. Es liege &#171;in unser aller H\u00e4nde&#187; wie sich die Situation entwickle, so Seibert. Vor dem digitalen Treffen der Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder Ende dieser Woche wurden die Rufe nach sch\u00e4rferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter. Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 00.00 Uhr strikte Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Das teilte ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit. Am Sonntag lag der Schwellenwert in dem Kreis laut Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei etwa 228 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Schulen und Kinderg\u00e4rten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie es in einer Mitteilung hei\u00dft. Am Nachmittag wollten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Michael Fahm\u00fcller (beide CSU) \u00fcber die Ma\u00dfnahmen informieren. Letzte Woche wurden bereits im Berchtesgadener Land an der Grenze zu \u00d6sterreich \u00e4hnliche Ausgangsbeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt, weil es Werte von fast 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche gab. Die Menschen d\u00fcrfen nur noch aus triftigen Gr\u00fcnden aus dem Haus. Im gesamten Freistaat sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Auch in der Stadt Augsburg droht ein Lockdown. Besonders hohe Werte gibt es zudem in Schweinfurt sowie Weiden in der Oberpfalz. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen stellen sich die Krankenh\u00e4user in Deutschland darauf ein, vielerorts planbare Operationen zu verschieben. Es sei damit zu rechnen, dass &#171;nicht notfallm\u00e4\u00dfige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenh\u00e4usern wieder verschoben werden m\u00fcssen&#187;, sagte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; vom Montag. Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen &#171;besorgniserregend&#187;. &#171;Wir wissen aus dem Fr\u00fchjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsl\u00e4ufig station\u00e4re Behandlungsf\u00e4lle folgen.&#187; Damals habe jeder siebte Corona-Infizierte mit einem zeitlich verz\u00f6gertem Abstand im Verlauf der Krankheit station\u00e4r im Krankenhaus behandelt werden m\u00fcssen. Zudem m\u00fcsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freigehalten werden m\u00fcsse. &#171;Anders als im Fr\u00fchjahr wird es aber keinen fl\u00e4chendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben&#187;, f\u00fcgte Baum hinzu. Insbesondere die \u00fcberregionale Versorgung gro\u00dfer Kliniken f\u00fcr wichtige Eingriffe solle gew\u00e4hrleistet bleiben. Baum zufolge hat sich die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen seit Anfang Oktober von 373 auf 1296 mehr als verdreifacht. Davon waren am Wochenende 578 Patienten beatmungspflichtig. Derzeit sind demnach 8400 der mehr als 30.000 Intensivbetten frei. Viele Immobilien-Interessenten haben laut einer Studie die Hoffnung auf Schn\u00e4ppchen in der Corona-Krise aufgegeben. Eine Mehrheit glaubt, dass die Preise f\u00fcr Wohnimmobilien in Deutschland nicht von der Pandemie beeinflusst werden (27 Prozent) oder dass sie weiter steigen (34 Prozent), zeigt eine Umfrage der Berliner Maklerfirma Homeday. Weniger als ein Drittel (29 Prozent) erwartet niedrigere Preise infolge der Corona-Krise, hei\u00dft es in der am Montag ver\u00f6ffentlichten Studie, f\u00fcr die 3259 Menschen vom Marktforsches YouGov befragt wurden. Im Mai hatte noch fast die H\u00e4lfte (48 Prozent) mit sinkenden Preisen gerechnet. \u00d6sterreichs Kanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann w\u00e4re das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium daf\u00fcr sei die Lage in den Kliniken. &#171;Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin \u00fcberfordert wird,&#187; so Kurz. In \u00d6sterreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung f\u00fcr einen Lockdown. Die Gastronomie in Deutschland hat seit dem Corona-Lockdown im Fr\u00fchjahr betr\u00e4chtlich an Umsatz eingeb\u00fc\u00dft. Zwischen M\u00e4rz und August nahmen Restaurants, Caf\u00e9s, Caterer und Bars preisbereinigt 40,5 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Innerhalb der Branche besonders betroffen waren Lokale, die ihr Geld mit Getr\u00e4nkeausschank verdienen: Dort, etwa bei Kneipen und Bars, fiel der Umsatz von M\u00e4rz bis August um mehr als 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Restaurants, Gastst\u00e4tten und Imbisslokale konnten dagegen mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verk\u00e4ufen etwas Boden gut machen und b\u00fc\u00dften noch etwa 29 Prozent der Erl\u00f6se ein. Die Gesundheits\u00e4mter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom fr\u00fchen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgem\u00e4\u00df sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen. Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer H\u00f6chstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesf\u00e4lle \u00fcbersteig am Wochenende die Marke von 10.000. +++ Mehr Daten und Zahlen zum Coronavirus finden Sie hier +++ Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10.,00.00 Uhr). Die Zahl der Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Das RKI sch\u00e4tzt, dass rund 321.600 Menschen inzwischen genesen sind. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,45 (Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Angesichts der neuen Welle von Corona-Infektionen f\u00fcrchtet der Mittelstandsverband eine Pleitewelle sp\u00e4testens nach der kommenden Bundestagswahl. Er erwarte eine starken Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und einen &#171;massiven Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen&#187;, sagte der Pr\u00e4sident des Bundesverbands mittelst\u00e4ndische Wirtschaft, Mario Ohoven, der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; vom Montag. In diesem Herbst werde die Insolvenzwelle &#171;noch nicht in der Breite sichtbar werden&#187;, sagte er mit Blick auf die bis Ende Dezember ausgesetzte Insolvenzantragspflicht. Er warnte zudem vor einem zweiten Lockdown: &#171;Das w\u00e4re der wirtschaftliche GAU f\u00fcr unser Land. Bei einem zweiten Lockdown w\u00fcrde die Zahl der Insolvenzen dramatisch steigen &#8212; und damit die Arbeitslosigkeit.&#187; Die Bundesregierung habe es nun in der Hand, ob der &#171;Worst Case&#187; eintrete. Sie m\u00fcsse jetzt den Mut f\u00fcr radikale Reformen aufbringen, vor allem f\u00fcr eine Unternehmens- und Einkommensteuerstrukturreform, forderte Ohoven. Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werfen einer Umfrage zufolge auch die beruflichen Pl\u00e4ne vieler Studenten \u00fcber den Haufen. So gehen mehr als 40 Prozent davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in den vergangenen Monaten verschlechtert haben, hei\u00dft es in der neuen &#171;Studierendenstudie&#187; des Beratungsunternehmens EY. Ein gutes Viertel hat seine Pl\u00e4ne schon ge\u00e4ndert und will nun zum Beispiel l\u00e4nger studieren, die Branche wechseln oder sich doch lieber nicht selbstst\u00e4ndig machen. Zwar seien 79 Prozent der Befragten trotz allem immer noch zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrer aktuellen pers\u00f6nlichen Situation, hei\u00dft es weiter. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung 2018 sei das aber ein deutlicher R\u00fcckgang. Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie rechnet aufgrund der Corona-Krise mit Einbu\u00dfen im Halloween-Gesch\u00e4ft. Der Umsatz rund um den 31. Oktober liege normalerweise nach Sch\u00e4tzungen der Fachgruppe Karneval zwischen 50 und 100 Millionen Euro, sagte Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ulrich Brobeil. &#171;Das Niveau der letzten Jahre wird kaum zu erreichen sein&#187;, erg\u00e4nzte er mit Blick auf den Verkauf von Kost\u00fcmen in diesem Jahr. Das liege nat\u00fcrlich auch an den Warnungen, die einige St\u00e4dte bereits ausgesprochen h\u00e4tten. Der urspr\u00fcnglich US-amerikanische Brauch ist inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Am Abend des 31. Oktober ziehen Kinder in gruseligen Kost\u00fcmen von Haus zu Haus und sammeln S\u00fc\u00dfigkeiten. Kleine Roboter erfreuen sich in Japan w\u00e4hrend der Corona-Pandemie wachsender Nachfrage als Ersatz f\u00fcr zwischenmenschlichen Kontakt. So kauften immer mehr Japaner f\u00fcr ihre oft weit entfernt in der Provinz lebenden Eltern, die sie aus Sorge vor einem Ansteckungsrisiko derzeit nicht besuchen k\u00f6nnten, mechanisches Spielzeug wie Sonys Roboterhund Aibo, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag. Dank der Spielzeuge k\u00f6nnten sie sicherstellen, dass die Eltern wohlauf seien. So hatte Sony die neueste Version von Aibo so konzipiert, dass der Roboterhund im Haushalt auf Patrouille gehen kann. Besitzer k\u00f6nnen Bereiche im Haus festlegen, auf die Aibo zu bestimmten Zeiten aufpassen soll. Roboter wie dieser h\u00e4tten in Corona-Zeiten auch eine gewisse &#171;heilende&#187; Funktion, so Kyodo. So nimmt Aibo ein L\u00e4cheln oder lobende Worte und dank Sensoren auch Streicheln an Kopf oder R\u00fccken wahr. Zudem kann der Mini-Roboter dank k\u00fcnstlicher Intelligenz sein Verhalten an die Reaktionen der Menschen anpassen. Mit Hilfe eingebauter Kameras und Mikrofone kann sich das mechanische Spielzeug zudem bis zu zehn Gesichter merken. Auch andere Roboter wie Qoobo der Firma Yukai Engineering Inc, ein flauschiges Kissen, das dem Benutzer Herzensw\u00e4rme vermitteln soll und das mit einem Schwanz wedeln kann, erfreuten sich derzeit deutlich steigender Verkaufszahlen, so Kyodo. Der saarl\u00e4ndische Regierungschef Tobias Hans (CDU) hat die Ministerpr\u00e4sidenten zu mehr Geschlossenheit im Kampf gegen das neuartige Coronavirus aufgerufen. &#171;Wir brauchen einen einheitlichen Ma\u00dfnahmenkatalog. Die B\u00fcrger wollen Transparenz, sie wollen wissen, was passiert, wenn ihr Landkreis rot, gelb oder gr\u00fcn eingestuft ist&#187;, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die n\u00e4chsten Beratungen der Ministerpr\u00e4sidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der &#171;Rheinischen Post&#187; (Montagsausgabe). &#171;Nat\u00fcrlich muss ein Landkreis im Norden nicht in den Lockdown, wenn die Zahlen im S\u00fcden schlecht sind. Aber ich w\u00fcnsche mir schon, dass es Solidarit\u00e4t unter den Bundesl\u00e4ndern gibt, denn am Ende kann es jedes Bundesland treffen&#187;, f\u00fcgte Hans hinzu. Die Zahl der t\u00e4glichen Corona-Neuinfektionen in Frankreich hat erstmals die Marke von 50.000 \u00fcbersprungen. Insgesamt steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 52.010 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an, wie die Gesundheitsbeh\u00f6rden am Sonntagabend mitteilten. Am Samstag waren es mehr als 45.000 gewesen. Seit Samstag wurden zudem 116 neue Todesf\u00e4lle gemeldet. Damit starben seit Beginn der Pandemie in Frankreich mindestens 34.761 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit werden den Angaben zufolge mehr als 2570 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Auf dem H\u00f6hepunkt der Pandemie im Fr\u00fchjahr waren es mehr als 7000 Patienten. In den vergangenen 24 Stunden wurden 1298 Corona-Infizierte in Krankenh\u00e4user eingeliefert, insgesamt befanden sich am Sonntag 16.454 Menschen mit Symptomen in Kliniken.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit\u00e9 erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung. &#171;Sicher ist: Ostern ist \u2026 Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit\u00e9 erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung. &#171;Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet&#187;, sagte er der &#171;Neuen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1765254,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765255"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1765255"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1765256,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765255\/revisions\/1765256"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1765254"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1765255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1765255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1765255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}