<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1830167,"date":"2021-01-31T23:58:00","date_gmt":"2021-01-31T21:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1830167"},"modified":"2021-02-01T00:09:38","modified_gmt":"2021-01-31T22:09:38","slug":"virologe-streeck-schiest-gegen-merkel-wissenschaftler-mit-abweichender-meinung-werden-ignoriert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/01\/virologe-streeck-schiest-gegen-merkel-wissenschaftler-mit-abweichender-meinung-werden-ignoriert\/","title":{"rendered":"Virologe Streeck schie\u00dft gegen Merkel: Wissenschaftler mit abweichender Meinung werden ignoriert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Auf einige Virologen verl\u00e4sst sich die Bundesregierung, andere werden weniger geh\u00f6rt. Mediziner Hendrik Streeck pl\u00e4diert f\u00fcr Ausgewogenheit.<\/b><br \/>\nAuf einige Virologen verl\u00e4sst sich die Bundesregierung, andere werden weniger geh\u00f6rt. Mediziner Hendrik Streeck pl\u00e4diert f\u00fcr Ausgewogenheit. Bonn &#8212; Vor der Corona-Pandemie war die breite \u00d6ffentlichkeit vermutlich nicht dazu in der Lage, auch nur einen Virologen beim Namen zu nennen. Doch seit das Virus gro\u00dfe Teile des Lebens in Deutschland bestimmt, sind Virologen gefragte Experten und ihr Wort ma\u00dfgeblich f\u00fcr Entscheidungen \u00fcber Ma\u00dfnahmen, um die Pandemie einzud\u00e4mmen, etwa die Intensit\u00e4t eines Lockdowns. Nun scheinen einige Virologen permanent in der \u00d6ffentlichkeit zu stehen, Interviews zu geben und die Bundesregierung zu beraten. Andere erleben dagegen Hochs und Tiefs in ihrer Pr\u00e4senz. Einer der letzteren Sorte ist Hendrik Streeck, der das Institut f\u00fcr Virologie an der Uniklinik Bonn leitet und einige Corona-Ma\u00dfnahmen kritisch sieht. In einem Interview mit der Welt lie\u00df der Mediziner erkennen, dass er nicht allzu gl\u00fccklich dar\u00fcber ist, dass meistens dieselben Stimmen geh\u00f6rt werden. Streeck berichtet gegen\u00fcber dem Blatt davon, wie er nicht in die Beratungen vor der letzten Lockdown-Verl\u00e4ngerung mit einbezogen wurde: \u201eIch hatte am Donnerstag vor diesem Termin ein Telefonat mit einem Ministerpr\u00e4sidenten, der mich oder den Epidemiologen Klaus St\u00f6hr in die Beratung holen wollte, und habe mir den entsprechenden Montag frei gehalten\u201c, so Streeck. Demnach habe auch Hamburgs B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher St\u00f6hr in die Runde holen wollen, ebenfalls ohne Erfolg. \u201eZwei Wissenschaftler, die eine andere Sichtweise vertreten, wurden von Ministerpr\u00e4sidenten vorgeschlagen \u2013 und dennoch ignoriert. W\u00e4re ich Ministerpr\u00e4sident, w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, ein m\u00f6glichst breites wissenschaftliches Bild und auch F\u00fcr- und Wider-Argumente zu h\u00f6ren\u201c, kommentierte Streeck die Entscheidung. Wenn die Regierung sage, sie folge der Wissenschaft, sei das nicht so einfach. Es gebe zum einen die Daten, aber zum anderen die Interpretation dieser Daten, die bei verschiedenen Wissenschaftler:innen offensichtlich unterschiedlich aussieht. Darauf basierend m\u00fcsse eine politische Meinung gebildet werden, so Streeck. \u201eIch sehe da auch die Politik in der Pflicht, nicht nur eine Position zu h\u00f6ren. Im nieders\u00e4chsischen Sonderausschuss hatte ich etwa einen gemeinsamen Auftritt mit der Physikerin Viola Priesemann, die eher einen \u201aNo Covid\u2018-Ansatz verfolgt. Erst hat sie gesprochen, dann ich, anschlie\u00dfend konnten sich die Abgeordneten ihre Meinung bilden. Das empfinde ich als vorbildlich\u201c, sagte der 43-J\u00e4hrige. Streeck habe im Verlauf der Pandemie au\u00dferdem gelernt, vorsichtiger im Umgang mit Medien zu sein: \u201eIch bin im Umgang mit den Medien im letzten Jahr durch verschiedene Phasen gegangen. Erst war ich zu naiv, dann eher vorsichtig. Mittlerweile habe ich mich entschieden, m\u00f6glichst fokussiert das zu sagen, wovon ich \u00fcberzeugt bin.\u201c Es entt\u00e4usche ihn, wenn Aussagen aus dem Kontext gerissen w\u00fcrden und auf Twitter sei es vorgekommen, dass man ihn falsch verstehen wolle. Im Interview d\u00e4mpfte der Virologe Hendrik Streeck allerdings auch die Hoffnung auf ein Leben ohne das Coronavirus Sars-CoV-2. Die Menschen m\u00fcssten anfangen, mit dem Virus zu leben. Das sei keine Floskel oder Plattit\u00fcde. \u201eWenn man sich eingesteht, dass wir dieses Virus nicht ausrotten k\u00f6nnen, kommt man schnell zu dem Punkt, dass die Infektionszahlen nicht unser alleiniges Instrument bleiben k\u00f6nnen\u201c, so Streeck. Denn auch nach dem Ende des zweiten Lockdowns, der bisher bis zum 14. Februar angesetzt ist, werde es noch hohe Infektionszahlen geben. Ebenso wie es im Herbst noch F\u00e4lle geben werde, \u201eje nachdem, wie stark die Impfkampagne sein wird.\u201c Au\u00dferdem warnt Streeck davor, zu viele Menschen in zu kurzer Zeit zu impfen. Zwar deuteten die Daten \u201eerfreulicherweise\u201c darauf hin, dass durch Impfungen alles reduziert werde &#8212; Fallzahlen, schwere Verl\u00e4ufe, Ansteckungen &#8212; aber es k\u00f6nnten sich auch Mutationen bilden, bei denen die Wirksamkeit des Impfstoffs sinkt. \u201eDaher werden wir auch nach dem Herbst mit diesem Virus umgehen m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen uns jetzt schon die Frage stellen, wie \u2013 und Antworten darauf geben, die wir dann auch m\u00f6glichst bald in die Tat umsetzen.\u201c Er habe bereits 2020 daf\u00fcr geworben, im Sommer \u201emehr Mut\u201c zu wagen, da kaum \u00dcbertragungen stattf\u00e4nden. Daher sei es sinnvoll, den kommenden Sommer zu nutzen und Hygienekonzepte auf ihre Effektivit\u00e4t zu testen. (Ines Alberti) Rubriklistenbild: \u00a9 Jonas G\u00fcttler\/dpa<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einige Virologen verl\u00e4sst sich die Bundesregierung, andere werden weniger geh\u00f6rt. Mediziner Hendrik Streeck pl\u00e4diert f\u00fcr Ausgewogenheit. Auf einige Virologen verl\u00e4sst sich die Bundesregierung, andere werden weniger geh\u00f6rt. Mediziner Hendrik Streeck pl\u00e4diert f\u00fcr Ausgewogenheit. 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