<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1893128,"date":"2021-05-01T05:26:00","date_gmt":"2021-05-01T03:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1893128"},"modified":"2021-05-01T05:05:09","modified_gmt":"2021-05-01T03:05:09","slug":"corona-news-hotels-sollen-fur-gaste-mit-impfung-oder-test-offnen-durfen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/05\/corona-news-hotels-sollen-fur-gaste-mit-impfung-oder-test-offnen-durfen\/","title":{"rendered":"Corona-News \u2013 Hotels sollen f\u00fcr G\u00e4ste mit Impfung oder Test \u00f6ffnen d\u00fcrfen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Hotels sollen rasch d\u00fcrfen, wenn G\u00e4ste geimpft oder negativ getestet worden sind. Darauf dr\u00e4ngt der schleswig-holsteinische Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther. Mehr Infos im Newsblog.<\/b><br \/>\nHotels sollen rasch d\u00fcrfen, wenn G\u00e4ste geimpft oder negativ getestet worden sind. Darauf dr\u00e4ngt der schleswig-holsteinische Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther. Mehr Infos im Newsblog. Weltweit haben sich laut Johns-Hopkins-Universit\u00e4t mehr als 150,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 3,1 Millionen Erkrankte sind gestorben. In Deutschland sind mehr als 3,3 Millionen Menschen positiv getestet worden, wie das Robert Koch-Institut mitteilt. Die Zahl der Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 82.850 (Stand: 30. April). Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) pocht auf rasche Hotel\u00f6ffnungen f\u00fcr Menschen mit Corona-Impfung oder negativem Testergebnis. &#171;Wir haben uns schon bei der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am 22. M\u00e4rz daf\u00fcr eingesetzt, Beherbergungsbetriebe zu \u00f6ffnen. Die sind kein Treiber von Pandemie&#187;, sagte G\u00fcnther dem &#171;Tagesspiegel&#187; (Sonntagsausgabe). &#171;Und je schneller wir dann auch \u00d6ffnungsschritte machen k\u00f6nnen, desto besser.&#187; G\u00fcnther sprach sich daf\u00fcr aus, dass Familien k\u00fcnftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis \u00e4lterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen k\u00f6nnten. &#171;Diejenigen, die noch nicht geimpft ist, m\u00fcssen dann einen Test machen. Der Schutz der Anderen wird durch unterschiedliche Instrumente erreicht.&#187; Erste Modellprojekte in Schleswig-Holstein f\u00fcr die R\u00fcckkehr des Tourismus verlaufen nach Angaben G\u00fcnthers vielversprechend. &#171;Wir haben jetzt erst einmal die Schlei-Region und Eckernf\u00f6rde f\u00fcr touristische Projekte ge\u00f6ffnet mit hunderten Ferienwohnungen, Hotels und Campingpl\u00e4tzen&#187;, sagte er. Die G\u00e4ste w\u00fcrden alle mehrfach getestet. &#171;Unter den \u00fcber 10.000 Tests in beiden Regionen hatten wir zwei H\u00e4nde voll Positive. Die Mehrheit davon waren Einheimische und nicht Touristen.&#187; Das Saarland hat am Freitag in einer au\u00dferordentlichen Ministerratssitzung Erleichterungen f\u00fcr vollst\u00e4ndig geimpfte und von einer Corona-Infektion genesene Menschen beschlossen. Diese w\u00fcrden k\u00fcnftig getesteten Menschen gleichgestellt, teilte die Staatskanzlei am Abend mit. F\u00fcr sie entfalle ab Montag die Testpflicht zum Beispiel f\u00fcr einen Friseurbesuch oder einen Einkauf in bestimmten Gesch\u00e4ften. Zudem entfalle eine Quarant\u00e4nepflicht nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet, wenn es sich nicht um ein Gebiet mit einer Virusvariante handelt. &#171;Wir nehmen in einem ersten Schritt bestimmte Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Geimpfte und Genesene zur\u00fcck&#187;, sagte Ministerpr\u00e4sident Tobias Hans (CDU). Menschen, von denen nachweislich kein hohes Ansteckungsrisiko mehr ausgehe, werde so durch den Wegfall der Testpflicht der Alltag erleichtert. Die Erleichterungen f\u00fcr Geimpfte beginnen 14 Tage nach der zweiten Impfung. Als genesen gilt, wer eine Infektion durchgemacht hat, wenn die zugrundeliegende PCR-Testung mindestens 28 Tage und nicht l\u00e4nger als sechs Monate zur\u00fcckliegt. Die Bundesregierung will nach einer Ank\u00fcndigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommende Woche einen Vorschlag machen, so dass eine Verordnung am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden k\u00f6nnte. Einige Bundesl\u00e4nder wie Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern gehen ihre eigenen Wege und haben Verordnungen bereits entsprechend angepasst. Die wegen der Coronavirus-Pandemie in den USA verh\u00e4ngte Maskenpflicht in Flugzeugen, Z\u00fcgen und anderen \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln wird bis zum 13. September verl\u00e4ngert. Die Transportsicherheitsbeh\u00f6rde TSA teilte am Freitag mit, trotz rasant fortschreitender Impfungen in den USA blieben Masken ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Die TSA setze damit Richtlinien der Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC um, wonach vollst\u00e4ndig geimpfte Personen zwar innerhalb der USA wieder sicher reisen k\u00f6nnten, dabei aber weiterhin Vorsichtsma\u00dfnahmen beachten m\u00fcssten. Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie Flugh\u00e4fen, Bahnh\u00f6fen oder H\u00e4fen. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen mit 250 Dollar (208 Euro) Strafe geahndet werden, im Wiederholungsfall drohen Bu\u00dfgelder bis zu 1500 Dollar. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter zwei Jahren sowie Menschen mit gewissen Einschr\u00e4nkungen. Aus rechtlichen Gr\u00fcnden werden die n\u00e4chtlichen Ausgangsbeschr\u00e4nkungen aber erst am Samstag aufgehoben. &#171;Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn dies so bleibt. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen die Infektionszahlen t\u00e4glich auf- und absteigen. Wir alle k\u00f6nnen aber dazu beitragen, Infektionen zu verhindern, indem wir uns an die geltenden Kontakt- und Abstandsregeln halten und regelm\u00e4\u00dfig die zahlreichen Testangebote nutzen.&#187;, sagte Rostocks Oberb\u00fcrgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) laut NDR in einer Mitteilung der Stadt. Vollst\u00e4ndig gegen Covid-19 geimpfte Deutsche und viele andere Menschen aus EU- und Schengen-L\u00e4ndern d\u00fcrfen ab Samstag wieder nach D\u00e4nemark einreisen. Fertiggeimpfte m\u00fcssen sich danach weder auf das Coronavirus testen lassen noch in Quarant\u00e4ne, wie das d\u00e4nische Au\u00dfenministerium am Freitag mitteilte. Bei der Einreise m\u00fcssen sie anders als andere Reisende auch keine negativen Corona-Tests oder anerkennungsw\u00fcrdige Einreisegr\u00fcnde, wie etwa den Besuch von Partnern, vorweisen k\u00f6nnen. Dass fertig geimpfte D\u00e4nen und Ausl\u00e4nder \u2013 auch Touristen \u2013 aus dem EU- und Schengen-Raum die d\u00e4nischen Grenzen ab dem 1. Mai wieder test- und quarant\u00e4nefrei \u00fcberqueren d\u00fcrfen, war so bereits in einer Vereinbarung zwischen Regierung und den meisten Parlamentsparteien zur schrittweisen Lockerung der Reisebeschr\u00e4nkungen von Mitte April vorgesehen. Die offizielle Best\u00e4tigung, dass diese Ma\u00dfnahmen wie geplant zum 1. Mai g\u00fcltig werden, war bislang aber ausgeblieben. Bedingung f\u00fcr die Einreise nach D\u00e4nemark ist, dass das jeweilige Land der Reisenden zumindest als &#171;orangener&#187; Staat gilt, die Corona-Lage in dem Land also nicht zu schlimm ist und dort auch keine als besorgniserregend eingestuften Virus-Varianten grassieren. Deutschland gilt in D\u00e4nemark derzeit wie die meisten anderen Staaten des EU- und Schengenraums als &#171;orange&#187;. Zudem muss es sich bei dem Corona-Impfstoff um ein in der EU zugelassenes Pr\u00e4parat handeln. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig hat ihre erste Corona-Impfung erhalten. &#171;Kleiner Piks mit gro\u00dfer Wirkung! Heute habe ich Impfung mit Biontech bei Haus\u00e4rztin erhalten&#187;, teilte sie am Freitag auf Twitter mit. Dazu zeigte ein Bild wie der SPD-Politikerin am Oberarm eine Spritze gesetzt wird. Erst am Donnerstag hatte Schwesig am Ende einer im Internet \u00fcbertragenen Pressekonferenz angek\u00fcndigt, sich von ihrer Haus\u00e4rztin gegen das Coronavirus impfen zu lassen, sobald ein Termin vereinbart sei. Sie geh\u00f6re wegen ihrer \u00fcberstandenen Krebserkrankung zur zweiten Priorit\u00e4tsgruppe, die schon seit mehreren Wochen im Land geimpft werde. Die Ministerpr\u00e4sidentin hatte ihre Brustkrebserkrankung im September 2019 \u00f6ffentlich gemacht. Im Mai 2020 sagte sie, dass sie wieder gesund ist. Auch Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) hat seine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Der 62-J\u00e4hrige lie\u00df sich am Freitagnachmittag im Impfzentrum der Stadt und der Region Hannover auf dem Messegel\u00e4nde den Impfstoff von Astrazeneca spritzen. Nach der Impfung zeigte sich der Ministerpr\u00e4sident guter Dinge. Impfzentren seien eine &#171;Oase der guten Laune&#187;, sagte Weil nach seiner Impfung vor Journalisten. Alle seien angesichts der sch\u00fctzenden Impfungen froh gestimmt. Mit Blick auf den Astrazeneca-Impfstoff sagte der Politiker, dass f\u00fcr ihn entscheidend sei, dass es ein guter Impfstoff sei. Mediziner h\u00e4tten das immer wieder best\u00e4tigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat darauf aufmerksam gemacht, das verst\u00e4rkte Corona-Impfungen in besonders betroffenen Gebieten m\u00f6glich sind. Dort k\u00f6nne verst\u00e4rkt geimpft und auch von Priorisierungen abgewichen werden, sagte Spahn am Freitag beim Besuch eines Impfzentrums in Hamburg. Das habe schon an vielen Stellen stattgefunden und sei &#171;unbedingt sinnvoll&#187;. St\u00e4dte und Intensivmediziner forderten mehr Corona-Impfungen f\u00fcr sozial Benachteiligte. Brasiliens Gesundheitsminister hat inmitten der verheerenden Corona-Lage im Land die Bem\u00fchungen bei der landesweiten Impfkampagne hervorgehoben. &#171;Brasilien hat 41 Millionen Dosen Covid-19-Impfstoff verabreicht. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns, um jeden Tag 2,4 Millionen Menschen zu impfen&#187;, sagte Marcelo Queiroga bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag. Er forderte andere L\u00e4nder dazu auf, vorr\u00e4tige Impfdosen abzugeben, damit Brasilien seine Impfkampagne ausweiten und die Ausbreitung neuer Varianten verhindern k\u00f6nne. Brasilien ist eins der am st\u00e4rksten von der Pandemie betroffenen L\u00e4nder weltweit. Am Donnerstag \u00fcberschritt das gr\u00f6\u00dfte und bev\u00f6lkerungsreichste Land in Lateinamerika die Marke von 400.000 nachgewiesenen Todesf\u00e4llen im Zusammenhang mit Covid-19. Erst vor gut einem Monat hatte Brasilien die Marke von 300.000 Corona-Toten \u00fcberschritten. Zuletzt waren die Zahlen der Infizierten und Verstorbenen leicht zur\u00fcckgegangen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte jedoch davor, nachl\u00e4ssig zu werden. Der brasilianische Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Schutzma\u00dfnahmen und Einschr\u00e4nkungen lehnt er \u2013 aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden \u2013 weiterhin ab. Mittlerweile zieht der Rechtspopulist Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der auch Gesundheitsminister Queiroga vorgeladen hat, soll Handlungen und Unterlassungen des Pr\u00e4sidenten in der Pandemie beleuchten. Bolsonaro wird unter anderem vorgeworfen, m\u00f6gliche Lieferungen von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben. Auch in Frankreich gibt es nun erstmals eine Corona-&#171;Notbremse&#187; wie in Deutschland. Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat sie mit seinem Fahrplan f\u00fcr Lockerungen ab Mai vorgestellt. Allerdings h\u00e4ngt die franz\u00f6sische &#171;Notbremse&#187; so hoch, dass Experten massive Zweifel an ihrer Wirksamkeit haben. Nach den Worten Macrons wird die Bremse gezogen, wenn in einer Gro\u00dfstadt oder einem D\u00e9partement &#171;der Inzidenzwert erneut auf 400 Infektionen pro 100.000 Einwohner steigt&#187; \u2013 wie derzeit in Paris. In Deutschland greift die Bundes-Notbremse ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Voraussetzung in Frankreich ist aber zudem &#171;ein sehr brutaler Anstieg&#187; der Neuinfektionen und &#171;eine drohende \u00dcberf\u00fcllung der Intensivstationen&#187;, wie Macron Regionalzeitungen sagte. Dann werde &#171;die Regierung in Abstimmung mit Pr\u00e4fekten und Lokalverantwortlichen die \u00d6ffnungen stoppen&#187;. Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europ\u00e4ischen Zulassungsbeh\u00f6rde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins f\u00fcr Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Sobald die EMA die \u00c4nderung genehmige, werde die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU g\u00fcltig sein. F\u00fcr die Pr\u00fcfung braucht die EMA in der Regel wenige Wochen. Biontech und Pfizer hatten k\u00fcrzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen h\u00e4tten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erkl\u00e4rten die Unternehmen. Parallel dazu l\u00e4uft die klinische Studie von Biontech und Pfizer zur Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten bis einschlie\u00dflich elf Jahren weiter. Biontech geht nach eigenen Angaben davon aus, dass belastbare Daten daraus bis September verf\u00fcgbar sein werden. Der T\u00fcbinger Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer (Gr\u00fcne) hat eine nationale deutsche Notfallzulassung f\u00fcr den Corona-Impfstoff des in seiner Stadt ans\u00e4ssigen Pharmaunternehmens Curevac gefordert. &#171;Die Scheinsicherheit von b\u00fcrokratischer Pr\u00fcfung wird \u00fcber die reale Sicherheit eines Impfstoffes gestellt&#187;, sagte Palmer der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; vom Freitag. &#171;Curevac hat auf Vorrat Impfstoff produziert \u2013 jetzt k\u00f6nnten diese Dosen Leben retten.&#187; &#171;Was fehlt, ist die Endkontrolle in Br\u00fcssel, um ihn endlich verwenden zu k\u00f6nnen \u2013 da w\u00e4re eine Notfallzulassung genau richtig&#187;, f\u00fcgte der Gr\u00fcnen-Politiker an. Der Impfstoff von Curevac habe in den Studien &#171;hervorragende Daten&#187; geliefert. Der von Curevac entwickelte Impfstoff basiert auf dem sogenannten mRNA-Ansatz. Dies hat er mit den schon zugelassenen Vakzinen der Firmen Biontech\/Pfizer und Moderna gemeinsam, die beide als sehr wirksam und sicher gelten. Das T\u00fcbinger Unternehmen geht nach eigenen Angaben davon aus, im Mai oder Juni eine Zulassung der Europ\u00e4ischen Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA zu erhalten. In diesem Jahr plant es demnach mit einer Produktion von 300 Millionen Dosen. Am Mittwoch stellte Deutschland einen neuen Rekord bei den Corona-Impfungen auf. Erstmalig wurde an einem Tag ein Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft. Zudem wurden zum ersten Mal 1,1 Millionen Dosen an einem Tag verabreicht. Am Donnerstag setzt sich der Erfolg der Impfkampagne fort: Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhielten 916.000 B\u00fcrger eine Impfung \u2013 der zweith\u00f6chste Wert seit Beginn der Impfungen. Somit seien nun 22,4 Millionen Deutsche mindestens einmal geimpft, das entspricht 26,9 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung.6,4 Millionen B\u00fcrger seien bereits komplett gesch\u00fctzt, schreibt Spahn auf Twitter. Die Zahl der Corona-Toten hat in Brasilien die Schwelle von 400.000 \u00fcberschritten. Mit 3.001 neuen Todesf\u00e4llen binnen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der Toten seit Pandemie-Beginn am Donnerstag (Ortszeit) auf 401.186, wie aus Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums hervorgeht. Nur die USA haben noch mehr Opfer zu beklagen. Brasilien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen L\u00e4nder weltweit. Im Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerungszahl hat das bev\u00f6lkerungsreichste Land S\u00fcdamerikas die h\u00f6chste Todesrate in ganz Amerika: Sie liegt in dem 212-Millionen-Einwohner-Land bei 189 Todesf\u00e4llen pro 100.000 Einwohnern. In Brasilien waren die Infektionszahlen zu Jahresbeginn dramatisch angestiegen. In vielen Regionen waren die Krankenh\u00e4user v\u00f6llig \u00fcberlastet. Mittlerweile ist der H\u00f6hepunkt der neuen Infektionswelle aber offenbar \u00fcberschritten, die Infektionszahlen haben sich stabilisiert. Die Zahl der t\u00e4glichen Todesf\u00e4lle ist aber weiterhin sehr hoch. Nur in Indien ist die Todesrate derzeit noch h\u00f6her. Die Flut der Beschwerden gegen die bundeseinheitliche Notbremse zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie rei\u00dft einem Bericht zufolge nicht ab. Beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe seien bis Donnerstagnachmittag 202 Verfahren eingereicht worden, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf einen Gerichtssprecher. Damit habe sich die Zahl seit Dienstag fast verdoppelt. Die Verfassungsbeschwerden und Antr\u00e4ge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung richten sich dem Bericht zufolge \u00fcberwiegend gegen die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen und die Kontaktbeschr\u00e4nkungen, teilweise aber auch gegen s\u00e4mtliche Regelungen des neuen Infektionsschutzgesetzes. Bundestagspr\u00e4sident Wolfgang Sch\u00e4uble hat das Vorpreschen einzelner Bundesl\u00e4nder bei Lockerungen f\u00fcr Geimpfte vor einer bundeseinheitlichen Regelung kritisiert. &#171;Jetzt haben wir schon wieder den Zustand, dass sich eine Reihe von L\u00e4ndern nicht an die Absprachen h\u00e4lt&#187;, sagte der CDU-Politiker der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187;. Uneinheitliche L\u00f6sungen kurz nach dem Beschluss f\u00fcr eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse w\u00fcrden die B\u00fcrger irritieren, &#171;ein zu gro\u00dfes Ma\u00df an Unterschiedlichkeit kann Vertrauen zerst\u00f6ren&#187;, betonte Sch\u00e4uble. &#171;Wie sollen die B\u00fcrger, die durch Corona allm\u00e4hlich ja auch m\u00fcde und durch immer neue Informationen \u00fcberflutet werden, das noch verstehen?&#187;, fragte der Bundestagspr\u00e4sident. Sch\u00e4uble sagte, er w\u00fcrde es begr\u00fc\u00dfen, wenn die Verordnung zum Infektionsschutzgesetz rasch und nicht erst Ende Mai verabschiedet w\u00fcrde. &#171;Die Menschen sind sonst verunsichert, obwohl sie auch sehen, dass es mit dem Impfen viel schneller voran geht als noch vor einigen Wochen erwartet&#187;, unterstrich der CDU-Politiker. Frankreich hat erste F\u00e4lle der neuen Coronavirus-Variante B.1.617 registriert, die derzeit in Indien besonders pr\u00e4sent ist. Wie das franz\u00f6sische Gesundheitsministerium in einer Erkl\u00e4rung mitteilte, handle es sich um drei mit der Variante infizierte Personen, die zuvor nach Indien gereist waren. Im Zuge der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen geht im fr\u00fcheren Corona-Hotspot Portugal der Ausnahmezustand nach knapp f\u00fcnfeinhalb Monaten am Samstag zu Ende. Das bedeute allerdings nicht, dass die Gefahr vor\u00fcber sei, warnte Ministerpr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa am Donnerstagabend in Lissabon. Zur Aufrechterhaltung einiger Einschr\u00e4nkungen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie werde man deshalb eine niedrigere Notstandsstufe in Kraft setzen. Ab Samstag wird es weitere Lockerungen geben: Restaurants, Caf\u00e9s und Bars sowie Kinos, Theater und andere Kultur- und Freizeitst\u00e4tten d\u00fcrfen nun auch an den Wochenenden bis 22:30 Uhr offen bleiben. Bisher galt an den Wochenenden in ganz Portugal eine Sperrstunde um 13 Uhr. Neben weiteren Lockerungen d\u00fcrfen Einkaufszentren k\u00fcnftig werktags bis 21 und an den Wochenenden bis 19 Uhr offen bleiben. Zudem wird am Samstag die Landgrenze zu Spanien wieder ge\u00f6ffnet. Von den Lockerungen sind nur acht der insgesamt 278 Bezirke des Landes ausgeschlossen, in denen die Lage noch nicht so gut ist wie im Rest des Landes. Betroffen ist vor allem die Urlaubsregion Algarve. Noch im Januar hatte Portugal bezogen auf die Bev\u00f6lkerungszahl zeitweilig die h\u00f6chsten Infektionszahlen weltweit. Die Kliniken standen kurz vor dem Kollaps. Doch ein strenger Lockdown trug Fr\u00fcchte: Nach Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich zuletzt binnen 14 Tagen nur 66 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. Damit geh\u00f6rt Portugal zusammen mit Island (44) und Finnland (66) zu den drei besten unter den 30 erfassten L\u00e4ndern. In Deutschland betrug diese 14-Tage-Inzidenz 346. Im Januar hatte dieser Wert in Portugal noch bei deutlich \u00fcber 1600 gelegen. Die Gewerkschaft f\u00fcr Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht Hoffnungen \u00fcber m\u00f6gliche Impfungen von Kindern im Sommer mit Skepsis. GEW-Chefin Marlis Tepe sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, beim Tempo, das bisher allein f\u00fcr Schutzma\u00dfnahmen an Schulen vorgelegt worden sei, falle es schwer, &#171;sich vorzustellen, dass ab Juni Kinder und Jugendliche in so gro\u00dfem Stil geimpft sein k\u00f6nnten, um noch vor den Sommerferien gr\u00f6\u00dftenteils von Fern- und Wechselunterricht wieder auf Pr\u00e4senzunterricht umzustellen&#187;. Es sei der Wunsch, dass es m\u00f6glich sei, Kindern und Jugendlichen bald ein Impfangebot zu machen, machte Tepe klar. In welchem Zeitraum dies alles jedoch klappe, sei &#171;noch viel Kaffeesatzleserei&#187;. Zudem m\u00fcssten die Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen werden. &#171;Aktuell hapert es noch geh\u00f6rig am Gesundheitsschutz f\u00fcr Lehrende, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern&#187;, sagte Tepe. So h\u00e4tten bis heute die meisten Lehrkr\u00e4fte noch keine Anti-Covid-Spritze erhalten, selbst jene nicht, die einer Risikogruppe angeh\u00f6rten. Ein 27-J\u00e4hriger Berliner soll mit gef\u00e4lschten Impfp\u00e4ssen gehandelt haben. Zudem wurden in seiner Wohnung Drogen, Falschgeld und eine Schreckschusswaffe gefunden. Nachdem er zivilen Polizeibeamten die P\u00e4sse zum Verkauf angeboten habe, h\u00e4tten sie ihn im Stadtteil Lichterfelde festgenommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In einem Messengerdienst soll der Tatverd\u00e4chtige internationale Impfbescheinigungen und auch Impfstoffe zum Kauf angeboten haben. Der Mann habe am Dienstagnachmittag zehn Impfb\u00fccher bei sich getragen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden weitere 46 Impfb\u00fccher und 33 Impfaufkleber gefunden. Au\u00dferdem h\u00e4tten die Einsatzkr\u00e4fte knapp ein Kilogramm Amphetamine,20 Gramm Kokain, knapp eineinhalb Liter anabole Steroide, zehntausend Euro mutma\u00dflichen Handelserl\u00f6s, eine Schreckschusswaffe und mehrere tausend Euro Falschgeld beschlagnahmt. Auf Nachfrage konnte ein Polizeisprecher nicht sagen, ob sich in den Impfausweisen gef\u00e4lschte Best\u00e4tigungen f\u00fcr Corona-Impfungen befanden. Zuletzt waren in anderen Bundesl\u00e4ndern Blanko-Impfb\u00fccher mit solchen Eintr\u00e4gen aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Berlin haben die Ermittlungen aufgenommen. Das F\u00e4lschen eines Dokuments ist eine Straftat. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron will Gesch\u00e4fte, Kultureinrichtungen und Au\u00dfenbereiche von Restaurants Mittte Mai schrittweise wieder \u00f6ffnen. Zum 19. Mai soll der Beginn der landesweiten abendlichen Ausgangssperre von derzeit 19 Uhr auf 21 Uhr nach hinten verlegt werden, k\u00fcndigte Macron in einem Interview mit mehreren Regionalzeitungen an. Zum 9. Juni soll die Sperrstunde dann erst um 23 Uhr beginnen. Dann sollen auch Caf\u00e9s, Restaurants und Fitnessstudios komplett wieder \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Die Zeitung &#171;Le Parisien&#187; ver\u00f6ffentlichte am Donnerstag Ausschnitte des Gespr\u00e4chs. Das gesamte Interview soll am Freitag erscheinen. Die Corona-Lage in Frankreich ist weiter angespannt, hat sich aber zuletzt leicht verbessert. Zuletzt wurden gut 300 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gez\u00e4hlt. Die Lage auf den Intensivstationen ist weiter extrem schwierig. Wegen Lieferengp\u00e4ssen bei den Impfstoffen kann es im Impfzentrum der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg k\u00fcnftig zeitweise kaum noch Erstimpfungen geben. &#171;Die n\u00e4chsten 14 Tage k\u00f6nnen wir, Stand heute, fast nur noch Zweitimpfungen machen&#187;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Lutz Tr\u00fcmper (SPD) am Donnerstag in Magdeburg. Alles m\u00fcsse genau durchgerechnet werden, zumal in der kommenden Woche auch 1.680 Landtags-Wahlhelfer den ersten Piks gegen das Coronavirus erhalten sollen \u2013 ein einmaliger Sondertermin, hie\u00df es. Bislang haben den Angaben zufolge etwa 58.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger im Impfzentrum der Stadt die Erstimpfung und 16.140 die Zweitimpfung erhalten. Auf Haus\u00e4rzte seien bisher zus\u00e4tzlich etwa 10 000 erste Corona-Impfungen entfallen. Tr\u00fcmper stellte klar, dass im Impfzentrum nur Menschen geimpft werden, die in Magdeburg wohnen. In Europa sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile mehr Menschen vollst\u00e4ndig gegen Corona geimpft worden als insgesamt mit dem Virus nachweislich infiziert gewesen sind. Es sei 462 Tage her, dass die ersten Infektionen in der europ\u00e4ischen Region gemeldet worden seien, sagte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, am Donnerstag. Seitdem sei das Virus bei 5,5 Prozent der gesamten europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung nachgewiesen worden, w\u00e4hrend sieben Prozent vollst\u00e4ndig geimpft worden seien. Erstmals seit zwei Monaten sei die Zahl der Neuinfektionen vergangene Woche wieder bedeutend zur\u00fcckgegangen. Die Infektionsraten blieben jedoch extrem hoch. Die WHO z\u00e4hlt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 L\u00e4nder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die T\u00fcrkei sowie Russland und die Ukraine. In diesen L\u00e4ndern hat es insgesamt bisher rund 51,3 Millionen Infektionen gegeben, darunter knapp 1,37 Millionen in den vergangenen sieben Tagen. Laut Kluge sind bislang etwa 215 Millionen Impfdosen in der Region verabreicht worden. Sch\u00e4tzungsweise 16 Prozent der Bev\u00f6lkerung haben zumindest eine Dosis erhalten. Trotz sinkender Zahlen neuer Infektionen, Krankenhausaufenthalte und Todesf\u00e4lle bleibe die Bedrohung durch das Coronavirus jedoch bestehen, sagte Kluge auf seiner regelm\u00e4\u00dfigen Pressekonferenz, die er diesmal auf Russisch abhielt. &#171;Das Virus tr\u00e4gt immer noch das Potenzial in sich, verheerende Auswirkungen zu haben.&#187; New York will im Juli alle Corona-Beschr\u00e4nkungen wieder aufheben. &#171;Unser Plan ist, New York vom 1. Juli an wieder voll zu \u00f6ffnen&#187;, sagte B\u00fcrgermeister Bill de Blasio am Donnerstag dem TV-Sender MSNBC. &#171;Wir sind bereit daf\u00fcr, dass L\u00e4den wieder \u00f6ffnen, Unternehmen wieder \u00f6ffnen, B\u00fcros, Theaters, volle Kraft.&#187; Weitere Details nannte der B\u00fcrgermeister zun\u00e4chst nicht. Viel fehlt zu einer kompletten \u00d6ffnung der Millionenmetropole an der amerikanischen Ostk\u00fcste schon jetzt nicht mehr: Bis auf Gro\u00dfveranstaltungen ist das Meiste erlaubt und ge\u00f6ffnet \u2013 wenn auch fast immer mit Abstands-, Hygiene- und Maskenvorschriften sowie teils eingeschr\u00e4nkten Kapazit\u00e4ten. Einige kulturelle Einrichtungen wie die Metropolitan Oper haben allerdings angek\u00fcndigt, erst zum Jahresende hin wieder zu \u00f6ffnen. Die Theater des Broadway planen mit Herbst. New York war im vergangenen Fr\u00fchjahr das Epizentrum der Pandemie in den USA. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen jedoch stabilisiert. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Die Impfkampagne kommt rasch voran. Italien hat seine Quarant\u00e4ne-Regeln wegen der Corona-Pandemie f\u00fcr Einreisen aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern erneut verl\u00e4ngert. Wer aus Deutschland oder auch anderen EU-Staaten kommt, ben\u00f6tigt weiterhin einen negativen Corona-Test und muss dann f\u00fcnf Tage in Quarant\u00e4ne. Anschlie\u00dfend ist ein zweiter Corona-Test vorgeschrieben. Gesundheitsminister Roberto Speranza verl\u00e4ngerte diesen Beschluss am Donnerstag bis Mitte Mai. Eigentlich sollte die Quarant\u00e4ne-Regel in Italien nur bis 30. April gelten. Sie stammt aus dem M\u00e4rz und war bereits verl\u00e4ngert worden. Au\u00dferdem dehnte Rom die weitgehende Einreisesperre aus Indien und Bangladesch wegen der indischen Virus-Variante auf Sri Lanka aus. Italiener d\u00fcrfen jedoch auch aus diesen Staaten weiter nach Hause kommen. Die Luftwaffe soll von Samstag an medizinische Hilfsg\u00fcter in das von der bislang schlimmsten Corona-Welle erfasste Indien fliegen. In der kommenden Woche werde zudem eine komplexe Anlage zur Herstellung von Sauerstoff mit zwei A400M-Transportflugzeugen in das Land gebracht, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. F\u00fcr den Aufbau der Anlage und eine Einweisung seien dann vor Ort 16 Sanit\u00e4tssoldaten vorgesehen. Geplant sei, im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums in einem ersten Flug am Samstag 120 Beatmungsger\u00e4te nach Indien zu bringen. Dies hatte das Ministerium zuvor erkl\u00e4rt. Die Corona-Pandemie w\u00fctet in Indien weiter mit immer h\u00f6heren Werten bei den t\u00e4glichen Neuinfektionen. In den vergangenen 24 Stunden haben sich 379.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigen \u2013 ein weltweiter Rekord.3.645 Menschen sind demnach im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben. Die Corona-Impfungen mit den Wirkstoffen von Moderna und Biontech\/Pfizer senken neuen Daten der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC zufolge das Risiko von Krankenhaus-Einweisungen f\u00fcr \u00c4ltere sehr deutlich. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis l\u00e4ge das Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen Covid-19 f\u00fcr Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als f\u00fcr gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC am Mittwoch mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger. Die Daten stammen aus 24 Krankenh\u00e4usern in 14 US-Bundesstaaten. Einbezogen wurden 417 Menschen, darunter 187 Covid-19-Patienten und 230 Menschen zur Kontrolle. Wie erwartet habe die erste Impfung innerhalb der ersten zwei Wochen noch keinen Schutz gebracht. In den USA haben bereits mehr als 80 Prozent der Menschen ab 65 Jahren mindestens eine Dosis bekommen. Die meisten Impfungen sind mit dem Wirkstoff des US-Herstellers Pfizer und seines deutschen Partners Biontech sowie dem des US-Herstellers Moderna durchgef\u00fchrt worden. Der Pr\u00e4sident des Berufsverbands der Kinder und Jugend\u00e4rzte (BVKJ), Thomas Fischbach, hat eine Priorisierung von Eltern in der Impfkampagne gefordert. &#171;Es w\u00e4re sehr sinnvoll, Eltern vor kinderlosen Erwachsenen im selben Alter zu impfen&#187;, sagte Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgabe). Kinder unter 16 Lebensjahren k\u00f6nnten im Moment noch nicht geimpft werden. Aber auch sie m\u00fcssten gesch\u00fctzt werden, damit sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben k\u00f6nnen. &#171;Es geht dabei nicht nur um Schule und Kita, sondern auch um alles andere, was zum Leben eines Kindes oder Jugendlichen dazu geh\u00f6rt. All das geht im Moment, in dem man die Eltern priorit\u00e4r impft.&#187; Indien hat mit 3.645 Corona-Toten am Donnerstag einen neuen H\u00f6chstwert verzeichnet. Wie aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums hervorgeht, liegt die Gesamtzahl der Toten in dem Land damit nun bei 204.832. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Mit fast 380.000 neuen Infektionsf\u00e4llen binnen 24 Stunden wurde am Donnerstag zudem ein weiterer weltweiter H\u00f6chstwert erreicht. Indien hat sich in den vergangenen Tagen zum Epizentrum der Corona-Pandemie entwickelt. Allein seit Anfang April wurden mehr als sechs Millionen Infektionsf\u00e4lle verzeichnet. Der dramatische Anstieg der Infektionszahlen ist vermutlich auch auf die neue Virusvariante B.1.617 zur\u00fcckzuf\u00fchren, die zuerst in Indien registriert wurde. Das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem des Landes ist bereits v\u00f6llig \u00fcberlastet. In zahlreichen Krankenh\u00e4usern sind Betten, medizinischer Sauerstoff und Medikamente knapp. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Neu Delhi. Der Schweizer Arzneimittel-Auftragsfertiger Lonza baut die Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr den Covid-19-Impfstoff von Moderna aus. Im Schweizerischen Visp sollen drei zus\u00e4tzliche Produktionslinien aufgebaut werden, wie Lonza am Donnerstag mitteilte. Das trage dazu bei, dass Moderna die weltweite Versorgung mit dem Impfstoff 2022 auf bis zu drei Milliarden Dosen hochschrauben k\u00f6nne, hie\u00df es von der US-Biotechfirma. Die Lieferprognose f\u00fcr 2021 erh\u00f6he Moderna auf 800 Millionen bis eine Milliarde Dosen. Am Lonza-Standort Visp werde die Produktionskapazit\u00e4t verdoppelt. Die drei neuen Produktionslinien sollen ihren Betrieb im fr\u00fcheren Verlauf von 2022 aufnehmen. Lonza betreibt bereits drei Produktionslinien in Visp und eine weitere im amerikanischen Portsmouth. Russland und China nutzen das Thema der Corona-Impfstoffe einer EU-Analyse zufolge in gro\u00dfem Stil f\u00fcr Desinformationen gegen die Europ\u00e4ische Union. Beide Staaten werben seit Monaten aggressiv auf der ganzen Welt f\u00fcr ihre staatlichen Impfstoffe, wie es in einem Bericht hei\u00dft, den der Ausw\u00e4rtige Dienst der EU (EAD) am Mittwoch ver\u00f6ffentlichte. Verbunden sei dies mit Desinformationen und Manipulationsversuchen, um das Vertrauen in westliche Vakzine, die EU-Institutionen sowie westliche und europ\u00e4ische Impfstrategien zu untergraben. Dazu nutzten beide L\u00e4nder staatlich kontrollierte Medien und soziale Netzwerke. Zugleich werde versucht, mithilfe der Impfstoffe Einfluss etwa auf den Westbalkan zu nehmen. &#171;&#8216;Impfstoff-Diplomatie&#8217; hat die &#8216;Masken-Diplomatie&#8217; vollst\u00e4ndig ersetzt&#187;, hei\u00dft es in dem EU-Bericht. China preise seine Impfstoffe als globales \u00f6ffentliches Gut an und betone eine stabile Versorgung mit den Pr\u00e4paraten, die zudem geeigneter f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder und auch die Staaten des westlichen Balkans seien. Serbien nehme dabei eine wichtige Rolle ein. Auch der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF Russlands sei in der Region aktiv. Dass die Corona-Fallzahlen in EU-Staaten stiegen, werde als Scheitern von Demokratien und offenen Gesellschaften dargestellt. Kremlnahe Medien griffen auch die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde (Ema) an. Demnach sei die Beh\u00f6rde politisch voreingenommen und sie verz\u00f6gere absichtlich die Bewertung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Die EU hatte China und Russland bereits im vergangenen Fr\u00fchjahr vorgeworfen, die Corona-Krise f\u00fcr Propaganda zu nutzen. Seitdem hat die zust\u00e4ndige EAD-Sondereinheit mehrere Berichte zum Thema Desinformationen in der Pandemie ver\u00f6ffentlicht. Dazu sammelt und analysiert sie \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Medienberichte und Aussagen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat vor einer sozialen Spaltung beim Impfen gegen das Coronavirus gewarnt und die Priorisierung verteidigt. &#171;Das Impfen darf nicht zu einer sozialen Frage werden&#187;, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &#171;Nicht das Vorhandensein von \u00c4rzten im Freundes- oder Bekanntenkreis darf \u00fcber die Vergabe von Impfterminen entscheiden, sondern einzig und allein die Priorit\u00e4t.&#187; Es sei gut, dass es eine verbindliche Reihenfolge beim Impfen gebe. &#171;Solange der Impfstoff knapp ist, sollten wir sie auch beibehalten&#187;, sagte Scholz. &#171;Mir ist es lieber, wir halten etwas l\u00e4nger an der Impfpriorisierung fest, als wenn wir einen Verteilungskampf um Impfstoff riskieren, bei dem sich am Ende die Wohlhabenderen mit ihren Netzwerken und Kontakten durchsetzen.&#187; Kommunen und L\u00e4nder sollten nach seinen Worten Strategien entwickeln, um Menschen in Brennpunkten schneller und niederschwellig zu impfen. &#171;Niemand hat etwas davon, wenn die noblen Vororte durchgeimpft sind, aber die Pandemie in den sozialen Brennpunkten weiter grassiert.&#187; Zum Thema mehr Freiheiten f\u00fcr vollst\u00e4ndig Geimpfte sagte Scholz: &#171;Wir sollten uns in dieser Frage nicht von vermeintlichen Gerechtigkeitsdebatten leiten lassen, sondern die Frage einzig und allein unter medizinischen Gesichtspunkten betrachten.&#187; Die Frage sei, ob eine Ausgangssperre f\u00fcr B\u00fcrger, von denen keine Gefahr ausgehe, aus virologischer Sicht sinnvoll sei. &#171;Ich glaube nicht. Und dann ist sie auch rechtlich nicht mehr begr\u00fcndbar.&#187; Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow (Linke) h\u00e4lt die Debatte \u00fcber die R\u00fcckgabe von Rechten an Geimpfte f\u00fcr verfr\u00fcht. &#171;Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, dann muss man \u00fcber die Rechte von Geimpften reden&#187;, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &#171;Dann sind Einschr\u00e4nkungen nicht mehr opportun. Da der Impfschutz 14 Tage nach der zweiten Impfung mindestens sechs Monate gilt, brauchen wir in dem Moment auch Klarheit dar\u00fcber, ob ab dem 7. Monat wieder getestet oder neu geimpft wird. Vorher macht diese Debatte die Leute nur verr\u00fcckt.&#187; In Brandenburg haben 150 Arztpraxen insgesamt 15.000 Corona-Impftermine wieder absagen m\u00fcssen, die sie kurz vorher mit Patienten vereinbart hatten. Das teilte der Haus\u00e4rzteverband am Mittwoch mit. Die Praxen seien zuvor gebeten worden, kurzfristig Termine f\u00fcr 15.000 zus\u00e4tzliche Dosen der Impfstoffe Biontech\/Pfizer und Moderna zu organisieren \u2013 die Lieferungen seien aber am Dienstag wieder abgesagt worden. Nach Angaben des Innenministeriums, das f\u00fcr den Impflogistikstab zust\u00e4ndig ist, soll der Fehler bei der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) gelegen haben. &#171;Die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung hat einzelnen Hausarztpraxen kurzfristig Impfstoffkontingente zur Bestellung angeboten, die gar nicht zur Verf\u00fcgung standen&#187;, erkl\u00e4rte Ministeriumssprecher Martin Burmeister auf Anfrage. &#171;Die Auslieferung an die \u00c4rzte konnte dementsprechend nicht erfolgen.&#187; Dagegen erkl\u00e4rte die KVBB, sie sei am vergangenen Donnerstag vom Impflogistikstab beauftragt worden,20.000 zus\u00e4tzliche Termine in den Impfzentren zu organisieren. Kurzfristig seien dort aber nur 5.000 zus\u00e4tzliche Termine m\u00f6glich gewesen. Daher habe die KVBB f\u00fcr die weiteren 15.000 Dosen die 150 Pilotpraxen gebeten, kurzfristig Termine auszumachen und den Impflogistikstab dar\u00fcber informiert, hie\u00df es in der Mitteilung. &#171;Dem Plan hat niemand widersprochen.&#187; Burmeister best\u00e4tigte, dass es 20.000 zus\u00e4tzliche Impfdosen von Biontech\/Pfizer und Moderna gegeben hat. Die KVBB habe damit aber nur zus\u00e4tzliche Termine in den Impfzentren organisieren sollen. Da in den Zentren aber nur 5.000 solcher Termine angeboten werden konnten, seien die restlichen 15.000 Dosen f\u00fcr andere Impfma\u00dfnahmen au\u00dferhalb der Arztpraxen eingeplant worden. Todesf\u00e4lle nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin haben die franz\u00f6sische Justiz auf den Plan gerufen. Die Pariser Staatsanwaltschaft er\u00f6ffnete nach Anzeigen von Hinterbliebenen vorl\u00e4ufige Ermittlungen wegen &#171;fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung&#187; in drei F\u00e4llen, wie die Ermittler am Mittwoch ank\u00fcndigten. Unter den Toten sind demnach zwei Frauen im Alter von 26 und 38 Jahren, die kurz nach der Impfung Thrombosen erlitten. In Nantes in Westfrankreich starb eine 26-j\u00e4hrige Medizinstudentin, deren Leiche nun untersucht werden soll. In Toulouse im S\u00fcdwesten des Landes starb eine 38-j\u00e4hrige Sozialarbeiterin an Blutgerinnseln im Hirn. Auch einen dritten Fall im Pariser Raum geht die Staatsanwaltschaft nach. Der Opferanwalt Etienne Boittin sprach von insgesamt rund 15 ungekl\u00e4rten Todesf\u00e4llen in Frankreich. Dabei handele es sich gr\u00f6\u00dftenteils um Menschen &#171;unter 60 Jahren&#187;. In Frankreich darf das Vakzin von Astrazeneca nach Berichten \u00fcber seltene, aber schwerwiegende F\u00e4lle von Blutgerinnseln nur noch Menschen ab 55 Jahren verabreicht werden. In Deutschland liegt die Altersgrenze bei 60 Jahren. Die gerade beschlossene Bundesnotbremse soll einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge f\u00fcr die Hochschulen entsch\u00e4rft werden. Hintergrund sind Proteste aus dem Hochschulbereich und aus den L\u00e4ndern. Durch eine erneute \u00c4nderung des Infektionsschutzgesetzes sollen die Notbremse-Regeln nun entsprechend ge\u00e4ndert werden, wie aus einer Gesetzesvorlage hervorgeht, die dem RND vorliegt. Die Wissenschaftsminister der L\u00e4nder und die Hochschulrektorenkonferenz hatten Korrekturen gefordert. Der Grund: Hochschulen und Schulen werden in der Bundes-Notbremse in einem Atemzug genannt. Die Schul-Regeln, so die Kritik, lie\u00dfen sich aber nicht einfach auf Hochschulen \u00fcbertragen, etwa die Vorgabe, dass auf &#171;Wechselunterricht&#187; umgestellt werden muss, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100 \u00fcberschreitet. Ab einer Inzidenz von 165 ist laut Notbremse zudem &#171;Pr\u00e4senzunterricht&#187; verboten. Hier hatten L\u00e4nder und Hochschulen kritisiert, dass eine Komplettschlie\u00dfung und Umstellung auf Distanzlehre in Studieng\u00e4ngen mit viel Praxisbezug und Laborarbeit kaum m\u00f6glich ist, etwa im Medizinstudium oder auch im Sportstudium. Die Wissenschaftsminister hatten in einem Schreiben an Gesundheitsminister Jens Spahn und Bildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) auch klargestellt, dass sie bestimmte Praxisteile im Studium trotz Notbremse weiter aufrechterhalten wollen. Nun sind dem Entwurf zufolge Pr\u00e4zisierungen im Gesetz geplant: Aus der Vorschrift zur Umstellung auf Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 werden die Hochschulen herausgenommen und f\u00fcr Praxisteile im Studium werden auch offiziell Ausnahmen erm\u00f6glicht, auch wenn die Inzidenz die 165er-Marke \u00fcberschreitet. In der Schweiz sollen ab Juli wom\u00f6glich wieder Open-Air-Feste mit bis zu 3000 Besuchern stattfinden k\u00f6nnen. Ab September k\u00f6nnten sogar Ereignisse mit bis zu 10 000 Besuchern stattfinden &#8212; wenn es die epidemiologische Lage erlaubt. Das teilte die Regierung in Bern am Mittwoch mit, um Veranstaltern schon heute einen Planungshorizont zu geben. Teilnehmen d\u00fcrften daran aber nur Personen, die geimpft, genesen oder negativ getestet seien. Daf\u00fcr gebe es bis zum Sommer ein f\u00e4lschungssicheres Covid-Zertifikat. Sollte die Anzahl der Infektionen entgegen den Erwartungen steigen und die Veranstaltungen m\u00fcssten kurzfristig abgesagt werden, sollen Veranstalter unter bestimmten Bedingungen entsch\u00e4digt werden. Sie blieben nach den Vorstellungen der Regierung in Bern aber auf 30 000 Franken (rund 27 000 Euro) sowie 20 Prozent des verbleibenden Betrags sitzen. Auch die Kantone m\u00fcssten in die Tasche greifen, deshalb werden die Vorschl\u00e4ge noch zur Diskussion gestellt. Die endg\u00fcltige Entscheidung f\u00e4llt Ende Mai. Die Regierung will Kantonen schon im Juni eine kleine Anzahl von Pilotprojekten mit 300 bis 600 Personen erlauben. Vollst\u00e4ndig Geimpfte sind in Sachsen-Anhalt nach der aktuell g\u00fcltigen Corona-Eind\u00e4mmungsverordnung von der Testpflicht auf das Coronavirus befreit. Das stellte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Mittwoch in Magdeburg mit Blick auf die Debatte um mehr Freiheiten f\u00fcr Geimpfte klar. Mit einem Nachweis \u00fcber einen vollst\u00e4ndigen Impfschutz sei es bereits jetzt m\u00f6glich, etwa zum Friseur oder in ein Gesch\u00e4ft zu gehen, ohne einen negativen Test nachweisen zu m\u00fcssen. Dies gelte \u00fcberall dort, wo eine Testpflicht angeordnet sei. Die Regelung gelte auch f\u00fcr Menschen, die im Beruf einer regelm\u00e4\u00dfigen Testpflicht unterliegen. Dazu geh\u00f6ren Erzieherinnen, Lehrer, Pflegekr\u00e4fte sowie Mitarbeiterinnen in Altenpflegeheimen. Die Befreiung von der Testpflicht gilt laut Grimm-Benne auch f\u00fcr vollst\u00e4ndig geimpfte Besucher in Pflegeeinrichtungen. Ein vollst\u00e4ndiger Impfschutz liegt nach Ablauf von 14 Tagen nach der letzten Impfung vor, die f\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges Impfschema erforderlich ist. Das Pharmaunternehmen Biontech will Berichte \u00fcber F\u00e4lle von Herzmuskelentz\u00fcndungen aus Israel nach der Impfung mit seinem Covid-19-Impfstoff pr\u00fcfen. Biontech habe diese Informationen aus Israel gesehen und um weitere Details dazu gebeten, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin am Mittwoch bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausl\u00e4ndischen Presse in Deutschland. &#171;Wir haben bis jetzt keinen Hinweis auf geh\u00e4ufte F\u00e4lle dieser Herzmuskelentz\u00fcndungen&#187;, erkl\u00e4rte Sahin. Daten aus den USA oder Deutschland h\u00e4tten bisher kein ungew\u00f6hnliches Auftreten gezeigt. Am Wochenende war bekannt geworden, dass das israelische Gesundheitsministerium F\u00e4lle von Herzmuskelentz\u00fcndung in Verbindung mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech und seinem Partner Pfizer untersucht. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer d\u00fcrfte nach erster Einsch\u00e4tzung der Unternehmen auch gegen die in Indien grassierende Corona-Mutation wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber &#171;zuversichtlich&#187;, dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke. Die indische Mutation zeichne sich durch Ver\u00e4nderungen aus, die bereits aus anderen Corona-Variationen bekannt seien, erl\u00e4uterte Sahin. Gegen diese wirke der Impfstoff. Insgesamt h\u00e4tten Biontech und Pfizer inzwischen schon mehr als 30 Corona-Varianten getestet, sagte der Firmengr\u00fcnder. Bei fast allen funktioniere er genau so gut wie bei der Ursprungsform. Auch in den F\u00e4llen, in denen die Immunantwort schw\u00e4cher ausfalle, sei sie ausreichend. Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer entwickelten einen von bislang vier in der EU zugelassenen Impfstoffen gegen Corona. Er basiert auf der mRNA-Technologie, gilt als sehr wirksam und sicher und wird in vielen L\u00e4ndern eingesetzt. In der deutschen Impfkampagne spielt er eine zentrale Rolle. Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sprach sich f\u00fcr mobile Impfteams in sozial benachteiligten Stadtteilen der Gro\u00dfst\u00e4dte aus. &#171;Wenn zus\u00e4tzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, w\u00fcrde ich das absolut bef\u00fcrworten. Zun\u00e4chst einmal ist Aufkl\u00e4rungsarbeit wichtig&#187;, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-&#171;Morgenmagazin&#187;. Giffey sagte, bei vielen Menschen gebe es Vorbehalte, gro\u00dfe \u00c4ngste und Unsicherheiten. &#171;Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich wei\u00df gar nicht, wie das geht.&#187; Deshalb m\u00fcsse man um Vertrauen werben und &#171;hingehen, ansprechen in der Sprache, \u00fcber die Sender, die geh\u00f6rt und gesehen werden&#187;, sagte Giffey. Mit den Teams k\u00f6nne man dort schlie\u00dflich alle Menschen erreichen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will schnellstm\u00f6glich eine Verordnung zu Lockerungen f\u00fcr vollst\u00e4ndig Geimpfte auf den Weg bringen. &#171;Gr\u00fcndlichkeit bei dieser Arbeit bedeutet nicht, dass wir langsam arbeiten&#187;, sagte Lambrecht im ARD-&#171;Morgenmagazin&#187; am Mittwoch. Sie wolle schnellstm\u00f6glich eine entsprechende Verordnung vorlegen, die anschlie\u00dfend von Bundestag und Bundesrat beraten werde. &#171;Wir werden dann hoffentlich schnell zu einem Ergebnis kommen&#187;, sagte Lambrecht weiter. Es sei nun wichtig, m\u00f6glichst schnell ein Signal an alle Geimpfte zu senden. &#171;Wir m\u00fcssen aufzeigen, dass rechtsstaatliche Grunds\u00e4tze in Normalzeiten gelten, aber auch in Pandemiezeiten&#187;, sagte Lambrecht. Wenn von Menschen keine Infektionsgefahr mehr ausgehe, falle auch die Begr\u00fcndung f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung von Grundrechten weg, argumentierte die Justizministerin. Die Initiativen einzelner Bundesl\u00e4nder, vollst\u00e4ndig Geimpfte mit tagesaktuell negativ Getesteten gleichzustellen, begr\u00fc\u00dfte Lambrecht ausdr\u00fccklich. &#171;Ich bin froh, dass diese Diskussion gef\u00fchrt wird&#187;, sagte sie. &#171;Was in den L\u00e4ndern geschieht, geht in die richtige Richtung&#187;. Im Prozess der EU gegen Astrazeneca um Lieferungen von Corona-Impfstoffen streitet der schwedisch-britisch Pharmakonzern die Verpflichtung ab, aus allen Produktionsst\u00e4tten Vakzine f\u00fcr die Staatenunion bereitzustellen. Zuvor hatte der Anwalt der EU zum Auftakt des Gerichtsverfahrens erkl\u00e4rt, man verlange Lieferungen aus allen im Vertrag mit Astrazeneca aufgelisteten Werken, auch jenen in Gro\u00dfbritannien. Astrazeneca hat mehrmals die urspr\u00fcnglich der EU zugesagten Liefermengen verringert. Der Vorsitzende des Deutschen Haus\u00e4rzteverbands, Ulrich Weigeldt, fordert deutlich mehr Corona-Impfstoffe f\u00fcr die Arztpraxen, damit diese z\u00fcgig ihre Patienten impfen k\u00f6nnen. Er hielt der Politik in der &#171;Passauer Neuen Presse&#187; eine Bevorzugung der Impfzentren vor \u2013 die aber sei nicht nachvollziehbar. &#171;Es geht doch nicht um die Auslastung von Impfzentren, sondern um ein rasches Impfen m\u00f6glichst vieler Menschen. Und die wollen mehrheitlich zu ihren Haus\u00e4rzten.&#187; Das bestehende gute Netz solcher \u00c4rzte und auch der Fach\u00e4rzte sorge daf\u00fcr, dass der Impf-Turbo z\u00fcnde. &#171;Deshalb muss mehr Impfstoff in die Praxen&#187;, sagte er. Weigeldt kritisierte zudem, die Priorisierung, also die Reihenfolge bei den Impfungen, werde im politischen Raum noch nicht richtig verstanden. &#171;Da kann es nicht um Schema F gehen. Vielmehr brauchen die \u00c4rzte Ermessensspielr\u00e4ume, um zun\u00e4chst all diejenigen zu impfen, die ein Risiko tragen.&#187; Er sei zwar nicht daf\u00fcr, die Priorisierung schon komplett aufzugeben. &#171;Aber die Haus\u00e4rzte m\u00fcssen die M\u00f6glichkeit haben, damit vern\u00fcnftig und pragmatisch umzugehen und nicht stur nach Regel. Eine gewisse Flexibilit\u00e4t ist notwendig.&#187; Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag nach Beratungen mit den Ministerpr\u00e4sidenten der Bundesl\u00e4nder erkl\u00e4rt, dass Corona-Impfungen sp\u00e4testens ab Juni f\u00fcr alle in Deutschland m\u00f6glich sein sollen \u2013 also ohne die bisherige Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Vorerkrankungen. Indien meldet mit 360.960 Corona-Neuinfektionen erneut einen weltweiten H\u00f6chstwert und \u00fcberschreitet die Schwelle von 200.000 Todesf\u00e4llen.3293 weitere Menschen starben in Verbindung mit dem Virus und damit so viele wie nie zuvor, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Damit stieg die Zahl der Todesf\u00e4lle in dem s\u00fcdasiatischen Land auf 201.187. Bei den best\u00e4tigten Ansteckungen verzeichnet Indien nun schon den siebten Tag in Folge mehr als 300.000 neue F\u00e4lle binnen 24 Stunden und weist mit fast 18 Millionen nachgewiesenen F\u00e4llen weltweit die zweitmeisten Infektionen nach den USA auf. China steht in den n\u00e4chsten Tagen eine gewaltige Reisewelle bevor. Laut Beh\u00f6rdensch\u00e4tzung d\u00fcrften \u00fcber die anstehenden Feiertage vom 1. bis zum 5. Mai rund 250 Millionen Reisende in der Volksrepublik unterwegs sein. Wie das Verkehrsb\u00fcro des Ministeriums f\u00fcr \u00d6ffentliche Sicherheit mitteilte, h\u00e4tten Buchungen f\u00fcr Hotels und Flugreisen das Niveau von 2019, also bevor die Corona-Pandemie ausgebrochen war, &#171;deutlich \u00fcberschritten&#187;. Die Rede war von einem regelrechten &#171;Boom&#187; bei Inlandsreisen. Chinas Regierung hatte nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie strikte Ma\u00dfnahmen beschlossen. Ein rigoroser Lockdown und scharfe Einreisekontrollen f\u00fchrten dazu, dass &#8212; von kleineren lokalen Ausbr\u00fcchen abgesehen &#8212; bereits seit gut einem Jahr nur noch sehr wenige Corona-F\u00e4lle auftreten. Seitdem befindet sich die Wirtschaft auf Erholungskurs. Auch der Tourismus im Inland nimmt wieder Fahrt auf. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat davor gewarnt, sich in der Corona-Pandemie zu sehr auf die Herdenimmunit\u00e4t zu verlassen. &#171;Angenommen die Herdenimmunit\u00e4t l\u00e4ge bei 70 Prozent. Der Laie denkt dann h\u00e4ufig, wenn sich 70 Prozent impfen lassen, kann sich der Rest nicht mehr infizieren. Das ist aber falsch&#187;, sagte Lauterbach der &#171;Welt&#187; (Online Dienstag\/Print Mittwoch). &#171;Die Pandemie wird Einzelne nicht verschonen, man wird entweder krank oder geimpft&#187;, sagte Lauterbach. Eine Aufhebung der Ma\u00dfnahmen sei nur bei einer hohen Durchimpfung der Bev\u00f6lkerung m\u00f6glich. &#171;Wenn allen Menschen ein Impfangebot gemacht wurde, hei\u00dft das noch nicht, dass die Bars so offen sein k\u00f6nnen wie vor der Pandemie&#187;, meinte er. &#171;Ich rechne damit, dass Menschen Impfp\u00e4sse oder Antigen-Tests zeigen werden m\u00fcssen, zumindest in Lokalit\u00e4ten, wo das Risiko sehr hoch ist.&#187; Angesichts der rasant wachsenden Zahl von Geimpften in den USA werden die Corona-Vorgaben f\u00fcr das \u00f6ffentliche Leben weiter gelockert. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC ver\u00f6ffentlichte am Dienstag neue Empfehlungen, wonach voll geimpfte Personen bei vielen Aktivit\u00e4ten im Freien nicht mehr unbedingt eine Maske tragen m\u00fcssen. Spazieren gehen, Radfahren, Treffen in kleineren Gruppen oder Restaurantbesuche im Freien etwa seien f\u00fcr komplett Geimpfte auch ohne Gesichtsmaske sicher. Bei gr\u00f6\u00dferen Menschenansammlungen im Freien werde das Tragen einer Maske aber auch f\u00fcr Geimpfte weiter empfohlen. Die CDC-Chefin Rochelle Walensky sagte zur Begr\u00fcndung f\u00fcr die neuen Vorgaben, das Virus werde \u00fcberwiegend in geschlossenen R\u00e4umen \u00fcbertragen. Die Beh\u00f6rde hatte mit dem Fortschreiten der Impfkampagne in den USA bereits zuvor schrittweise ihre Empfehlungen f\u00fcr die Beschr\u00e4nkung sozialer Kontakte und Reisen gelockert. In den USA sind laut CDC bereits rund 29 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung voll geimpft. Unter den Erwachsenen ab 18 Jahren sind es 37 Prozent, unter den \u00c4lteren ab 65 Jahren sind es mehr als 67 Prozent. Mehrere Bundesl\u00e4nder wollen vollst\u00e4ndig Geimpften k\u00fcnftig die gleichen Freiheiten einr\u00e4umen wie negativ Getesteten. Das k\u00fcndigte unter anderem Hessens Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier (CDU) an. Das Land habe in der vergangenen Woche seine Verordnungen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts angepasst. Auch Bayern und Th\u00fcringen hatten am Dienstag \u00e4hnliche Schritte angek\u00fcndigt: Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmb\u00e4dern, sind aber nicht vorgesehen. Dem RKI zufolge ist das Risiko einer \u00dcbertragung durch Personen, die vollst\u00e4ndig geimpft wurden und sich mit dem Coronavirus infizieren geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen. Die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Sonder-Regelungen sind im Infektionsschutzgesetz des Bundes ausdr\u00fccklich vorgesehen. In Paragraf 77 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hei\u00dft es, dass die L\u00e4nder bis zum Erlass einer Rechtsverordnung Ausnahmen in Eigenregie umsetzen d\u00fcrfen. Eine bundesweit einheitliche Regelung wird wohl erst Ende Mai beschlossen. Die hessische Verordnung soll nun f\u00fcr alle Bereiche gelten, in denen bislang Tests erforderlich waren. Die Regel greift demnach 14 Tage nach der vollst\u00e4ndigen Impfung. &#171;Es braucht dann keinen Test mehr.&#187; Dies gelte etwa f\u00fcr den Friseurbesuch, beim Einkaufen und bei Quarant\u00e4neregeln. Nach dem Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern hat der Vizechef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dessen Ergebnisse scharf kritisiert. &#171;Wir sind deutlich verwundert und reiben uns ein bisschen die Augen, wenn jetzt von einem &#171;Hoffnungsgipfel&#187; gesprochen wird. Ich w\u00fcrde fast eher sagen, &#171;ein Phrasengipfel und ein Gipfel der Gemeinpl\u00e4tze&#187;, sagte Hofmeister im Interview mit der Bayern-2-&#171;Radiowelt&#187;. Bund und L\u00e4nder hatten bei dem Gipfel am Montag entschieden, die Impfpriorisierung sp\u00e4testens im Juni aufheben zu wollen. Das k\u00e4me vielen B\u00fcrgern vermutlich noch zu lang vor, sagte Hofmeister. &#171;Sobald also genug Impfstoff da ist \u2013 und das ist ja jetzt Woche f\u00fcr Woche mehr der Fall \u2013 muss geimpft werden, wer geimpft werden kann.&#187; Hofmeister kritisierte zudem, dass es nach dem Gipfel noch keine Entscheidung gebe, wann Corona-Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Geimpfte und Genesene aufgehoben werden k\u00f6nnten. &#171;Wenn ein sicherer Impfschutz da ist \u2013 und die Zahlen zeigen inzwischen, dass geimpfte Menschen ein sehr geringes \u00dcbertragungsrisiko haben \u2013 dann gibt es in dem Sinne der Angemessenheit keine Einschr\u00e4nkung f\u00fcr die Grundrechte mehr.&#187; Eine Ausnahme sei aber beispielsweise das Tragen von Schutzmasken. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen f\u00fcr die Einhaltung der Corona-Regeln im Ramadan gedankt. &#171;Wir sind dankbar, dass die Menschen muslimischen Glaubens sich an die geltenden Hygienebestimmungen halten&#187;, sagte Steinmeier am Dienstag in seinem Bonner Amtssitz, der Villa Hammerschmidt. Im Gespr\u00e4ch mit Vertreterinnen des Sozialdiensts muslimischer Frauen wies Steinmeier darauf hin, dass die Einhaltung des Fastenmonats unter Corona-Bedingungen eine besondere Herausforderung darstelle. Dazu komme, dass das gro\u00dfe Gemeinschaftserlebnis, auf das man sich normalerweise freue, das Fest des Fastenbrechens oder Zuckerfest, auch dieses Jahr nicht im gewohnt gro\u00dfen Kreis stattfinden k\u00f6nne. &#171;Das fehlt Ihnen&#187;, bedauerte Steinmeier. &#171;Ich sage es schweren Herzens, dass ich darum bitten muss, Entt\u00e4uschung und Verzicht auch in diesem Fastenmonat noch zu ber\u00fccksichtigen.&#187; Sein Dank richte sich in gleicher Weise auch an die anderen Religionsgemeinschaften, die alle auf ihre Weise mit den Einschr\u00e4nkungen umgehen m\u00fcssten. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis k\u00f6nnte die Produktion des Covid-19-Impfstoffs f\u00fcr den deutschen Arzneimittelhersteller Curevac \u00fcber das bislang vereinbarte Ausma\u00df hinaus steigern. Das Unternehmen beherrsche den Herstellungsprozess immer besser und sei in der Lage, sehr gro\u00dfe Mengen zu produzieren, sagte Novartis-Chef Vasant Narasimhan am Dienstag. &#171;Wir sind zuversichtlich, dass wir zus\u00e4tzliche Impfstoffdosen aus unserer \u00f6sterreichischen Anlage in Kundl liefern k\u00f6nnten, wenn dies erforderlich w\u00e4re.&#187; Geplant ist, dass Novartis dieses Jahr in dem Werk in der Tiroler Ortschaft bis zu 50 Millionen Impfdosen herstellt,2022 sollen es dann bis zu 200 Millionen sein. Curevac ist in Deutschland noch nicht zugelassen. Die Vereinigten Staaten wollen bis zu 60 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca an andere L\u00e4nder abgeben. Rund 10 Millionen Dosen k\u00f6nnten &#171;in den kommenden Wochen&#187; nach einer Pr\u00fcfung durch die Lebens- und Arzneimittelbeh\u00f6rde (FDA) exportiert werden, weitere 50 Millionen Dosen seien noch in verschiedenen Stadien der Herstellung, sagte die Sprecherin von US-Pr\u00e4sident Joe Biden, Jen Psaki, am Montag. Diese k\u00f6nnten im Mai oder Juni fertiggestellt werden, sagte Psaki im Wei\u00dfen Haus. Psaki machte zun\u00e4chst keine Angaben zu m\u00f6glichen Empf\u00e4ngerstaaten f\u00fcr den Impfstoff. Es blieb auch noch unklar, ob es sich dabei um Spenden, Verk\u00e4ufe oder Leihgaben handeln w\u00fcrde. Im M\u00e4rz hatten die USA angek\u00fcndigt, insgesamt rund vier Millionen Astrazeneca-Dosen an Mexiko und Kanada zu verleihen. Der Impfstoff des Herstellers ist in den USA noch nicht zugelassen. Dort sind bislang nur die Impfstoffe von Moderna, Biontech\/Pfizer und Johnson &amp; Johnson im Einsatz. Die US-Regierung hat sich gen\u00fcgend Impfstoffe gesichert, um die gesamte Bev\u00f6lkerung von rund 330 Millionen Menschen auch ohne das Produkt von Astrazeneca zu versorgen. St\u00e4dte und Gemeinden in Deutschland kritisieren nach dem Impfgipfel die Vertagung der Entscheidung zum Umgang mit Geimpften. &#171;Dass bei der Konferenz der Ministerpr\u00e4sidentinnen und Ministerpr\u00e4sidenten mit der Bundeskanzlerin noch keine abschlie\u00dfende Verst\u00e4ndigung \u00fcber die Aufhebung der Grundrechtseinschr\u00e4nkungen f\u00fcr vollst\u00e4ndig geimpfte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger getroffen wurde, ist bedauerlich&#187;, sagt der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des St\u00e4dte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Zeitung &#171;Rheinische Post&#187;. Es handele sich dabei nicht um die Einr\u00e4umung von Sonderrechten oder Privilegien, sondern um die Aufhebung nicht mehr gerechtfertigter Grundrechtseingriffe. Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Katrin G\u00f6ring-Eckardt zeigt sich entt\u00e4uscht \u00fcber die Beschl\u00fcsse der Regierungschefs von Bund und L\u00e4ndern. Der Impfgipfel habe viele Fragen offengelassen und hinke der Realit\u00e4t hinterher, sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgaben) laut Vorabbericht. Damit die Impfkampagne in den kommenden Wochen bei besserer Impfstoffverf\u00fcgbarkeit mehr Tempo aufnehmen k\u00f6nne, h\u00e4tte es heute klare Absprachen und Vorbereitungen f\u00fcr die baldige Einbeziehung der \u00fcber 10.000 Betriebs\u00e4rzte geben m\u00fcssen. Zudem m\u00fcsse z\u00fcgig gepr\u00fcft werden, ob bei bestimmten Impfstoffen die Zulassung f\u00fcr Kinder und Jugendliche erweitert werden k\u00f6nne &#171;oder wie Kinder anders schneller einen Impfschutz erhalten k\u00f6nnen&#187;. Die Berliner Polizei will die gro\u00dfe Mai-Demonstration, die traditionell am 1. Mai um 18 Uhr stattfindet, in diesem Jahr laut einem Zeitungsbericht laufen lassen. Man werde aber auf die Einhaltung der Infektionsschutzregeln achten, berichtet die Zeitung &#171;Welt&#187; unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Das betreffe das Tragen von Masken und das Einhalten von Abst\u00e4nden. Sei das nicht der Fall, sei man gezwungen, die Demonstration aufzul\u00f6sen. Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan einen mehr als zweiw\u00f6chigen Lockdown angek\u00fcndigt. Vom 29. April bis 17. Mai m\u00fcssen alle Betriebe schlie\u00dfen, die keine Ausnahmegenehmigung haben, wie Erdogan am Montag in Ankara sagte. Die Ausnahmen w\u00fcrden noch vom Innenministerium bekanntgegeben. Reisen zwischen St\u00e4dten seien nur mit Genehmigung m\u00f6glich. Die T\u00fcrkei hatte wegen stark steigender Fallzahlen die Corona-Restriktionen bereits zu Beginn des Fastenmonats Mitte April weiter versch\u00e4rft. So mussten etwa Caf\u00e9s und Restaurants schlie\u00dfen und auf Lieferservice umstellen. Zudem bestehen n\u00e4chtliche Ausgangssperren. Die Fallzahlen sind vor allem in der Millionenmetropole Istanbul extrem hoch. Das Gesundheitsministerium teilte am Montag mit, die Sieben-Tage-Inzidenz liege dort bei rund 850 F\u00e4llen pro 100.000 Einwohner. Auch die westt\u00fcrkische Provinz Canakkale ist stark betroffen. Am Sonntag lag die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen bei rund 38.600 F\u00e4llen und damit niedriger als die Tage zuvor. An einem Tag starben 347 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das Land hat rund 84 Millionen Einwohner. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der fordert mehr Geschwindigkeit und Flexibilit\u00e4t bei den Corona-Schutzimpfungen in Deutschland. &#171;Wo wir freier impfen, sind wir sehr effizient&#187;, sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag beim Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern. In der aktuellen Phase der Pandemie seien zwei Punkte wichtig: &#171;Wie k\u00f6nnen wir die Geschwindigkeit beim Impfen erh\u00f6hen?&#187; und &#171;Wie k\u00f6nnen wir Grundrechte zur\u00fcckgeben?&#187; S\u00f6der betonte den Angaben zufolge, er bef\u00fcrworte, dass Menschen mit einem vollst\u00e4ndigen Impfschutz auch weniger Corona-Auflagen erf\u00fcllen m\u00fcssten: &#171;Wer zweimal geimpft ist, sollte auch mehr Freiheiten bekommen.&#187; Als Beispiele f\u00fcr Erfolge gegen die Pandemie nannte S\u00f6der die sogenannten Riegel- und Ringimpfungen. Bislang k\u00f6nnen die L\u00e4nder von der grunds\u00e4tzlich verbindlichen Impfreihenfolge nur abweichen, um eine dynamische Ausbreitung des Coronavirus aus hochbelasteten Grenzregionen (Ringimpfung) oder aus Hochinzidenzgebieten (Riegelimpfung) zu verhindern. Bund und L\u00e4nder wollen sich heute auf das weitere Vorgehen in der Impfkampagne einigen. Kanzlerin Merkel soll nach Informationen der &#171;Bild&#187;-Zeitung in einem Gespr\u00e4ch mit dem CDU-Pr\u00e4sidium gesagt haben: &#171;Das wird ein Anklagegipfel, wenn ich mir die Wortbeitr\u00e4ge der A-Seite anschaue.&#187; Offenbar wird vor allem aus den SPD-gef\u00fchrten L\u00e4ndern Gegenwind in Bezug auf die geplanten Gipfelbeschl\u00fcsse erwartet. Merkel erkl\u00e4rte au\u00dferdem, dass f\u00fcr Getestete nicht das gelten k\u00f6nne, was f\u00fcr vollst\u00e4ndig Geimpfte gilt. &#171;Sicherheit der Impfung ist viel robuster als die Sicherheit der Tests&#187;, wird sie von der Zeitung zitiert. Aus Teilnehmerkreisen der anschlie\u00dfenden Onlineberatungen des gr\u00f6\u00dferen CDU-Bundesvorstands hie\u00df es, CDU-Chef Armin Laschet habe zu Beginn \u00fcber die erfreulichen Fortschritte beim Impfen gesprochen. Schon im Pr\u00e4sidium sei es gr\u00f6\u00dftenteils um die Bew\u00e4ltigung der Corona-Pandemie gegangen. Die &#171;Bild&#187;-Zeitung berichtete zudem, Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe im Pr\u00e4sidium gesagt, die Regeln mit Abstand und Masken m\u00fcssten noch bleiben, bis eine Gruppenimmunit\u00e4t erreicht sei. Es sei zudem eine gro\u00dfe Herausforderung, bei Migranten f\u00fcr eine Impfung zu werben. Auch die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, habe \u00fcber die Probleme gesprochen, Migranten beim Thema Corona zu erreichen. Dies funktioniere auf konventionellen Wegen nicht. Spahn habe wie die Kanzlerin davor gewarnt, die Priorisierung pauschal aufzuheben. Der US-Pharmakonzern Johnson &amp; Johnson wird wohl weniger Impfstoff nach Deutschland liefern als zugesagt. In dieser Woche war eigentlich eine zweite Charge erwartet worden, diese werde nun gek\u00fcrzt, berichtet der &#171;Spiegel&#187; unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die zweite Lieferung &#171;wird nicht den urspr\u00fcnglich prognostizierten Umfang haben&#187;, wird das Gesundheitsministerium zitiert. Den Angaben zufolge waren 440.000 Dosen des Corona-Vakzins erwartet worden. Wie viele Dosen nun tats\u00e4chlich in Deutschland ankommen sollen, habe das Ministerium nicht bekannt gegeben. Die Bundesregierung will Erleichterungen f\u00fcr Geimpfte nach eigenen Angaben schon bald auf den Weg bringen. Einen genauen Zeitplan f\u00fcr die Verabschiedung einer entsprechenden Verordnung im Kabinett gibt es aber laut Regierungssprecher Steffen Seibert noch nicht. Seibert sagte am Montag in Berlin: &#171;Wir streben an, z\u00fcgig einen Verordnungsentwurf zu bearbeiten.&#187; Dessen Ausgestaltung h\u00e4nge vom Ergebnis der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz ab. Vor dem Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern fordert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), eine bevorzugte Immunisierung von Drogenabh\u00e4ngigen. &#171;Menschen mit Suchterkrankungen haben ein deutlich geschw\u00e4chtes Immunsystem und sind daher besonders gef\u00e4hrdet f\u00fcr einen schweren Covid-19-Verlauf&#187;, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschlands vom Montag zur Begr\u00fcndung. S\u00fcchtige litten oftmals an chronischen Erkrankungen wie Asthma, Leberzirrhose oder Depressionen, f\u00fchrte Ludwig aus. &#171;Nat\u00fcrlich m\u00fcssen diese vulnerablen Gruppen in einer Pandemie besonderen Schutz erhalten. Es macht also absolut Sinn, wenn diese Personengruppen priorit\u00e4r gegen Covid-19 geimpft werden.&#187; Eine rasche Impfung diene nicht nur dem Schutz der Betroffenen selbst, sondern dem Schutz aller, f\u00fcgte Ludwig hinzu. Jeder Geimpfte sei schlie\u00dflich ein weiterer Fortschritt in Richtung Herdenimmunit\u00e4t. &#171;Neid oder Missgunst sind hier also absolut nicht angebracht&#187;, betonte die Drogenbeauftragte. In Deutschland sind inzwischen mehr als 25 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag mitteilte, \u00fcberschritt die Zahl \u00fcber das Wochenende diese Marke und lag bei 25,45 Millionen. Die Spitzen von Bund und Bundesl\u00e4ndern beraten ab dem Nachmittag \u00fcber den Stand der Corona-Impfungen. Laut aktuellen RKI-Zahlen erhielten bundesweit bis Montag knapp 19,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfung. Das entsprach einem Bev\u00f6lkerungsanteil von 23,4 Prozent. Knapp sechs Millionen waren inzwischen bereits zweimal geimpft, das waren 7,2 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Am Samstag und am Sonntag wurden in Deutschland demnach insgesamt weitere 610.000 Corona-Impfungen verabreicht. Das israelische Gesundheitsministerium untersucht F\u00e4lle von Herzmuskelentz\u00fcndungen in Verbindung mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech\/Pfizer. Eine vorl\u00e4ufige Studie habe &#171;Dutzende von F\u00e4llen&#187; von Myokarditis bei mehr als f\u00fcnf Millionen Geimpften gezeigt, haupts\u00e4chlich nach der zweiten Dosis, sagte der israelische Koordinator f\u00fcr die Pandemiebek\u00e4mpfung, Nachman Ash, am Sonntag. Es sei unklar, ob die Anzahl der Personen mit Entz\u00fcndung des Herzmuskelgewebes ungew\u00f6hnlich hoch sei und ob dies in Zusammenhang mit dem Vakzin stehe. Ein Nachweis zwischen Erkrankung und Impfstoff sei schwierig, weil Myokarditis oft ohne Komplikationen ablaufe und durch eine Vielzahl von Viren verursacht werden k\u00f6nne. Auch sei eine \u00e4hnliche Anzahl von F\u00e4llen in den vergangenen Jahren gemeldet worden. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters erkl\u00e4rte Pfizer, das Unternehmen sei &#171;sich der israelischen Beobachtungen der Erkrankung bewusst, die \u00fcberwiegend bei jungen M\u00e4nnern aufgetreten sei, die den Impfstoff von Pfizer\/Biontech erhielten&#187;. Unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen w\u00fcrden regelm\u00e4\u00dfig und gr\u00fcndlich \u00fcberpr\u00fcft, und das Unternehmen habe keine h\u00f6here Myokarditis-Rate beobachtet, als in der Allgemeinbev\u00f6lkerung zu erwarten w\u00e4re. &#171;Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass Myokarditis ein Risiko im Zusammenhang mit der Anwendung des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer\/Biontech darstellt.&#187; Indien meldet mit 352.991 Corona-Neuinfektionen den f\u00fcnften Tag in Folge einen weltweiten H\u00f6chstwert. Zudem steigt die Zahl der Todesf\u00e4lle in Verbindung mit dem Virus binnen 24 Stunden um von 2.812 auf insgesamt 195.123 \u2013 so stark wie noch nie in dem s\u00fcdasiatischen Land, wie das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi mitteilt. Mit mehr als 17 Millionen best\u00e4tigten Infektionen weist Indien weltweit die zweitmeisten Ansteckungen nach den USA auf. In Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern nimmt die zweite Corona-Welle immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an. Viele Kliniken sind \u00fcberlastet und der Sauerstoff zur Behandlung von Covid-19-Patienten wird knapp. Mehrere L\u00e4nder haben Indien Hilfe angeboten. Die \u00c4rztegewerkschaft Marburger Bund hat die Bundesregierung aufgefordert, angesichts steigender Impfstoffmengen ihre Impfstrategie anzupassen. Es gebe die Sorge, dass beim Eintreffen gr\u00f6\u00dferer Impfstoffmengen Ende Mai, Anfang Juni diese nicht effizient verimpft werden k\u00f6nnen, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; (Montag). &#171;Wir brauchen deshalb schnell eine Impfwerbekampagne. Da gibt es im Moment leider keine Bewegung&#187;, kritisierte sie. Ein paar Plakate mit der Aufschrift &#171;Deutschland krempelt die \u00c4rmel hoch&#187; reichten da nicht aus. &#171;Wir m\u00fcssen die verschiedenen Zielgruppen genau identifizieren und auf sie zugeschnittene Werbung f\u00fcr das Impfen machen&#187;, sagte Johna. Sie nannte etwa Migrantinnen und Migranten mit schlechten Deutschkenntnissen, die 6,2 Millionen Analphabeten in Deutschland oder junge Frauen, die unberechtigte Angst h\u00e4tten, dass sie nach einer Impfung nicht mehr schwanger werden k\u00f6nnten. Kurz vor dem Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern hat sich Berlins Wirtschaftschaftssenatorin Ramona Pop gegen die Anschaffung des russischen Impfstoffs Sputnik V ausgesprochen. &#171;Der Impfgipfel muss den Startschuss daf\u00fcr geben, dass in den kommenden Wochen deutlich mehr Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden k\u00f6nnen&#187;, teilte die Gr\u00fcnen-Politikerin am Sonntagabend mit. &#171;Hier braucht es schnelle Ma\u00dfnahmen und keine Phantomdebatten wie die Beschaffung von Sputnik-Impfstoff.&#187; Bei den Berliner Gr\u00fcnen gibt es grunds\u00e4tzliche Bedenken gegen Sputnik V, unter anderem vor dem Hintergrund des Konflikts mit Russland wegen des in einem Straflager inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny. Bei einer kontroversen Diskussion am vergangenen Dienstag hat sich der Senat zu dem Thema noch nicht &#171;abschlie\u00dfend positioniert&#187;. Pop unterbreitete einen anderen Vorschlag: &#171;Ich pl\u00e4diere f\u00fcr eine Notzulassung des CureVac-Impfstoffes, um kurzfristig einen weiteren mRNA-Impfstoff mit hoher Wirksamkeit und geringen Nebenwirkungen einsetzen zu k\u00f6nnen.&#187; Am Montag kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder f\u00fcr einen Impfgipfel zusammen. Bei der Videokonferenz soll im Mittelpunkt stehen, welche Corona-Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Geimpfte und Genesene wegfallen k\u00f6nnten. Anschlie\u00dfend ist eine Pressekonferenz geplant, an der auch Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (SPD) teilnimmt. Berlin h\u00e4lt den Vorsitz der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz. Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien haben die USA dem Land konkrete Hilfen in Aussicht gestellt. Neben spezifischen Rohmaterialien f\u00fcr die Herstellung des Impfstoffs von Astrazeneca, der in Indien unter dem Namen Covishield produziert wird, werden die Vereinigten Staaten dem Land &#171;sofort&#187; Medikamente, Schnelltests, Beatmungsger\u00e4te und Schutzausr\u00fcstung zur Verf\u00fcgung stellen, wie das Wei\u00dfe Haus am Sonntag nach einem Telefonat zwischen US-Sicherheitsberater Jake Sullivan und seinem indischen Amtskollegen Ajit Doval mitteilte. Auch bei der Versorgung mit Sauerstoff soll Indien unterst\u00fctzt werden. Die Niederlande untersagen Passagierfl\u00fcge von Indien ab Montag. Das Verbot solle bis zum 1. Mai gelten, teilt das Verkehrsministerium mit. Grund sei die neue Corona-Variante. Das Verbot beziehe sich nicht auf Frachtfl\u00fcge oder Flugzeuge, die medizinisches Personal bef\u00f6rderten. Indien hatte zuvor den vierten Tag in Folge mit fast 350.000 F\u00e4llen eine neue weltweite Rekordmarke bei den Neuinfektionen innerhalb eines Tages gesetzt. Die Hansestadt Rostock gilt als Vorbild in der Corona-Krise. Sie etablierte fr\u00fch eine Teststrategie, startete Modellprojekte und hatte vergleichsweise niedrige Inzidenzwerte. Nun droht allerdings auch Rostock die &#171;Bundesnotbremse&#187;. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Sonntag knapp \u00fcber die wichtige Schwelle von 100 auf 101,3 gestiegen. Vor zwei Wochen war die Inzidenz in der Hansestadt durch verz\u00f6gerte Meldungen bereits einmal sprunghaft auf 135 angestiegen, danach aber schnell wieder auf 83 gesunken. Durch den Anstieg in Rostock liegt der Inzidenzwert in keinem Kreis oder keiner kreisfreien Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mehr unter 100. Landesweit haben sich zuletzt 139,3 Menschen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Am h\u00f6chsten lag der Wert demnach in Ludwigslust-Parchim mit 178, gefolgt von den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald mit jeweils 168,9. In der neuen Woche soll es erstmals mehr als zwei Millionen Corona-Impfungen in den Arztpraxen geben. In der darauffolgenden Woche Anfang Mai sollen es bereits mehr als drei Millionen sein, wie es in einer Vorlage des Gesundheitsministeriums f\u00fcr den Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern am Montag hei\u00dft, der am Sonntag bekannt wurde. Insgesamt haben die Hersteller f\u00fcr das zweite Quartal insgesamt 80 Millionen Impfdosen zugesagt. Davon entfallen 50 Millionen Dosen auf Biontech\/Pfizer. Kalenderwochenbezogene Lieferpl\u00e4ne bis Ende Juni l\u00e4gen bisher aber nur von Biontech und Moderna vor. Aufgrund einer Sicherheitsl\u00fccke in einer Schnelltest-Software konnten Unbefugte erneut auf Testergebnisse und andere sensible Informationen zugreifen. Wie der &#171;Tagesspiegel&#187; berichtete, k\u00f6nnen etwa an zwei Berliner Testzentren die Daten von mehr als 6.000 Registrierungen seit Anfang April abgerufen werden, darunter sensible Angaben wie Adresse und Geburtsdatum. Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Indien hat Deutschland Nothilfen f\u00fcr das Land angek\u00fcndigt. &#171;Deutschland steht Seite an Seite in Solidarit\u00e4t mit Indien. Wir bereiten so schnell wie m\u00f6glich eine Unterst\u00fctzungsmission vor&#187;, erkl\u00e4rte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag in Berlin nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert. &#171;Der Kampf gegen die Pandemie ist unser gemeinsamer Kampf.&#187; Aus Indien wurden am Sonntag fast 350.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, landesweit fehlt es an Medikamenten und medizinischem Sauerstoff. Die Regierung in Neu Delhi hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass eine Lieferung von 23 Anlagen zur Aufbereitung von Sauerstoff aus Deutschland geplant sei. F\u00fcr den zuletzt massiven Anstieg der Infektionszahlen in Indien werden eine doppelte Mutation des Coronavirus sowie religi\u00f6se, politische und sportliche Massenveranstaltungen verantwortlich gemacht. Zahlreiche L\u00e4nder, darunter Deutschland und Gro\u00dfbritannien, haben Einreisen aus dem Land vorl\u00e4ufig gestoppt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) h\u00e4lt umfassende Kontrollen zur Einhaltung der Ausgangssperren in Deutschland f\u00fcr kaum umsetzbar. &#171;Eine fl\u00e4chendeckende Kontrolle der Ausgangssperren ist f\u00fcr die Polizei und die zust\u00e4ndigen Ordnungsbeh\u00f6rden der Kommunen kaum m\u00f6glich&#187;, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff der &#171;Bild am Sonntag&#187;. Sorge bereitet der Gewerkschaft Schilff zufolge auch eine zunehmende Aggressivit\u00e4t bei den Kontrollen. &#171;Da sind unsere Kolleginnen und Kollegen teils heftiger verbaler Aggression und teilweise auch k\u00f6rperlicher Gewalt ausgesetzt&#187;, sagte der GdP-Vize. In Deutschland gelten seit Samstag die Regelungen f\u00fcr die neue bundesweite Corona-Notbremse. Sie sieht unter anderem Kontaktbeschr\u00e4nkungen und eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern vor. Die ersten beiden N\u00e4chte mit Ausgangssperren verliefen ruhig. Nur vereinzelt stellten Polizei und Ordnungs\u00e4mter Verst\u00f6\u00dfe fest. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat eine Aufhebung der Impfreihenfolge ab Mai gefordert. &#171;Wir m\u00fcssen die starre Priorisierung schneller aufl\u00f6sen&#187;, sagte S\u00f6der der &#171;Bild am Sonntag&#187;. &#171;Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe f\u00fcr jeden komplett freigegeben werden.&#187; Dies solle &#171;am besten noch im Mai erfolgen&#187;. &#171;Die Impfb\u00fcrokratie verz\u00f6gert den Impferfolg&#187;, warnte S\u00f6der. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident sprach sich zudem daf\u00fcr aus, auch Sch\u00fcler ab 16 Jahren &#171;bei ausreichendem Impfstoff&#187; vermehrt zu impfen. &#171;Gerade hier ist die Inzidenz am h\u00f6chsten&#187;, hob S\u00f6der hervor. Diese Altersgruppe sollte daher aus seiner Sicht &#171;beim Impfen behandelt werden wie Erwachsene.&#187; Rund f\u00fcnf Monate nach dem Beginn der ersten Corona-Impfprogramme hat die Zahl der verabreichten Impfdosen die Marke von einer Milliarde \u00fcberschritten. Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Z\u00e4hlung der Nachrichtenagentur AFP wurden bis Samstagabend weltweit gut 1,002 Milliarden Spritzen mit Corona-Impfstoff injiziert. Mehr als die H\u00e4lfte davon entfallen auf die drei L\u00e4nder USA, China und Indien. Gemessen an der Bev\u00f6lkerungszahl liegt Israel in F\u00fchrung, hier sind bereits knapp 60 Prozent der Menschen geimpft. Es folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 51 Prozent der Bev\u00f6lkerung, Gro\u00dfbritannien mit 49 Prozent und die USA mit 42 Prozent. In der EU wurden bislang 128 Millionen Impfdosen verabreicht, die EU-weite Impfquote liegt bei 21 Prozent. Spitzenreiter in der EU ist Malta, wo 47 Prozent der Einwohner bereits geimpft sind, gefolgt von Ungarn mit 37 Prozent. In Deutschland liegt die Impfquote laut Robert-Koch-Institut derzeit bei 22,8 Prozent. Die von der Weltbank als L\u00e4nder mit hohem Einkommen definierten Staaten stellen gemeinsam 16 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung, haben aber 47 Prozent der Impfdosen verabreicht. In zw\u00f6lf L\u00e4ndern haben die Corona-Impfungen noch immer nicht begonnen. Am verbreitetsten ist der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca. Er wurde in zwei Dritteln der 207 erfassten Staaten und Territorien verabreicht. Der Impfstoff von Biontech\/Pfizer wurde in 44 Prozent der L\u00e4nder eingesetzt. In Brasilien hat die Zahl der monatlichen Corona-Toten im April einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Im laufenden Monat starben bereits 67.977 Menschen infolge einer Corona-Infektion, wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Im gesamten M\u00e4rz hatte es demnach 66.573 Corona-Tote gegeben. Einen neuen traurigen Corona-Rekord meldete am Samstag (Ortszeit) auch Ecuador. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte im April einen H\u00f6chststand von 43.999 F\u00e4llen, wie das Gesundheitsministerium in Quito mitteilte. Wegen der neuen Infektionswelle in dem s\u00fcdamerikanischen Land gilt in 16 von 24 Provinzen der Ausnahmezustand. Durch ein Versehen sind in Frankreich dutzende Patienten mit Kochsalzl\u00f6sung statt dem Corona-Vakzin von Biontech\/Pfizer &#171;geimpft&#187; worden. Insgesamt 140 Patienten h\u00e4tten die wirkungslose Injektion erhalten, erkl\u00e4rte das Krankenhaus von Reims im Nordosten des Landes am Samstag. Zwar habe dies f\u00fcr die Betroffenen keine gesundheitlichen Folgen, doch m\u00fcssten sie nun erneut zur Impfung antreten. Kochsalzl\u00f6sung wird unter anderem als Verd\u00fcnnungsmittel bei Injektionen eingesetzt. Das Krankenhaus nahm nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu den Ursachen f\u00fcr den Irrtum vor. Eine Mitarbeiterin sei damit beauftragt worden, die Sicherheitsverfahren bei den Corona-Impfungen zu verst\u00e4rken. Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert eine vorgezogene Impfung f\u00fcr s\u00e4mtliche Lehrer. &#171;Wer \u00f6ffnet, muss impfen&#187;, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) mit Blick auf den in der Bundes-Notbremse festgelegten Inzidenzwert von 165. Wenn Schulen bis zu diesem Wert ge\u00f6ffnet bleiben m\u00fcssten, sei es notwendig, alle Lehrkr\u00e4fte in die Impf-Priorisierungsgruppe zwei vorzuziehen, forderte Tepe. &#171;Nur so kann der Gesundheitsschutz der Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie deren Eltern gesichert werden.&#187; Bisher seien nur Lehrkr\u00e4fte an Grund- und F\u00f6rder- beziehungsweise Sonderschulen in der Impf-Priorisierungsgruppe zwei eingeordnet, sagte Tepe. Alle anderen Lehrkr\u00e4fte an allgemein- und berufsbildenden Schulen seien in der Gruppe drei. Der weltweite Impf-Fortschritt wird in Zukunft die Gefahr, dass sich immer neue Virusvarianten entwickeln, deutlich senken. Davon ist Infektionsmediziner Mathias Pletz \u00fcberzeugt, wie der &#171;Deutschlandfunk&#187; berichtet. Durch die RNA-Impfstoffe, die extrem schnell angepasst werden k\u00f6nnten, sei man aber auch f\u00fcr k\u00fcnftige Pandemien gut ger\u00fcstet, hei\u00dft es in dem Bericht. Der Mediziner rechnet damit, dass es zwar auch weiter Mutationen des Coronavirus geben werde und auch weiter neue Impfstoffe entwickelt werden m\u00fcssen. Bei einer niedrigen Viruszirkulation aber, wie sie etwa durch Impfungen erreicht werde, sinke die Wahrscheinlichkeit, dass neue Mutanten entstehen. Durch die dann erlangte Grundimmunit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung werde dann nicht mehr die Vielzahl an schweren Verl\u00e4ufen auftreten, selbst wenn es Mutanten gibt. &#171;Die bislang entwickelten RNA-Impfstoffe k\u00f6nnten zudem extrem schnell angepasst werden&#187;, sagte Pletz dem &#171;Deutschlandfunk&#187;. In kurzer Zeit k\u00f6nne man hohe Dosen an neuen Impfstoffen produzieren, dadurch sei man auch f\u00fcr k\u00fcnftige Pandemien gut ger\u00fcstet. FDP-Chef Christian Lindner hat an Bund und L\u00e4nder appelliert, sich jetzt schon um die im Herbst anstehenden Auffrisch-Impfungen gegen das Coronavirus zu k\u00fcmmern. &#171;Wir m\u00fcssen vor die Welle kommen&#187;, mahnte er am Samstag bei einem digitalen Parteitag der NRW-FDP in K\u00f6ln. Dazu geh\u00f6re, sich rechtzeitig um &#171;Impf-Booster&#187; zu k\u00fcmmern und nicht in die n\u00e4chste Knappheit hineinzulaufen. &#171;Ich erwarte von dem Impf-Gipfel am Montag endlich wegweisende Beschl\u00fcsse&#187;, sagte Lindner. Dazu geh\u00f6re auch, die niedergelassenen \u00c4rzte und Betriebs\u00e4rzte jetzt voll in die Impf-Kampagnen einzubeziehen. Zudem k\u00f6nne der Zeitpunkt zwischen Erst- und Zweitimpfung Experten zufolge weiter gestreckt werden. &#171;Und jetzt bereits muss die Bundesregierung in Europa und auch in eigenem Bem\u00fchen Druck machen, dass wir nicht ben\u00f6tigte Impf-Dosen aus dem Ausland nach Deutschland bekommen.&#187; Schleswig-Holstein habe bereits Impf-Dosen aus D\u00e4nemark erhalten. &#171;Das sollte Schule machen.&#187; Angesichts stark ausgelasteter Intensivstationen hat Belgien Deutschland gebeten, Corona-Patienten aufzunehmen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Leiter der medizinischen Notfallhilfe, Marcel Van der Auwera. Einige Krankenhausstandorte h\u00e4tten keine Intensivbetten mehr zur Verf\u00fcgung. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Bundesinnenministerium, wie Deutschland auf die Bitte reagiert, blieb am Samstag zun\u00e4chst offen. In den vergangenen 14 Tagen gab es in Belgien offiziellen Angaben zufolge knapp 450 Corona-F\u00e4lle pro 100 000 Einwohner. Zwar ist das ein leichter R\u00fcckgang im Vergleich zu den Vorwochen, doch gleichzeitig stieg die Zahl der Todesf\u00e4lle &#8212; ebenfalls nur leicht &#8212; auf durchschnittlich knapp 40 pro Tag. In Belgien leben rund 11,5 Millionen Menschen. Mehr als die H\u00e4lfte der britischen Gesamtbev\u00f6lkerung hat mittlerweile ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Wie am Samstag aus Zahlen des Gesundheitsdienstes NHS hervorging, haben in England bis einschlie\u00dflich Freitag bislang rund 28,1 Millionen Menschen ihren ersten Stich erhalten \u2013 damit steigt die Gesamtzahl der Erstgeimpften im Vereinigten K\u00f6nigreich auf knapp 33,5 Millionen. Die neuesten Zahlen aus Wales, Schottland und Nordirland standen zu dem Zeitpunkt noch aus. Insgesamt leben sch\u00e4tzungsweise 66,8 Millionen Menschen in Gro\u00dfbritannien. Insgesamt sind in Gro\u00dfbritannien bereits mehr als 45 Millionen Corona-Impfungen verabreicht worden. \u00dcber 11,6 Millionen Menschen haben schon ihre zweite Impfung erhalten. Das Bundesjustizministerium hat einem &#171;Bild&#187;-Bericht zufolge eine Vorlage erarbeitet, wonach staatliche Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Corona-Geimpfte wegfallen k\u00f6nnten. In dem Papier f\u00fcr die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Montag hei\u00dft es demnach: Es sei &#171;nach aktueller Feststellung des Robert Koch-Instituts davon auszugehen, dass Geimpfte und Genesene ein geringeres Risiko haben, andere Menschen anzustecken, als durch einen Antigentest negativ Getestete&#187;. Daher seien die Erleichterungen oder die Ausnahmen auch f\u00fcr Geimpfte und Genesene vorzusehen. Das Papier befinde sich aber noch in Abstimmung, hie\u00df es. Mehr dazu lesen Sie hier. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) d\u00e4mpft Erwartungen, Geimpfte k\u00f6nnten schnell mehr Freiheiten bekommen. &#171;Aktuell haben \u00fcber 20 Prozent eine Erstimpfung erhalten&#187;, sagt Altmaier den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. &#171;Ich gehe davon aus, dass wir im Juni oder Juli \u00fcber Ausnahmen sprechen k\u00f6nnen. Also ob Menschen, die zweimal geimpft sind, der Aufenthalt in Quarant\u00e4ne erspart werden kann \u2013 etwa nach Kontakten mit Infizierten oder nach Auslandsreisen.&#187; Er k\u00f6nne sich auch gut vorstellen, dass &#171;Menschen ein Restaurant besuchen k\u00f6nnen, ohne vorher einen Schnelltest zu machen&#187;. Weiterhin verteidigt Altmeier die Ausgangssperre. &#171;In praktisch allen Nachbarstaaten hat sich gezeigt, dass solche Ausgangssperren nicht nur rechtm\u00e4\u00dfig sind, sondern auch einen effektiven Beitrag zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr liefern k\u00f6nnen&#187;. Dadurch sei aus seiner Sicht die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit erwiesen. &#171;Solange noch jede Woche \u00fcber 1.000 Menschen an Corona sterben, k\u00f6nnen wir nicht auf sie verzichten.&#187; In Australien d\u00fcrfen \u00fcber zwei Millionen Menschen in Perth und der Peel-Region im Bundesstaat West-Australien in den n\u00e4chsten Tagen nur in begr\u00fcndeten F\u00e4llen ihr Haus verlassen. Die ganzt\u00e4gige Ausgangssperre gilt von Samstag bis Montag. Ausl\u00f6ser der Ma\u00dfnahme ist ein Reiser\u00fcckkehrer, der aus der Quarant\u00e4ne mit einem negativen Corona-Test entlassen wurde, bei dem aber sp\u00e4ter doch das Virus nachgewiesen wurde. Laut \u00f6rtlichen Medienberichten handelte es sich dabei um einen Mann um die 50, der am Mittwoch von Melbourne nach Perth geflogen war. Nach der vorgeschriebenen Quarant\u00e4ne in Perth besuchte er dort demnach Restaurants, eine Universit\u00e4t, ein Schwimmbad, einen Arzt sowie einen Freund. Medienberichten zufolge wurde auch der Freund inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet. Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rden haben gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den erneuten Einsatz des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson &amp; Johnson gegeben. Das Vakzin solle wieder verimpft werden, teilten die Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA und die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC am Freitag (Ortszeit) in Washington nach der entsprechenden Empfehlung einer Expertenkommission gemeinsam mit. Wegen mehrerer F\u00e4lle von Blutgerinnseln bei Geimpften hatten die US-Beh\u00f6rden die Impfungen mit dem J&amp;J-Vakzin am 13. April vor\u00fcbergehend gestoppt. Zuvor war eine Expertenkommission von der Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC eingesetzt worden, um die Sicherheit des J&amp;J-Vakzins zu \u00fcberpr\u00fcfen. Sie stimmte ehrheitlich f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung. Der Corona-Impfstoff von Johnson &amp; Johnson ist auch in der EU bereits seit M\u00e4rz zugelassen; er wurde dort aber noch nicht verabreicht. Nach einer Pr\u00fcfung der in den USA aufgetretenen Blutgerinnsel-F\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Vakzin erkl\u00e4rte die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) in dieser Woche, an ihrer Empfehlung f\u00fcr den Impfstoff festzuhalten. Der Nutzen des Impfstoffs des US-Unternehmens \u00fcberwiege die Risiken, begr\u00fcndete die Beh\u00f6rde die Entscheidung. Welt\u00e4rzte-Pr\u00e4sident Frank Ulrich Montgomery bef\u00fcrwortet wegen erster F\u00e4lle der indischen Corona-Variante in Deutschland entsprechende Schutzma\u00dfnahmen. &#171;Die indische Mutationsvariante des Virus, die besonders ansteckend und besonders gef\u00e4hrlich sein soll, f\u00fchrt uns deutlich vor Augen, wie wichtig internationale Absprachen, konsequente Lockdown-Ma\u00dfnahmen und Einschr\u00e4nkungen der Mobilit\u00e4t sind&#187;, sagt Montgomery der &#171;Rheinischen Post&#187; (Samstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. &#171;Nur wo Infektionen ablaufen, k\u00f6nnen auch Mutationen stattfinden. Deswegen ist das deutsche Infektionsschutzgesetz richtig. Deswegen brauchen wir Kontaktbeschr\u00e4nkungen und ein konsequentes, einheitliches Vorgehen&#187;, sagt Montgomery weiter. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) d\u00e4mpft Erwartungen, Geimpfte k\u00f6nnten schnell mehr Freiheiten bekommen. &#171;Aktuell haben \u00fcber 20 Prozent eine Erstimpfung erhalten&#187;, sagt Altmaier den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. &#171;Ich gehe davon aus, dass wir im Juni oder Juli \u00fcber Ausnahmen sprechen k\u00f6nnen. Also ob Menschen, die zweimal geimpft sind, der Aufenthalt in Quarant\u00e4ne erspart werden kann &#8212; etwa nach Kontakten mit Infizierten oder nach Auslandsreisen.&#187; Er k\u00f6nne sich auch gut vorstellen, dass &#171;Menschen ein Restaurant besuchen k\u00f6nnen, ohne vorher einen Schnelltest zu machen&#187;. Angesichts dramatisch steigender Corona-Zahlen in Indien fordert der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, die Einstellung aller Flugverbindungen in die EU. &#171;Einige Covid-F\u00e4lle mit der indischen Mutante sind bereits in Deutschland und der EU aufgetreten. Diesmal m\u00fcssen die EU-Innenminister schneller und konsequenter handeln und sofort ein vor\u00fcbergehendes Verbot von Fl\u00fcgen aus Indien und Einreisebeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngen&#187;, sagte der CSU-Politiker der &#171;Bild&#187;-Zeitung (Samstag). Die Situation in Indien drohe au\u00dfer Kontrolle zu geraten. Ab Mai werden laut einem Medienbericht erstmals mehr als drei Millionen Impfdosen pro Woche an Deutschlands Haus\u00e4rzte ausgeliefert. Das geht aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der &#171;Bild&#187; vorliegen. Bisher waren es maximal 2,6 Millionen. Urspr\u00fcnglich hatte Gesundheitsminister Jens Spahn die Lieferungen bereits f\u00fcr Ende April angek\u00fcndigt. Nun erreichen die Haus\u00e4rzte vom 3. bis 9. Mai 1,58 Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffes und 1,43 von Astrazeneca. In der letzten Aprilwoche erhalten die Praxen der &#171;Bild&#187; zufolge nur 2,5 Millionen Dosen. Zum Start der sogenannten Bundesnotbremse sind beim Bundesverfassungsgericht zahlreiche Eilantr\u00e4ge und Verfassungsbeschwerden eingegangen. Am Donnerstag und Freitag seien bisher rund 25 Verfahren registriert worden, die sich gegen das versch\u00e4rfte Infektionsschutzgesetz richteten \u2013 und es gehe laufend mehr ein, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe auf Anfrage. Der \u00fcberwiegende Teil der Klagen richtet sich demnach gegen das gesamte Ma\u00dfnahmenpaket. Unter den Kl\u00e4gern seien mehrere Anw\u00e4lte und ein SPD-Bundestagsabgeordneter. Wann es erste Entscheidungen gibt, sei nicht abzusehen. Die bundesweit verbindlichen Regeln f\u00fcr sch\u00e4rfere Corona-Ma\u00dfnahmen waren am Freitag in Kraft getreten. Die Notbremse greift ab 0 Uhr in der Nacht zum Samstag. In Landkreisen, die drei Tage lang eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 \u00fcberschritten haben, gelten dann unter anderem Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Noch vor Beschluss des Gesetzes hatten verschiedene Seiten Verfassungsbeschwerde angek\u00fcndigt, so etwa die FDP, die Freien W\u00e4hler, der SPD-Abgeordnete Florian Post und die Gesellschaft f\u00fcr Freiheitsrechte (GFF). Allerdings ist noch unklar, ob \u00fcberhaupt direkt in Karlsruhe geklagt werden kann. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Kl\u00e4ger zun\u00e4chst die Verwaltungsgerichte anrufen und sich durch die Instanzen klagen m\u00fcssen. Auch diese Frage d\u00fcrfte nun mit vom Bundesverfassungsgericht beantwortet werden. Bremen und das Saarland haben am Freitag als erste Bundesl\u00e4nder bei den Erstimpfungen eine Quote von 25 Prozent erreicht. Damit hat in den beiden Bundesl\u00e4ndern bereits jeder Vierte mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sprach angesichts des knappen Impfstoffs von einer &#171;tollen Zwischenbilanz&#187;. Im Saarland werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums t\u00e4glich 5.300 Impfungen vorgenommen. Trotz der Einschr\u00e4nkungen des Einsatzes in zahlreichen EU-L\u00e4ndern steht die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) weiter hinter dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Die Vorteile des Mittels \u00fcberw\u00f6gen die Risiken bei Erwachsenen aller Altersgruppen, teilt die Beh\u00f6rde mit. Zugleich weist sie darauf hin, dass nach der Impfung sehr seltene F\u00e4lle von Blutgerinnseln in Verbindung mit einem Mangel an Blutpl\u00e4ttchen aufgetreten seien. Diese seien sch\u00e4tzungsweise bei einem von 100.000 geimpften Menschen aufgetreten. Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Indien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Das gilt auch f\u00fcr das nordafrikanische Tunesien, den Inselstaat Kap Verde vor der afrikanischen K\u00fcste und die arabischen Golfstaaten Katar und Oman, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Von der Liste der Risikogebiete gestrichen wurden mehrere Karibikstaaten, darunter die auch bei deutschen Touristen beliebte Dominikanische Republik, f\u00fcr die damit die Quarant\u00e4nepflicht bei Einreise nach Deutschland entf\u00e4llt. Mit der Einstufung Indiens als Hochinzidenzgebiet ist keine Versch\u00e4rfung der Einreisebestimmungen verbunden. Die h\u00e4tte es nur gegeben, wenn das Land mit den zweitmeisten Einwohnern weltweit zum Virusvariantengebiet erkl\u00e4rt worden w\u00e4re \u2013 was einige Beobachter erwartet hatten. Denn in Indien hat sich eine besonders gef\u00e4hrliche Virusvariante verbreitet. Wegen des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU klagen jetzt auch sieben CDU-Bundestagsabgeordnete in Karlsruhe. &#171;Wir sehen die durch das Grundgesetz garantierte Haushaltsautonomie des Bundestages in unzul\u00e4ssiger Weise eingeschr\u00e4nkt&#187;, teilten sie am Freitag gemeinsam mit. Ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts sagte auf Anfrage, die mit einem Eilantrag verbundene Klage sei bereits am Dienstag eingereicht worden. Die Richterinnen und Richter des Zweiten Senats hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie einen Eilantrag wegen des Fonds abgewiesen haben. Bis zu dieser Entscheidung hatte Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier das deutsche Ratifizierungsgesetz nicht unterzeichnen d\u00fcrfen. Diese Anordnung hatten die Richter aufgehoben. Seit Freitag ist das Gesetz unterzeichnet. Damit gibt Deutschland gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Finanzierungssystem der EU bis 2027, das auch den Fonds umfasst. Weitere Eilantr\u00e4ge d\u00fcrften damit nicht mehr von Bedeutung sein. Das Gericht hatte in seiner sehr grunds\u00e4tzlichen Entscheidung aber schon angek\u00fcndigt, dass es den Fonds in einem sp\u00e4teren Hauptverfahren eingehend pr\u00fcfen wird. Angesto\u00dfen hatte dies ein Kl\u00e4ger-B\u00fcndnis um den fr\u00fcheren AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke. Beim Gericht sind auch Klagen der AfD-Bundestagsfraktion und einer Privatperson anh\u00e4ngig. Die neue Verfassungsbeschwerde kommt von den CDU-Abgeordneten Michael von Abercron, Veronika Bellmann, Hans-J\u00fcrgen Irmer, Saskia Ludwig, Sylvia Pantel, Hans-J\u00fcrgen Thies und Dietlind Tiemann. Der Vizepr\u00e4sident des Robert Koch-Instituts, Lars Schaade, ruft dazu auf, die Einschr\u00e4nkungen weiterhin zu beachten. &#171;Diese Wochen sind f\u00fcr uns alle schwer, umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft alle zusammenstehen&#187;, sagt Schaade in Berlin. Derzeit steige die Zahl der Neuinfektionen vor allem in der Altersgruppe der 30- bis 59-J\u00e4hrigen. Diese Gruppe sei genau wie die der Jugendlichen zum Gro\u00dfteil noch nicht geimpft. Aber auch f\u00fcr J\u00fcngere und Gesunde &#171;ist dieses Virus nicht harmlos&#187;, sagt Schaade. &#171;Schwere Verl\u00e4ufe k\u00f6nnen auch bei J\u00fcngeren auftreten.&#187; Und j\u00fcngste Studien zeigten, dass zehn Prozent der Infizierten Long-Covid-Symptome aufwiesen. Mitten im unerbittlich tickenden Olympia-Countdown hat Japan erneut einen weitreichenden Corona-Ausnahmezustand verh\u00e4ngt. Genau drei Monate vor Beginn der im Land ohnehin umstrittenen Sommerspiele k\u00fcndigte Premierminister Yoshihide Suga der Bev\u00f6lkerung erneut strenge Beschr\u00e4nkungen an. Der dritte Notstand, der zun\u00e4chst von Sonntag bis zum 11. Mai dauert, soll die dritte Virus-Welle stoppen \u2013 auch, um die Olympia-Aussichten nicht noch mehr zu tr\u00fcben. &#171;Wir haben heute entschieden, den Notstand in den Pr\u00e4fekturen Tokio, Kyoto, Osaka und Hyogo zu erkl\u00e4ren&#187;, teilte Suga mit. Mehr als 30 Millionen Menschen leben in den vier Gebieten auf der japanischen Kerninsel Honshu. Suga begr\u00fcndete dies mit dem starken Anstieg der Corona-Infektionen und der Ausbreitung neuer Virus-Varianten. Trotz im internationalen Vergleich immer noch niedriger Inzidenzwerte herrscht Alarmstimmung im Inselreich. Der Ausnahmezustand soll diesmal mit st\u00e4rkeren Ma\u00dfnahmen als bei den vorherigen Notfalllagen einhergehen. &#171;Wir haben ein starkes Gef\u00fchl der Krise&#187;, sagte Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura. Angesichts der hohen Zahl von Corona-Patienten haben indische Krankenh\u00e4user am Freitag Hilferufe wegen fehlenden Sauerstoffs zur k\u00fcnstlichen Beatmung gesendet. &#171;SOS \u2013 weniger als eine Stunde Sauerstoffvorr\u00e4te \u00fcbrig im Max Smart Hospital und Max Hospital Saket&#187;, schrieb eine der gr\u00f6\u00dften Ketten von Privatkrankenh\u00e4usern im Onlinedienst Twitter. &#171;Mehr als 700 Patienten aufgenommen, brauchen sofortige Hilfe.&#187; Premierminister Narendra Modi sollte am selben Tag eine Reihe von Krisensitzungen abhalten. Die Beh\u00f6rden meldeten am Freitag weitere 330.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 2.000 weitere Todesf\u00e4lle. Indien erlebt derzeit eine neue Corona-Welle, allein in diesem Monat wurden bereits mehr als vier Millionen Neuinfektionen registriert. Der Pr\u00e4sident des Paul-Ehrlich-Instituts (Pei), Klaus Cichutek, betont, der neue Impfstoff der Firma Johnson &amp; Johnson sei sicher und wirksam, vor allem bei Personen im Alter von \u00fcber 60 Jahren. &#171;Wir freuen uns auf vier zugelassene Impfstoffe&#187;, sagt Cichutek in Berlin. Die Melderate von Sch\u00e4den beim Mittel von Astrazeneca sei weiter &#171;sehr gering&#187; und noch geringer bei J&amp;J. Rund vier Monate nach ihrem Beginn hat die Impfkampagne in Israel die Marke von f\u00fcnf Millionen Zweitimpfungen \u00fcberschritten. Dies sei eine gro\u00dfe Errungenschaft f\u00fcr die B\u00fcrger des Landes, schrieb Gesundheitsminister Juli Edelstein am Freitag bei Twitter. Die Kampagne hatte am 19. Dezember begonnen. In ihrem Verlauf wurden in dem Mittelmeerstaat immer weniger Neuinfektionen registriert. Auch die Zahl der schwer kranken Patienten ging stark zur\u00fcck, zuletzt auf etwa 160. Ende Januar hatte es von ihnen noch etwa 1.200 gegeben. Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner. Die Erstimpfung erhielten bisher knapp 5,4 Millionen Menschen. Hunderttausende hatten sich im Pandemieverlauf mit dem Virus infiziert. Rund 30 Prozent der Menschen in Israel sind unter 16 Jahre alt. Diese Gruppe kann bisher nur in absoluten Ausnahmef\u00e4llen geimpft werden. Kanzleramtschef Helge Braun hat vor \u00fcberzogenen Erwartungen bei einer m\u00f6glichen Aufhebung der Priorisierung der Corona-Impfungen gewarnt. Auch dann werde es noch Wartezeiten f\u00fcr Impfwillige geben, sagte der CDU-Politiker der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; (Freitag). Braun betonte, die Priorisierung k\u00f6nne man aller Voraussicht nach Anfang Juni aussetzen. &#171;Das hei\u00dft nicht, dass dann schon Anfang Juni f\u00fcr alle genug Impfstoff vorhanden sein wird&#187;, so der Kanzleramtschef. Es bleibe aber dabei, dass man bis zum Sommer jedem ein Impfangebot machen k\u00f6nne. Braun skizzierte den m\u00f6glichen Zeitplan wie folgt: &#171;Wenn die Hersteller so liefern, wie sie es uns versprochen haben, dann werden wir im Laufe des Mai so viel Impfstoff bekommen, dass wir allen, die eine Priorisierung haben, ein Impfangebot machen k\u00f6nnen.&#187; Dann k\u00f6nne man im Juni beginnen, \u00fcber die Betriebs\u00e4rzte und \u00fcber die Haus\u00e4rzte auch die breite Bev\u00f6lkerung zu impfen. Braun appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. Der Erfolg bei der Bek\u00e4mpfung der Pandemie h\u00e4nge nicht nur von der Menge des Impfstoffs ab, sondern auch von der Impfbereitschaft. Die Skepsis sei trotz aller Mahnungen nicht verschwunden. Die Erfahrung mit den Grippeimpfungen zeige, dass noch nicht einmal 50 Prozent der Deutschen dieses Angebot annehmen w\u00fcrden. &#171;Mit so einer Impfquote k\u00f6nnte man die Corona-Pandemie nicht besiegen&#187;, mahnte der CDU-Politiker. Indien hat den zweiten Tag in Folge einen weltweiten H\u00f6chstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. In den vergangenen 24 Stunden wurden 332.730 Corona-F\u00e4lle erfasst \u2013 so viele wie in keinem anderen Land der Welt an einem Tag zuvor. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Freitag hervor. Zudem starben 22.63 Leute an oder mit Covid. Damit haben sich in den vergangenen vier Tagen mehr als eine Million Menschen in Indien mit dem Virus infiziert. In der gr\u00f6\u00dften Demokratie der Welt nehmen die Corona-F\u00e4lle seit Wochen immer schneller zu. Vielen Krankenh\u00e4usern fehlen Betten, medizinischer Sauerstoff und antivirale Medikamente. Krankenh\u00e4user bitten um Hilfe \u2013 genauso wie Angeh\u00f6rige schwer kranker Patientinnen und Patienten. In absoluten Zahlen hat Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern mehr als 16 Millionen Infektionen erfasst. Das Land ist damit hinter den USA am h\u00e4rtesten von der Pandemie betroffen. Schuld daran d\u00fcrfte eine verbreitete Sorglosigkeit sein. Es gab lange Massenveranstaltungen f\u00fcr anstehende Regionalwahlen und religi\u00f6se Feste, bei denen Menschen weder Masken trugen noch Abstand hielten. Auch Virusmutationen d\u00fcrften eine Rolle spielen. Die indische Variante B.1.617 steht bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung. Auch in Deutschland wurden bereits einige Infektionen mit dieser Variante registriert. Zum ersten Mal ist die neue indische Variante des Coronavirus in Belgien entdeckt worden. Die Variante B.1.617 sei bei einer Gruppe von 20 indischen Studenten nachgewiesen worden, die Mitte April nach der Landung in Paris per Bus nach Belgien gekommen seien, berichteten die belgischen Beh\u00f6rden am Donnerstag. Sie stehen demnach in Aalst und Leuven unter Quarant\u00e4ne. Dort wollten sie eine Ausbildung als Krankenpfleger beginnen. Vor ihrem Abflug nach Europa mussten sich die Studenten einem PCR-Test und dann bei der Ankunft erneut einem Schnelltest unterziehen. F\u00fcnf Tage nach ihrer Busfahrt zeigten sie dann erste Symptome von Covid-19. Die Variante B.1.617 wurde erstmals im Oktober in Westindien entdeckt. Sie tr\u00e4gt vor allem zwei Mutationen im Spike-Protein des Virus, mit dem sich der Erreger an menschliche Zellen andockt. Diese k\u00f6nnten m\u00f6glicherweise zu einer h\u00f6heren \u00dcbertragbarkeit f\u00fchren. Experten gehen bereits davon aus, dass die sogenannte Doppelmutante f\u00fcr die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Indien verantwortlich ist. Die &#171;Doppelmutante&#187; ist bereits in anderen Staaten entdeckt worden, darunter in den USA, Australien, Israel und Singapur. Viele L\u00e4nder haben deshalb Einreisesperren f\u00fcr Reisende aus Indien erlassen oder Reisewarnungen ausgegeben. Das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin hatte am Dienstag Deutsche in Indien, die nicht gegen Corona geimpft sind, aufgefordert, sie sollten &#171;eine tempor\u00e4re R\u00fcckkehr nach Deutschland bis zur Stabilisierung der medizinischen Versorgungslage erw\u00e4gen&#187;. Aus Sicht des Deutschen Haus\u00e4rzteverbands kommt das f\u00fcr den Fr\u00fchsommer angek\u00fcndigte Ende der Impfpriorisierung entt\u00e4uschend sp\u00e4t. Es sei &#171;eine niederschmetternde Nachricht f\u00fcr alle, die gehofft hatten, schneller aus der Pandemie herauszukommen&#187;, sagt der Vize-Vorsitzende des Deutschen Haus\u00e4rzteverbands, Berthold Dietsche, den Zeitungen der &#171;Funke Mediengruppe&#187;. W\u00e4re fr\u00fchzeitig und vor allem in gr\u00f6\u00dferen Mengen Impfstoff bestellt worden, dann h\u00e4tte Deutschland das &#171;Schneckentempo beim Impfen&#187; l\u00e4ngst hinter sich gelassen. Denn sobald genug Impfstoff vorhanden sei, erledige sich eine Priorisierung ohnehin. In Gro\u00dfbritannien sind nach vorl\u00e4ufigen Erkenntnissen insgesamt 168 F\u00e4lle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit der Corona-Impfung des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca aufgetreten.32 der F\u00e4lle seien t\u00f6dlich verlaufen, teilte die britische Arzneimittelbeh\u00f6rde MHRA am Donnerstag nach einer Auswertung von Daten bis einschlie\u00dflich 14. April mit. Die Beh\u00f6rde blieb bei ihrer bisherigen Empfehlung f\u00fcr das Impfen mit Astrazeneca \u2013 die Risiken durch das Vakzin seien geringer als sein Nutzen. Laut MHRA waren bis 14. April 21,2 Millionen Menschen in Gro\u00dfbritannien mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden. Zehn der insgesamt registrierten Todesf\u00e4lle infolge von Blutgerinnseln ereigneten sich demnach zwischen dem 5. und dem 14. April. Unter den 168 Blutgerinnsel-F\u00e4llen waren laut der Beh\u00f6rde 77 F\u00e4lle von Sinusvenenthrombosen. Das Durchschnittsalter der Betroffenen lag demnach bei 47 Jahren. Bei den weiteren 91 F\u00e4llen handelte es sich demnach um andere &#171;schwerwiegende thromboembolische Ereignisse&#187; wie etwa Thrombozytopenien. Das Durchschnittsalter der Betroffenen hier lag demnach bei 55 Jahren. Insgesamt entwickelten laut MHRA 93 Frauen und 75 M\u00e4nner nach einer Astrazeneca-Impfung Blutgerinnsel. Er erwarte, dass die endg\u00fcltige Zahl an Blutgerinnsel-F\u00e4llen pro Million verimpfter Dosen bald klar sein werde, sagte der Mediziner Adam Finn von der Universit\u00e4t Bristol. &#171;Es ist jedoch bereits klar, dass es sich um ein sehr seltenes Ereignis handeln wird&#187;, betonte er weiter. In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten sei dennoch viel erreicht worden: Das Programm habe unter anderem 15 klinische Studien zu m\u00f6glichen Medikamenten gef\u00f6rdert,65 Millionen bezahlbare Antigen-Tests f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder beschafft, in zw\u00f6lf Impfstoffkandidaten investiert und sich bei Herstellern mehr als zwei Milliarden Impfdosen f\u00fcr die Teilnehmer des Programms gesichert. Die Fachzeitschrift &#171;The Lancet&#187; kritisiert, dass die Finanzierung einem traditionellen Entwicklungshilfemodell gleiche, das vom Wohlwollen reicher Geber abh\u00e4nge. Eine Alternative sei etwa eine zweiprozentige Verm\u00f6genssteuer zur Finanzierung der globalen \u00f6ffentlichen Gesundheit. Die Impfbereitschaft ist in Deutschland in den vergangenen Monaten gestiegen. Das ergab die sechste Befragungswelle des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), deren Ergebnisse dem SPIEGEL vorliegen. W\u00e4hrend im November noch 57 Prozent der Deutschen bereit waren, sich gegen Sars-CoV-2 impfen zu lassen, sind es nun 67 Prozent. Vor allem j\u00fcngere Menschen sind gegen\u00fcber einer Impfung gegen das Coronavirus aufgeschlossener. So stieg die Bereitschaft in der Gruppe der 18- bis 25-J\u00e4hrigen von 36 Prozent im November auf 51 Prozent im April. Bei den 25- bis 34-J\u00e4hrigen stieg sie von 47 Prozent auf 60 Prozent an. &#171;Wenn einige Menschen geimpft sind, die man kennt, dann sinken auch die eigenen Bedenken&#187;, sagt Jonas Schrey\u00f6gg, Gesundheits\u00f6konom und wissenschaftlicher Direktor am HCHE. Allerdings sei die allgemeine Impfbereitschaft von 67 Prozent immer noch zu niedrig. &#171;Dieser Anteil reicht nicht, um die Pandemie zu beenden&#187;, sagt Schrey\u00f6gg. &#171;Denn selbst wenn sich diese 67 Prozent Impfwilligen tats\u00e4chlich alle impfen lassen, haben wir trotzdem noch 33 Prozent, die sich nicht impfen lassen wollen oder unsicher sind, plus Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht geimpft werden k\u00f6nnen&#187;, so Schrey\u00f6gg.29 Prozent der befragten Deutschen gaben an, dass sie eine Impfung mit Astrazeneca ablehnen w\u00fcrden. Die Ablehnung gegen\u00fcber dem britisch-schwedischen Impfstoff sei sogar viel h\u00f6her ausgefallen als gegen\u00fcber dem russischen Impfstoff Sputnik V oder dem chinesischen Impfstoff Sinopharm, so Schrey\u00f6gg. Das HCHE fragte auch die Zufriedenheit der Bev\u00f6lkerung mit der Regierung ab. Nur sechs Prozent der befragten Deutschen gab an, mit den Ma\u00dfnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland vollkommen einverstanden zu sein.23 Prozent gaben hingegen an, mit dem Pandemiemanagement der Regierung vollkommen unzufrieden zu sein,26 Prozent sagten, sie seien unzufrieden. Deutschland will nach Angaben von Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer insgesamt 30 Millionen Sputnik-V-Impfdosen kaufen. &#171;Wir wollen dreimal zehn Million Dosen \u2013 im Juni, Juli und im August \u2013 Sputnik V kaufen&#187;, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einem Besuch in Moskau. &#171;Voraussetzung ist die Zulassung bei der europ\u00e4ischen Arzneimittelbeh\u00f6rde&#187;, f\u00fcgte Kretschmer hinzu, der zuvor mit dem russischen Gesundheitsminister gesprochen hatte. Die EMA-Zulassung bilde die n\u00f6tige Vertrauensbasis. Es w\u00e4re ein gro\u00dfer Erfolg, wenn die Zulassung im Mai erfolgen w\u00fcrde. Berlin hebt die Priorisierung f\u00fcr den Impfstoff von Astrazeneca auf. Alle Berlinerinnen und Berliner \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrem Alter und ihrer Impfpriorisierung sollen sich in Arztpraxen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Unternehmens impfen lassen. Das teilte die Gesundheitsverwaltung mit. &#171;Mit dieser Entscheidung werden wir der aktuellen epidemiologischen Lage gerecht&#187;, wird Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in der Mitteilung zitiert. Die SPD-Politikerin m\u00f6chte &#171;m\u00f6glichst viele Menschen m\u00f6glichst bald zu immunisieren \u2013 auch mit dem aufkl\u00e4rungsintensiven Astrazeneca-Impfstoff.&#187; Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen verl\u00e4ngert Schweden erneut seine staatlich angeordneten Beschr\u00e4nkungen. Die erhoffte Lockerung der Teilnehmerzahl f\u00fcr \u00f6ffentliche Zusammenk\u00fcnfte und Veranstaltungen wie Konzerte zum 3. Mai m\u00fcsse wegen der verschlechterten Infektionslage verschoben werden, sagte Ministerpr\u00e4sident Stefan L\u00f6fven am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Erst wenn die Belastung des Gesundheitswesen geringer werde und die Pandemie abflaue, werde gelockert, sagte L\u00f6fven. Die Teilnehmerobergrenze liegt somit weiter bei acht Personen, f\u00fcr Beerdigungen bei 20. Auch die Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Restaurants, Gesch\u00e4fte und Fitnessstudios werden nach Angaben der Gesundheitsbeh\u00f6rde Folkh\u00e4lsomyndigheten weiter bestehen bleiben. Restaurants, Kneipen und Caf\u00e9s m\u00fcssen somit mindestens bis zum 17. Mai weiter um 20.30 Uhr schlie\u00dfen. In Einkaufspassagen, Gesch\u00e4ften und Fitnessstudios gilt zudem weiterhin eine Beschr\u00e4nkung der Besucher- und Kundenanzahl. Die Gemeinden haben dar\u00fcber hinaus die M\u00f6glichkeit, Zusammenk\u00fcnfte an Orten zu verbieten, an denen Gedr\u00e4nge entstehen k\u00f6nnte &#8212; Uppsala und Lund haben das vor der in Schweden traditionell gro\u00df gefeierten Walpurgnisnacht am 30. April bereits getan. Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen und milden Beschr\u00e4nkungen sowie st\u00e4rkeren Appellen an die Vernunft der B\u00fcrger gegangen. Aber auch in dem skandinavischen Land wurden bestimmte Corona-Ma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt \u2013 nur eben nicht so weitreichende wie in Deutschland und anderen EU-L\u00e4ndern. Mitte Februar haben die Schweden einen erneuten Anstieg der Neuinfektionszahlen erlebt, seitdem ist dieser Wert unver\u00e4ndert hoch. In den j\u00fcngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbeh\u00f6rde ECDC ist die schwedische Inzidenz etwa dreimal so hoch wie die deutsche. Norwegen reicht all seine vorr\u00e4tigen Astrazeneca-Impfdosen an die skandinavischen Partnerl\u00e4nder Schweden und Island weiter, solange der Einsatz des Mittels im Land gestoppt ist.200.000 der 216.000 auf Lager liegenden Dosen sollen an Schweden gehen, die restlichen 16.000 an Island, wie das norwegische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Er sei froh, dass die vorr\u00e4tigen Corona-Impfstoffe von Nutzen sein werden, obwohl Norwegen den Gebrauch des Astrazeneca-Vakzins auf Eis gelegt habe, erkl\u00e4rte Gesundheitsminister Bent H\u00f8ie. Wenn das Pr\u00e4parat im Land wieder eingesetzt werde, werde Norwegen die Impfdosen von den beiden Partnerl\u00e4ndern zur\u00fcckerhalten. Die Mittel sind demnach noch bis Juni und Juli haltbar. Norwegen hatte den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Unternehmens am 11. M\u00e4rz vorsorglich ausgesetzt, nachdem seltene F\u00e4lle von Blutgerinnseln nach der Impfung aufgetreten waren. Dieser Stopp wurde sp\u00e4ter verl\u00e4ngert. Ein Expertenausschuss ist beauftragt, bis zum 10. Mai zu einem Schluss zu kommen, welche Folgen der Einsatz oder Nicht-Einsatz der Impfstoffe von Astrazeneca und auch von Johnson &amp; Johnson f\u00fcr die Impfkampagne hat. Bislang haben in dem F\u00fcnf-Millionen-Einwohnerland knapp 1,1 Millionen Menschen ihre erste Corona-Impfung bekommen, rund 300.000 auch schon ihre zweite. In Deutschland sind durchschnittlich 21,6 Prozent der Bev\u00f6lkerung mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 22.4.,8.00 Uhr). So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt etwa 23,7 Millionen Impfungen, wovon knapp 17,9 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,7 Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollst\u00e4ndig Geimpften leicht auf 6,9 Prozent. Am Mittwoch wurden 689 042 Impfungen verteilt. Die Quoten in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern unterscheiden sich leicht. Hessen hinkt mit 19,6 Prozent den anderen Bundesl\u00e4ndern leicht hinterher, wobei in Bremen bereits fast ein Viertel aller B\u00fcrger erstgeimpft ist. Mit 8,6 Prozent hat Th\u00fcringen die h\u00f6chste Quote an Menschen, die bereits zwei Impfungen haben. Bis Mittwoch wurden 92,8 Prozent der bis vergangenen Sonntag gelieferten Impfungen gespritzt. Den gr\u00f6\u00dften Anteil macht das Pr\u00e4parat &#171;Comirnaty&#187; von Biontech\/Pfizer mit rund 17,6 Millionen Dosen aus. Von &#171;Vaxzevria&#187; \u2013 dem Pr\u00e4parat von Astrazeneca \u2013 wurden fast 6 Millionen Dosen geliefert und weitere etwa 1,9 Millionen Dosen von Modernas &#171;Covid-19 Vaccine&#187;. Niedersachsen erh\u00e4lt noch in dieser Woche eine erste Lieferung von 21.600 Dosen des Johnson &amp; Johnson-Impfstoffs, der in kritischen Hotspots eingesetzt werden soll. Mit den Dosen werde die Impfkampagne etwa in Salzgitter, Wolfsburg sowie den Kreisen Peine und Vechta vorangetrieben, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Staatssekret\u00e4r Heiger Scholz, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Tausende zus\u00e4tzliche Impfdosen h\u00e4tten vor Ort durchaus eine Wirkung, insbesondere, da die betroffenen Impfzentren z\u00fcgig und vorbildlich arbeiteten. Nachdem die EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) nach einer erneuten \u00dcberpr\u00fcfung gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson &amp; Johnson gegeben hat, kommt dieser nun z\u00fcgig zum Einsatz.232.800 Dosen sollen an die Bundesl\u00e4nder gehen. Johnson &amp; Johnson hatte am Dienstag nach der EMA-Mitteilung erkl\u00e4rt, dass die Markteinf\u00fchrung seines Impfstoffes in Europa fortgesetzt werde. Vor einer Woche hatten die USA Impfungen mit dem Mittel von Johnson &amp; Johnson ausgesetzt, nachdem nach etwa sieben Millionen Impfungen mindestens acht F\u00e4lle von Thrombosen aufgetreten waren \u2013 \u00fcber das weitere Vorgehen will ein Beratergremium der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC am Freitag sprechen. Die EU-Kommission bereitet einem Medienbericht zufolge rechtliche Schritte gegen den Pharmakonzern Astrazeneca wegen der Lieferprobleme bei dessen Corona-Impfstoff vor. Das berichtet das Magazin &#171;Politico&#187; unter Berufung auf mehrere EU-Diplomaten. Bei einem Botschaftertreffen am Mittwoch h\u00e4tten sich die meisten EU-L\u00e4nder f\u00fcr rechtliche Schritte ausgesprochen. US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat in der Corona-Pandemie ein zentrales Versprechen eingel\u00f6st: 200 Millionen verabreichte Impfungen innerhalb seiner ersten 100 Tage im Amt. Mit den Impfzahlen, die am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht w\u00fcrden, werde die Schwelle von 200 Millionen gespritzten Impfdosen \u00fcberschritten, k\u00fcndigte Biden in Washington an. Er sei stolz auf seine Regierungsmannschaft, aber auch auf die Bev\u00f6lkerung, die das m\u00f6glich gemacht h\u00e4tten. &#171;Dies ist eine amerikanische Leistung, ein kraftvolles Beispiel f\u00fcr Einheit und Entschlossenheit.&#187; Der Demokrat war am 20. Januar ins Wei\u00dfe Haus eingezogen. Ende April ist er 100 Tage im Amt. Dem Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Biden Priorit\u00e4t einger\u00e4umt. Er hatte zum Amtsantritt zun\u00e4chst das Ziel ausgegeben, in seinen ersten 100 Tagen im Amt 100 Millionen Impfdosen zu verabreichen. Dies wurde schon nach knapp 60 Tagen erreicht. Biden verdoppelte das Ziel daraufhin auf 200 Millionen Impfungen, was nun ebenfalls vorzeitig erreicht wird \u2013 nach gut 90 Tagen im Amt. Biden sagte, jetzt beginne eine &#171;neue Phase&#187; im Kampf gegen das Virus. Seit Montag sind alle Amerikaner ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren. Der Pr\u00e4sident rief die Menschen auf, nicht zu z\u00f6gern, sondern sich impfen zu lassen. Die Regierung habe viel getan, um dies einfach zu gestalten: 90 Prozent der Amerikaner lebten inzwischen im Umkreis von f\u00fcnf Meilen (etwa acht Kilometern) einer Impf-Stelle. Rund 40.000 Apotheken im Land seien in die Impf-Kampagne eingebunden. Viele davon sind in Drogerien untergebracht. Biden appellierte, wer &#171;Shampoo oder Zahnpasta&#187; kaufen gehe, k\u00f6nne sich bei der Gelegenheit auch gleich impfen lassen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC sind bereits mehr als 26 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung in den USA voll geimpft. Mehr als die H\u00e4lfte der Erwachsenen hat demnach mindestens eine Impfspritze bekommen, unter den \u00c4lteren ab 65 Jahren sind es bereits mehr als 80 Prozent. Der Fokus richte sich nun darauf, gr\u00f6\u00dfere Teile der arbeitenden Bev\u00f6lkerung zu impfen, sagte ein Regierungsvertreter. Einem aktuellen Gerichtsentscheid zufolge gibt es f\u00fcr \u00fcber 60-J\u00e4hrige kein Anrecht darauf, mit dem Impfstoff von Biontech geimpft zu werden. Das hatte ein 61-J\u00e4hriger in einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Aachen beantragt. Aus Sicht der Richter ergibt sich weder aus den Grundrechten noch aus der Corona-Impfverordnung ein Wahlrecht auf einen bestimmten Impfstoff. Ausgehend von der Impfstoffknappheit sei es nicht zu beanstanden, dass das Ministerium bestimmten Altersgruppen konkrete zugelassene Impfstoffe zuteile. Der Antragsteller habe nicht glaubhaft machen k\u00f6nnen, dass es in seinem Fall medizinische Gr\u00fcnde gebe, die gegen eine Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs spr\u00e4chen, so das Gericht. Der Mann kann noch Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht einlegen. In einem Pflegeheim in den USA hat sich das Coronavirus schlagartig verbreitet, obwohl der Gro\u00dfteil der Bewohner geimpft war. Eine am Mittwoch ver\u00f6ffentlichte Studie der US-Gesundheitsbeh\u00f6rden ergab, dass sich in dem Heim im Bundesstaat Kentucky 46 Menschen infizierten, nachdem ein nicht-geimpftes Mitglied des Pflegepersonals eine Variante des Coronavirus eingeschleppt hatte. 22 der Infizierten hatten bereits die zweite Dosis des Impfstoffs von Biontech\/Pfizer erhalten. Bei der eingeschleppten Variante handele es sich um R.1, die als nicht sonderlich besorgniserregend gelte, hie\u00df es. In Indien wurden in 314.835 weiteren F\u00e4llen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das ist der h\u00f6chste Zuwachs, der bislang weltweit festgestellt wurde. Der vorherige Rekordwert kam aus den USA. Dort wurden im Januar an einem Tag 297.430 neue F\u00e4lle ausgewiesen. Die etwa 30.000 Th\u00fcringer Wahlhelfer f\u00fcr die Landtags- und Bundestagswahl im September sollen ein Impfangebot erhalten. Sie bek\u00e4men bei den Corona-Schutzimpfungen, die derzeit vor allem nach Alters- und Berufsgruppen vergeben werden, eine erh\u00f6hte Priorit\u00e4t, sagte Innenminister Georg Maier (SPD) am Mittwochabend im Landtag in Erfurt. Eine solche Regelung stehe auch im Wahlgesetz des Bundes. Grund sei, dass die beiden Wahlen am 26. September voraussichtlich noch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erfolgen m\u00fcssten. Ziel sei, dass Wahlhelfer, die das m\u00f6chten, vor dem Wahltermin komplett gegen das Coronavirus immunisiert seien. Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort &#171;f\u00fcr alle Altersklassen unabh\u00e4ngig von der Priorit\u00e4t&#187; freigegeben, wie Gesundheitsminister Harry Glawe mitteilt. Die Freigabe sei &#171;ein Angebot, dass diejenigen, die keine oder wenige Vorbehalte gegen den Impfstoff haben, die M\u00f6glichkeit nutzen k\u00f6nnen, sich gegen das Corona-Virus auch impfen zu lassen&#187;. Ziel sei es, dass kein Impfstoff liegenbleibe. Bayern will den Impfstoff Astrazeneca breiter einsetzen als bisher. In bayerischen Arztpraxen k\u00f6nne der Impfstoff auch an Menschen unter 60 Jahren unabh\u00e4ngig von der Priorisierung verimpft werden, teilt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit. Seit dem 19. April wird Astrazeneca in Bayern ohnehin nur in Haus- und Facharztpraxen verimpft. Die \u00c4rzte w\u00fcrden ihre Patienten so gut kennen, dass sie Risiken einsch\u00e4tzen k\u00f6nnten, teilt Holetschek mit. Weil er schwerkranken Covid-19-Patienten ein todbringendes Medikament verabreicht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Oberarzt der Essener Uniklinik erhoben. Sie wirft dem 45-J\u00e4hrigen Totschlag in inzwischen drei F\u00e4llen vor, wie aus Mitteilungen der Staatsanwaltschaft und des Uniklinikums von Mittwoch hervorgeht. Er soll im November Patienten aus Essen, Gelsenkirchen und den Niederlanden unmittelbar lebensbeendende Arzneimittel verabreicht haben, die zum vorzeitigen Tod gef\u00fchrt haben sollen, teilte die ermittelnde Staatsanw\u00e4ltin mit. Gegen\u00fcber der Polizei hatte er nach seiner Festnahme zu einem der F\u00e4lle ausgesagt, er habe das weitere Leiden des Patienten und seiner Angeh\u00f6rigen beenden wollen. Die Uniklinik sprach in ihrer Mitteilung davon, die Patienten h\u00e4tten sich im &#171;Sterbeprozess&#187; befunden. Die Uniklinik hatte nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft unverz\u00fcglich nach einem ersten Verdacht informiert und den Mediziner vom Dienst freigestellt. Er war am 18. November festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat er sich zuletzt nicht mehr zu den Vorw\u00fcrfen ge\u00e4u\u00dfert. Nachdem die EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) nach einer erneuten \u00dcberpr\u00fcfung gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson &amp; Johnson gegeben hat, soll er rasch auch in Deutschland zum Einsatz kommen. &#171;Nach der Entscheidung der EMA werden wir den JJ-Impfstoff jetzt zeitnah an die L\u00e4nder ausliefern, ab \u00fcbern\u00e4chster Woche auch an die Praxen&#187;, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der &#171;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#187;. Die EMA habe einen Warnhinweis formuliert, dass beim Einsatz dieses Impfstoffes in sehr seltenen F\u00e4llen Hirnvenenthrombosen auftreten k\u00f6nnten. &#171;Dieser Hinweis wird in die Fachinformationen integriert&#187;, sagte der Sprecher. Laut Impflieferplan des Ministeriums sollen in einer ersten Lieferung 232.800 Dosen an die Bundesl\u00e4nder gehen. Johnson &amp; Johnson hatte am Dienstag nach der EMA-Mitteilung erkl\u00e4rt, dass die Markteinf\u00fchrung seines Impfstoffes in Europa fortgesetzt werde. Das Pr\u00e4parat soll auch in Deutschland eingesetzt werden und die Impfungen beschleunigen \u2013 inzwischen ist ein F\u00fcnftel der Bundesb\u00fcrger mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat f\u00fcr weniger Kontakte als Voraussetzung f\u00fcr die Rettung von Menschenleben in der dritten Corona-Welle geworben.5.000 Menschen l\u00e4gen derzeit mit Covid-19 auf den Intensivstationen \u2013 &#171;Tendenz weiter steigend, bei sinkendem Alter der Patienten&#187;, sagte Spahn am Mittwoch in der Schlussberatung des Gesetzes f\u00fcr eine Bundes-Notbremse im Bundestag. Jeder dritte Covid-19-Patient in den Kliniken sterbe \u2013 nicht nur auf den Intensivstationen. Patientinnen und Patienten m\u00fcssten in der dramatischen Lage in den Kliniken bereits verlegt, Nicht-Covid-Behandlungen verschoben werden. Die Zahl der Intensivpatienten folge dabei der Zahl der Neuinfektionen, betonte Spahn. Der Zusammenhang sei eindeutig. &#171;Zwei Drittel aller Ausbr\u00fcche finden im Moment in Deutschland im privaten Bereich statt&#187;, erl\u00e4uterte er. &#171;Bei den 6- bis 20-J\u00e4hrigen sehen wir gerade sehr, sehr viele Infektionen.&#187; Spahn rief deshalb zur Zustimmung zu dem Gesetzentwurf auf, der Kontaktreduzierung dienen soll: &#171;Die Lage ist ernst, sehr ernst.&#187; Er sagte: &#171;Wenn wir Leid vermeiden k\u00f6nnen, sollten wir es vermeiden.&#187; Die Zahl der Geimpften wachse zwar z\u00fcgig. &#171;Anfang Mai wird es jeder Vierte sein, in wenigen Wochen jeder Dritte&#187;, sagte Spahn. Aber: &#171;Impfen und Testen alleine reicht nicht, um die dritte Welle zu brechen. Ungeachtet hoher Corona-Infektionszahlen plant die franz\u00f6sische Regierung eine deutliche Lockerung der Auflagen. Ab Mitte Mai soll erstmals seit gut einem halben Jahr die Au\u00dfengastronomie wieder \u00f6ffnen, wie Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung mit Pr\u00e4sident Emmanuel Macron in Paris mitteilte. Bereits ab dem kommenden Montag k\u00f6nnen viele Sch\u00fcler wieder zum Unterricht gehen. Nach den Worten Attals sollen &#171;bestimmte Terrassen&#187; von Restaurants, Caf\u00e9s und Bars Mitte Mai wieder \u00f6ffnen. Das gleiche gelte f\u00fcr Kultureinrichtungen. Am 3. Mai soll zudem die Zehn-Kilometer-Grenze fallen, innerhalb derer sich die B\u00fcrger tags\u00fcber rund um ihre Wohnung bewegen k\u00f6nnen. Ein Regierungsmitglied hatte zuvor der Nachrichtenagentur AFP gesagt, auch die landesweite n\u00e4chtliche Ausgangssperre zwischen 19.00 Uhr und 06.00 Uhr morgens k\u00f6nnte im Mai gelockert werden sowie Gesch\u00e4fte wieder aufmachen. Frankreich ist seit Anfang April landesweit im Lockdown. \u00c4rzte und Kliniken warnen angesichts der hohen Zahl von Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen vor versch\u00e4rften Engp\u00e4ssen bei der Versorgung anderer Patienten. &#171;Wenn sich die Infektionslage in den n\u00e4chsten Wochen nicht entspannt, werden viele Kliniken an den Punkt kommen, dass sie Operationen nicht nur um ein paar Wochen, sondern um Monate verschieben m\u00fcssen&#187;, sagte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Ga\u00df, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 90 Prozent der Kliniken stellten aktuell mehr als 10 Prozent der Eingriffe zur\u00fcck,50 Prozent sogar mehr als 20 Prozent. Bei einzelnen Eingriffen, zum Beispiel beim H\u00fcftgelenksersatz, w\u00fcrden im Schnitt schon wieder 40 Prozent abgesagt, so Ga\u00df. &#171;Je l\u00e4nger die dritte Pandemiewelle dauert, desto massiver werden die Engp\u00e4sse bei planbaren Eingriffen.&#187; F\u00fchrende Intensivmediziner zeigten sich ebenfalls besorgt. Bereits jetzt seien in vielen Kliniken nur noch zehn Prozent der Intensivbetten frei, oft also nur ein einziges Bett. &#171;Wenn wir deutlich \u00fcber 6.000 Covid-Intensivpatienten kommen, ist im gesamten Krankenhaus nur noch Krisenmedizin m\u00f6glich&#187;, sagte Gernot Marx, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), den Funke-Zeitungen. Andere Mediziner warnten vor Alarmismus. &#171;Er sei durch die tats\u00e4chlichen Zahlen nicht gest\u00fctzt. &#171;Nicht mal ein Viertel der 22.000 Intensivbetten in Deutschland sind mit Covid-19-Patienten belegt&#187;, sagte Thomas Hermann Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik Bethanien Moers, der &#171;Bild&#187; (Mittwoch). In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 295.041 Neuinfektionen \u2013 so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsf\u00e4lle auf \u00fcber 15,6 Millionen. Das ist weltweit der zweith\u00f6chste Wert nach den USA mit mehr als 31 Millionen F\u00e4llen. Die Zahl der Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 2.023 auf 182.553 \u2013 auch das ist der bislang steilste Anstieg an einem Tag. Wegen der rasant steigenden Zahlen der Corona-Toten in der iranischen Hauptstadt k\u00f6nnte der Teheraner Zentralfriedhof Behescht Sahra schon bald nicht mehr \u00fcber gen\u00fcgend Leichenhallen verf\u00fcgen. &#171;Falls es noch schlimmer werden sollte, haben unsere jetzigen Leichenhallen nicht mehr gen\u00fcgend Kapazit\u00e4t, um die vielen Toten aufzubewahren,&#187; sagte Resa Karami, Leiter der Krisenabteilung in der Teheraner Stadtverwaltung, der Nachrichtenagentur Ilna am Dienstag. Das Gesundheitsministerium hat in der vergangenen Woche \u00fcber 3.000 Corona-Tote registriert, fast ein Drittel von ihnen in Teheran. Seitdem mussten Medienangaben zufolge auf dem Zentralfriedhof der Hauptstadt Extraschichten eingelegt werden. Der Corona-Krisenstab warnt vor einer &#171;Corona-Todeswelle&#187; im Iran. Besonders schlimm k\u00f6nnte es in der Millionenmetropole Teheran werden, falls die erneut verh\u00e4ngten Lockdowns nicht strikt eingehalten werden sollten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag wurden in den vergangenen 24 Stunden fast 400 Corona-Tote und \u00fcber 25.000 Neuinfektionen erfasst. Damit ist seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land auf \u00fcber 67.000 gestiegen, die der mit dem Virus infizierten auf fast 2,3 Millionen. In den USA verzeichnen die Gesundheitsbeh\u00f6rden mindestens 59.997 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Z\u00e4hlung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich damit mehr als 31,86 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 905 auf 568.950. Weltweit weisen die USA die h\u00f6chsten Infektions- und Todesf\u00e4lle auf. D\u00e4nemark will dem benachbarten deutschen Bundesland Schleswig-Holstein 55.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca vorerst \u00fcberlassen. Die Regierung reagiere damit auf eine Anfrage des schleswig-holsteinischen Ministerpr\u00e4sidenten Daniel G\u00fcnther (CDU), teilte das d\u00e4nische Au\u00dfenministerium am Dienstag mit. D\u00e4nemark hatte als erstes Land in Europa die Corona-Impfungen mit dem Pr\u00e4parat von Astrazeneca nach Berichten \u00fcber Blutgerinnsel dauerhaft eingestellt. Die Impfstoffdosen w\u00fcrden D\u00e4nemark &#171;in einem vereinbarten zeitlichen Rahmen&#187; zur\u00fcckerstattet, f\u00fcgte das Ministerium hinzu. D\u00e4nemark impft derzeit mit den Impfstoffen von Biontech\/Pfizer und Moderna. Das Astrazeneca-Vakzin k\u00f6nnte nach offiziellen Angaben zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt aber auch wieder genutzt werden, &#171;falls sich die Situation \u00e4ndert&#187;. D\u00e4nemark verf\u00fcgt \u00fcber einen Vorrat von etwa 200.000 Astrazeneca-Dosen. Wegen sehr selten auftretender F\u00e4lle von Blutgerinnseln wird der Astrazeneca-Impfstoff in vielen EU-L\u00e4ndern nur noch an bestimmte Altersgruppen verimpft, in Deutschland nur an \u00fcber 60-J\u00e4hrige. Die EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA und die Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen das Vakzin jedoch weiterhin f\u00fcr alle Altersgruppen und betonen, die Vorteile seien h\u00f6her zu bewerten als die Risiken. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland hat fast die Marke von 5.000 erreicht. Laut dem Divi-Intensivregister wurden am Dienstag insgesamt 4.949 schwer kranke Corona-Patienten in deutschen Krankenh\u00e4usern behandelt. Zuletzt hatte es solch eine Auslastung der Intensivkapazit\u00e4ten Mitte Januar gegeben. Der Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, nannte die Lage auf den Intensivstationen &#171;nach wie vor besonders angespannt&#187;. Jeden Tag m\u00fcssten neue, oftmals sehr junge Covid-19-Patienten in ihren Drei\u00dfigern oder Vierzigern aufgenommen werden. Der Druck sei gro\u00df, weil auch andere Notf\u00e4lle und Operationen versorgt werden m\u00fcssten. Marx appellierte an die Politik, das Infektionsschutzgesetz z\u00fcgig zu verabschieden. Dies sei dringend n\u00f6tig, damit &#171;die Lage nicht weiter eskaliert und unser Gesundheitssystem nicht \u00fcberfordert wird&#187;. Der Bundestag soll am Mittwoch die bundesweite Notbremse zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie beschlie\u00dfen. Am Donnerstag soll das neue Infektionsschutzgesetz dann den Bundesrat passieren, um in der kommenden Woche in Kraft zu treten. In Sachsen k\u00f6nnen sich ab sofort alle B\u00fcrger in Arztpraxen mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Wie Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Dresden mitteilte, ist damit die Impfpriorisierung f\u00fcr diesen Impfstoff komplett aufgehoben. Es gibt allerdings Bedingungen: Die Impfung darf in den am Impfprogramm beteiligten Praxen nur nach einer ausf\u00fchrlichen Beratung erfolgen. Sowohl der Arzt als auch der impfwillige B\u00fcrger m\u00fcssen zustimmen. Bisher wurde der Impfstoff nur Menschen im Alter ab 60 Jahren verabreicht. &#171;Wir kommen in Sachsen mit dem Impfen gut voran&#187;, sagte K\u00f6pping. Derzeit w\u00fcrden t\u00e4glich bis zu 39.000 Dosen gespritzt. Bei Erstimpfungen liege die Impfquote nunmehr bei 19,9 Prozent (bundesweit: 19,8 Prozent), bei der Zweitimpfung seien es 7,3 (6,6) Prozent. Alle 13 Impfzentren sollen bis zum 30. Juni in Betrieb bleiben. Danach soll das Impfgeschehen vor allem auf die Haus\u00e4rzte und Betriebs\u00e4rzte \u00fcbergehen. Die Corona-Fallzahlen f\u00fcr Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag nur unvollst\u00e4ndig an das Robert Koch-Institut \u00fcbermittelt worden. &#171;Seit gestern Abend bestehen erhebliche St\u00f6rungen im Landesverwaltungsnetz&#187;, berichtete eine Sprecherin des Landeszentrums Gesundheit (LZG. NRW) in Bochum. Eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Meldungen der Gesundheits\u00e4mter habe das LZG noch nicht erreicht. &#171;Die angegebenen Werte sind daher leider unvollst\u00e4ndig, wir bitten um Verst\u00e4ndnis.&#187; Die Techniker des LZG w\u00fcrden derzeit fieberhaft versuchen, die St\u00f6rungen in den Griff zu bekommen. \u00dcber den Grund der St\u00f6rungen wurde zun\u00e4chst nichts bekannt. \u00dcber die Probleme hatte zuvor der &#171;K\u00f6lner Stadt-Anzeiger&#187; berichtet. Auf der Grundlage der noch vor Eintritt der St\u00f6rungen \u00fcbermittelten Daten hatte das RKI am Morgen eine NRW-weite Inzidenz von 168,5 neuen F\u00e4llen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angegeben,2,7 weniger als am Vortag. Aus einer \u00dcbersichtstabelle ging dabei hervor, dass gro\u00dfe St\u00e4dte wie K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf oder Duisburg keinen einzigen neuen Fall gemeldet hatten. Jeder F\u00fcnfte in Deutschland ist bereits zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp 16,8 Millionen Menschen erhielten bis Montag die Erstimpfung, was einer Quote von 20,2 Prozent entsprach, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorging. Die Erst- und Zweitimpfung erhielten bisher fast 5,6 Millionen Menschen. Damit sind 6,7 Prozent vollst\u00e4ndig geimpft. Insgesamt wurden in Deutschland rund 22,4 Millionen Impfdosen verabreicht. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die Impfungen im zweiten Quartal weiter Fahrt aufnehmen, weil mehr Impfstoff geliefert wird und auch die Haus\u00e4rzte in gr\u00f6\u00dferem Umfang mit einsteigen. Die Betriebs\u00e4rzte sollen dann laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab Juni regelhaft mitimpfen. Nach Dutzenden Corona-F\u00e4llen auf einem Flug aus Indien hat Hongkong ein sofortiges zweiw\u00f6chiges Landeverbot f\u00fcr Maschinen aus Indien und anderen L\u00e4ndern erlassen. Die Ma\u00dfnahme gelte auch f\u00fcr Pakistan und die Philippinen, teilten die Beh\u00f6rden des chinesischen Sonderverwaltungsgebiets am Montag mit. Mindestens 49 Menschen, die sich am 4. April an Bord eines Flugzeugs der indischen Airline Vistara befunden hatten, waren demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie viele Menschen insgesamt an Bord des Vistara-Flugs waren, teilten die Beh\u00f6rden nicht mit. In der Maschine haben 188 Passagiere Platz. Indien, Pakistan und die Philippinen wurden von den Hongkonger Beh\u00f6rden als &#171;Hochrisikogebiete&#187; eingestuft. Begr\u00fcndet wurde dies damit, dass dort bei Coronaviren erstmals die Mutation N501Y nachgewiesen worden sei, wie sie etwa bei der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 zu finden ist. Die niedergelassenen \u00c4rzte in Deutschland sollen einem Bericht zufolge in der kommenden Woche 500.000 Corona-Impfdosen mehr erhalten als bisher geplant \u2013 allerdings nur noch den Impfstoff von Biontech und Pfizer. Wie die &#171;Rheinische Post&#187; unter Berufung auf die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KBV) berichtete, wird der Bund den Praxen &#171;f\u00fcr die Woche vom 26. April bis 2. Mai ausschlie\u00dflich den Impfstoff von Biontech\/Pfizer bereitstellen, mit zwei Millionen Dosen aber deutlich mehr, als bisher avisiert waren&#187;. Urspr\u00fcnglich sollten in der letzten Aprilwoche demnach rund 1,5 Millionen Impfdosen an die Praxen gehen, davon drei Viertel Biontech und ein Viertel Astrazeneca. &#171;Durch die h\u00f6here Liefermenge k\u00f6nnen Vertrags\u00e4rzte nunmehr 24 bis 48 Dosen f\u00fcr die Woche vom 26. April bis 2. Mai ordern&#187;, zitierte die Zeitung aus einer Mitteilung der KBV an die Praxen. &#171;Nunmehr erhalten die Arztpraxen ausschlie\u00dflich Impfstoff von Biontech-Pfizer.&#187; \u00d6sterreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz k\u00fcndigt f\u00fcr Mitte Mai umfassende landesweite \u00d6ffnungsschritte an. Den \u00d6ffnungsplan wolle die Regierung Ende der Woche pr\u00e4sentieren, sagt der konservative Politiker im ORF-Radio-Interview. &#171;Von Tourismus \u00fcber Gastronomie, von Kultur bis Sport, denn alle Bereiche brauchen endlich wieder einen Schritt Richtung Normalit\u00e4t.&#187; Die \u00d6ffnungen w\u00fcrden mit sehr strengen Auflagen verbunden. F\u00fcr den Handel seien zwar keine Zutrittstests geplant, sehr wohl aber f\u00fcr die Gastronomie und den Tourismus. Im Juni und Juli sollen die Sicherheitskonzepte dann gelockert werden. Derzeit gibt es in \u00d6sterreich regional unterschiedliche Ma\u00dfnahmen. W\u00e4hrend in Wien und Nieder\u00f6sterreich bis Anfang Mai ein harter Lockdown gilt, sind die Schulen und der Handel in allen anderen Bundesl\u00e4ndern ge\u00f6ffnet. Der deutsche Lehrerverband fordert, die geplante Corona-Notbremse des Bundes noch einmal nachzusch\u00e4rfen und Sch\u00fcler fr\u00fcher in den Distanzunterricht zu schicken als bisher vorgesehen. Es sei zwar ein Fortschritt, dass der ma\u00dfgebliche Inzidenzwert f\u00fcr Schulschlie\u00dfungen von 200 auf 165 gesenkt worden sei, sagte Verbandspr\u00e4sident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag. &#171;Doch auch eine Inzidenz von 165 ist noch deutlich zu hoch.&#187; Bund und L\u00e4nder wollen mit der \u00c4nderung des Infektionsschutzgesetzes einheitliche Regelungen im Kampf gegen die dritte Corona-Welle festschreiben. In einem ersten Entwurf des Bundes war unter anderem vorgesehen, dass Schulen in den Distanzunterricht wechseln m\u00fcssen, wenn binnen einer Woche mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert werden. Dieser Schwellenwert soll nun aber gesenkt werden. Nach der Beschlussempfehlung des ma\u00dfgeblichen Gesundheitsausschusses, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen Schulen schon bei einer Inzidenz von 165 keinen Pr\u00e4senzunterricht mehr anbieten d\u00fcrfen. In vielen Regionen liegt die Inzidenz zurzeit deutlich h\u00f6her. Abschlussklassen und F\u00f6rderschulen sollen vom Stopp des Schulbesuchs ausgenommen werden k\u00f6nnen. Nach einer Panne bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs von Johnson &amp; Johnson hat die US-Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA einen Produktionsstopp in dem betroffenen Werk in den USA gefordert. Die Firma Emergent BioSolutions, die das Werk in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland betreibt, erkl\u00e4rte am Montag in einer Mitteilung an die US-B\u00f6rsenaufsicht SEC, die FDA habe verlangt, die Produktion bis zum Abschluss einer laufenden Untersuchung auszusetzen. Der US-Pharmakonzern Johnson &amp; Johnson hatte Ende M\u00e4rz best\u00e4tigt, dass eine Charge seines Impfstoffs in der Produktionsst\u00e4tte in Baltimore &#171;nicht den Qualit\u00e4tsanforderungen&#187; entsprochen habe. Johnson &amp; Johnson nannte selbst keine Zahlen. Laut der &#171;New York Times&#187; waren 15 Millionen Impfdosen unbrauchbar. Johnson &amp; Johnson k\u00fcndigte trotz der Panne an, im April 24 Millionen zus\u00e4tzliche Dosen zu liefern. Der Impfstoff von Johnson &amp; Johnson hatte in den USA Ende Februar eine Notfallzulassung erhalten. Mitte M\u00e4rz wurde das Vakzin dann auch in der EU zugelassen. Anders als in den USA ist der Impfstoff in der Europ\u00e4ischen Union aber noch nicht im Einsatz. Das Bundesforschungsministerium investiert in den Jahren 2020 und 2021 nach eigenen Angaben fast 1,6 Milliarden Euro in die Forschung zu Covid-19. Davon gehen rund 627 Millionen Euro an die Impfstoff-Hersteller Biontech in Mainz und Curevac in T\u00fcbingen. Im Jahr 2020 gab der Bund fast 2,9 Milliarden Euro f\u00fcr die Bereiche Gesundheitsforschung und -wirtschaft aus, davon 2,6 Milliarden Euro \u00fcber das Forschungsministerium. Das Geld f\u00fcr die Corona-Forschung stellt der Bund einem Ministeriumssprecher zufolge zus\u00e4tzlich zu diesen laufenden Ausgaben zur Verf\u00fcgung. Zu den Hauptakteuren der institutionellen Corona-Forschung z\u00e4hlen demnach das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung (HZI) und das Deutsche Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung (DZIF). Das HZI, in dem zurzeit 33 Gruppen an der Erforschung von Covid-19 arbeiten, erhielt demnach gut 32 Millionen Euro. Im DZIF befassten und befassen sich seit Beginn der Pandemie 17 Projekte mit SARS-CoV-2, wof\u00fcr das DZIF 5,8 Millionen Euro bereitstellte. In zehn weiteren Projekten arbeitet das DZIF seit einigen Jahren an der Coronaforschung. Zwischen 2016 und 2015 stehen hierf\u00fcr knapp 27,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. In den vergangenen zehn Jahren hat das Ministerium sein Budget f\u00fcr die Gesundheitsforschung \u2013 zu dem die Biotechnologie z\u00e4hlt \u2013 stetig erh\u00f6ht. Flossen 2010 noch knapp 1,9 Milliarden Euro in diesen Bereich, waren es 2019 fast 2,5 Milliarden Euro. Mit sofortiger Wirkung sind die Corona-Impfungen in den USA f\u00fcr alle \u00fcber 16-J\u00e4hrigen freigegeben worden. Das gab Joe Biden in einer Videobotschaft bekannt. Er habe gute Neuigkeiten, begann der Pr\u00e4sident die Mitteilung. Es gebe genug Impfstoff in den USA, die Amerikaner m\u00fcssten sich und andere besch\u00fctzen. &#171;Bitte, lassen Sie sich impfen&#187;, appellierte Biden. Bereits jetzt ist in den USA jeder zweite Erwachsene erstgeimpft, jeder dritte hat bereits vollen Impfschutz gegen das Coronavirus. Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat die ge\u00e4nderte Vorlage f\u00fcr die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse gebilligt. In einer Sondersitzung stimmten die Ausschussmitglieder von Union und SPD am Dienstagnachmittag f\u00fcr den Gesetzentwurf, wie die Bundestags-Pressestelle mitteilte. Linke, FDP und AfD stimmten dagegen, die Gr\u00fcnen enthielten sich. Die vom Kabinett beschlossene Fassung wurde dahingehend ge\u00e4ndert, dass die Ausgangssperre in Gegenden mit einer Sieben-Tage-Inzidenz \u00fcber 100 von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt und nicht bereits ab 21 Uhr. Bis 24 Uhr soll zudem Spazierengehen und Joggen erlaubt bleiben, wenn die Person allein unterwegs ist. In der Kabinettsfassung war zudem vorgesehen, dass es in den Schulen ab einer Inzidenz von 200 keinen Pr\u00e4senzunterricht mehr geben darf. Die Koalition beschloss hingegen, dass ab einer Inzidenz von 100 Wechselunterricht vorgeschrieben wird; ab einer Inzidenz von 165 gibt es nur noch Distanzunterricht. \u00dcber den ver\u00e4nderten Gesetzentwurf stimmt der Bundestag am Mittwoch ab. Am Donnerstag ber\u00e4t der Bundesrat abschlie\u00dfend \u00fcber die Vorlage. Manch ein \u00fcber 60-j\u00e4hriger Baden-W\u00fcrttemberger w\u00e4hlte sich am Montag die Finger wund, ohne einen Impftermin zu ergattern \u2013 andere hatten Gl\u00fcck. Zum ersten Mal war die Vergabe von Impfzeiten f\u00fcr diese Altersgruppe ge\u00f6ffnet. Bisher musste man mindestens 70 Jahre alt sein oder Vorerkrankungen oder einen bestimmten Beruf haben. Das Sozialministerium war von einem gro\u00dfen Andrang ausgegangen und hatte vor allem die \u00fcber 70-J\u00e4hrigen vergangene Woche noch einmal aufgerufen, sich noch schnell einen Termin geben zu lassen. Zuletzt h\u00e4tten die Impfstofflieferungen deutlich zugenommen, gleichzeitig seien Termine f\u00fcr Impfungen mit Astrazeneca in einzelnen Zentren freigeblieben, hie\u00df es. Laut Ministerium haben die Impfwilligen keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff sie bekommen. Dies entscheiden die Impfzentren. Wem der verwendete Impfstoff nicht passt, dem stehe der Weg \u00fcber eine Hausarztpraxis offen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Gesundheitsminister Manne Lucha (Gr\u00fcne) res\u00fcmierte: &#171;Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind abgeschlossen. Die gro\u00dfe Mehrheit der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen in Baden-W\u00fcrttemberg ist geimpft.&#187; \u00dcber die Warteliste der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen konnte laut Lucha \u00fcber 160.000 Menschen geholfen werden, sie sei abgearbeitet. In der vergangenen Woche wurden etwa eine Million Termine in Baden-W\u00fcrttemberg vergeben, Lucha zufolge ein neuer Rekord. In die Corona-Impfungen sollen nach Pl\u00e4nen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Juni auch Betriebs\u00e4rzte einsteigen. &#171;Wie angek\u00fcndigt, gewinnt die Impfkampagne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit&#187;, sagte der CDU-Politiker am Montag mit Blick auf aktuellen Lieferzusagen der Hersteller Biontech und Moderna. Dazu w\u00fcrden noch Dosen von Astrazeneca und Johnson &amp; Johnson kommen. &#171;Damit erhalten Arztpraxen und L\u00e4nder mehr Planungssicherheit f\u00fcr Mai und Juni. Und das erm\u00f6glicht uns, bereits im Juni auch die Betriebs\u00e4rzte in die Impfkampagne zu integrieren.&#187; Biontech will laut Ministerium im zweiten Quartal 50,3 Millionen Dosen liefern und damit zehn Millionen mehr als zun\u00e4chst angek\u00fcndigt. Von Moderna werden demnach 6,4 Millionen Dosen erwartet. Von Biontech sollen Arztpraxen im Mai w\u00f6chentlich jeweils 1,58 Millionen Dosen bekommen, im Juni jeweils mehr als 3,3 Millionen Dosen pro Woche. In der letzten April-Woche sollen die Praxen den Planungen zufolge von Biontech knapp 2,1 Millionen Dosen bekommen. Daneben sind f\u00fcr die regionalen Impfzentren der L\u00e4nder 1,9 Millionen Dosen von Biontech, Astrazeneca und Moderna vorgesehen. In der Region Stockholm m\u00fcssen nach Angaben eines Chefarztes jeden Tag Hunderte Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs weggeworfen werden, weil die Leute sich weigern, damit geimpft zu werden. In einem Interview des schwedischen Fernsehens SVT sagte Johan Styrud vom Stockholmer \u00c4rzteverband, es gelinge nicht, schnell genug andere Impfwillige zu finden. Wenn der Impfstoff nicht innerhalb weniger Stunden verabreicht werde, m\u00fcsse er weggeschmissen werden, so Styrud. Nachdem in Zusammenhang mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca einige F\u00e4lle von Blutgerinnsel aufgetreten sind, wird der Wirkstoff in Schweden nur noch an \u00fcber 65-J\u00e4hrige verabreicht. Dem Bericht zufolge sagen einige Patienten ihren Termin ab, wenn sie erfahren, dass sie mit dem Astrazeneca-Mittel geimpft werden sollen. Andere w\u00fcrden an der T\u00fcr der Impfzentren wieder kehrtmachen. Styrud betonte, dass der Nutzen der Impfung sehr viel gr\u00f6\u00dfer sei als das Risiko von Komplikationen. G\u00e9rard Krause, Epidemiologe am Braunschweiger Helmholtz-Institut, h\u00e4lt die Zahl der Covid-Erkrankten f\u00fcr relevanter als die Zahl der Corona-Infizierten. &#171;Wegen der Zunahme an Testaktivit\u00e4t, die ja erw\u00fcnscht ist, und auch der Zunahme der Impfungen, die ebenfalls erw\u00fcnscht ist, werden wir zwar weiterhin viele Infektionen sehen, aber hoffentlich deutlich weniger Erkrankungen&#187;, sagte Krause am Montag im ZDF-&#171;Morgenmagazin&#187;. Insbesondere die Neuaufnahme von Covid-Patienten auf Intensivstationen bilde &#171;sehr zeitnah und sehr gut die Dynamik der Pandemie ab&#187;. Ein zus\u00e4tzlicher Effekt durch die geplanten Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zwischen 21 und 5 Uhr sei nicht sehr gro\u00df, betonte Krause weiter. &#171;Gerade aus Frankreich gibt es entsprechende Beobachtungen, dass Menschen sich dann vor der Ausgangssperre gegenseitig besuchen und m\u00f6glicherweise die ganze Nacht auf improvisiertem, verengtem Raum miteinander verbringen.&#187; Man d\u00fcrfe sich keinen allzu gro\u00dfen zus\u00e4tzlichen Effekt von Ausgangssperren erhoffen. Auch von einer Aufweichung der Impfpriorisierung h\u00e4lt der Epidemiologe nicht viel. &#171;Wir kennen noch viel zu viele Menschen, die hochbetagt sind oder gesundheitliche Risikofaktoren haben, die gerne geimpft w\u00fcrden, aber noch keine Impfung bekommen haben&#187;, sagte Krause. Diese Menschen sollten auch weiterhin den Vortritt haben. Die Europ\u00e4ische Union hat eine Bestelloption \u00fcber die Lieferung von weiteren 100 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer gezogen. Damit erhalten die 27 EU-Mitgliedsstaaten in diesem Jahr insgesamt 600 Millionen Dosen, wie Biontech und Pfizer mitteilen. Die Regierungsfraktionen von CDU\/CSU und SPD sind sich in den Beratungen \u00fcber das Infektionsschutzgesetz laut SPD-Chef Norbert Walter-Borjans &#171;sehr nahe&#187; gekommen. Es sei normal, dass Entscheidungen etwa \u00fcber Ausgangsbeschr\u00e4nkungen durch das Bundesverfassungsgericht \u00fcberpr\u00fcft w\u00fcrden, sagt Walter-Borjans im Deutschlandfunk. Italien bem\u00fcht sich einem Bericht der &#171;Financial Times&#187; zufolge um die Produktion von Corona-Impfstoffen auf Grundlage der neuen mRNA-Technologie. Die Regierung habe bereits mit dem US-Biotechnologiekonzern Moderna, Novartis aus der Schweiz und der italienischen Firma Reithera gesprochen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Insider. Angesichts drohender Schulschlie\u00dfungen durch das ge\u00e4nderte Infektionsschutzgesetz haben Politiker mehrerer Fraktionen Unterricht unter freiem Himmel gefordert. &#171;Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengr\u00f6\u00dfen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden&#187;, sagte der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Marcus Weinberg, der &#171;Bild&#187;. Die Kinder und Jugendlichen seien nach der Zeit der Pandemie seelisch ersch\u00f6pft. &#171;Ab Juni beginnt zudem die Ferienphase. Es w\u00e4re eine Katastrophe, wenn m\u00f6glicherweise bis Mitte August die Kinder keine Kita oder Schule mehr besuchen k\u00f6nnten&#187;, f\u00fcgte Weinberg hinzu. Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Katja Suding sprach sich ebenfalls f\u00fcr Unterricht in Parks oder im Schulhof aus. &#171;Ich unterst\u00fctze alle sinnvollen Ma\u00dfnahmen, die Unterricht in Pr\u00e4senz wieder m\u00f6glich machen&#187;, sagte sie der &#171;Bild&#187;. Schule im Freien k\u00f6nnte sinnvoll sein, Luftfilter und Hygienekonzepte in geschlossenen R\u00e4umen jedoch auch. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende B\u00e4rbel Bas sagte der Zeitung: &#171;Durch die Wissenschaft ist belegt, dass Aktivit\u00e4ten unter freiem Himmel sicherer sind als in geschlossenen R\u00e4umen. Daher klingt die M\u00f6glichkeit, Schulunterricht im Freien m\u00f6glich zu machen, erst mal gut und wird von manchen Schulen bei gutem Wetter auch spontan genutzt.&#187; Auch der Gr\u00fcnen-Abgeordnete Janosch Dahmen bezeichnete Schule im Freien als m\u00f6glichen Ausweg: &#171;Unterricht im Freien oder Exkursionen in Parks und W\u00e4ldern sind bei sinkender Inzidenz dann ein sehr pragmatischer und sinnvoller Schritt von \u00d6ffnungen&#187;, sagte er der &#171;Bild&#187;. Ein Gericht in Buenos Aires hat die von der Regierung geplanten Schulschlie\u00dfungen als Ma\u00dfnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie gekippt. Das Dekret &#171;untergr\u00e4bt direkt die Autonomie der Stadt Buenos Aires und ihre Polizeigewalt&#187;, erkl\u00e4rten die Richter am Sonntag. Mehrere Elternorganisationen und B\u00fcrgermeister Horacio Rodr\u00edguez Larreta hatten den Prozess angestrengt. Der argentinische Justizminister Mart\u00edn Soria kritisierte die Entscheidung als politisch motiviert. Der Staatsanwalt, die Richter und die Stadt m\u00fcssten die Verantwortung f\u00fcr die gesundheitlichen Folgen dieser Entscheidung tragen, warnte er. Argentiniens Pr\u00e4sident Alberto \u00c1ngel Fern\u00e1ndez hatte am Mittwochabend unter anderem eine 15-t\u00e4gige Schlie\u00dfung von Schulen in Buenos Aires und den Au\u00dfenbezirken ab Montag angek\u00fcndigt. Chinesische Forscher testen die Wirksamkeit einer Kombination zweier Impfungen gegen Covid-19. In einer Studie mit rund 120 Teilnehmern werde zun\u00e4chst eine Einzeldosis des Vakzins von Cansino verabreicht, gefolgt von einer Dosis des Herstellers Chiongqing Zhifei, wie aus Registrierungsdaten der klinischen Studie hervorgeht. Beide Impfstoffe sind als Zweifachimpfung Teil der chinesischen Impfkampagne. Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC mehr als die H\u00e4lfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten.50,4 Prozent der Erwachsenen \u2013 rund 130 Millionen Menschen \u2013 wurde bis Sonntag mindestens eine Dosis verabreicht, wie aus CDC-Statistiken hervorging. Vollst\u00e4ndig geimpft ist demnach bereits fast jeder dritte Erwachsene. In der besonders gef\u00e4hrdeten Altersgruppe ab 65 Jahren haben 81 Prozent eine erste Dosis erhalten, rund zwei Drittel sind vollst\u00e4ndig geimpft. Insgesamt wurden in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern bislang fast 210 Millionen Coronavirus-Impfungen verabreicht. Ausgeliefert wurden bislang mehr als 264 Millionen Dosen. Die erste Impfdosis in den USA wurde am 14. Dezember 2020 einer Krankenschwester in New York gespritzt. Hamburgs Erster B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) will bei der geplanten Neufassung des Infektionsschutzgesetzes auch eine deutliche Einschr\u00e4nkung der Versammlungsfreiheit vornehmen. Er nehme das Demonstrationsrecht &#171;sehr ernst&#187;, aber &#171;es geht in dieser sehr ernsten Lage eben nicht, dass Tausende Menschen unterwegs sein k\u00f6nnen&#187;, sagte Tschentscher im Politik-Talk der Zeitung &#171;Bild&#187;. Der SPD-Politiker verwies auf Gro\u00dfdemonstrationen zum Beispiel in Dresden und Leipzig. Wenn die dann aufgel\u00f6st werden sollten, &#171;\u00fcberfordert man die Polizei&#187;. Die Kassen\u00e4rzte erwarten, dass im Mai die bisherigen Impfpriorisierungen aufgehoben werden k\u00f6nnen. Wenn die Lieferungen wie zugesagt zun\u00e4hmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der &#171;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#187;. &#171;Im Mai sind neben den Haus\u00e4rzten sukzessive auch die Fach\u00e4rzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen au\u00dferhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen&#187;. Weiter sagte er: &#171;Ich rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fallen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten kann.&#187; Aus den priorisierten Risikogruppen seien bisher etwa 16 Millionen Menschen erstgeimpft, rund f\u00fcnf Millionen g\u00e4lten als vollst\u00e4ndig immunisiert, sagte Gassen der Zeitung. Insgesamt gebe es in diesen Gruppen 23 Millionen Berechtigte. Da f\u00fcr die Impfzentren und Praxen im Mai jede Woche 4 bis 4,5 Millionen Impfdosen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, h\u00e4tten schon bald alle besonders Gef\u00e4hrdeten ein Impfangebot erhalten, so dass es f\u00fcr alle ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nne. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich auf Twitter erneut f\u00fcr einen harten Lockdown ausgesprochen. Im Vergleich zu Israel sehe man, dass etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung erstgeimpft sein m\u00fcsse, damit der Effekt der Impfungen sichtbar werde. Dies sei in Deutschland Ende Mai der Fall. Die Zeit bis dahin gelte es mit einem letzten Lockdown zu \u00fcberbr\u00fccken, &#171;um weit \u00fcber 10.000 Menschen meist im Alter 40-60 J zu retten&#187;. Er kritisierte die mangelnde Bereitschaft zu h\u00e4rteren Ma\u00dfnahmen: &#171;Viele Politiker scheuen eine konkrete Auseinandersetzung mit der Zahl der zu erwartenden Opfer bei einem zu soften Lockdown. Die Demonstranten gegen den Lockdown sieht man, die Opfer einer schwachen Politik bleiben anonym, selbst wenn sie sterben.&#187; Ein Brautpaar soll in Oberbayern mit rund 100 Menschen eine Hochzeit gefeiert und damit gegen die Corona-Regeln versto\u00dfen haben. Nach einem Hinweis r\u00fcckte die Polizei im Landkreis Weilheim-Schongau an. Zu diesem Zeitpunkt seien aber die meisten G\u00e4ste bereits nicht mehr anwesend gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Namen der Teilnehmer seien aber bekannt. Es wurden Anzeigen wegen Versto\u00dfes gegen das Infektionsschutzgesetz erstellt. Nach der kirchlichen Trauung des Hochzeitspaares hatte sich die Hochzeitsgesellschaft den Angaben zufolge in Penzberg im Innenhof eines Klostergel\u00e4ndes an Tischen getroffen und es war ein Buffet aufgebaut. Eine Ausnahmegenehmigung f\u00fcr die Feier am Samstag lag demnach nicht vor. Massive Verst\u00f6\u00dfe gegen Corona-Regeln hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag bei Feiern von 400 bis 500 Menschen auf einem Platz in der Saarbr\u00fccker Innenstadt registriert. In der Menge sei eine Gruppe von 30 bis 40 Fans des 1. FC Saarbr\u00fccken aufgefallen, die Einsatzkr\u00e4fte vor Ort lautstark beleidigte und sie mit Flaschen bewarf, wie das Landespolizeipr\u00e4sidium am Sonntag mitteilte. Diese Personen h\u00e4tten erst gestoppt werden k\u00f6nnen, nachdem weitere Einsatzkr\u00e4fte hinzu gekommen seien. Auch wenn sich Personen in der Dunkelheit in der Menschenmenge teilweise verstecken konnten: Die Ermittlungen gegen die R\u00e4delsf\u00fchrer liefen auf Hochtouren, teilte die Polizei mit. Angriffe gegen Einsatzkr\u00e4fte und Polizisten k\u00f6nnten nicht geduldet werden. Das Verhalten der Feiernden auf dem St. Johanner Markt in Saarbr\u00fccken werde f\u00fcr eine Vielzahl rechtliche Folgen nach sich ziehen. Da bisherige Appelle von Teilen der Bev\u00f6lkerung zur Einhaltung von Corona-Vorschriften nicht beachtet w\u00fcrden, werde die Polizei &#171;nun mit starker Pr\u00e4senz landesweit Kontrollen durchf\u00fchren und Verst\u00f6\u00dfe ahnden&#187;, hie\u00df es. Mit der neuen Corona-Verordnung ab diesem Montag ist im Saarland die Landespolizei f\u00fcr die komplette \u00dcberwachung der Einhaltung der Corona-Regeln zust\u00e4ndig. Eine zweite Pandemiewelle st\u00fcrzt Indien derzeit in eine Katastrophe: Neben einem H\u00f6chststand von 261.500 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gibt es nun noch ein weiteres Problem: In Indien, dem gr\u00f6\u00dften Impfstoffhersteller der Welt, warten Millionen Menschen auf Covid-19-Impfstoffe. Das berichtet &#171;CNN&#187;. Die Impfstoffvorr\u00e4te vor Ort sind versiegt. Mindestens f\u00fcnf Bundesstaaten meldeten schwere Engp\u00e4sse und dr\u00e4ngten die Regierung zum Handeln. In Indien werden in der Regel mehr als 60 Prozent aller weltweit verkauften Impfstoffe hergestellt. Das Serum Institute of India (SII) ist der gr\u00f6\u00dfte Impfstoffhersteller der Welt. Aufgrund seiner enormen Produktionskapazit\u00e4ten hat sich das Land als wichtiger Akteur an Covax beteiligt, der globalen Initiative zur gemeinsamen Nutzung von Impfstoffen, die einkommensschw\u00e4cheren L\u00e4ndern verg\u00fcnstigte oder kostenlose Dosen zur Verf\u00fcgung stellt. Gem\u00e4\u00df der urspr\u00fcnglichen Vereinbarung, die letztes Jahr bekannt gegeben wurde, w\u00fcrde SII bis zu 200 Millionen Dosen f\u00fcr bis zu 92 L\u00e4nder herstellen. Das sorgt im eigenen Land nun f\u00fcr Probleme. Insgesamt wurde nun bei fast 14,8 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsf\u00e4lle auf, nach den USA, die mehr als 31 Millionen F\u00e4lle verzeichnen. Die Zahl der Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus steigt in Indien binnen 24 Stunden um 1.501 auf 177.150. Wegen der versch\u00e4rften Einreisebeschr\u00e4nkungen in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei am Samstag in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald insgesamt 620 Fahrzeuge entlang der Landesgrenzen kontrolliert.69 Fahrzeuge mit 112 Insassen wurden von den Beamten wieder abgewiesen, wie die Polizei bekannt gab. Insgesamt verliefen die Kontrollen demnach ruhig. Seit November sind Hotels und Pensionen in dem bei Touristen beliebten Bundesland wieder geschlossen. L\u00e4ngere Urlaubsaufenthalte und selbst Tagesausfl\u00fcge aus anderen Bundesl\u00e4ndern sind seit Monaten grunds\u00e4tzlich verboten. Ausnahmen soll es nach Angaben der Landesregierung nach wie vor f\u00fcr Besuche der Kernfamilie geben. Dazu z\u00e4hlen etwa Eltern, Kinder und Geschwister. Auch wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis sp\u00e4testens Freitag kommender Woche verlassen, wie die Landesregierung in Schwerin am Samstag mitteilte. Dies gelte auch f\u00fcr Dauercamper, Kleingartenp\u00e4chter sowie Bootseigent\u00fcmer aus anderen Bundesl\u00e4ndern. Die Koalitionsfraktionen von CDU\/CSU und SPD wollen den Entwurf der Bundesregierung zum Infektionsschutzgesetz versch\u00e4rfen. Der &#171;Welt am Sonntag&#187; zufolge haben die Fraktionen am Samstag verhandelt und ihre Positionen dabei angen\u00e4hert. Die Union bestand nach Informationen von Reuters aus Koalitionskreisen darauf, dass die Schulen nicht erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 schlie\u00dfen sollen. Dies ist in dem Entwurf der Regierung vorgesehen, wird aber von Gesundheitsexperten als nicht ausreichend angesehen. Die L\u00e4nderchefs wehren sich allerdings dagegen, dass der Bund Vorgaben f\u00fcr die Schulen schon ab einer Inzidenz von 100 machen will. Am Sonntag wollen sich die Koalitionsfraktionen einigen. Am Montag soll es sowohl bei der SPD als auch bei der CDU\/CSU Sonder-Fraktionssitzungen zum Infektionsschutzgesetz geben. Die zweite und dritte Lesung im Bundestag ist f\u00fcr Mittwoch vorgesehen, dann muss noch der Bundesrat zustimmen. Als besonders umstritten gelten die bisher vorgesehenen Ausgangsbeschr\u00e4nkungen von 21 Uhr bis f\u00fcnf Uhr morgens, gegen die einige Ministerpr\u00e4sidenten Bedenken haben. Die FDP hat mit einer Verfassungsklage gedroht. &#171;F\u00fcr die SPD ist nach wie vor wichtig, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit haben, w\u00e4hrend der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zu joggen oder vor die T\u00fcr zu gehen&#187;, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese der &#171;Welt am Sonntag&#187;. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte eine Ausgangssperre gefordert. Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben worden. Auf den Stra\u00dfen waren am Sonntagmorgen bereits viele Menschen ohne Mundschutz unterwegs. In Innenr\u00e4umen, die \u00f6ffentlich genutzt werden, gilt die Pflicht weiterhin. Experten gehen aber davon aus, dass sie angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen in einem Monat ebenfalls aufgehoben werden kann. Erstmals seit einem Jahr wurden auch viele Schulen wieder vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet. Die Kinder und Jugendlichen lernen wieder in Klassenverb\u00e4nden statt in kleinen Gruppen. In den Klassenr\u00e4umen gilt allerdings weiterhin Maskenpflicht. Vier Monate nach Beginn der Corona-Impfkampagne werden in dem kleinen Mittelmeerland immer weniger Neuinfektionen registriert. Die Zahl der schwer kranken Corona-Patienten ist auf etwa 200 gefallen. Ende Januar gab es davon in Israel noch etwa 1.200. Die Konzernchefs des Shoppingmall-Betreibers ECE und der Schuhhandelskette Deichmann haben die geplante Novelle des Infektionsschutzgesetzes hart kritisiert. &#171;Ich f\u00fcrchte, dass dieses Infektionsschutzgesetz dazu beitragen wird, dass die Akzeptanz der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen langsam verloren geht. Wir sollten uns stattdessen darauf konzentrieren, Infektionsherde einzud\u00e4mmen und gezielt zu bek\u00e4mpfen&#187;, sagte der Vorstandsvorsitzende des Shoppingmall-Betreibers ECE Alexander Otto der &#171;Bild am Sonntag&#187; laut Vorabbericht. Mit der Schlie\u00dfung der Gesch\u00e4fte w\u00fcrde ein Teil der Wirtschaft geopfert, ohne dass sich damit etwas Wesentliches an der Pandemie \u00e4ndere, sagte der Chef der Schuhhandelskette Deichmann, Heinrich Deichmann, dazu. Beide Firmenchefs sprachen sich laut Vorabbericht f\u00fcr einen zeitlich begrenzten, harten Lockdown in allen Teilen der Wirtschaft aus, sollten Schlie\u00dfungen unvermeidbar sein. Die deutschen Landkreise fordern eine \u00dcberarbeitung der geplanten bundeseinheitlichen Corona-Notbremse. &#171;Der Gesetzentwurf muss an vielen Stellen korrigiert werden&#187;, sagte der Pr\u00e4sident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). &#171;Die reine Ankn\u00fcpfung an Inzidenzen wird dem Pandemiegeschehen nach mehr als einem Jahr und den regional sehr unterschiedlichen Situationen nicht gerecht.&#187; Sager fordert hingegen, die Belegung der Intensivbetten, die Reproduktionszahl und den Impffortschritt mit in die Betrachtung einzubeziehen. &#171;Wenn ein Landkreis zwar eine hohe Inzidenz aufweist, aber gleichzeitig sehr viele freie Krankenhausbetten hat und die Impfungen gut vorangehen, muss man dies ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen.&#187; Gleiches gelte f\u00fcr klar eingrenzbare Ansteckungen etwa in einem Betrieb. &#171;Die reine Orientierung an der Inzidenz zeichnet kein realistisches Bild der Situation vor Ort&#187;, so Sager. Brandenburg versch\u00e4rft die Corona-Regeln noch vor der Bundes-Notbremse: Ab Montag soll eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr f\u00fcr Regionen gelten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens drei Tage lang \u00fcber 100 liegt. Ab 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sollen in Landkreisen oder kreisfreien St\u00e4dten alle Schulen geschlossen werden, erkl\u00e4rte Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) am Samstag nach der Entscheidung des Kabinetts. Woidke erkl\u00e4rte, er sehe keine Alternative zur n\u00e4chtlichen Ausgangsbeschr\u00e4nkung und zu Schulschlie\u00dfungen bei hohen Corona-Infektionszahlen. &#171;Wir m\u00fcssen jetzt handeln und zwar so schnell wie m\u00f6glich&#187;, sagte er. &#171;Wir k\u00f6nnen und wollen nicht weiter abwarten, bis Dinge beispielsweise auf der Bundesebene geregelt werden.&#187; Die Regelungen sollen ab Mittwoch gelten. Ausnahmen gelten nur f\u00fcr Abschlussklassen und die F\u00f6rderschulen f\u00fcr geistige Entwicklung. Auch die Kitas sollen in den Regionen mit 200er-Inzidenz schlie\u00dfen. Brandenburg versch\u00e4rft zudem das Versammlungsrecht. Bei einer 100er-Inzidenz sind nicht mehr bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, sondern nur noch h\u00f6chstens 100. Ab einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz von 200 sind Demos weiterhin verboten. Angesichts einer au\u00dfer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie haben Gouverneure brasilianischer Bundesstaaten &#171;humanit\u00e4re Hilfe&#187; bei den Vereinten Nationen angefragt. Sie ersuchten im Videogespr\u00e4ch mit der stellvertretenden UN-Generalsekret\u00e4rin Amina Mohammed Hilfe beim Kauf von Impfstoffen und Intubationsmedikamenten, wie das Nachrichtenportal &#171;G1&#187; am Freitagabend (Ortszeit) berichtete. &#171;In elf Bundesstaaten fehlen Krankenhaus-Patienten Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Sauerstoff&#187;, sagte demnach der Gouverneur des Bundesstaates Piau\u00ed, Wellington Dias von der Arbeiterpartei (PT). Brasilien ist einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Die Hilfsorganisation &#171;\u00c4rzte ohne Grenzen&#187; sprach angesichts des fehlenden politischen Willens der Regierung von Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro, auf die Gesundheitskrise zu reagieren, von einer &#171;humanit\u00e4ren Katastrophe&#187;.13,8 Millionen Menschen haben sich nach Daten des Gesundheitsministeriums im gr\u00f6\u00dften Land in Lateinamerika mit dem Coronavirus infiziert,368.749 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In mehreren deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten waren am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen geplant: In Dresden reagierte die Polizei, noch bevor sich gr\u00f6\u00dfere Gruppen zu den verbotenen Protesten zusammenfinden konnten. Im Dresdner Hauptbahnhof stoppte sie zwei kleinere Gruppen von mutma\u00dflichen Corona-Protestlern bei der Einreise. Es handele sich jeweils um rund ein Dutzend Menschen, so ein Polizeisprecher. Im Zuge der Gefahrenabwehr wurden Platzverweise ausgesprochen und die Gruppen zur\u00fcck nach Leipzig und Zwickau geschickt. Zudem seien mehrere kleine Gruppen im Stadtgebiet unterwegs. In Wiesbaden stoppte die Polizei mehrere hundert Menschen aus dem Umfeld einer &#171;Querdenken&#187;-Demonstration auf dem Weg in die Innenstadt. Wie ein Sprecher sagte, h\u00e4tten die Demonstranten damit am Samstagnachmittag gegen geltende Auflagen versto\u00dfen. Zuvor waren mehrere Kundgebungen mit mehreren hundert Teilnehmern in der Landeshauptstadt abgehalten worden, die sich gegen die Corona-Regeln von Bund und L\u00e4ndern richteten. Auch Gegendemonstranten seien nach Wiesbaden gekommen. Wie der Polizeisprecher weiterhin sagte, war die Demonstration der &#171;Querdenker&#187; vom Veranstalter zwar am Nachmittag beendet worden, doch h\u00e4tten sich etwa 300 Menschen von den Reisinger-Anlagen aus auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Daraufhin habe die Polizei eingreifen m\u00fcssen. Die Zahl der in Krankenh\u00e4usern registrierten Corona-Intensivpatienten ist am Samstag nach Angaben des Registers der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin auf 4.760 gestiegen. Zuvor hatten die Intensivmediziner vor einer &#171;dramatischen Lage&#187; in deutschen Krankenh\u00e4usern gewarnt. &#171;Wir haben zwar noch einige Betten in einigen Regionen frei, aber es gibt Ballungsgebiete wie K\u00f6ln, Bremen und Berlin, wo es richtig knapp wird&#187;, sagte der Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, im Podcast &#171;Leben in Zeiten von Corona&#187; der Zeitung &#171;Mannheimer Morgen&#187;. Das Saarland versch\u00e4rft seine Corona-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Modellregion wegen des &#171;gesteigerten Infektionsgeschehens&#187; leicht. In allen Bereichen, wo bisher eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung bestand, sei ab Montag eine medizinische Maske Pflicht, teilte Regierungschef Tobias Hans (CDU) mit. Bei der Testpflicht in der Au\u00dfengastronomie, Theater und Konzerten gebe es dann keine Ausnahmen mehr. An Grund- und F\u00f6rderschulen werde zudem eine Testpflicht vorbereitet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag stieg die Zahl der Neuinfizierten im Saarland um 137 auf 34.434. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 114. Die Regierung erkl\u00e4rte, es bleibe bei der bisherigen Ampelstufe gelb. Hans rief dazu auf, weiterhin Kontakte im privaten wie auch im beruflichen Bereich &#171;deutlich&#187; zu reduzieren und insbesondere auf eine breitangelegte Testung zu setzen. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind \u00fcber drei Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Genauer vermeldete die Johns Hopkins Universit\u00e4t am Samstag 3.001.068 Corona-Todesf\u00e4lle. Die meisten Corona-Todesopfer beklagen die USA (566.224 Tote), gefolgt von Brasilien, Mexiko und Indien. In Deutschland sind bislang fast 80.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit geh\u00f6rt Deutschland im weltweiten Vergleich zu den zehn L\u00e4ndern mit den meisten Corona-Toten. Mit Soforthilfen wollte der Staat Unternehmen schnell und unb\u00fcrokratisch durch die Corona-Krise helfen \u2013 es besteht aber der Verdacht, dass sie in Tausenden F\u00e4llen missbraucht wurden. Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Fr\u00fchjahr 2020 gebe es rund 15.000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, hei\u00dft es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich. Die mit Abstand meisten Strafanzeigen gab es mit mehr als 4.300 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen und Berlin. Zuletzt hatte die Bundesregierung im M\u00e4rz wegen Betrugsverdachts die Auszahlung von Abschlagszahlungen gestoppt, nach wenigen Tagen aber wieder aufgenommen. Der AfD-Abgeordnete Anton Friesen kritisierte, mit krimineller Energie k\u00f6nne man leicht Steuerzahlergeld bekommen, w\u00e4hrend kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen &#171;massenweise zugrunde gehen&#187;. Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) will am Dienstag ihren Bericht \u00fcber m\u00f6gliche Hirnvenen-Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson &amp; Johnson vorlegen. Das k\u00fcndigte sie am Freitag in Amsterdam an. Nachdem in den USA nach rund sieben Millionen Impfungen sechs F\u00e4lle von Blutgerinnseln bekannt geworden waren, waren Impfungen mit diesem Pr\u00e4parat in mehreren L\u00e4ndern vorl\u00e4ufig ausgesetzt worden. Die Experten des Sicherheitsausschusses der EMA pr\u00fcfen diese F\u00e4lle seit der vergangenen Woche in einem beschleunigten Verfahren. Die EMA hatte aber betont, dass der Impfstoff des US-Herstellers uneingeschr\u00e4nkt eingesetzt werden k\u00f6nne. Die &#171;Vorz\u00fcge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern&#187;, seien h\u00f6her zu bewerten als die Risiken der Nebenwirkungen. Auch beim Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kommt es in sehr seltenen F\u00e4llen zu Hirnvenenthrombosen. In der EU ist der Impfstoff zwar zugelassen, eine erste Lieferung war aber erst in dieser Woche angekommen. Nach Bekanntwerden der Thrombose-F\u00e4lle in den USA hatte der Hersteller auch dazu geraten, den Impfstoff bis zur Kl\u00e4rung der Vorf\u00e4lle nicht zu nutzen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg B\u00e4tzing, hat einen j\u00e4hrlichen nationalen Gedenktag f\u00fcr die Toten der Corona-Pandemie vorgeschlagen. &#171;Die Frage ist, was kommt, wenn die Pandemie endlich endet. Sie war dann ein Einschnitt in unser aller Leben &#8212; und zwar quer durch die Gesellschaft. Ich halte es f\u00fcr sinnvoll, dieser Zeit und der vielen Toten regelm\u00e4\u00dfig zu gedenken&#187;, sagte der Limburger Bischof dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). &#171;Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir ein Datum finden k\u00f6nnten, das positiv damit verbunden werden kann, wie mit Wissen, Vernunft, Mut und politischer Klugheit der Weg aus einer existenziellen Krise gefunden wurde. Vielleicht w\u00e4re solch ein Datum der Tag der ersten Impfung in Deutschland&#187;, regte B\u00e4tzing an. F\u00fcr sozial benachteiligte Menschen besteht Studien zufolge eine h\u00f6heres Risiko, an Corona zu erkranken und zu sterben. Das berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben) unter Berufung auf zwei Studien des Robert-Koch-Instituts (RKI). W\u00e4hrend der zweiten Coronawelle stieg die Zahl der Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Virus demnach in sozial benachteiligten Regionen Deutschlands am st\u00e4rksten. Das Risiko, am Coronavirus zu sterben, war dort um 50 bis 70 Prozent h\u00f6her als in wohlhabenderen Regionen. Auch das Infektionsrisiko ist ungleich verteilt, wie eine zweite RKI-Studie mit Daten aus der zweiten Coronawelle zeigt: In sozial benachteiligten Regionen verbreitete sich das Virus am st\u00e4rksten. Anfang Januar lag der Inzidenzwert in der Altersgruppe der sozial benachteiligten 60- bis 79-J\u00e4hrigen bei rund 190. Bei sozial und finanziell bessergestellten Senioren im gleichen Alter lag die Inzidenz hingegen knapp \u00fcber hundert. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Polizei zu einem harten Vorgehen bei Corona-Demonstrationen aufgerufen. Wenn es zu strafbaren Handlungen oder massiven Verst\u00f6\u00dfen gegen den Infektionsschutz komme, m\u00fcsse &#171;glasklar eine rote Linie gezogen&#187; werden, sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). &#171;Neben der strafrechtlichen Verfolgung geh\u00f6rt dazu auch, dass Demonstrationen als letzte Konsequenz durch die Polizei aufgel\u00f6st werden m\u00fcssen&#187;, sagte sie. Das Verhalten einiger Teilnehmer bei Protesten gegen die von der Regierung verh\u00e4ngten Corona-Ma\u00dfnahmen bezeichnete Lambert als &#171;absolut nicht hinnehmbar&#187;. &#171;Wir k\u00f6nnen nicht von den Menschen erwarten, dass sie sich in ihrem Privatleben sehr stark einschr\u00e4nken, w\u00e4hrend sich zugleich andere bei Corona-Demonstrationen \u00fcber alle Regeln hinwegsetzen&#187;, betonte sie. Brandenburg plant sch\u00e4rfere Corona-Ma\u00dfnahmen ab kommender Woche. Das Landeskabinett habe in einer informellen Runde beschlossen, dass es ab Montag bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 100 in Kreisen oder kreisfreien St\u00e4dten eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr geben soll, wie Regierungssprecher Florian Engels am Freitag mitteilte. Ab Mittwoch sollen Grundschulen schlie\u00dfen, falls der Wert 200 erreicht ist; an Kitas soll in diesem Fall eine Notbetreuung eingerichtet werden. Bisher sind nur weiterf\u00fchrende Schulen im Distanzunterricht. Das Kabinett komme am Samstag zu einer Sondersitzung zusammen, k\u00fcndigte Engels an. Die Schlie\u00dfung von Schulen und Kitas ab der Inzidenz 200 und eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung sind auch in der Bundes-Notbremse geplant, letztere aber bereits ab 21.00 Uhr. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca soll in Sachsen-Anhalt fr\u00fcher als geplant abgef\u00fcllt werden: Ab sofort steige das Pharmaunternehmen IDT Biologika in die Produktion ein, teilte Firmenchef J\u00fcrgen Betzing am Freitag mit. Grund daf\u00fcr seien kurzfristig frei gewordene Kapazit\u00e4ten, die das Pharmaunternehmen Merz Pharma freigegeben hatte. Urspr\u00fcnglich war der Beginn der Produktion f\u00fcr Anfang 2023 geplant. In den kommenden drei Monaten sollen in Dessau-Ro\u00dflau nun mindestens zehn Millionen Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers abgef\u00fcllt werden. Danach laufen die vertraglich vereinbarten Rechte f\u00fcr Astrazeneca zun\u00e4chst aus. Die Arztpraxen in Deutschland erhalten in der letzten Aprilwoche keinen Astrazeneca-Impfstoff mehr. Es seien in der Tat Dosen des Herstellers weggefallen, best\u00e4tigte das Gesundheitsministerium am Freitag gegen\u00fcber Reuters. Insgesamt sollen die Praxen in der 17. Kalenderwoche \u2013 also zwischen dem 26. April und 2. Mai \u2013 gut zwei Millionen Impfdosen erhalten. Diese kommen dem Ministerium zufolge nun ausschlie\u00dflich von Biontech, das zuletzt zus\u00e4tzliche Lieferungen zugesagt hatte. Beim Impfgipfel vor einem Monat waren den Praxen f\u00fcr die letzte Aprilwoche sogar \u00fcber drei Millionen Dosen in Aussicht gestellt worden, also eine Million mehr als jetzt geplant. Das Ministerium verwies hier auf die Unsicherheiten bei den Zusagen der Hersteller. In Indien verzeichnen die Beh\u00f6rden derzeit einen starken Anstieg der Neuinfektionen. Experten zufolge geht das auf Mutationen zur\u00fcck. Allerdings ist noch unklar, welche Rolle B 1.617 spielt. In Indien spielt auch die in Gro\u00dfbritannien entdeckte Variante eine gro\u00dfe Rolle, die nachgewiesenerma\u00dfen ansteckender ist. Der nordindische Bundesstaat Punjab, der in letzter Zeit eine der h\u00f6chsten Todesraten des Landes zu verzeichnen hat, fand zuletzt in 81 Prozent der Covid-Proben die hochansteckende Variante. Mediziner am All India Institute of Medical Sciences in Neu-Delhi stellten fest, dass ein Patient jetzt bis zu neun von zehn Kontaktpersonen ansteckt, verglichen mit bis zu vier im vergangenen Jahr. Gro\u00dfbritannien gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Auf der vom Robert-Koch-Institut am Freitag ver\u00f6ffentlichten Liste wurde das Vereinigte K\u00f6nigreich als Risikogebiet gestrichen. Gleiches gilt f\u00fcr die Regionen Mid-West und South-East in Irland, die Region Pirkanmaa in Finnland und Barbardos. Neu als Risikogebiete eingestuft wurden dagegen die bei Touristen beliebte Algarve in Portugal sowie die zu dem Land geh\u00f6renden Azoren, die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha in Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuvor bereits Hochinzidenzgebiet waren. Als Hochinzidenzgebiet gilt nun Argentinien. F\u00fcr Einreisen aus allen Corona-Risikogebieten gelten rechtliche Vorgaben f\u00fcr Kontrollen, Test- und Quarant\u00e4nepflichten. Bei Hochinzidenzgebieten und bei den Gebieten, in denen Varianten des Coronavirus h\u00e4ufig vorkommen, sind diese Vorgaben besonders streng. 18 Mitarbeiter einer Rewe-Filiale in Bayreuth sollen mit dem Coronavirus infiziert sein, die betroffene Filiale musste schlie\u00dfen. Wie der &#171;Bayerische Rundfunk&#187; berichtet, habe der Ladenbetreiber einen &#171;Systemfehler&#187; als Grund f\u00fcr die Schlie\u00dfung genannt. Das Landratsamt hatte von 18 Mitarbeitern gesprochen, die nun in Quarant\u00e4ne sind. Der Konzern wollte zur H\u00f6he der Infizierten des Marktes keine Angaben machen. Kunden wurden \u00fcber den Corona-Ausbruch nicht informiert. Dass sich jemand angesteckt haben k\u00f6nnte, sch\u00e4tzten die Beh\u00f6rden gegen\u00fcber dem &#171;BR&#187; jedoch als unwahrscheinlich ein. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hat Zweifel an der verfassungsrechtlichen Zul\u00e4ssigkeit der im neuen Infektionsschutzgesetz geplanten n\u00e4chtlichen Ausgangsbeschr\u00e4nkung. Diese sei &#171;kritisch zu bewerten&#187;, hei\u00dft es in einem aktuellen Gutachten, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. &#171;Ob sie einer abschlie\u00dfenden verfassungsgerichtlichen Pr\u00fcfung standhielte, d\u00fcrfte zweifelhaft sein&#187;, hei\u00dft es darin weiter. In dem Gutachten wird au\u00dferdem kritisiert, dass die \u00c4nderung des Infektionsschutzgesetzes, die am Freitag in erster Lesung vom Bundestag beraten wurde, keine Ausnahmen f\u00fcr Geimpfte vorsieht. Diese m\u00fcssten erg\u00e4nzt werden. Verfassungsrechtler vertr\u00e4ten &#171;ganz \u00fcberwiegend (falls nicht sogar einhellig) die Auffassung, dass Grundrechtseingriffe f\u00fcr Geimpfte grunds\u00e4tzlich nicht mehr zu rechtfertigen sind&#187;. Der Wissenschaftliche Dienst vertritt in dem Gutachten zugleich die Auffassung, dass der Gesetzgeber in der aktuellen Krisensituation die Pflicht habe, zum Schutz der Bev\u00f6lkerung t\u00e4tig zu werden. &#171;Dabei hat er einen gro\u00dfz\u00fcgig zu bemessenden Gestaltungsspielraum.&#187; SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eindringlich f\u00fcr eine schnelle Umsetzung der geplanten Ausgangsbeschr\u00e4nkungen am Abend gegen die dritte Corona-Welle geworben. &#171;Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschr\u00e4nkung, und nicht -sperre, genutzt h\u00e4tte&#187;, sagte Lauterbach bei der ersten Beratung der Pl\u00e4ne f\u00fcr eine &#171;Bundes-Notbremse&#187; im Bundestag. Diese besonders ansteckende Virusvariante nimmt in Deutschland laut Robert Koch-Institut einen Anteil von 90 Prozent ein. Es sei nicht die Zeit, komplizierte Bedenken anzumelden, sagte Lauterbach an die Adresse von FDP-Chef Christian Lindner. Lindner hatte sich zwar grunds\u00e4tzlich hinter die geplanten Ma\u00dfnahmen im Infektionsschutzgesetz gestellt, aber die darin vorgesehenen Ausgangsbeschr\u00e4nkungen kritisiert. Lauterbach sagte: &#171;Wir brauchen Pragmatismus und keine gegenseitige Aufkl\u00e4rerei, was alles nicht funktioniert.&#187; Zuschauer in den Stadien und G\u00e4ste im Restaurant: Wegen einer guten Entwicklung der Infektionszahlen lockert D\u00e4nemark die Corona-Beschr\u00e4nkungen schneller als bisher geplant. &#171;D\u00e4nemark befindet sich in einer Situation, in der wir noch mehr \u00f6ffnen k\u00f6nnen&#187;, erkl\u00e4rte die Regierung am Freitag. &#171;Das ist verantwortbar und sehr positiv, aber wir m\u00fcssen unsere guten Gewohnheiten beibehalten.&#187; Gr\u00f6\u00dfte Neuigkeit bei den Beschl\u00fcssen der Regierung: Zuschauer d\u00fcrfen ab kommendem Mittwoch wieder in die Stadien. Zugangsvoraussetzung ist der &#171;Coronapass&#187;, der entweder eine Impfung, eine j\u00fcngst \u00fcberstandene Infektion oder einen negativen Coronatest innerhalb der vergangenen 72 Stunden nachweist. Im Stadion m\u00fcssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Auch Restaurants sollen bereits ab Mittwoch wieder \u00f6ffnen k\u00f6nnen, urspr\u00fcnglich war dies erst ab dem 6. Mai geplant. F\u00fcr einen Besuch muss reserviert und der &#171;Coronapass&#187; vorgelegt werden, ab 22 Uhr d\u00fcrfen keine Bestellungen mehr abgegeben werden. Um im Au\u00dfenbereich von Restaurants etwas zu trinken, ist kein &#171;Coronapass&#187; n\u00f6tig. Auch die Zahl der Menschen, die sich treffen d\u00fcrfen, wird erh\u00f6ht. In Innenr\u00e4umen sind ab Mittwoch zehn Menschen erlaubt, im Freien sind es 50. Ab dem 11. Juni sollen im Freien gar keine Begrenzungen mehr gelten, in Innenr\u00e4umen sollen es nicht mehr als 100 Menschen sein. In D\u00e4nemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern liegt die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen derzeit viermal niedriger als im Dezember, als das Land in einen Teil-Lockdown ging. Bis August sollen alle Menschen geimpft sein. Die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KBV) l\u00e4sst Haus\u00e4rzte den Impfstoff f\u00fcr ihre Patienten k\u00fcnftig selbst aussuchen. &#171;Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen ben\u00f6tigen. Dies gilt erstmals f\u00fcr die Woche vom 26. April bis 2. Mai, f\u00fcr die der Bund Vakzine von Biontech und Astrazeneca bereitstellen wird&#187;, hei\u00dft es in einem Schreiben der KBV, das der D\u00fcsseldorfer &#171;Rheinischen Post&#187; einem Vorabbericht zufolge vorliegt. Die Bestellmenge pro Arzt sei auf 18 bis 30 Biontech-Dosen und zehn bis 50 Astrazeneca-Dosen begrenzt. Der Bundestagsabgeordnete und Co-Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, hat sich impfen lassen. Er teilte in den sozialen Medien ein Bild von sich w\u00e4hrend der Prozedur. Dazu schrieb er: &#171;Heute wurde mir die erste Impfdosis verabreicht. Ich bin der festen \u00dcberzeugung: Mit z\u00fcgigem #Impfen machen wir einen gro\u00dfen Schritt aus der #Pandemie.&#187; Mit welchem Impfstoff sich der 63-J\u00e4hrige hat impfen lassen, ist nicht bekannt. Wer gegen Corona geimpft und nicht mehr ansteckend ist, soll nach Worten von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) wieder mehr Freiheiten bekommen. &#171;Menschen, die geimpft sind und von denen nachweisbar keine Gefahr f\u00fcr andere ausgeht, m\u00fcssen zur\u00fcckkommen zur Normalit\u00e4t&#187;, sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &#171;Es gibt keine Rechtfertigung mehr f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung ihrer Grundrechte. Wir m\u00fcssen deshalb die Grundrechtseinschr\u00e4nkungen f\u00fcr Geimpfte aufheben&#187;, sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Lambrecht deutete an, dass es unterschiedliche Regelungen bei den verschiedenen Impfstoffen geben k\u00f6nnte. &#171;Die Einschr\u00e4nkung von Grundrechten kann bei denjenigen Impfstoffen aufgehoben werden, bei denen nachgewiesen ist, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, die diese Einschr\u00e4nkung rechtfertigen w\u00fcrde&#187;, sagte die SPD-Politikerin. Wissenschaftler m\u00fcssten sagen, welche Impfung welche Wirkung habe. Falls von den Geimpften noch ein Ansteckungsrisiko ausgehe, k\u00f6nnten Einschr\u00e4nkungen nicht aufgehoben werden. Die Justizministerin pl\u00e4diert daf\u00fcr, die Regeln schnell auf den Weg zu bringen. Bei den Privilegien nannte sie etwa die Aufhebung von Besuchsverboten. Eine Maskenpflicht h\u00e4lt die SPD-Politikerin hingegen auch f\u00fcr Geimpfte vertretbar. Mecklenburg-Vorpommern zieht ab Montag die Corona-Notbremse. Landesweit d\u00fcrfen private Treffen dann nur noch mit h\u00f6chstens einer Person au\u00dferhalb des eigenen Hausstandes stattfinden, wie Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstagabend in Schwerin ank\u00fcndigte. Kinder bis 14 Jahre z\u00e4hlen nicht mit. Die entsprechenden Vorschl\u00e4ge sollen am Freitag dem Landtag vorgelegt werden, erl\u00e4uterte Schwesig. Au\u00dferdem sollen die Schulen und die meisten Gesch\u00e4fte sowie Museen und Freizeiteinrichtungen schlie\u00dfen. Lediglich f\u00fcr die Abschlussklassen soll es weiterhin Pr\u00e4senzunterricht geben. Zu den Ausnahmen im Einzelhandel z\u00e4hlen neben Lebensmittell\u00e4den, Apotheken und Drogerien auch Baum\u00e4rkte, Buch- und Blumengesch\u00e4fte. Friseure k\u00f6nnen ebenfalls ge\u00f6ffnet bleiben. Fahrschulen m\u00fcssen hingegen weitgehend schlie\u00dfen. Die Kindertagesst\u00e4tten schlie\u00dfen ab Montag ebenfalls, dies hatte das Sozialministerium bereits am Mittwoch verf\u00fcgt. F\u00fcr Kitakinder und j\u00fcngere Sch\u00fcler bis Klasse sechs gibt es eine Notbetreuung. Wer au\u00dferhalb von Mecklenburg-Vorpommern lebt, soll w\u00e4hrend des landesweiten Shutdowns seinen Zweitwohnsitz in MV nicht aufsuchen d\u00fcrfen. Das soll auch f\u00fcr Dauercamper und Tagestouristen von au\u00dferhalb gelten, so Schwesig. Zu den negativen Begleiterscheinungen der Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie geh\u00f6rt ein Anstieg der Gewalt in Familien und Paarbeziehungen. Die Zahl der F\u00e4lle von h\u00e4uslicher Gewalt, die der Polizei bekannt wurden, lag im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent \u00fcber dem Wert des Vorjahres. Bei Gewalt in der Partnerschaft registrierten die Beh\u00f6rden einen Anstieg um rund vier Prozent, wie der Pr\u00e4sident des Bundeskriminalamtes, Holger M\u00fcnch, am Donnerstag in Berlin mitteilte. M\u00fcnch wies allerdings auf die nur eingeschr\u00e4nkte Aussagekraft dieser Zahlen hin, da erstens durch die reduzierte soziale Kontrolle in der Zeit des Lockdowns ein Teil der Straftaten, die im privaten Bereich begangen worden, wom\u00f6glich unentdeckt blieb. Zweitens seien die Auswirkungen des zweiten Lockdowns im Herbst 2020 wegen der zeitlichen Verz\u00f6gerung bei der statistischen Erfassung der Straftaten in dieser Betrachtung noch nicht vollumf\u00e4nglich enthalten. &#171;Ich bef\u00fcrchte eine \u00e4hnliche Entwicklung auch im weiteren Verlauf des letzten Jahres, allerdings fehlen uns umfassende Opferstatistiken&#187;, sagte die Gr\u00fcnen-Innenpolitikerin Irene Mihalic. Ihre Fraktion habe bereits konkrete Vorschl\u00e4ge zur &#171;besseren Erfassung und Bek\u00e4mpfung von Hasskriminalit\u00e4t gegen Frauen&#187; vorgelegt. &#171;Wir m\u00fcssen Frauen wesentlich besser vor Partnerschaftsgewalt in all ihren Auspr\u00e4gungen sch\u00fctzen&#187;, f\u00fcgte sie hinzu. F\u00fcr den Herbst 2021 haben die Sicherheitsbeh\u00f6rden ein umfassenderes Lagebild zu h\u00e4uslicher Gewalt und Partnerschaftsgewalt angek\u00fcndigt. Nach D\u00e4nemark k\u00f6nnte auch Norwegen dauerhaft auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca verzichten \u2013 eine Entscheidung dazu hat die Regierung in Oslo nun aber zun\u00e4chst vertagt. Ein endg\u00fcltiger Entschluss werde erst gefasst, nachdem ein Expertenausschuss bis zum 10. Mai seine Einsch\u00e4tzung zum Einsatz des Impfstoffes sowie zum Mittel des US-Herstellers Johnson &amp; Johnson gegeben habe, sagte Gesundheitsminister Bent H\u00f8ie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Oslo. Parallel empfahl das nationale Gesundheitsinstitut FHI, das Astrazeneca-Prapar\u00e4t wegen des Risikos seltener, aber schwerwiegender Nebenwirkungen g\u00e4nzlich aus der laufenden Impfkampagne zu streichen. Es gebe mittlerweile deutlich mehr Erkenntnisse \u00fcber den Zusammenhang zwischen dem Vakzin und seltenen, schweren F\u00e4llen von Blutgerinnseln, Blutungen und niedrigen Blutpl\u00e4ttchenzahlen, wurde der f\u00fcr den Infektionsschutz zust\u00e4ndige FHI-Direktor Geir Bukholm in einer Beh\u00f6rdenmitteilung zitiert. Norwegen hatte den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Unternehmens am 11. M\u00e4rz vorsorglich ausgesetzt, nachdem seltene F\u00e4lle von Blutgerinnseln nach der Impfung aufgetreten waren, darunter auch Todesf\u00e4lle. Dieser Stopp wurde sp\u00e4ter verl\u00e4ngert. Baden-W\u00fcrttemberg wird die angek\u00fcndigte &#171;Notbremse&#187; der Bundesregierung schon ab kommendem Montag umsetzen. Dies teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Gr\u00fcne) am Donnerstag in Stuttgart mit. Da man die Corona-Verordnung des Landes ohnehin am Wochenende verl\u00e4ngern m\u00fcsse, w\u00fcrden die vorgesehenen Versch\u00e4rfungen des Bundes direkt mit eingearbeitet. &#171;Wir warten nicht auf den Bund, wir m\u00fcssen jetzt handeln. Jeder Tag z\u00e4hlt in der Pandemiebek\u00e4mpfung und wir wollen den Menschen in einer Woche nicht schon wieder eine neue Verordnung pr\u00e4sentieren&#187;, sagte Lucha. Das Bundeskabinett hatte am Dienstag eine \u00c4nderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die bundeseinheitliche Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Regionen mit vielen Neuinfektionen vorsieht. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren. Mecklenburg-Vorpommern steht wegen der Corona-Pandemie kurz vor einem Lockdown mit Ausgangsbeschr\u00e4nkungen sowie fl\u00e4chendeckenden Schul- und Ladenschlie\u00dfungen. Das geht aus einem Beschlussentwurf f\u00fcr den Landtag hervor, der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am Donnerstag sollte zun\u00e4chst der MV-Gipfel mit Vertretern von Landesregierung, Kommunen, Wirtschaft und Sozialverb\u00e4nden dar\u00fcber beraten. Die Kontakt- und Ausgangsbeschr\u00e4nkungen orientieren sich demnach an der geplanten Novelle des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Das hei\u00dft: n\u00e4chtliche Ausgangssperre und ansonsten Treffen mit h\u00f6chstens einer Person au\u00dferhalb des eigenen Hausstandes. Wann genau der Lockdown beginnen soll, bleibt offen. Die Rede ist von &#171;unverz\u00fcglich&#187;. Das Land k\u00f6nne die Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag aufgrund der Dynamik des Infektionsgeschehens nicht abwarten. Die Corona-Infektionszahlen sind in MV zuletzt sprunghaft gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Mittwoch 158,3. Auch zur Dauer des Lockdowns gibt es in dem Papier keine Angaben. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist am Donnerstag gegen das Coronavirus geimpft worden. &#171;Nachdem wir die 100 Millionen Impfungen in der EU \u00fcberschritten haben, bin ich sehr froh, dass ich heute meine erste Spritze mit Covid-19-Impfstoff bekommen habe&#187;, schrieb die 62-J\u00e4hrige auf Twitter. Nach Angaben eines Sprechers war von der Leyen nach den Regeln des EU-Gastlandes Belgien an der Reihe und erhielt den von Belgien gelieferten Impfstoff von Biontech\/Pfizer. Es seien inzwischen sieben der 27 Kommissare geimpft, f\u00fcgte er hinzu. Ein Foto zeigte von der Leyen mit einem Pflaster in EU-Farben auf dem linken Oberarm. Auch Innenminister Horst Seehofer ist nun geimpft. Er sei seit dem Vortag geimpft, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Er sei aufgrund seines Alters und seiner Vorerkrankungen berechtigt gewesen. Seehofer ist 71 Jahre alt. Seehofer betonte, er habe die Impfung nicht \u00f6ffentlich zelebrieren wollen. &#171;Sondern das macht man zum Schutz von sich und der B\u00fcrgerschaft oder seinen Personen, mit denen man zu tun hat.&#187; NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) hat in der Corona-Pandemie zu entschlossenem Handeln aufgerufen. &#171;Die Lage ist dramatisch&#187;, sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in D\u00fcsseldorf. &#171;Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu.&#187; Deshalb gelte: &#171;Wir m\u00fcssen jetzt handeln.&#187; Laschet verteidigte seine Idee eines &#171;Br\u00fccken-Lockdowns&#187; vom Osterwochenende. &#171;Man hat die Idee l\u00e4cherlich gemacht&#187;, sagte er. H\u00e4tte man stattdessen den von ihm vorgeschlagenen schnellen harten Lockdown &#171;als Teil einer Br\u00fccke zu mehr Perspektiven&#187; umgesetzt, w\u00e4re man heute schon weiter. Nach mehreren Corona-Infektionen mit der s\u00fcdafrikanischen Virusvariante werden in London Zehntausende B\u00fcrger getestet. Am Donnerstag sollten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in einem n\u00f6rdlichen Bezirk der britischen Hauptstadt Massentests durchgef\u00fchrt werden. Zuvor waren seit Anfang der Woche bereits in den s\u00fcdlichen Bezirken Lambeth und Wandsworth massenhaft Anwohner getestet wurden. Bei der Testoffensive, die in \u00e4hnlicher Form auch bereits in anderen Teilen Englands durchgef\u00fchrt wurde, geht es darum, Ansteckungsherde gef\u00e4hrlicher Varianten aufzudecken. Die Ma\u00dfnahme wird immer dann eingesetzt, wenn F\u00e4lle solcher Varianten entdeckt werden, deren Infektionskette nicht klar zur\u00fcckzuverfolgen ist. Die erstmals im August 2020 in S\u00fcdafrika nachgewiesene Variante verbreitet sich \u00e4hnlich wie die britische deutlich schneller, weil sie sich schneller an menschliche Zellen binden kann. Aber sie steht auch im Verdacht, zudem der Immunantwort des Menschen besser zu entkommen. Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt in der ARD die geplanten Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Sie seien lebensnah, es gebe Ausnahmen. &#171;Das hat \u00fcberall geholfen, in vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden \u2013 und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht.&#187; Oberhalb von 100 Infektionsf\u00e4llen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche m\u00fcsse etwas geschehen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. &#171;Wir wollen strenge Regeln haben.&#187; Und sie sollten einheitlich im ganzen Land sein, das werde n\u00e4chste Woche beschlossen. Im Zusammenhang mit seltenen F\u00e4llen von Hirnthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung plant die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Corona-Impfstoffs. Dies teilte die Beh\u00f6rde am Mittwoch in Amsterdam nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. \u00dcberpr\u00fcft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenh\u00e4user, Sterblichkeit und Krankheitsh\u00e4ufigkeit. Trotz einiger seltener F\u00e4lle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschr\u00e4nkt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Wirkstoff. Angesichts des Infektionsgeschehens und der sich mit Corona-Patienten f\u00fcllenden Krankenh\u00e4user hat der Medizinische Vorstand des Universit\u00e4tsklinikums Dresden, Michael Albrecht, die Aufhebung der Impfpriorisierung gefordert. &#171;Jetzt geht es um Geschwindigkeit&#187;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man m\u00fcsse verst\u00e4rkt die impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gef\u00e4hrdeter sind, sich anzustecken. &#171;Es geht darum, in kurzer Zeit m\u00f6glichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in b\u00fcrokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten&#187;, so Albrecht. &#171;Man muss nur nach England oder Israel schauen, wo Fu\u00dfballspiele wieder mit Publikum m\u00f6glich sind und Restaurants \u00f6ffnen, das ist der Effekt einer hohen Durchimpfungsquote.&#187; Daran sei ablesbar, dass nicht \u00d6ffnungen und Schlie\u00dfungen der Weg sind. &#171;Die einzige Chance, die wir haben, ist, dass 70 Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft sind, und das so schnell wie m\u00f6glich.&#187; Nach der vor\u00fcbergehenden Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson &amp; Johnson in den USA hat sich ein Beratergremium der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC daf\u00fcr ausgesprochen, vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zun\u00e4chst mehr Informationen zu sammeln. Das entschieden die Mitglieder des Gremiums am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion bei einem kurzfristig angesetzten Notfalltreffen. In etwa einer Woche solle es ein weiteres Treffen geben, hie\u00df es. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach empfiehlt nach dem Lieferstopp des Impfstoffes von Johnson &amp; Johnson, das Vakzin des deutschen Herstellers Curevac schneller zuzulassen. &#171;Wenn Curevac \u00e4hnlich gut wirkt wie Biontech oder Moderna, was zu erwarten ist, sollte der Impfstoff schnellstm\u00f6glich zugelassen und verimpft werden&#187;, sagte Lauterbach dem Spiegel. Auf die Zulassung der europ\u00e4ische Arzneimittelagentur EMA solle man nicht warten, da man sich aktuell in einer Notlage befinde. Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin ist nach eigenen Angaben vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Er habe gerade seine zweite Corona-Impfdosis erhalten, sagte der Kremlchef am Mittwoch bei einer im Fernsehen \u00fcbertragenen Videokonferenz. Die Russen rief er auf, es ihm nachzutun. &#171;Ich m\u00f6chte Sie dar\u00fcber informieren, dass ich kurz vor Betreten dieses Raums meine zweite Impfung hatte&#187;, sagte Putin. &#171;Ich gehe davon aus, dass Sie, die Sie auf sich selbst und Ihre Liebsten achtgeben, dasselbe tun und meinem Beispiel folgen werden.&#187; Die erste Corona-Impfung hatte Putin Ende M\u00e4rz erhalten. Angaben dazu, welchen der drei russischen Impfstoffe er erhielt, machte der Kreml damals nicht. Obwohl der bekannteste russische Impfstoff Sputnik V mittlerweile in Dutzenden L\u00e4ndern zugelassen worden ist, stehen viele Russen einer Corona-Impfung kritisch gegen\u00fcber. Die Insel Fair Isle im \u00e4u\u00dfersten Norden Schottlands gilt als der abgelegenste Flecken des britischen Archipels, auf dem Menschen zu Hause sind. Nun hat das Eiland zwischen den Orkney- und den Shetland-Inseln noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Alle Erwachsenen sind dort inzwischen vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft \u2013 insgesamt 48 Frauen und M\u00e4nner. Wie die BBC am Mittwoch berichtete, erreichte die Insel in dieser Woche eine Lieferung mit Astrazeneca-Impfstoff per Kleinflugzeug. Damit habe allen erwachsenen Bewohnern eine zweite Impfdosis verabreicht werden k\u00f6nnen. Der Impfstoff von Biontech sei nicht infrage gekommen, weil zur Lagerung extrem niedrige Temperaturen erforderlich sind. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mahnt, die Ma\u00dfnahmen der Notbremse k\u00f6nnten nicht ausreichen. Der Epidemiologe verteidigte dabei insbesondere die in der Kritik stehende Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Das Gesetz d\u00fcrfe nicht verw\u00e4ssert werden, sagte er im &#171;Deutschlandfunk&#187;. Auf Twitter schrieb der Politiker: &#171;Die Notbremse ziehen wir zu sp\u00e4t und nicht fest genug.&#187; Die L\u00e4nder sollten nicht l\u00e4nger warten: &#171;Verlorene Zeit verl\u00e4ngert Lockdown unn\u00f6tig und kostet Menschenleben.&#187; Nach dem Stopp der Impfungen von Johnson &amp; Johnson (J&amp;J) in den USA fordern deutsche Immunologen von der Bundesregierung schnelle Nachbestellungen von mRNA-Impfstoffen \u2013 notfalls im nationalen Alleingang. &#171;Wenn es sich bewahrheitet, dass die Nebenwirkungen \u00e4hnlich h\u00e4ufig sind, w\u00e4re die Konsequenz, dass wir in Deutschland auch den Impfstoff von J&amp;J ebenso wie Astrazeneca nicht f\u00fcr die unter 60-J\u00e4hrigen verwenden sollten&#187;, sagt der Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Immunologie, Carsten Watzl, der Zeitung &#171;Augsburger Allgemeinen&#187;. Hirnvenenthrombosen scheinen seiner Ansicht nach eine generelle Nebenwirkung der Vektorimpfstoffe zu sein. F\u00fcr die Impfung der unter 60-J\u00e4hrigen stehe jedoch bis Herbst nicht ausreichend mRNA-Impfstoff zur Verf\u00fcgung, was mangels Herdenimmunit\u00e4t eine vierte Pandemiewelle ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Deswegen m\u00fcsse die Bundesregierung sowohl mit Biontech als auch mit Curevac in neue Verhandlungen treten und mehr Impfdosen f\u00fcr Deutschland sichern. &#171;Deutschland sollte hier einen Alleingang wagen, da es \u00fcber die EU zu lange dauert und jetzt viele andere L\u00e4nder \u00e4hnlich aktiv werden.&#187; Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bef\u00fcrchtet wegen des Stopps allerdings keinen nachhaltigen Schaden f\u00fcr die Impfkampagne in Deutschland. &#171;Das ist zun\u00e4chst ein R\u00fcckschlag, aber ich glaube nicht, dass es ein permanenter R\u00fcckschlag ist&#187;, sagt Lauterbach im Deutschlandfunk. Die in den USA nach Impfungen aufgetretenen Thrombosef\u00e4lle seien nach den F\u00e4llen bei dem \u00e4hnlichen Impfstoff von Astrazeneca zu erwarten gewesen. Er gehe davon aus, dass die Komplikation so rar sei, dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder in den USA verimpft und der Impfstart dann auch in Europa beginnen werde. Sicherlich sei dann dar\u00fcber nachzudenken, den Impfstoff spezifisch bei den \u00fcber 60-J\u00e4hrigen einzusetzen. Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen gilt seit Mittwoch wieder ein Einreiseverbot f\u00fcr den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Damit sind auch Ausfl\u00fcge von Tagestouristen und Besuche von Zweitwohnungsbesitzern \u2013ohne &#171;triftigen Grund&#187; \u2013 untersagt, wie ein Kreissprecher am Mittwoch erkl\u00e4rte. Betroffen sind Deutschlands zweitgr\u00f6\u00dfte Insel Usedom sowie das Stettiner Haff, wo traditionell viele Berliner, Brandenburger und Sachsen Feriensitze haben. Ein individuelles Interesse an freier Einreise m\u00fcsse hinter dem \u00f6ffentlichen Interesse, das regionale Gesundheitssystem funktionsf\u00e4hig zu halten und die Neuinfektionen zu reduzieren, zur\u00fcckstehen. Als &#171;triftige Gr\u00fcnde&#187; z\u00e4hlen vor allem berufliche T\u00e4tigkeiten oder ein Besuch der Kernfamilie, hei\u00dft es in der Verf\u00fcgung. Allein der Besuch in der Zweitwohnung sei kein &#171;triftiger Grund.&#187; Um alles zu regeln, k\u00f6nnten die Zweitwohnungsbesitzer aber noch drei Tage kommen, also bis zum 17. April. In dem Landkreis, der von Pasewalk \u00fcber Anklam, Usedom und Wolgast bis Greifswald reicht, lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag erstmals wieder \u00fcber 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (201,2). Da es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen handelt, m\u00fcsse der Kreis solche Ma\u00dfnahmen ergreifen, sagte ein Sprecher. Eine solches Einreiseverbot gab es schon von Mitte Januar an ein paar Wochen. Damals wies die Polizei Hunderte Autofahrer ab. Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat die Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs leicht herabgestuft. Der Impfstoff sch\u00fctze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In einem im Dezember im &#171;New England Journal of Medicine&#187; ver\u00f6ffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben. Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Den Grund f\u00fcr die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie k\u00f6nnte jedoch auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Moderna arbeitet derzeit an zwei speziell gegen diese Corona-Mutanten wirkenden Versionen des Impfstoffs. Erste Ergebnisse aus Versuchen an M\u00e4usen sind dem Unternehmen zufolge vielversprechend. Das US-Pharmaunternehmen hat nach eigenen Angaben bislang (Stand 12. April) 132 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs weltweit ausgeliefert, rund 117 Millionen Dosen davon gingen an die USA. Indien verzeichnet mit 184.372 best\u00e4tigten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden erneut einen weltweiten H\u00f6chstwert. Damit haben sich nun rund 13,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.1027 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 172.085. Indien weist nach den USA die h\u00f6chste Infektionszahl weltweit auf. Seit vergangener Woche meldet das Gesundheitsministerium jeden Tag mehr als 100.000 Neuinfektionen. Die Dunkelziffer d\u00fcrfte Experten zufolge in dem Land mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern aber deutlich h\u00f6her liegen. Der Pharmakonzern Johnson &amp; Johnson verz\u00f6gert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte \u00fcber Sinusvenenthrombosen erhalten und sich f\u00fcr die Verz\u00f6gerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbeh\u00f6rden an der Untersuchung der F\u00e4lle. Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA hatte vergangene Woche mitgeteilt, F\u00e4lle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson &amp; Johnson zu pr\u00fcfen. Es seien vier ernsthafte F\u00e4lle von Blutgerinnseln aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Beh\u00f6rde hatte betont, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei. Am Montag hatte Johnson &amp; Johnson mit der Lieferung seines im M\u00e4rz zugelassenen Impfstoffes in die EU-Staaten begonnen. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rden haben am Dienstag zur Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Johnson &amp; Johnson aufgerufen. Zuvor seien bei sechs Personen F\u00e4lle einer seltenen Blutverklumpung festgestellt worden, berichtet die Zeitung &#171;New York Times&#187; unter Berufung auf mit den Vorg\u00e4ngen vertraute Personen. Bei allen sechs Betroffenen habe es sich demnach um Frauen im Alter von 18 bis 48 Jahren gehandelt. Eine von ihnen sei gestorben, eine weitere befinde sich in kritischem Zustand. Bei den Bundeseinrichtungen wird die Verabreichung des Impfstoffs laut dem Bericht sofort ausgesetzt. Die Einrichtungen der Bundesstaaten seien aufgerufen, dies ebenfalls zu tun. Bislang sind in den USA sieben Millionen Dosen des Pr\u00e4parats von Johnson &amp; Johnson verimpft worden. Die Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcnen, Katrin G\u00f6ring-Eckardt, h\u00e4lt Ausgangssperren f\u00fcr verfassungsrechtlich nicht haltbar. Sie k\u00f6nnten nur das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere nicht wirke, sagt sie dem Sender Phoenix. Viele Ma\u00dfnahmen seien noch nicht ausgesch\u00f6pft. &#171;Das genau ist das Problem, das wir sehen: Es ist verfassungsgem\u00e4\u00df wahrscheinlich nicht haltbar.&#187; Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) zufolge kommt die Corona-Notbremse am Dienstag ins Kabinett, sodass einheitliche Regelungen oberhalb einer Inzidenz von 100 in ganz Deutschland m\u00f6glich werden. Dies sei sorgf\u00e4ltig vorbereitet worden, sagt Scholz im Deutschlandfunk. Er sei daher fest davon \u00fcberzeugt, dass dies im Kabinett verabschiedet werde. Auch Ausgangsbeschr\u00e4nkungen w\u00fcrden dann einheitlich geregelt. &#171;Das ist das, was jetzt notwendig ist: Regelungen, die im ganzen Bundesgebiet \u00fcberschaubar, nachvollziehbar f\u00fcr jeden einheitlich gelten.&#187; Die indische Arzneimittelzulassungsbeh\u00f6rde hat dem russischen Impfstoff Sputnik V eine Notzulassung erteilt. Das gab der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vermarktet, in der Nacht zum Dienstag bekannt. Indische Pharmafirmen sollen den Impfstoff selbst in Massenproduktion herstellen. Es werde so mit mehr als 850 Millionen Dosen im Jahr gerechnet. Indien erteilte die Zulassung, nachdem es diese Woche in absoluten Zahlen das nach den USA am meisten von Corona betroffene Land geworden war und Brasilien \u00fcberholt hatte. Insgesamt gibt es in der gr\u00f6\u00dften Demokratie der Welt mit ihren mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 13,6 Millionen bekannte Infektionen, davon knapp 162.000 in den vergangenen 24 Stunden. Die erfassten F\u00e4lle nehmen in dem Land seit Wochen immer st\u00e4rker zu \u2013 es gibt gro\u00dfe religi\u00f6se Feste und Wahlkampfveranstaltungen ohne Masken und Abstand. In besonders betroffenen Regionen gibt es Berichte, wonach in Krankenh\u00e4usern die Betten knapp werden und einige Impfzentren schlie\u00dfen mussten, weil ihnen der Impfstoff ausgegangen war. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt \u00fcber den weltweiten Anstieg der Corona-Infektionszahlen gezeigt und eine konsequente Umsetzung der Schutzma\u00dfnahmen gefordert. &#171;Wir sind gerade an einem kritischen Punkt der Pandemie&#187;, sagte die WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove am Montag in Genf und verwies auf exponentiell ansteigende Infektionszahlen. &#171;Das ist nicht die Situation, in der wir 16 Monate nach Beginn einer Pandemie sein wollen, wenn wir wirksame Kontrollma\u00dfnahmen haben.&#187; In der vergangenen Woche sei die Zahl der Neuinfektionen weltweit um neun Prozent gestiegen, sagte Van Kerkhove. Die Zahl der Todesf\u00e4lle habe um f\u00fcnf Prozent zugenommen. Wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erg\u00e4nzte, stiegen die Infektionszahlen damit schon die siebte Woche in Folge und die Totenzahlen die vierte Woche in Folge. In der vergangenen Woche sei insgesamt der viertgr\u00f6\u00dfte Anstieg binnen einer Woche seit Beginn der Pandemie verzeichnet worden \u2013 obwohl weltweit schon mehr als 780 Millionen Impfdosen verabreicht worden seien, sagte Tedros. Besonders stark war der Anstieg der Fallzahlen demnach in einigen L\u00e4ndern in Asien und im Nahen Osten. Der WHO-Chef forderte, Schutzma\u00dfnahmen wie Abstand, Masken, H\u00e4ndewaschen, L\u00fcftung, Testen, Kontaktnachverfolgung und Quarant\u00e4ne weiter konsequent umzusetzen. Die WHO wolle &#171;keine unendlichen Lockdowns&#187;. Derzeit gebe es aber in vielen L\u00e4ndern \u00fcberf\u00fcllte Intensivstationen und Todesf\u00e4lle \u2013 &#171;und das ist vollkommen vermeidbar&#187;. In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 161.736 Neuinfektionen \u2013 so viele wie bislang kein anderes Land an einem Tag. Insgesamt haben sich damit mehr als 13,69 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.879 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 171.058. Indien weist nach den USA die h\u00f6chste Infektionszahl weltweit auf. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr vollst\u00e4ndig geimpfte Personen rasch aufheben. Das berichtet &#171;Bild&#187; unter Berufung auf eine Empfehlung des Ministers an die Landesregierungen. Diese sollen in ihren Corona-Vorordnungen festlegen, dass Geimpfte ohne Test einkaufen und Kultureinrichtungen besuchen d\u00fcrfen. Auch die Test- und Quarant\u00e4nepflicht bei Einreisen soll f\u00fcr Geimpfte fallen. Davon ausgenommen sind Variantengebiete wie zum Beispiel Brasilien, S\u00fcdafrika oder die franz\u00f6sische Grenzregion Moselle. Zuvor hatte schon Baden-W\u00fcrttemberg angek\u00fcndigt, die Quarant\u00e4neegeln f\u00fcr Menschen mit vollst\u00e4ndigem Impfschutz zu lockern. &#171;Es wird eine Ausnahmeregelung in die jeweiligen Verordnungen aufgenommen, wonach sich geimpfte, symptomlose Personen k\u00fcnftig nicht mehr in Absonderung begeben m\u00fcssen, wenn sie Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatten&#187;, erkl\u00e4rte Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Gr\u00fcne) in Stuttgart. Corona-Impfstoffe k\u00f6nnen nach Angaben einer Expertin recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. &#171;F\u00fcr die Entwicklung m\u00fcssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen&#187;, erkl\u00e4rte die Pr\u00e4sidentin des \u00d6sterreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Ren\u00e9e Gallo-Daniel, der dpa. Zun\u00e4chst pr\u00fcften die Hersteller aber, ob die vorliegenden Impfstoffe gegen die Mutanten wirksam oder zumindest teilweise wirksam sind. Muss ein Impfstoff adaptiert werden, handle es sich um einen neuen Impfstoff, der wieder zugelassen werden m\u00fcsse, erl\u00e4uterte Gallo-Daniel. &#171;Nach der Zulassung muss dann die Produktion umger\u00fcstet werden.&#187; Hier stelle sich die Frage, ob die gesamte Produktion auf die neuen, angepassten Impfstoffe umgestellt werden muss oder nur ein Teil. Zu kl\u00e4ren sei auch, ob beide Impfstoffe gespritzt werden m\u00fcssen oder man komplett auf den neuen &#171;umswitcht&#187;. Die Umstellung der Produktion dauere ebenfalls einige Wochen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD) hat angek\u00fcndigt, dass ihr Kabinett am Dienstag \u00fcber die Option zur Sicherung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V entscheiden werde. &#171;Diese Option soll f\u00e4llig werden, sobald der Impfstoff eine Zulassung f\u00fcr Deutschland und Europa erh\u00e4lt&#187;, sagte sie einer Mitteilung zufolge am Montag. Der Wirtschaftsminister solle den Auftrag erhalten, die Verhandlungen schnell abzuschlie\u00dfen. Bereits zuvor hatte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) angek\u00fcndigt, dass sich das Land eine Option auf eine Million dieser Impfdosen sichert. Ebenso hatte Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) erkl\u00e4rt, sein Land habe sich mit einem Vorvertrag 2,5 Millionen Impfdosen Sputnik V f\u00fcr den Fall einer EU-Zulassung des Wirkstoffs gesichert. Sie wundere sich, &#171;dass es Vorbehalte gegen Sputnik gibt, weil dieser Impfstoff aus Russland kommt&#187;, sagte Schwesig. Die Sicherheit und Wirksamkeit des Vakzins m\u00fcssten jetzt so schnell wie m\u00f6glich in einem objektiven Verfahren gepr\u00fcft werden. Auch in Irland wird der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wegen des Risikos von Blutgerinnseln k\u00fcnftig nur noch an Menschen im Alter von mehr als 60 Jahren verabreicht. Das Vakzin werde f\u00fcr unter 60-J\u00e4hrige nicht mehr empfohlen, teilte das f\u00fcr Impfungen zust\u00e4ndige Beratungskomitee NIAC am Montagabend mit. Zwar seien Thrombose-F\u00e4lle eine &#171;sehr seltene&#187; Nebenwirkung des Impfstoffs. Da das Alter dabei aber wom\u00f6glich eine Rolle spiele und andere Vakzine zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, habe die Beh\u00f6rde ihre Empfehlung \u00fcberarbeitet. Irlands oberster Amtsarzt Ronan Glynn k\u00fcndigte an, die Impfkampagne werde nun an die neuen Vorgaben angepasst. Irland folgt damit dem Beispiel anderer EU-L\u00e4nder wie Deutschland, Italien und Spanien, die ebenfalls beschlossen hatten, das Astrazeneca-Vakzin nur noch an Menschen \u00fcber 60 zu verabreichen. In Belgien und Frankreich ist die Altersgrenze f\u00fcr dieses Pr\u00e4parat bei 55 angesetzt. In Irland erhielten bislang rund 750.000 Menschen eine erste Impfdosis. Die Impfkampagne in dem EU-Land mit seinen f\u00fcnf Millionen Einwohnern verl\u00e4uft deutlich langsamer als im benachbarten Gro\u00dfbritannien. Dort wurde bereits mehr als 60 Prozent der Menschen eine Erstimpfung verabreicht. Immer mehr niedergelassene \u00c4rzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen ist in der neuen Woche um 10.000 auf 45.000 gestiegen, wie ein Sprecher der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin sagte. Die meisten sind Hausarztpraxen. Allerdings d\u00fcrften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter sp\u00fcrbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert voraussichtlich zun\u00e4chst wie vorhergesagt. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech\/Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden. &#171;Das Engagement der niedergelassenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte steigt gewaltig, hoffentlich auch bald die Impfstoffmengen&#187;, sagte der KBV-Sprecher. Insgesamt wurden inzwischen 18 Millionen Impfdosen gespritzt; 15,9 Prozent der Menschen in Deutschland erhielten mindestens die Erstimpfung. Die Zahlen reichen von 19,2 Prozent in Bremen,18,2 im Saarland und 17,7 Prozent in Schleswig-Holstein bis zu den Schlusslichtern mit 15,1 Prozent (Niedersachsen),14,6 Prozent (Hessen) und 14,4 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern). Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson &amp; Johnson k\u00f6nnen nun auch in der Europ\u00e4ischen Union starten. Der Hersteller begann am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, wie das Unternehmen und die EU-Kommission best\u00e4tigten. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die \u00fcbrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten gro\u00dfe Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce best\u00e4tigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits f\u00fcr Montag 36.000 Impfdosen von Johnson &amp; Johnson in Belgien erwartet w\u00fcrden. Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde. Eine Unternehmenssprecherin erkl\u00e4rte in Neuss, die am Montag gestarteten Lieferungen seien der erste Schritt, &#171;um die Verpflichtung des Unternehmens zur Lieferung von 200 Millionen Dosen an die Europ\u00e4ische Union sowie nach Norwegen und Island im Jahr 2021 zu erf\u00fcllen&#187;. In den USA wird das Vakzin schon l\u00e4nger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie F\u00e4lle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff Johnson &amp; Johnson pr\u00fcfe. Vier ernsthafte F\u00e4lle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die EMA betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei. Unternehmen sollen ihren Besch\u00e4ftigten Corona-Tests anbieten m\u00fcssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dazu eine Paketl\u00f6sung angestrebt. Die entsprechende \u00c4nderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes f\u00fcr eine bundesweite Corona-Notbremse kommen. Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verf\u00fcgung stellen. Sie m\u00fcssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen. Der &#171;Spiegel&#187; berichtete, dass das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) seinen Widerstand gegen eine Testangebotspflicht trotz Widerstands der Wirtschaft aufgegeben habe. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests haben, so der &#171;Spiegel&#187;. Eine Befragung im Auftrag der Bundesregierung hatte ergeben, dass 43 Prozent der Unternehmen aufgrund der Kosten nicht testen oder daf\u00fcr finanzielle Unterst\u00fctzung wollen. DGB-Chef Reiner Hoffmann hatte die Union aufgefordert, die Pl\u00e4ne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) f\u00fcr eine Testangebotspflicht nicht l\u00e4nger zu blockieren. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hatte gesagt, dass das Kabinett an diesem Dienstag eine Novelle der Arbeitsschutzverordnung mit einer Pflicht f\u00fcr Testangebote in Unternehmen passieren lassen. Die Unternehmen m\u00fcssten dann die Tests bezahlen. In den meisten Kreisen und St\u00e4dten Schleswig-Holsteins darf nach monatelanger Corona-Pause heute die Au\u00dfengastronomie wieder \u00f6ffnen. Die Landesregierung hatte die Erlaubnis zur \u00d6ffnung am vergangenen Mittwoch mitgeteilt. M\u00f6glich ist Bewirtung, wo die Zahl der Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner stabil unter 100 liegt. Der Zugang zur Au\u00dfengastronomie richtet sich nach den aktuellen Kontaktbeschr\u00e4nkungen. Demnach d\u00fcrfen maximal f\u00fcnf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen. Kinder unter 14 Jahren z\u00e4hlen nicht mit. Die Gastronomen m\u00fcssen eine Kontaktnachverfolgung sicherstellen; die Abst\u00e4nde m\u00fcssen \u00fcberall gew\u00e4hrleistet sein. Medizinische Schutzmasken sind Pflicht, nur am Tisch d\u00fcrfen G\u00e4ste sie abnehmen. Vorherige Schnell- oder Selbsttests auf das Coronavirus sind f\u00fcr den Besuch der Au\u00dfengastronomie keine Pflicht, werden aber dringend empfohlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein am Sonntag von 71,8 auf 71,1 gesunken. Zwei Kreise \u00fcberschritten nach den j\u00fcngsten Angaben die kritische Marke von 100: Wie am Tag zuvor das Herzogtum Lauenburg (123,7) und der Kreis Neum\u00fcnster (112,2). Segeberg rutschte unter den kritischen Wert von 100 (96,3). Die niedrigsten Zahlen wiesen die Kreise Schleswig-Flensburg (27,8) und Nordfriesland (34,3) auf. An dieser Stelle wurde ein neuer Newsblog aufgesetzt. Lesen Sie hier die \u00e4lteren Entwicklungen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hotels sollen rasch d\u00fcrfen, wenn G\u00e4ste geimpft oder negativ getestet worden sind. 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