<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1923817,"date":"2021-06-13T16:42:00","date_gmt":"2021-06-13T14:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1923817"},"modified":"2021-06-13T17:11:58","modified_gmt":"2021-06-13T15:11:58","slug":"italiens-rechte-auf-dem-weg-zur-einheitsfront","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/06\/italiens-rechte-auf-dem-weg-zur-einheitsfront\/","title":{"rendered":"Italiens Rechte auf dem Weg zur Einheitsfront"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Lega-Chef Matteo Salvini sieht seine F\u00fchrung von Italiens Rechten bedroht. Nun will er sich Silvio Berlusconis Forza Italia einverleiben, um seine Machtbasis zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/b><br \/>\nIn der Wirtschaft w\u00fcrde man von einem feindlichen \u00dcbernahmeversuch sprechen: Lega-Chef und Ex-Innenminister Matteo Salvini hat in diesen Tagen den Zusammenschluss seiner rechtspopulistischen Lega mit der Partei des mehrfachen ehemaligen Ministerpr\u00e4sidenten Silvio Berlusconi, der Forza Italia, gefordert. Wie genau dieser Zusammenschluss aussehen soll, ist noch nicht ganz klar. Zun\u00e4chst war von einer \u201eFusion\u201c die Rede, dann von einer \u201eF\u00f6deration\u201c. Die genaue Formel spielt aber eine untergeordnete Rolle. Chef der neuen Formation w\u00e4re nat\u00fcrlich Salvini. F\u00fcr Berlusconi w\u00e4re der \u2013 politisch eher unbedeutende \u2013 Posten des \u201epresidente\u201c vorgesehen. Um im Wirtschaftsjargon zu bleiben: Salvini wird CEO, Berlusconi Aufsichtsratspr\u00e4sident. Salvini begr\u00fcndet sein Vorpreschen mit dem Argument, dass ein vereinigtes Rechtslager den \u2013 seiner Meinung nach \u2013 zu gro\u00dfen Einfluss der Linken in der Mehrparteienkoalition von Premier Mario Draghi besser eind\u00e4mmen und dessen Reformen schlagkr\u00e4ftiger unterst\u00fctzen k\u00f6nne. Der wahre Grund ist freilich ein anderer. Der Lega-Chef sp\u00fcrt den Atem seiner sch\u00e4rfsten Konkurrentin im Nacken. Giorgia Meloni, die Chefin der postfaschistischen Fratelli d\u2019Italia (FDI), kommt ihm in den Umfragen immer n\u00e4her. W\u00e4hrend die Lega Salvinis seit Monaten schw\u00e4chelt und noch bei 21 Prozent liegt, kommen die \u201eBr\u00fcder Italiens\u201c inzwischen auf \u00fcber 19 Prozent, Tendenz steigend. Es geht also um den F\u00fchrungsanspruch im Lager von Italiens Rechtsnationalen \u2013 und damit um die Spitzenkandidatur bei den n\u00e4chsten Parlamentswahlen im Fr\u00fchling 2023. Mit der Einverleibung von Berlusconis Forza Italia (in den Umfragen bei 7 Prozent) k\u00f6nnte Salvini seine Machtbasis vergr\u00f6\u00dfern. Berlusconi hasst Salvini Giorgia Meloni profitiert derzeit von ihrer Rolle als Oppositionsf\u00fchrerin. Die FDI sind als einzige gr\u00f6\u00dfere Partei nicht der Regierung von Mario Draghi b eigetreten und k\u00f6nnen nun unpopul\u00e4re Entscheide des ehemaligen EZB-Pr\u00e4sidenten unbeschwert attackieren. Salvini, dessen Lega Teil der Regierungskoalition ist, f\u00e4llt dies deutlich schwerer. Er hat sich in den letzten Monaten zwar immer wieder von einzelnen Ma\u00dfnahmen der eigenen Regierung abgegrenzt, aber besonders glaubw\u00fcrdig wirkte er dabei nicht. Meloni wird der geplanten F\u00f6deration jedenfalls nicht beitreten. \u201eIch glaube nicht an kalte Fusionen\u201c, sagte sie. Wenn der Zusammenschluss der beiden Regierungsparteien Lega und Forza Italia die Linken, wie dies Salvini hoffe, etwas zur\u00fcckzudr\u00e4ngen verm\u00f6chte, w\u00e4re das zwar positiv \u2013 \u201eaber uns als Oppositionspartei betrifft das nicht\u201c, erkl\u00e4rte Meloni. Ob die Fusion zustande kommen wird, ist noch nicht sicher. Berlusconi hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Salvini pers\u00f6nlich nicht leiden kann und ihn f\u00fcr einen ungehobelten R\u00fcpel und Empork\u00f6mmling h\u00e4lt. Auch innerhalb von Berlusconis Partei regt sich Widerstand. Die beiden Ministerinnen Mariastella Gelmini und Mara Carfagna k\u00f6nnen sich mit der aggressiven Ausl\u00e4nder-Raus-Rhetorik des Lega Chefs nicht identifizieren. Doch die Entscheidung treffen wird am Ende der Gr\u00fcnder und Chef der Forza Italia: Silvio Berlusconi. Ambitionen auf das Pr\u00e4sidentenamt Der inzwischen 84-j\u00e4hrige \u201eCavaliere\u201c wiederum verfolgt seine ganz eigene Agenda. Trotz seines Alters und seiner angeschlagenen Gesundheit tr\u00e4umt er immer noch davon, n\u00e4chstes Jahr die Nachfolge von Sergio Mattarella antreten zu k\u00f6nnen und zum Staatspr\u00e4sidenten Italiens gew\u00e4hlt zu werden. Weil Berlusconi dazu auf die Stimmen von Salvinis Lega angewiesen ist, wird er, wohl oder \u00fcbel, in irgend einer Form auf dessen feindliches \u00dcbernahmeangebot eintreten m\u00fcssen. Auch wenn sich Salvini und Meloni derzeit einen erbitterten Kampf um den F\u00fchrungsanspruch im Lager der Rechtspopulisten und Nationalisten liefern m\u00f6gen: Ihre beiden Parteien belegen in den Umfragen die ersten beiden Pl\u00e4tze und kommen zusammen auf 40 Prozent der Stimmen. Das ist einzigartig in der EU \u2013 abgesehen von Ungarn und Polen, wo die Rechtspopulisten schon seit Jahren regieren. Das k\u00f6nnte in weniger als zwei Jahren auch in Italien passieren \u2013 die Frage w\u00e4re dann nur noch, wer an der Spitze der Regierung st\u00fcnde: Salvini oder Meloni?<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lega-Chef Matteo Salvini sieht seine F\u00fchrung von Italiens Rechten bedroht. Nun will er sich Silvio Berlusconis Forza Italia einverleiben, um seine Machtbasis zu vergr\u00f6\u00dfern. 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